Urteil in weiter Ferne! Block-Prozess soll um Monate verlängert werden

Hamburg - Doch noch kein Ende? Für kurze Zeit schien es so, als würde im Kindesentführungsprozess gegen Christina Block (53) bald ein Urteil fallen, nun gibt es aber eine neue Entwicklung.

Der Prozess gegen Christina Block (53) wegen Kindesentführung geht wohl in die Verlängerung.  © Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

Laut dem juristischen Nachrichtenportal "Legal Tribune Online" (LTO) soll das Hamburger Landgericht mittlerweile neue Verhandlungstermine bis Ende Februar 2027 eingeplant haben. Damit würde sich der Prozess um mehrere Monate verlängern. Offiziell ist dies aber noch nicht.

Auf TAG24-Nachfrage erklärte das Landgericht, dass weitere Verhandlungstermine bekannt gegeben würden, sobald sie angesetzt seien. Bislang sind nur Termine bis Dezember 2026 vorgesehen.

Zuletzt hatte es noch danach ausgesehen, als könnte zeitnah ein Urteil fallen. Doch neue Zeugenbefragungen und die Auswertung von Tonaufnahmen brachten den bisherigen Zeitplan durcheinander.

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Grund für die nicht eingeplante Beweiserhebung ist laut dem Bericht der "Zeit"-Podcast "House of Block". In diesem hatte Klara Block (15), die jüngste Tochter der Hamburger Unternehmerin und ihres Ex-Mannes Stephan Hensel (61), über die mutmaßliche Entführung ausgepackt und damit eine Welle der Kritik ausgelöst.

Das Landgericht hatte nach der Veröffentlichung eine Durchsuchung der Redaktionsräume der "Zeit" und der Privatwohnung der Journalistin Anne Kunze (45), die für den Podcast verantwortlich war, angeordnet. Damit wollte man an die bislang unveröffentlichte Gesprächsaufnahmen und mögliche Vertragsunterlagen gelangen.

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"Zeit"-Journalistin Anne Kunze soll als Zeugin aussagen

"Zeit"-Journalistin Anne Kunze (45) soll aufgrund ihres Podcasts "House of Block" in dem Prozess aussagen.  © IMAGO / teutopress

Kunze kam der Durchsuchung allerdings zuvor, indem sie die Aufnahmen versiegelt übergab. Die "Zeit" legte daraufhin Beschwerde ein. Insgesamt soll es sich um rund 160 Stunden Rohmaterial handeln, in dem die Gespräche aufgezeichnet worden waren.

Durch ihre dortigen Aussagen soll nun erneut die kinderpsychiatrische Sachverständige aussagen. Selbst Kunze soll als Zeugin vorgeladen werden. Das Gericht hatte zuvor bereits versucht, Hensel zu befragen, doch der 61-Jährige berief sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht.

Somit bleibt weiterhin unklar, wann der Prozess endet.

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Das Verfahren gegen Block startete im Juli 2025. Der Unternehmerin wird vorgeworfen, die Entführung ihrer zwei Kinder aus Dänemark beauftragt zu haben. Bislang bestreitet sie die Vorwürfe.

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