Bombenentschärfung im Norden: Hier müssen 2600 Menschen ihre Häuser räumen
Schwentinental - Anwohnerinnen und Anwohner aufgepasst! Am Mittwoch entschärft der Kampfmittelräumdienst eine Fliegerbombe im Schwentinentaler Stadtteil Klausdorf (Kreis Plön, Schleswig-Holstein). Rund 2600 Menschen müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
Bei dem Fund handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.
Bereits am Mittwochvormittag soll das Prozedere beginnen, teilte die Polizei am Montag mit.
Für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das: Bis spätestens 10 Uhr müssen alle Häuser und Wohnungen im Sperrgebiet verlassen sein. Gleichzeitig richtet die Polizei die notwendigen Straßensperrungen ein.
Der Sperrradius beträgt rund 1000 Meter rund um den Fundort. Erst wenn die Einsatzkräfte sicher sind, dass sich niemand mehr in dem Bereich aufhält, können die Experten mit der Entschärfung starten.
Wie lange die Arbeiten dauern werden, lässt sich nach Angaben der Verantwortlichen nicht vorhersagen.
Die Anwohner sollten sich deshalb auf eine mehrstündige Abwesenheit einstellen und ausreichend Essen und Getränke sowie benötigte Medikamente mitnehmen.
Bombenentschärfung in Schwentinental: Betroffene Anwohner werden per Handzettel informiert
Wer während der Entschärfung keine andere Möglichkeit hat, unterzukommen, kann ab 8 Uhr die Kleine Schwentinehalle in der Straße Aubrook aufsuchen.
Auch für Menschen, die beim Verlassen ihrer Wohnung Unterstützung benötigen, gibt es Hilfe. Sie werden gebeten, sich möglichst frühzeitig beim Servicetelefon der Stadt Schwentinental unter Tel. 04307 / 811-228 zu melden.
Die Stadt hat bereits mit den Vorbereitungen begonnen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilen ab heute Handzettel an die betroffenen Haushalte. Zusätzlich wird die Bevölkerung über Warn-Apps informiert.
Weil erfahrungsgemäß trotzdem nicht alle Betroffenen über Medien oder Handzettel erreicht werden, bittet die Stadt darum, Nachbarn, Freunde und Bekannte ebenfalls über die Evakuierung zu informieren.
Titelfoto: Polizeidirektion Kiel

