Von Bernhard Sprengel, Jana Steger
Hamburg - An einer wichtigen Bahnstrecke im Nordwesten Hamburgs ist am Mittwochnachmittag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Gegen 23 Uhr konnte diese schließlich entschärft werden. Der Einsatz war damit beendet und alle Sperrmaßnahmen wurden aufgehoben.
Der Fern- und der S-Bahnverkehr wurden zeitweise unterbrochen, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte.
Der Kampfmittelräumdienst war gegen 15 Uhr in die in die Schleswiger Straße in Bahrenfeld gerufen worden - nördlich vom Bahnhof Altona.
Bei Tiefbauarbeiten auf einer Baustelle war ein 500 Pfund Bombenblindgänger englischer Bauart mit einem Säure-Langzeitzünder gefunden worden.
Weil sie bewegt worden sei, bestand akute Explosionsgefahr.
Daraufhin wurde ein Sperrradius von 400 Metern sowie ein Warnradius von 1000 Metern eingerichtet. Rund 2500 Menschen mussten den Sperrbereich verlassen.
Weltkriegsbombe in Hamburg-Altona: Entschärfung gestaltet sich schwierig
Nach Angaben eines Bahnsprechers war auch die Verbindungsbahn zwischen dem Bahnhof Altona und dem Hauptbahnhof gesperrt.
Fern- und Regionalzüge aus Richtung Süden endeten den Angaben zufolge vorzeitig am Hauptbahnhof und in Hamburg-Harburg.
Auch Züge aus Richtung Kiel und Dänemark kamen nicht durch. Mehrere S-Bahnlinien wurden unterbrochen. Die Deutsche Bahn richtete einen Ersatzverkehr mit Taxis ein. Für Fernreisende zwischen Pinneberg und Altona verkehrten Ersatzbusse, hieß es.
Nachdem der Sperrbereich vollständig geräumt war, bereitete der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg die Entschärfung vor. Einige Stunden später gelang es den Einsatzkräften schließlich, die Entschärfung durchzuführen.
Erstmeldung vom 9. September, 18.10 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 10. September um 6.23 Uhr.