Bergwacht warnt vorm Wandern in den Winter-Bergen

Bad Tölz/Berchtesgaden - Polizei, Bergwacht und Deutscher Alpenverein (DAV) warnen vor besonderen Gefahren beim Wandern in den verschneiten Bergen.

Auch im Winter muss die Bergwacht immer wieder ausrücken, um verunglückte Wanderer zu retten.
Auch im Winter muss die Bergwacht immer wieder ausrücken, um verunglückte Wanderer zu retten.  © Matthias Bein/dpa

Die meisten Unfälle passieren beim Wandern im Sommer, zwei Drittel aller Einsätze der Bergwacht Bayern betreffen Wanderer. Doch immer mehr Menschen schnüren auch in der kalten Jahreszeit die Wanderstiefel.

"Der Winter in den Bergen ist nicht der Sommer in Weiß", mahnt Bergwacht-Sprecher Roland Ampenberger.

Wegmarkierungen seien schnell wegen des Schnees nicht mehr erkennbar. Es werde rasch dunkel. Hinzu kommen die Kälte, das Risiko, auf eisigen Wegen auszurutschen und die Lawinengefahr. Vier Menschen starben im vergangenen Winter in Bayern in Lawinen - zwei von ihnen waren Wanderer.

Alpenverein warnt: So viel kostet die Rettung per Hubschrauber
Bergwacht Alpenverein warnt: So viel kostet die Rettung per Hubschrauber

"In den Bergen kommt man beim Winterwandern schnell an Grenzen. Wer ohne Schneeschuhe oder Tourenski und die entsprechende Notfallausrüstung und Erfahrung unterwegs ist, sollte in Talnähe und auf geräumten Wegen bleiben", sagt DAV-Präsident Roland Stierle.

Bergwacht: "Der Winter in den Bergen ist nicht der Sommer in Weiß"

Im Frühjahr waren bei einer Serie tödlicher Unfälle im südlichen Oberbayern mehrere Wanderer auf eisigen und verschneiten Wegen in den Tod gerutscht.

Eine im Sommer einfache Wanderung könne winters zur anspruchsvollen Tour werden, die hochalpine Ausrüstung erfordere, sagt Maximilian Maier vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Die Bergwacht Bayern zählte von Mai bis Ende Oktober weniger Einsätze als im Vorjahr. Auch die Zahl der Bergtoten in dem Zeitraum sei gesunken - von 85 im Vorjahr auf nun 57. Ein Grund für den Rückgang könnte der verregnete Herbst gewesen sein.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

Mehr zum Thema Bergwacht: