Von Marlen Rothenburg, Mia Bucher
Berlin - Bei Bauarbeiten am Weigandufer ist am Mittwoch eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Schifffahrtskanal entdeckt worden. Aktuell wird ein Sperrkreis eingerichtet.
Die Verkehrsinformationszentrale Berlin bestätigte den Bombenfund am Vormittag. Der Bereich zwischen der Teupitzer Straße und der Treptower Straße wurde weiträumig abgesichert. Die belebte Sonnenallee ist nur wenige Straßen entfernt.
Für die geplante Entschärfung soll der Sperrkreis allerdings deutlich vergrößert werden. Derzeit beträgt er 300 Meter. Zunächst sei ein Kernbereich von 50 Metern abgesperrt worden, der nach und nach ausgeweitet werde, teilte die Deutsche Presse-Agentur mit.
Wann die Evakuierung beginne, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der dpa. Angesichts der ungeplanten Lage müssten zunächst ausreichend Einsatzkräfte an der Fundstelle zusammengezogen werden.
Für Anwohner und Einrichtungen in der Umgebung könnte das erhebliche Einschränkungen bedeuten. Nach Angaben der Polizei wären neben mehreren Wohnhäusern auch ein Pflegeheim sowie Schulen und Kitas betroffen.
Der etwa 100 Kilogramm schwere Sprengkörper wurde aus dem Wasser gehoben und liegt derzeit auf einem Kahn. Später soll er den Angaben zufolge ans Ufer gebracht werden. Geplant ist, die Bombe mit einer Hochdruckwasserschneidanlage zu entschärfen. Dabei soll der Zünder herausgeschnitten werden.
Der Einsatz könnte sich laut dem Sprecher bis in die Nacht ziehen, da allein die Evakuierung des Sperrkreises mehrere Stunden dauern kann.