Von Marco Rauch
Köln - In Nordrhein-Westfalen sind bis Mitte September deutlich mehr Menschen ertrunken als im Vorjahreszeitraum.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) registrierte bis zum 15. September 54 Todesfälle - 16 mehr als im Vorjahreszeitraum 2025.
Besonders folgenschwer war der Juni mit 22 Todesfällen. Im Vorjahresmonat waren es zwölf.
Die meisten tödlichen Unglücke ereigneten sich in Flüssen. Dort starben 20 Menschen - nach 16 im Vorjahreszeitraum. In Seen stieg die Zahl von zehn auf 18, in Kanälen von drei auf zehn.
Hinzu kamen zwei Todesfälle in Schwimmbädern sowie je einer in einem Bach und einem Teich.
Von den Opfern waren 46 männlich und sieben weiblich, bei einer Person war das Geschlecht nicht bekannt.
Auffällig war der Anstieg bei den Elf- bis 20-Jährigen: Zwölf Menschen dieser Altersgruppe ertranken, im Vorjahreszeitraum waren es fünf. Bei 13 Opfern fehlte eine Altersangabe.
Bundesweit erfasste die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft seit Jahresbeginn 320 tödliche Wasserunfälle nach 328 im Vorjahreszeitraum.