Zahl der Badetoten in NRW verdoppelt: Immer mehr Nichtschwimmer an Grundschulen!

Düsseldorf - Die Zahl der Badetoten hat sich in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.

Laut DLRG verunglückten in NRW im vergangenen Jahr 41 Männer und 13 Frauen, in zwei Fällen blieb das Geschlecht unbekannt.
Laut DLRG verunglückten in NRW im vergangenen Jahr 41 Männer und 13 Frauen, in zwei Fällen blieb das Geschlecht unbekannt.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

2022 ertranken 56 Menschen nach 24 im Vorjahr, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte. Damit liegt NRW im Ländervergleich nach Bayern (69) auf dem zweiten Platz.

Laut DLRG verunglückten in NRW im vergangenen Jahr 41 Männer und 13 Frauen, in zwei Fällen blieb das Geschlecht unbekannt. Auch 2021 waren deutlich mehr Männer als Frauen ertrunken. Der Großteil der im vergangenen Jahr Verunglückten ertrank in Flüssen (23) und Seen (18). Die meisten Todesfälle gab es in den Monaten von Juni bis August (28).

Bundesweit ertranken im vergangenen Jahr mindestens 355 Menschen. Das waren 56 mehr als 2021. Laut DLRG-Präsidentin Ute Vogt ist das der erste Anstieg der tödlichen Badeunfälle seit vier Jahren.

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"Während des langen warmen Sommers ohne nennenswerte coronabedingte Einschränkungen sind die Menschen wieder mehr in zumeist unbewachten Seen und Flüssen schwimmen gegangen", erklärte sie.

Zahl der Nichtschwimmer unter Grundschülern bereitet Sorgen

Auf den kommenden Sommer schaut die DLRG-Präsidentin mit Sorge: Einer kürzlich veröffentlichten Forsa-Studie zufolge habe sich die Zahl der Grundschulkinder, die nicht schwimmen können, seit 2017 verdoppelt.

"Wie Jungen und Mädchen Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, so müssen sie auch Schwimmen lernen", sagte sie. Es sei wichtig, dass jedes Kind am Ende der Grundschule sicher schwimmen könne.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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