Von Mona Wenisch, Piera Tomasella
Gießen - Bei der Suche nach einer möglichen Weltkriegsbombe in Gießen sind bei ersten Grabungen nur Metallreste gefunden worden.
Bislang seien bei den oberflächlichen Aufgrabungen keine Kampfmittel entdeckt worden, teilte die Stadt am frühen Nachmittag in einem Liveticker auf ihrer Webseite mit.
Entwarnung gab es aber noch nicht: "Nun müssen zahlreiche Bohrungen in die Tiefe stattfinden. Bis zum Nachmittag werden weitere Erkenntnisse erwartet."
Bei der Kampfmittelsondierung werde an der Ecke Frankfurter Straße und Robert-Sommer-Straße gegraben, teilte die Stadtverwaltung mit.
Anlass ist der Verdacht, dass sich dort an einer Fernwärmebaustelle noch Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg befinden.
Beim Fund einer scharfen Bombe könnte für eine Evakuierung ein Radius von bis zu1.000 Metern festgelegt werden. In diesem Fall wären rund 6000 Menschen betroffen.
Mögliche Auswirkungen auch auf Straßen- und Bahnverkehr
Auch für Autofahrer und Bahnreisende hätte das Folgen. Gesperrte Gleise im festgelegten Gebiet würden unter anderem die Zugverbindungen zu Frankfurt und Siegen treffen.
Auf dem Gießener Ring würde es ebenfalls zu Sperrungen kommen, etwa auf der Bundesstraße 49, so die Stadt. Nach Einschätzung einer Sprecherin wäre das Universitätsklinikum vermutlich nicht betroffen.
Erstmeldung vom 15. Oktober um 7.21 Uhr, Update um 13.38 Uhr.