Achtstündiger Nachteinsatz rettet Wanderer am Hohen Göll

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Von Charlotte Haft

Berchtesgaden - Zwei Wanderer haben auf einem vereisten Steig am Hohen Göll im Berchtesgadener Land festgesessen. Durch einen achtstündigen Nachteinsatz der Bergwacht und eines Polizeihubschraubers konnten beide unverletzt gerettet werden, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte.

Drei Retter stiegen als Voraustrupp auf, kümmerten sich um den Wärmeerhalt und statteten das Duo mit Steigeisen aus.
Drei Retter stiegen als Voraustrupp auf, kümmerten sich um den Wärmeerhalt und statteten das Duo mit Steigeisen aus.  © BRK/BGL

Ein 29-jähriger Münchner und seine 25-jährige Begleiterin aus Unterfranken wollten demnach am Samstag vom Alpeltal übers Brett zum Stahlhaus, das ganzjährig geöffnet ist.

Wegen der Vereisung im Absturzgelände ging es für sie laut BRK im Bereich des Großen Archenkopfs nicht mehr weiter. Die beiden setzten gegen 16 Uhr einen Notruf ab.

Das Duo war den Angaben zufolge schon über der Nebelgrenze, auf rund 2300 Metern Höhe. Kurz vor Sonnenuntergang habe die Bergwacht deshalb versucht, sie mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 14" aus Traunstein zu erreichen.

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Die Wolkendecke sei aber rasch angestiegen und der Hubschrauber mit zwei Bergrettern an Bord musste demnach abbrechen. Die Bergwacht stellte den Angaben zufolge auf einen längeren Einsatz am Boden um. 

Drei Retter seien als Voraustrupp aufgestiegen. Sie kümmerten sich laut BRK darum, dass die Wanderer nicht auskühlten und gaben ihnen Steigeisen. Vier weitere Einsatzkräfte sicherten die vereisten Stellen demnach mit Seilen.

Erster Rettungsversuch scheiterte

Die Besatzung von "Edelweiß 8" konnte die Wanderer schließlich bergen.
Die Besatzung von "Edelweiß 8" konnte die Wanderer schließlich bergen.  © BRK/BGL

Der Einsatzleiter forderte einen nachtflugtauglichen Polizeihubschrauber mit Rettungswinde an, um alle bei einer Wolkenlücke möglichst schnell ausfliegen zu können.

Der erste Versuch weiter oben scheiterte den Angaben nach an der schlechten Sicht. Dann erreichte die Besatzung von "Edelweiß 8" die absteigende Gruppe auf rund 1900 Metern Höhe, holte beide mit der Winde an Bord und brachte sie zum Landeplatz Schneewinkl im Tal. Die übrigen Bergretter seien zu Fuß abgestiegen.

13 Rettungskräfte waren bis Mitternacht im Einsatz.

Titelfoto: BRK/BGL

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