Darf Eugen Block seine Enkel sehen? Gericht in Dänemark trifft Entscheidung
Von Bernhard Sprengel
Sønderborg/Hamburg - Eugen Block (86), Gründer der Steakhaus-Kette "Block House", darf seine Enkelkinder in Dänemark weiterhin nicht sehen.
Ein Gericht im süddänischen Sønderborg lehnte einen Antrag auf Umgangsrecht mit dem zwölfjährigen Jungen und dem 15-jährigen Mädchen ab. Das teilten der Vater der Kinder, Stephan Hensel (52), und ein Sprecher von Block übereinstimmend mit.
Hensel und seine neue Ehefrau Astrid Have erklärten zum Urteil des Familiengerichts, die beiden Kinder sagten seit langem, dass sie keinen Kontakt zu ihrem Großvater wünschten. "Wir hoffen, dass dieser Wunsch nun endlich respektiert wird."
Block will das Urteil jedoch anfechten. "Ich werde den Rechtsweg in Dänemark weiterverfolgen. Mein Ziel bleibt, unser Familienleben wieder gemeinsam mit allen Enkelkindern gestalten zu können", ließ er über einen Sprecher erklären. Das Gericht machte keine Angaben zu dem Urteil.
Um die beiden Kinder gibt es seit Jahren einen Sorgerechtsstreit zwischen Blocks Tochter Christina und ihrem in Dänemark lebenden Ex-Mann Hensel. Anfang 2024 waren der Junge und das Mädchen nach Deutschland entführt worden. Hensel war von den Kidnappern niedergeschlagen worden.
Christina Block (53) steht seit Juli vergangenen Jahres in Hamburg vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, eine israelische Sicherheitsfirma mit der Entführung beauftragt zu haben, was sie bestreitet. Am 5. Januar 2024 hatte sie die Kinder nach einer Hamburger Gerichtsentscheidung zu ihrem Ex-Mann zurückbringen lassen.
Titelfoto: Marcus Golejewski/dpa
