Coronavirus in Bayern: Reihentestungen an mehreren Schlachthöfen geplant

Das Coronavirus hat auch Bayern fest im Griff. Täglich gibt es neue Meldungen und Nachrichten. In diesem Archiv sind sie zu finden.

Wir halten Euch weiterhin  >>> hier im aktuellen Ticker auf dem Laufenden. 

Update 13. Mai, 14.11 Uhr: Gloria von Thurn und Taxis kritisiert Verbot von Gottesdiensten

Gloria von Thurn und Taxis kritisiert das Gottesdienst-Verbot. (Archiv)
Gloria von Thurn und Taxis kritisiert das Gottesdienst-Verbot. (Archiv)  © picture alliance / dpa

Gloria von Thurn und Taxis hat das Verbot von Gottesdiensten während der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen scharf kritisiert. "Dass Gottesdienste nicht stattfinden durften, war reine Schikane", sagte die 60-Jährige im "Welt"-Interview (Mittwoch). 

"Die meisten Kirchen sind so groß, dass bei den wenigen Menschen, die zur Messe kommen, der Abstand auch schon vor der Corona-Krise leicht eingehalten wurde."

Die Chefin des Regensburger Fürstenhauses ist strenge Katholikin und kritisierte auch die Deutsche Bischofskonferenz, die die Absage der Gottesdienste mitgetragen hat. "Da kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass hier Staatsfunktionäre brav und gehorsam agieren, die an das Opfermahl gar nicht mehr zu glauben scheinen."

In ihren Augen ist die Bischofskonferenz "überflüssig, denn sie raubt den Herren viel Zeit und Kraft". Jeder Oberhirte sei in seiner Diözese "ein souveräner Fürst", der frei schalten und walten könne, sagte sie. "Der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist mitnichten der Chef, sondern bestenfalls eine Art Moderator."

In den vergangenen Tagen hatte es zu einer breiten Diskussion in der katholischen Kirche wegen eines umstrittenen Corona-Schreibens mehrerer hochrangiger Kirchenmänner gegeben.

In dem Text, den der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller, früherer Bischof von Regensburg und ehemalige Chef der vatikanischen Glaubenskongregation, unterschrieben hat, heißt es: "Es sind Tatsachen, dass unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie in vielen Fällen unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt wurden, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit." 

Mehrere Bischöfe hatten diese Kritik an den Maßnahmen in der Corona-Krise zurückgewiesen.

Update 13. Mai, 14.01 Uhr: Reihentestungen auf Corona an mehreren Schlachthöfen geplant

Nach steigenden Zahlen von Corona-Infizierten an einem Schlachthof im Landkreis Straubing-Bogen sollen auch Mitarbeiter anderer Betriebe in Bayern untersucht werden. 

Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in München mit. Die Zahl der positiven Befunde in der niederbayerischen Firma sei laut Landratsamt auf 14 gestiegen, so der Ministeriumssprecher. 

Die Tests hierzu seien aber vor der am Dienstag begonnenen Reihenuntersuchung aller 1000 Mitarbeiter erfolgt. Die komplette Meldung dazu findest du >>>hier.

Update 13. Mai, 13.29 Uhr: München will auf Demos gegen Corona-Maßnahmen streng kontrollieren

In München soll es am Samstag eine Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen geben. Es sei eine Veranstaltung mit 10.000 Menschen auf der Theresienwiese angekündigt. Die Polizei werde rigoros vorgehen und die Einhaltung der Auflagen ebenso kontrollieren wie die Zahl der Teilnehmer. 

Die komplette Meldung findest du >>> hier.

Update 13. Mai, 12.15 Uhr: Michael Piazolo setzt große Hoffnungen auf künftiges "Lernen im Wechsel"

Eine Woche Unterricht in der Schule, dann eine Woche Lernen zu Hause - mit einem solchen Wechselmodell sollen die Lehrer, Schüler und Eltern in Bayern nach langer Corona-Pause langsam wieder zu mehr Normalität zurückfinden. 

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) setzt nach eigenen Worten große Hoffnungen auf das künftige "Lernen im Wechsel". "Es ist gut, dass die Schüler wieder schrittweise in den Unterricht an der Schule zurückkehren - denn nichts geht über Unterricht live", sagte Piazolo am Mittwoch in München. Damit werde es wieder eine regelmäßigere und direktere Kommunikation zwischen den Lehrern und ihren Schülern geben.

"Es geht darum, ein stabiles Unterrichtsangebot zu schaffen", betonte Piazolo. "Entscheidend ist: Die Präsenzwoche und die folgende Woche des "Lernens zu Hause" bilden eine sinnvoll verzahnte Einheit." Konkret heißt das: Die im Präsenzunterricht vermittelten Inhalte sollen anschließend zu Hause geübt und vertieft werden. Aufbauend auf dem Präsenzunterricht soll neues Wissen aber auch zu Hause erweitert werden - "mit Augenmaß", betonte das Ministerium. Die Themen müssten sich etwa hinsichtlich Umfang und Schwierigkeitsgrad dafür eignen.

Nach den Abschlussklassen sind seit Montag auch die Schüler wieder zurück in den Klassenzimmern, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen oder die vierte Klasse besuchen. Kommende Woche sollen unter anderem die Erstklässler folgen, die 5. Klassen der Mittelschulen und die 5. und 6. Klassen an Realschulen und Gymnasien. 

Für alle anderen Klassen beginnt der Präsenzunterricht erst nach dem Pfingstferien Mitte Juni. Von Normalität kann aber noch keine Rede sein: Der Unterricht findet in kleineren Gruppen statt, in der Regel wochenweise im Wechsel, dafür werden Klassen also aufgeteilt.

Update 13. Mai, 11.35 Uhr: Rummenigge erwartet "Milliardenpublikum" beim Bundesliga-Neustart

Karl-Heinz Rummenigge erwartet beim Restart der Bundesliga mit Geisterspielen ein Milliardenpublikum.

Alle Aussagen des Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München gibt es >>> hier

Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München erwartet beim Restart der Bundesliga ein Milliardenpublikum.
Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München erwartet beim Restart der Bundesliga ein Milliardenpublikum.  © Montage: Matthias Balk/dpa, Arne Dedert/dpa

Update 13. Mai, 11.30 Uhr: Bundespolizei öffnet fünf Grenzübergänge zu Österreich

Die Bundespolizei hat am Mittwoch fünf wegen der Corona-Krise geschlossene Grenzübergänge zwischen Österreich und Bayern wieder geöffnet. 

"An zwei weiteren Kontrollstellen haben wir die Öffnungszeiten verlängert beziehungsweise bedarfsgerecht angepasst", sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion München, Karl-Heinz Blümel, am Mittwoch. Elf Grenzübergänge seien zudem ab sofort für Land- und Forstwirte wieder passierbar. Unabhängig davon sollen die Kontrollen an der deutschen Grenze von diesem Samstag an generell vorsichtig gelockert werden. 

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten an.

Update 13. Mai, 11.10 Uhr: Genervt vom Homeschooling? Zehnjähriger haut ab!

Aus Frust wegen des coronabedingten Hausunterrichts ist ein zehn Jahre alter Bub in Ansbach von zu Hause ausgerissen. 

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war der Zehnjährige in der Nacht mit einem Rucksack voll Kleidung und mehreren Schutzmasken unbemerkt aus der Wohnung seiner Eltern gegangen. Nachdem mehrere Menschen ihn allein in der Nähe des Bahnhofs gesehen hatten, verständigten sie die Polizei.

Die Beamten fanden den Bub mit Schutzmaske bekleidet - wo ihn seine Reise hinführen sollte, verriet der Zehnjährige aber nicht. Sie brachten ihn zurück zu seiner Familie, die schon geschlafen und die Aktion gar nicht bemerkt hatte. 

Einem Polizeisprecher zufolge sagte die Mutter, ihr Sohn leide sehr unter dem Homeschooling wegen Corona, weil er Angst um seine weitere Schullaufbahn habe.

Update 13. Mai, 11 Uhr: "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer: Dividende oder Staatshilfe

Die "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer hat Autokonzerne kritisiert, die eine Kaufprämie als staatliche Anschubhilfe fordern und zugleich Gewinne an die Aktionäre ausschütten. Wie jeder Bürger sollten die Unternehmen zunächst einmal ihre Notgroschen verwenden, sagte die Professorin am Dienstag im Club Wirtschaftspresse in München. 

Auf der anderen Seite aber sollte der Staat Gewinne vom Vorjahr mit Verlusten heute verrechnen und Steuern zurückzahlen. Das wäre besser als Konjunkturpakete für einzelne Branchen. Die Abwrackprämie 2009 sei teuer und ineffektiv gewesen, Autokäufe seien nur vorgezogen worden. Aber Deutschland sei stark von der Autoindustrie und ihren Arbeitsplätzen abhängig. Sie rechne mit einer neuen Prämie: "Die Lobby wird sich durchsetzen", sagte Schnitzer. Dann sollten aber zukunftsträchtige Elektro- und Wasserstoffautos samt Infrastruktur gefördert werden.

Auch der Gastronomie wäre mit einem steuerlichen Verlustrücktrag mehr geholfen als mit der Mehrwertsteuersenkung, sagte die Münchner Professorin. Wegen des Abstandsgebots hätten die Gasthäuser künftig weniger Umsatz, da helfe eine geringere Umsatzsteuer aktuell wenig. Aber die Branche habe Zukunft: "Die Leute gehen weiter gern essen. Es geht nur darum, die Krise jetzt zu überstehen." Wo der Staat Unternehmen helfe und dafür Anteile erhalte, sollte er sich nicht in unternehmerische Entscheidungen einmischen, etwa für mehr Klimaschutz oder für unhaltbare Arbeitsplätze. Das würde er nur den Wettbewerb verzerren, warnte Schnitzer.

Deutschland könne sich die riesigen Hilfspakete in der Corona-Krise leisten, weil es die Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren abgebaut habe. Der Kraftakt jetzt sei zu schaffen, "wenn die Wirtschaft ins Laufen kommt und nachher wieder Haushaltsdisziplin herrscht", sagte Schnitzer. Denn die kommende Generation sei durch den steigenden Anteil der Älteren und durch den Klimawandel bereits stark belastet.

Die "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer hat Autokonzerne kritisiert. (Archivbild)
Die "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer hat Autokonzerne kritisiert. (Archivbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update 13. Mai, 9.45 Uhr: Tiroler Landeschef Platter froh über anstehende Grenzöffnung

Tirols Landeschef Günther Platter (ÖVP) hat sich erfreut über die anstehende Öffnung der Grenzen zwischen Deutschland und Österreich ab dem 15. Juni gezeigt. Offene Grenzen seien die "absolut größte Unterstützung" für den Tourismus in Tirol, sagte Platter bei einer Landtagssitzung am Mittwoch in Innsbruck. Die Absicht sei nun klar, "dass ab dem 15. Juni die Öffnung der Grenzen gegeben sein wird."

Die österreichische Bundesregierung hatte am Mittwochmorgen verkündet, dass die Grenze zu Deutschland am 15. Juni geöffnet werden sollen. Bereits ab Freitag sollen nur noch stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden.

Der Tourismus in Österreich stand aufgrund der Corona-Pandemie zuletzt praktisch still. Am 29. Mai dürfen Hotels und Berherbergungsbetriebe in Österreich wieder öffnen. 

Der österreichische Tourismus ist allerdings stark abhängig von Gästen aus Deutschland. Daher hatten zuletzt viele Landespolitiker in der Alpenrepublik und auch die Touristiker auf eine Grenzöffnung gepocht.

Update 13. Mai, 9.10 Uhr: Corona-Krise brockt Sixt Verlust ein

Der Autovermieter Sixt hat wie erwartet wegen der Corona-Krise im ersten Quartal einen Verlust eingefahren. 

Das Unternehmen rechnet aber weiterhin damit, dass sich die Nachfrage nach Mietautos ab dem zweiten Halbjahr sukzessive normalisieren sollte, dabei wird das dritte Quartal ins Auge gefasst, wie Sixt am Mittwoch bei der Vorlage der endgültigen Quartalszahlen in Pullach mitteilte. 

Allerdings dürfte der weitere Geschäftsverlauf stark von weiteren Lockerungen im Reiseverkehr abhängen.

In den ersten drei Monaten wurden die Geschäfte erheblich durch die Pandemie beeinflusst. Der operative Konzernumsatz erreichte wegen des Nachfrageeinbruchs im März 488,5 Millionen Euro, 3,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 505,7 Millionen Euro. Vor Steuern wies Sixt wie erwartet ein Minus von 5,1 Millionen Euro aus, nach einem positiven Vorjahreswert von 40,1 Millionen Euro. 

Das Ergebnis nach Steuern rutschte auf minus 9,6 Millionen Euro ab, ein Jahr zuvor waren es noch 27,7 Millionen Euro gewesen. Alle Zahlen verstehen sich der Mitteilung zufolge jeweils ohne Berücksichtigung des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs Leasing.

Der Autovermieter Sixt hat wie erwartet wegen der Corona-Krise im ersten Quartal einen Verlust eingefahren. (Symbolbild)
Der Autovermieter Sixt hat wie erwartet wegen der Corona-Krise im ersten Quartal einen Verlust eingefahren. (Symbolbild)  © Sina Schuldt/dpa

Update 13. Mai, 8.35 Uhr: Land- und Forstwirte kommen mit Passierschein wieder nach Österreich

Im Allgäu und in Niederbayern können Land- und Forstwirte seit Mittwoch an zusätzlichen Stellen die Grenze nach Österreich passieren. Darauf habe man sich mit den österreichischen Behörden geeinigt, teilte die Bundespolizei mit. 

Benötigt wird eine "Bescheinigung für den Grenzübertritt", die bei der Bundespolizei Kempten oder Passau beantragt werden kann. Die Sonderregelung betrifft im Allgäu die Grenzübergange Hohenweiler-Niederstaufen, Langen bei Bregenz-Neuhaus/Scheffau, Möggers-Scheidegg und Sulzberg-Oberreute. In Niederbayern sind es die Grenzübergänge Lackenhäuser/Schwarzenberg, Hinterschiffl/Kohlstadt und Gottsdorf/Haitzendorf.

Zwischen 7 und 20 Uhr sind dort Grenzübertritte erlaubt, die "unmittelbar mit land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten in der Grenzregion erforderlich sind". Wer die Grenze überqueren will, muss neben der Bescheinigung auch den Ausweis dabeihaben.

Auch für reguläre Grenzübertritte sind Lockerungen in Sicht. Nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA soll die Grenze zwischen Deutschland und Österreich am 15. Juni wieder geöffnet werden.

Update 13. Mai, 8.30 Uhr: Autozulieferer Leoni weiter tief in den roten Zahlen

Die Folgen der Corona-Krise haben den ohnehin angeschlagenen Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni im ersten Quartal schwer belastet. Unter dem Strich stand ein Verlust von 67 Millionen Euro, wie das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Nürnberg mitteilte.

Allerdings konnte der mitten im Umbau befindliche Konzern den Fehlbetrag im Vergleich zum Vorjahr um rund die Hälfte verringern. Das um Sondereffekte und Umbaukosten bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) war mit minus 17 Millionen Euro zwar ebenfalls weiter negativ, verbesserte sich aber leicht um 4 Millionen Euro.

Leoni spürte die negativen Auswirkungen der Pandemie auch beim Umsatz, der um rund 10,6 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro sank. Der Autozulieferer hat ein verlustreiches Jahr hinter sich und hatte bereits 2019 mit hausgemachten Problemen und der mauen Autokonjunktur zu kämpfen. 

Im Zuge der Corona-Pandemie erhält Leoni eine staatliche Kreditbürgschaft in Höhe von 330 Millionen Euro. Kürzlich hatte der Konzern mitgeteilt, dass er für das laufende Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem deutlich schlechteren Abschneiden als zuvor geplant rechnet.

Update 13. Mai, 8 Uhr: 58 Menschen wegen Corona-Infektionen aus Asylbewerberheim verlegt

Wegen einer Reihe von Infektionen mit dem Corona-Virus werden 58 Menschen aus einer Asylbewerberheim in Rosenheim in andere Landkreise verlegt. 

Nach Angaben der Regierung von Oberbayern vom Mittwoch wurden in der Unterkunft 21 Bewohner positiv getestet. Zusammen mit ihren Familien sollen sie nun in andere Unterkünfte gebracht werden, wo sie in Quarantäne kommen. Anschließend sollen sie wieder nach Rosenheim zurückkehren. 

Die Asylbewerberunterkunft in der oberbayerischen Stadt steht ebenfalls unter Quarantäne.

Update 13. Mai, 7.55 Uhr: Grenzen Österreichs zu Deutschland am 15. Juni geöffnet?

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden.

Schon ab diesem Freitag werde es an den Grenzen nur noch stichprobenartige Kontrollen geben, bestätigte das Kanzleramt in Wien am Mittwoch der APA.Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Dienstag mit Merkel telefoniert. Die Bundesregierung will bei ihrer Sitzung an diesem Mittwoch über weitere Schritte beraten.

Österreichs Kanzler Kurz hatte bereits am Dienstagabend in der Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens gesagt, dass er eine Grenzöffnung im Juni erwarte. Wie das Bundeskanzleramt in Wien weiter mitteilte, strebt Österreich auch eine Liberalisierung des Grenzregimes mit seinen anderen Nachbarländern an.

Die österreichische Tourismuswirtschaft ist stark von deutschen Sommerurlaubern abhängig. Vor allem drängte die Branche aber auf Klarheit, was die Sommersaison betrifft. Sie verwies auf Buchungen von deutschen Stammgästen, die Zusagen für neue österreichische Gäste erschwerten.

Die EU-Kommission wollte ihre Leitlinien für eine schrittweise Grenzöffnung am Mittwoch beschließen.

Update 13. Mai, 6.55 Uhr: Stadtrat berät nach Wiesn-Aus über neue Wege

Nach der Absage des Oktoberfests und anderer Volksfeste will die Stadt München neue Wege gehen: Buden und möglicherweise auch kleinere Fahrgeschäfte könnten den Überlegungen zufolge dezentral an verschiedenen Orten aufgestellt werden. Am Mittwoch (ab 9 Uhr) will der Stadtrat in seiner Vollversammlung über die Vorschläge beraten.

Es handele sich keineswegs um einen Wiesn-Ersatz, betonte der Münchner Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) vorab. Vielmehr gehe es darum, den Sommer in der Stadt zu gestalten und zugleich den unter den Folgen der Corona-Krise leidenden Schaustellern zu helfen. Nicht zuletzt könnten die Münchner wegen der Pandemie nicht so in Urlaub fahren wie sonst. Der Infektionsschutz stehe aber ganz oben.

Mit einem gemeinsamen Antrag wollen SPD, Grüne und CSU erreichen, dass Münchner Schausteller an bestimmten Plätzen der Stadt volksfesttypische Speisen zum Mitnehmen anbieten können. Das Oktoberfest war am 21. April wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus abgesagt worden.

Ein weiteres Thema im Plenum ist der Umgang mit Versammlungen während der Corona-Pandemie, das die rot-grüne Regierungskoalition per Dringlichkeitsantrag eingebracht hat. Anlass waren Demonstrationen am Wochenende, bei denen in München und anderen Städten Tausende Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strikten Corona-Regelungen protestiert hatten. Viele Teilnehmer trugen keinen Mundschutz, auch Abstandsregeln wurden nicht eingehalten. 

Am Dienstag hatte die Staatsregierung angekündigt, mit den Kommunen ein Konzept zu erarbeiten, wie Demonstrationen künftig unter Beachtung der geltenden Regeln abgehalten werden können.

Buden und wohl auch kleinere Fahrgeschäfte könnten dezentral an verschiedenen Orten in München aufgestellt werden.
Buden und wohl auch kleinere Fahrgeschäfte könnten dezentral an verschiedenen Orten in München aufgestellt werden.  © Peter Kneffel/dpa

Update 13. Mai, 6.50 Uhr: Vorgaben zu Schulöffnungen kaum umsetzbar

Der Bayerische Gemeindetag hält die Vorgaben der Landesregierung zur Wiederöffnung der Schulen in der Corona-Krise laut einem Medienbericht für nicht praktikabel. "Gerade kleine Schulen werden ganz schnell nicht mehr ausreichend Räume zur Verfügung haben, um Klassen zu teilen und dann noch den nötigen Sicherheitsabstand zu gewährleisten", sagte Gemeindetags-Präsident Uwe Brandl (CSU) der "Augsburger Allgemeinen".

Insbesondere Schulen auf dem Land stellten die Pläne vor Probleme. "Wenn das Kultusministerium mehr und mehr Jahrgänge zurück an die Schulen holen will, wird man auf kurz oder lang die Vorschriften lockern müssen - zum Beispiel bei der Anzahl der Schüler, die zusammen in einem Raum lernen dürfen." Derzeit seien die Sicherheitsvorkehrungen aber noch gewährleistet.

Brandl kritisierte auch die Informationspolitik des Kultus- und des Gesundheitsministeriums: "Bevor man irgendwelche Nachrichten in den Äther bläst, wäre es nicht schlecht, sich vorher mit den Spitzenverbänden auszutauschen", sagte er der Zeitung. Viele Informationen seien den Kommunen erst nach der Beschlussfassung mitgeteilt worden. Zudem habe er den Eindruck, dass die Schulöffnung im Kultusministerium "durch die städtische Brille gesehen wurde". 

Die Mehrheit der Schulen sei aber auf dem Land.

Bis Mitte Juni sollen in Bayern - sofern das Infektionsgeschehen es zulässt - alle Schüler wieder zeitweise in die Schulen zurückkehren. In den Schulen werden dafür die Sitzordnungen in den Klassen geändert, Tische werden auseinandergerückt und Klassen aufgeteilt. Höchstens 15 Kinder sollen pro Gruppe gleichzeitig im Raum sein. Eine Maskenpflicht gibt es im Unterricht nicht, wohl aber auf den Fluren und auf dem Schulhof.

Update 13. Mai, 6.05 Uhr: Premiere trotz Corona! Theaterexperiment mit Webcam

Die Schauspieler sitzen mit großem Abstand auf der Bühne, per Videokonferenz kommunizieren sie miteinander: Trotz Corona-Zwangspause feiert in Nürnberg jetzt ein ungewöhnliches Theaterstück Premiere. 

Regisseurin Andrea Hintermaier nutzt Webcams und die Videokonferenz-Software Zoom, damit die Akteure trotz Distanzregeln in Kontakt treten können - und das Publikum schaut übers Internet dabei zu.

"Wir machen ein Experiment, was künstlerisch überhaupt möglich ist", sagte Hintermaier. "Experiment Tinder" heißt das Stück, das eine Adaption eines geplanten Bühnenstücks über die gleichnamige Dating-App ist. Die Uraufführung im Internet ist am Freitagabend von der Bühne der Nürnberger Tafelhalle aus geplant.

Auch die Münchner Kammerspiele haben kürzlich schon Live-Inszenierungen ins Internet gebracht. Intendant Matthias Lilienthal sieht in diesen Formaten eine Chance in der Krise. Das Ganze sei wie ein großer Workshop im Umgang mit den Internetmöglichkeiten, sagt er. An solchen Formaten müsse man auch nach Corona dranbleiben.

Update 13. Mai, 6.02 Uhr: Kultusminister präsentiert neue Bedingungen für das "Lernen zu Hause"

Die geplante weitere schrittweise Öffnung der Schulen für Präsenzunterricht erfordert auch eine neue Justierung des ohnehin umstrittenen "Lernen zu Hause" für Bayerns Schüler. 

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will am Mittwoch (10 Uhr) in München die Rahmenbedingungen für das weitere Vorgehen vorstellen. Im Kern geht es dabei um den wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht in den Schulen und dem Lernen in den eigenen vier Wänden. Bis Mitte Juni sollen - sofern das Infektionsgeschehen es zulässt - alle Schüler wieder zeitweise in die Schulen zurückkehren.

In den Schulen werden dafür die Sitzordnungen in den Klassen geändert, Tische werden auseinandergerückt und Klassen aufgeteilt. Höchstens 15 Kinder sollen pro Gruppe gleichzeitig im Raum sein. Eine Maskenpflicht gibt es im Unterricht nicht, wohl aber auf den Fluren und auf dem Schulhof.

Das "Lernen zu Hause" ist für die meisten Eltern und Schüler in Bayern seit Wochen Alltag, stellt die Betroffenen aber vor große Herausforderungen. Piazolo hatte immer wieder betont, Eltern seien keine Ersatzlehrer. Gleichwohl erleben diese in der Praxis ebenso wie ihre Kinder sehr wohl einen hohen Druck, da es längst nicht nur um die Wiederholung behandelter Inhalte geht. 

Die Anforderungen dürften mit der teilweisen Rückkehr zum Präsenzunterricht weiter steigen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Schüler sehr große Wissensunterschiede mit in die Schule bringen.

Das Kultusminister präsentiert neue Bedingungen für das "Lernen zu Hause". (Symbolbild)
Das Kultusminister präsentiert neue Bedingungen für das "Lernen zu Hause". (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Update 13. Mai, 6 Uhr: Grenzöffnungen? Regierungen in den Alpen erwarten Durchbruch

Die Regierungen in Österreich und der Schweiz erwarten zeitnah einen Durchbruch bei der Debatte um die Öffnung der Grenzen. 

"Wir sind in einem sehr guten Austausch mit der Schweizer Regierung. Unser Ziel ist es, dass wir uns schon in den nächsten Tagen auf deutliche Lockerungen einigen und mit Juni die Grenzkontrollen vollständig beenden können", sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dem Schweizer Fernsehen SRF am Dienstag. Auch die Gespräche mit Deutschland würden gut laufen. Laut dem 33-Jährigen bremse Bayern im Vergleich zu Österreich und der Schweiz bei dem Thema allerdings.

Ein Sprecher der Schweizer Justizministerin Karin Keller-Sutter sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass Sommerferien in Deutschland, Österreich und Frankreich für die Schweizer wahrscheinlicher würden. Eine Öffnung der Schweizer Grenze zu Italien ist laut der Agentur aber wohl noch nicht geplant.

Update 12. Mai, 21.50 Uhr: Neues Konzept für Demonstrationen

Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, nimmt zu Beginn der Kabinettssitzung seinem Platz in der Bayerischen Staatskanzlei ein.
Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, nimmt zu Beginn der Kabinettssitzung seinem Platz in der Bayerischen Staatskanzlei ein.  © Peter Kneffel/dpa

Zu Demonstrationen hat das bayerische Innenministerium ein Konzept angekündigt, dass Polizei, Versammlungs- und Gesundheitsbehörden miteinbeziehen will. 

Im Hinblick auf Demos in München und Nürnberg in den vergangen Tagen sagt Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Abend in einer Mitteilung: "Es geht einfach nicht, sich so rücksichtlos zu gebärden und nur um der eigenen Aktion Willen die Gesundheit einer Vielzahl anderer Versammlungsteilnehmer und Passanten zu gefährden".

Vor allem zum Versammlungsörtlichkeit soll es daher in Zukunft ein neues Konzept geben. "In Zeiten einer Pandemie und den hierbei herrschenden besonderen Gesundheitsgefahren können wir aber keine Situation hinnehmen, bei der rein praktisch von vorne herein nahezu ausgeschlossen ist, dass Versammlungsteilnehmer und / oder Passanten den erforderlichen Mindestabstand von 1,5 Metern in alle Richtungen einhalten können", erklärte Herrmann. 

In Innenstädten sollen Demos daher künftig "entzerrt" stattfinden.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass die städtischen Versammlungsbehörden in München und Nürnberg die Lage ähnlich beurteilen und ggf. entsprechende Auflagen erteilen", so der Innenminister. 

Update 12. Mai, 21 Uhr: Deutlich mehr Todesfälle in Bayern

Im Vergleich zum Vortag nahm die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Bayern um 0,5 Prozent zu. Das teilte das Innenministerium am Abend mit. 

"Bezogen auf 100.000 Einwohner sind in Bayern statistisch bisher 344 Menschen bestätigt an COVID-19 erkrankt", hieß es in einer Mitteilung von Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Nach einer stabilen Entwicklung der Zahlen in den vergangen Tagen liegt die Zahl der Corona-Toten am Dienstag wieder deutlich höher. Mittlerweile sind in Bayern 2202 Menschen an der Folgen des Virus gestorben. 

"Das sind im Vergleich zum Vortag + 32 (gestern + 3) oder insgesamt + 1,5 Prozent mehr", so Herrmann. 

Update 12. Mai, 20 Uhr: Acht Corona-Infizierte in niederbayerischem Schlachthof

Auch unter Mitarbeitern eines Schlachthofs in Niederbayern gibt es acht Corona-Infizierte. 

Das sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Es laufe nun eine "Reihentestung" der rund 1000 Mitarbeiter. Parallel werde ermittelt, welcher Mitarbeiter mit wem Kontakt hatte. 

Problem sei, dass einige der Betroffenen in kleineren Gemeinschaftsunterkünften lebten, berichtete Huml.

In München ist das Surfen an der berühmten Eisbachwelle wieder möglich, allerdings unter Auflagen.
In München ist das Surfen an der berühmten Eisbachwelle wieder möglich, allerdings unter Auflagen.  © Peter Kneffel/dpa

Update 12. Mai, 19.50 Uhr: Bestattungen mit mehr Menschen erlaubt

An Bestattungen im Freien dürfen künftig bis zu 50 Menschen teilnehmen. 

Es gelten ab sofort die Vorgaben wie für Gottesdienste, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstag mit. 

Demnach beträgt die Höchstteilnehmerzahl für Zeremonien unter freiem Himmel 50 Personen und es ist grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu wahren. In Gebäuden ist die maximale Zahl der Gäste von der Anzahl der Plätze abhängig, bei denen ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten werden kann. 

Bis dato galt für Bestattungen eine Teilnehmerzahl von maximal 15 Menschen.

Update 12. Mai, 19.10 Uhr: Öffnung von Autokinos wird lokal entschieden

Eine einheitliche Regelung zu Autokinos in Bayern gibt es nicht. (Archivbild)
Eine einheitliche Regelung zu Autokinos in Bayern gibt es nicht. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Ob in Bayern Autokinos in der Corona-Krise öffnen dürfen, ist im Freistaat vom jeweiligen Ort abhängig - eine einheitliche Regelung gibt es nicht.

Für Kino-Aufführungen unter freiem Himmel können die Kreisverwaltungsbehörden Ausnahmegenehmigungen erteilen, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstag. Die entsprechende Verordnung sei am 11. Mai in Kraft getreten. 

Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg haben Autokinos schon länger erlaubt. In vielen bayerischen Städten gibt es Initiativen, die ein Autokino öffnen wollen. Im eigenen Auto soll demnach der Besuch von Kinovorstellungen - aber auch von Konzerten, Kabarett, Theater und größeren Gottesdiensten - möglich sein. 

Kinos und Theater sind in Bayern - anders als Museen - generell geschlossen.

Update 12. Mai, 18.50 Uhr: Zusätzliche Grenzübergänge nach Österreich für Pendler geöffnet

Um den Menschen in der Grenzregion zwischen Bayern und Österreich das Leben zu erleichtern, werden ab Mittwoch weitere Grenzübergänge tagsüber geöffnet. 

Darauf hätten sich Bundespolizei und österreichische Behörden verständigt, teilten die Grenzschützer am Dienstag mit. Die Übergänge sind je nach Standort morgens ab 6.00 oder 7.00 Uhr und abends bis 20.00 Uhr geöffnet. Eine Ausnahme ist Reit im Winkl, wo der Übertritt nur in drei Blöcken von jeweils einigen Stunden möglich ist.

Reisende können nun auch zwischen Breitenberg und Hinteranger, zwischen Bad Füssing und Obernberg sowie zwischen Passau-Voglau und Freinberg die Grenze übertreten. Im Allgäu wird der Übergang Oberjoch-Schattwald geöffnet.

Mancherorts ist die Möglichkeit zum derzeit ohnehin nur in besonderen Fällen möglichen Grenzübertritt auch auf bestimmte Personengruppen beschränkt. So dürfen ausschließlich Berufspendler mit Wohnsitz beziehungsweise Arbeitsplatz in den Gemeinden Großgmain (Österreich), Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall sowie Schüler den dortigen Grenzübergang nutzen. 

Auch medizinische Gründe sind zulässig, ebenso dürfen regionaler Lieferverkehr sowie Land- und Forstwirte passieren. Letztere können mit entsprechender Bescheinigung auch den Grenzübergang Hirschbichl ins Salzburger Land nutzen.

Update 12. Mai, 17.20 Uhr: Kletteranlagen öffnen wieder

Kletterer können nach wochenlanger Coronapause ihre Seile ausmotten: In fast allen Bundesländern können Außenbereiche von Kletterhallen bereits wieder öffnen, wie der Deutsche Alpenverein (DAV) am Dienstag mitteilte. 

Brandenburg ziehe am Freitag nach. Einzelne Bundesländer erlaubten auch Indoorklettern. Es gelten zugleich strikte Zugangs-, Abstands- und Hygieneregeln.

Der DAV habe deshalb eine Expertengruppe eingesetzt, um Regeln zur Wiedereröffnung zu erarbeiten, sagt DAV-Geschäftsbereichsleiter Bergsport Wolfgang Wabel. "Oberstes Ziel ist es, einen behutsamen und verantwortungsvollen Wiedereinstieg des Sportbetriebs zu gewährleisten."

Klettern sei kein Kontaktsport. Bouldern sei alleine möglich, Seilklettern zu zweit. Künstliche Anlagen können nun auch räumliche Grenzen vorgeben, beim Bouldern etwa dürfe nur ein Sportler auf zehn Quadratmetern trainieren, und beim Seilklettern dürfe nur jede zweite Sicherungslinie genutzt werden. Kletterer sollten nur die eigene Ausrüstung nutzen - und Magnesia sowie Liquid Chalk verwenden. 

Beides soll gewöhnlich mehr Grip für die Hände bringe, wirkt aber auch virenabtötend - also als eine zusätzlich Handdesinfektion.

Update 12. Mai, 17 Uhr: Auch Pfleger von Behinderten können Corona-Pflegebonus beantragen

Der einmalig auszahlbare Bonus von 500 Euro für Pflegekräfte während der Corona-Krise kann nun auch von Mitarbeitern in stationären Behinderteneinrichtungen beantragt werden. 

Das Kabinett beschloss am Dienstag in München die entsprechende Erweiterung des Berechtigtenkreises. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums profitieren davon im Freistaat rund 22.500 Personen, "die körperlich eng an und mit Menschen mit Behinderung arbeiten". Insgesamt seien damit voraussichtlich rund 290.000 Menschen berechtigt, die Einmalzahlung zu beantragen.

Darüber hinaus beschloss der Ministerrat, dass die Antragsfrist beim Pflegebonus bis zum 30. Juni 2020 verlängert wird.  Nach Angaben des Ministeriums wurden bisher rund 7000 Anträge ausgezahlt, insgesamt lägen 181.000 Anträge vor.

Ein Schüler wäscht sich am Morgen im Schulhof gründlich die Hände.
Ein Schüler wäscht sich am Morgen im Schulhof gründlich die Hände.  © Peter Kneffel/dpa

Update 12. Mai, 15.50 Uhr: 1860 München zum Neustart der 3. Liga

1860 Münchens Geschäftsführer Michael Scharold hat die Bedeutung des geplanten Neustarts in der 3. Fußball-Liga hervorgehoben. 

Diese Entscheidung sei für den Verein "essentiell wichtig, aber auch für die Liga", sagte Scharold am Dienstag. "Deshalb mussten wir es schaffen, dass wieder Fußball gespielt wird, um uns als verlässlichen Vertragspartner gegenüber dem Fernsehen und Sponsoren zu zeigen."

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hat den Weg für eine Fortsetzung des Spielbetriebs in der Corona-Krise ab dem 26. Mai freigemacht, sofern die behördlichen Genehmigungen vorliegen.

Der zum 30. Juni als Geschäftsführer scheidende Scharold verwies auf Verpflichtungen der Vereine. Fast jeder Club habe "einen Wettanbieter als Partner. Wenn wir nicht spielen, entziehen wir diesen Unternehmen ihre Existenzgrundlage. Viele Angestellte können nicht mehr ihren Beruf ausüben", sagte er.

Scharold bezifferte die Verluste der "Löwen" in dieser Saison auf einen Beitrag "im mittleren sechsstelligen Bereich". 

Die Summe sei aber unter anderem auch von Gesprächen mit den Sponsoren abhängig.

Update 12. Mai, 15.20 Uhr: CSU und Freie Wähler wieder uneinig bei Ladenöffnungen an Sonntagen

Die Corona-Krise hat die alte Meinungsverschiedenheit zwischen CSU und Freien Wählern über Ladenöffnungen an Sonntagen erneut zutage gefördert. 

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zeigte sich am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts wieder offen für die Möglichkeit, zumindest zeitweise Geschäftsöffnungen an Sonntagen im Freistaat zu erlauben. Das letzte Wort sei in der Angelegenheit sicher noch nicht gesprochen, betonte der Freie-Wähler-Chef.

Staatskanzleichef Florian Herrmann stellte für die CSU aber sofort klar: "Am Schutz des Sonntags wird sicher nicht gerüttelt." Das Thema stehe nicht auf der Tagesordnung. Ohnehin seien aus seiner Sicht Debatten über geänderte Ladenöffnungszeiten in der Corona-Krise "unredlich".

Vor knapp einem Jahr hatten sich die Regierungsparteien auch bereits über die Ladenöffnungen an Sonntagen gestritten. 

Die damalige Arbeitsministerin Kerstin Schreyer (CSU) hatte Aiwangers damalige Forderung nach leichteren Öffnungsmöglichkeiten umgehend einkassiert.

Update 12. Mai, 15.15 Uhr: Bayern hält an Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer vorerst fest

Die in Niedersachsen von einem Gericht gekippte generelle Quarantänepflicht für alle Menschen, die aus dem Ausland einreisen, gilt in Bayern vorerst unverändert weiter. 

Die Staatsregierung sehe keine aktuelle Notwendigkeit, die Regelung zu verändern. "Momentan gilt es noch in Bayern", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

Ihr seien zudem in Bayern keine gerichtlichen Auseinandersetzungen zu der Regelung bekannt, die auf einer Verabredung aller Bundesländer basiere, sagte Huml. Gleichwohl werde auch in Bayern immer geschaut, ob die geltenden Verordnungen noch angemessen seien.

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hatte am Montagabend die generelle Quarantänepflicht für Menschen außer Vollzug gesetzt, die aus dem Ausland nach Niedersachsen einreisen. Die Richter gaben damit dem Eilantrag eines Eigentümers einer Ferienhausimmobilie in Schweden statt. 

Der entsprechende Passus in der niedersächsischen Verordnung wurde vom Gericht einstweilig außer Vollzug gesetzt.

Update 12. Mai, 15 Uhr: Neue Zahlen für München und Bayern

In Bayern sind inzwischen 44.933 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2202 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 38.400 Menschen.

In München wurden 68 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 6491 Fälle.

Darin enthalten sind 5167 Personen, die bereits genesen sind, sowie 201 Todesfälle.

Update 12. Mai, 14.16 Uhr: Allianz will Corona-Hilfe für Firmenkunden ausbauen

Nach Kritik an der Versicherungsbranche in der Corona-Krise will die Allianz ihre Unterstützung für von Betriebsschließungen getroffene Firmenkunden ausbauen. Der Marktführer kündigte am Dienstag an, dass ein Anfang April in Bayern für die Gastronomie verabredetes Modell bundesweit auch für Firmenkunden anderer Branchen gelten soll, die eine Betriebsschließungsversicherung ohne individuelle Klauseln abgeschlossen haben. 

"Obwohl kein Versicherungsschutz aus der Betriebsschließungsversicherung besteht, stellt die Allianz den betroffenen Unternehmen freiwillig einen höheren zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung", sagte Dirk Vogler, Firmenkunden-Vorstand der Allianz Versicherungs-AG.

Seit Beginn der Corona-Krise gibt es vor allem von Wirten und Hoteliers zahlreiche Beschwerden gegen ihre jeweiligen Versicherer. Viele Gastronomen sind zwar gegen Betriebsschließung versichert, doch sind Pandemien in Standardpolicen nicht ausdrücklich gedeckt. In anderen Fällen sind zwar Schließungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes versichert, doch sind dann oft bestimmte Krankheiten genannt - Covid-19 als neue Diagnose gehört nicht dazu.

Die unter Vermittlung des bayerischen Wirtschaftsministeriums vereinbarte Regelung im Freistaat sieht vor, dass die teilnehmenden Versicherungen freiwillig 10 bis 15 Prozent der vereinbarten Tagessätze zahlen. 70 Prozent können nach Einschätzung des Ministeriums durch Staatshilfen abgedeckt werden. Ursprünglich waren drei Versicherungen beteiligt, mittlerweile haben sich laut Ministerium Unternehmen angeschlossen: HDI, Zurich, Signal Iduna, Gothaer und Nürnberger.

Die Allianz meldet ein positives Echo: "Bereits jetzt haben sich bundesweit fast zwei Drittel unserer Kunden für die Annahme des Angebotes entschieden", sagte Allianz-Manager Vogler dazu. "In Bayern ist die Annahmequote besonders hoch. Hier haben rund 70 Prozent unserer Kunden das Geld auf ihrem Konto."Die Allianz geht davon aus, dass viele weitere Kunden das Angebot bis Ende Mai annehmen werden. Grundsätzlich hatte Konzernchef Oliver Bäte vergangene Woche betont, die Allianz wolle für nicht versicherte Schäden auch nicht zahlen.

Update 12. Mai, 14.15 Uhr: Kabinett konkretisiert Restaurant-Regeln: Zwei Haushalte pro Tisch

Vor dem Ende der coronabedingten Zwangspause für die bayerischen Restaurants konkretisiert die Staatsregierung die künftigen Regeln: "Der Kern heißt letztlich immer: 1,50 Meter Abstand halten", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. 

Miteinander an einem Tisch sitzen dürften Mitglieder einer Familie oder eines Hausstandes sowie ein weiterer Hausstand. 

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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt zu Beginn der Kabinettssitzung an seinem Platz in der Bayerischen Staatskanzlei.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt zu Beginn der Kabinettssitzung an seinem Platz in der Bayerischen Staatskanzlei.  © Peter Kneffel/dpa

Update 12. Mai, 14.13 Uhr: Bayern will neues Konzept für Versammlungen ausarbeiten

Nach den ausufernden Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen am Wochenende will die Staatsregierung ein neues Konzept für Versammlungen in Corona-Zeiten ausarbeiten. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) werde in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden ein Konzept entwickeln, wie Versammlungen möglich sind, ohne Dritte zu gefährden oder "dem Rechtsstaat auf der Nase herumzutanzen", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung.

Es gebe überhaupt keinen Zweifel an dem hohen Wert des Versammlungsrechts, sagte Herrmann. "Aber alle Freiheiten haben natürlich auch Grenzen: Die Grenzen sind dort, wo man andere in Gefahr bringt, wo man andere bedroht."

In mehreren Städten Bayerns hatten Tausende Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strikten Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie protestiert. In München und Nürnberg waren deutlich mehr Menschen gekommen als angemeldet, Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz wurden nicht mehr eingehalten. 

Auch Passanten seien teilweise von den Demonstranten angegangen worden, sagte Herrmann. "Das ist natürlich ein Überschreiten von Grenzen, das man nicht hinnehmen kann."

Update 12. Mai, 14 Uhr: Nur noch rund 4300 nachgewiesene Corona-Infektionen in Bayern

In Bayern gibt es aktuell nur noch rund 4300 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Seit Ausbruch der Pandemie seien 44.933 Fälle registriert worden, seit Montag seien 219 Fälle neu hinzugekommen, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. 

2202 Menschen seien bisher an den Folgen der Infektion gestorben, seit gestern habe es 32 neue Todesfälle gegeben.

"Wir halten uns sehr stabil", die bisherigen Lockerungsmaßnahmen hätten bisher nicht zu einem großen Anstieg der Zahlen geführt, sagte Huml. Gleichwohl sei es trotzdem notwendig, weiter vorsichtig zu sein. 

Dies gelte insbesondere für die anstehende schrittweise Öffnung von Gastronomie und Hotellerie ab dem 18. Mai. Huml appellierte an alle Verantwortlichen, die Hygienekonzepte konsequent umzusetzen.

Update 12. Mai, 13.35 Uhr: Eisbach-Surfen in München wieder erlaubt

Bretter raus und ab an den Eisbach! In München ist das Surfen an der berühmten Eisbachwelle wieder möglich, allerdings unter Auflagen. Die Hygienevorgaben seien strikt zu beachten, teilte die Münchner Stadtverwaltung mit. 

Personen müssten zudem einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, auch beim Warten auf den Zutritt zum Wasser. 

Eine traurige Nachricht für alle Fans der Eisbach-Wellenreiter: Zuschauer sind laut Stadt nicht zugelassen. Seit Ende März war das Surfen dort wegen der Corona-Pandemie nicht erlaubt.

Die Wellenreiter in dem Bach am Eingang zum Englischen Garten an der Prinzregentenstraße sind nicht nur unter Münchnern bekannt. Die Eisbach-Welle ist auch eine beliebte Touristenattraktion. 2010 gab es sogar einen Dokumentarfilm darüber, "Keep Surfing". Jahrelang wurde der Sport geduldet, mittlerweile ist das Surfen dort offiziell erlaubt. 

Die Stadt empfiehlt jedoch nur geübten Sportlern, sich dort aufs Brett zu stellen. Für Anfänger sei es zu gefährlich.

Update 12. Mai, 13.05 Uhr: Handwerk fordert Steuernachlass für seine Kunden

Das bayerische Handwerk hat zu wenig Arbeit. 

"Verbraucher und Industrie sind momentan mit Aufträgen eher zurückhaltend", beklagte Handwerkspräsident Franz Xaver Peteranderl am Dienstag. Deshalb sei ein "umfassendes Förderprogramm des Bundes zwingend erforderlich". 

Wenn Auftraggeber 20 Prozent der Kosten für Handwerkerleistungen von der Steuer absetzen könnten, würde das helfen. 

Und die schnelle vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags sei überfällig. "Wir müssen für mehr öffentliche und private Investitionen sorgen", forderte Peteranderl.

Update 12. Mai, 12.59 Uhr: Augsburger Bischof nennt umstrittenes Corona-Schreiben "zynisch"

Die Kritik an dem umstrittenen Corona-Schreiben mehrerer hochrangiger katholischer Kirchenmänner wächst. "Hier von einer 'Weltverschwörung' zu reden, empfinde ich geradezu als zynisch", sagte der neue Augsburger Bischof Bertram Meier der "Augsburger Allgemeinen". "Ich denke vor allem auch an die vielen Menschen, die in verschiedenen Altenheimen in unserer Region inzwischen nach einer Covid-19-Infektion gestorben sind."

In dem umstrittenen Text, den auch der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller, früherer Bischof von Regensburg und ehemalige Chef der vatikanischen Glaubenskongregation, unterschrieben hat, heißt es: "Es sind Tatsachen, dass unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie in vielen Fällen unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt wurden, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit."

Meier sagte der Zeitung: "Jeder muss in einer freiheitlichen Gesellschaft seine Meinung frei äußern dürfen, aber in unserem Bistum haben wir einen Priester an Corona verloren." Zuvor hatte schon die Deutsche Bischofskonferenz mit ihrem Vorsitzenden Georg Bätzing das Schreiben kritisiert. Müllers Nachfolger als Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, schloss sich dieser Kritik "ausdrücklich "an.

Müller selbst verteidigte seine Unterschrift und sagte der katholischen Zeitung "Tagespost", der Text werde benutzt, "um daraus Empörungskapital gegen ihre vermeintlichen Gegner zu schlagen". "Jeder nennt jetzt jeden Andersdenkenden Verschwörungstheoretiker."

Der neue Augsburger Bischof, Bertram Meier, nennt ein umstrittenes Corona-Schreiben "zynisch".
Der neue Augsburger Bischof, Bertram Meier, nennt ein umstrittenes Corona-Schreiben "zynisch".  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update 12. Mai, 12.53 Uhr: Allgäuer Liftbetreiber zieht Investitionen in Krise vor

Die Bergbahnen in Oberstdorf nutzen die Corona-Krise, um geplante Investitionen vorzuziehen. Wie der Bergbahnbetreiber am Dienstag berichtete, wurde der Neubau der Nebelhornbahn  ein halbes Jahr früher gestartet. 

Zuvor hatten die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen im April schon den Neubau der Bahn am Söllereck vorgezogen, um bis zum Beginn der Wintersaison 2020/21 die Arbeiten dort abschließen zu können.

Am Nebelhorn sollen bis Ostern 2021 rund 55 Millionen Euro in eine neue Seilbahn investiert werden. Die 90 Jahre alten Großraumkabinen werden damit durch kleinere Zehn-Personen-Kabinen ersetzt. Auch die Tal- und die zwei Bergstationen der höchsten Seilbahn im Allgäu sollen modernisiert werden.

Dafür werde nun die wegen der Pandemie angeordnete Zwangspause genutzt. "Die Weichen zur Finanzierung wurden bereits vor längerer Zeit gestellt und nun haben wir die Möglichkeit, die Bauarbeiten früher zu starten und zu beenden als geplant", sagte Henrik Volpert, Vorstand der Nebelhornbahn-AG, zum Start des Bauprojektes. 

Mit der vorgezogenen Investition könne die Bahn am 2224 Meter hohen Nebelhorn dann in der Sommersaison 2021 "hoffentlich ohne Corona-Nachwehen" gestärkt neu starten, meinte der Bergbahn-Chef.

Update 12. Mai, 12.51 Uhr: Corona-Krise macht Wohnungen bislang nicht billiger

Die Corona-Krise zieht bislang keinen Einbruch der himmelhohen Immobilienpreise in vielen bayerischen Städten nach sich. Die Folge der Epidemie ist bislang hauptsächlich, dass im März und April ein Drittel weniger Häuser und Wohnungen zum Kauf angeboten wurden, wie der Immobilienverband Süd (IVD) am Dienstag berichtete. 

"Was nicht bedeutet, dass die Nachfrage zusammengebrochen wäre", sagte IVD-Experte Stephan Kippes. Freistehende Einfamilienhäuser kosten in diesem Frühjahr im bayerischen Schnitt etwa 800.000 Euro, in Oberbayern eine Million und in München 1,8 Millionen.

Die Nachfrage hat ebenfalls nachgelassen, wie Immobilienmakler bei einer Pressekonferenz berichteten. Leicht sinkende Preise aber gibt es bislang nur in einigen Kommunen wie in Ingolstadt, wo sich die Krise bei Audi schon vor Beginn der Corona-Krise bemerkbar machte. In München dagegen ist nach Einschätzung von Makler Christoph Müller-Brandt kein Rückgang zu erwarten: "Vorher hatten Sie vielleicht fünfzig Interessenten, jetzt sind es noch zwanzig - aber Sie können nur an einen verkaufen." Es gebe "keine wirklich spürbaren Veränderungen."

Allerdings ist die Marktlage je nach Region unterschiedlich: In Landsberg am Lech erwartet Makler Benjamin Herfeldt durchaus Preisrückgänge, wenn Hausbesitzer ihre Kredite nicht mehr abbezahlen können: "Es werden einige verkaufen müssen, und dadurch gehen die Preise runter."

Wie sich die Corona-Pandemie mittel- und langfristig auf den bayerischen Immobilienmarkt insgesamt auswirken wird, ist ebenso ungewiss wie in anderen Branchen. "Man muss wirklich abwarten", sagte Kippes.

Update 12. Mai, 12.45 Uhr: Demonstration mit 50 Bussen vor dem Wirtschaftsministerium

Mit einem rund 50 Fahrzeuge umfassenden Buskorso haben bayerische Reisebusunternehmer am Dienstag für staatliche Hilfen und eine Öffnung ihrer Branche demonstriert. 

Am Vormittag fuhren die mit Sprüchen wie "Hilfe, wir kommen unter die Räder" oder "Endstation Insolvenz" ausgestatteten Busse vor dem bayerischen Wirtschaftsministerium vor. Die ursprünglich angedachte Übergabe einer Petition sei in Absprache mit dem Ministerium auf den Nachmittag verschoben worden, sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmen, Stephan Rabl. 

Dabei sollte es auch ein Treffen mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) geben.

Die Reisebusunternehmer hoffen auf die Unterstützung der Politik in der Corona-Krise. Sie beklagen, die Einnahmeverluste durch die aktuellen Einschränkungen. Tausend familiengeführte Betriebe in Bayern stünden vor einem Scherbenhaufen, erklärte der Verband. Die bisher aufgelegten Hilfen reichten bei weitem nicht.

Aiwanger sagte: "Die Reisebusse dürfen aus jetziger Sicht mit der Öffnung der Tourismusbranche am 30. Mai endlich wieder fahren." Er sehe die "sehr großen Probleme" der Branche deutlich und hoffe, "dass die Betriebe diese Durststrecke noch überbrücken können".

Update 12. Mai, 12.40 Uhr: München will Buden nach Wiesn-Absage in der Stadt verteilen

Nach der Absage des Oktoberfests und anderer Volksfeste will die Stadt München neue Wege gehen: Buden und möglicherweise auch bestimmte Fahrgeschäfte könnten den Überlegungen zufolge dezentral an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt werden. 

Es sei kein Wiesn-Ersatz, betonte der Münchner Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) am Dienstag. Es gehe vielmehr darum, den Sommer in der Stadt zu gestalten und zugleich den unter den Folgen der Corona-Krise leidenden Schaustellern zu helfen. 

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Das Oktoberfest musste in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. (Archivbild)
Das Oktoberfest musste in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. (Archivbild)  © Felix Hörhager/dpa

Update 12. Mai, 10.50 Uhr: Medientage München 2020 als digitale Konferenz

Das Branchentreffen Medientage München findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie als digitale Konferenz statt. Dafür wird die Veranstaltung im Herbst auf eine ganze Woche ausgedehnt mit einer begleitenden virtuellen Expo, interaktiven Networking-Möglichkeiten und Entertainment-Formaten.

Digital angeboten werden unter dem Motto "This is Media NOW" vom 24. bis 30. Oktober mehr als 100 Vorträge, Interviews, Masterclasses und Networking Sessions, wie die Medientage am Dienstag in München mitteilten. Auch die drei traditionellen Highlights Medientage-, Audio- und TV-Gipfel sowie der Journalism Summit sollen per Video stattfinden.

Ganz geben die Veranstalter die Hoffnung auf begrenzte persönliche Treffen nicht auf: Je nach aktueller Lage im Oktober seien kleinere physische Events in München geplant. Zu der sonst dreitägigen Branchenkonferenz im Herbst waren im vergangenen Jahr rund 500 Referenten und 7000 Teilnehmer gekommen. Federführend ist die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM).

Bayerns Medienminister und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) sagte der Mitteilung zufolge, die Medientage hätten ein innovatives Konzept entwickelt, damit sich die Branche trotz der Corona-Pandemie auch dieses Jahr austauschen könne. "Die Medien sind ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens unserer Gesellschaft. Daher unterstützen wir die Branche gerade jetzt bei ihren derzeitigen Herausforderungen."

BLM-Präsident Siegfried Schneider sagte, die Medien hätten auf die neuen Bedürfnisse der Menschen in der Krise schnell und flexibel mit digitalen Innovationen reagiert. "Auch wenn wir bedauern, dass wir die Teilnehmer und Partner in diesem Jahr nicht persönlich treffen können, sind wir überzeugt, dass es aktuell wichtiger ist denn je, sich über die Entwicklungen in der Branche auszutauschen."

Update 12. Mai, 8.15 Uhr: Gewinn der Allianz sinkt wegen Corona-Krise um fast ein Drittel

Die Schäden und Marktturbulenzen infolge der Coronavirus-Pandemie haben bei der Allianz im Schaden- und Unfallgeschäft und in der Lebensversicherung deutliche Spuren hinterlassen. 

Im ersten Quartal brach der operative Gewinn im Jahresvergleich, wie bereits zuvor berichtet, um 22 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro ein. Der Überschuss sackte um 29 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro ab, wie Europas größter Versicherer am Dienstag in München mitteilte. Für eine neue Gewinnprognose für 2020 ist es aus Sicht von Vorstandschef Oliver Bäte weiterhin zu früh. 

Das ursprüngliche Ziel eines operativen Gewinns von 11,5 bis 12,5 Milliarden Euro sei aber wohl nicht zu erreichen.

Steigern konnte der Dax-Konzern seinen operativen Gewinn einzig im Fondsgeschäft seiner Töchter Pimco und Allianz Global Investors, wo das Ergebnis um fast 19 Prozent zulegte. In der Schaden- und Unfallversicherung - der größten Sparte - knickte das operative Ergebnis um 29 Prozent, in der Lebens- und Krankenversicherung um 25 Prozent ein.

Der Gewinn der Allianz sinkt wegen Corona-Krise um fast ein Drittel. (Symbolbild)
Der Gewinn der Allianz sinkt wegen Corona-Krise um fast ein Drittel. (Symbolbild)  © Andreas Gebert/dpa

Update 12. Mai, 6.10 Uhr: Kabinett berät erneut über Corona-Krise

Das bayerische Kabinett berät am Dienstag (10 Uhr) über die nächsten Schritte in der Corona-Krise. 

Ein Thema dürfte sein, wie verhindert werden kann, dass Demonstrationen gegen Anti-Corona-Maßnahmen derart aus dem Ruder laufen wie am Wochenende. Unter anderem in München und Nürnberg hatten Tausende Menschen demonstriert, Abstands- und andere Regeln zum Schutz der gesamten Bevölkerung wurden dabei nicht eingehalten.

Über die Ergebnisse der Kabinettssitzung wollen anschließend Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) informieren. 

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist bei der Pressekonferenz nicht mit dabei - er hatte schon vergangenen Woche angekündigt, die Auftritte nun verstärkt den Ministern zu überlassen.

Update 12. Mai, 6.08 Uhr: Laura Dahlmeier hofft auf Langzeiteffekt der Entschleunigung

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hofft, dass sich nach der Pandemie einiges in der Gesellschaft ändert. 

"Ich würde mir wünschen, dass wir das mit in die Zeit danach nehmen, dass weniger manchmal mehr ist. Nicht dass es gleich wieder heißt, jeder ballert sich wieder mit Terminen voll und hetzt von einem zum nächsten", sagte die siebenmalige Biathlon-Weltmeisterin in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Sie erlebe in der Krise wie viele andere auch eine neue Solidarität, einen stärkeren Zusammenhalt in der Bevölkerung und der Familie. Und hofft, dass von der anfänglichen, zwangsweisen Entschleunigung auch in Zukunft etwas bleibt.

Sie selbst könne das Thema Corona ganz gut ausblenden. Zumal die Hygieneregeln für Leistungssportler ohnehin gelebter Alltag sind. Anders bei den Ausgangsbeschränkungen. Da brauchte sie ein paar Tage, um das zu akzeptieren. "Ich dachte, ist das real oder wache ich morgen auf und denke, das war alles nur ein Scherz", erzählte Dahlmeier.

Für sie sei gerade jetzt ihre Heimat Garmisch-Partenkirchen das "Paradies". "Wenn ich jetzt die ganze Zeit in meiner kleinen Studentenbude in München gewesen wäre, wäre die Zeit um einiges härter gewesen", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres 2017.

Am 17. Mai 2019 hatte Dahlmeier mit nur 25 Jahren ihren Rücktritt als Biathletin bekannt gegeben. Jetzt studiert sie in München Sportwissenschaften. Die Corona-Krise zwingt aber auch sie ins Homeoffice.

Laura Dahlmeier hofft, dass sich nach der Coronavirus-Pandemie einiges in der Gesellschaft ändert. (Archivbild)
Laura Dahlmeier hofft, dass sich nach der Coronavirus-Pandemie einiges in der Gesellschaft ändert. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

Update 12. Mai, 6.07 Uhr: Handel fordert verkaufsoffene Sonntage wegen Corona

Um den Konsum in der Corona-Krise wieder anzukurbeln, fordert der Einzelhandel in Bayern einfachere Vorschriften für verkaufsoffene Sonntage. 

"Es wäre allen gedient, wenn die rechtlichen Auflagen für verkaufsoffene Sonntage für vorübergehende Zeit ruhen könnten», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Wolfgang Puff, der "Augsburger Allgemeinen". "Wir müssen den Kunden ein Einkaufserlebnis bieten, um die Geschäfte und die Innenstädte zu beleben", betonte er.

Bislang dürfen bayerische Kommunen Geschäften erlauben, an maximal vier Sonn- oder Feiertagen zu öffnen - und auch nur zu konkreten Anlässen wie Märkten, Messen oder Stadtfesten.

Lange vor der Corona-Pandemie hatte es immer wieder Diskussionen um die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage in Bayern gegeben. Vor knapp einem Jahr hatte der Landtag einen Vorschlag der FDP-Fraktion abgelehnt, die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage von vier auf sechs zu erhöhen.

Update 12. Mai, 6.03 Uhr: Metall- und Elektroindustrie erwartet 21 Prozent weniger Umsatz

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie erwartet massive Umsatzverluste im laufenden Jahr. Im Schnitt rechnen die Betriebe laut einer Umfrage ihres Verbands vbm mit 21 Prozent weniger Einnahmen als 2019. 83 Prozent der befragten Unternehmen gingen von Rückgängen aus, nur fünf Prozent von Zuwächsen.

Die Corona-Pandemie habe "bereits jetzt drastische und nachhaltige Konsequenzen für die Geschäftstätigkeit unserer Betriebe", sagte vbm- Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Der Umfrage zufolge haben inzwischen mehr als 90 Prozent der Unternehmen ihre Produktion eingeschränkt, 43 Prozent sogar stark oder sehr stark. Hauptgrund sei die schwache Nachfrage; aber auch fehlende Vorprodukte und Personalmangel spielten eine Rolle.

Die Folge sei immer mehr Kurzarbeit: 62 Prozent der Unternehmen hätten sie bereits, sagte Brossardt. Im Schnitt werde die Arbeitszeit dabei um 40 Prozent reduziert. "Darüber hinaus planen knapp 17 Prozent der befragten Unternehmen, Kurzarbeit in den kommenden Wochen einzuführen." 

Kündigungen mussten bisher knapp sechs Prozent der Betriebe aussprechen.

Update 12. Mai, 6 Uhr: Sportler sollen abgesagten Regensburg-Marathon privat laufen

Nach der Absage des Regensburger Marathons sollen die Sportfans nun die Strecke individuell in ihrer eigenen Umgebung laufen. Die Veranstalter des Laufevents wollen den Marathon am 23. und 24. Mai quasi virtuell stattfinden lassen. 

Alle Laufbegeisterten können sich bei dem Marathonverein in Regensburg anmelden, um an dem Wochenende privat die Wettbewerbsstrecke zu laufen. Wer zehn Euro an den Verein LLC Marathon Regensburg überweist, erhält dann im Gegenzug eine Urkunde und Medaille.

"Wir sind völlig überrascht, wie viele Anmeldungen wir aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland erhalten", berichtete Veranstaltungsleiterin Claudia Fritsch. Rund 200 feste Anmeldungen gebe es bereits. "Man muss sich aber auch nicht anmelden", sagte sie. Die Sportler könnten auch nachträglich melden, dass sie mitgemacht haben.

Der Verein sagt, die Teilnehmer können sich selbst eine Strecke aussuchen, die ihren besonders viel Spaß mache. Ein Lauf im Freien sei ebenso möglich wie auf dem Laufband. Die Teilnehmer sollen den Lauf mit einer Handyapp oder der Fitnessuhr dokumentieren und die Daten dann an die Marathonorganisatoren senden.

Neben dem knapp 42,2 Kilometer langen Marathon können auch ein Viertel-, ein Halb- oder ein Dreiviertelmarathon gelaufen werden. Für Kinder gibt es Strecken zwischen 1 und 4,2 Kilometer. Für die kleinen Teilnehmer gibt es zudem eine Startnummernvorlage, die die Kinder selbst gestalten können.

Im März hatte der Verein den Marathon, der zu den bekanntesten Laufveranstaltungen in Bayern zählt, wegen der Corona-Krise abgesagt. Eine Ersatzveranstaltung wird es in diesem Jahr nicht geben. Der nächste Marathon ist nun am 15./16. Mai 2021 in Regensburg geplant. 2019 waren in der Oberpfälzer Hauptstadt mehr als 3000 Läufer an den Start gegangen.

Update 11. Mai, 19.21 Uhr: Innenminister kündigt härteres Durchgreifen bei Corona-Demos an

Nach ausufernden Protesten gegen die Corona-Maßnahmen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei Verstößen auf künftigen Corona-Demonstrationen ein härteres Durchgreifen angekündigt. 

"Die Polizei wird bei den Versammlungen in den nächsten Wochen noch stärker präsent sein", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). Ähnlich äußerte er sich am Montagabend im Sender Bayern 2, "radioWelt am Abend". "Wir werden sehr genau hinschauen, insbesondere bei den Leuten, die den Staat als Ganzes ablehnen und aggressiv auftreten", kündigte Herrmann an. 

Denn: "Das Grundgesetz gewährt nicht nur Versammlungs- und Meinungsfreiheit, es gibt dem Staat auch auf, seine Bürger zu schützen vor der rücksichtslosen Gefährdung durch andere."

Am Wochenende hatten in mehreren Städten Bayerns Tausende Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strikten Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie protestiert. In München und Nürnberg waren deutlich mehr Menschen gekommen als angemeldet, Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz wurden nicht mehr eingehalten.

Zu sich immer weiter verbreitenden Verschwörungstheorien sagte Herrmann der Zeitung, er betrachte die Enwicklung mit großer Sorge. "Selbst wenn jemand völlig realitätsfernen Blödsinn von sich geben möchte, hat er nach unserer Verfassung dieses Recht", erklärte Herrmann. 

"Aber wenn aus abstrusen Theorien und aus links- wie rechtsextremistischem Gedankengut ein hetzerischer Cocktail angerührt wird und auf Versammlungen unbeteiligte Passanten gefährdet werden, dann muss der Rechtsstaat klare Kante zeigen", betonte er.

Update 11. Mai, 18.13 Uhr: Busunternehmen demonstrieren für Öffnung

Die bayerischen Reisebusunternehmer wollen für Finanzhilfen und die Erlaubnis demonstrieren, den Betrieb wieder aufnehmen zu können. 

Am Dienstagmorgen soll gegen 9 Uhr ein Korso aus 50 Reisebussen beim bayerischen Wirtschaftsministerium vorfahren, wie der Landesverband der Branche mitteilte. Dort werde eine Delegation eine Resolution übergebe. Mehr Busse seien nicht genehmigt worden, sagte Geschäftsführer Stephan Rabl. Es habe aber noch zahlreiche weitere Anmeldungen gegeben.

Die Busunternehmern beklagen, dass sie durch die Einschränkungen in der Corona-Krise «seit acht Wochen ohne jegliche Einnahmen und immer noch ohne eine Perspektive auf Lockerungen» seien. Sie fordern nun finanzielle Hilfen und eine "baldige Öffnung des Reisebusverkehrs" parallel zur Hotellerie.

Der Verband beschreibt die Lage der Unternehmen dramatisch: "Tausend familiengeführte Betriebe stehen allein in Bayern vor einem Scherbenhaufen." 

Die komplette Flotte stehe still, Neubuchungen blieben aus, während Kundengelder zurückgezahlt werden müssten und die Fahrzeuge weiter Kosten verursachten. Die bisher aufgelegten Hilfen reichten bei weitem nicht.

Schüler warten hinter einem Schild mit der Aufschrift "Notbetreuung", das auf dem Schulhof der Klenzeschule in München befestigt ist.
Schüler warten hinter einem Schild mit der Aufschrift "Notbetreuung", das auf dem Schulhof der Klenzeschule in München befestigt ist.  © Peter Kneffel/dpa

Update 11. Mai, 17.29 Uhr: ARD-Musikwettbewerb wird abgesagt wegen Corona

Der 69. Internationale Musikwettbewerb der ARD fällt wie viele andere Kulturereignisse in diesem Sommer aus. 

Die künstlerische Leitung begründete die Absage der renommierten Veranstaltung am Montag mit zu vielen Unwägbarkeiten. Die weltweite Ausbreitung des Virus lasse keine sinnvolle und faire Durchführung des Wettbewerbs zu. Zudem sei völlig ungewiss, ob die Teilnehmer und die Mitglieder der Jury Ende August anreisen könnten.

Eigentlich war der Wettbewerb vom 31. August bis zum 18. September geplant. Abgesagt wurde auch das Festival der ARD-Preisträger vergangener Jahr, das eigentlich noch bis zum 23. Mai stattfinden sollte. Stattdessen soll es am 25. Mai ein Studiokonzert ohne Publikum geben, das der Bayerische Rundfunk im Radio und im Internet übertragen will. Drei weitere Konzerte sind Mitte September geplant, unter anderem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Der Musikwettbewerb wird seit 1952 veranstaltet und lockt junge Musiker aus aller Welt an. Zu den Gewinnern früherer Jahre zählen bekannte Persönlichkeiten wie die Sopranistin Jessye Norman, der Trompeter Maurice André oder die Cellistin Sol Gabetta.

Update 11. Mai, 15.15 Uhr: 58 neue Corona-Fälle in München

In München wurden am Montag 58 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt mitteilte (Stand 11. Mai, 13.30 Uhr). Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.423 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 5.095 Personen, die bereits genesen sind, sowie 201 Todesfälle.

Update 11. Mai, 14.25 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Montag mitteilte, sind mittlerweile 44.714 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet worden Stand 11. Mai, 10 Uhr).

Davon gelten 38.080 als genesen. 2.170 Menschen sind an der Krankheit gestorben.

Update 11. Mai, 14 Uhr: Audi-Stammwerk testet Drei-Schicht-Betrieb

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Montag das Audi-Stammwerk in Ingolstadt besucht, wo die Produktion seit zwei Wochen schrittweise wieder hochläuft. Auf einer der drei Montagelinien würden seit Montag zum ersten Mal wieder im Drei-Schicht-Betrieb Autos der Modellreihen A3 und Q2 gebaut, sagte eine Sprecherin. Ziel seien jetzt 900 Autos pro Tag, "fast wie im Normalbetrieb" auf diesem Band.

Die zwei anderen Montagelinien, auf denen der A3, A4 und A5 gebaut werden, sollen am 26. Mai im Ein-Schicht-Betrieb anlaufen. In Neckarsulm werden die größeren Baureihen seit einer Woche gebaut, gegenwärtig ebenfalls mit nur einer Schicht. Rund 19.000 Beschäftigte in Ingolstadt und Neckarsulm seien weiterhin in Kurzarbeit, sagte die Unternehmenssprecherin. In Ingolstadt arbeiteten seit Montag wieder 6000 Beschäftigte in der Fertigung.

Betriebsratschef Peter Mosch twitterte, Söder habe sich ein Bild von den Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz der Beschäftigten gemacht und sich über die aktuelle Lage der Autoindustrie informiert. Die Produktion in den Audi-Werken hatte ab Mitte März sechs Wochen lang still gestanden.

Das Audi-Stammwerk testet Drei-Schicht-Betrieb. (Symbolbild)
Das Audi-Stammwerk testet Drei-Schicht-Betrieb. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update 11. Mai, 13.55 Uhr: Handel wieder komplett offen - Kunden noch zurückhaltend

Menschen in Bayern dürfen wieder überall einkaufen - doch ihre Lust auf Shoppingtouren hält sich noch in Grenzen. 

"Wir lagen bei Umsatz und Frequenz in etwa bei 50 Prozent dessen, was an einem normalen Montag wäre", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann am Montagmittag. Inzwischen dürfen in Bayern wieder alle Geschäfte öffnen. Am Montag waren insbesondere noch Warenhäuser, Einkaufszentren und große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche hinzugekommen.

Ohlmann zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Ergebnis. "Wir hatten mit einem noch verhalteneren Anlauf gerechnet", sagte er. Die Messlatte habe sehr tief gelegen. Bei einzelnen Geschäfte habe es durchaus Menschen gegeben, die auf die Eröffnung gewartet hätten, ihm sei aber nicht bekannt, dass es längere Schlangen oder einen Kundenansturm gegeben habe.

Alles in allem sei der Montag "kein Grund, vor Freude in die Luft zu springen" gewesen, sagte Ohlmann - aber immerhin ein Vitaminstoß für die Branche, die nun darauf hofft, dass sich die Stimmung der Kunden wieder normalisiere. Zu viele seien noch im Krisenmodus und die Maske tue ein übriges, dass keine große Shoppinglust aufkomme. Ohlmann hofft nun auf die Öffnung der Gastronomie als nächsten Schritt, der auch den Einzelhandel voranbringen werde.

Dies sei auch nötig: "Über vielen Geschäften kreist der Pleitegeier", warnt Ohlmann. Bisher sei eine Insolvenzwelle ausgeblieben. Ob sie noch komme, würden die nächsten Monate zeigen.

Menschen in Bayern dürfen wieder überall einkaufen - doch ihre Lust auf Shoppingtouren hält sich in Grenzen. (Symbolbild)
Menschen in Bayern dürfen wieder überall einkaufen - doch ihre Lust auf Shoppingtouren hält sich in Grenzen. (Symbolbild)  © Tobias Hase/dpa

Update 11. Mai, 13.05 Uhr: Blasmusiker in Corona-Not

Die Corona-Krise und der Ausfall von Veranstaltungen setzen den Blasmusikvereinen im Freistaat zu. "Das Geld fehlt hinten und vorne. Die Hälfte der Vereine hat Existenzsorgen", sagte Peter Winter, Präsident des Bayerischen Blasmusikverbands, dem "Main-Echo" in Aschaffenburg. 

Während Einnahmen durch ausgefallene Feste und Konzerte fast komplett weggebrochen seien, blieben beispielsweise Kosten für Dirigenten, Ausbilder, Technik und Instrumente bestehen.

Die Musikvereine forderten deshalb dringend Lockerungen. "Wenn die Biergärten demnächst aufmachen, dann muss auch die Musik spielen dürfen. Das lässt sich so einrichten, dass die Corona-Regeln eingehalten werden", so Winter. Proben in Kleingruppen, Einzelunterricht in Musikheimen und Standkonzerte seien auch mit eineinhalb Metern Abstand realisierbar.

Trotz aller Einschränkungen würden ausfallende Orchesterproben und Unterrichtsstunden aber nicht dafür sorgen, dass der Nachwuchs die Begeisterung für die Blasmusik verliere, sagte Winter. "Wer mit Leidenschaft Musikant ist, lässt sich auch von Corona nicht von seinem Weg abbringen."

Update 11. Mai, 13.02 Uhr: Busunternehmen demonstrieren für Hilfen und Öffnung

Die bayerischen Reisebusunternehmer wollen für Finanzhilfen und die Erlaubnis demonstrieren, den Betrieb wieder aufnehmen zu können. 

Am Dienstagmorgen soll dazu ein Korso aus 50 Reisebussen beim bayerischen Wirtschaftsministerium vorfahren, wie der Landesverband der Branche am Montag mitteilte. Mehr seien nicht genehmigt worden, sagte Geschäftsführer Stephan Rabl. 

Es habe aber noch zahlreiche weitere Anmeldungen gegeben.

Die Busunternehmern beklagen, dass sie durch die Einschränkungen in der Corona-Krise "seit acht Wochen ohne jegliche Einnahmen und immer noch ohne eine Perspektive auf Lockerungen" seien. Sie fordern nun finanzielle Hilfen und eine "baldige Öffnung des Reisebusverkehrs" parallel zur Hotellerie.

Der Verband beschreibt die Lage der Unternehmen dramatisch: "Tausend familiengeführte Betriebe stehen allein in Bayern vor einem Scherbenhaufen." Die komplette Flotte stehe still, Neubuchungen blieben aus, während Kundengelder zurückgezahlt werden müssten und die Fahrzeuge weiter Kosten verursachten. Die bisher aufgelegten Hilfen reichten "bei weitem nicht aus".

Update 11. Mai, 13 Uhr: Weitere Schüler sind zurück in den Klassenzimmern

Seit Montagmorgen sitzen in Bayern alle Schüler wieder in den Klassenzimmern, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen oder aktuell die vierte Klasse besuchen. Auf dem Pausenhof und in den Räumen heißt es weiterhin: Abstand halten. Außerhalb des Unterrichts sind die Schüler außerdem laut Kultusministerium angehalten, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Umstritten sind vor allem die Übertrittsregelungen für die Viertklässler. Laut Kultusministerium sollten die Schüler bis Montag ihre "verschlankten" Übertrittszeugnisse erhalten. Sie sollen direkt am Probeunterricht teilnehmen. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) hält den Probeunterricht zum jetzigen Zeitpunkt für unfair und fordert, die Regelungen nachzubessern.

Die Schulöffnung für Viertklässler und Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, ist der zweite Schritt der Wiederaufnahme des Schulbetriebs. Ende April waren die Abschlussklassen in die Schulen zurückgekehrt.

Ab dem kommenden Montag (18. Mai) soll es dann mit den untersten Klassen weitergehen - je nach Schulform mit der 1., 5. oder 6. Klasse. Erst nach Pfingsten soll es wieder Präsenzunterricht für alle Schüler geben. Allerdings wohl weiterhin im wöchentlichen Wechsel mit Unterricht zu Hause.

Update 11. Mai, 11.15 Uhr: Coronavirus-Auswirkungen auf Arbeitsmarkt in Deutschland

Die Krise wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Wo wohl die meisten Jobs verloren gehen, erfahrt Ihr >>> hier.

Update 11. Mai, 11.10 Uhr: Angehende Juristen müssen sich vor Examen selbst Fieber messen

Nur mit einem negativen Fieber-Test dürfen angehende Juristen in diesem Jahr an ihren mündliche Prüfungen zur Zweiten Juristischen Staatsprüfung teilnehmen. Zum Schutz aller Teilnehmer - auch der Prüfer - seien die Examina in größere Räume verlegt worden, teilte das Justizministerium am Montag in München mit.

In der Landeshauptstadt finden sie daher nun im Justizpalast und in Nürnberg im Justizgebäude statt. "Diese Maßnahme haben wir ergriffen, um sicherzustellen, dass der erforderliche Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Prüflingen untereinander und den Prüferinnen und Prüfern eingehalten werden kann", sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU).

Die Prüfungen laufen bis 1. Juli 2020. Neben den Fieber-Tests in Eigenregie und unmittelbar vor der Prüfung wird auch die Zahl der Prüflinge pro Kommission auf vier beschränkt. Schwangere und Prüflinge mit erhöhtem Gesundheitsrisiko können Einzelprüfungen ablegen. 

Und um den Prüflingen die Anreisen zu erleichtern, starten die Examina eine Stunde später als üblich um 9.15 Uhr.

Update 11. Mai, 11.05 Uhr: Marek Mintal spricht über Geisterspiel-Premiere

Die geplanten Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga werden nach Einschätzung des ehemaligen Torschützenkönigs Marek Mintal (42) große Herausforderungen für die Profis. "Das ist echt auch ganz komisch", erinnerte sich Mintal in "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Fernsehen (Sonntag) an den Anblick leerer Tribünen. 

Er stand Ende Januar 2004 für den 1. FC Nürnberg bei Alemannia Aachen auf dem Platz, als der deutsche Profifußball bei der Zweitligapartie die Premiere eines Spiels ohne Zuschauer erlebte. "Du schaust und es ist keiner da", erzählte der Slowake.

Das 1:0 der Alemannia im ersten Spiel gegen die Nürnberger war nach Zuschauer-Ausschreitungen und einem Wurfgeschoss-Treffer an den Kopf von Club-Trainer Wolfgang Wolf vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) annulliert und unter Ausschluss von Zuschauern neu angesetzt worden. 

Aachen gewann dann das Wiederholungsspiel vor leeren Rängen mit 3:2. Mintal hatte damals in der siebten Minute das erste Tor der Partie erzielt. "Du jubelst echt ganz kurz und das war's dann für dich", erzählte der heutige U21-Coach der Franken.

Seine Mitspieler mussten damals "echt aufpassen", was sie auf dem Rasen sagten. "Ich habe einfach slowakisch gesprochen, weil slowakisch hat kein Mensch verstanden. Das heißt: Ich habe einen Riesenvorteil gehabt», erinnerte sich der Stürmer schmunzelnd. Die Bundesliga will trotz Corona-Krise an diesem Wochenende mit Partien ohne Zuschauer in die Restsaison starten.

Mark Mintal hat sich zur Geisterspiel-Premiere geäußert. (Archivbild)
Mark Mintal hat sich zur Geisterspiel-Premiere geäußert. (Archivbild)  © Marius Becker/dpa

Update 11. Mai, 11 Uhr: Rosenheim unterschreitet Grenze für "Notbremse" bei Infektionen

Die Stadt Rosenheim hat in der Corona-Pandemie die Marke von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage wieder knapp unterschritten. Der Wert lag am Montag bei 49. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor.

Die Stadt hatte mehrfach an der Marke gekratzt, die Bund und Ländern als "Notbremse" im Lockerungs-Konzept vereinbart hatten. Bei einem Überschreiten sollen vor Ort entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Am Sonntag hatte die Zahl für Rosenheim bei 50,5 gelegen. Diese erneut gestiegenen Fallzahlen seien durch eine Reihentestung in einer Asylbewerberunterkunft zu erklären, hieß es. Nach Mitteilung des Rosenheimer Gesundheitsamts vom Sonntag seien 21 der 31 Neuinfizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim Bewohner von Asylbewerberheimen, teilte der Rosenheimer Wirtschaftsdezernent und Pressesprecher Thomas Bugl am Montag mit.

"Daraus folgt als erforderliche Maßnahme, die drei großen Asylbewerberunterkünfte im Stadtgebiet Rosenheim weiterhin unter Quarantäne zu halten. Darüber hinausgehende Maßnahmen sind nicht erforderlich", erläuterte Bugl.

Die Stadt Rosenheim hatte bereits am 7. Mai die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gerissen. Damals lag der Wert bei 52,7. Bereits damals wurden Testungen in Flüchtlingsunterkünften als Grund genannt. Wenig später war der Wert auf 36,3 abgesunken.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte mitgeteilt, es wolle künftig eine Frühwarngrenze bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern einziehen. Das Ziel: Die betroffenen Kommunen sollen vorgewarnt werden, um dort rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten.

Update 11. Mai, 10.35 Uhr: Saison ohne Zuschauer wäre "das Schlechteste"

Der Aufsichtsratschef des HC Erlangen rechnet in der kommenden Bundesligasaison der Handballer fest mit Spielen vor Publikum. 

Er sei sich "persönlich auch aufgrund der Signale, die wir von der Liga und aus einigen Bundesländern empfangen haben, sehr sicher, dass wir im September, vielleicht zunächst begrenzt auf 4000 oder 5000 Zuschauer und natürlich mit Hygieneauflagen, wieder Bundesligahandball in Nürnberg sehen werden", sagte Aufsichtsratschef Carsten Bissel den "Nürnberger Nachrichten" im Interview. Die Erlanger tragen ihre Heimspiele in Nürnberg aus.

Eine Saison ohne Zuschauer wäre seiner Einschätzung nach "das Schlechteste für alle Vereine der Handball-Bundesliga, weil dann Zuschauereinnahmen und Kurzarbeitergeld fehlen, alle Kosten wie Hallenmiete, Reisen und Gehälter aber anfallen würden", sagte er weiter. "Zudem könnten wir uns ohne Publikum nicht wie gewohnt präsentieren. Die Fernsehgelder betragen, anders als im Fußball, weniger als fünf Prozent der Einnahmen."

Die Zukunft des Erlanger Profihandballs bewertet Bissel trotz der Corona-Krise positiv. "Wir haben nicht wie andere Vereine den einen großen Sponsor, sondern eine über Jahre gewachsene Struktur einer echten Gemeinschaft, in der jeder zusammenhält. Zusammenhalt ist auch im Profisport der Schlüssel in so einer Krise. Man muss sich wahrlich keine Sorgen um uns machen", versicherte er.

Update 11. Mai, 8.40 Uhr: Edmund Stoiber sieht Liga-Neustart als "Lichtblick"

Für Bayern Münchens Aufsichtsratmitglied und Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber ist der Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga "ein Lichtblick in der momentanen Zeit".

Warum Stoiber allerdings auch warnt, lest Ihr >>> hier.

Update 11. Mai, 8.30 Uhr: Genossenschaftsbanken wehren sich gegen Kritik an Kreditvergabe

Viele Geschäftsleute beklagen zu lange Bearbeitungszeiten für Kredite in der Corona-Krise. Bayerns Volks- und Raiffeisenbanken haben dem widersprochen. 

"Bankmitarbeiter müssen sich an geltendes Recht halten, egal ob gerade eine Krise herrscht oder nicht", sagte der Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern (GVB), Jürgen Gros, der "Augsburger Allgemeinen". Bankvorständen drohe im Extremfall der Entzug der Vorstandslizenz bis hin zu Haftstrafen.

Die meisten Kredite werden dem GVB-Chef zufolge trotzdem innerhalb weniger Tage gewährt. Die Ablehnungsquote schwanke zwischen fünf und sieben Prozent. "Zum Teil kommen auch Kunden mit einem Kreditantrag, deren Geschäftsmodell schon vor der Krise problematisch war. Da muss auch einmal ein Darlehensantrag abgelehnt werden."

Täglich kämen bei den Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern mehr als 1000 Anfragen rein, sagte Gros. "Die Welle der Kreditnachfragen und Bitten um Stundungen bestehender Kredite ebbt nicht ab und bleibt auf etwa gleich hohem Niveau." Der GVB vertritt knapp 230 Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern.

Update 11. Mai, 7.40 Uhr: Corona-Krise könnte laut Experten Impfbereitschaft fördern

Viele Menschen warten sehnsüchtig auf eine Impfung gegen das neue Coronavirus. 

Doch es gibt auch gegenteilige Ansichten: Bei den Protest-Demonstrationen am Wochenende gegen die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie waren auch Impfgegner mit dabei. 

Nach Ansicht des Experten Bernd Harder von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften könnte die Corona-Krise Impfskeptiker aber mittelfristig dazu bewegen, künftig mehr auf Schutzimpfungen zu vertrauen. "Weil sie sehen, wie eine Welt ohne Impfen aussehen könnte."

Viele Menschen warten sehnsüchtig auf eine Impfung gegen das neue Coronavirus. (Symbolbild)
Viele Menschen warten sehnsüchtig auf eine Impfung gegen das neue Coronavirus. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update 11. Mai, 6 Uhr: Corona-Lockerungen gehen in die nächste Runde

Mit der neuen Woche ergeben sich für die Menschen in Bayern wieder mehr Freiheiten: Alle Geschäfte, Museen und Zoos dürfen öffnen. Diejenigen Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen oder die vierte Klasse besuchen, dürfen - oder müssen - zudem zurück an die Schulen.

Alle Infos bekommt Ihr >>> hier

Update 10. Mai, 18.46 Uhr: Herrmann verteidigt Vorgehen der Polizei bei Demo in München

Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern.
Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat das zurückhaltende Vorgehen der Polizei bei einer aus dem Ruder gelaufenen Demonstration in München verteidigt. 

"Ich glaube, die Polizei hat unterm Strich richtig gehandelt", sagte Herrmann dem "Münchner Merkur". Ein polizeiliches Eingreifen hätte nur zu noch mehr Enge und noch mehr Körperkontakt geführt. Zuvor war die Polizei dafür kritisiert worden, dass sie die Demonstration mit 3000 statt der genehmigten 80 Teilnehmer hatte laufen lassen und nicht aufgelöst hatte.

Auf dem Münchner Marienplatz und vor der Nürnberger Lorenzkirche hatten am Samstag Tausende Menschen gegen die aus ihrer Sicht zu strengen Regulierungen in der Corona-Pandemie demonstriert. Dabei wurden offenbar teils bewusst vorgeschriebene Sicherheitsabstände missachtet - auch gegenüber unbeteiligten Passanten.

"Unser Grundgesetz misst der Versammlungsfreiheit einen sehr hohen Wert zu", sagte Herrmann der Zeitung. "Die Menschen nehmen dieses Recht auch in Anspruch. Am Münchner Marienplatz und in Nürnberg an der Lorenzkirche gab es leider krasse Verstöße."

Herrmann kritisierte indirekt die Genehmigung der Demonstration in München. "Wir müssen jedenfalls feststellen: Es ist in München jetzt zum zweiten Mal mit der gleichen Anmelderin der Versammlung zu Problemen gekommen." Erneut sei die Teilnehmerbegrenzung um ein Vielfaches überschritten worden. "Die Anmelderin hatte ihre Versammlung in keiner Weise im Griff."

Die Polizei werde das alles mit dem zuständigen Kreisverwaltungsreferat besprechen müssen. Herrmann verlangte: "Solche Demonstrationen müssen, wo auch immer, klar räumlich getrennt von unbeteiligten Menschen stattfinden. Eine derart gefährliche Rücksichtslosigkeit kann der Rechtsstaat auf keinen Fall akzeptieren."

Update 10. Mai, 17.08 Uhr: Walter-Borjans kritisiert Mehrwertsteuersenkung bei Speisen

Norbert Walter-Borjans, SPD-Vorsitzender.
Norbert Walter-Borjans, SPD-Vorsitzender.  © Kay Nietfeld/dpa

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat die Mehrwertsteuersenkung für Speisen in Gaststätten kritisiert. 

"Das geht auf das Konto der CSU. Markus Söder hat darauf bestanden. In meiner Heimat Köln gibt es an jeder Ecke eine Kneipe. Die leben vor allem vom Bierausschank und haben nichts davon, wenn sie für ihre Frikadellen eine Steuersenkung bekommen. Die brauchen einen direkten Zuschuss. Was haben die von einer Umsatzsteuersenkung, wenn die gar keinen Umsatz machen, erst recht nicht mit Speisen", sagte er der "Bild am Sonntag".

"In Deutschland, insbesondere in Bayern haben wir eine große und vielfältige Gast- und Wirtshauskultur, die wir auch in dieser Breite erhalten wollen. Die Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie setzt genau da an – eine schnelle und spürbare Hilfe für die Wirte, sobald es wieder losgeht", sagte der Minister. "Die Branche hat gerade wieder eine Perspektive erhalten, wie es für sie weitergehen kann. Durch eine niedrigere Besteuerung hat sie dann die Chance, zumindest einen Teil der Einbußen der letzten Wochen wieder auszugleichen."

Restaurants und Cafés sollen wegen der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch beschlossen, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent reduziert wird. Der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) wertete diesen Schritt als großen Erfolg für Söder. "Wir setzen uns dafür ein, dass diese Hilfe auch dauerhaft erhalten bleibt", bekräftigte er.

Auch Eltern sollten laut Walter-Borjans eine Direktzahlung erhalten. "Die Unterstützung von Familien mit kleineren und mittleren Gehältern ist eigentlich noch vor einem Konjunkturprogramm nötig." Der beste Weg sei, Familien einen einmaligen Zuschuss zu überweisen, zum Beispiel mit dem Kindergeld.

Eine Prämie für den Autokauf lehnt er dagegen ab: "Ich halte auch nichts von einer Abwrackprämie für Autos. Wenn die angesichts der Unsicherheit vieler überhaupt etwas bewirken würde, dann nur bei Autokäufen, die sowieso stattfänden."

Update 10. Mai, 16.47 Uhr: Stadt Rosenheim wieder über Referenzzahl von 50 Neuerkrankungen

In der Stadt Rosenheim ist in der Corona-Pandemie erneut die Marke von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage überschritten worden. Der Wert habe am Sonntag bei 50,5 gelegen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag in Erlangen mit.

Die Stadt Rosenheim hatte bereits am 7. Mai die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gerissen. Damals lag der Wert bei 52,7. Die aktuell erneut gestiegenen Fallzahlen seien durch eine Reihentestung in einer Asylbewerberunterkunft zu erklären, teilte das Landesamt mit.

In den Nachbarregionen, dem Landkreis Rosenheim und dem Landkreis Traunstein sind die Kennziffern mit 29,5 und 37,8 ebenfalls vergleichsweise hoch. Im Fall Traunstein liege das an erhöhten Fallzahlen in Pflegeheimen.

In diesem Landkreis sei eine lokale Allgemeinverfügung mit Besuchsverbot für Krankenhäuser, Altenheime und Asylunterkünften bis zum 15. Mai erlassen worden. 

Das Landesamt wolle künftig eine Frühwarngrenze bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern einziehen, um die betroffenen Kommunen warnen zu können und dort rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten.

Update 10. Mai, 16.42 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Sonntag mitteilte, wurden mittlerweile 44.627 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

In dieser Zahl enthalten sind 37.880 Personen, die bereits wieder genesen sind sowie 2.167 Todesfälle.

Update 10. Mai, 16 Uhr: 45 neue Corona-Fälle in München

In München wurden 45 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt am Sonntag mitteilte (Stand 10. Mai, 13.30 Uhr). Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.365 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 5.044 Personen, die bereits wieder genesen sind, sowie 198 Todesfälle.

Update 10. Mai, 13.38 Uhr: Münchens OB Reiter kritisiert Demonstration auf dem Marienplatz

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat scharfe Kritik an den Pro-Grundrecht-Demonstranten geübt, die sich am Samstag zu Tausenden auf dem Marienplatz der bayerischen Hauptstadt versammelt hatten. 

"Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür, dass die Menschen sich durch die getroffenen Maßnahmen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlen und baldmöglichst wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren möchten", sagte Reiter am Sonntag. 

"Gar kein Verständnis habe ich für Aktionen oder Demonstrationen, die durch fehlende Distanz und Mund/Nasenschutz jede positive Entwicklung des Infektionsgeschehens konterkarieren und weitere Lockerungen eher gefährden als ermöglichen."

Reiter bezeichnete es als "absolut unerträglich", dass politisch extrem rechte Gruppierungen versuchten, die Stimmung auszunutzen, um ihre demokratiefeindliche Hetze zu verbreiten. Er forderte seine Mitbürger zu Gelassenheit auf. 

"Halten Sie sich an die leider noch notwendigen Vorgaben und helfen Sie dadurch mit, dass wir alle zusammen gesund durch diese Krise kommen", betonte Reiter. Einen vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 10. Mai, 11.28 Uhr: Bayerns Wissenschaftler forschen an 350 Corona-Projekten

Satte 350 Projekte zum Thema Corona werden aktuell wissenschaftlich in Angriff genommen. (Archiv)
Satte 350 Projekte zum Thema Corona werden aktuell wissenschaftlich in Angriff genommen. (Archiv)  © Sebastian Gollnow/dpa

Bayerns Wissenschaftler erforschen in 350 einzelnen Projekten die Hintergründe, Folgen und Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie. 

Das gab Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Sonntag bekannt. Über 220 Vorhaben liefen bereits, weitere rund 130 seien geplant.

"Die Corona-Pandemie stellt nicht nur unser Gesundheitssystem und die Medizin vor eine große Herausforderung. In vermutlich allen Bereichen unseres Lebens bekommen wir die Begleit- und Folgeerscheinungen zu spüren", sagte Sibler.

"Die Krise bestehen wir nicht nur mit einem Impfstoff oder neuen Behandlungsmethoden", sagte der Minister. 

Die Wissenschaft könne auf verschiedensten Fachgebieten wichtige Fakten und Daten für umsichtiges politisches Handeln liefern.

Update 10. Mai, 8.24 Uhr: Verband: Seilbahnen in Bayern ab 18. Mai wieder fahren lassen

Die Bergbahnen in Bayern sollen laut Forderung des Verbandes Deutscher Seilbahnen zum 18. Mai wieder fahren. 

Ein Hygienekonzept dafür sei vom Verkehrsministerium gemeinsam mit Seilbahnfachleuten und Hygieneexperten erarbeitet worden. Nach einhelliger Meinung könnten alle Hygiene- und Abstandsregeln in der Seilbahnbranche sehr gut umgesetzt werden, sagte Verbandspräsident Matthias Stauch der Deutschen Presse-Agentur.

"Eines der wichtigsten Kriterien ist der überwiegende Aufenthalt der Personen im Freien", sagte Stauch, der auch Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn ist. "Darüber hinaus gilt neben den bekannten Abstandsregeln eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung für die Beförderung unserer Gäste."

Nach langen Wochen der Ausgangsbeschränkungen und frühlingshaften
Temperaturen steige die Sehnsucht der Menschen nach der freien Natur. Zudem nehme angesichts weiter geltender Reisebeschränkungen die Bedeutung wohnortnaher Angebote zur Freizeitgestaltung vor allem für Familien zu.

Die Bergbahnen sollten deshalb zum 18. Mai wieder fahren. Von diesem Datum an dürfen in Bayern Berghütten und -restaurants ihre Gäste wieder im Freien bewirten. Zudem könnten so vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt am 25. Mai und vor den Pfingstferien die Hygienekonzepte einem Testlauf unterzogen und bei Bedarf angepasst werden.

Der Liftbetrieb war im März wegen der Corona-Krise vorzeitig eingestellt worden. Da die Wintersaison aber zumindest in den meisten deutschen Gebieten ohnehin dem Ende zuging, blieben den Betreibern hier zumeist extreme Einbrüche erspart.

Update 9. Mai, 16.51 Uhr: 3000 Demonstranten auf Marienplatz - Abstandsregeln missachtet

Rund 3000 Menschen waren auf der Demo auf dem Marienplatz.
Rund 3000 Menschen waren auf der Demo auf dem Marienplatz.  © Felix Hörhager/dpa

Auf dem Münchner Marienplatz haben am Samstag rund 3000 Menschen teils unter Missachtung aller Corona-Abstandsregeln gegen die aus ihrer Sicht zu strikten Infektionsschutz-Bestimmungen in Bayern und Deutschland demonstriert. 

Die Demonstration sei angemeldet gewesen, allerdings nur für 80 Teilnehmer, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München.

Weitere Infos dazu findet Ihr >>> hier

Update 9. Mai, 16.05 Uhr: Huml: Bayerns Krankenhäuser kehren schrittweise zur Normalität zurück

Bayerns Krankenhäuser sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in der Corona-Krise wieder auf dem Weg in den Normalbetrieb. 

"Die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens lässt es nunmehr zu, wohl abgewogene Schritte in Richtung einer Rückkehr zum Regelbetrieb zu gehen", erklärte Huml am Samstag. Es sei wichtig, dass freie Kapazitäten schrittweise wieder für die reguläre gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung gestellt würden.

Der Freistaat Bayern hatte die Krankenhäuser per Allgemeinverfügung im März verpflichtet, planbare Operationen wenn möglich zu verschieben und Kapazitäten für Covid-19-Patienten freizumachen. "Es hat sich gezeigt, dass dieser Schritt richtig war", betonte Huml. Die Kliniken in Bayern hätten zu jeder Zeit die Patientenversorgung auf höchstem Niveau sichergestellt.

Am Samstag trat eine neue Allgemeinverfügung in Kraft, die eine schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb ermöglichen soll, ohne aber ein mögliches Aufflackern des Corona-Infektionsgeschehens außer acht zu lassen. Reine Privatkliniken dürfen bereits in den Regelbetrieb zurückkehren. 

Für die Versorgung von gesetzlich Versicherten zugelassene Häuser müssen zunächst noch 30 Prozent ihrer Intensivkapazitäten für Corona-Patienten zur Verfügung stellen.

Update 9. Mai, 15.19 Uhr: 43 neue Fälle in München

In München wurden am Samstag 43 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt am Samstag mitteilte. Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.320 Infektionen gemeldet (Stand: 9. Mai, 13.30 Uhr).

In dieser Zahl enthalten sind 5.042 Personen, die bereits genesen sind sowie 197 Todesfälle.

Update 9. Mai, 14.08 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Samstag mitteilte, sind inzwischen 44.527 Menschen in Bayern positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand 9. Mai, 10 Uhr).

Davon gelten 37.490 bereits als genesen. Ebenfalls in dieser Zahl enthalten sind 2.164 Todesfälle. 

Polizisten führen eine Kontrolle durch. (Archiv)
Polizisten führen eine Kontrolle durch. (Archiv)  © Nicolas Armer/dpa

Update 9. Mai, 13.41 Uhr: Reha-Klinik stellt nach Corona-Fällen Betrieb vorübergehend ein

Nach positiven Corona-Tests bei zwölf Patienten ist die Reha-Klinik Schaufling (Kreis Deggendorf) des Krankenhausbetreibers Asklepios von den Gesundheitsbehörden geschlossen worden. Die Anordnung des Gesundheitsamtes betreffe sowohl die Reha-Klinik als auch die als Hilfskrankenhaus in der Coronakrise genutzten Räume, teilte die Einrichtung auf seiner Internetseite mit.

Die 40 Patienten seien in geeignete Einrichtungen zur Weiterbehandlung verlegt worden, wenn möglich auch in die häusliche Isolation, hieß es weiter. Die Mitarbeiter müssten zunächst 14 Tage in häuslicher Quarantäne verbringen.

Die Einstellung des Klinikbetriebes sei ebenfalls zunächst für 14 Tage vorgesehen. "Wir haben diese Maßnahme ergriffen, um die Gesundheit unserer Patienten und der Mitarbeiter zu schützen", sagte Klinik-Geschäftsführer Daniel Weiß.

Die zwölf mit de Virus infizierten Patienten hätten zum Teil Corona-spezifische Krankheitssymptome gezeigt. Auch einige Mitarbeiter hätten sich infiziert.

Die Klinik war bereits am 1. Mai von der Polizei durchsucht worden. Berichten von Bayerischem Rundfunk und "Passauer Neue Presse" zufolge war eine 82-jährige Patienten in Folge einer Corona-Infektion gestorben. Es kam der Verdacht auf, dass Klinikbereiche nicht ausreichend voneinander getrennt worden waren.

Es hätten sich Hinweise ergeben, dass die vorgeschriebenen Schutz- und Hygienemaßnahmen in der Einrichtung möglicherweise nicht ordnungsgemäß umgesetzt und vollzogen wurden, hatte die Polizei mitgeteilt. Es sei möglich, dass dadurch ein "größerer Personenkreis" einer Ansteckungsgefahr durch das Virus Sars-CoV-2 ausgesetzt gewesen sei.

Update 9. Mai, 12.11 Uhr: Autokinos ermöglichen Film- und Show-Vergnügen

In Bayern sind ab Montag wieder Live-Events möglich. Konzerte, Comedy-Shows und Kinofilme dürfen wieder für Besucher zugänglich gemacht werden.

Allerdings nicht in bestuhlten Hallen, jedoch in Autokinos. Seit der Corona-Krise erleben diese fast schon ausgestorbenen Veranstaltungen ein regelrechtes Comeback.

Den gesamten Beitrag dazu findest du >>> hier.

Das Autokino-Konzept könnte das Event-Leben langsam wieder beleben. (Archiv)
Das Autokino-Konzept könnte das Event-Leben langsam wieder beleben. (Archiv)  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update 9. Mai, 12.08 Uhr: Hunderte versammeln sich auf Platz in Regensburg- Polizei greift ein

Rund 300 Menschen haben sich am Freitagabend auf dem Regensburger Bismarckplatz versammelt und einen Polizeieinsatz ausgelöst. 

"Dort ist ein stadtbekannter Treffpunkt, wo man ganz gut im Freien sitzen kann - es war ja ein schöner, milder Abend", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. "Aber bei 300 Personen wurde es so eng, dass die Mindestabstände, die wegen Corona gelten, nicht eingehalten wurden."

Die Beamten forderten zunächst mit Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen des Platzes auf. Den Angaben zufolge sprachen Mitarbeiter der Ordnungsamtes und Polizisten danach auch einzelne Personen direkt an. 

"Letztlich sind dann alle auseinander gegangen." Protest oder Widerstand habe es nicht gegeben.

Update 9. Mai, 10:22 Uhr: Eingeschränktes Fußball-Training in Bayern von Montag an möglich

Fußball-Training ist ab Montag - zumindest in Teilen - in Bayern wieder erlaubt. (Symbolbild)
Fußball-Training ist ab Montag - zumindest in Teilen - in Bayern wieder erlaubt. (Symbolbild)  © 123RF/sportgraphic

In Bayern ist von Montag an wieder eingeschränktes Fußball-Training erlaubt. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat dazu einen Leitfaden veröffentlicht, welche Vorkehrungen Trainer und Betreuer treffen müssen. 

"Für all unsere Fußballer ist diese neue Entwicklung vom heutigen Abend eine gute Nachricht in dieser schwierigen Phase", sagte BFV-Präsident Rainer Koch, nachdem am Freitagabend dieser Weg zur Rückkehr auf den Platz geebnet wurde.

Koch vertraut darauf, dass die Vereine verantwortungsvoll mit der Möglichkeit umgehen. "Wir wissen, dass es bis zur Rückkehr zur Normalität noch ein weiter Weg ist. Aber der erste Schritt ist gemacht", sagte Koch. "Jetzt kommt es auf uns alle an, dass wir uns auch strikt an die staatlichen Regelungen halten, wohl überlegt und mit gesundem Menschenverstand die ersten Schritte auf den Plätzen machen. Wir sind im Kampf gegen das Virus noch lange nicht am Ende. Vorsicht und Fürsorge sind weiterhin oberstes Gebot."

Der Spielbetrieb in Bayern ist bis mindestens 31. August ausgesetzt. Der Verband hat in seinen rund 4600 Vereinen mehr als 1,6 Millionen Mitglieder. Im Amateurspielbetrieb sind gut 25.000 Mannschaften in allen Altersklassen organisiert. Pro Wochenende finden normalerweise rund 13.000 Spiele statt.

Update 9. Mai, 7.51 Uhr: Thomas Hermanns will Alltagshelden in Comedyshows einladen

"Quatsch Comedy Club"-Gesicht Thomas Hermanns möchte den Alltagshelden etwas zurück geben.
"Quatsch Comedy Club"-Gesicht Thomas Hermanns möchte den Alltagshelden etwas zurück geben.  © Gregor Fischer/dpa

Showmaster Thomas Hermanns (57) kann der Virus-Krise persönlich etwas abgewinnen - beruflich dagegen nicht. Er empfinde die Corona-Zeit als "zwangsweise Verdichtung des Lebens auf das Wesentliche" - und gar nicht als unangenehm. 

"Aber fünf geschlossene Spielorte lasten natürlich auf der Seele. Nichts ist für mich trauriger als ein leeres Theater", sagte Hermanns der Deutschen Presse-Agentur.

Hermanns will in München, Berlin und Hamburg "Alltagsheldinnen und Alltagshelden" in die "Quatsch Comedy Clubs" einladen, wenn es wieder solche Veranstaltungen geben kann. Es würden 4000 Tickets verschenkt.

"Sobald die Clubs wieder öffnen können, dürfen diejenigen wieder lachen und feiern, die jetzt hart arbeiten für die Allgemeinheit und im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu lachen haben." 

Die Einladung richte sich etwa an Mitarbeiter des Gesundheitswesens, der Lebensmittel- und Kurierbranche, Sicherheitspersonal von Polizei bis Feuerwehr und andere.

Update 9. Mai, 7.42 Uhr: Grünen-Politiker befürchten Ende europäischer Austauschprogramme

Anlässlich des Europa-Tages am 9. Mai fordern die Grünen aus Bayern Finanzhilfen für die Organisatoren von europäischen Jugendaustauschprogrammen. Die Träger seien "in der aktuellen Krise in ihrer Existenz immens bedroht", heißt es in einem Papier von Grünen-Parlamentariern aus dem Bundestag, dem Landtag und dem EU-Parlament.

Um die Pandemie zu überstehen, brauche es Förderungen von 25 Millionen Euro. Die Grünen-Politiker begründen ihre Forderung damit, dass für die Vereine oder gemeinnützigen Organisationen die Hilfen der Bundes- und Staatsregierung bislang kaum greifen würden. Der Europa-Tag der Europäischen Union wird am 9. Mai gefeiert. Er erinnert an die Geburtsstunde der Europäischen Union.

Zudem brauche es nach der Corona-Krise seitens der EU auch eine Verdreifachung des Budgets für das Austauschprogramm "Erasmus+", schreiben die Politiker. "Nach der Krise brauchen wir einen Neustart des Jugendaustauschs in all seinen Facetten." Voraussetzung dafür sei eine tragfähige Finanzierung, die nicht nur auf Teilnahmebeiträge setzt, sondern gezielt Strukturen fördert, damit die Teilnahme nicht vom Geldbeutel der Eltern abhänge.

Mit Blick auf Bayern fordern die Grünen mehr Austauschmöglichkeiten für Mittel-, Real- und Berufsschulen. Der Austausch dürfe nicht nur der "Bildungselite" vorbehalten sein. Während in rund 80 Prozent der Gymnasien und in Hochschulen Auslandsaufenthalte kaum wegzudenken seien, sie dies etwa in Ausbildungen "schon fast exotisch".

"Fehlende Solidarität hat in der Corona-Krise viel Vertrauen in Europa verspielt. Der Jugendaustausch kann helfen, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis von der Wurzel her wiederaufzubauen. Dafür müssen wir jetzt das bereits fortschreitende Sterben europäischer Austauschorganisationen stoppen", sagte der Landtagsabgeordnete Florian Siekmann. "Die gemeinnützigen Austauschorganisationen stehen mit dem Rücken zur Wand", betonte die Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer.

Neben Hilfen auf Bundes- und Landesebene brauche es auch auf europäischer Ebene einen Rettungsschirm für die Dachorganisationen und zur Unterstützung von Austauschorganisationen in besonders von der Krise betroffenen Mitgliedsstaaten. "Wir fordern, dass ein EU-Rettungsschirm für zivilgesellschaftliche Organisationen in Europa gespannt wird, der eben auch die vielen Austauschorganisationen umfasst", heißt es im Positionspapier. Dieser EU-Fonds solle über den EU-Haushalt gemeinschaftlich finanziert werden.

Update 9. Mai, 7.37 Uhr: Ministerin Huml: Großes Interesse am Pflegebonus

Melanie Huml (CSU) bestätigt das große Interesse an den Corona-Pflegeboni.
Melanie Huml (CSU) bestätigt das große Interesse an den Corona-Pflegeboni.  © Peter Kneffel/dpa

Die Zahl der Anträge für den Corona-Pflegebonus in Bayern nimmt deutlich zu. Beim Landesamt für Pflege (LfP) seien bisher mehr als 154.000 Anträge eingegangen, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Samstag mit. Das zeige, wie gut der Bonus angenommen werde.

Den Bonus von bis zu 500 Euro gibt es als Anerkennung für das Engagement von Pflegenden in Krankenhäusern, Rehakliniken, stationären Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten. Auch Einsatzkräfte im Rettungsdienst können einen Antrag stellen.

Das Ministerium rechnete zuletzt damit, dass rund 250.000 Beschäftigte aus verschiedenen Pflegeberufen den Bonus erhalten können. Anträge können online gestellt werden, die Frist endet am 31. Mai. Für die Zahlungen hat die Staatsregierung demnach bis zu 126 Millionen Euro eingeplant.

Das LfP habe bereits die Auszahlungen gestartet, sagte Huml. Die ersten 1000 Bescheide für den neuen Corona-Pflegebonus seien per Post verschickt worden.

Update 9. Mai, 7.29 Uhr: FDP-Politiker Köhler fordert Aufhebung von Grenzkontrollen

In der Debatte um eine Öffnung der innereuropäischen Grenzen in der Corona-Krise hat Bayerns FDP-Generalsekretär Lukas Köhler den Nutzen der Grenzschließungen infrage gestellt. 

"Die Grenzschließungen sind unverhältnismäßig, selektiv und ihr Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist mehr als fraglich", sagte Köhler laut einer Mitteilung vom Samstag. Vor allem sieht Köhler nun Bundesinnenminister Horst Seehofer in der Pflicht: "Das Schließen unserer Grenzen ist nicht mehr als Placebo-Politik und gehört abgeschafft", sagte er.

Grenzkontrollen hielten das Virus nicht auf, behinderten aber den Warenverkehr und gefährdeten Versorgungsketten, argumentierte der FDP-Politiker. Zudem führten die Kontrollen zu kilometerlangen Staus an den Grenzübergängen. "Das ist auch aus umweltpolitischer Sicht unverantwortlich", sagte der Umweltexperte. Besonders in Krisenzeiten brauche es indes "mehr Europa und nicht weniger", so Köhler. Die Staaten müssten sich bei ihren Maßnahmen untereinander abstimmen. "Die anhaltenden Grenzkontrollen sind gerade am Europatag
für jeden weltoffenen Bürger ein Stich ins Herz", sagte der Politiker mit Blick auf das besondere Datum.

Die EU feiert an diesem Samstag den 70. Jahrestag des sogenannten Schuman-Plans. Der damalige französische Außenminister Robert Schuman hatte am 9. Mai 1950 die Zusammenlegung der Kohle- und Stahlindustrie der früheren Kriegsgegner Deutschland und Frankreich vorgeschlagen. Die sogenannte Montanunion gilt als Urzelle der EU.

Gerade von Politikern aus Süddeutschland kommen vermehrt Rufe nach einem Ende der Grenzkontrollen. Diese waren erstmals Mitte März angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verlangsamen.

Update 9. Mai, 7.21 Uhr: Anne-Sophie Mutter: freiberufliche Künstler sind in Corona-Not

Stargeigerin Anne-Sophie Mutter hat ihre Corona-Infektion überstanden und will nun Sprachrohr für freiberufliche Künstler sein, die wegen Corona-Beschränkungen um ihre Existenz kämpfen müssten. 

"Die Musiker, vor allem die an der Armutsgrenze, brauchen Übergangsregelungen, Perspektiven - und Regelungen für Konzerte", sagte die 56-Jährige der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Man darf uns nicht vergessen", so die Musikerin. Und: "Wir sind nicht die Gastronomie, wir sind Einzelkämpfer. In der Demokratie muss man jetzt eben auch mal aufstehen und laut werden."

Über ihre Coronavirus-Infektion sagte sie: "Ich hatte Glück. Keinerlei Symptome, kein Husten, aber eine sehr große Müdigkeit und 24 Stunden lang auch mal Atemnot." Allerdings denke sie heute, dass die Atemnot durch die psychischen Belastungen der Krankheit ausgelöst worden sein könnte. "Ich glaube, das war mehr mein Kopf - nachdem die Diagnose gestellt worden war. 

Da fragt man sich dann schon, was passiert als nächstes, wann ist der Höhepunkt der Krankheit erreicht, was kündigt sich an zwischen harmlos und tödlich?" Und: "Aber als dann meine Schlaflosigkeit wieder kam, wusste ich, ich werde wieder gesund." Inzwischen sei sie negativ getestet.

Update 8. Mai, 21.30 Uhr: Landkreise mit Abstand zur Grenzmarke 50

Im Vergleich zum Vortag gab es in Bayern einen Anstieg der Corona-Infektionen um 0,5 Prozent, gab das Innenministerium am Freitag bekannt. 

"Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele weitere Personen ein Infizierter statistisch ansteckt, ehe er selbst gesundet oder verstirbt, liegt nach den Berechnungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für Bayern bei einen Wert von R=0,71", teile Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Abend mit. 

Besonderes Augenmerk liegt aktuell auf der sogenannte "Sieben-Tage-Inzidenz-Rate 50". Diese wäre der Fall, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern verzeichnet würden. 

"Tagesaktuell ist der höchste Wert in Bayern für den Landkreis Traunstein zu verzeichnen, wo für diesen Parameter 34,5 Neuinfektionen zu verzeichnen sind", so Herrmann. Dahinter liegen die Stadt Straubing (33,5) und der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (31,0).

"Insoweit können aktuell alle bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte einen passablen Abstand auf die Grenzmarke 50 vorweisen", erklärte der Innenminister.  

Update 8. Mai, 21.10 Uhr: Söder kündigt mehr Hilfsprogramme für Kulturbetrieb an

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern in einem Forschungslabor.
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern in einem Forschungslabor.  © Peter Kneffel/ dpa

Mehr Kulturschaffende in Bayern sollen Anspruch auf finanzielle Hilfen wegen der Corona-Krise erhalten. 

"Wir werden auf jeden Fall noch ein weiteres Kulturprogramm machen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). 

Dazu solle ein Konzept gehören, wie Kulturveranstaltungen unter Auflagen wieder möglich sein könnten. "Die Orientierung an den Abstandslösungen bei Gottesdiensten ist ein guter Ansatz", sagte Söder der Zeitung.

Bisher werden Soloselbstständige unterstützt, die in der Künstlersozialkasse versichert sind. Die Staatsregierung erwägt demnach mit dem Kriterium der Ausfallhonorare den Empfängerkreis zu erweitern. 

"Das scheint mir besser zu sein als irgendeine Pauschalsumme, weil Künstler sehr unterschiedliche Einnahmen haben", sagte Söder. Nicht-staatliche Kulturbetriebe sollen zudem eine zusätzliche Förderung erhalten. 

Das neue Programm könnte nach Angaben der Zeitung schon nächste Woche beschlossen werden.

Update 8. Mai, 19 Uhr: Bayern mit Corona-Management zufriedener als Baden-Württemberger

Die Baden-Württemberger sind mit dem Corona-Krisenmanagement ihrer Landesregierung weniger zufriedener als die Menschen in Bayern. 

Dies ergab eine repräsentative Umfrage der "Schwäbischen Zeitung" (Samstag) und des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey. Demnach gaben in Baden-Württemberg 57 Prozent der Befragten an, mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden zu sein. 

In Bayern waren es 67 Prozent. In beiden Ländern liegen die Werte über dem Bundesschnitt von 55 Prozent.

Update 8. Mai, 18 Uhr: Kritik an Grenzkontrollen im Alpenraum

Bis Mitte Mai sind die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern wegen der Corona-Krise noch geschlossen.
Bis Mitte Mai sind die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern wegen der Corona-Krise noch geschlossen.  © Peter Kneffel/dpa

In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz werden die Forderungen nach einem raschen Ende der Grenzkontrollen lauter. 

Bei der Infektionslage gebe es kaum noch Unterschiede, die Restriktionen seien nicht mehr sachgerecht - spätestens zum 15. Mai sollten die Einschränkungen aufgehoben werden, forderten die Industrie- und Handelskammern (IHK) für München und Oberbayern und die Wirtschaftskammer Tirol am Freitag.

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Update 8. Mai, 17.30 Uhr: Verfassungsgerichtshof lässt Einschränkungen wegen Corona in Kraft

Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat Gegnern der in der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen erneut eine Abfuhr erteilt. 

Das Gericht lehnte es am Freitag ab, die Regelungen per einstweiliger Anordnung außer Kraft zu setzen.

Zum einen argumentierten die Richter, dass die Verordnung vom 3. Mai, gegen den sich die Antragsteller gewandt hatten, nach den jüngsten Lockerungen gar nicht mehr gelte und deswegen auch nicht vorläufig außer Vollzug gesetzt werden könne. Zum anderen könne "nicht von offensichtlichen Erfolgsaussichten" des Hauptantrags ausgegangen werden.

Allerdings stellten die Richter klar, dass "auch nicht von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit des Hauptantrags" ausgegangen werden könne. Ob die kritisierte Verordnung gegen Verfassungsrecht verstoße bedürfe einer "eingehenden Prüfung", die im Rahmen des Eilverfahrens nicht möglich sei.

Aktuell kamen die Richter aber zum Schluss, dass es schlimmer wäre, die Regelungen jetzt zu unrecht auszusetzen als sie zu unrecht beizubehalten. Nach wie vor bestehe die Gefahr einer zweiten Infektionswelle, vor der der Staat schützen müsse. Demgegenüber müssten Grundrechtsbeschränkungen und Beeinträchtigungen derzeit zurücktreten. 

Dies gelte umso mehr als es bereits spürbare Lockerungen gebe.

Update 8. Mai, 15.40 Uhr: Bayern schafft eigene Prüfstelle für Corona-Schutzmasken

Mit dem Aufbau einer eigenen Prüfstelle für Schutzausrüstungen will Bayern in der Corona-Krise die Versorgung der Bevölkerung mit Masken, Anzügen und Handschuhen verbessern. 

"Mit der neuen Prüfstelle sorgt Bayern dafür, dass in der Krise, nach der Krise und vor der nächsten Krise eine schnelle und sichere Bewertung der Schutzwirkung von Schutzausrüstungen vorgenommen werden kann", sagte Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Freitag in München.

Die bisher vorhandenen Prüfstellen stießen längst an ihre Kapazitätsgrenzen. Deutschlandweit gibt es den Angaben zufolge etwa für Atemschutzmasken derzeit nur vier Stellen, die eine sichere Funktion der Masken in einem verkürzten Verfahren prüfen.

"Wir leisten jeden Tag einen Kraftakt, um mit möglichst unbürokratischen Bewertungsverfahren dringend benötigte Artikel wie etwa Atemschutzmasken dem Markt zuzuführen", betonte Glauber. Die geprüfte und bestätigte Qualität der Produkte sei entscheidend für die Gesundheit der Menschen und damit für die Bewältigung der Pandemie.

Um mehr Produkte zu prüfen und den Markt effektiv zu überwachen, wird die bestehende Geräteuntersuchungsstelle am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zur "Bayerischen Prüfstelle für Schutzgüter" ausgebaut. 

Für den Aufbau des zehnköpfigen Teams stehen rund 2,7 Millionen Euro aus dem Corona-Sonderfonds bereit.

Update 8. Mai, 15.30 Uhr: Mindestens 2500 FCA-Fans verzichten auf Dauerkarten-Rückerstattung

Der FC Augsburg bekommt in der Corona-Krise finanzielle Unterstützung von seinen Fans. 

Mehr als 2500 Anhänger verzichten auf eine Rückerstattung für ihre Dauerkarte, wie der Fußball-Bundesligist am Freitag bekanntgab. Das ist ein Siebtel der insgesamt 17 500 verkauften Jahrestickets bei den Schwaben. "Eure Unterstützung ist der WAHNSINN!", twitterte der FCA. Der Verein gab bekannt, die Gelder nicht nur für sich selbst, sondern auch die mitinitiierte Hilfsaktion "Augsburg hält zusammen" zu verwenden.

Weil die noch ausstehenden fünf Heimspiele ohne Zuschauer stattfinden müssen, haben die Augsburger - wie andere Vereine auch - den Anhängern angeboten, den prozentualen Teil der Dauerkarte zu ersetzen.

Update 8. Mai, 14.50 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auf 44.295

In Bayern sind inzwischen 44.295 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2134 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 37.050 Menschen.

In München gab es davon 78 neue Infektionen. Damit sind mittlerweile 6277 Fälle in der Landeshauptstadt bestätigt. 197 Menschen verloren bisher ihr Leben an den Folgen des Virus. 

Update 8. Mai, 14.45 Uhr: BRK fordert mehr Corona-Tests in Heimen und Schutzmaterial auf Staatskosten

Zum Weltrotkreuztag hat das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Staatsregierung um regelmäßige Corona-Tests in Pflegeeinrichtungen und Kliniken und mehr Geld für Schutzmaterial gebeten. 

"Wir müssen Mitarbeiter und Bewohner bestmöglich schützen und gleichzeitig Infektionen frühzeitig erkennen", hieß es in einer Stellungnahme des BRK-Präsidenten Theo Zellner zum Weltrotkreuztag an diesem Freitag.

Ab dem Wochenende sollen im Freistaat Besuche in Kliniken, Senioren-, und Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen für eine feste Kontaktperson unter Schutzmaßnahmen wieder erlaubt sein. Auch deshalb seien in den Einrichtungen systematische Reihentests nötig, um mögliche Infektionen schnell eindämmen zu können, sagte Zellner. 

Außerdem solle die Staatsregierung die BRK-Mitarbeiter nicht nur weiterhin bei der Beschaffung von Schutzausrüstung unterstützen, sondern diese auch komplett finanzieren.

"Die letzten Wochen waren ein Stresstest", sagte Zellner. Auch wegen des Einsatzes Tausender Rettungskräfte, Pfleger und Ehrenamtlicher habe das Gesundheitssystem im Freistaat die Pandemie bislang aber vergleichsweise stabil bewältigen können.

Dennoch zeigten die Corona-Krise und der damit verbundene Engpass an Schutz- und Hygienemitteln, dass der Katastrophenschutz in Bayern ausbaufähig sei: "Wir müssen handlungsfähiger und unabhängiger werden." 

Für zukünftige Katastrophenfälle müssen Zellner zufolge genaue Konzepte erarbeitet und Materialien im Freistaat vorgehalten werden.

Update 8. Mai, 14.40 Uhr: Prüfungen für den Führerschein beginnen unter strengen Auflagen

Nach den Lockerungen in der Corona-Krise finden von diesem Montag an wieder theoretische und praktische Prüfungen für den Führerschein statt. 

In den nächsten beiden Wochen rechnen die Prüfer noch mit einem langsamen Anlauf, der danach aber tatsächlich zu einer "Welle" ansteigen werde, sagte Jürgen Wolz von TÜV Süd. Grund für die Verzögerung sei, dass die Bewerber erst ihre Ausbildung formal abschließen müssten. Der Betrieb an den Fahrschulen könne aber auch erst wieder ab Montag beginnen.

Nach Paragraf 17 der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten dafür strenge Regeln: Fahrschüler müssen im Theorieunterricht und bei der theoretischen Prüfung mindestens eineinhalb Meter Abstand halten. Fahrten mit dem Fahrschulauto dürfen nicht länger als eine Stunde dauern, außerdem müssen dabei alle eine Maske tragen. Nachschulungen und Eignungsseminare für Besitzer eines Führerscheins finden vorerst nicht statt.

Für die Prüfungen seien die Vorgaben kein Problem. Eine praktische Prüfung dauere normalerweise sowieso nur 45 Minuten, so Wolz. 

Danach sollen alle aussteigen und das Fahrzeug lüften. Für die Theorieprüfung werde zudem die Anzahl der Plätze reduziert.

Update 8. Mai, 14.20 Uhr: Krankenhäuser fürchten Besucheransturm

Die bayerischen Krankenhäuser fürchten nach wochenlanger Sperrung für Besucher einen Ansturm mit langen Warteschlangen an diesem Wochenende. 

Deswegen veröffentlichte die Krankenhausgesellschaft am Freitag vorsorglich einen Appell an die Bürger, sich vorher genau über die weiter geltenden Beschränkungen zu informieren. "Wir haben den Eindruck, dass die zahlreichen Vorgaben, die in einer Infektionsschutzverordnung vorgeschrieben sind, in der Bevölkerung nicht ausreichend bekannt sind", sagte Siegfried Hasenbein, der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft.

Seit März ist jeglichen Besuchern der Zutritt zu den Krankenhäusern verwehrt. Das wird an diesem Wochenende gelockert. Doch kann von einer Rückkehr zur Normalität keine Rede sein, es gelten weiter Vorsichtsmaßnahmen.

 Jeder Besucher muss sich schriftlich registrieren lassen, außerdem kann jeder Patient nur eine feste Kontaktperson zu festen Zeiten empfangen, Masken und Mindestabstand von 1,5 Metern sind ebenfalls vorgeschrieben. Besuche mit Kindern oder der ganzen Familie sind nach wie vor nicht möglich. 

In Zwei- oder Mehrbettzimmern darf jeweils nur ein Patient besucht werden.

Update 8. Mai, 13.53 Uhr: Studie zur Corona-Dunkelziffer im Landkreis Tirschenreuth geplant

In einer Studie soll die Dunkelziffer an Infektionen bestimmt werden. (Archiv)
In einer Studie soll die Dunkelziffer an Infektionen bestimmt werden. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Mit einer gemeinsamen Studie wollen die Universitätskliniken Regensburg und Erlangen die Dunkelziffer an SARS-CoV-2-Infektionen im Landkreis Tirschenreuth bestimmen. 

Die Region in der Oberpfalz ist besonders stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen. Für die Studie wollen die Forscher bei 3600 der rund 72.000 Einwohner des Landkreises Tirschenreuth Blut abnehmen, um sie auf Antikörper zu testen, wie die Professoren Ralf Wagner und Klaus Überla am Freitag erläuterten. Gemeinsam mit Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) stellten die Mediziner das Projekt vor. Die Studie soll Ende Mai gestartet werden.

Im Landkreis Tirschenreuth gibt es - verglichen mit der Einwohnerzahl - eine besonders hohe Zahl an Corona-Infizierten. Das Landesamt für Gesundheit (LGL) meldete 1541 Infizierte pro 100.000 Einwohner (Stand: 7. Mai, 10 Uhr). 

Im Vergleich dazu: In München gibt es je 100.000 Einwohner 411 Infizierte und in Nürnberg 190 Infizierte. Ebenfalls stark betroffen sind beispielsweise die Landkreise Wunsiedel und Rosenheim mit 862 beziehungsweise 809 Infizierten sowie die Stadt Straubing mit 808 Infizierten je 100.000 Einwohner.

Update 8. Mai, 12.11 Uhr: Wirtschaftskammern am Bodensee fordern sofortige Grenzöffnung

Zehn Wirtschaftskammern rund um den Bodensee in Deutschland, Österreich und der Schweiz verlangen rasche Grenzöffnungen. "Kein Tag, an dem es die gesundheitspolitische Situation erlaubt, zu einer wirtschaftlichen Normalität zurückzukehren, darf jetzt verschenkt werden", heißt es in einer am Freitag in Konstanz veröffentlichten Erklärung. 

Die in allen drei Anrainerstaaten zur Eindämmung der Pandemie ergriffenen Maßnahmen seien in der Substanz erfolgreich gewesen, wenn auch um den Preis eines weitgehenden Stillstands des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens.

Die Schließung der Grenzen mag in einem ersten Schritt geboten gewesen sein. Wo aber die Bedrohung durch das Virus, die dagegen ergriffenen Maßnahmen und die dabei erzielten Erfolge auf beiden Seiten der Grenze vergleichbar seien, gebe es keinen sachlichen Grund mehr, die Personenfreizügigkeit und eventuell die Dienstleistungsfreiheit nahezu vollständig zu unterbinden.

Die Kontrollen an deutschen Grenzen waren erstmals Mitte März angeordnet und dann verlängert worden, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft dort ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte am Freitag, er gehe von einer Grenzöffnung zu Deutschland «vor dem Sommer» aus.

Der Appell für die Grenzöffnungen wurde von der Wirtschaftskammer Vorarlberg, den Industrie- und Handelskammern in St. Gallen- Appenzell und im Thurgau, der Zürcher Handelskammer, der Handelskammer beider Basel, den IHKs Hochrhein-Bodensee, Bodensee-Oberschwaben, Schwarzwald-Baar-Heuberg und Südlicher Oberrhein sowie von der IHK Schwaben unterzeichnet.

Update 8. Mai, 12.07 Uhr: Freizeitparks visieren Pfingstwochenende für Öffnung an

Freizeitparks in Bayern visieren nach den angekündigten Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Freistaat den 30. Mai als Öffnungstermin an. 

"Jeder hat jetzt dieses Datum im Auge", sagte Jürgen Gevers, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU). "Die Parks haben seit Oktober zu und seitdem keinen einzigen Pfennig verdient."

Während sich andere Betreiber in Bayern mit konkreten Ankündigungen noch zurückhalten, erklärte der Geschäftsführer des Skyline Parks in Bad Wörishofen (Landkreis Unterallgäu), Joachim Löwenthal, gegenüber der "Allgäuer Zeitung", man wolle am 30. Mai wieder öffnen. 

"Wir kriegen dafür noch Auflagen", sagte eine Sprecherin. "Was genau wir beachten müssen, wissen wir noch nicht." Auch der Playmobil-FunPark in Zirndorf bei Nürnberg kündigte an, am 30. Mai wieder zu öffnen. Unter welchen Voraussetzungen dies möglich ist, sei derzeit noch unklar, so ein Sprecher. "Wir sind aber zuversichtlich, dass uns das gelingt."

VDFU-Geschäftsführer Gevers sagte, die Betreiber müssten sich dazu jeweils mit den Behörden vor Ort absprechen. "Es kann durchaus sein, dass manche Parks erst mal nur eingeschränkt öffnen dürfen", so Gevers. Jeder Fall müsse einzeln bewertet werden. "Die Auflagen zu erfüllen, wird aber kein Hexenwerk sein."

Update 8. Mai, 11.57 Uhr: Grüne: Geschlossene Grenzen fördern Ausbreitung des Borkenkäfers

Politiker befürchten eine erhöhte Verbreitung von Borkenkäfern. (Archiv)
Politiker befürchten eine erhöhte Verbreitung von Borkenkäfern. (Archiv)  © Andreas Arnold_dpa

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Grenzen nach Österreich schädigen nach Ansicht von Experten die Holzindustrie und fördern die Verbreitung von Borkenkäfern. 

In einem offenen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Forstministerin Michaela Kaniber (alle CSU) fordern die Grünen im bayerischen Landtag daher, den regulären Grenzverkehr zumindest für Wirtschaftsunternehmen und den Warenverkehr wieder einzuführen.

Derzeit bleibe viel Holz einfach im Wald liegen und sei der perfekte Nährboden für eine massive Ausbreitung des Borkenkäfers, betonte der forstpolitische Sprecher der Grünen, Hans Urban. Aktuell gelten die Grenzkontrollen noch bis zum 15. Mai - ob sie dann wieder verlängert werden, ist noch offen.

"Die Holzbranche leidet wie kaum eine andere unter der Klimakrise, die durch eine über Jahrzehnte verfehlte Klimapolitik hervorgerufen worden ist. Sie nun entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse zusätzlich durch die Maßnahme der Grenzschließungen zu schwächen ist nicht länger tragbar", schreibt Urban. Er bezieht sich dabei auf Aussagen von Forschern, wonach Grenzschließungen nur wenig nutzen hätten, um eine Ausbreitung von Infektionen zu verhindern.

"Aufgrund geschlossener Grenzübergänge müssen die Holzfrächter bereits seit rund sieben Wochen Umwege in Kauf nehmen", heißt es im Brief. An den Grenzübergängen stünden die Holztransporter wegen der Kontrollen regelmäßig im Stau. 

"Die Kosten für das Holz steigen durch den höheren zeitlichen Aufwand, die Nachfrage österreichischer Sägewerke bricht ein, die Abfuhr von Schadholz verzögert sich, das Befallsrisiko durch den Borkenkäfer in den Ursprungsregionen steigt."

Update 8. Mai, 11.21 Uhr: 65. Deutscher Rudertag in Schweinfurt auf 2021 verschoben

Der für Ende Oktober 2020 geplante 65. Deutsche Rudertag in Schweinfurt ist wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. 

Das Präsidium des Deutschen Ruderverbandes (DRV) folge damit einer Empfehlung des Bayerischen Staatsministeriums, teilte der DRV am Freitag mit. Im Frühjahr 2021 soll es zudem eine eintägige Vorbereitungsveranstaltung geben.

"In Anbetracht der derzeitigen Situation ist eine Verlegung einer Veranstaltung dieser Größenordnung die einzig vernünftige Entscheidung. Sowohl die finanziellen Risiken als auch die Unsicherheit beim Ausrichter und der Stadt Schweinfurt sind einfach zu groß", sagte der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel. 

Wie eine Zusatzveranstaltung aussehen soll und in welcher Form weitere Vorbereitungen nötig sind, soll noch entschieden werden.

Update 8. Mai, 7.32 Uhr: NS-Überlebende fürchten Erstarken von Extremismus als Krisen-Folge

Charlotte Knobloch äußerte sich besorgt über den in Krisen ständigen steigenden Judenhass. (Archiv)
Charlotte Knobloch äußerte sich besorgt über den in Krisen ständigen steigenden Judenhass. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

NS-Überlebende warnen vor einem weiteren Erstarken der Rechten in Folge der Corona-Pandemie. Die immensen Schulden zur Bewältigung der Krise werden die Kluft zwischen Arm und Reich noch weiter verschärfen. 

Das wiederum treibe Menschen stärker den Rechtsextremisten in die Arme, sagte der Holocaust-Überlebende und Präsident der Lagergemeinschaft Dachau, Ernst Grube, der Deutschen Presse-Agentur. 

Grube, der mit seiner jüdischen Mutter und zwei Geschwistern als Kind früh Ausgrenzung, Entrechtung und schließlich die Deportation ins Ghetto Theresienstadt erlebte, war dort am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit worden.

Auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, äußerte sich besorgt. "Die Krisenzeiten, das wissen wir, waren immer Zeiten von Judenhass. Man sieht die Anzeichen auch dieses Mal, es gibt Kommentare im Internet oder Schuldzuweisungen wie im Mittelalter. Wenn große Gefahr ist, wird den jüdischen Menschen die Schuld zugeschoben", sagte Knobloch. "Die Juden sind an allem schuld. Das ist ein Credo, das viele weitergeben."

Den ausführlichen Bericht findest du >>> hier.

Update 8. Mai, 6.33 Uhr: 4,7 Milliarden Euro Corona-Steuererleichterungen bewilligt

Finanzminister Albert Füracker (CSU) bestätigt die Bewilligungen über 4,7 Milliarden Euro. (Archiv)
Finanzminister Albert Füracker (CSU) bestätigt die Bewilligungen über 4,7 Milliarden Euro. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Im Zuge der Corona-Krise sind in Bayern mehr als 210.000 Anträge auf Steuererleichterungen bewilligt worden. "Die Gesamtsumme beläuft sich auf gut 4,7 Milliarden Euro", sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. 

Die meisten Anträge - rund 89.500 - hätten eine Herabsetzung der Einkommensteuer- und Körperschaftsteuervorauszahlungen mit einem Volumen von 2,2 Milliarden Euro zum Ziel gehabt.

Daneben wurden nach Angaben des Finanzministeriums 55.400 Anträge auf Minderung der Umsatzsteuersondervorauszahlungen (1,1 Milliarden Euro) bearbeitet. Zusätzlich seien mehr als 61.400 Anträge auf Stundung der Einkommensteuer, Körperschaft- und Umsatzsteuer mit einem Volumen von rund 1,3 Milliarden Euro bewilligt worden.

"Wir haben mit unseren steuerlichen Erleichterungen schnell und effektiv auf die Corona-Krise reagiert", sagte Füracker. Ziel sei es, weiterhin so gut wie möglich die Liquidität in den betroffenen Unternehmen und bei den Bürgern zu erhalten. "Wir wollen möglichst viele Arbeitsplätze schützen."

Gleichwohl sei dies für die Finanzämter eine Mammutaufgabe. "Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, jeden Antrag schnellstmöglich zu bearbeiten", betonte Füracker. Die steuerlichen Maßnahmen sowie die massiven wirtschaftlichen Einbrüche seien bei den Staatseinnahmen schon deutlich sichtbar.

"Allein im April hatten wir in Bayern mehr als ein Drittel weniger Steuereinnahmen als im gleichen Vorjahresmonat – das ist ein Minus von fast 1,5 Milliarden Euro."

Update 8. Mai, 6.31 Uhr: Studie zur Corona-Dunkelziffer im Landkreis Tirschenreuth

Der Landkreis Tirschenreuth ist von der Ausbreitung des Coronavirus besonders stark betroffen. Nun wollen die Universitätskliniken Regensburg und Erlangen in einer gemeinsamen Studie die Dunkelziffer der SARS-CoV-2-Infektionen bestimmen. 

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) stellt das Projekt zusammen mit den beteiligten Forschern am Freitag (12.30 Uhr) an der Uniklinik in Regensburg vor. Die Studie soll Mitte Mai gestartet werden und kann den Angaben nach einen Beitrag zur Antikörper-Forschung leisten.

Im Landkreis Tirschenreuth gibt es - verglichen der Einwohnerzahl - eine besonders hohe Zahl an Corona-Infizierten. Das Landesamt für Gesundheit (LGL) meldete 1541 Infizierte pro 100.000 Einwohner (Stand: 7. Mai, 10 Uhr). Im Vergleich dazu: In München gibt es je 100.000 Einwohner 411 Infizierte und in Nürnberg 190 Infizierte. 

Ebenfalls stark betroffen sind beispielsweise die Landkreise Wunsiedel und Rosenheim mit 862 beziehungsweise 809 Infizierten sowie die Stadt Straubing mit 808 Infizierten je 100.000 Einwohner.

Update 8. Mai, 6.29 Uhr: Siemens legt Zahlen in turbulenten Zeiten vor

Bei Siemens waren die Zeiten schon vor der Corona-Krise spannend. 

Der anstehende Chefwechsel, die Abspaltung des Energiegeschäfts und die Auseinandersetzung mit Klimaschützern beschäftigten den Konzern. 

Jetzt ist eine Pandemie hinzugekommen, die die Weltwirtschaft erschüttert. Dennoch gehört der Konzern, der am Freitagmorgen die Zahlen für sein zweites Geschäftsquartal von Januar bis März vorlegt, zu den wenigen, die ihre Prognose in der Krise noch nicht gekippt haben. Auch an der Abspaltung des Energiegeschäfts arbeitet Siemens weiter.

Der scheidende Konzernchef Joe Kaeser, der sukzessive an Nachfolger Roland Busch übergibt, hatte zuletzt Optimismus verbreitet. Um Siemens sei ihm "nicht bang", auch wenn ein paar herausfordernde Quartale vor dem Unternehmen lägen, sagte er Mitte April in einem Interview mit "Donaukurier" und "Passauer Neue Presse". Damals erteilte er auch Kündigungen eine Absage.

Wie gut sich Siemens bisher durch die Krise manövriert hat, werden die Zahlen am Freitag zeigen. Analysten erwarten für das vergangene Quartal Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis.

Update 7. Mai, 21.15 Uhr: Basketball reicht Hygienekonzept ein - Playoffs mit zwei Spielen

Der deutsche Basketball-Meister soll in einer Playoff-Runde mit Hin- und Rückspielen ermittelt werden. Das teilte die Basketball-Bundesliga am Donnerstag mit. Die jeweiligen Ergebnisse der beiden Partien im Viertel-, im Halbfinale sowie im Finale werden zu einem Endergebnis addiert, das dann über den Sieger entscheidet. 

Zuvor spielen die insgesamt zehn Mannschaften in zwei Fünfer-Gruppen in einer einfachen Gruppenphase nach dem Modus jeder gegen jeden. Alle Begegnungen finden im Münchner Audi Dome statt. Geplant ist das "Final10" von Anfang Juni an für einen Zeitraum von drei Wochen.

In der Gruppe A trifft Titelverteidiger Bayern München auf Crailsheim, Oldenburg, Göttingen und Ulm. In der Gruppe B spielen Ludwigsburg, Berlin, Vechta, Bamberg und Frankfurt gegeneinander. Die Basketball-Bundesliga hatte anders als der Handball und das Eishockey entschieden, die seit Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison nicht abzubrechen, sondern mit einem Turnier an einem Standort doch noch einen Meister zu ermitteln.

Die Pläne müssen von Politik und Behörden noch genehmigt werden. Dafür reichte die Liga am Donnerstag ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept ein, das sich an dem der Deutschen Fußball Liga orientiert. Allerdings sehen die Pläne im Basketball zusätzlich vor, alle zehn Mannschaften während des gesamten Turniers in einem Hotel zusammenzuziehen.

Update 7. Mai, 17.50 Uhr: Siemens legt Zahlen in turbulenten Zeiten vor

Bei Siemens waren die Zeiten schon vor der Corona-Krise spannend: Der anstehende Chefwechsel, die Abspaltung des Energiegeschäfts und die Auseinandersetzung mit Klimaschützern beschäftigten den Konzern. Jetzt ist eine Pandemie hinzugekommen, die die Weltwirtschaft erschüttert. 

Dennoch gehört der Konzern, der am Freitagmorgen die Zahlen für sein zweites Geschäftsquartal von Januar bis März vorlegt, zu den wenigen, die ihre Prognose in der Krise noch nicht gekippt haben. Auch an der Abspaltung des Energiegeschäfts arbeitet Siemens weiter.

Der scheidende Konzernchef Joe Kaeser, der sukzessive an Nachfolger Roland Busch übergibt, hatte zuletzt Optimismus verbreitet. Um Siemens sei ihm "nicht bang", auch wenn ein paar herausfordernde Quartale vor dem Unternehmen lägen, sagte er Mitte April in einem Interview mit "Donaukurier" und "Passauer Neue Presse". 

Damals erteilte er auch Kündigungen eine Absage.

Wie gut sich Siemens bisher durch die Krise manövriert hat, werden die Zahlen am Freitag zeigen. Analysten erwarten für das vergangene Quartal Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis.

Update 7. Mai, 17.40 Uhr: Karl-Heinz Rummenigge begrüßt Bundesliga-Übertragungen im Free-TV

Der FC Bayern München begrüßt, dass Fans bei der Fortsetzung der Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen an den ersten zwei Wochenenden live im Free-TV dabei sein können. "Ich finde, unser Medienpartner Sky verhält sich sehr solidarisch gegenüber dem Fußball und seinen Anhängern", erklärte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge (64) am Donnerstag auf eine dpa-Anfrage.

Der Pay-TV-Sender hatte zuvor mitgeteilt, die Konferenz-Schalten von den Geisterspielen der 1. Liga am Samstag und der 2. Liga am Sonntag am 26. und 27. Spieltag auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD zu zeigen. Alle Partien müssen bis zum Saisonende wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer in den Spielstätten ausgetragen werden.

Von verschiedener Seite waren zuletzt Befürchtungen geäußert worden, dass sich die Anhänger vor den leeren Stadien versammeln könnten. 

"Nun haben die Fans die Möglichkeit, der eigenen Mannschaft vor dem heimischen Fernsehgerät die Daumen zu drücken", sagte Rummenigge: "Insbesondere nach unseren Gesprächen mit den verschiedensten Fanvertretern vertrauen wir ohnehin darauf, dass die Fans die Spiele zu Hause im TV anschauen und nicht zum Stadion kommen."

Karl-Heinz Rummenigge begrüßt Bundesliga-Übertragungen im Free-TV. (Archivbild)
Karl-Heinz Rummenigge begrüßt Bundesliga-Übertragungen im Free-TV. (Archivbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Update 7. Mai, 17.35 Uhr: Studie zur Corona-Dunkelziffer im Landkreis Tirschenreuth

Der Landkreis Tirschenreuth ist von der Ausbreitung des Coronavirus besonders stark betroffen. Nun wollen die Universitätskliniken Regensburg und Erlangen in einer gemeinsamen Studie die Dunkelziffer der SARS-CoV-2-Infektionen bestimmen. 

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) stellt das Projekt zusammen mit den beteiligten Forschern am Freitag (12.30 Uhr) an der Uniklinik in Regensburg vor. Die Studie soll Mitte Mai gestartet werden und kann den Angaben nach einen Beitrag zur Antikörper-Forschung leisten.

Im Landkreis Tirschenreuth gibt es - verglichen der Einwohnerzahl - eine besonders hohe Zahl an Corona-Infizierten. Das Landesamt für Gesundheit (LGL) meldete 1541 Infizierte pro 100.000 Einwohner (Stand: 7. Mai, 10 Uhr). 

Im Vergleich dazu: In München gibt es je 100.000 Einwohner 411 Infizierte und in Nürnberg 190 Infizierte. Ebenfalls stark betroffen sind beispielsweise die Landkreise Wunsiedel und Rosenheim mit 862 beziehungsweise 809 Infizierten sowie die Stadt Straubing mit 808 Infizierten je 100.000 Einwohner.

Update 7. Mai, 17.20 Uhr: Neue Zahlen für München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden am Donnerstag 53 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit sind in München bislang insgesamt 6199 Infektionen gemeldet.

Enthalten sind: 5029 Personen, die bereits als geheilt gelten, sowie 194 Todesfälle.

Update 7. Mai, 17.18 Uhr: TUM erprobt schonende neue Röntgenmethode für Corona-Diagnose

Ein neues Röntgenverfahren soll die Diagnose der Lungenerkrankung Covid-19 mit einer deutlich geringeren Strahlendosis ermöglichen. Die für die Erkrankung typischen Veränderungen in der Lunge sollen damit sichtbar werden, zugleich sei die Methode schonender ist als die gegenwärtig genutzte Computertomographie, erläuterte die Technische Universität München (TUM) am Donnerstag.

Das Bundesamt für Strahlenschutz haben die Genehmigung für Tests erteilt, die nächste Woche beginnen am Klinikum Rechts der Isar der TUM beginnen sollen. Ein CT habe die 50-fache Strahlenbelastung eines normalen Röntgenbildes - zu hoch für standardmäßige und auch häufigere Untersuchungen. In einer anderen Studie werde das Verfahren bei Patienten mit der chronischen Lungenkrankheit COPD getestet.

Bisherige Röntgen-Bildgebung zeige die Abschwächung des Röntgenlichts auf dem Weg durch das Gewebe. Bei der neuen Dunkelfeld-Methode geht es um den kleinen Anteil des Lichts, der gestreut, also vom geraden Weg abgelenkt wird. Das Licht werde beispielsweise an Grenzflächen zwischen Luft und Gewebe gebrochen, ähnlich wie beim Regenbogen, sagte Franz Pfeiffer, Direktor der Munich School of BioEngineering der TUM, der mit seinem Team die Methode entwickelt hat. Man sehe weniger Knochen als vielmehr Strukturen von Gewebe. "Es gibt eine qualitativ andere Bildinformation."

Im Dunkelfeldbild ließen sich Bereiche mit intakten luftgefüllten Lungenbläschen von solchen unterscheiden, in denen die Lungenbläschen kollabiert oder mit Flüssigkeit gefüllt sind. Bei Covid-19 bilden sich in der Lunge Strukturen, die von der Form her zunächst an Spinnweben erinnern und sich mit Flüssigkeit füllen. In Verbindung mit anderen Symptomen gelten sie als eindeutiges Zeichen für die Lungenkrankheit.

Update 7. Mai, 15.45 Uhr: Neue Plattform zeigt lokale Entwicklung von Corona-Infektionszahlen

Ein von den Universitäten Eichstätt-Ingolstadt und Frankfurt/Main entwickeltes Online-Portal zeigt ab sofort die langfristige Entwicklung von Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland an. Auf der Plattform cov2blog.de könnten Nutzer für alle 412 Melderegionen bundesweit den Verlauf der Erkrankungen seit Ende Februar nachvollziehen, teilte die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt am Donnerstag mit.

Dabei sei die Übersicht mehr als nur eine Momentaufnahme der sich täglich verändernden Fallzahlen: Auf Basis der offiziellen tagesaktuellen Daten vom Robert Koch-Institut werde das Verhältnis der Neuerkrankungen in den Landkreisen jeweils im Vergleich zur Vorwoche abgebildet. 

Durch diese Daten werde dann deutlich, wie unterschiedlich sich die Infektionszahlen in den Regionen entwickeln: "Während einzelne Landkreise noch stark steigende Raten aufweisen, ist die Verbreitung in anderen nahezu zum Erliegen gekommen", hieß es in der Mitteilung.

Update 7. Mai, 15.40 Uhr: Hansi Flick gibt Bayern-Profis nochmal frei - Teamtraining ab Freitag

Trainer Hansi Flick hat beim FC Bayern München auf einen sofortigen Start in das Mannschaftstraining verzichtet. Der 55-Jährige gönnte den Fußball-Profis des deutschen Rekordmeisters am Donnerstag einen trainingsfreien Tag, "damit sie noch mal bei ihren Familien sind", wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Das erste Teamtraining findet demnach am Freitag statt. Danach wird sich der Kader um Kapitän Manuel Neuer in ein Trainingslager und damit in die notwendige Quarantäne vor der Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen begeben.

Die Trainingseinheiten sollen weitgehend auf dem Bayern-Campus in München stattfinden, aber auch in der Allianz Arena. Trainer, Team und Betreuerstab werden in der Woche bis zum ersten Spiel am Sonntag, 17. Mai (18 Uhr), bei Union Berlin im gewohnten Mannschaftshotel wohnen. 

Die Bayern führen die Tabelle nach 25 der 34 Spieltage mit vier Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund an.

Update 7. Mai, 15.10 Uhr: 44.064 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 44.064 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2071 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 36.420 Menschen.

In Bayern sind inzwischen 44.064 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. (Symbolbild)
In Bayern sind inzwischen 44.064 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 7. Mai, 14.22 Uhr: Bayern erlaubt Treffen zweier Haushalte von diesem Freitag an

Bereits von diesem Freitag an dürfen sich auch in Bayern wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen - und zwar sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum. 

Die Lockerung der coronabedingten Kontaktbeschränkungen tritt am Freitag in Kraft, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Mit der Änderung der entsprechenden Verordnung setzt der Freistaat damit schon vor der nächsten Kabinettssitzung einen Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch um.

Update 7. Mai, 14.20 Uhr: KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg öffnen wieder für Besucher

Ab kommendem Montag können die ehemaligen Konzentrationslager in Dachau und Flossenbürg wieder besucht werden. Die Wiedereröffnung erfolge vom 11. Mai an schrittweise unter Berücksichtigung der vorgegebenen Schutz- und Hygieneauflagen, sagte der Stiftungsdirektor der Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, in München. 

"Die Gedenkstätten haben dazu umfassende Hygienekonzepte erarbeitet, die den Gästen größtmögliche Sicherheit gewährleisten", erklärte Freller.

In der KZ-Gedenkstätte Dachau sind ab Montag das Außengelände sowie der Krematoriumsbereich inklusive der "Baracke X" für Besucher wieder zugänglich. Ab 18. Mai soll dann das Besucherzentrum wieder öffnen. Das Bistro im Besucherzentrum kann aus Sicherheitsgründen wohl erst zum 29. Mai wieder geöffnet werden. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in geschlossenen Räumen verpflichtend, Gruppenangebote wird es vorerst nicht geben.

Für Besucher der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist das Gelände vom 11. Mai an wieder zugänglich, die Ausstellungen sollen eine Woche später (18. Mai) wieder öffnen. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur maximal 25 Personen in die Ausstellungsgebäude.

Ab Montag können die ehemaligen Konzentrationslager in Dachau und Flossenbürg wieder besucht werden. (Archivbild)
Ab Montag können die ehemaligen Konzentrationslager in Dachau und Flossenbürg wieder besucht werden. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 7. Mai, 14 Uhr: Entwarnung für Rosenheim, Grenze für "Notbremse" unterschritten

In Rosenheim wurde die Maskenpflicht bereits früher als im restlichen Bayern eingeführt.
In Rosenheim wurde die Maskenpflicht bereits früher als im restlichen Bayern eingeführt.  © Tobias Hase/dpa

Die oberbayerische Stadt Rosenheim hat am Donnerstag die neu vereinbarte Obergrenze für neue Corona-Infektionen deutlich unterschritten. 

Gemäß Robert-Koch-Institut (RKI) lag die Zahl bei 36,3 Covid-19-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. "Damit sind wir weit entfernt von der Grenze der 50", sagte der Pressesprecher der Stadt, Thomas Bugl, auf Anfrage. 

"Rosenheim ist auf einem deutlichen Weg der Besserung und wir haben mit Sicherheit nicht die Gefahr eines absehbaren neuerliche Lockdowns."

Am Vortag habe der Wert noch bei 49 gelegen. Grund seien Testungen in drei Flüchtlingsunterkünften in der Woche zuvor gewesen, deren Ergebnisse nun wegen der Sieben-Tages-Frist in der Berechnung nicht mehr berücksichtigt würden. 

Die Unterkünfte seien weiter unter Quarantäne. "Wir haben dort noch einzelne Infektionsfälle." Mehrere Bewohner seien aber bereits genesen. Genesene, bei denen alle nötigen Tests negativ seien, bekämen Bändchen und dürften damit auch wieder nach draußen.

Die Obergrenze hatten Bund und Ländern als "Notbremse" im Lockerungs-Konzept vereinbart. Die Länder sollen laut Beschluss sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird. 

Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Einrichtung, kann dieses Beschränkungskonzept nur die betroffene Einrichtung umfassen. Die Zahl ist kumulativ zu verstehen - Rosenheim hat rund 63.000 Einwohner.

Update 7. Mai, 13.45 Uhr: Volksfest in Würzburg abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie ist nun auch das Kiliani Volksfest in Würzburg abgesagt worden. 

Damit reagiere die Stadt Würzburg auf den Beschluss einer Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Demnach sind Großveranstaltungen mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt.

Das Kiliani Volksfest in Würzburg hätten zwischen dem 3. und 19. Juli stattfinden sollen. Zuletzt kamen jährlich rund 800 000 Besucher. Von der Absage sind laut dem Sprecher 85 Schausteller betroffen. 

Update 7. Mai, 13.30 Uhr: Rhön-Klinikum spürt Corona-Krise, Verluste zum Jahresauftakt

Der zum Objekt eines Übernahme-Kampfes gewordene Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum schreibt in der Corona-Krise Verluste. 

Das Konzernergebnis fiel im ersten Quartal von 8,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 4,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bad Neustadt an der Saale mitteilte. Der Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf 332,6 Millionen Euro.

Rhön-Klinikum habe wegen der Pflegeregulierung bereits einen spürbaren Ergebnisrückgang im ersten Quartal erwartet, hieß es. Hinzu gekommen seien erste Folgen der Corona-Krise - sol mussten lukrative Operationen verschoben werden. 

"Die im Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz verabschiedeten Regelungen werden aus unserer Sicht nicht ausreichen, um die deutlichen Einschnitte auszugleichen."

Update 7. Mai, 13 Uhr: Bayerns Gerichte fahren Betrieb langsam wieder hoch

Die Gerichte in Bayern fahren ihren Betrieb langsam wieder hoch. 

"Es ist nun die richtige Zeit, den Justizbetrieb schrittweise zu erweitern", sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Donnerstag in München. "Wir werden jetzt nach und nach verhandeln, was in den letzten Wochen verschoben wurde", sagte der Präsident des Oberlandesgerichtes (OLG) München, Peter Küspert.

In den vergangenen Wochen hatten wegen der Corona-Pandemie nur dringende Verhandlungen stattgefunden, jetzt soll es langsam wieder Richtung Normalbetrieb geben - aber mit Schutzmaßnahmen. So kann im Gericht eine Maskenpflicht angeordnet werden, der Mindestabstand von anderthalb Metern soll eingehalten werden, und Richter können bei Bedarf Trennscheiben aufstellen lassen.

Außerdem wollen die Gerichte in Zivilverfahren verstärkt auf Videotechnik in Verhandlungen setzen. Derzeit können nach Angaben des Justizministeriums 50 Videokonferenzanlagen von 53 Gerichten genutzt werden, acht weitere wurden bestellt.

Update 7. Mai: 12 Uhr: Zweitligist 1. FC Nürnberg nimmt wieder Mannschaftstraining auf

Der 1. FC Nürnberg steigt wieder ins Mannschaftstraining ein. Wie der fränkische Fußball-Zweitligist mitteilte, kam am Donnerstagmorgen die Erlaubnis des Nürnberger Gesundheitsamtes. 

Damit dürfe der Verein "unter Einhaltung aller Maßnahmen aus dem Hygienekonzept der DFL wieder in voller Mannstärke trainieren". Tags zuvor hatte die Politik die Erlaubnis zur Fortsetzung des Spielbetriebs in den Bundesligen gegeben.

Acht Wochen nach dem letzten Mannschaftstraining infolge der Coronavirus-Krise findet auch die Einheit am Donnerstag (13.30 Uhr) weiter ohne Zuschauer statt. Der Verein bietet einen Livestream an. Zuletzt hatten die Nürnberger nur in Kleingruppen trainiert.

"Wir sind alle sehr froh und happy, dass wir wieder normal trainieren dürfen. Spieler und Trainer haben auf diesen Tag hingefiebert", sagte Trainer Jens Keller.

Update 7. Mai, 11.30 Uhr: Gästezahlen brachen schon im März wegen Corona-Krise massiv ein

Die Corona-Krise hat bereits im März zu einem massiven Einbruch der Übernachtungs- und Gästezahlen in Bayern geführt. 

Eine Million Gäste in den Beherbergungsbetrieben entspreche einem Rückgang von 62 Prozent, erklärte das Landesamt für Statistik am Donnerstag. Insbesondere ausländische Gäste blieben aus. Die Zahl der Übernachtungen sank um 53 Prozent auf 3,2 Millionen. Betroffen waren alle Regierungsbezirke, besonders stark aber Mittelfranken.

Dabei hatte Bayern erst vom 18. März an touristische Übernachtungen untersagt. Doch schon davor hatten sich die Absagen von Messen, Freizeitangeboten und Veranstaltungen bemerkbar gemacht. 

Für den April erwartet das Landesamt "noch größere Auswirkungen".

Update 7. Mai, 11.20 Uhr: Hoeneß appelliert an Fußball-Fans

Der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat einen Appell an jene Fußballfans gerichtet, die in der Corona-Krise Spiele ohne Zuschauer zur wirtschaftlichen Rettung der Bundesliga ablehnen. 

"Das kleinste Übel sind die Geisterspiele", sagte der 68 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München im Bayerischen Fernsehen. Die Fortsetzung der Saison in der 1. und 2. Bundesliga ab 15. Mai ist wegen der TV-Gelder in dreistelliger Millionenhöhe entscheidend für die Zukunft der 36 deutschen Profivereine.

"Jeder muss seinen Beitrag leisten, auch der Fußball", sagte Hoeneß zu Partien ohne Publikum in den Stadien. "Ich verstehe den einen oder anderen Fan, dass er sagt, das ist nicht meins. Aber er muss auch begreifen: Wenn er in Zukunft weiterhin Bundesliga sehen will - und zwar live (im Stadion) - dann muss er die Kröte jetzt schlucken". 

"Denn wenn er die jetzt nicht schluckt, gibt es den Fußball in dieser Form nicht mehr. Dann hat er auch nichts davon", argumentierte Hoeneß.

Update 7. Mai, 11.15 Uhr: Ex-Ski-Star Neureuther: Andere Sportarten sollen Fußball folgen

Felix Neureuther, ehemaliger deutscher Skirennläufer hofft, dass auch andere Sportarten wieder stattfinden können.
Felix Neureuther, ehemaliger deutscher Skirennläufer hofft, dass auch andere Sportarten wieder stattfinden können.  © Lino Mirgeler/dpa

Der frühere Ski-Star Felix Neureuther begrüßt die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga und hofft auf positive Effekte für andere Sportarten.

"Der Fußball hat die Macht und dieses Vorreiterdenken in der Gesellschaft. Es ist gut, mit so einem Sport anzufangen, dass die Leute sich damit wieder identifizieren können", sagte Neureuther im Bayerischen Fernsehen. "Und dann kann man schrittweise schauen, wie läuft das an, wie können andere nachziehen." 

Ab 15. Mai rollt der Ball wieder im deutschen Fußball.

Der 36-Jährige, der mittlerweile als TV-Experte in der ARD tätig ist, sieht auch seinen geliebten Wintersport vor Herausforderungen. "Der Wintersport muss sich jetzt auch schon mal Gedanken machen, wie können wir das überhaupt alles stemmen, wenn die zweite oder dritte Welle kommt, auch wenn jeder hofft, dass keine kommt", sagte der 13-malige Weltcupsieger am Mittwochabend mit Blick aufs weitere Jahr.

"Es geht jetzt immer um die Bundesliga, Fußball, Fußball, Fußball. Aber es geht natürlich auch um den Breitensport, um die Verbände und andere Sportarten", sagte Neureuther. Der Fußball habe früh einen Plan gehabt. "Da müssen sich andere Sportarten auch Gedanken machen und dementsprechend reagieren, wie können wir trotzdem stattfinden. In der Zeit muss man kreativ sein", sagte der Sportler aus Garmisch-Partenkirchen. 

"Wir brauchen wieder den ganzen Sport."

Update 7. Mai, 11 Uhr: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof bestätigt Maskenpflicht

Die Maskenpflicht im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Bayern bleibt in Kraft: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Donnerstag ab, die Vorschrift per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. 

Der zuständige Senat sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit größeres Gewicht habe als die zeitlich befristete und nur die Lebensbereiche des Einkaufens und des Personennahverkehrs betreffende Einschränkung der Freiheitsgrundrechte durch die Maskenpflicht, teilte das Gericht mit. 

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Auf einem Zettel an einem Geschäft steht geschrieben: "Bitte Abstand halten. Maximal 3 Personen im Laden!".
Auf einem Zettel an einem Geschäft steht geschrieben: "Bitte Abstand halten. Maximal 3 Personen im Laden!".  © Peter Kneffel/dpa

Update 7. Mai, 10.10 Uhr: Weihe des neuen Augsburger Bischofs Meier wird Anfang Juni nachgeholt

Die wegen der Corona-Krise ausgefallene Weihe des neuen Augsburger Bischofs Bertram Meier soll am 6. Juni nachgeholt werden. 

Dies teilte die schwäbische Diözese am Donnerstag mit. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk, der die Bischofsweihe an diesem Tag ab 10.00 Uhr live im Fernsehen und Radio übertragen wird, über den Termin berichtet.

"Ich freue mich sehr und bin glücklich, dass damit nun die Zeit des Wartens bald vorüber sein wird - für mich selbst, aber noch viel mehr für die Kirche von Augsburg", sagte Meier zur Bekanntgabe des neuen Termins. 

Die Weihe wird der Münchner Kardinal Reinhard Marx spenden.

Update 7. Mai, 10 Uhr: Ministerpräsident Söder hat noch keinen Friseurtermin

Die Haarpracht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53) wird wohl noch eine Weile weiter wachsen. 

Er suche noch einen Friseurtermin, verriet der CSU-Chef am Donnerstag dem Radiosender Bayern 1. Andere Spitzenpolitiker aus dem Kabinett seien gleich am Montagmorgen zum Start der Wiedereröffnung der Salons nach der Corona-Pause zum Friseur gegangen, sagte der Regierungschef. 

Er habe auch mitbekommen, dass schon diskutiert werde, ob längere Haare besser seien, sagte Söder - machte aber klar: "Ich werd' bald gehen."

Update 7. Mai, 9.45 Uhr: Gewinneinbruch bei Puma wegen Corona-Krise

Der Sportartikelhersteller Puma muss wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie einen Gewinneinbruch verkraften. 

Im ersten Quartal sank der Nettogewinn um mehr als 60 Prozent auf 36,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Puma litt unter der Schließung seiner Läden - zunächst in China, ab Mitte März dann auch in Europa und Amerika. Der Umsatz sank dank eines guten Jahresauftakts aber lediglich um 1,5 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. In der Region Asien-Pazifik machte sich der Umsatzrückgang mit einem Minus von 11,5 Prozent deutlich bemerkbar.

Für das zweite Quartal geht Puma von einer weiteren Verschlechterung aus, da sich der Lockdown global erst richtig niederschlagen dürfte. Derzeit seien noch mehr als 50 Prozent der weltweiten Verkaufsfläche für Sport- und Lifestyle-Produkte geschlossen, so Konzernchef Björn Gulden. 

Um die Zeit niedrigerer Einnahmen überbrücken zu können, hat sich das Unternehmen eine zusätzliche Kreditlinie über 900 Millionen Euro gesichert.

Update 7. Mai, 9.30 Uhr: Wirtschaftsprobleme laut Söder sind weltweites Thema

Trotz Lockerungen in der Corona-Krise macht CSU-Chef Markus Söder der Wirtschaft wenig Hoffnung auf eine rasche Verbesserung der Lage. 

"Wir haben jetzt die medizinische Herausforderung, aber die wirtschaftliche wird genauso lang bleiben", sagte er am Donnerstag dem Radiosender Bayern 1.

Der Lockdown in Bayern habe den Handel und die Gastronomie betroffen, dort gebe es jetzt Lockerungen, so der Ministerpräsident. Die Probleme in der Industrie einer Exportnation ergäben sich aber aus der internationalen Situation. Deutschland habe keinen Einfluss darauf, was mit Werken in den USA oder Lateinamerika sei.

Und selbst dort, wo etwas geöffnet wird, werde der Umsatz nicht so sein wie vorher, machte Söder deutlich. Viele schauten nun aufs Geld und kauften nicht sofort alles, was sie vielleicht gerne hätten.

Das Virus sei "nicht nur in Schneizlreuth und in der Rhön aktiv gewesen", in München oder in Nürnberg, sondern weltweit, so Söder. 

Und wenn hierzulande die Krise überstanden sei, müsse mit einem großen Beitrag Ländern geholfen werden, denen es schlechter gehe.

Update 7. Mai, 9.25 Uhr: LGL-Chef hält Corona-Lockerungen für angemessen

Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Andreas Zapf hält die Lockerungen der Corona-Regeln durch Bund und Länder für angemessen. 

"Wir haben ja in Bayernnicht alles komplett geöffnet, sondern es ist ein kluger, durchdachter Plan", sagte er im "radioWelt am Morgen"-Interview mit dem Bayerischen Rundfunk am Donnerstag. Wenn die Infektionszahlen nun wieder stark ansteigen würden, könne man wieder gegensteuern - das Ausmaß sei aber noch nicht absehbar, sagte Zapf.

Seit Mittwoch sind die Ausgangsbeschränkungen in Bayern aufgehoben, die Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin. Künftig sollen sich aber auch mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen dürfen. Für die Rückkehr von Schülern an ihre Schulen gibt es einen Stufenplan. 

Ab kommendem Montag dürfen auch wieder alle Geschäfte öffnen, Gaststätten und Hotels sollen noch vor Pfingsten wieder aufmachen.

Update 7. Mai, 9.15 Uhr: Hoher Verlust bei Koenig & Bauer

Der bereits vor der Corona-Krise mit vielen Problemen kämpfende Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer hat im ersten Quartal einen hohen Verlust verbucht. 

Unter dem Strich stand ein Minus von fast 37 Millionen Euro nach einem Verlust von knapp fünf Millionen Euro vor einem Jahr, teilte der im SDax notierte Heidelberger-Druck-Konkurrent am Donnerstag in Würzburg mit.

Der Umsatz brach um ein Viertel auf 172 Millionen Euro ein. Der Auftragseingang blieb aber mit knapp 272 Millionen Euro relativ stabil. Wegen der Corona-Pandemie sei derzeit keine Prognose für den weiteren Jahresverlauf möglich, schrieb Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann in einem Brief an die Aktionäre. 

Die bisherige Planung für das laufende Jahr sei aufgrund der schon erkennbaren drastischen Auswirkungen nicht mehr erreichbar.

Update 7. Mai, 9 Uhr: Söder glaubt nicht an Impfpflicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) glaubt nicht an eine Impfpflicht, sobald es ein Gegenmittel gegen das Coronavirus gibt. 

"Impfen ist generell eine sehr, sehr sinnvolle Sache. Wenn ein Impfstoff vorliegt - ich werde mich impfen lassen. Ich würde es auch empfehlen", sagte er am Donnerstag dem ZDF-"Morgenmagazin". 

Aus seiner Sicht hätte aber Freiwilligkeit "Vorrang". Vor allem für Risikogruppen und Pflegepersonal sei eine Impfung sinnvoll.

In Sachen Lockerungen der Corona-Beschränkungen plädiert Söder für Umsicht statt Hektik. Die am Mittwoch in der Bund-Länder-Schalte beschlossenen umfangreichen Lockerungen seien "ein Stück Rückgabe von Verantwortung an den einzelnen". 

Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, die Kontaktbeschränkungen bis 5. Juni zu verlängern. Allerdings dürfen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen.

Update 7. Mai, 8. 50 Uhr: Lilienthal befürchtet kunstfreie Gesellschaft

Matthias Lilienthal, Intendant der Münchner Kammerspiele, steht im Malsaal seines Hauses.
Matthias Lilienthal, Intendant der Münchner Kammerspiele, steht im Malsaal seines Hauses.  © Peter Kneffel/dpa

Matthias Lilienthal, Intendant der Münchner Kammerspiele, fordert angesichts der Corona-Pandemie schnelle Hilfen für die freie Theaterszene. 

"Die Situation von freien Gruppen, Regisseuren, Schauspielern ist beschissen", sagte der 60-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Ohne Hilfen gehe diese Szene sonst vor die Hunde. "Wenn die Krise noch eine Weile dauert, haben wir sonst eine kunstfreie Gesellschaft. Die Krise ist eine Gelegenheit, dass man sich von der alleinigen Fixierung auf die Ökonomie verabschiedet."

Als die Theater Mitte März wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, wurde auch seine letzte Spielzeit in München abrupt beendet. An eine Öffnung der Theater vor dem Sommer glaubt er nicht. 

"Ich würde gerne ein Abschiedsfest machen, wo ich jeden Menschen in den Arm nehmen kann, das ist nicht möglich", sagte Lilienthal, der im Sommer nach Berlin umziehen will. "Es wird ein Abschied ohne Abschied und abgebrochene Beziehungen sind für die Stadt nicht gut und für das Team und mich auch nicht, insofern ist das eine beschissene Situation."

Zu Beginn von Lilienthals Amtszeit vor rund fünf Jahren hatte es kräftig geknirscht, die Münchner kamen mit seiner Art des Theaters nicht zurecht. Zu viel Diskurs, zu wenig Sprechtheater, hieß es. Doch das änderte sich und sogar Lilienthal spricht nun von einer großen Liebesbeziehung. 

Dass sein Theater wohl bis zum Sommer dicht bleibt, nimmt er auch mit Humor. "Diese Liebe kann jetzt unendlich sein, denn sie wird nicht mehr von irgendwelchen Realitäten getrübt."

Update 7. Mai, 8.20 Uhr: Hoeneß appelliert in Corona-Krise: "Vermisse den Optimismus"

Der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat in der schwierigen Coronavirus-Pandemie zu mehr Zuversicht und Tatendrang aufgerufen. 

"Man muss versuchen, aufzuhören, immer nur zu klagen", sagte der 68-Jährige im Bayerischen Fernsehen. "Wir alle sind in die Sache reingeraten, ohne dass wir etwas dafür konnten und müssen die Situation akzeptieren."

Hoeneß rückte die Corona-Krise in einer BR-Sondersendung am Mittwochabend in einen großen historischen Zusammenhang. "Diese Krise ist fast wie Krieg", sagte der langjährige Manager des deutschen Fußball-Rekordmeisters. "Auch unsere Eltern haben nach dem Krieg das Land wieder aufgebaut."

Jeder müsse die Ärmel hochkrempeln, forderte Hoeneß. "Man muss schauen, wo man helfen, anpacken und arbeiten kann. Ich vermisse den Optimismus, jeder klagt nur", sagte Hoeneß. 

Im Vergleich zu anderen Ländern sei es um die Situation in Deutschland sehr gut bestellt. Es sei die "beste Zeit, darüber nachzudenken, wie wir alle aus dem Tief rauskommen".

Update 7. Mai, 8 Uhr: Gewinn der Munich Re bricht wegen hoher Corona-Schäden ein

Hohe Schäden durch die Corona-Krise haben dem Rückversicherer Munich Re im ersten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. 

Insgesamt legte der Dax-Konzern in den ersten drei Monaten des Jahres rund 800 Millionen Euro für Versicherungsschäden infolge der Pandemie zurück, wie er am Donnerstag in München mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Quartalsgewinn dadurch um fast zwei Drittel auf 222 Millionen Euro ein. 

Angesichts der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Krise und die Höhe der Schäden wagt die Konzernführung um Vorstandschef Joachim Wenning weiterhin keine neue Gewinnprognose für das laufende Jahr. Sein ursprüngliches Gewinnziel von 2,8 Milliarden Euro hatte der Vorstand Ende März gekippt.

Wegen der hohen Belastungen reichten die Prämieneinnahmen der Schaden- und Unfall-Rückversicherung im ersten Quartal nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Mit Finanzgeschäften verdiente die Munich Re hingegen mehr als ein Jahr zuvor. 

Das Kapitalanlageergebnis stieg um neun Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

Update 7. Mai, 7.20 Uhr: Antragsflut für "Soforthilfe" überlastet Behörden

Ministerpräsident Söder war der erste Länderchef, der in der Corona-Krise Soforthilfe für die Wirtschaft angekündigt hatte. Das Programm stößt auf so großes Echo, dass die Behörden überlastet sind - die Soforthilfe kommt nicht sofort.

Bei der versprochenen Corona-Soforthilfe der Staatsregierung für die mittelständische Wirtschaft und Künstler kommt es zu teilweise wochenlangen Verspätungen. Das Programm stößt auf so großen Widerhall, dass die sieben Bezirksregierungen und die Landeshauptstadt München mit der Bearbeitung der Anträge Mühe haben. 

Nach aktuellen Angaben des Wirtschaftsministeriums sind 225.000 Anträge bereits bearbeitet und 1,3 Milliarden Euro ausgezahlt worden. Doch sind insgesamt gut 430.000 Anträge gestellt worden, davon viele mutmaßlich doppelt - das erste Mal in Papierform und ein zweites Mal elektronisch. 

Das Ministerium schätzt, dass es am Ende nach der Bereinigung netto etwa 300.000 Hilfsanträge sein werden.

Update 7. Mai, 6.30 Uhr: Awo kritisiert unklare Besuchslockerungen bei Pflegeheimen

Der Landeschef der Arbeiterwohlfahrt (Awo) will vom bayerischen Gesundheitsministerium klarere Vorgaben, was die Lockerungen des Besuchsverbots in bayerischen Pflege- und Seniorenheimen betrifft. 

Bisher lägen vom Gesundheitsministerium von Ministerin Melanie Huml (CSU) keine Details zu den von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) genannten Auflagen vor, sagte Thomas Beyer der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagausgabe). "Wir erwarten vom Hause Huml konkrete Hinweise zur Umsetzung, die bisher fehlen, um Infektionsrisiken zu verhindern", sagte er.

Bayern lockert zum Wochenende das strikte coronabedingte Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Dann sind wieder Besuche von einer festen Kontaktperson erlaubt - unter strikten Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Der Awo-Landeschef kritisierte die Wahl des Zeitpunkts, angesichts des erwarteten Besucheransturms am Muttertag. 

"Wir begrüßen es, dass die Isolation für die Bewohner beendet werden kann, sind aber über die kurzfristige und vom Ministerium in keiner Weise angedeutete Öffnung zu diesem Zeitpunkt irritiert", sagte er der Zeitung.

Update 7. Mai, 6 Uhr: Aiwangers Corona-Schnelltests verzögern sich wegen Lieferengpässen

Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona Schnelltest.
Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona Schnelltest.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Die von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für Anfang Mai angekündigten Corona-Schnelltests werden erst in einigen Wochen zur Verfügung stehen. 

"Aufgrund von internationalen Lieferengpässen bei bestimmten Reagenzien und Vorprodukten müssen aktuell noch alternative Lieferanten qualifiziert werden. 

Dies stellt für derartig regulierte diagnostische Produkte einen sehr aufwendigen Prozess dar, so dass voraussichtlich in einigen Wochen mit der Fertigstellung gerechnet werden kann", sagte ein Sprecher seines Hauses auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.

Ende März hatte Aiwanger neue Schnelltests für das Coronavirus angekündigt. 

Er habe entsprechende Rückmeldungen erhalten, dass bis Anfang Mai Schnelltest in "großer Zahl" und "in wenigen Minuten" verfügbar seien. Bisher dauern die Tests mehrere Stunden.

Update 6. Mai, 17.45 Uhr: Nürnberger Sportvorstand über Neustart: "Für alle wichtiger Schritt"

Der Nürnberger Sportvorstand Robert Palikuca (41) sieht die Fortsetzung des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga auch als Verpflichtung an. 

Es liege "wie in der Gesellschaft auch an uns, dass wir verantwortungsvoll und demütig mit den uns gestellten Aufgaben umgehen. Die Vorfreude auf den Wettkampf nach der langen Zeit ohne Spiele ist definitiv groß", erklärte der Manager des Zweitligisten 1. FC Nürnberg. 

Er freue sich, "dass durch die Lockerungen die Menschen in Deutschland nach und nach wieder zur Normalität finden können. Das ist ein für alle wichtiger Schritt. Bund und Länder hatten am Mittwoch die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme von Spielen ohne Zuschauer in der Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt. 

Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder. Womöglich könnte ab dem 15. Mai wieder der Ball in den Stadien rollen.

Update 6. Mai, 17.45 Uhr: Basketballer begrüßen Neustart des Fußballs: "Hilft uns"

Die Entscheidung der Politik, dem Profi-Fußball die Fortsetzung der Saison ab Mitte Mai zu erlauben, ist auch in der Basketball-Bundesliga mit Freude zur Kenntnis genommen worden. "Erst einmal ist das eine gute Nachricht für den ganzen Sport", sagte Marko Pesic, Geschäftsführer der Basketballer von Bayern München am Mittwoch. "Aber natürlich hilft uns das auch."

Die Basketball-Bundesliga will ihre Saison ab Anfang Juni in einem Abschlussturnier mit zehn Mannschaften in München zu Ende bringen. Nach der Erlaubnis für den Profi-Fußball hoffen die Basketballer nun auch auf einen positiven Bescheid der Politik für ihre Pläne.

Über den genauen Modus des Turniers, das in zwei Fünfer-Gruppen mit anschließenden Playoffs ausgetragen werden soll, will die Liga am Donnerstag informieren. "Es gibt noch ein paar Einzelheiten zum Spielplan zu besprechen", sagte Pesic.

Außer Titelverteidiger Bayern München nehmen noch die MHP Riesen Ludwigsburg, Merlins Crailsheim, Alba Berlin, EWE Baskets Oldenburg, Rasta Vechta, Brose Bamberg, BG Göttingen, ratiopharm ulm und die Fraport Skyliners aus Frankfurt an dem Turnier zur Ermittlung des deutschen Meisters teil. Bis spätestens zum 18. Mai braucht die BBL die Genehmigungen für ihre Pläne, um die Saison bis zum 30. Juni beenden zu können.

Update 6. Mai, 17.41 Uhr: Bamberger Symphoniker untersuchen Infektionsrisiko beim Musizieren

Mit der Messung von Luftströmen haben die Bamberger Symphoniker untersucht, wie gefährlich Musizieren in der Corona-Krise ist. Nach ersten Erkenntnissen verteilen sich beim Spielen von Blasinstrumenten oder beim Singen kaum feine Tröpfchen, die Viren übertragen könnten. 

"Wir vermuten, dass das Spielen eines Blasinstruments kaum Aerosole freisetzt, da bei der Tonerzeugung ja lediglich die Luftsäule im Instrument zum Schwingen angeregt wird", erklärte Intendant Marcus Axt. Nur sehr wenig Luft dürfte aus dem Instrument in die Umgebung abgegeben werden.

Bei dem Versuch erforschten ein Erlanger Ingenieursbüro und das Freiburger Institut für Musikermedizin mit künstlich erzeugtem Nebel, ob, wo und wie schnell beim Musizieren Luftbewegungen entstehen. Oft sei gar keine Bewegung messbar gewesen, teilte das Orchester mit. Bei keinem der 13 beteiligten Musiker habe sich die Luft mehr als einen Meter ausgebreitet.

Nach weiteren Untersuchungen im Labor hoffen die Bamberger Symphoniker, bald wieder auftreten zu können. "Die Musiker brennen dafür, vor Publikum zu spielen. Wir hoffen schon, dass wir noch vor der Sommerpause wieder mit den Proben beginnen können", sagte Axt. Das erste Konzert der Saison 2020/2021 soll am 31. August in Berlin stattfinden.

Update 6. Mai, 17.01 Uhr: Weitere Lockerung der Kontaktbeschränkungen auch in Bayern in Sicht

Bayerns Ministerpräsident Söder könnte bald noch mehr Lockerungen verkünden. (Archiv)
Bayerns Ministerpräsident Söder könnte bald noch mehr Lockerungen verkünden. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

Nach einem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern ist auch in Bayern eine weitere Lockerung der coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Sicht. 

Dem Beschluss zufolge, der auch von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützt wurde, sollen sich im öffentlichen Raum künftig auch mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen. 

Söder sagte nach der Videoschalte in Berlin, das könne man so machen, das sei ja "der Lebensrealität entsprechend". 

Er ließ aber zunächst noch offen, wann die Staatsregierung die Regelung für Bayern übernehmen wird.

Update 6. Mai, 17 Uhr: Bergwacht Bayern: Weniger Einsätze und keine Corona-Erkrankten

Deutlich weniger Einsätze und keine bei der Arbeit infizierten Teammitglieder - so lautet ein Zwischenfazit der Bergwacht Bayern in der Corona-Pandemie. 

Um mehr als die Hälfte seien die Einsätze in März und April im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren zurückgegangen, teilte die Bergwacht am Mittwoch mit.

"Ein sichtbares Zeichen einer breiten Zustimmung der Bevölkerung auf die Ausgangsbeschränkungen, auch wenn hier unsere Freiheit in den Bergen temporär ein Stück weit in Frage gestellt wurde", kommentierte Vorsitzender Otto Möslang. 

Die Bergwacht Bayern hatte zuvor dazu aufgerufen, in der Coronavirus-Pandemie auf Bergsport und Ausflüge ins Gebirge zu verzichten. 

Update 6. Mai, 16.56 Uhr: Obergrenze bei Neuinfektionen: Rosenheim liegt drüber

Im oberbayerischen Rosenheim sind in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Covid-19-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert worden. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) hervor. 

Bund und Länder planen, ab dieser Obergrenze in Landkreisen oder kreisfreien Städten umgehend ein konsequentes Beschränkungskonzept umzusetzen. 

Welche Auswirkungen das für Rosenheim hat, war aber zunächst unklar. In Rosenheim wurden in den vergangenen sieben Tagen 52 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert.

In den allermeisten deutschen Landkreisen liegt die Quote bei unter 25 Einwohner pro 100.000 Fälle, in einigen Landkreisen, wie zum Beispiel in Vorpommern-Greifswald, gab es in den vergangenen sieben Tagen keinen einzigen registrierten Fall mehr.

Update 6. Mai, 16.54 Uhr: Tourismusregionen rechnen mit vielen Buchungen an Pfingsten

Die Tourismusregionen im Freistaat stellen sich auf hohe Buchungszahlen am Pfingstwochenende ein. "Wir gehen davon aus, dass wir eine ganze Reihe Gäste haben werden", sagte Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. 

"Wer am Pfingstwochenende kommen will, sollte bald buchen." Am 30. Mai sollen in Bayern Hotels nach den Plänen der Staatsregierung wieder öffnen dürfen. Man sei "auf guten Tourismus vorbereitet", hieß es mit Blick auf die Region Bayerischer Wald auch von der Arberland Regio GmbH.

Unter welchen Auflagen Hotels dann wieder öffnen dürfen, blieb aber zunächst unklar. Viele inhaltliche Fragen seien im Moment noch offen, schrieb der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband in einer E-Mail an die Mitgliedsbetriebe. 

Ein betriebsübergreifendes Konzept werde "in einem interministeriellen Dialog" mit dem Wirtschaftsministerium im Detail durchgesprochen. Mehrere Landratsämter mahnten unterdessen, auch nach dem 30. Mai die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. 

"Nur so kann das funktionieren", sagte ein Sprecher des Landratsamts Garmisch-Patenkirchen.

Update 6. Mai, 15.34 Uhr: Erstes Staatsexamen: Freiversuch für angehende Lehrer wegen Corona

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will für die angehenden Lehrer Druck vom Kessel nehmen. (Archiv)
Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will für die angehenden Lehrer Druck vom Kessel nehmen. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Angehenden Lehrern soll bei den Prüfungen zum ersten Staatsexamen kein Nachteil aufgrund der Corona-Pandemie entstehen. 

Für die seit März ausgesetzten Prüfungen solle den Lehramtsstudierenden ein Freiversuch gewährt werden, teilte das Kultusministerium am Mittwoch mit.

Den Studierenden könne so die Möglichkeit eröffnet werden, die abgelegten Prüfungen einmal öfter zu wiederholen als vorgesehen. "Es ist mir wichtig, dass unsere angehenden Lehrerinnen und Lehrer durch diese Ausnahmesituation nicht unnötig unter Druck geraten", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Die Erste Staatsprüfung für die Lehrämter an öffentlichen Schulen war aufgrund der Corona-Pandemie am 19. März ausgesetzt worden. 

Die Studierenden hatten nach Angaben des Ministeriums zu diesem Zeitpunkt schon alle Vorbereitungskurse und Veranstaltungen abgeschlossen und einen Teil der schriftlichen Prüfungen abgelegt.

Update 6. Mai, 15.12 Uhr: Bald erste "Maskomaten" für Hygienemittel in Bayern

Statt Schokolade und Salzstangen können Menschen in München und Augsburg bald für wenig Geld Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel aus einem Automaten ziehen. 

Der "Maskomat" ist laut seinen Erfindern Stefan Stüwer und Robert Krancke der erste funktionstüchtige Hygienemittel-Automat Deutschlands, wie die beiden Unternehmer am Mittwoch auf dpa-Anfrage erklärten. Zuvor hatte die "Bild" darüber berichtet.

Ein "Maskomat" sei bereits der Landeshauptstadt gespendet worden und werde dort in den nächsten Tagen aufgestellt. Ein zweiter komme dann zeitnah nach Augsburg. In ganz Deutschland stünden etwa 3500 Automaten bereit, die im Laufe der nächsten Zeit mit Hygienemitteln befüllt und so zu "Maskomaten" werden könnten, sagte Stüwer.

Denkbare Einsatzorte seien Flughäfen, Bahnhöfe oder auch Krankenhäuser. Der Prototyp des Automaten beinhalte über 1000 Hygienemasken, rund 300 Desinfektionsmittel und auch Dutzende Paare Schutzhandschuhe, so Stüwer. Eine Maske solle lediglich 90 Cent kosten, Handschuhe und Desinfektionsmittel rund drei und vier Euro.

Update 6. Mai, 15.01 Uhr: Grüne fordern überarbeitete Konzepte für die Schule in Corona-Zeiten

Eine stabile digitale Infrastruktur für das Lernen zu Hause, Unterstützung für benachteiligte Schüler auch in Zeiten von Corona und genügend Schutz für Lehrer und Schüler. 

Das fordern die Landtags-Grünen in insgesamt acht Anträgen. Die Corona-Krise zeige "wie durch ein Brennglas, wo es überall in der Bildungspolitik in Bayern hakt", sagte die Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze am Mittwoch.

Die sogenannte Bildungsschere habe sich in der Corona-Krise vergrößert, hieß es. 

Daher müssten Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen vorrangig berücksichtigt werden, damit sie bei Bedarf an die Schulen zurückkehren können.

Update 6. Mai, 14.59 Uhr: Minister Herrmann: Fan-Randale vor leeren Stadien unwahrscheinlich

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält in der Debatte um eine Fortsetzung des Bundesliga-Spielbetriebes Aufruhr von Fans vor dann verschlossenen Fußballstadien für unbegründet. 

"Dass jemand vor dem leeren Stadion randaliert, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich", sagte Herrmann am Mittwoch in München. "Ich glaube, dass die allermeisten Fans in der jetzigen Situation schon froh wären, wenn es wenigstens ein Fußballspiel im Fernsehen gäbe und nicht nur die Wiederholung von vor fünf Jahren."

Die Deutsche Fußball Liga kämpft in der Corona-Krise um eine Fortsetzung des Spielbetriebs. Bei einer erwarteten Bewilligung durch die Politik wären in der aktuell unterbrochenen Saison nur Partien ohne Zuschauer möglich. 

Einige Fangruppen lehnen Geisterspiele ab, weil ihrer Ansicht nach die Austragung solcher Partien nur von finanziellen Absichten getrieben sei.

Update 6. Mai, 14.40 Uhr: Bayerns Innenminister: "Zu keinem Zeitpunkt Demokratie außer Kraft"

Innenminister Joachim Herrmann ist sich der notwendigen Grundrechtseingriffe bewusst. (Archiv)
Innenminister Joachim Herrmann ist sich der notwendigen Grundrechtseingriffe bewusst. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat versichert, dass die in der Corona-Krise getroffenen Einschränkungen von Grundrechten wieder zurückgenommen werden. 

"Ich habe überhaupt keinen Zweifel, dass es in puncto Grundrechtslage am Schluss wieder so sein wird, wie es war", sagte Herrmann am Mittwoch in München. "Wir hatten massive Grundrechtseingriffe, aber es ist wichtig festzustellen: Wir haben zu keinem Zeitpunkt unsere Demokratie außer Kraft gesetzt."

Der Ressortchef wies unter anderem darauf hin, dass selbst in der Krise der Bundestag, der Landtag und die Kommunalparlamente arbeiten konnten. "Der Rechtsstaat ist voll funktionsfähig", betonte Herrmann.

Eine Beendigung des Katastrophenfalls im Freistaat schloss er vorerst aus. «Im Moment haben wir keinen Anlass, das zu beenden, weil wir noch eine Situation haben, in der wir eine straffe Organisationsstruktur der vielen Führungsgruppen dringend brauchen», meinte Herrmann. "Wir sind noch nicht so über den Berg, dass wir alles laufen lassen können."

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Mitte März die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Zweck eines entsprechenden Gesetzes ist es, eine einheitliche Kommandostruktur für die Behörden zu schaffen, damit diese koordiniert auf eine Katastrophe reagieren können.

Update 6. Mai, 14.11 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittwoch mitteilte, wurde mittlerweile insgesamt 43.807 im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 6. Mai, 10 Uhr). 

In dieser Zahl enthalten sind 35.800 Menschen, die bereits wieder genesen sind sowie 2.043 Todesfälle. 

Update 6. Mai, 13.30 Uhr: Finaltag der Fußball-Amateure findet nicht am 23. Mai statt

Nach der Verschiebung des Endspiels im DFB-Pokal wird auch der Finaltag der Amateure nicht wie ursprünglich geplant am 23. Mai stattfinden. 

Noch sei unklar, ob und in welcher Form der Endspiel-Tag ausgetragen werden kann, heißt es in einer Mitteilung des Bremer Fußball-Verbands vom Mittwoch.

In Bayern stehen ohnehin noch die Halbfinalspiele aus. Hier lauten die Paarungen FC Memmingen gegen TSV 1860 München und Viktoria Aschaffenburg gegen die Würzburger Kickers. Die Sieger bestreiten das Finale um den Toto-Pokal.

Eigentlich sollten die 21 Landespokalendspiele, in der auch Tickets für die folgende Spielzeit im DFB-Pokal vergeben werden, am 23. Mai vor dem Finale der Profis gespielt und in einer TV-Konferenz der ARD übertragen werden. Es wäre die fünfte Auflage des Finaltags gewesen.

Der DFB-Pokal ist aufgrund der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Der Endspieltermin ist offen. Vor einem Endspiel im Cup-Wettbewerb müssten auch die Halbfinalpartien noch ausgetragen werden. 

Hier stehen sich der FC Bayern und Eintracht Frankfurt sowie der 1. FC Saarbrücken und Bayer Leverkusen gegenüber.

Update 6. Mai, 13.05 Uhr: FC Augsburg misst bei Mitarbeitern und Profis am Eingang Temperatur

Der FC Augsburg trifft in der Corona-Krise weitere Vorkehrungen zur Sicherheit seiner Spieler und Mitarbeiter. Am Eingang ins Hauptgebäude der Augsburger Fußball-Arena wird künftig die Körpertemperatur gemessen. 

Wie der Bundesligist am Mittwoch mitteilte, können drei Personen pro Sekunde kontaktlos aus einer Entfernung von bis zu drei Metern gemessen werden. Die Toleranz betrage bei den Messungen maximal 0,3 Grad.

Mit der Messung soll eine erhöhte Temperatur als eines der häufigsten Symptome der Krankheit COVID-19 frühzeitig erkannt werden, um dann gegebenenfalls mit weiteren Maßnahmen reagieren zu können. Gemessen werde mehrmals täglich.

"Als Verein sind wir in der Pflicht, bestmöglich für die Gesundheit unserer Spieler zu sorgen, in der aktuellen Lage mehr denn je", sagte Geschäftsführer Stefan Reuter. 

"Die Körpertemperaturmessung ist hierzu ein wichtiger Baustein, der uns unkompliziert schnelle und regelmäßige Kontrollen ermöglicht, so dass erste Anzeichen möglicher Infektionen frühzeitig erkannt und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden."

Update 6. Mai, 13 Uhr: Menschen bei Kommunalwahl laut Studie nicht von Corona verunsichert

Bei der Kommunalwahl in Bayern haben sich die Menschen nicht vom Coronavirus abschrecken lassen. 

Nach Angaben des Ifo-Instituts vom Mittwoch stieg die Wahlbeteiligung in Landkreisen mit ersten bestätigten Corona-Fällen um 1 bis 2 Prozentpunkte stärker als in noch coronafreien Landkreisen – jeweils im Vergleich zur vorherigen Wahl im Jahr 2014. 

"In schwierigen Zeiten besinnen sich die Wähler auf demokratische Grundwerte und stärken ihren lokalen Politikern den Rücken", erklärte Studienleiter Felix Rösel mit Verweis auf eine mögliche Solidarisierung der Bevölkerung.

Zudem sei das Infektionsrisiko zu Beginn der Pandemie noch als gering eingeschätzt worden. 

Zum Zeitpunkt der bayerischen Kommunalwahl am 15. März gab es nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bestätigte 886 Corona-Fälle im Freistaat.

Update 6. Mai, 12.29 Uhr: Golfplatz nach behördlichen Bescheid wieder geschlossen

Der am Montag entgegen bayerischen Vorschriften geöffnete Golfplatz Bergkramerhof in Wolfratshausen ist wieder zu. Es gebe einen entsprechenden behördlichen Bescheid, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Bad Tölz-Wolfratshausen am Mittwoch. Der "Münchner Merkur" hatte zuerst darüber berichtet.

Sollte der Platz dennoch wieder öffnen, drohte das Landratsamt ein Bußgeld von 25 000 Euro pro Tag an, wie dem am Mittwoch auf der Seite des Golfplatzes veröffnetlichten Schreiben zu entnehmen ist. Die Schließung soll bis zum 10. Mai gelten. Ab 11. Mai darf nach den neuen Bestimmungen der Staatsregierung ohnehin wieder Golf gespielt werden.

Der Geschäftsführer der Golfanlage, Josef Hingerl, hatte am Montag die Golfer nach wochenlanger Schließung wieder auf den Platz gelassen, obwohl dies wegen der Beschränkungen in der Corona-Krise noch verboten ist. Er argumentierte, er halte das in Bayern geltende Öffnungsverbot für rechtswidrig, das Prinzip der Verhältnismäßigkeit sei nicht gewahrt. 

Für den Bescheid des Landratsamts zum unerlaubten Betrieb muss Hingerl nun 400 Euro zahlen.

Markus Söder ist in der Corona-Krise eine gefragte politische Person.
Markus Söder ist in der Corona-Krise eine gefragte politische Person.  © Sven Hoppe/dpa

Update 6. Mai, 12.28 Uhr: Mehr Menschen interessieren sich in Corona-Krise für Vögel

Schöner Nebeneffekt der Corona-Krise: Viele Menschen interessieren sich wegen der Ausgangsbeschränkungen mehr für die Vögel in ihrem Garten. 

Das zeigen die Zugriffe auf die Webseiten des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), die nach dessen Angaben seit Mitte März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 50 Prozent gestiegen sind. Besonders gefragt seien Vogelartenportraits und Vogelbestimmungsseiten, teilte der LBV am Mittwoch in Hilpoltstein mit.

Bei der «Stunde der Gartenvögel» können die Vogelinteressierten ab Freitag anwenden, was sie während der Zeit zu Hause über die Vogelwelt gelernt haben. Vom 8. bis 10. Mai rufen LBV und der Naturschutzbund Deutschland Vogelfreunde bundesweit dazu auf, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten, am Fenster oder vor dem Balkon zu zählen. Im vergangenen Jahr machten in Bayern dabei knapp 12 000 Menschen mit und meldeten Beobachtungen von mehr als 265 000 Vögeln.

In diesem Jahr interessiert die Naturschützer vor allem, wie stark sich eine kürzlich in Deutschland entdeckte Vogelkrankheit auf die Blaumeisen-Bestände auswirkt. Das Bakterium mit dem Namen Suttonella ornithocola verursache bei den Vögeln eine Lungenentzündung. 

Mehr als 1500 Verdachtsfälle von kranken und toten Blaumeisen haben die Experten in Bayern schon registriert.

Update 6. Mai, 12 Uhr: Allianz zahlt in Bayern freiwillig für ungedeckte Coronaschäden

Europas größter Versicherer Allianz will ungeachtet politischen Drucks nicht für ungedeckte Schäden in der Corona-Epidemie aufkommen - beteiligt sich aber im heimischen Bayern an "freiwilligen" Zahlungen für pleitebedrohte Gastwirte und Hoteliers. 

"Was wir allerdings nicht leisten können, ist Versicherungsschutz, für den keine Prämie bezahlt wurde", betonte Vorstandschef Oliver Bäte am Mittwoch bei der Online-Hauptversammlung des Unternehmens in München. "Das würde der Versicherungsbranche den Boden unter den Füßen wegziehen", sagte der Manager.

In Bayern hat sich die Allianz jedoch Forderungen des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga gebeugt und beteiligt sich gemeinsam mit anderen Versicherern an Zahlungen für Hotels und Gaststätten. "Die Allianz stellt den betroffenen Unternehmen freiwillig einen höheren zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung, obwohl kein Versicherungsschutz aus der Betriebsschließungsversicherung besteht", sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol dazu.

Versicherungen sind weltweit unter Druck geraten, ihre Kunden für coronabedingte Betriebsschließungen zu entschädigen, in den USA verlangte das unter anderem Präsident Donald Trump.

Update 6. Mai, 11.50 Uhr: Bayern für 180 sozialversicherungsfreie Arbeitstage für Erntehelfer

Ausländische Erntehelfer sollten nach der Ansicht von Bayern wegen der Corona-Krise 65 Tage mehr sozialversicherungsfrei beschäftigt werden dürfen. 

"Ich werde mich auf der Agrarministerkonferenz für eine Ausweitung der 115-Tage-Regelung auf 180 Tage einsetzen", sagte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Mittwoch im Landwirtschaftsausschuss des bayerischen Landtags. Trotz der großen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sei der Bedarf an osteuropäischen Saisonarbeitskräften weiterhin groß.

Wegen der Corona-Krise dürfen Saisonarbeiter in diesem Jahr bis Ende Oktober in Deutschland für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei beschäftigt werden. Zuvor war das nur für bis zu 70 Tage möglich. Die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern findet vom 6. bis 8. Mai in Saarbrücken statt. Das Saarland hat in diesem Jahr den Vorsitz der Konferenz inne.

Kaniber: Die Reiseerleichterungen für Erntehelfer, die auch auf Druck Bayerns für 80.000 Saisonarbeitskräfte für April und Mai erreicht wurden, seien für die Landwirte eine große Hilfe. 

"Aber die Betriebe brauchen Planungssicherheit für die Zeit ab Juni."

Update 6. Mai, 11.42 Uhr: Corona-Kontrollen der Polizei München

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden im Zeitraum von Dienstag 6 Uhr bis Mittwoch 6 Uhr 4.950 in Stadt und Landkreis München 4.950 Corona-Kontrollen durchgeführt. 45 Verstöße wurden angezeigt, 28 davon betrafen die Ausgangsbeschränkungen, die noch bis Mitternacht gültig waren. 

Update 6. Mai, 10.30 Uhr: Django Asül dank Corona in "Frührente"

Kabarettist Django Asül muste in die Corona-Zwangspause.
Kabarettist Django Asül muste in die Corona-Zwangspause.  © Andreas Gebert/dpa

Der Kabarettist Django Asül fühlt sich in der Corona-Krise wie ein Frührentner. 

"Corona hat mich, wie viele andere Kollegen auch, in die Frührente versetzt", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch). "Eigentlich bin ich also mit 48 schon da, wo ich mich eher mit 78 vermutete."

Denn auch wenn ab September Veranstaltungen mit Sicherheitsabstand und deutlich weniger Zuschauer als normalerweise möglich wären, sei das für die Kabarettszene keine Perspektive. "Diese Kalkulation würde jede Veranstaltung in die Verlustzone drücken, weil noch nicht mal die Saalmiete und die Technik-Kosten abgedeckt wären."

Was der Politik für die freie Kulturszene einfalle, sei "eine spannende Frage", sagte er der Zeitung. Viele ältere Kollegen hätten sich durch jahrelange Arbeit zwar ein gewisses finanzielles Polster zulegen können. "Aber für viele jüngere Kollegen und vor allem für freie Theater und Veranstalter wird die Luft eigentlich nach zwei, drei Monaten schnell sehr dünn."

Der Kabarettist warnte: "Wenn aber viele Theater dicht machen müssten und all die Abertausende von Künstlern, Technikern, Gastro-Leute und Veranstalter auf Dauer dem Staat auf der Tasche liegen würden, macht das nicht nur die Kulturlandschaft ärmer, sondern auch den Freistaat."

Update 6. Mai, 10.32 Uhr: Django Asül dank Corona in "Frührente"

Der Kabarettist Django Asül fühlt sich in der Corona-Krise wie ein Frührentner. "Corona hat mich, wie viele andere Kollegen auch, in die Frührente versetzt", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch). "Eigentlich bin ich also mit 48 schon da, wo ich mich eher mit 78 vermutete."

Denn auch wenn ab September Veranstaltungen mit Sicherheitsabstand und deutlich weniger Zuschauer als normalerweise möglich wären, sei das für die Kabarettszene keine Perspektive. "Diese Kalkulation würde jede Veranstaltung in die Verlustzone drücken, weil noch nicht mal die Saalmiete und die Technik-Kosten abgedeckt wären."

Was der Politik für die freie Kulturszene einfalle, sei "eine spannende Frage", sagte er der Zeitung. Viele ältere Kollegen hätten sich durch jahrelange Arbeit zwar ein gewisses finanzielles Polster zulegen können. "Aber für viele jüngere Kollegen und vor allem für freie Theater und Veranstalter wird die Luft eigentlich nach zwei, drei Monaten schnell sehr dünn."

Der Kabarettist warnte: "Wenn aber viele Theater dicht machen müssten und all die Abertausende von Künstlern, Technikern, Gastro-Leute und Veranstalter auf Dauer dem Staat auf der Tasche liegen würden, macht das nicht nur die Kulturlandschaft ärmer, sondern auch den Freistaat."

Update 6. Mai, 9.30 Uhr: Feuerwehr München produziert Corona-Song

Zum Dank an die Bevölkerung hat die Münchner Feuerwehr ein Musikvideo produziert. 

"Die letzten Wochen haben unser aller Leben auf den Kopf gestellt und waren bestimmt von Unsicherheit, manchmal Angst und viel Leid in Europa und dem Rest der Welt", teilet die Feuerwehr am Mittwoch in einer Mitteilung mit. 

"Danke, dass wir alle so gut es eben ging an einem Strang gezogen haben. Danke, dass wir daheim geblieben sind", hieß es in der Mitteilung weiter. 

Die Feuerwehrler wünschen sich, dass "Minga" weiter "happy" bleibt, egal, was noch auf die Stadt zukommt. 

Update 6. Mai, 9.10 Uhr: Großküchenausrüster Rational mit Gewinneinbruch

Der Großküchenausrüster Rational ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise auch unter dem Strich in schweres Fahrwasser geraten und stellt die bereits gekürzte Dividende erneut auf den Prüfstand. 

Der Gewinn nach Steuern sackte um 54 Prozent auf 16,7 Millionen Euro, wie der MDax-Konzern am Mittwoch in Landsberg am Lech mitteilte.

Rational hatte bereits Eckdaten mitgeteilt und von einem spürbaren Rückgang bei Umsatz und Ergebnis berichtet. Weil wegen der Turbulenzen an den Kapitalmärkten ein Investitionsfonds der Bayern an Wert verlor, ging das Nettoergebnis noch stärker zurück als das Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Rational will nun angesichts schwacher und unsicherer Aussichten möglichst viel Geld im Haus behalten. Dazu wurde ein Einstellungsstopp verhängt. 

Zudem soll der bereits im März auf 5,70 Euro gekürzte Dividendenvorschlag noch einmal geprüft werden, Investitionen könnten aufgeschoben werden. Eine Geschäftsprognose traut sich Rational weiter nicht zu.

Update 6. Mai, 9 Uhr: Gerichte setzen auf Video-Verhandlungen

In Corona-Zeiten wollen die Gerichte in Bayern zunehmend auf Verhandlungen per Webcam setzen. 

"Unser Ziel ist eine flächendeckende Ausstattung", sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Mittwoch in München. Bislang stehen nach Ministeriumsangaben bayernweit 50 Videoanlagen für Gerichtsprozesse zur Verfügung, acht weitere sind bestellt.

Das Landgericht München I hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche erfolgreich getestet, wie eine Verhandlung übers Internet aussehen kann. Von dem "Zivilprozess der Zukunft" ist in der Mitteilung dazu die Rede.

Rechtlich möglich sind Videoverhandlungen derzeit vor allem im Zivilrecht aufgrund des Paragrafen 128a der Zivilprozessordnung. Im Strafrecht ist es komplizierter, die Möglichkeiten sind dort sehr eingeschränkt.

Minister Eisenreich forderte, diese Möglichkeit bei Strafprozessen während der Pandemie auszuweiten. "Wenn Zeugen wegen Quarantänemaßnahmen, Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe oder Reisebeschränkungen nicht im Gerichtssaal erscheinen können, sollten sie in der Hauptverhandlung per Video vernommen werden können", sagte er.

Bislang sind Zeugenaussagen per Video nur in seltenen Ausnahmefällen möglich, beispielsweise wenn dem Opfer eines Sexualdeliktes die persönliche Konfrontation mit dem Angeklagten im Gerichtssaal erspart werden soll.

Update 6. Mai, 8.30 Uhr: Corona-Pandemie reißt Schaeffler tief in die roten Zahlen

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie haben den Auto- und Industriezulieferer Schaeffler im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. 

Wegen einer Wertminderung in der Automotive-Sparte und zusätzlichen Kosten für den Stellenabbau stand bei den Franken unter dem Strich ein Verlust von 184 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Überschuss von 137 Millionen Euro zu Buche gestanden hatte, wie das im SDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte.

"Die Coronavirus-Pandemie stellt uns vor bislang ungekannte Herausforderungen", sagte Konzernchef Klaus Rosenfeld. Während der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 3,28 Milliarden Euro sank, sackte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund ein Fünftel auf 215 Millionen Euro ab.

Wegen der Corona-Krise hatte Schaeffler bereits im März seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr ausgesetzt. Eine konkrete Prognose sei weiterhin nicht möglich, hieß es nun. 

Zudem teilten die Franken mit, dass der Konzern die Zahl der im Rahmen des Freiwilligenprogramms in Europa abzubauenden Stellen von 1300 auf 1900 erhöhen will.

Update 6. Mai, 8.13 Uhr: BMW strafft wegen Corona-Pandemie Investitionen

Auch der Autobauer BMW hat im ersten Quartal spürbar unter den Folgen der Corona-Pandemie gelitten und will die Investitionen deutlich zurückfahren. 

Zwar konnten die Münchener unter dem Strich mit 574 Millionen Euro fast genauso viel Gewinn einfahren wie im schwachen Vorjahreszeitraum, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Das lag aber vor allem daran, dass vor einem Jahr eine 1,4 Milliarden Euro schwere Rückstellung für eine mögliche Kartellzahlung in der Autosparte angefallen war. Finanzchef Nicolas Peter sagte, dass BMW in diesem Jahr die Investitionen von 5,7 Milliarden auf unter 4 Milliarden Euro drücken wolle.

Der Konzernumsatz stieg in den ersten drei Monaten trotz deutlich gesunkener Autoverkäufe überraschend um 3,5 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro, was an internen Verrechnungen lag. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte ebenfalls wegen der Rückstellung vor einem Jahr bei 1,38 Milliarden Euro auf mehr als das Doppelte. 

Dennoch erzielte BMW im Kerngeschäft mit Autos nur eine operative Marge von 1,3 Prozent - am Vorabend hatte der Konzern hier auch die Prognose für das Gesamtjahr auf 0 bis 3 Prozent gesenkt.

Update 6. Mai, 7.50 Uhr: Jugendliche bei Massenschlägerei in Nürnberg

Nach einer Massenschlägerei von Jugendlichen in Nürnberg mitten in der Corona-Krise hat die Polizei nach eigenen Angaben noch keine Erkenntnisse über die Hintergründe. 

Am Dienstagabend hatten sich demnach 40 Jugendliche offenbar gezielt für eine Schlägerei verabredet. Die Polizei nahm zehn Beteiligte im Alter zwischen 14 und 17 Jahren in Gewahrsam, wie es in einer Mitteilung hieß. Ein Beamter sei bei dem Einsatz leicht verletzt worden.

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Update 6. Mai, 6.50 Uhr: Bayerns erste Umweltstation wird 30, Umweltschutz rückt in Hintergrund

Viele Familien haben durch die coronabedingten Auswirkungen im Job derzeit finanzielle Sorgen. Der Umweltschutz gerät da schnell aus dem Fokus. 

Bayerns erste Umweltstation mahnt allerdings, trotz Corona-Krise die Klimakrise nicht zu vergessen.Die Leiterin der ersten Umweltstation in Bayern befürchtet, dass viele Menschen in der Coronavirus-Krise nur wenig Sinn für Klimaschutz haben. 

"Ich habe jedes Verständnis dafür, dass man in Situationen kommen kann, wo man die Umwelt erstmal vergisst", sagte die studierte Geografin und Zoologin Anja Knieper der Deutschen Presse-Agentur in Würzburg. 

"Nach der Corona-Krise werden sich die Leute ein bisschen mehr auf sich und auf ihr familiäres Umfeld und auf ihre wirtschaftliche Sicherheit beziehen." Die Corona-Krise habe den Klimaschutz nicht nur vom Spitzenplatz der politischen Agenda verdrängt.

Die vom Freistaat verhängten Corona-Auflagen haben nach Kniepers Worten zwar für die Wirtschaft dramatische Folgen, der Umwelt kämen die wochenlang geschlossenen Geschäfte und die nun geltende Maskenpflicht beim Einkaufen aber zugute. 

"Die Maske ist ein Symbol dafür, dass es schwierig ist, an die Sachen ranzukommen; dass man sich überwinden muss, in Geschäfte zu gehen. Man denkt mehr darüber nach: Brauche ich das jetzt?", sagte Knieper.

Ein Bauzaun mit blauer Sichtschutzplane trennt die deutsche Seite des Aschauer Ortsteils Sachrang auf bayerischer Seite vom Ort Niederndorferberg im Kufsteinerland in Tirol (Österreich).
Ein Bauzaun mit blauer Sichtschutzplane trennt die deutsche Seite des Aschauer Ortsteils Sachrang auf bayerischer Seite vom Ort Niederndorferberg im Kufsteinerland in Tirol (Österreich).  © Peter Kneffel/dpa

Update 6. Mai, 6.30 Uhr: Stückl dringt auf Lösung für Theater

Hotels, Restaurants, Zoos, Museen, Bibliotheken - für viele Bereiche lockert Bayern schrittweise die Verbote und Beschränkungen. Bei den Theatern ist das weitere Vorgehen noch unklar.

Der Spielleiter der Oberammergauer Passionsspiele und Intendant des Münchner Volkstheaters, Christian Stückl, dringt in der Corona-Krise auf Lösungen auch für die Theater. "Ich verstehe die Abstandsregelungen. Ich verstehe die Maßnahmen. Wir sind auch bereit, sie einzuhalten", sagte Stückl der Deutschen Presse-Agentur. 

"Aber wenn die Restaurants wieder öffnen dürfen, wenn Gottesdienste wieder stattfinden und wenn Demonstrationen mit Einschränkungen wieder zugelassen sind, dann muss es auch für uns Möglichkeiten geben." Denn: "Bei uns wächst natürlich im Augenblick der Unmut. Wir wollen alle wieder auf die Bühne."

Am Dienstag hatte die bayerische Staatsregierung schrittweise Lockerungen für viele Bereiche angekündigt. Ab kommenden Montag dürfen alle Geschäfte sowie Zoos, Museen und Bibliotheken öffnen, noch vor Pfingsten auch Gaststätten und Hotels. 

Im Bereich Theater gebe es aber noch Klärungsbedarf, hieß es.

Update 6. Mai, 6 Uhr: Forscherin kritisiert Chats zu Pressekonferenzen der Staatsregierung

Politikwissenschaftlerin Ursula Münch hält wenig von den Kommentarfunktionen zu den im Internet übertragenen Pressekonferenzen der bayerischen Staatsregierung. 

"Man kann meines Erachtens nur hoffen, dass dies nicht die neue Form der Bürger-Politiker-Kommunikation und schon gar nicht eine neue Form der Demokratie werden wird", erläuterte die Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Chatverlauf etwa auf der Videoplattform Youtube vermittele den Eindruck, dass sich hier einige wenige zu Wort meldeten und sich des Chats geradezu bemächtigten – "und zwar überwiegend versteckt hinter Pseudonymen und fast durch die Bank völlig unsachlich und polemisch".

Seit Beginn der Corona-Krise überträgt die Staatsregierung unter anderem die Pressekonferenzen nach den Kabinettssitzungen auf mehreren Wegen im Internet. Bei Youtube oder Facebook können Nutzer diese live kommentieren. Hier findet man viel Kritik und auch Beleidigungen.

"Die Wortwahl der Kommentare schreckt jeden ab, der seriöse Anmerkungen hat", so Münch. Die Chats vermittelten ein völlig verzerrtes Bild von der Stimmung in der Bevölkerung. 

"Hier wird kein seriöses Beteiligungsformat angeboten, sondern lediglich eine weitere Plattform für Hetzer. Davon gibt es aber schon genügend."

Update 5. Mai, 22.09 Uhr: BMW will Stellen streichen - Ausblick für Kernsparte gesenkt

Autobauer BMW will die Zahl seiner Mitarbeiter reduzieren. (Archiv)
Autobauer BMW will die Zahl seiner Mitarbeiter reduzieren. (Archiv)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der Autobauer BMW hat wegen der Coronavirus-Pandemie seinen Ausblick im Kerngeschäft gesenkt und will die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Die Ziele sollten mit einer Mitarbeiterzahl erreicht werden, die leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde, teilte der Dax-Konzern am Dienstagabend mit. 

Das Unternehmen werde durch Fluktuation frei werdende Stellen nutzen, um den Personalumbau voranzutreiben. Zu der Anzahl der Stellen, die dem verschärften Sparkurs zum Opfer fallen könnten, machte BMW zunächst keine Angaben.

Ende 2019 hatte der Konzern nach alter Zählung knapp 134.000 Mitarbeiter, auf Basis einer neuen Definition rund 126.000. Bisher hatte sich Konzernchef Oliver Zipse noch vorgenommen, das laufende Jahr mit einer im wesentlichen gleichbleibenden Mitarbeiterzahl zu bestreiten.

Wie bei den Rivalen Volkswagen und Daimler verdüstern sich auch bei den Münchenern die Aussichten für die Geschäfte 2020. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in zahlreichen Märkten hielten länger an als bei Vorlage der Prognose Mitte März absehbar. Besonders stark dürften sich die Auswirkungen voraussichtlich im laufenden zweiten Quartal 2020 zeigen. Die Zahlen zum ersten Quartal will der Konzern an diesem Mittwoch vorlegen. Auch Volkswagen und Daimler hatten bereits ihre Geschäftsprognosen eingestampft und dabei jeweils vor Verlusten im zweiten Quartal gewarnt. BMW kappt nun als letzter deutscher Autokonzern seine Aussichten.

BMW hatte Mitte März zunächst wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 mit einer Produktionspause von vier Wochen gerechnet - nun sind es rund sechs Wochen geworden. Zudem laufen die Werke in Europa, Südafrika und Nordamerika noch nicht sofort wieder auf vollen Touren und es ist zweifelhaft, ob die Autokäufer sofort wieder Autos kaufen wie vor der Krise.

Derzeit trommelt die deutsche Autolobby mit dem Branchenverband VDA bei der deutschen Bundesregierung für eine staatliche Kaufprämie, um die für Deutschland wichtige Branche mit ihren vielen Arbeitsplätzen wieder anzuschieben.

Update 5. Mai, 21.39 Uhr: Söder: Infektions-Obergrenze würde im Kampf gegen Corona helfen

Vor den Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Krise hat Bayern Untersützung für die vom Bundeskanzleramt vorgeschlagene Obergrenze bei Neuinfektionen als Maßstab für erneute Freiheitsbeschränkungen angekündigt. 

"Ja, ich halte die Idee für richtig", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstagabend im Bayerischen Fernsehen. Die Frage sei, welche Maßnahmen greifen müssten, sobald in einer Region eine bestimmte Zahl an Corona-Infizierten festgestellt würde.

Genau darüber werde aber am Mittwoch bei der Schalte der Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen. 

Mit einer festgelegten Kennzahl oder einem Korridor könne besser ein Gefühl vermittelt werden, wann zur Sicherung des Infektionsschutzes wieder stärker eingegriffen werden müsse.

Update 5. Mai, 21.18 Uhr: Söder zu Corona-Maßnahmen: Wir müssen zu langfristigen Plänen kommen

Fordert langfristige Pläne: Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
Fordert langfristige Pläne: Ministerpräsident Markus Söder (CSU).  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht mit der Hoffnung auf umfassendere Planungen zu Corona-Lockerungsmaßnahmen in die Gespräche zwischen Bund und Ländern. 

"Wir müssen endlich zu grundlegenden, langfristigen Plänen kommen und uns nicht nur von Woche zu Woche hangeln", sagte der CSU-Politiker am Dienstagabend in einem "ARD Extra".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwoch erneut über mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen sprechen.

Update 5. Mai, 13.42 Uhr: Söder kündigt strenge Kontrollen der Gastronomie an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat strenge Kontrollen nach der Öffnung der Gastronomie angekündigt. 

"Das ist alles kein Kavaliersdelikt", sagte er am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Es werde bei Verstößen beispielsweise gegen Abstandsregeln "hohe Ordnungswidrigkeitsstrafen" geben. 

Nach wochenlanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie dürfen in Bayern auch Gaststätten und Hotels schrittweise wieder öffnen: Außenbereiche von Gaststätten - und damit auch Biergärten - am 18. Mai, Speiselokale im Innenbereich am 25. Mai, Hotels am 30. Mai.

Update 5. Mai, 13.38 Uhr: Aigner: Bayern auf einem "vorsichtigen, vernünftigen Weg"

Landtagspräsidentin Ilse Aigner sieht Bayern in der Corona-Krise auf einem "vorsichtigen, vernünftigen Weg". "Jetzt geht es darum, verantwortungsvoll und umsichtig ein Stück weit wieder Richtung Normalität zu gehen und immer wieder die Schritte zu überprüfen", sagte die CSU-Politikerin am Dienstag in Aschau im Chiemgau. 

Wichtig sei, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bleibe, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Jeder könne über die Maßnahmen seine Meinung äußern, betonte Aigner. Die Schutzmasken seien keineswegs Maulkörbe. "Es gibt Stimmen, die sagen, bei uns wäre die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Das stimmt nicht." 

Gerade in diesen Tagen der Erinnerung an die Befreiung vom nationalsozialistischen Regime werde im Rückblick deutlich, was eine Einschränkung der Meinungsfreiheit bedeute, sagte Aigner, die am Dienstag im Landtag zum Kriegsende sprechen wollte. 

Update 5. Mai, 13.24 Uhr: Freibäder bleiben weiter zu

Freibäder bleiben vorerst weiter geschlossen. Da gehe vor Juni gar nichts, weil da die Infektionsgefahr zu hoch sei, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München. 

Das gilt auch für Anlagen in Hotels: Gemeinschaftlich genutzte Angebote wie Wellness oder Schwimmbäder können laut Staatsregierung noch nicht öffnen.

Update 5. Mai, 13.12 Uhr: Fast zwei Millionen Kurzarbeiter in Bayern

In Bayern sind inzwischen fast zwei Millionen Menschen in mehr als 120.000 Firmen in Kurzarbeit - und das ist nach Angaben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nicht das Ende der Entwicklung. 

"Diese Zahlen werden noch weiter steigen", sagte Aiwanger am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. "Es ist höchste Zeit, dass wir dem Patienten Wirtschaft wieder die Infusion geben, die er braucht, und diese Infusion ist ein zirkulierender Geschäftsbetrieb."

Um die für Bayern wichtige Autoindustrie wieder in Gang zu bringen, forderte Aiwanger eine "technologieoffene" Kaufprämie für Neuwagen - das heißt, nicht nur für Elektromotoren, sondern auch für "Verbrennungsmotoren in höchster Qualität". "Bayern ist Autoland, ich lasse auch keine ideologischen Debatten zu", sagte der Freie Wähler-Chef.

Die Landesregierungen der drei Autoländer Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg fordern gemeinsam Kaufprämien, stoßen damit jedoch auf Widerstand bei Grünen, SPD und Umweltschützern.

Update 5. Mai, 13.07 Uhr: Bis Mitte Juni alle Schüler wieder in die Schulen

Mitte Juni sollen alle bayerischen Schüler wieder in die Schule gehen können - "wenn das Infektionsgeschehen es zulässt", sagte Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Bayern. 

Es solle geteilte Klassen und kleine Gruppen geben mit höchstens 15 Schülern. Außerdem sollen sich Präsenzphasen mit Lernen zu Hause abwechseln, damit Klassen im Wechsel in der Schule sind. Es soll aber "soviel Schule wie möglich" geben. Außerdem soll es eine Maskenpflicht auf den Fluren und dem Schulhof, nicht aber im Unterricht geben. An den Ferienzeiten soll sich nach Angaben Piazolos nichts ändern. "Die Ferien bleiben."

Die weitere schrittweise Öffnung der Schulen soll am 11. Mai zunächst mit den Jahrgängen weitergehen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, sowie mit den Viertklässlern der Grundschulen. 

Am 18. Mai sollen die 1. Klassen folgen, die 5. Klassen der Mittelschulen sowie die 5. und 6. Klassen der Realschulen und Gymnasien. Alle weiteren kommen dann nach den Pfingstferien.

Update 5. Mai, 13.03 Uhr: Kindergärten öffnen für Vorschulkinder

Vorschulkinder sollen ab 25. Mai wieder den Kindergarten besuchen können. Sie seien schon ein Stück weit älter und könnten die Hygienemaßnahmen besser verstehen, teilte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. 

Der Kindergarten habe bei ihnen auch einen Bildungsauftrag. Außerdem wolle man den Buben und Mädchen Gelegenheit geben, sich vor ihrem Schulbeginn im Herbst vom Kindergartenleben zu verabschieden.

Tagesmütter dürfen ab kommendem Montag ebenfalls wieder die Betreuung aufnehmen, allerdings nur von maximal fünf Kindern. "Das ist eine kleine, feste Gruppe, das ist sehr vertretbar", sagte Trautner.

Update 5. Mai, 12.33 Uhr: Maskenpflicht an Bayerns Schulen - aber nicht im Unterricht

Schüler müssen an Bayerns Schulen künftig Masken tragen - allerdings nicht im Unterricht. Es solle "keine Maskenpflicht im Unterricht" geben, die Schüler sollten aber "an der Schule» - also beispielsweise auf dem Schulhof - Masken tragen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München.

Update 5. Mai, 12.32 Uhr: Museen und Freizeiteinrichtungen in Bayern öffnen wieder

Nach der mehrwöchigen Zwangspause wegen der Corona-Krise dürfen ab kommendem Montag Museen, Zoos, Bibliotheken, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten in Bayern wieder öffnen. 

Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München. Damit setzt der Freistaat eine Bund-Länder-Vereinbarung aus der vergangenen Woche um.

Update 5. Mai, 12.30 Uhr: Bayern erlaubt bestimmte Sportarten

Nach wochenlangen Beschränkungen sind in Bayern ab kommendem Montag bestimmte Sportarten wieder erlaubt. Dazu zählen etwa Tennis, Leichtathletik, Golf und Segeln. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder(CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München mit.

Update 5. Mai, 12.30 Uhr: Schulen in Bayern öffnen schrittweise

Die Schulen in Bayern sollen ab dem kommenden Montag schrittweise für immer mehr Jahrgänge wieder öffnen - aber nur sehr langsam: Erst nach den Pfingstferien Mitte Juni soll es wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und alle Altersklassen geben. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag in München beschlossen.

Am 11. Mai geht es zunächst mit den Jahrgängen weiter, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, sowie mit den Viertklässlern der Grundschulen. Am 18. Mai sollen die 1. Klassen folgen, die 5. Klassen der Mittelschulen sowie die 5. und 6. Klassen der Realschulen und Gymnasien. Alle weiteren kommen dann erst nach den Pfingstferien.

Update 5. Mai, 12.23 Uhr: 50 Prozent der Kinder bis Pfingsten wieder in die Kitas

Bayern will die Hälfte aller Krippen- und Kindergartenkinder bis Pfingsten wieder in die Kitas bringen. 

Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Ab kommenden Montag dürfen aber bestimmte Kinderbetreuungseinrichtungen wieder öffnen, unter anderem Waldkindergärten und Tagespflegeeinrichtungen mit bis zu fünf Kindern.

Update 5. Mai, 12.22 Uhr: Alle Geschäfte in Bayern dürfen nach Corona-Pause wieder öffnen

Nach wochenlangen coronabedingten Zwangs-Schließungen dürfen in Bayern ab kommenden Montag alle Geschäfte wieder öffnen, also auch alle größeren. Die bisherige Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern entfällt, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München mitteilte.

Update 5. Mai, 12.21 Uhr: Bayern beschließt schrittweise Öffnung von Gaststätten und Hotels

Nach wochenlanger Zwangspause dürfen in Bayern auch Gaststätten und Hotels schrittweise wieder öffnen: Außenbereiche von Gaststätten am 18. Mai, Speiselokale im Innenbereich am 25. Mai, Hotels am 30. Mai. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München.

Update 5. Mai, 12.16 Uhr: Bayern lockert Besuchsverbot in Kliniken und Pflegeheimen

Bayern lockert das strikte coronabedingte Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. 

Ab dem Wochenende sind wieder Besuche von einer festen Kontaktperson erlaubt - unter strikten Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend mitteilte.

Update 5. Mai, 12.14 Uhr: In Bayern nur noch 6400 Menschen an Coronavirus erkrankt

In Bayern sind aktuell nur noch rund 6400 Menschen am Coronavirus erkrankt. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. 

Alleine im Vergleich zur vergangenen Woche habe sich die Zahl der Erkrankten halbiert. Nun sei es entscheidend, aus der Krise herauszukommen, langsam und sicher sei das oberste Gebot. "Heute ist Zeit zum Handeln", betonte der CSU-Chef. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein vorsichtiges Öffnen. Die Erfolge sind eindeutig."

Das bayerische Konzept sei mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) abgestimmt. 

Söder betonte mit Blick auf die Konferenz von Bund und Ländern am Mittwoch, dass der bayerische "Pfad der Vernunft" auch für andere Länder eine Blaupause sein könne, die wie Bayern nicht überstürzt handeln wollten.

Update 5. Mai, 12.10 Uhr: Spielplätze werden geöffnet

Ebenfalls werden ab Mittwoch die Spielplätze im Freistaat wieder geöffnet.

Update 5. Mai, 12.08: Ausgangsbeschränkung wird zu Kontaktbeschränkung

Ab Mittwoch gilt auch in Bayern eine Kontaktbeschränkung anstatt einer Ausgangsbeschränkung. Das Abstandsgebot bleibt weiterhin besteht. Es braucht nun jedoch keinen Grund mehr die Wohnung zu verlassen. Ab diesen Mittwoch ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und auch enge Familienangehörige zu treffen oder auch zu besuchen.

Update 5. Mai, 12.08 Uhr: "Öffnung mit Umsicht"

Markus Söder spricht bei dem Fahrplan-Modell, das vorgestellt werden soll von einer "Öffnung mit Umsicht". 

Update 5. Mai, 12.05 Uhr: Krankenhäuser sind ausgestattet

Die Krankenhäuser in Bayern sind laut Markus Söder gut aufgestellt und sollen weiter auf alle Eventualitäten vorbereitetet werden. 

Update 5. Mai, 12.03 Uhr: "Corona ist unter Kontrolle"

Das bayerischen Krisen-Management habe laut Söder funktioniert. "Corona ist unter Kontrolle", so der Ministerpräsident. 

Update 5. Mai, 12 Uhr: Bayern will den vorsichtigen Weg gehen

Markus Söder gab zu Beginn bekannt, dass Bayern einen langsameren und vorsichtigeren Weg als andere Bundesländer gehen wird.

Update 5. Mai, 11.50 Uhr: Pressekonferenz zur Corona-Krise

Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, unterhalten sich vor Beginn einer Sitzung des bayerischen Kabinetts.
Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, unterhalten sich vor Beginn einer Sitzung des bayerischen Kabinetts.  © Sven Hoppe/dpa

Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Sozialministerin Carolina Trautner (alle CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo (beide Freie Wähler) geben ab 12 Uhr eine Pressekonferenz anlässlich der Corona-Krise.

Ein umfassender Fahrplan für Lockerungen im Freistaat könnte im Fokus stehen.

TAG24 berichtet im Live-Ticker.

 

Update 5. Mai, 11.05 Uhr: Ex-Fußballer Elber zu Brasilien: "Situation macht mir wirklich Angst"

Der frühere Fußball-Profi Giovane Elber ist in der Corona-Krise höchst besorgt um seine brasilianischen Landsleute. 

"Die Situation hier macht mir wirklich Angst. Obwohl schon sehr viele Menschen gestorben sind, sollen die Geschäfte wieder geöffnet werden", sagte der ehemalige Stürmer des FC Bayern dem "Münchner Merkur" und der "tz" (Mittwoch-Ausgabe). Dem 47-Jährigen gehe es mit seiner Familie in der Heimatstadt Londrina zwar gut, weil sie genug Geld und ein großes Haus inklusive Schwimmbad, Fitnessraum und Beachvolleyballfeld besitzen. Aber "andere Menschen wissen nicht, was sie morgen essen können. Das macht mich sehr traurig", sagte Elber.

Der Südamerikaner hatte in der Bundesliga auch für den VfB Stuttgart und kurz für Borussia Mönchengladbach gespielt. Inzwischen ist er unter anderem Markenbotschafter des FC Bayern. "Ich habe wegen des Coronavirus viele Reisen absagen müssen: Singapur, China, Thailand. Das ist schade, aber die völlig richtige Entscheidung gewesen."

Wegen der vielen Zeit daheim habe Elber Kochen als Hobby entdeckt. "Ich koche viel und gerne mit Fleisch. Heute gab es Wiener Schnitzel", erzählte er. Zudem gebe es traditionell viel Reis und Bohnen. 

"Ich habe auch schon Brötchen und Eiscreme gemacht. Bis jetzt hat es sehr gut funktioniert, nur die Brötchen sind etwas zu hart geworden (lacht). Die Familie ist bisher jedenfalls sehr zufrieden."

Update 5. Mai, 9.42 Uhr: Kreise: Kabinett will langfristigen Exit-Fahrplan beschließen

Nach wochenlangen coronabedingten Schließungen, Einschränkungen und Beschränkungen will das bayerische Kabinett am Dienstag einen umfassenden Fahrplan für Lockerungen beschließen. 

Es solle dazu ein langfristiges Konzept geben, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen. Es werde einen Fahrplan für nahezu alle Bereiche geben, von Schule und Kitas über Gastronomie und Hotels bis hin zu Pflegeheimen. Zudem muss das Kabinett entscheiden, ob die Ausgangsbeschränkungen Bestand haben oder nun gelockert werden. 

Welche Maßnahmen wann gelockert werden, wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und mehrere Minister am Mittag bekanntgeben.

Update 5. Mai, 9.23 Uhr: Schulze fordert klare Regeln für Lockerungen

Vor der Sitzung des bayerischen Kabinetts fordert die Grünen-Fraktionschefin im Landtag, Katharina Schulze, nachvollziehbare Regeln für das persönliche Leben während der Corona-Krise. 

Auf Twitter schrieb Schulze am Dienstagmorgen, die bayerische Staatsregierung solle ihre "Fürsorgepflicht" ernstnehmen und Voraussetzungen für Lockerungen schaffen.

Neben ausreichend Schutzmaterial und der Ausschöpfung von Testkapazitäten, sprach sich Schulze auch für eine bessere Ausstattung der Gesundheitsämter und eine "datenschutzkonforme App" aus. Die bayerische Verordnung kritisierte Schulze als "schlampig und grundrechtsinvasiv". Es sei unklar, warum Menschen in Baden-Württemberg ihre Familien besuchen dürften, in Bayern jedoch nicht.

Das bayerische Kabinett will am Vormittag über Strategien zu Lockerungen der bestehenden Beschränkungen beraten. Dabei soll es neben der Umsetzung der Beschlüsse von vergangener Woche um eigene Positionen in der bundesweiten Debatte um Exit-Pläne für Handel, Gastronomie, Schulen und Kindertagesstätten gehen.

Update 5. Mai, 8.02 Uhr: Infineon hält sich deutlich in Gewinnzone

Der Chiphersteller Infineon leidet zwar unter der Corona-Krise, hält sich aber deutlich in der Gewinnzone. Im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 178 Millionen Euro - ein Rückgang von 15 Prozent zum Vorjahresquartal, wie Infineon am späten Montagabend mitteilte. Der Umsatz blieb stabil.

Der Ausblick für das zweite Geschäftshalbjahr habe sich "deutlich eingetrübt", sagte Konzernchef Reinhard Ploss. Infineon sei "nicht immun gegen den massiven Rückgang der Weltwirtschaft". 

Er betonte aber auch: "Unser Unternehmen ist krisenerprobt. Trotz aller Schwierigkeiten, etwa bei Lieferketten und in der Fertigung, konnten wir unseren Betrieb in den vergangenen Wochen weitgehend aufrechterhalten. Zudem haben wir frühzeitig Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet."

Nachdem das Infineon im März seine Jahresprognose zurückgezogen hatte, gab es nun einen neuen Ausblick. Dieser enthält erstmals das US-Unternehmen Cypress, dessen Kauf für 9 Milliarden Euro im April genehmigt worden war. Ploss rechnet vor allem im Geschäft mit der Automobilindustrie mit starken Umsatzrückgängen. In diesem Bereich hatten sich auch im vergangenen Quartal schon Bremsspuren gezeigt.

Mit Cypress zusammen rechnet Infineon nun mit einem Umsatz von rund 8,4 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr, ohne wären es rund 7,6 Milliarden. Letzteres ist deutlich weniger als die alte Prognose, die - ohne Cypress - bei 7,9 bis 8,4 Milliarden Euro lag. Auch beim Ergebnis bleibt der neue Ausblick hinter dem alten zurück.

Update 5. Mai, 6.23 Uhr: Jazz-Legende Doldinger sorgt sich wegen Corona um die Musikszene

Klaus Doldinger (83), einer der bekanntesten Jazz-Musiker Deutschlands, macht sich in der gegenwärtigen Krise Sorgen um die Popkultur. 

"Es wird die ganze Zeit über Corona und die Auswirkungen der Pandemie auf unser Leben gesprochen", sagte der Saxofonist der Deutschen Presse-Agentur. "Die Musikszene kommt bei diesen Diskussionsrunden aber so gut wie nie vor."

Dabei sei Musik ein probates Mittel, um Lockdown-Frust und depressive Verstimmungen wirksam zu bekämpfen. "Sie war doch schon immer ein rettender Faktor", betonte der Bandleader und Filmmusik-Komponist ("Tatort", "Das Boot", "Die Unendliche Geschichte"), der am 8. Mai das Album "Motherhood" mit seiner Band Klaus Doldinger's Passport herausbringt.

Die Musikszene lebe zu einem guten Teil von Auftritten - doch Konzertmöglichkeiten sind nicht in Sicht, was Doldinger entsetzt. "Da werden Existenzen ruiniert. Es sei denn, es haut mal einer auf den Tisch und sagt: Jetzt geht's wieder los!", so der Künstler, der am 12. Mai seinen 84. Geburtstag feiert.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, steht mit Schutzbrille im Roche-Entwicklungslabor für den neuen serologischen Antikörpertest Elecsys Anti-SARS-CoV-2 und gestikuliert.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, steht mit Schutzbrille im Roche-Entwicklungslabor für den neuen serologischen Antikörpertest Elecsys Anti-SARS-CoV-2 und gestikuliert.  © Peter Kneffel/dpa

Update 5. Mai, 6.11 Uhr: Tennis-Vize für Fußball-Bundesliga-Rückkehr

Deutscher Tennis Bund (DTB)-Vizepräsident Dirk Hordorff.
Deutscher Tennis Bund (DTB)-Vizepräsident Dirk Hordorff.  © picture alliance / dpa

Der Tennis-Funktionär Dirk Hordorff (64) hat sich für eine baldige Fortsetzung der Saison im Profifußball ausgesprochen. 

"Ich plädiere für einen schnellen Wiederanpfiff in den Fußball-Bundesligen. Die DFL hat ein Konzept vorgelegt, das überzeugt", sagte der Vize-Chef des Deutschen Tennis Bundes in einem Interview dem "Münchner Merkur" und der "tz" (Dienstag). Er sei sicher, "dass der Fußball verantwortungsvoll zurückkehrt".

Der Fußball sei "ein ganz wichtiger Teil unserer Gesellschaft, der vielen Millionen von Menschen Vergnügen bereitet. Er ist ein Wirtschaftsbereich, der genauso das Recht hat, wieder zurückzukommen, wie alle anderen Bereiche. Neid ist da völlig fehl am Platz", sagte Hordorff. 

Im Tennis ist die internationale Tour bis Mitte Juli ausgesetzt, eine Verlängerung der Pause gilt als sehr wahrscheinlich.

Update 4. Mai, 19 Uhr: Deutsche Pfandbriefbank streicht Jahresprognose

Drohende Kreditausfälle infolge der Corona-Krise durchkreuzen jetzt auch die Gewinnpläne der Deutschen Pfandbriefbank (PBB). Die Risikovorsorge für faule Kredite und das Bewertungsergebnis seien wegen der Unsicherheit über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Immobilienmärkte "nicht belastbar vorhersehbar", teilte der im MDax gelistete Immobilienfinanzierer am Montagabend in München mit. Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal nahm der Vorstand seine Gewinnprognose für 2020 zurück.

Im ersten Quartal sackte der Gewinn vor Steuern wegen hoher Rückstellungen für wackelnde Kredite und hoher Risikoaufschläge auf nur noch 2 Millionen Euro ab. Ein Jahr zuvor hatte die PBB vor Steuern noch 48 Millionen Euro verdient.

Bei der Bilanzvorlage Anfang März hatte sich PBB-Chef Andreas Arndt für 2020 einen Vorsteuergewinn von 180 bis 200 Millionen Euro zum Ziel gesetzt. Da hatte die Corona-Pandemie gerade erst begonnen, Europa zu erfassen.

Update 4. Mai, 19 Uhr: Bayerns Theater erarbeiten Konzept für Öffnung

Die bayerischen Theater wollen ein Konzept für Proben- und Vorstellungsbetrieb in der Corona-Krise erarbeiten. Darauf verständigten sich 25 Intendanten von Staatstheatern, städtischen Bühnen und Privattheatern bei einem Treffen in Regensburg. 

Eine Arbeitsgruppe der Theaterleiter will nun einen Leitfaden erstellen, mit welchen Hygiene- und Betriebsvorschriften die Kulturarbeit wieder aufgenommen werden kann. Bereits in der kommenden Woche sollen erste Vorschläge vorliegen.

An dem Gespräch habe auch Kunstminister Bernd Sibler (CSU) teilgenommen, berichtete der bayerische Landesverband des Deutschen Bühnenvereins am Montag. Der Minister habe dabei erklärt, dass es einen normalen Betrieb an den Theatern wohl erst wieder geben werde, wenn ein Impfstoff gegen das Coronavirus eingesetzt werden könne. 

Über Vorstellungen mit reduziertem Publikum müsste die örtlichen Behörden entscheiden.

Update 4. Mai, 16.31 Uhr: Fürths OB Jung: Corona-Lockerung in Teilen Bayerns "Gebot der Stunde"

Fürths Oberbürgermeister, Thomas Jung, will in einzelnen Regionen mehr Lockerungen. (Archiv)
Fürths Oberbürgermeister, Thomas Jung, will in einzelnen Regionen mehr Lockerungen. (Archiv)  © Daniel Karmann/dpa

Der Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Thomas Jung, hat sich für eine vorsichtige Lockerung der Corona-Regeln in Teilen Bayerns ausgesprochen. Er könne sich vorstellen, etwa für Franken oder einzelne Regierungsbezirke andere Regelungen zu treffen als in anderen Gegenden des Freistaates, sagte Jung der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Es gebe Gegenden mit günstigen Zahlen. Die Stadt Fürth etwa hatte in der vergangenen Woche mehr Genesene als Neuerkrankte. Eine Lockerung, zum Beispiel bei Spielplätzen für Kinder, sei "ein Gebot der Stunde".

"Das Saarland ist so groß wie der Landkreis Ansbach und hat auch seine eigenen Regelungen", sagte Jung. Es dürfe aber kein Flickenteppich entstehen. Klar müsse auch sein, dass Abstandsregeln und Verhaltensanweisungen weiterhin strikt eingehalten werden müssen.

Der neugewählte Oberbürgermeister von Fürths größerer Nachbarstadt Nürnberg, Marcus König (CSU), mahnte zur Vorsicht: "Sicherheit geht vor Schnelligkeit", sagte er. Am Mittwoch wollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Maßnahmen verkünden, die auch Lockerungen enthielten.

Es gehe darum, den Menschen zu helfen und die Wirtschaft in einigen Branchen vor Schäden zu bewahren. In seiner Stadt kämen Hilferufe vor allem aus der Gastronomie und der Reisebranche, von Fitnessstudios, Kinos, Tanz- und Ballettstudios sowie von den Hundeschulen, sagte der Oberbürgermeister von Fürth.

Jung denkt an die Öffnung von Spielplätzen und Sportvereinen, besonders dort, wo Abstandhalten möglich ist. Das gelte etwa für Sportarten wie Golf oder Tennis. "Ein Golfspieler darf spazieren gehen, wenn er einen Schläger in der Hand hat, darf er es nicht - schwer zu erklären", sagte Jung.

Update 4. Mai, 15.29 Uhr: Genauere Erdbebenmessungen wegen Corona-Ruhe auf der Zugspitze

Die Gipfeln des Wettersteingebirges, in der Mitte ist das Dreieck der Alpspitze zu sehen und rechts die Zugspitze.
Die Gipfeln des Wettersteingebirges, in der Mitte ist das Dreieck der Alpspitze zu sehen und rechts die Zugspitze.  © Angelika Warmuth/dpa

Die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise sorgen für mehr Ruhe in der Erde. Damit seien genauere Erdbebenmessungen möglich, berichteten Geophysiker der Ludwig-Maximilians-Universität München am Montag. Sie betreiben seit 2006 ein Seismometer an der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf 2650 Metern Höhe knapp unterhalb des Zugspitzgipfels bei Grainau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Der Shutdown führe zu mehr Ruhe im Berg. Dadurch würden kleinere Erdbebensignale in den Messungen sichtbar.

"Kleinere Beben mit geringen Ausschlägen lassen sich häufig gar nicht richtig erkennen, da sie im Rauschen der alltäglichen Störungen durch Verkehr und Industrie verschwinden", teilten die Forscher mit. Durch die Verringerung dieser Faktoren würden solche Mikrobeben nun viel besser sichtbar. "Eine derartige Verringerung des 'Unruheniveaus' ist derzeit bei vielen Stationen weltweit zu verzeichnen."

Allerdings sei die Veränderung stark davon abhängig, ob die Station an einem ohnehin ruhigen Standort installiert sei oder nicht. Gerade auf der Zugspitze mit zu normalen Zeiten täglich knapp 2000 Besuchern sei dieser Unterschied sehr deutlich zu sehen.

Im nächsten Jahr brauchen die Forscher für ein Experiment mit einer Reihe von neuen Sensoren dann allerdings wieder die übliche Betriebsamkeit. Sie wollen Änderungen im Permafrostboden beobachten. Dabei werde die Unruhe im Boden als Signalquelle benutzt, um die zeitlichen Veränderungen der Schwingungsausbreitung zu verfolgen, berichtete der am Schneefernerhaus tätige Wissenschaftler Joachim Wassermann. 

"Hierfür könnten wir dann einen Lockdown überhaupt nicht gebrauchen, da wir auf die menschlich gemachte Bodenunruhe angewiesen sind."

Update 4. Mai, 14.09 Uhr: Markus Söder für gemeinsame Corona-Handlungsmaßstäbe

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will für die Zukunft einen gemeinsamen Rahmen und gemeinsame Maßstäbe von Bund und Ländern für die Lockerung von Anti-Corona-Maßnahmen. Gleichzeitige Entscheidungen hält er nun nicht mehr für zentral.

"Wir können keinen verpflichten, etwas genau so zu tun wie der andere", sagte Söder am Montag im oberbayerischen Penzberg. Es sei nun besser, Bewertungsmaßstäbe zu setzen, Zahlenmaterial mit "Ampeln von Grün bis Rot", und dann müsse jedes Land selber entscheiden. "Das wäre das jetzt effizientere Verfahren, als kleinste Fragen jede Woche zu entscheiden, die sich dann zwei Tage später wieder überholt haben", sagte Söder mit Blick auf die regelmäßigen Beratungen von Bund und Ländern über Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen - der nächste solche Termin ist für diesen Mittwoch geplant.

Zuvor hatte Söder gesagt, er sei ein "bisschen unglücklich" darüber, dass manche Länder jetzt schon über das hinausgingen, was man zwischen Bund und Ländern vergangene Woche vereinbart habe. Für Aufsehen hatte vor allem Sachsen-Anhalt gesorgt. Dort ist am Montag eine neue Verordnung in Kraft getreten, wonach sich Menschen nun wieder zu fünft abseits des eigenen Haushalts aufhalten dürfen.

"Keine Kritik an Sachsen-Anhalt", betonte Söder später. Aber das bedeute natürlich, dass man noch einmal überlegen müsse, wie man "die Bandbreiten" in Deutschland setze. "Ministerpräsidentenkonferenzen machen wenig Sinn, wenn wir im Stundenrhythmus uns danach korrigieren." Bayern werde weiter einen vorsichtigeren Weg gehen.

Update 4. Mai, 13.52 Uhr: Alte sollten laut Heinrich Bedford-Strohm selbst über Besuch entscheiden

Bewohner von Altenheimen sollten aus Sicht des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm selbst entscheiden dürfen, ob sie in Corona-Zeiten Besuch empfangen oder nicht. 

Man solle, wenn möglich, "den Bewohnerinnen und Bewohnern der Heime selbst die Entscheidung zu geben, wie viele Risiken sie eingehen wollen", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in einer Videobotschaft, die am Montag auf Facebook veröffentlicht wurde. 

Wichtig sei es, mit "Schutzkleidung Angehörigen Zugang zu ihren Lieben zu beschaffen".

Denn es sei schlimm, "wenn Angehörige in den Alten- und Pflegeheimen wegen der Kontakteinschränkungen ihre Eltern nicht besuchen können". Den Heimleitungen sei kein Vorwurf zu machen. Die hohe Zahl von Todesfällen in einzelnen Heimen zeige, dass die Ansteckungsgefahr real ist. 

Aber: "Es geht eben auch nicht, dass Angehörige in den letzten Lebenstagen, Lebenswochen, ihre Eltern nicht begleiten können", betonte Bedford-Strohm. "Viele Angehörige werden immer verzweifelter, weil das nie nachzuholen sein wird, dass sie ihren Eltern in diesen Tagen Beistand leisten."

Update 4. Mai, 12.45 Uhr: Fürth-OB Thomas Jung spricht über Corona-Lockerung

Der Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Thomas Jung, hat sich für eine vorsichtige Lockerung der Corona-Regeln in Teilen Bayerns ausgesprochen. Er könne sich vorstellen, etwa für Franken oder einzelne Regierungsbezirke andere Regelungen zu treffen als in anderen Gegenden des Freistaates, sagte Jung der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Es gebe Gegenden mit günstigen Zahlen. Die Stadt Fürth etwa hatte in der vergangenen Woche mehr Genesene als Neuerkrankte. Eine Lockerung, zum Beispiel bei Spielplätzen für Kinder, sei "ein Gebot der Stunde".

"Das Saarland ist so groß wie der Landkreis Ansbach und hat auch seine eigenen Regelungen", sagte Jung. Es dürfe aber kein Flickenteppich entstehen. Klar müsse auch sein, dass Abstandsregeln und Verhaltensanweisungen weiterhin strikt eingehalten werden müssen.

Es gehe darum, den Menschen zu helfen und die Wirtschaft in einigen Branchen vor Schäden zu bewahren. In seiner Stadt kämen Hilferufe vor allem aus der Gastronomie und der Reisebranche, von Fitnessstudios, Kinos, Tanz- und Ballettstudios sowie von den Hundeschulen, sagte der Oberbürgermeister von Fürth.

Jung denkt an die Öffnung von Spielplätzen und Sportvereinen, besonders dort, wo Abstandhalten möglich ist. Das gelte etwa für Sportarten wie Golf oder Tennis. "Ein Golfspieler darf spazieren gehen, wenn er einen Schläger in der Hand hat, darf er es nicht - schwer zu erklären", sagte Jung.

Fürth-OB Thomas Jung hat sich für eine vorsichtige Lockerung der Coronavirus-Regeln in Teilen Bayerns ausgesprochen.
Fürth-OB Thomas Jung hat sich für eine vorsichtige Lockerung der Coronavirus-Regeln in Teilen Bayerns ausgesprochen.  © Daniel Karmann/dpa

Update 4. Mai, 12.38 Uhr: Golfplatz öffnet trotz Verbots

Golf ist Sport. Warum also sollte ausgerechnet ein Golfplatz in der Corona-Pandemie weiter geschlossen bleiben? Der Geschäftsführer der Golfanlage Bergkramerhof in Wolfratshausen, Josef Hingerl, hält das in Bayern weiter geltende Öffnungsverbot für rechtswidrig und hat die Anlage am Montag geöffnet. 

Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit sei nicht gewahrt.

Mindestens hundert Golfer seien in der Anlage unterwegs, berichtete Hingerl. "Die Polizei war da und hat ein Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgenommen", sagte der 72-jährige Rechtsanwalt. "Das spielt aber keine Rolle, weil ich davon ausgehe, dass die Einstellung des Betriebs am heutigen Tage verfassungswidrig ist."

In vielen anderen Bundesländern dürfe bereits wieder gespielt werden. Sport sei grundsätzlich auch in Bayern erlaubt. Und eine Ansteckung mit dem Coronavirus sei auf einem Golfplatz so unwahrscheinlich wie kaum irgendwo sonst. Der Platz sei 70 Hektar groß. "Wenn hundert Leute spielen, hat jeder 7000 Quadratmeter."

Friseure etwa dürfen seit Montag wieder öffnen und Haare schneiden. "Ich weiß nicht, wie ein Friseur die eineinhalb Meter einhält. Hier sehen sie alle 200 Meter jemanden." Hingerl kündigte an, gegen eine mögliche Schließung durch die Behörden juristisch vorzugehen.

Update 4. Mai, 12.35 Uhr: Markus Söder beklagt Vorpreschen von Ländern bei Corona-Lockerungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat das Vorpreschen einzelner Bundesländer bei der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen kritisiert. 

Er sei ein "bisschen unglücklich" darüber, dass manche Länder jetzt schon über das hinausgingen, was man zwischen Bund und Ländern vergangene Woche vereinbart habe, sagte der CSU-Vorsitzende am Montag bei einer Pressekonferenz nach einem Besuch im Roche-Entwicklungslabor im oberbayerischen Penzberg. Über das weitere Vorgehen werde man nun bei der nächsten Schaltkonferenz von Bund und Ländern an diesem Mittwoch beraten, kündigte er an.

Für Aufsehen hatte vor allem Sachsen-Anhalt gesorgt. Dort ist in der Nacht zu Montag eine neue Verordnung in Kraft getreten, mit der das Land bundesweit bei der Lockerung der strengen Corona-Beschränkungen vorangeht. Die Sachsen-Anhaltiner dürfen sich nun etwa zu fünft abseits des eigenen Haushalts aufhalten.

Söder sagte, es sei die Zeit für schrittweise Erleichterungen. Dennoch seien weiterhin Vorsicht und Umsicht entscheidend. "Wir dürfen die Erfolge, die wir haben, nicht verstolpern." Er sei dafür, längerfristig zu planen, dann kurzfristig nach Entwicklung der Infektionslage zu entscheiden und regional zu differenzieren.

Update 4. Mai, 12.30 Uhr: Kontrollen der Münchner Polizei

Im Zeitraum von Sonntag 6 Uhr bis Montag 6 Uhr hat die Polizei einmal mehr eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München) vorgenommen, um die entsprechende Einhaltung der Coronavirus-Regelungen zu überprüfen. 

Laut den Beamten sind mehr als 4700 Kontrollen in diesem Zeitraum durchgeführt worden. Es wurden 134 Verstöße angezeigt, von denen insgesamt 111 die Ausgangsbeschränkung sowie weitere 17 die Maskenpflicht betrafen.

Die Polizei München hat in 24 Stunden mehr als 4700 Kontrollen durchgeführt. (Symbolbild)
Die Polizei München hat in 24 Stunden mehr als 4700 Kontrollen durchgeführt. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 4. Mai, 12.10 Uhr: Roche liefert Corona-Antikörpertest ab Mai in Deutschland aus

Noch im Mai will das Pharmaunternehmen Roche einen neuen Test auf Antikörper gegen das neuartige Coronavirus an Gesundheitseinrichtungen in Deutschland ausliefern. Das vereinbarte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und das Unternehmen am Montag im oberbayerischen Penzberg. 

"Der neue Test ist eine wichtige neue Wegmarke im Kampf gegen das Virus", sagte Spahn. Drei Millionen Tests sollten noch im Mai ausgeliefert werden, für die kommenden Monate seien je fünf Millionen Tests zur Auslieferung vereinbart.

"Antikörpertests helfen uns, zu wissen, wer eine Corona-Infektion schon durchgemacht hat. So gewinnen wir Erkenntnisse über das tatsächliche Ausbruchsgeschehen", sagte Spahn. Sobald gesicherte Erkenntnisse über eine mögliche Immunität nach durchgemachter Infektion vorlägen, würden die Tests noch größere Bedeutung gewinnen.

Um die Produktionskapazitäten für den neuen serologischen Test Elecsys Anti-Sars-CoV-2 auszubauen, will Roche seine biochemischen Anlagen in Penzberg für rund 170 Millionen Euro ausbauen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine Notfallgenehmigung der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Test bekommen. 

Diese ist einem Sprecher zufolge für alle Länder gültig, die die CE-Kennzeichnung für Produkte akzeptieren. Das seien unter anderem alle Länder innerhalb der Europäischen Union.

Der Test hat den Angaben zufolge eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent. Erstere gibt den Prozentsatz der Betroffenen an, bei denen die Infektion tatsächlich erkannt wird. Letztere sagt aus, wie viele Gesunde von dem Test auch tatsächlich als gesund erkannt werden. Christoph Franz, Verwaltungsratspräsident von Roche, sprach von einem völlig "neuen Qualitätsniveau".

Update 4. Mai, 11.55 Uhr: Staatliche Bauprojekte laufen trotz Corona weiter

Trotz der Corona-Krise gibt es laut Staatsregierung bislang kaum Verzögerungen bei staatlichen Bauprojekten. Der Straßenbau läuft nach Angaben des Bauministeriums "ohne signifikante Behinderungen", wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Auch der Hochbau ist demnach bislang kaum beeinträchtigt.

"Staatliche Baumaßnahmen sichern das Überleben von vielen vorwiegend mittelständischen Unternehmen aus dem Baugewerbe und damit auch tausende Jobs", sagte Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU). "Gerade, weil die wirtschaftliche Lage momentan schwierig ist, ist es wichtig, dass notwendige Baumaßnahmen weitergehen. An erster Stelle steht aber die Gesundheit der Arbeiter am Bau."

Nachdem Österreich und Tschechien ihre Grenzen zu Bayern geschlossen hatten, fehlten zeitweise Bautrupps aus osteuropäischen Ländern und Österreich. Die Unternehmen haben sich nach Angaben des Ministeriums auf die Lage eingestellt und auch den Gesundheitsschutz auf den Baustellen umgesetzt.

"Alle Baustellen laufen und sind mit Arbeitern besetzt", sagte der Sprecher zum Straßenbau. Da weniger Verkehr auf den Straßen unterwegs ist, könnten auch an neuralgischen Punkten Straßenbauarbeiten ohne größere Behinderungen durchgeführt werden. Im Hochbau gebe es nur in Einzelfällen wegen fehlender Mitarbeiter bei Firmen und aufgrund von Lieferengpässen Verzögerungen.

Auch die staatlichen Bauämter treiben laut Ministerium Projektplanungen und Ausschreibungen ohne Einschränkungen oder Verzögerungen voran.

Update 4. Mai, 10.09 Uhr: Marko Pesic über Corona-Pläne: Basketball nicht gefährlicher als Fußball

Marko Pesic, Geschäftsführer der Basketballabteilung des FC Bayern München.
Marko Pesic, Geschäftsführer der Basketballabteilung des FC Bayern München.  © Tobias Hase/dpa

Marko Pesic, Geschäftsführer von Meister FC Bayern München, sieht für eine Fortsetzung der Basketball-Bundesliga in der Corona-Krise kein größeres Risiko als für die Fußball-Bundesliga. 

"Ich weiß nicht, warum das in der Halle gefährlicher wäre als beim Fußball", sagte Pesic auf eine entsprechende Frage beim ZDF-"Morgenmagazin" am Montag. Die BBL orientiere sich am Fußball bei ihrem Konzept für Hygiene und Sicherheit, dies sei aber etwas anders, betonte der Ex-Nationalspieler. "Wir haben ein Konzept gewählt, bei dem wir alle Mannschaften an einem Standort haben können, ein exklusives Hotel für alle Mannschaften haben."

Die BBL will ihre derzeit unterbrochene Saison als Turnier mit zehn Teams an einem Standort ohne Zuschauer fortsetzen. Als Ausrichter beworben haben sich neben den Münchnern auch die beiden Teilnehmer Alba Berlin und Fraport Skyliners aus Frankfurt sowie die Telekom Baskets Bonn, die ihre Saison bereits beendet haben. Die BBL wollte am Montag über die Vergabe beraten.

"Natürlich fragen die Spieler: Was passiert mit mir, wie ist das Risiko und so weiter", berichtete Pesic über Reaktionen aus der Münchner Mannschaft auf die Pläne. "Bis jetzt habe ich, was unsere Spieler angeht, da keine großen Bedenken gehabt, weil sie uns natürlich vertrauen. Wir wären verrückt, wenn wir unsere Spieler und uns alle in Risiken begeben werden, die nicht verantwortlich wären."

Update 4. Mai, 7.58 Uhr: Flüchtlingsrat fordert uneingeschränkten Zugang zu Asylunterkünften

Sozialarbeiter sollen trotz der Corona-Beschränkungen uneingeschränkten Zugang zu allen Asylunterkünften bekommen - das fordern der Bayerische und der Münchner Flüchtlingsrat. 

Sie schrieben dazu einen offenen Brief an die Bayerische Staatsregierung und die Bezirksregierungen. Aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen sei den Mitarbeitern der Asylsozialberatung der Zutritt zu Asylunterkünften bisher teilweise oder vollständig verwehrt worden, heißt es in dem Brief vom Sonntag. 

Besonders in den Unterkünften bestehe ein hohes Risiko, dass sich die Geflüchteten mit dem Coronavirus anstecken. Oft könnten bei der Unterbringung die Abstandsregelungen nicht eingehalten werden, es fehle an Informationen über Schutzmaßnahmen, Regelungen und Einschränkungen. 

Die Asylsozialberatung habe die Aufgabe, die Geflüchteten über diese Risiken zu informieren, schreiben die Flüchtlingsräte. Eine Umsetzung der Forderungen - unter Beachtung der Infektionsschutzmaßnahmen - sei deshalb dringend notwendig.

Update 4. Mai, 7.40 Uhr: Polizeigewerkschaft im Freistaat für Lockerung der Corona-Regeln

Die Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) fordert weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Auch eine Öffnung von Biergärten und Gaststätten sei in naher Zukunft denkbar, sagte der GdP-Landesvorsitzende Peter Schall der Münchner "Abendzeitung" (Montagausgabe).

"Vielleicht könnte man in Biergärten ein Limit von 50 Gästen festlegen, die Zugangskontrollen müssten von einem Sicherheitsdienst überwacht werden." Die Gäste müssten zudem Abstand halten, sagte Schall.

Gruppenausflüge zum Vatertag (Christi Himmelfahrt) am 21. Mai sieht der Gewerkschafter dagegen skeptisch: "Ich kann mir schlecht vorstellen, dass Männer an diesem Tag wie in früheren Jahren in Gruppen mit Leiterwagen und einem Kasten Bier losziehen."

Die "triftigen Gründe", die für ein Verlassen der Wohnung erforderlich sind, nähmen mit der Lockerung der Regeln beständig zu, sagte der GdP-Landeschef. 

Je mehr Bereiche geöffnet würden, desto unmöglicher werde eine Überwachung der Ausgangsbeschränkung durch die Polizei.

Update 4. Mai, 7.10 Uhr: Aiwanger fordert Auto-Kaufprämie für Neu- und Gebrauchtwagen

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister von Bayern.
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Autokäufer sollen nach dem Willen von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) eine Prämie erhalten. Diese Prämie solle für Neu- und Gebrauchtwagen mit Verbrennungsmotoren ab der Abgasnorm Euro 6 gezahlt werden. 

Die Förderung auch klassischer Antriebe soll der Autoindustrie in der Corona-Krise helfen. An diesem Dienstag findet dazu ein Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) statt.

"Jeder schadstoffarme Antrieb muss technologieoffen unterstützt werden, nicht nur wie derzeit Elektroautos", sagte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Aiwanger der "Augsburger Allgemeinen" (Montagausgabe). "Jeder, der ein Auto ab Schadstoffklasse 6 kauft, sollte eine Prämie bekommen, beginnend bei 4000 Euro für den fabrikneuen Wagen, heruntergestaffelt auch für Jahreswagen und Autos bis circa drei Jahre mit 2000 Euro, wenn sie eben schon Schadstoffklasse 6 haben", forderte der Minister.

Die sogenannten Autoländer Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen bei dem Treffen mit Merkel eine Kaufprämie durchsetzen. Viele Wirtschaftswissenschaftler und Umweltexperten sind skeptisch. 

Ökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nannte eine Kaufprämie für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Zeitung einen sozial ungerechten, ökologischen und ökonomischen Unsinn.

Update 4. Mai, 6.15 Uhr: Nur wenige Moscheen in Bayern öffnen - und das auch erst ab Samstag

Während die christlichen Kirchen mit Beginn der Erlaubnis an diesem Montag wieder gemeinschaftliche Gottesdienste zelebrieren, müssen Muslime in Bayern noch bis zum Wochenende warten. 

Aus Fürsorge für die Gesundheit der Gemeindemitglieder und zur Minimierung des Ansteckungsrisikos würden Gottesdienste in Moscheen erst ab dem 9. Mai durchgeführt, teilten die islamischen Religionsgemeinschaften in einer gemeinsamen Erklärung mit. Besonders stark frequentierte Gebete wie Freitagsgebete bleiben ausgesetzt.

Auch sollen nur wenige Moscheen öffnen, die Hygienestandards garantieren können. Muslime sollen ihren religiösen Pflichten weiter in ihren Wohnungen nachkommen. "Mit der Umsetzung der Maßnahmen sind viele ehrenamtlich geführte Gemeinden überfordert und tragen gleichzeitig eine große Fürsorgepflicht für die Gemeindemitglieder und die Gesamtgesellschaft", heißt es in der Mitteilung der Landes- und Regionalverbände der fünf im Koordinationsrat der Muslime vertretenen Religionsgemeinschaften, darunter der Zentralrat der Muslime in Deutschland und Ditib. Auszuwählen, wer zum Gebet kommen darf, "würde zu ungewollten Diskriminierungen führen".

Wie auch in christlichen Kirchen wird die Besucherzahl in Moscheen begrenzt, es gelten Abstands- und Maskenpflicht. Die Gläubigen müssen eigene Gebetsteppiche mitbringen und die rituelle Waschung wird nur zu Hause gemacht. In gemeinsamen Gebetsräumen würden entsprechend dem Frauenanteil in der Moschee feste Kontingente für sie gewährleistet.

Update 4. Mai, 6.13 Uhr: Friseure öffnen wieder

Die Lage wurde langsam haarig - aber von Montag an dürfen auch Bayerns Friseure endlich wieder öffnen. Nach sechs Wochen Zwangspause ist die Nachfrage enorm, schließlich wächst ein Haar in der Zeit etwa zwei Zentimeter. 

"Viele Betriebe sind über die nächsten Monate ausgebucht", sagte Landesinnungsmeister Christian Kaiser. "Auch weil wir nicht mehr so eng terminieren können wie vorher."

Update 3. Mai, 21.40 Uhr: Berufsverbot für schwangere Mitarbeiterinnen einer Behörde

Zum Montag, den 4. Mai, hat das Innenministerium eine weitere Allgemeinverfügung erlassen, um schwangere Mitarbeiterinnen zu schützen. 

Demnach gilt ein Beschäftigungsverbot für alle schwangeren Beamtinnen und Arbeitnehmerinnen ("Tarifbeschäftigte") in einer Behörde, bis zur Aufhebung der bayernweit erlassenen allgemeinen Ausgangsbeschränkungen. 

"Dieses ist zum Schutz der Schwangeren erforderlich, da gerade in Behörden mit Publikumsverkehr ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht", teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntagabend mit.

Es gäbe hier kein unmittelbares Infektionsrisiko für das ungeborene Kind, aber eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Mutter, an COVID-19 zu erkranken. 

Lediglich im Homeoffice dürfen schwangere Mitarbeiterinnen weiterhin für eine Behörde tätig sein

"Kein Beschäftigungsverbot besteht für stillende Mütter. Für diese ist aus arbeits- und infektionsmedizinischer Sicht keine Notwendigkeit ersichtlich, die Dienststelle zu meiden", ergänzte der Innenminister. 

Update 3. Mai, 21 Uhr: 40 Prozent der Todesfälle in Deutschland fallen auf Bayern

Fast 40 Prozent der in Deutschland registrierten Todesfälle fallen auf Bayern. Das teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Abend in einer Mitteilung mit. 

Von gestern auf heute seien die Zahl der Todesfälle um 1,4 Prozent gestiegen. Der Wert sei momentan "erfreulich niedrig", so Herrmann. Im bundesweiten Vergleich schlagen die Todesfälle aber überproportional zu Buche. 

Nach wie vor seien vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungen von einem tödlichen Covid-19-Verlaug betroffen. Auf die Gesamtzahl der Infektionen fallen circa 28,5 Prozent  auf die Altersgruppe 60 plus.

Bei den Sterbefällen fällt die Lage noch deutlicher aus: 97,6 Prozent die Alterskohorten 60 plus, erklärte der Innenminister am Abend. 

Update 3. Mai, 18 Uhr: Wieder öffentliche Gottesdienste trotz Corona

Nach einer wochenlangen coronabedingten Pause dürfen Kirchen in Bayern ab Montag wieder öffentliche Gottesdienste mit Besuchern feiern. 

Die Staatsregierung hatte vor einigen Tagen die seit dem 21. März im Freistaat geltenden Ausgangsbeschränkungen für alle Glaubensgemeinschaften ab dem 4. Mai gelockert.

Bei Gottesdienstbesuchen müssen demnach allerdings viele Auflagen beachtet werden, damit die Ansteckungsgefahr vertretbar bleibt: Dazu gehören Mund-Nasen-Schutz, Mindestabstand von zwei Metern, Hygiene-Konzepte in den Kirchen und je nach Größe des Versammlungsortes auch Obergrenzen für Besucherzahlen.

Wie heikel und umstritten das Thema war, zeigte unter anderem ein Eilantrag eines Münchner Anwalts vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Er hatte gegen das sogenannte Gottesdienstverbot geklagt, weil er als Katholik das Osterfest auch in Corona-Zeiten mit einem Gottesdienst feiern wollte. 

Das Verbot verletze ihn in seiner Religionsfreiheit. Das Gericht folgte der Argumentation aber nicht wegen der Ansteckungsgefahr.

Eine Frau schiebt einen Kinderwagen an einer Apotheke vorbei, die Mundschutzmasken anbietet.
Eine Frau schiebt einen Kinderwagen an einer Apotheke vorbei, die Mundschutzmasken anbietet.  © Peter Kneffel/dpa

Update 3. Mai, 17.30 Uhr: Friseure öffnen ab Montag wieder

Die Lage wurde langsam haarig - aber von Montag an dürfen auch Bayerns Friseure endlich wieder öffnen. 

Nach sechs Wochen Zwangspause ist die Nachfrage enorm, schließlich wächst ein Haar in der Zeit etwa zwei Zentimeter. "Viele Betriebe sind über die nächsten Monate ausgebucht", sagte Landesinnungsmeister Christian Kaiser. 

Denn wegen der Corona-Seuche gibt es strenge Vorgaben. Viele Salons haben keine Warteplätze mehr, ein Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen Kunden ist vorgeschrieben. Die Kunden müssen sich vor Ort die Hände waschen oder desinfizieren und Schutzmasken tragen, ebenso wie die Friseure. Und jeder Kunde muss sich als erstes die Haare waschen lassen: Trockenhaarschnitte sind verboten, ebenso wie Bärte scheren und rasieren.

"Viele werden länger öffnen oder auch am Montag öffnen", sagte Kaiser. Denn wegen der Vorgaben können weniger Kunden parallel bedient werden. 

Insgesamt kommt die Branche relativ ungeschoren davon: Anders als bei Reisebüros oder Fluggesellschaften ist die Nachfrage sofort wieder voll da, es gibt keine Krise nach der Krise. Und im Gegensatz zur Autoindustrie müssen Friseure auch keine Lieferketten erst wieder in Gang bringen.

Auch der oberste Bayer wartet schon darauf. Ministerpräsident Markus Söder sagte schon Mitte April im Bayerischen Rundfunk: "Ich gebe offen zu, ich hätte dringend einen Haarschnitt nötig!"

Update 3. Mai, 16 Uhr: Bayerns Gastgewerbe sieht sich als "lebensrelevant"

Speisekarten stehen auf einer Ablage im Restaurant eines Hotels, das den Betrieb wegen des Coronavirus auf ein Minimum reduziert hat.
Speisekarten stehen auf einer Ablage im Restaurant eines Hotels, das den Betrieb wegen des Coronavirus auf ein Minimum reduziert hat.  © Daniel Karmann/dpa

Bayerns Gastgewerbe hat angesichts der Existenznot Tausender Betriebe einen dramatischen Appell an die Politik gerichtet. 

Wenige Tage vor der für den 6. Mai geplanten Bund-Länder-Konferenz forderte die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Angela Inselkammer, ein stufenweises Wiederhochfahren von Gastronomie und Hotellerie. 

Betriebe sollten öffnen dürfen, soweit sie definierte Standards zum Infektionsschutz einhalten könnten, und zwar unabhängig von willkürlich gewählten Abgrenzungen wie Betriebsgrößen oder Öffnungszeiten.

"Ohne Hotellerie und Gastronomie wird unser Leben ärmer, wir sind nicht nur systemrelevant, sondern lebensrelevant", sagte Inselkammer und beschrieb die Lage der gesamten Branche als "dramatisch". Im Gastgewerbe sei die Arbeitslosigkeit im April um 208 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. 

Dies sei die höchste Steigerung aller Branchen in der deutschen Wirtschaft. Ähnlich sei das Bild bei der Kurzarbeit: "Waren im Februar deutschlandweit 173 Mitarbeiter in Kurzarbeit, so wurde im März und April für über eine Million Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt."

Die beschlossene Reduzierung der Umsatzsteuer auf sieben Prozent sei ein enorm wichtiger Schritt gewesen, für die die Branche auch dankbar sei. Diese Maßnahme werde aber erst zum Tragen kommen, wenn die Betriebe überhaupt wieder Umsätze machen dürften. Bis dahin brauche es dringend einen Fonds mit direkten Finanzhilfen für alle Betriebstypen.

Die Branche erleide nicht aufgrund individueller Fehler Umsatzeinbrüche, sondern die Betriebe seien geschlossen worden, um die Gesundheit der Menschen zu gewährleisten. "Da ist ein verzweifelter Hilfeschrei nach staatlichen Mitteln keine Bittstellerei, sondern die einzige Möglichkeit, eine ganze Branche zu retten", sagte Inselkammer. 

Bei der Bund-Länderkonferenz am Mittwoch müssten Entscheidungen zu Eröffnungstermin und Rettungsfonds getroffen werden.

Update 3. Mai, 15.30 Uhr: Bundesliga-Neustart wäre laut Ex-Ethikrat-Chef "verheerend"

Der langjährige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, lehnt eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga aktuell vehement ab. 

"Ich halte diese Idee medizinisch und epidemiologisch für unverantwortlich – sowohl mit Blick auf die Teams, aber auch mit Blick auf die abertausenden zu erwartenden Fantreffen, lauter Mini-Ischgls. Praktisch halte ich sie für undurchführbar und juristisch für problematisch. Vor allen Dingen hielte ich es für gesellschaftlich fatal, sogar verheerend, sollte jetzt wieder gespielt werden", sagte der Theologie-Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg den "Nürnberger Nachrichten" (Montag-Ausgabe) im Interview.

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Update 3. Mai, 15.15 Uhr: 28 neue Corona-Infektionen in München

In München wurden am Sonntag (Stand 13.30 Uhr) 28 neue Corona-Fälle bestätigt. 

Damit steigt die Zahl der Infektionen auf insgesamt 6017 Infektionen gemeldet.

Darin enthalten sind 4477 Menschen sie mittlerweile genesen sind, sowie 169 Todesfälle.

Update 3. Mai, 15 Uhr: Schulen laut FDP schrittweise stärker öffnen

In einem Dringlichkeitsantrag fordert die FDP-Fraktion im Landtag eine Perspektive für eine weitere kontrollierte Öffnung von Bayerns Schulen. 

In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Papier heißt es, über die bereits beschlossenen Schritte zur Schulöffnung hinaus müsse unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens und der regionalen und lokalen Gegebenheiten über eine Ausweitung auf weitere Klassenstufen entschieden werden.

Wörtlich heißt es: "In Abwägung von Infektionsschutz sowie bildungs- und sozialpolitischen Zielen lässt sich (...) eine schrittweise Öffnung der Schulen für Präsenzunterricht verantworten." 

Dieser solle für weitere Klassenstufen in zwei Schritten im Rotationsverfahren wieder aufgenommen werden. Der erste Teil der Klassen könnte ab der Woche des 18. Mai und der weitere Teil ab der Woche des 25. Mai wieder in den Unterricht einsteigen.

Die FDP-Fraktion knüpft dies jedoch selbst an mehrere Bedingungen. So sollte bis dahin unter anderem die Reproduktionszahl R weiter stabil unter 1 liegen und das lokale Infektionsgeschehen soweit unter Kontrolle sein, dass die Zahl der Infektionen pro Woche lokal unter 50 Fälle pro 100.000 Einwohner liegt.

Beim Transport der Schulkinder sei außerdem darauf zu achten, dass beim ÖPNV die nötigen Mindestabstände garantiert sind. Für Risikopersonen soll es keine Anwesenheitspflicht geben. Sie sollen stattdessen umfassend digital unterstützt werden.

Update 3. Mai, 14.50 Uhr: Münchner Stadion ist vorbereitet auf Geisterspiele

Die Allianz Arena ist laut ihrem Geschäftsführer bereit für Geisterspiele.
Die Allianz Arena ist laut ihrem Geschäftsführer bereit für Geisterspiele.  © Sven Hoppe/dpa

Der FC Bayern München sieht seine vereinseigene Allianz Arena vorbereitet für sogenannte Fußball-Geisterspiele während der Coronavirus-Pandemie. 

"In der Tat: We are ready to play. Wenn es der 9. Mai wird, würde es mich freuen. Und wenn es ein, zwei Wochen später wird, werden wir uns darauf einrichten", sagte Jürgen Muth, Geschäftsführer der Allianz Arena München Stadion GmbH, den Tageszeitungen "Münchner Merkur" und "tz" (Montag-Ausgabe).

Die Vorbereitung auf eine mögliche Fortsetzung der Bundesligasaison in diesem Monat sei "schon sehr intensiv", gestand der Arena-Manager. "Der Anforderungskatalog der DFL ist sehr umfangreich – zu Recht. Da gibt es diverse Maßnahmen, die man nicht nur veranlassen, sondern auch strikt kontrollieren muss. Organisatorisch ist das ein großer Aufwand."

Das beginne bei der Personenbelegung im Stadion. Es gehe aber auch um die Hygiene, die der Stadionbetreiber im besonderen Maße sicherstellen müsse. "Um nur ein Beispiel zu nennen: Die strikte Trennung der Mannschaften auf dem Weg in die Kabine." Bei einem Heimspiel des FC Bayern sollen sich maximal 300 Personen im kompletten Stadion befinden. "Das müssen wir durch unsere Zugangskontrollen sicherstellen", erläuterte Muth (56).

Viele Bereiche im Stadion würden am Spieltag geschlossen sein. "Es wird sich alles konzentrieren auf die 22 Spieler auf dem Rasen", berichtete Muth. Bei regulären Bundesligaspielen ist die Münchner Arena stets mit 75.000 Zuschauern ausverkauft.

Update 3. Mai, 14.15 Uhr: Neue Fallzahlen für Bayern

In Bayern sind inzwischen 43.204  Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 1933 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 34.230 Menschen.

Update 3. Mai, 11.46 Uhr: Corona-Kontrollen der Münchner Polizei

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, führten die Beamten im Zeitraum von Samstag 6 Uhr bis Sonntag 6 Uhr 3700 Kontrollen in Stadt und Landkreis München durch. 

Dabei wurden 113 Verstöße angezeigt, von denen 107 die Ausgangsbeschränkung und vier die Maskenpflicht betrafen.

Am Samstag rief ein Zeuge gegen 23.45 Uhr die Polizei, weil in einer Wohnung in der Isarvorstadt eine Party stattfinden würde. Vor Ort trafen die Beamten acht Personen im Alter von 18 bis 22 Jahren an. Allen wurde ein Platzverweis erteilt. Außerdem wurden sie wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Ein Mann hat sein Homeoffice auf die sonnige Fensterbank seiner Wohnung verlegt.
Ein Mann hat sein Homeoffice auf die sonnige Fensterbank seiner Wohnung verlegt.  © Kay Nietfeld/dpa

Update 3. Mai, 10.56 Uhr: Müller-Hohenstein: Profi-Fußball muss sich nach Krise neu aufstellen

Der Profi-Fußball muss sich nach Ansicht der Sport-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein nach der Überwindung der Corona-Krise neu aufstellen. 

Die Summen, die über Fernseh- und Transfergelder im System seien, ließen sich auf Dauer nicht mehr moralisch vertreten, sagte die 54-Jährige am Sonntag im Radiosender Antenne Bayern. Müller-Hohenstein, die seit 2006 das Aktuelle Sportstudio im ZDF moderiert, sprach von einer "riesigen Blase, die immer größer geworden ist". 

Vor allem viele Transfersummen hält sie für überzogen. Wenn 220 Millionen Euro für einen einzigen Spieler ausgegeben werden, habe sie doch Zweifel, ob das richtig sei.

Update 3. Mai, 9.26 Uhr: SPD fordert Rettungsschirm für Hotel- und Gaststättengewerbe

Die Landtags-SPD macht Druck für eine Beendigung des Lockdowns in Hotels und Gastronomie in Bayern. 

Wie die Fraktion am Sonntag mitteilte, plädiert sie für eine schrittweise Öffnung von Restaurants, Cafés, Ferienwohnungen und Pensionen ab Mitte Mai. Nötig seien verbindliche und klare Perspektiven für eine vorsichtige Normalisierung, sagten die wirtschaftspolitische Sprecherin Annette Karl und die tourismuspolitische Sprecherin Martina Fehlner.

Die SPD-Politikerinnen fordern auch einen eigenen bayerischen Rettungsschirm für die Branche, in der derzeit ein Drittel aller Betriebe in ihrer Existenz akut bedroht sei. Bisherige Hilfsmaßnahmen reichten nicht aus, um Insolvenzen zu verhindern. Wichtig sei dabei, dass staatliche Hilfen nicht zurückgezahlt werden müssen.

Zur Forderung nach einer schrittweisen Öffnung sagte Karl: !Ich bin überzeugt, dass es gelingen kann, mit entsprechenden Hygienekonzepten und ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen ein Ansteckungsrisiko weitestgehend zu minimieren.! 

Wenig problematisch sei aus ihrer Sicht der Betrieb von Ferienhausvermietungen und Pensionen.

Update 3. Mai, 7.08 Uhr: Huml beruft Expertengremium zu Pflege ein

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) setzt beim Kampf gegen das Coronavirus in der Langzeitpflege auch auf ein neues Expertengremium. 

Dem Gremium gehören nach Angaben der Ministerin unter anderem Vertreter der Medizin, der Pflegewissenschaft, des Pflegemanagements sowie der Pflegepädagogik und der Sozialwissenschaften an. "Eine Aufgabe des Gremiums ist es, Handlungsempfehlungen für die Langzeitpflege mit zu erarbeiten", sagte Huml am Sonntag.

Neben dem Infektionsschutz gehe es auch um ethische und gesellschaftliche Grundsatzfragen. Dies betreffe vor allem Besuchsregelungen in Pflegeeinrichtungen. Huml prüft nach eigenen Angaben derzeit, ob es Erleichterungen beim Besuchsverbot für Altenheime und Pflegeeinrichtungen geben kann. Ziel seien Modelle, die gleichzeitig dem Infektionsschutz dienen und das Problem der Einsamkeit lösen.

Vorsitzende des neuen Expertengremiums ist Astrid Herold-Majumdar, Professorin für angewandte Pflegewissenschaft der Hochschule München.

Update 3. Mai, 7.06 Uhr: Digitalministerium will sich für die Öffnung von Autokinos einsetzen

Das bayerische Digitalministerium will sich für die Öffnung von Autokinos in der Corona-Krise einsetzen. 

"Die Auswirkungen der Kinoschließungen auf die Filmwirtschaft sind besorgniserregend", teilte das auch für die Filmbranche zuständige Ministerium mit. "Und auch für die Bürgerinnen und Bürger wäre die Möglichkeit eines Kinoerlebnisses eine schöne Alternative." Dennoch habe der Schutz der Gesundheit momentan absoluten Vorrang.

In Bayern sind Autokinos wegen der Corona-Pandemie verboten. Ihr Besuch gilt nicht als triftiger Grund, die Wohnung zu verlassen. 

Auch in vielen bayerischen Städten gibt es momentan Initiativen, ein Autokino zu öffnen. Im eigenen Auto soll demnach der Besuch von Kinovorstellungen - aber auch von Konzerten, Kabarett, Theater und größeren Gottesdiensten - möglich sein.

Mehr Infos dazu gibt's >>> hier.

Update 2. Mai, 16 Uhr: Bayerischen Minister vor haariger Herausforderung

Nach sechs Wochen machen am Montag wieder die Friseure im Freistaat auf - und werden wohl zunächst einige Frisuren retten müssen. 

Denn was macht man, wenn wochenlang die Profis geschlossen haben? Es gibt zwei Möglichkeiten: Wachsen lassen oder selber ran. Im Internet gibt es sogar den Hashtag #CoronaHaircut - und die Ergebnisse sehen teilweise echt nicht gut aus. 

Doch wie haben sich die Entscheidungsträger im Freistaat in den vergangenen Wochen über Wasser gehalten? Mehr dazu liest Du >>>hier

Update 2. Mai, 15.25 Uhr: Handel schöpft Hoffnung

Bayerns Einzelhandel schöpft nach dem massiven Einbruch im Zuge der Corona-Pandemie wieder etwas Hoffnung. 

Der erste "Shoppingsamstag" nach der Lockerung der Corona-Regeln sei überraschend gut angelaufen, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Trotz Aprilwetters mit Regengüssen hätten sich teilweise sogar Schlangen vor den Geschäften gebildet.

Ohlmann schätzte das Kundenaufkommen auf etwa 50 bis 60 Prozent eines normalen Samstagsgeschäfts. Dies sei ebenso wie bei den Umsätzen zwar nur ein "kleiner Vitaminstoß" für die Branche, jedoch besser als nichts. Mit der Disziplin beim Maskentragen, der Einhaltung der Abstandsregeln und der Beschränkung der Verkaufsflächen hätten Kunden und Handel ihre Hausaufgaben gemacht. 

Jetzt komme es darauf an, auf dem Weg der Lockerungen weiterzugehen.

Aus Sicht der Branche ist es vor allem nötig, die Gastronomie wieder öffnen zu lassen und die Begrenzung der Verkaufsflächen auf 800 Quadratmeter wieder aufzuheben. "Dann erst wird es auch im Handel wieder richtig flutschen", sagte Ohlmann.

Am Montag hatten nach gut fünfwöchiger Pause wegen der Corona-Pandemie Geschäfte jenseits des täglichen Bedarfs wie Modeläden und Buchhandlungen in Bayern wieder öffnen dürfen. Die meisten Branchen müssen allerdings ihre Verkaufsfläche derzeit auf maximal 800 Quadratmeter reduzieren, falls sie größer ist.

Update 2. Mai, 15 Uhr: Neue Corona-Infektionen in München

In München wurden am Samstag (Stand 13.30 Uhr), 34 neue Corona-Fälle bestätigt. 

Damit steigt die Zahl der Infektionen in der Landeshauptstadt auf 5989 Fälle.

Darunter sind 4411 Personen, die bereits genesen sind, sowie 169 Todesfälle.

Update 2. Mai, 14.15 Uhr: Neue Fallzahlen für Bayern

In Bayern sind inzwischen 43.050 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1907 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 33.610 Menschen.

Update 2. Mai, 12.30 Uhr: Polizei stellt 244 Anzeigen in München aus

Von Freitag auf Samstag führte die Münchner Polizei über 3400 Kontrollen der Corona-Auflagen durch. Dabei mussten 244 Verstöße angezeigt werde, acht betrafen die Maskenpflicht.

Am Freitagabend wurde die Polizei von einem Anwohner in die Alfonsstraße nach Neuhausen alarmiert. Dort fand den Angaben nach eine Party im Innenhof eines Mehrfamilienhauses statt.

Vor Ort stellten die Beamten 50 Personen fest, die dort feierten und meist die geforderten Mindestabstände zueinander einhielten. Ein 40-Jähriger legte im ersten Stock des Hauses Musik auf. Nach Aufforderung der Polizei schaltete der die Musik ab, woraufhin einige der Anwesenden den Hinterhof umgehend verließen. 

Von den restlichen circa 20 Personen wurden die Personalien aufgenommen, sie durften den Hof ebenfalls verlassen. 

Die 40-jähriger "DJ" wird wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Mit rotweißem Klebeband sind die Worte "Abstand halten" vor einer Eisdiele auf das Pflaster geschrieben.
Mit rotweißem Klebeband sind die Worte "Abstand halten" vor einer Eisdiele auf das Pflaster geschrieben.  © Peter Kneffel/dpa

Update 2. Mai, 11 Uhr: Homeoffice zeigt sich am Stromzähler

In der Corona-Krise stehen Millionen Menschen in Deutschland offensichtlich später auf als sonst - und gehen auch später unter die Dusche.

Die Stadtwerke in mehreren deutschen Kommunen beobachten in ihren Messdaten zum Strom- und Wasserverbrauch coronabedingte Veränderungen des Alltags.

"Morgens nutzen unsere Kundinnen und Kunden derzeit später Strom als sonst", sagt ein Sprecher der Stadtwerke München.

Mittags steigt in der bayerischen Landeshauptstadt der Stromverbrauch - die Münchner Stadtwerker vermuten, dass mehr daheim gekocht wird.

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Update 2. Mai, 9 Uhr: SPD fordert kostenlose Telefon- und Internetnutzung in Kliniken

In bayerischen Krankenhäusern herrscht ein umfassendes Besuchsverbot, daher fordert die Landtags-SPD eine kostenfreie Telefon- und Internetnutzung für die Klinik-Patienten. 

"Seit Wochen müssen viele Menschen allein in ihren Krankenbetten ausharren. Die einzigen Kontaktmöglichkeiten zu ihren Lieben sind Telefon und Internet", sagte die Landtagsabgeordnete Ruth Waldmann. Die Gebühren, die Krankenhäuser für die Nutzung verlangten, seien zum Teil ziemlich hoch. "Deshalb sollten die Menschen, die ja unverschuldet in diese Lage geraten sind, davon entlastet werden."

Die Fraktion hatte stichprobenartig bei Kliniken im Freistaat angefragt, wie hoch die Gebühren für die Patienten in Zeiten der Corona-Krise ist. "Manche Kliniken zeigen bereits ihr besonderes soziales Verantwortungsbewusstsein – und das ohne die Kosten vom Freistaat erstattet zu bekommen", sagte der Oppositionspolitiker Florian von Brunn. Daher sieht er hier auch die Staatsregierung in der Verantwortung und plädiert dafür,"dass alle Krankenhäuser über den angekündigten staatlichen Rettungsschirm entschädigt werden."

Etwa an den Unikliniken in Augsburg und Würzburg sind nach Angaben der SPD Telefonanrufe und WLAN-Nutzung bereits kostenlos. Auch in den Städtischen Münchner Kliniken können Patienten kostenfrei ins deutsche Festnetz telefonieren - auch für die Fernsehnutzung muss nicht gezahlt werden.

In einigen Krankenhäusern gibt es laut SPD hingegen Nachbesserungsbedarf - etwa am Uniklinikum in Erlangen oder dem LMU Klinikum in München. Es gebe außerdem Krankenhäuser, die nur für explizite Corona-Patienten Nachlässe gewährten, wie im Klinikum Rechts der Isar in München. 

"Obwohl ja die Besuchsbeschränkungen für alle gelten", heißt es von Seiten der Fraktion.

Update 2. Mai, 8.30 Uhr: Gedämpfte Hoffnung auf Bergsommer

Die Urlaubsaussichten sind düster in der Corona-Krise - selbst für schlichte Ziele. Volle Berghütten werde es diesen Sommer nicht geben, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD). 

Selbst eine Brotzeit to go ist kaum irgendwo zu haben. Hütten und Almen sind fast überall geschlossen. Ob und wann die Berghütten öffnen können, ist unklar. Beim Deutschen Alpenverein (DAV) heißt es, man warte auf die Entscheidungen der Politik in Bayern, aber auch in Österreich. 

Eine internationale Arbeitsgruppe habe Vorschläge erarbeitet, wie eine Öffnung und ein Sommerbetrieb mit sehr viel Abstand aussehen könnte, sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher. "Wir hoffen darauf, dass die Hütten öffnen können."

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Update 2. Mai, 8 Uhr: Durchsuchung bei medizinischer Einrichtung

Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung im Zusammenhang mit einem Corona-Fall hat die Polizei eine medizinische Einrichtung in Niederbayern durchsucht. 

Es handele sich um ein umfangreiches Ermittlungsverfahren, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Freitagabend mit. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf und die Kripo Straubing ermittelten demnach unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in einem Fall sowie fahrlässiger Körperverletzung in einem weiteren Fall gegen die Einrichtung in Schaufling (Landkreis Deggendorf).

"Durch eine Anzeige ergaben sich Hinweise, dass die vorgeschriebenen Schutz- und Hygienemaßnahmen in der Einrichtung möglicherweise nicht ordnungsgemäß umgesetzt und vollzogen wurden", hieß es. Es sei möglich, dass dadurch ein "größerer Personenkreis" einer Ansteckungsgefahr durch das Virus Sars-Cov-2 ausgesetzt gewesen sei.

Ein 82-jährige Frau sei nach dem Besuch der Einrichtung an der Erkrankung Covid-19 gestorben. "Die Gründe für die Infektion der Frau sind Gegenstand der weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen."

Die Einrichtung habe die Kriminalpolizei bei dem Einsatz unterstützt, hieß es. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Polizisten stehen an der Bundesstraße 512 in der Nähe von Neuhaus am Inn an einer Kontrollstelle an der Grenze zu Österreich.
Polizisten stehen an der Bundesstraße 512 in der Nähe von Neuhaus am Inn an einer Kontrollstelle an der Grenze zu Österreich.  © Sven Hoppe/dpa

Update 2. Mai, 6 Uhr: Demonstrationen zum 1. Mai: Corona-Auflagen überwiegend eingehalten

Unter strengen Corona-Auflagen haben in Bayern zum 1. Mai mehrere kleinere Demonstrationen stattgefunden. 

"Die Regeln wurden größtenteils überall eingehalten", sagte ein Polizeisprecher in Nürnberg am Freitag. Zwar habe sich nach einer Veranstaltung am Petra Kelly Platz ein "Spaziergang" mit rund 300 Menschen gebildet, jedoch wurden die nötigen Abstandsregeln eingehalten. Erlaubt waren eigentlich nur maximal 50 Demonstranten gleichzeitig.

Auch in München versammelten sich einem Polizeisprecher zufolge bei einer Demonstration an der Schwanthalerstraße statt 50 zeitweise 300 bis 350 Menschen. Die Demonstranten zogen unter Einhaltung der Abstandsregeln weiter bis zum Sendlinger Tor, wie der Polizeisprecher weiter sagte. 

Der Zug sei kurzfristig vom bayerischen Verwaltungsgerichtshof erlaubt worden.

Update 1. Mai, 16 Uhr: Deutlich weniger Einsätze in der Freinacht

Corona-Auflagen und regnerisch-kaltes Wetter haben in der diesjährigen Freinacht nur wenige Menschen in Bayern auf die Straßen gelockt. 

Innenminister Joachim Herrmann zog am Freitag in München eine positive Bilanz: Die bayerische Polizei hatte in der Nacht zum 1. Mai knapp zwei Drittel weniger Einsätze als 2019. 

Demnach gab es zwischen Donnerstag, 19.00 Uhr, und Freitag, 7.00 Uhr, insgesamt nur 594 Einsätze - im Jahr zuvor waren es rund 1000 mehr. 

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Update 1. Mai, 15 Uhr: Neue Fallzahlen für München und Bayern

In Bayern sind inzwischen 42.916  Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 1886 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 32.580 Menschen. 

In München wurden indes 62 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5955 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 4349 Personen, die bereits genesen sind, sowie 168 Todesfälle.

Update 1. Mai, 14.30 Uhr: FC Augsburg wartet auf Erlaubnis für Mannschaftstraining

Der FC Augsburg hofft auf eine baldige Erlaubnis der Gesundheitsbehörden für die Wiederaufnahme des Teamtrainings. 

Nachdem die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Donnerstag damit begonnen hatte, flächendeckend in den beiden Bundesligen Spieler, Trainer und Betreuer auf das Coronavirus zu testen, könnte schon in der nächsten Woche wieder regulär trainiert werden - das zumindest plant RB Leipzig. 

Ein konkretes Datum für die Rückkehr zu regulären Einheiten inklusive Körperkontakt gebe es in Augsburg noch nicht. 

"Sobald aber die Freigabe der Behörden da ist, werden auch wir wieder in das Mannschaftstraining einsteigen", sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Update 1. Mai, 14 Uhr: Richard-Strauss-Festival wird auf 2021 verschoben

Und wieder wird eine Kulturveranstaltung in Bayern wegen der Corona-Krise verschoben: Wie die Stadt Garmisch-Partenkirchen und die Veranstalter am Freitag mitteilten, wird das Richard-Strauss-Festival von diesem auf das nächste Jahr verschoben. 

Zuvor hatte das zuständige Landratsamt die Durchführung des Musikfestivals untersagt. Das Risiko sei zu hoch, dass neue Infektionsketten entstehen.

Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer reagierte enttäuscht, aber zeigte auch Verständnis für die Entscheidung: "Die Absage ist in jeglicher Hinsicht nachvollziehbar, aber auch ein herber Einschnitt in das kulturelle Leben von Garmisch-Partenkirchen." 

Das Programm soll nun vom 18. bis zum 27. Juni 2021 stattfinden, Karten sollen ihre Gültigkeit behalten oder in gleichwertige Gutscheine getauscht oder storniert werden können.

Update 1. Mai, 12 Uhr: Viele Orte ohne neuen Maibaum, Kran als Hilfe in Corona-Zeiten

Mitarbeiter des Bauhofs bereiten am Marktplatz in Cham einen Maibaum zum Aufstellen mit einem Kran vor.
Mitarbeiter des Bauhofs bereiten am Marktplatz in Cham einen Maibaum zum Aufstellen mit einem Kran vor.  © Armin Weigel/dpa

In vielen Orten Bayerns bleibt der Dorfplatz heuer erst einmal leer. Wegen der Corona-Krise konnten am 1. Mai nicht wie sonst neue Maibäume aufgestellt werden. 

Zum traditionsgerechten Aufstellen mit Muskelkraft sind an die Hundert Helfer oder mehr nötig - keine Option in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und hohem Ansteckungsrisiko.

In einigen wenigen Gemeinden rückte ersatzweise ein Kran an. In Oberwössen und Unterwössen im Landkreis Traunstein wurden am Freitag neue Bäume auf diese Art aufgerichtet - ohne Publikum und ohne Maifeier. 

Am Vortag hatte so das oberpfälzische Cham einen neuen weiß-blau verzierten Stamm bekommen. 

Allerdings half auch in früheren Jahren in vielen Orten schon der Kran - das Aufstellen von Hand ist aufwendig und gefährlich.

Update 1. Mai, 11.45 Uhr: Münchner Polizei weist auf Maskenpflicht an Haltestellen hin

Von Donnerstag auf Freitag führte die Polizei in München über 5200 Kontrollen durch. Dabei wurden 146 Verstöße angezeigt. 27 davon betrafen die Maskenpflicht.

Überwiegend wird die Maskenpflicht im Münchner ÖPNV befolgt, teilte die Polizei am Freitag mit. Dennoch gibt es offenbar weiter Unklarheiten, dass die Tragepflicht auch an den Wartebereichen der Bushaltestellen und allen Bahnhöfen gilt. 

"Dies gilt auch für Bereiche, an denen es eine Mischnutzung von Fern- und Nahverkehr gibt", erklärte die Polizei. 

Erste wenn der Bahnhof oder die Haltestelle verlassen wird, darf man die Maske abnehmen. 

Update 1. Mai, 11. 30 Uhr: Polizei löst Party auf und findet Rauschgift

Auch die Einschränkungen infolge der Corona-Krise haben im oberbayerischen Freising die Feierlaune einer Gruppe junger Leute nicht bremsen können. 

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde gegen Mitternacht eine lautstarke Party aus einer Gaststätte gemeldet. Die Beamten trafen dort sieben Personen an, die ihren eigenen Tanz in den Mai veranstalteten. 

Einer der Beteiligten, ein 30-Jähriger, war vom Inhaber zuvor mit der Renovierung der Gaststätte beauftragt worden. Dies habe er anscheinend ausgenutzt, um dort mit Freunden zu feiern. 

Bei dem 30-Jährigen seien ein Joint und weiteres Rauschgift gefunden worden. 

Die Party wurde laut der Mitteilung aufgelöst, gegen alle Beteiligten wurde Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet.

Update 1. Mai, 10.45 Uhr: Positive Bilanz nach einer Woche Maskenpflicht im ÖPNV

"Mund und Nase bedecken!" steht in Deutsch und Englisch auf einem Schild an einem Waggon der Münchner U-Bahn.
"Mund und Nase bedecken!" steht in Deutsch und Englisch auf einem Schild an einem Waggon der Münchner U-Bahn.  © Lino Mirgeler/dpa

Knapp eine Woche nach der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln hat Bayerns Verkehrsministerium eine positive Bilanz gezogen. 

"Die Maskenpflicht stößt auf große Akzeptanz", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Freitag laut Mitteilung ihres Ministeriums.

"Rückmeldungen von den Verkehrsverbünden zeigen, dass die große Mehrheit der Fahrgäste eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, an vielen Stellen sind es 98 oder sogar 99 Prozent. Bewusste Verstöße gibt es kaum", sagte die Ministerin. 

Seit Montag müssen Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen, Haltestellen und in Servicecentern Mund und Nase mit einer Maske, einem Tuch oder Schal bedecken.

Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek betonte, dass die Einhaltung der Maskenpflicht auch weiterhin regelmäßig überprüft werde: "Wir setzen in erster Linie auf die Vernunft der Fahrgäste." 

Es werde aber auch weiterhin Kontrollen geben.

Update 1. Mai, 10.30 Uhr: Feuchtwangen verschiebt Festspiele

Wegen der Corona-Krise hat die Stadt Feuchtwangen die diesjährigen Festspiele abgesagt und das gesamte Programm auf das nächste Jahr verschoben. 

Dies teilte die mittelfränkische Stadt am Freitag mit. Alle bisher geplanten Vorstellungen sollen stattdessen vom 8. Mai bis zum 15. August 2021 stattfinden. Im Vorverkauf erworbene Karten könnten ab sofort entweder auf einen neuen Termin in der Spielzeit 2021 umgebucht oder in einen Festspiel-Gutschein mit einer Gültigkeit für drei Spielzeiten umgewandelt werden, hieß es.

Update 1. Mai, 10 Uhr: Erreger wird laut Arzt nicht verschwinden

Mediziner rechnen mit einem leichten Abflauen der Coronavirus-Infektionen im Sommer. 

Die stärkere Sonneneinstrahlung könne das Virus etwas zurückdrängen, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. 

"Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass wir durch die höheren Temperaturen ein Verschwinden des Virus erreichen werden. Der Effekt im Sommer entsteht unter anderem dadurch, dass die UV-Strahlung stärker ist - und Viren lassen sich durch UV-Licht abtöten."

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Update 1. Mai, 9 Uhr: Klinikclowns unterhalten weiter in Altenheimen und Kinderkrankenhäusern

Wegen der Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise dürfen Klinikclowns die Kinderkliniken, Alten- und Pflegeheime, die sie sonst besuchen, nicht betreten.

Ausfallen sollen ihre Visiten deswegen aber nicht. "Die Clowns sind natürlich sehr mit Kreativität gefordert", heißt es vom Verein Bayerischer Klinikclowns.

Das bedeutet für die 67 Clowns im Freistaat: WhatsApp-Nachrichten, Video-Anrufe, selbst gedrehte Filmchen – und nach draußen verlegte Auftritte: vor Fenster, in Innenhöfen und Gärten - wie beim AWO-Seniorenzentrum Sauerlach im Landkreis München.

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Update 1. Mai, 8 Uhr: Weniger Unfälle, aber mehr Raser

Wegen des Lockdowns sind die Straßen im Freistaat derzeit deutlich leerer als sonst. Was so manchen Autofahrer dazu verlockt, das Gaspedal durchzutreten. Manche verlieren dabei jegliches Maß.

80 Stundenkilometer sind erlaubt, doch das Motorrad schießt mit 229 Sachen an der Radarkontrolle vorbei. Der Raser, der auf der Bundesstraße 300 bei Gachenbach (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) geblitzt wurde, ist einer der traurigen Spitzenreiter der vergangenen Wochen. Doch er ist längst nicht der einzige, der zu schnell unterwegs ist. 

Die Polizei registriert zwar wegen der Ausgangsbeschränkungen deutlich weniger Verkehr auf den Straßen und damit auch eine geringere Zahl von Temposündern. 

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Update 1. Mai, 7 Uhr: Söder warnt Laschet die Wirschaft auf Kosten der Gesundheit zu stabilisieren

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat erneut dafür geworben, die wirtschaftlichen Folgeschäden der Corona-Einschränkungen verstärkt zu diskutieren. 

Die Rezession sei "ein sehr sehr hoher Preis, über den wir in den letzten Wochen viel zu wenig gesprochen haben", sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend nach Bund-Länder-Beratungen in einem ZDF-"spezial". Man müsse bedenken, dass zum Beispiel auch Kurzarbeit gesundheitliche Schäden beim Menschen verursachen könne.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mahnte bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen erneut zu Vorsicht. 

"Durch unser umsichtiges Vorgehen in Deutschland können wir hier eher wieder hochfahren und damit auch insgesamt die Wirtschaft stabilisieren", sagte der CSU-Politiker ebenfalls im ZDF-"spezial". 

In anderen Ländern sei die Wirtschaft mit viel dramatischeren Auswirkungen im Sinkflug. "Es wird weitere Erleichterungen geben", versprach Söder.

"Aber ein Leben mit Corona ist eben nicht das normale Leben, das wir kennen".

Kunden stehen in einem Hornbach-Baumarkt in einer Schlange an der Kasse.
Kunden stehen in einem Hornbach-Baumarkt in einer Schlange an der Kasse.  © Sven Hoppe/dpa

Update 30. April, 19.55 Uhr: Allianz streicht Gewinnziel wegen Corona-Unsicherheit

Der Versicherungskonzern Allianz zieht nach Bremsspuren im ersten Quartal seinen Jahresgewinnausblick zurück. 

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Unsicherheiten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und den aktualisierten Planzahlen dürfte 2020 das Ziel eines operativen Ergebnisses von 11,5 bis 12,5 Milliarden Euro nicht mehr erreichbar sein, hieß es in einer am Donnerstagabend in München veröffentlichten Mitteilung. "Ein neues Gewinnziel für 2020 wird der Vorstand nach Abschluss der revidierten Planung kommunizieren."

Im ersten Quartal war das operative Ergebnis von 3,0 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 2,3 Milliarden Euro gesunken. Unter dem Strich fiel der Gewinn von 2,0 auf 1,4 Milliarden Euro.

Update 30. April, 19.15 Uhr: Alkoholkonsum macht Corona-Lockerungen für Gastronomie schwer

Sorgen vor unvorsichtigen alkoholisierten Gästen machen nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder Corona-Lockerungen in der Gastronomie besonders schwer.

Auch wenn nächste Woche über Perspektiven für Gastronomie und Handel gesprochen werde und die Beteiligten "kluge, tolle Konzepte" vorgelegt hätten, bleibe der Bereich "die größte Herausforderung", sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag nach einer Schalte von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie in Berlin.

Söder betonte: In der Gastronomie mache ein Mundschutz der Gäste wenig Sinn und das Distanzgebot, was zur Verhinderung weiterer Ansteckungen zentral sei, "bleibt angesichts von Alkohol nun, sagen wir, zumindest schwerer konsequent umsetzbar. Es ist aber die Realität des Lebens".

Die Lockerungskonzepte der Bereiche "müssen nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern auch in Realität".

Update 30. April, 18.20 Uhr: Markus Söder und Angela Merkel witzeln über Urlaubsziele in Deutschland

Urlaubsreisen sollten nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) - wenn überhaupt - am besten nach Nord- oder Süddeutschland gehen. 

Sollten trotz des Infektionsgeschehens im Sommer tatsächlich wieder Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands möglich seien, empfehle er bei Reisen in Richtung Süden einen Urlaub in Bayern, sagte CSU-Chef Söder. Daraufhin witzelte Merkel, deren Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern liegt, dass man auch im Norden viel Spaß haben könne. Söder fasste es kurzerhand so zusammen: "Süden und Norden - der Westen ist da nicht dabei." 

Vielleicht eine kleine Spitze gegen Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU), der nicht an der Pressekonferenz nach der Schalte von Bund und Ländern zur Corona-Krise teilnahm.

Update 30. April, 17.50 Uhr: Kampf gegen Coronavirus ist Marathonlauf

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus als Marathonlauf bezeichnet, bei dem Ziel und Dauer noch nicht absehbar seien. Man dürfe nichts überstürzen und dürfe nicht über die eigenen Füße stolpern, sagte Söder am Donnerstag nach einer Schaltkonferenz der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.

Söder warnte vor "Experimenten mit der Gesundheit der Menschen", man müsse weiter vorsichtig und geduldig sein. Die Zahlen hätten sich stabilisiert, die Sorge aber bleibe. "Wir wissen nicht, was kommt." Es drohe immer die Gefahr eines Rückfalls und einer zweiten Welle.

Söder betonte zudem, man dürfe nicht nur die Frage stellen, welche Folgen der Lockdown habe. Man müsse auch die Frage stellen, was passiert wäre, wenn man nicht gehandelt hätte. "Was wäre in unserem Land los gewesen, hätten wir es verschlafen?", fragte der CSU-Chef.

Markus Söder (CSU) hat den gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus als Marathonlauf bezeichnet.
Markus Söder (CSU) hat den gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus als Marathonlauf bezeichnet.  © Sven Hoppe/dpa

Update 30. April, 17.48 Uhr: Karlsruhe lehnt Eilantrag aus Bayern gegen 800-Quadratmeter-Regel ab

Das Bundesverfassungsgericht hat einen ersten Eilantrag gegen die Begrenzung der Verkaufsfläche im Einzelhandel wegen der Corona-Pandemie abgelehnt. Geklagt hatte ein Modehaus aus Bayern. Angesichts der Gefahren für Leib und Leben müssten die wirtschaftlichen Interessen großer Ladengeschäfte, Einkaufszentren und Kaufhäuser derzeit zurücktreten, entschieden die Karlsruher Richter bereits am Mittwoch. Der Beschluss wurde am Donnerstagnachmittag veröffentlicht.

In Bayern durften zunächst nur Geschäfte mit einer Fläche von höchstens 800 Quadratmetern wieder öffnen. Das hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof als verfassungswidrig beanstandet, die Regelung aber in Kraft gelassen. Daraufhin erlaubte die Landesregierung auch größeren Geschäften die Öffnung. 

Es dürfen aber nur 800 Quadratmeter der Gesamtfläche genutzt werden. Das Modehaus ist 7000 Quadratmeter groß. Die Geschäftsführer kritisieren die Differenzierungen nach Fläche als nicht sachgerecht.

Die Verfassungsrichter halten ihre Klage nicht für aussichtslos. Sie bedürfe einer eingehenden Prüfung. Im Eilverfahren ging es nur darum, was in der Zwischenzeit schlimmere Folgen hätte - wenn die Regelung bliebe oder wenn sie gekippt würde. 

Dabei gaben die Richter dem Gesundheitsschutz den Vorrang. Für sie spielte auch eine Rolle, dass das Modehaus inzwischen zumindest wieder auf 800 Quadratmetern öffnen darf. So werde der Umsatzausfall zumindest abgemildert. Die Notwendigkeit der Beschränkung müsse bei jeder Fortschreibung der Corona-Verordnung neu geprüft werden.

Update 30. April, 17.35 Uhr: Audi rechnet 2020 mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisrückgang

Der Autobauer Audi rechnet nach dem Gewinneinbruch im ersten Quartal im Zuge der Corona-Krise auch für das gesamte Jahr mit deutlichen Rückgängen.

Der Konzern gehe aktuell von Auslieferungen, Umsatzerlösen sowie einem operativen Ergebnis "deutlich unter dem Vorjahresniveau aus", teilte die VW-Tochter aus Ingolstadt am Donnerstag mit. Es würden auf Gesamtjahressicht "signifikante Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft und die Automobilmärkte" erwartet.

Audi hatte bereits Mitte April Zahlen für das erste Quartal mitgeteilt. Der Absatz brach weltweit in den ersten drei Monaten um 21,1 Prozent auf 352.993 Fahrzeuge ein. Der Betriebsgewinn sackte auf 15 Millionen Euro - nach 1,1 Milliarden Euro im bereits schwachen Vorjahresquartal. 

Der Umsatz ging innerhalb eines Jahres von rund 13,81 Milliarden auf rund 12,45 Milliarden Euro zurück.

Audi rechnet im Jahr 2020 mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisrückgang.
Audi rechnet im Jahr 2020 mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisrückgang.  © Uli Deck/dpa

Update 30. April, 17.20 Uhr: Gelockerte Einreise für Bewohner österreichischer Enklaven

Für die Bewohner österreichischer Enklaven wird die Einreise nach Deutschland in der Corona-Krise wieder leichter. 

Dies betreffe Menschen aus Jungholz, Hinterriß und dem Kleinwalsertal, die sich versorgen oder Behördengänge erledigen müssten müssen, teilte die Bundespolizei am Donnerstag mit. Das müsse allerdings in der jeweiligen Grenzregion geschehen, hieß es weiter. 

Auch die Durchreise durch Deutschland ist für die Bewohner seit Mittwoch wieder erlaubt - von einem Teil Österreichs zu einem anderen.

Update 30. April, 16.40 Uhr: Trotz Corona-Krise! Sponsor Bora erfüllt Vertrag beim Radsport-Team

Der Rad-Rennstall Bora-hansgrohe kann auch während der Coronavirus-Pandemie mit den Geldern seines Sponsors Bora rechnen. Der bayerische Hersteller von Küchengeräten sicherte am Donnerstag seine "vollumfängliche wie vertraglich vereinbarte" Unterstützung zu. 

"Wir wollen ein Zeichen setzen. Gerade in Zeiten wie diesen ist es unsere Haltung, zu unserer Vereinbarung zu stehen. Wir werden unser Engagement in vollem Umfang aufrechterhalten", sagte Bora-Geschäftsführer Willi Bruckbauer.

Wegen der Corona-Krise finden bis zum 1. August keine Rennen der World Tour statt. Danach sollen nach aktuellem Stand Tour de France, Giro d'Italia, Vuelta und mehrere Frühjahrsklassiker nachgeholt werden. "Der Werbewert unserer Sponsoring-Aktivitäten war in den vergangenen Jahren herausragend und hat zum wirtschaftlichen Erfolg von BORA beigetragen", begründete Bruckbauer. 

Die Verantwortlichen der Teams gehen davon aus, dass 70 Prozent der Jahreseinnahmen mit einer Austragung der Tour gesichert werden können.

Update 30. April, 16.30 Uhr: Kurzarbeit beim Bayerischen Fußball-Verband

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) schickt sein hauptamtliches Personal wegen der Coronavirus-Pandemie in Kurzarbeit. Im Schnitt werde die Arbeitszeit der etwa 80 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Hälfte reduziert, wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Der BFV ist der größte der 21 Landesverbände unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Der BFV rechnet mit Einbußen von bis zu 7,5 Millionen Euro im laufenden Haushaltsjahr. Ziel sei es, "das Defizit im Interesse der fast 4600 Vereine überall dort zu minimieren, wo es möglich ist". Der Verband berücksichtige auch, dass der Spielbetrieb in Bayern bis mindestens 31. August 2020 ausgesetzt ist.

Dadurch fielen unterschiedliche Aufgaben im hauptamtlichen Bereich nicht mehr in dem Maße an, wie das zu normalen Zeiten der Fall sei, erläuterte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: "Entsprechend bleibt uns in weiten Teilen kein anderes Mittel als das der Kurzarbeit, um diesem Umstand gerecht zu werden."

Die Kurzarbeit werde so gestaltet, dass die Erreichbarkeit aller Fachabteilungen und der sieben Bezirksgeschäftsstellen weitgehend gewährleistet sei, schilderte Faltenbacher: "So können die noch anfallenden Aufgaben rasch bearbeitet werden und der Prozess des weiteren Umgangs mit der Saison 2019/20 ist sichergestellt."

Update 30. April, 15.25 Uhr: Neue Zahlen für München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden am Donnerstag 124 neue Corona-Fälle bestätigt. Es gibt somit bislang insgesamt 5893 gemeldete Infektionen.

In dieser Zahl sind 4258 Personen eingeschlossen, die bereits als geheilt gelten, sowie leider auch 166 Todesfälle.

Update 30. April, 15.12 Uhr: Handel hofft nach verhaltenen ersten Tagen auf "Shoppingsamstag"

Der bayerische Einzelhandel ist verhalten in die ersten Tage nach der Corona-Pause gestartet. "Es war nicht wie an normalen Wochentagen: Kundenfrequenz und Umsatz waren deutlich niedriger", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Donnerstag. Ähnlich schätzt man das Geschehen bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) ein: "Es war wie vorhergesagt: Ein Massenansturm ist ausgeblieben", sagte eine Sprecherin.

Auch Ohlmann betonte: "Niemand hat geglaubt, dass wir eine Umsatzrakete zünden." Zahlen des Datendienstleisters Hystreet, der an einzelnen Punkten in wichtigen Einkaufsstraßen die Passantenfrequenzen misst, zeigen ebenfalls ein Bild mit deutlich niedrigerem Andrang in den bayerischen Innenstädten.

Größere Probleme mit der Beachtung der Maskenpflicht und Hygienemaßnahmen seien ihm nicht bekannt, sagte Ohlmann. Auch die Sprecherin der IHK betonte: "Alle gehen verantwortungsvoll und sorgsam mit den Lockerungen um." Das seien gute Vorzeichen für weitere Öffnungen.

Jetzt blicke der Handel mit hoffnungsvoller Erwartung auf den ersten "Shoppingsamstag" nach den Ausgangsbeschränkungen, sagte Ohlmann. Zudem hofft auch er auf weitere Lockerungen - neben größeren Geschäften auch in der Gastronomie, denn wenn diese geschlossen sei, drücke das auch auf die Shoppinglaune der Kunden.

Am Montag hatten nach gut fünfwöchiger Pause wegen der Corona-Pandemie Geschäfte jenseits des täglichen Bedarfs wie Modeläden und Buchhandlungen in Bayern wieder öffnen dürfen. Die meisten Branchen müssen allerdings ihre Verkaufsfläche derzeit auf maximal 800 Quadratmeter reduzieren, falls sie größer ist.

Update 30. April, 15 Uhr: Bislang 42.495 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 42.495 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 1816 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen am Donnerstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 31.600 Menschen. Im Freistaat haben sich nach LGL-Angaben 3155 Menschen (Stand 29.4.) mit dem Coronavirus angesteckt, die als Ärztinnen und Ärzte oder als Pflegepersonal arbeiten. 

Die Zahl könnte einem Bericht von "Süddeutscher Zeitung", Norddeutschem Rundfunk und Westdeutschem Rundfunk jedoch noch höher liegen, da dem LGL zufolge "keine vollständigen, flächendeckenden Daten" dazu vorliegen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) und die Ärztekammer machen für die hohen Infektionszahlen unter den im medizinisch-pflegerischen Bereich Tätigen auch die fehlende Schutzausrüstung verantwortlich. 

"Der eklatante Mangel an Schutzausrüstung hat sich gerade in den ersten Wochen der schnell steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus für die Ärzte und die Teams in den Praxen schmerzlich bemerkbar gemacht", sagte KVB-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Krombholz in dem Bericht.

Update 30. April, 14.40 Uhr: Reinhold Messner sieht Verzicht als positiven Wert

Der frühere Extrembergsteiger Reinhold Messner sieht in der Corona-Krise mehr Wertschätzung für einfache Dinge. 

"Wenn durch die Corona-Krise der Verzicht weltweit zu einem positiven Wert würde, dann wird es am Ende ein riesiger Erfolg", sagte Messner, der seit den Grenzschließungen mit seiner Lebensgefährtin in seiner Münchner Wohnung lebt, der "Süddeutschen Zeitung". "Verzicht kann einen erfüllen. Gerade in unserer Gesellschaft, die so sehr und immer noch mehr auf Konsum aufgebaut ist. Auf Wachstum."

Für ihn habe Verzicht etwas Positives, sagte der 75-Jährige, dessen Erfolg als Bergsteiger teils auf Verzicht gründete: Ohne Sauerstoff und Fixseile gelangen ihm spektakuläre Begehungen; unter anderem bezwang er den Mount Everest ohne Sauerstoff und im Alleingang.

Messner, der als erster Mensch alle Achttausender der Welt bestieg, kennt den Umgang mit Risiken. Die Lungenkrankheit Covid-19 allerdings konfrontiere ihn damit in ganz anderer Weise als das Extrembergsteigen. "Das sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Ich kann Teil des Risikos werden, wenn ich erkranke. Aber das ist nicht beherrschbar wie auf einem Berg", sagte Messner. "Auf einem Berg gehe ich ein klares Risiko ein, allein durch die Schwerkraft. Da bin ich ganz alleine verantwortlich, jetzt allerdings genau nicht. Wenn jemand an mir vorbeigeht und hustet, kann ich nichts machen."

Eine Struktur sei für ihn ein Instrument, um mit den Einschränkungen zurechtzukommen. Dazu zählten Spaziergänge, Gassigehen mit dem Hund, Zeitunglesen, Essen und auch mal ein Ausflug zum Kletterfelsen an der Isar, an dem in den Dreißigerjahren die besten Kletterer trainiert hätten. "Man braucht eine Struktur, und die entsteht ja auch."

Reinhold Messner sieht Verzicht als positiven Wert. (Archivbild)
Reinhold Messner sieht Verzicht als positiven Wert. (Archivbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Update 30. April, 14.35 Uhr: DOK.fest München als Online-Ausgabe

Das Internationale Dokumentarfilmfestival DOK.fest in München geht neue Wege: Sämtliche 121 Filme aus 42 Ländern sind vom 7. Mai an wegen der Corona-Pandemie nur online zu sehen, gegen ein Entgelt von 4,50 Euro pro Film. Wer will, könne noch einen solidarischen Euro für die Kinos drauflegen, sagte Leiter Daniel Sponsel am Donnerstag in München. 

Eröffnet wird das DOK.fest am Abend des 6. Mai bei einer online übertragenen Veranstaltung mit dem Film "The Euphoria of Being" über die Holocaust-Überlebende Éva Fahidi und deren Lebensgeschichte.

Auch bei vielen anderen Filmen ist das Geld gut angelegt. Sie geben Einblicke in unbekannte Welten oder nehmen Stellung zu wichtigen Themen. Hochaktuell sind die "Corona Chroniken" von Elke Sasse, in denen 46 Menschen aus verschiedenen Ländern Einblicke in ihr Leben während der Krise geben. 

Der Künstler Ai Weiwei präsentiert seinen Streifen "Vivos" über 43 verschwundene Studenten in Mexiko. Die österreichische Produktion "Tonsüchtig" zeigt, wie die berühmten Wiener Symphoniker neue Musiker finden. Und in "#unfit" wagen Psychologen ein Psychogramm des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Was bei einem Online-Festival verloren gehe, seien die große Leinwand und das intensive Gefühl der Gemeinschaft, bedauerte Sponsel. Die beliebten Filmgespräche wird es aber auch dieses Mal geben, nur eben per Videokonferenz. Der Vorteil aus Sponsels Sicht: Der Kreis der Gesprächspartner sei nun größer, da man nun Regisseure, Protagonisten und andere Beteiligte des Films aus aller Welt dazuschalten könne.

Update 30. April, 14.30 Uhr: Als Polizisten ausgegeben und Corona-Kontrollen durchgeführt

Drei Männer haben sich in Aschaffenburg als Polizisten ausgegeben und Corona-Kontrollen durchgeführt - dafür drohen ihnen nun Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren. Die Männer im Alter von 16, 19 und 32 sprachen am Mittwochabend in der Innenstadt Menschen an, um Kontrollen durchzuführen, wie die die Polizei mitteilte. 

Zeugen erkannten, dass sie keine echten Polizisten waren und alarmierten den Notruf.

Bei der Festnahme der Männer fanden die Beamten Handfesseln und zwei Schreckschusspistolen. Nach Polizeiangaben trugen sie uniformähnliche Kleidung mit der Aufschrift "Polizei" und Einsatzgürtel. Der 19-Jährige hatte außerdem ein Funkgerät bei sich. Laut ersten Erkenntnissen ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und hatte das Funkgerät dort mitgehen lassen.

Nach der vorläufigen Festnahme wurden die Männer wieder freigelassen. Sie müssen sich wegen Amtsanmaßung und Unterschlagung verantworten. 

Update 30. April, 13.45 Uhr: Corona-Patientin zwei Tage für tot erklärt

Eine Corona-Patientin ist aufgrund einer Verwechslung in einer Klinik fälschlicherweise für tot erklärt worden. 

Alles zur verrückten und zugleich erschreckenden Geschichte findet Ihr >>> hier.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update 30. April, 13.34 Uhr: Deutsche Triathlon-Meisterschaften 2021 in Roth

Die Deutschen Triathlon-Meisterschaften 2020 über die Langdistanz werden wegen der Corona-Krise verlegt und finden im kommenden Jahr in Roth statt. Dies teilte die Deutsche Triathlon Union (DTU) am Donnerstag mit. 

"Wir sind sehr dankbar, dass die DTU die Deutsche Meisterschaft auch im kommenden Jahr in Roth austragen möchte. Nach der Absage des Rennens 2020 kann sich der Landkreis und unsere Helfer wieder auf ein tolles Rennen freuen", sagte der Veranstalter der Challenge Roth, Felix Walchshöfer.

Alle bereits für den Klassiker in Mittelfranken 2021 angemeldeten Athleten, die einen gültigen Startpass haben, nehmen automatisch an der Meisterschaft teil. Der Wettbewerb der besten deutschen Triathleten hatte bereits von 2004 bis 2010 und 2013 bis 2015 in Roth stattgefunden. 

Die für den 5. Juli in diesem Jahr angesetzte Challenge in Roth war wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. 2021 sollen die Athleten am 4. Juli an den Start gehen.

Update 30. April, 13.33 Uhr: Nürnberger Staatstheater beendet Spielzeit vorzeitig

Das Nürnberger Staatstheater hat seine Spielzeit vorzeitig beendet. Wegen der Corona-Krise wird es in Bayerns größtem Mehrspartenhaus bis Ende Juli keine Vorführungen geben. 

"Die in jedem Fall noch länger geltenden Abstandsregeln machen in unseren Spielstätten nicht nur das gewohnte Zusammensein von Zuschauer*innen, sondern auch das von Künstler*innen auf den Bühnen und im Orchestergraben unmöglich", teilte Staatsintendant Jens-Daniel Herzog am Donnerstag mit.

Virtuellen Bühnenstoff bietet das Ensemble aber weiterhin im digitalen Fundus des Theaters. Zuvor hatten bereits andere Häuser wie die Bayerische Staatsoper in München, das Theater Regensburg und das Würzburger Mainfranken Theater die Spielzeit vorzeitig beendet.

Update 30. April, 13.32 Uhr: Maibaumaufstellen mit dem Kran in Zeiten von Corona

Das traditionelle Maibaumaufstellen findet angesichts der Corona-Pandemie in einigen bayerischen Gemeinden - wenn überhaupt - mit dem Kran statt. 

Im oberpfälzischen Cham beispielsweise ist der geschmückte Stamm am Donnerstag auf dem Marktplatz mit technischer Hilfe statt mit Manneskraft aufgerichtet worden.

"Wir wollen einen kleinen Hauch Normalität versprühen", sagte eine Rathaussprecherin. Deswegen hätten sie auf das Aufstellen nicht gänzlich verzichtet, jedoch das dazugehörige Fest mit Blasmusik, Bierbänken und Bratwurstverkauf gestrichen.

Ähnlich eingeschränkt findet das Maibaumaufstellen am Freitag (1. Mai) in weiteren Städten und Dörfern im Freistaat statt.

Update 30. April, 12.51 Uhr: Landshuter Hochzeit auf 2023 verschoben

Das Coronavirus macht auch den Veranstaltern der Landshuter Hochzeit einen Strich durch die Rechnung. Die nächste Ausgabe des Historienspektakels wird auf das Jahr 2023 verschoben, wie der Verein Die Förderer am Donnerstag mitteilte. 

Die Landshuter Hochzeit hätte im kommenden Jahr stattfinden sollen. Das vierwöchige mittelalterliche Festspiel geht eigentlich im vierjährigen Turnus über die Bühne. Der lange Planungsvorlauf für die Landshuter Hochzeit mache eine Verschiebung auf 2023 erforderlich, sagte der Vorsitzende Stefan Feigel.

Die Landshuter Hochzeit stehe für ein unbeschwertes Miteinander aller. "Zentrales Element ist dabei die Nähe zwischen Mitwirkenden und Gästen und der Gäste untereinander. Eine Aufführung mit Mundschutz und Abstandsregeln ist schlichtweg undenkbar", so Feigel.

Die Landshuter Hochzeit ist eines der größten historischen Feste Europas. Bei dem vierwöchigen Spektakel wird die Vermählung des Herzogsohns Georg mit der polnischen Königstochter Hedwig aus dem Jahr 1475 nachgespielt. Die Darsteller kommen alle aus der Stadt oder dem Landkreis Landshut und tragen originalgetreue Kostüme. 

Seit 2017 ist das Ereignis Teil des immateriellen Kulturerbes.

Update 30. April, 11.38 Uhr: Corona-Kontrollen der Münchner Polizei

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, führten die Beamten im Zeitrum von Mittwoch 6 Uhr bis Donnerstag 6 Uhr 6000 Kontrollen in Stadt und Landkreis München durch.

89 Verstöße wurden infolge dessen angezeigt, 67 davon betrafen die Ausgangsbeschränkungen.

Update 30. April, 10.03 Uhr: Fast ein Fünftel mehr Arbeitslose durch Corona in Bayern

Die Folgen der Corona-Pandemie schlagen nun auch auf den Arbeitsmarkt in Bayern durch. 

Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, stieg die Zahl der Arbeitslosen im April im Vergleich zum Vormonat um rund 40.700 auf jetzt knapp 272.000. Im Vergleich zum Vormonat entspricht das einem Anstieg um 17,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 3,6 Prozent. Im März hatte sie noch bei 3,1 Prozent gelegen.

"Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen hinterlassen deutliche Spuren auf dem bayerischen Arbeitsmarkt", sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. 

Die im April übliche Frühjahrsbelebung bleibe in diesem Jahr aus.

Nähere Informationen zur Arbeitslosigkeit im Freistaat sowie zur Kurzarbeit findet Ihr >>> hier.

Update 30. April, 9.41 Uhr: Verwirrung um Reproduktionszahl

Wegen unterschiedlicher Berechnungsweisen und entsprechend anderer Ergebnisse herrscht Verwirrung um die sogenannte Reproduktionszahl in der Corona-Krise für Bayern.

Alle Infos dazu lest Ihr >>> hier

Update 30. April, 9.37 Uhr: Forschungsverbände: Corona-Eindämmung "einzig sinnvolle Strategie"

Führende Forschungsorganisationen in Deutschland sind sich einig, dass eine konsequente Eindämmung des Coronavirus Sars-CoV-2 aus epidemiologischer Sicht im Moment die "einzig sinnvolle Strategie" ist. 

"Das Erreichen einer 'Herdenimmunität' würde nach den bisher vorliegenden Daten einen Zeitraum von einigen Jahren erfordern, wenn das Gesundheitssystem nicht überlastet werden soll", heißt es in einer Stellungnahme der Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft.

"Unsere Modelle stimmen darin überein, dass sich dies selbst bei optimistischen Schätzungen der Dunkelziffer über Jahre hinziehen und viele Tote erfordern würde", heißt es in den Erläuterungen. Daher müssten einschränkende Maßnahmen auch bei einem solchen Weg über den gesamten Zeitraum aufrechterhalten werden, betonen sie. Zudem sei nicht bekannt, wie lange Personen nach einer Infektion immun sind.

Daher schlagen die Experten auf Basis von mathematischen Analysen der Datenlage vor, zunächst die Neuinfektionen weiter soweit zu reduzieren, bis eine effektive Kontaktverfolgung möglich ist. Unter anderem sollten zudem Testkapazitäten, aber auch die Möglichkeiten der Rückverfolgung (Tracing) ausgebaut werden. Auf Basis gezielter Querschnittstests vor allem in Bereichen mit erhöhtem Infektionsrisiko könnte eine Frühwarn-Infrastruktur etabliert werden.

Für die langfristige Bewältigung der Corona-Pandemie seien auch neue medizinische Erkenntnisse und pharmazeutische Entwicklungen entscheidend. "Die hier vorgeschlagene Strategie muss angepasst werden, sobald neue Erkenntnisse dies ermöglichen oder ein Impfstoff zur Verfügung steht", heißt es in dem Strategiepapier weiter.

Update 30. April, 8.48 Uhr: Söder warnt vor "zweiter Welle" und übereilten Corona-Lockerungen

Vor den neuerlichen Bund-Länder-Beratungen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor übereilten Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen gewarnt. 

Solange es keinen Impfstoff gebe, drohe ansonsten "eine zweite Welle, ein Rückfall", sagte Söder am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Das habe man in Singapur und in anderen Ländern gesehen. "Wir haben einige Länder gesehen, die haben sehr schnell gelockert und mussten dann das Gegenteil tun."

Söder zeigte Verständnis, wenn andere Bundesländer nun schneller vorangehen wollen, kündigte aber an, er selber werde zurückhaltend bleiben. "Ich bin da auch keinem Kollegen böse und keinem anderen Land böse, wenn da jetzt jemand drängender ist oder es anders sieht." 

Er betonte aber: "Ich kann die Situation der Bayern nicht davon abhängig machen, ob in einem anderen Land eine Regierung das ganz anders sieht."

Es sei nun wie in der 80. Minute eines Fußballspiels: "Wir haben das meiste geschafft, aber einige wollen schon jetzt vom Spielfeld und sagen, das Spiel ist gewonnen. Das ist halt leider nicht so."

Konkrete Termine für weitere Öffnungen wollte Söder nicht nennen. Aber wenn es das Infektionsgeschehen zulasse, werde es eine weitere Normalisierung geben. "Es muss sich keiner Sorgen machen, dass der Zustand ewig so dauert."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Nachmittag mit den Ministerpräsidenten über den weiteren Kurs beraten. Weitreichendere Entscheidungen wurden aber eher für die nächste Bund-Länder-Schalte am 6. Mai erwartet.

Update 30. April, 8.35 Uhr: Wacker Chemie bekommt Coronakrise zum Jahresstart noch kaum zu spüren

Die weltweite Corona-Krise hat bei Wacker Chemie zum Jahresstart nur kleinere Kratzer hinterlassen. Im abgelaufenen ersten Quartal ging der Umsatz im Jahresvergleich um 3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurück, wie der Spezialchemiekonzern am Donnerstag in München mitteilte. 

Dank Einsparungen und einer höheren Auslastung schnellte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aber um fast ein Viertel auf 174 Millionen Euro nach oben.

Unter dem Strich blieben 68,9 Millionen Euro hängen, nach einem Verlust von 5,5 Millionen ein Jahr zuvor. Dabei spielten auch niedrigere Abschreibungen eine Rolle, nachdem 2019 noch eine Wertberichtigung auf Produktionsanlagen für den Solarindustriegrundstoff Polysilizium im Zusammenhang mit schwachen Geschäften schwer belastet hatte.

Auf den weiteren Jahresverlauf blickt Konzernchef Rudolf Staudigl vorsichtig. "Mit Blick auf die nächsten Monate gehen wir davon aus, dass wir die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sehr viel deutlicher spüren werden", erklärte er laut Mitteilung.

Update 30. April, 6.38 Uhr: Sommerpause beim Coronavirus? Arzt: Erreger wird nicht verschwinden

Mediziner rechnen mit einem leichten Abflauen der Coronavirus-Infektionen im Sommer. Die stärkere Sonneneinstrahlung könne das Virus etwas zurückdrängen, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. 

"Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass wir durch die höheren Temperaturen ein Verschwinden des Virus erreichen werden. Der Effekt im Sommer entsteht unter anderem dadurch, dass die UV-Strahlung stärker ist - und Viren lassen sich durch UV-Licht abtöten."

Das Virus werde dadurch aber keineswegs ganz verschwinden. Auch Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen könnten dazu führen, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Deshalb sei es nötig, wachsam und vorsichtig zu bleiben. "Wir werden das Infektionsgeschehen sehr genau beobachten müssen."

Saisonbedingt rechnet Wendtner jedenfalls mit einer weiteren Welle etwa ab Oktober. "Man muss davon ausgehen, dass wir, solange wir keine Impfung haben, mit einem Aufflackern des Virus rechnen müssen." 

Möglicherwiese werde es dann nicht mehr wie derzeit Hotspots geben, sondern das Virus werde sich flächendeckend ausbreiten. "Wir werden Covid-19 weiter in das Jahr 2021 tragen." 

Ob all die für dieses Jahr abgesagten oder auf das nächste Jahr verschobenen Veranstaltungen von den Olympischen Spielen bis zum Oktoberfest dann stattfinden können, sei offen. "Da sind Fragezeichen dahinter."

Ministerpräsident Markus Söder ist in der Corona-Krise allgegenwärtig.
Ministerpräsident Markus Söder ist in der Corona-Krise allgegenwärtig.  © Sven Hoppe/dpa

Update 30. April, 6.02 Uhr: Angst vor dem Corona-Effekt - Arbeitsagentur legt April-Zahlen vor

Die bayerische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg gibt am Donnerstag (10 Uhr) die Arbeitslosenzahlen bekannt. Mit Spannung wird erwartet, wie stark die Corona-Krise den Arbeitsmarkt im Freistaat belastet.

Ein Experte aus dem Arbeitsministerium hatte im Vorfeld einen prozentualen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat im zweistelligen Bereich prognostiziert. Die Auswirkungen der Beschränkungen der Wirtschaft zur Eindämmung der Pandemie seien in diesem Monat deutlich zu spüren. Die normalerweise im April einsetzende Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt werde wegen der Krise ausfallen.

Im März waren im Freistaat 231.000 Menschen ohne Job. Die Quote lag bei 3,1 Prozent. In der Arbeitslosenstatistik für den März waren aber wegen des frühen Zähltags bei der Berechnung der Arbeitslosigkeit die Folgen der Corona-Krise noch nicht abzulesen.

Update 29. April, 15.30 Uhr: 50 neue Fälle in München

In München wurden am Mittwoch 50 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt mitteilte. Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.769 Infektionen gemeldet Stand: 29. April, 13.30 Uhr).

In dieser Zahl enthalten sind 4.134 Personen, die bereits genesen sind sowie 158 Todesfälle.

Update 29. April, 15.27 Uhr: 61 Mitarbeiter einer Firma in Poing mit Coronavirus infiziert

Im Logistikzentrum eines Modehändlers im oberbayerischen Poing im Landkreis Ebersberg haben sich 61 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 

Insgesamt seien dort rund 900 Menschen im Dreischichtbetrieb beschäftigt, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg am Mittwoch. Kunden gibt es in dem Zentrum nicht. Dort werden unter anderem Online-Bestellungen bearbeitet. Mehrere Medien hatte zuerst über die Infektionen berichtet. Demnach wurden rund 660 Beschäftigte getestet, etwa 300 Tests stehen noch aus. Fünf der Infizierten stammen aus dem Landkreis Ebersberg.

Alle 61 positiv getesteten Mitarbeiter seien ohne Symptome, sagte ein Unternehmenssprecher. Wie es zu den Infektionen kam, ist nicht klar. "Bereits Wochen vor der Regierungsempfehlung haben wir eine Maskenpflicht eingeführt und als Vorsorgemaßnahme damit begonnen, täglich die Temperatur der Mitarbeiter zu messen", sagte der Sprecher. "Nach unserem Kenntnisstand ist es angesichts der beschriebenen Vorkehrungen und Vorsorgemaßnahmen sehr unwahrscheinlich, dass sich die Mitarbeiter im Betrieb angesteckt haben." Für die Mitarbeiter gebe es Hygieneschulungen.

Das Unternehmen habe in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Landratsamtes ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um weitere Infektionen zu vermeiden, hieß es. 

"Wir werden die Tests aller Mitarbeiter wöchentlich wiederholen, auch um symptomfreie Infektionen oder solche im frühen Stadium zu erkennen", sagte der Sprecher. 

Alle infizierten Mitarbeiter und deren Kontaktpersonen seien für 14 Tage in Quarantäne. Die Belegschaft sei so vorübergehend um 50 Prozent reduziert.

Update 29. April, 15.25 Uhr: Reisebüros rufen nach Hilfen

Demonstranten mit Koffern stehen am Odeonsplatz im Regen. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm gestreikt.
Demonstranten mit Koffern stehen am Odeonsplatz im Regen. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm gestreikt.  © Lino Mirgeler/dpa

Mit leeren Koffern, Liegestühlen und Sonnenschirmen haben bayerische Reisebüros am Mittwoch auf ihre Notlage aufmerksam gemacht und Hilfen gefordert. 

In München, Nürnberg, Schweinfurt und Kempten demonstrierten rund 150 Eigentümer und Beschäftigte. "Wir haben keine Einnahmen, und wir müssen jetzt sogar Einnahmen von 2019 zurückzahlen für gebuchte Reisen, die jetzt nicht stattfinden können", erklärte Reiseveranstalterin Claudia Mades in München.

Ausgangsbeschränkungen, die Schließung von Hotels und Gasthäusern sowie der Grenzen haben der Branche den Boden entzogen. Mades sagte: "Kleine Reisebüros haften mit Haus und Hof." 

Viele in Bayern warteten noch immer auf die Auszahlung von Soforthilfen. Dass diese Hilfe nicht zum Lebensunterhalt verwendet werden dürfe, sei für Solo-Selbstständige ein Problem. 

Kurzarbeit sei wegen des enormen Arbeitsaufwands kaum möglich: "Kunden fragen ständig, was ist mit meiner Reise? Manche hatten von Ostern auf die Pfingstferien umgebucht, das mussten wir dann auch wieder stornieren."

Update 29. April, 14.26 Uhr: Coronavirus-Zahlen für Bayern am Mittwoch

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittwoch mitteilte, wurden mittlerweile insgesamt 42.217 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 29. April, 10 Uhr). 

In dieser Zahl enthalten sind 30.540 Menschen, die bereits wieder genesen sind sowie 1.780 Todesfälle. 

Update 29. April, 14 Uhr: Grünes Licht! München bleibt Spielort der verlegten Fußball-EM

München bleibt Spielort der in den Sommer 2021 verschobenen Fußball-Europameisterschaft. 

Der Stadtrat der bayerischen Landeshauptstadt hat am Mittwoch entschieden, dass die vier Spiele der wegen der Coronavirus-Pandemie verlegten Endrunde weiterhin in der Allianz Arena ausgetragen werden sollen. 

Die EM war von der Europäischen Fußball-Union auf den Zeitraum vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 verschoben worden. In München sollen drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft stattfinden. 

Als Gegner stehen Weltmeister Frankreich und Titelverteidiger Portugal fest. Dazu wird ein Viertelfinale in der Allianz Arena ausgetragen.

Update 29. April, 13.49 Uhr: Luisenburg-Festspiele spannen trotz Absage Dach auf

Das Dach muss trotz Zwangspause drauf: Die Luisenburg-Festspiele haben das Zeltdach über den Zuschauerraum in Europas größtem Felsenlabyrinth in Wunsiedel aufgespannt. Wegen der Corona-Krise sind die Festspiele in der oberfränkischen Stadt in diesem Jahr abgesagt. Dennoch müsse das empfindliche Dach aufgebaut werden, damit es nicht zu irreparablen Schäden komme, teilten die Festspiele am Mittwoch mit.

Am Ende der etwas mehr als dreimonatigen Spielzeit verpacken Bühnentechniker das Dach immer so trocken wie möglich, damit es in den Wintermonaten zusammengefaltet im Zuschauerraum lagern kann. Dabei besteht nach Angaben der Festspiele jedoch die Gefahr, dass Feuchtigkeit und Schmutz dem Material zusetzen.

Zu den alljährlichen Luisenburg-Festspielen von Ende Mai bis Anfang September kommen in der Regel mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher. Vergangenes Jahr waren es 148.000. 

Mehrere Eigenproduktionen und Gastspiele stehen jedes Jahr auf dem Programm. Für dieses Jahr waren unter anderem die musikalische Alpenland-Satire "Der Watzmann ruft" von Wolfgang Ambros und das Kinderstück "Pinocchio" geplant. Das Programm ist nun auf 2021 verschoben.

Update 29. April, 13.40 Uhr: Joachim Herrmann warnt vor Freinacht

Angesichts der Corona-Pandemie hat Innenminister Joachim Herrmann Freinachts-Scherzbolde davor gewarnt, in der Nacht zum 1. Mai ihr Unwesen zu treiben. 

"Das Coronavirus kennt keine Gnade. Wir wollen unnötige Ansteckungen so gut es geht vermeiden", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in München. Unsinn verzapfen zu wollen, sei kein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung. "Wo es notwendig ist, gibt es mehr Polizeipräsenz und konsequente Kontrollen", kündigte Herrmann an und appellierte an Eltern: Sie trügen die Verantwortung, dass ihre Kinder die Corona-Regeln einhalten. "Hier geht es um die Gesundheit Vieler und viel zu oft auch um Leben und Tod."

Junge Männer ziehen in der Freinacht traditionell durch die Straßen und machen Schabernack. In den vergangenen Jahren hatten die Polizeipräsidien Dutzende bis Hunderte Einsätze etwa wegen abmontierter Verkehrszeichen, besprühter Autos oder herausgehobener Kanaldeckel gemeldet. Nicht immer blieb es nur bei Streichen.

Angesichts der Corona-Pandemie hat Joachim Herrmann Freinachts-Scherzbolde gewarnt, ihr Unwesen zu treiben.
Angesichts der Corona-Pandemie hat Joachim Herrmann Freinachts-Scherzbolde gewarnt, ihr Unwesen zu treiben.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Update 29. April, 13.15 Uhr: Mehr als 70.000 Anträge auf bayerischen Corona-Pflegebonus

Für die Sonderzahlung von bis zu 500 Euro der bayerischen Staatsregierung an Pflegekräfte sind mehr als 70.100 Anträge gestellt worden (Stand: Mittwoch). Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur in München, sie freue sich über dieses große Interesse. Mit dem Pflegebonus wolle die Staatsregierung "ein Zeichen der Anerkennung für außergewöhnliches Engagement" in der Corona-Krise setzen.

Das Ministerium rechnet damit, dass rund 250.000 Beschäftigte aus verschiedenen Pflegeberufen den Bonus erhalten können. Anträge können online gestellt werden, die Frist endet am 31. Mai. Für die Zahlungen hat die Staatsregierung bis zu 126 Millionen Euro eingeplant.

Es gibt allerdings auch Kritik an der Umsetzung. So hatte die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) erklärt, die 500-Euro-Prämie sei "nur ein Anfang", wenn es um die Verbesserung der Situation in der Pflege gehe. Nach Ansicht der VdPB gibt es bei der Antragstellung außerdem unnötige bürokratische Hürden.

Der Verband kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bayern (vkm-Bayern) und der Diakonische Arbeitnehmerverband in Bayern (DAViB) bemängelten am Mittwoch unklare Angaben zur Antragstellung. "Für welche Mitarbeitende die Prämie jedoch gedacht ist, ist bis heute noch nicht eindeutig bekannt." Auf der Ministeriumshomepage heißt es dazu: "Die genauen Kriterien werden derzeit noch festgelegt und sobald wie möglich auf dieser Seite veröffentlicht."

Neben konkreten Angaben fordern die beiden Verbände eine Verlängerung Antragsfrist bis zum 30. Juni dieses Jahres. Dabei betonten sie, den Kreis der berechtigten Personen nicht zu klein zu fassen und beispielsweise auch Mitarbeiter der Haustechnik und Verwaltung zu berücksichtigen. "Es darf innerhalb einer Einrichtung keine systemrelevanten Mitarbeitenden erster und zweiter Klasse geben."

Auch auf Bundesebene ist eine Pflegeprämie geplant, die bis zu 1500 Euro betragen soll. Allerdings ist die Finanzierung für die bundesweite Prämie noch nicht abschließend geklärt.

Update 29. April, 13.11 Uhr: IG Metall Bayern fordert klimafreundliche Konkunkturprogramme

Die IG Metall Bayern sieht in der Corona-Krise auch eine Chance für einen ökologischen Wandel. In einer Videobotschaft zum Tag der Arbeit sagte Bezirksleiter Johann Horn: "Der Staat wird riesige Geldsummen aufbringen, um unsere Wirtschaft und Gesellschaft wieder ins Laufen zu bringen. Wir müssen das Geld so einsetzen, dass wir den Klimawandel stoppen und einen fairen Wandel in Gang setzen können."

Notwendig seien klimafreundliche Konjunkturprogramme und massive Investitionen in erneuerbare Energien. Die Beschäftigten dürften aber nicht unter die Räder kommen: "Wir wollen Investitionen in Zukunftstechnologien, damit die Arbeitsplätze der Zukunft bei uns entstehen. Wir wollen Beschäftigungsgarantien, Weiterbildung und soziale Sicherheit für die Beschäftigten", sagte der bayerische IG-Metall-Chef in der am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft zum 1. Mai. 

Die Digitalisierung und der Wandel vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität werde die Industrie umwälzen.

"Und wir wollen mehr Mitbestimmung, damit die Beschäftigten den Wandel ihrer Arbeit auch mitgestalten können", sagte Horn. Ursprünglich hatte er zum Tag der Arbeit bei einer Kundgebung in Augsburg sprechen wollen.

Update 29. April, 13.08 Uhr: Sieben Menschen in Bayern in Gewahrsam

Sieben Menschen sitzen in Bayern im Gefängnis, weil sie sich nicht an die Regeln in der Corona-Krise gehalten haben. Für bis zu zwei Wochen sei der Gewahrsam nach richterlicher Entscheidung jeweils verhängt worden, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums am Mittwoch.

Unterschiedliche Gründe können dazu führen - auch das Feiern kann im Gefängnis enden. Nach der fünften Party war für einen 34-Jährigen in Oberfranken Anfang April Schluss mit lustig. Weil er trotz der Kontaktbeschränkungen Bekannte zum Alkoholtrinken in seine Wohnung in Bamberg eingeladen hatte, war auch er in Gewahrsam genommen worden.

Nachdem er zum wiederholten Mal gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hatte, war am Freitag ein 15-Jähriger in Schwaben in Gewahrsam genommen werden. Triftige Gründe für das Verlassen des Hauses hatte der junge Mann aus Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) laut Polizei nicht gehabt.

Ein Polizeiauto fährt in der Innenstadt Münchens durch die Fußgängerzone.
Ein Polizeiauto fährt in der Innenstadt Münchens durch die Fußgängerzone.  © Sven Hoppe/dpa

Update 29. April, 13.05 Uhr: Corona-Krise erreicht den Bau

Die Corona-Krise schlägt mit Verzögerung nun auch voll auf die Baubranche durch. Vierzig Prozent der Baufirmen melden schon stornierte Aufträge, wie die bayerischen Baugewerbeverbände am Mittwoch in München meldeten. 

Die Unternehmen erwarten starke Aufrags- und Umsatzeinbrüche. Fast zwei Drittel sehen ihre Auftragslage für die kommenden Monate gefährdet. Der Verband befragte gut 400 Firmen. Derzeit ist die Lage auf dem Bau im Vergleich zu anderen Branchen noch gut, aber das wird sich laut Umfrage im Verlauf des Jahres ändern. 

Noch sind die Auftragsbücher gefüllt, der durchschnittliche Auftragsbestand reicht für die nächsten drei Monate. Hauptgeschäftsführer Andreas Demharter forderte Kommunen und Freistaat auf, ihre geplanten Investitionsbudgets zügig auszugeben.

Update 29. April, 13.03 Uhr: Anti-Masken-Aushang von Fleischerei sorgt für Aufsehen

Eine Nürnberger Fleischerei hat mit einem Aushang gegen die Maskenpflicht für Aufsehen bei Facebook gesorgt - und daraufhin Besuch von der Polizei bekommen. "Die haben uns an die 5000 Euro Bußgeld erinnert und mit einer Strafanzeige gedroht", sagte Inhaber Frank Kraft am Mittwoch. Den Ausgang an der Tür habe er deshalb abgehängt. Seine Angestellten würden nun den vorgeschriebenen Gesichtsschutz tragen.

Die Fleischerei beliefert eigentlich Großkunden, auf telefonische Bestellung können aber auch Privatkunden dort Fleisch abholen. Für diese hatte Kraft einen Zettel mit folgenden Hinweis aufgehängt: "Achtung bei uns findet keine Vorstellung von Herrn Söders Kasperletheater statt. Sollten Sie uns unbedingt mit Masken sehen wollen kommen sie im Fasching wieder." 

Wer zu einer Risikogruppe gehöre, solle ab Montag nicht mehr bei ihm einkaufen.

Ein Foto von dem Aushang machte daraufhin bei Facebook die Runde. Seitdem stehe bei ihm das Telefon nicht mehr still, sagte Kraft. Rund 500 E-Mails habe er bisher erhalten. "Dass das so durch die Decke geht, hat mich sehr überrascht." 

Aufmerksamkeit zu erregen, sei gar nicht sein Ziel gewesen, sagt Kraft. "Ich halte nichts von der Maskengeschichte. Das ist meine persönliche Überzeugung." Die Corona-Krise nehme er aber sehr ernst, betont er. In dem Unternehmen hielten alle den notwendigen Abstand zueinander ein.

Update 29. April, 13 Uhr: Wertheim-Village darf geöffnet werden

Das Outletcenter Wertheim-Village, in dem auch viele Menschen aus Bayern einkaufen, kann nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg an diesem Donnerstag wieder öffnen. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, haben die Betreiber ein Verkehrs- und Sicherheitskonzept zum Schutz vor dem Coronavirus vorgelegt.

Laut Landesverordnung dürfen Outlet-Shoppingcenter bereits seit dem 20. April wieder Schnäppchenjäger empfangen. Das Landratsamt hatte den Betrieb in Wertheim jedoch bis zum 3. Mai verboten. Die Behörde hatte das Shoppingcenter mit Kunden aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen als überregionalen Anziehungspunkt eingestuft. 

Einen Eilrechtsantrag der Betreiber gegen diese Entscheidung lehnte das Verwaltungsgericht Stuttgart ab. Nun folgten die Parteien einem Vergleichsvorschlag des VGH.

Update 29. April, 12.30 Uhr: Kontrollen durch Polizei München

Im Zeitraum von Dienstag 6 Uhr bis Mittwoch 6 Uhr wurden einmal mehr Kontrollen und Einsätze im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München) durchgeführt, um die Einhaltung der derzeit geltenden Regelungen der aktuellen Verordnungen der Staatsregierung zu überprüfen, wie die Beamten am Mittwochmittag mitteilten.

Über 7600 Kontrollen seien durchgeführt worden, hieß es. Dabei wurden insgesamt 81 Verstöße angezeigt, von denen laut des Berichts 70 die Ausgangsbeschränkung und darüber hinaus acht die Maskenpflicht betrafen.

Update 29. April, 12.30 Uhr: Versicherer sollen laut Munich Re nicht für ungedeckte Schäden zahlen

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re wendet sich gegen politische Forderungen, die Branche für nicht versicherte Coronaschäden zahlen zu lassen. "Retroaktiver Eingriff in Verträge ist mit rechtsstaatlichen Prinzipien unvereinbar", sagte Vorstandschef Joachim Wenning am Mittwoch auf der Online-Hauptversammlung seines Unternehmens. "Wir verlassen uns darauf, dass der politische Wille diese Grundlagen nicht infrage stellt."

Wenning nannte keinen Adressaten seiner Kritik. Die Versicherer sind jedoch international unter Druck, dass die von vielen Firmenkunden abgeschlossenen Betriebsausfallpolicen auch für die behördlich angeordneten Firmenschließungen zahlen sollen - obwohl Pandemien in vielen Policen nicht inbegriffen sind. 

Mit dieser Forderung hat unter anderem US-Präsident Donald Trump die Branche beunruhigt, die Debatte läuft aber auch in Deutschland. So macht der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Druck auf die Versicherer.

Angesichts der düsteren Aussichten für die Wirtschaft in der Pandemie versicherte Wenning den Aktionären, dass der Munich Re das Geld nicht ausgehen wird. "Die voraussichtlichen kurz- und längerfristigen Kosten der Pandemie sind erheblich, sie werden für Munich Re aber wirtschaftlich gut verkraftbar bleiben", sagte Wenning. "Um es klar zu sagen: Munich Re bleibt sehr solide kapitalisiert." 

Der Konzern hat zwar sein Gewinnziel von 2,8 Milliarden Euro für dieses Jahr gestrichen und das Aktienrückkaufsprogramm gestoppt, will aber seine angekündigte Dividende von 9,80 je Aktie zahlen.

Update 29. April, 12.25 Uhr: Kürzere Wartezeiten und stabile Preise im bayerischen Handwerk

Zumindest für die Kunden hat Bayern Handwerkspräsident Franz Xaver Peteranderl zwei gute Nachrichten: "Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der zu erwartenden Rezession der Preisanstieg für Handwerkerleistungen ins Stocken gerät", sagte er am Mittwoch in München. Außerdem gibt es im Durchschnitt kürzere Wartezeiten. Mussten Kunden vor der Corona-Krise im Schnitt zehn Wochen auf Handwerker warten, sind es jetzt nur noch neun Wochen.

Die Auftragsbücher seien nicht mehr so voll. "Goldschmide werden sich freuen, wenn die Kunden kommen", und auch "im Elektrohandwerk werden die Vorlaufzeiten etwas zurückgehen", sagte Peteranderl. "Infolge der prognostizierten Rezession wird der private Konsum schwächeln, Investitionen werden deutlich zurückgefahren." 

Im Baugewerbe sehe es weiterhin gut aus, aber Kfz-Gewerbe, Unternehmensdienstleister und Industriezulieferer seien hart getroffen. Betriebe litten unter fehlendem Material, Aufträge würden storniert, Mitarbeiter stünden wegen Kinderbetreuung nicht zur Verfügung.

Für das Gesamtjahr erwartet er 5 Prozent weniger Umsatz für das bayerische Handwerk. War bisher Fachräftemangel die größte Wachstumsbremse, rechnet der Bayerische Handwerkstag jetzt mit einem Stellenabbau: "Die Zahl der Beschäftigten dürfe um 0,5 Prozent abnehmen." Das wären bei 954.000 Beschäftigten knapp 10.000 Stellen. Die Investitionen dürften heuer um rund 5 Prozent sinken.

Peteranderl forderte, die Einkommenssteuer und die Ökostromabgabe zu senken und den Solidaritätszuschlag zu streichen. "Um die Nachfrage zu steigern, könnte der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Hotels und Gaststätten zeitlich begrenzt auch auf Handwerkerleistungen ausgedehnt werden." Außerdem sollten Staat und Kommunen jetzt mehr investieren, um die Corona-Ausfälle abzufedern.

Update 29. April, 12.20 Uhr: Siemens Healthineers kann Corona-Tests in Europa ausliefern

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers kann mit der Auslieferung seiner Molekular-diagnostischen Tests zur Erkennung des neuartigen Coronavirus in Europa beginnen. 

Das Unternehmen habe die nötige Registrierung vorgenommen, teilte Siemens Healthineers am Mittwoch in Erlangen mit. Damit sei der Test für die diagnostische Nutzung freigegeben. Bei dem Test handelt es sich um einen Frühtest, der den Virus erkennen kann, auch wenn die Person noch keine Symptome zeigt. Bislang war der Test nur für die Forschung freigegeben.

Siemens Healthineers will nun die Produktionskapazität aufstocken und ab Mai mehr als 1,3 Millionen Tests ausliefern. In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen bereits einen Antikörpertest angekündigt, der Ende Mai verfügbar sein soll.

Siemens Healthineers kann Corona-Tests in Europa ausliefern.
Siemens Healthineers kann Corona-Tests in Europa ausliefern.  © Daniel Karmann/dpa

Update 29. April, 12.15 Uhr: Verwandtenbesuche müssen laut FDP wieder erlaubt werden

FDP-Fraktionschef Martin Hagen hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aufgefordert, die coronabedingten Ausgangsbeschränkungen deutlich zu lockern. 

"Der Freistaat sollte die Ausgangsbeschränkungen zugunsten eines Verbotes von Menschenansammlungen abschaffen", sagte Hagen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Zumindest Treffen von Verwandten müssten unter Wahrung der Abstandsregeln wieder erlaubt werden.

Hagen betonte: "Die Einschränkung der Grundrechte bedarf eines triftigen Grundes, nicht deren Lockerung." Nicht alles, was zu Beginn der Krise geboten gewesen sei, sei "angesichts leerer Krankenhäuser und einer Reproduktionsrate von 0,57 heute noch verhältnismäßig".

Hagen verwies unter anderem auf eine Entscheidung des saarländischen Verfassungsgerichtshofs. Danach ist dort das Verlassen der Wohnung auch ohne triftigen Grund wieder erlaubt. Und man darf ab sofort Lebenspartner und Verwandte (in gerade Linie) privat wieder besuchen und - unter Wahrung des Abstandes - eine weitere Person mitbringen.

Das bayerische Kabinett hatte die weitgehenden Ausgangsbeschränkungen für den Freistatt am Dienstag noch einmal bis 10. Mai verlängert. Verwandtenbesuche sind im Freistaat damit weiterhin nicht erlaubt.

Update 29. April, 9.57 Uhr: Rhön-Vorstand will außerordentliche Hauptversammlung einberufen

Im Streit zwischen den Großaktionären um die Übernahme des Klinikbetreibers Rhön hat der Vorstand des Unternehmens die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen. Damit werde dem Einberufungsverlangen von Asklepios vollumfänglich und dem von B. Braun teilweise stattgegeben, teilte Rhön am späten Dienstagabend mit. 

Da die Veranstaltung wegen der Corona-Einschränkungen online durchgeführt werden würde, ist allerdings noch die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich.

Die Hauptversammlung soll innerhalb der Annahmefrist des Übernahmeangebots von Asklepios, also spätestens bis zum 6. Mai für den 3. Juni 2020 einberufen werden. Dadurch würde sich die Annahmefrist auf insgesamt zehn Wochen verlängern, also bis zum Ablauf des 17. Juni 2020.

Außerdem teilte Rhön mit, dass das Unternehmen mit gerichtlichem Schreiben vom 28. April 2020 informiert wurde, dass der Aktionär B. Braun eine gerichtliche Ermächtigung zur Einberufung einer außerordentlichen virtuellen Hauptversammlung und eine gerichtliche Bestellung des Versammlungsleiters beantragt habe.

Update 29. April, 9.55 Uhr: Länderchefs beraten Autoprämien

Volkswagen hat sich vor Beratungen der Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg über mögliche Auto-Kaufprämien in der Corona-Krise für eine weitreichende Förderung ausgesprochen. 

Man werde sich dafür stark machen, "dass die Politik Geld für diesen Impulsstoß bereitstellt", erklärte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh in einem Brief an die Mitarbeiter. "Wir wissen, dass wir damit nach Steuermitteln rufen", heißt es in dem Schreiben, das der dpa am Mittwoch vorlag. "Aber wir wissen auch, dass sich dieses Geld für unsere gesamte Gesellschaft klug anlegen ließe und sich so gleich mehrfach rechnen könnte - nämlich ökonomisch, ökologisch und sozial."

Die Ministerpräsidenten der drei Autoländer - Stephan Weil (SPD), Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne) - wollen sich am Nachmittag zusammenschalten. Nach Ansicht des VW-Betriebsrats sollte ein Fördermodell unter anderem eine "Impuls-Prämie" für Neuwagenkäufe inklusive Leasing umfassen, die auch für moderne Verbrenner gilt und über "einen klar begrenzten Zeitraum" läuft. Sie sollte ähnlich hoch sein wie die "Abwrackprämie" in der Finanzkrise 2009 und sich auch auf junge Gebrauchtwagen bis zum Alter von einem Jahr erstrecken.

Zudem möchte Osterloh eine "zusätzliche Abwrackprämie obendrauf", die es für verschrottete Altautos der Abgasnormen Euro-3 und Euro-4 gibt. Die deutschen Hersteller seien sich einig, die staatlichen Mittel "je nach zugesagter Summe womöglich sogar zu verdoppeln, zumindest aber die Wechselkosten zu übernehmen". Daneben solle der CO2-Ausstoß als Bemessungsgrundlage für die Kfz-Steuer stärker berücksichtigt werden.

Update 29. April, 8.25 Uhr: Kosten für Osram-Kauf drücken AMS ins Minus

Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Münchner Lichtkonzerns Osram haben den österreichischen Sensorhersteller AMS in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Minus von fast 15 Millionen Euro. Ansonsten scheint das Unternehmen bisher aber vergleichsweise gut durch die Corona-Krise zu kommen: Umsatz und operatives Ergebnis lagen deutlich über den Werten aus dem Vorjahreszeitraum.

Auch die Osram-Übernahme läuft laut AMS "weiterhin planmäßig". Noch stehen kartellrechtliche Freigaben aus, bis zum Ende des laufenden Quartals soll die Akquisition aber abgeschlossen sein. Direkt danach will AMS mit der Integration von Osram beginnen.

Die Ergebnisse zeigten eine "robuste Profitabilität" von AMS "im Lichte der herausfordernden Covid-19-Situation", teilte das Unternehmen mit. Vor allem das Geschäft mit Sensoren für Smartphones lief gut. Im Bereich medizinische Anwendungen profitierte AMS sogar von der Corona-Pandemie. Dieser Bereich ist allerdings deutlich kleiner als das Smartphone-Geschäft. Das Industriegeschäft entwickelte sich dagegen verhalten. Insgesamt lag der Umsatz des Unternehmens im ersten Quartal bei 454 Millionen Euro und damit 32 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Auch für das laufende zweite Quartal ist AMS zuversichtlich und erwartet eine "erfreuliche Geschäftsentwicklung ungeachtet der schwierigen Covid-19-Situation".

Kosten der Übernahme des Lichtkonzerns Osram haben den österreichischen Sensorhersteller AMS in die roten Zahlen gedrückt.
Kosten der Übernahme des Lichtkonzerns Osram haben den österreichischen Sensorhersteller AMS in die roten Zahlen gedrückt.  © Sven Hoppe/dpa

Update 29. April, 6.18 Uhr: Landesausstellung soll trotz Corona-Krise stattfinden

Während landesweit immer mehr Veranstaltungen in diesem Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt werden, soll die Bayerische Landesausstellung 2020 nach wie vor stattfinden. Eine Verlegung auf das kommende Jahr sei nach jetzigem Stand nicht notwendig, erklärte Andrea Rüth, Sprecherin des Hauses der Bayerischen Geschichte in Augsburg. "Wir hoffen und gehen aktuell davon aus, unsere Landesausstellung in den nächsten Wochen eröffnen zu können."

Ursprünglich sollte die Landesausstellung mit dem Titel "Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte" am 28. April im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg beginnen. Im März wurde dieser Termin jedoch abgesagt und die Eröffnung nach hinten verschoben, ohne eine konkreten neuen Eröffnungstermin zu nennen. In der Zwischenzeit würden nun Sicherheits- und Hygienevorkehrungen erarbeitet, erklärte Rüth. 

Dazu gehörten Plexiglas vor den Kassen und Abstandshalter in den Wartebereichen. Größere Umbauten der Schau, beispielsweise um mehr Platz für die Besucher zu schaffen, seien nach derzeitigem Stand nicht nötig.

Die Landesausstellung soll an zwei Orten gezeigt werden, im Wittelsbacher Schloss in Friedberg und im ehemaligen Feuerwehrhaus in Aichach. Die Region wird auch als Wittelsbacher Land bezeichnet, weil die Wittelsbacher, das bayerische Königshaus, hier ihren Ursprung haben.

In der bis 8. November geplanten Ausstellung soll gezeigt werden, wie die Wittelsbacher Herzöge ab dem 13. Jahrhundert durch die Gründung der Förderung von Städten und Märkten Bayern umgestalteten und ihre Macht sicherten. In der darauffolgenden Landesausstellung 2021 soll dann unter dem Titel "Götterdämmerung II" im Schloss Herrenchiemsee an die letzten bayerischen Könige im 19. und 20. Jahrhundert erinnert werden.

Update 29. April, 6.15 Uhr: Freibrief für Verliebte? "Liebesmaien" trotz Corona erlaubt

Pech fürs Brauchtum, Glück für Verliebte: Die Freinacht auf den 1. Mai dürfte wegen der Corona-Krise heuer deutlich ruhiger ausfallen als sonst. "Das Verziehen von losen Gegenständen rund ums Haus stellt nämlich keinen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung dar", teilte die Polizei in Augsburg schon mal präventiv mit. "Zudem besteht dabei auch die Gefahr vermehrter Gruppenbildung, die ja unbedingt vermieden werden soll."

Doch eine Ausnahme gibt es - "jedoch nur für Verliebte", wie die Beamten betonen: Das Aufstellen eines kleinen geschmückten Birkenbaums, sogenannte Liebesmaien, vor dem Haus der oder des Angebeteten sei als Bewegung an der frischen Luft grundsätzlich zulässig, erläuterten die Polizisten. "Allerdings nur alleine, mit einer weiteren haushaltsfremden Person oder Angehörigen des eigenen Hausstandes." Denn auch hier gilt: keine Gruppen, Abstand halten.

"Das Coronavirus ist eine echte Spaßbremse", stellt die Pressestelle des Präsidiums Schwaben Nord nun fest. Und es klingt fast wehmütig, wie sich die Mitarbeiter an Warnungen längst vergangener Tage erinnern: Dass man in der Freinacht nicht übertreiben solle. Dass sie kein Freibrief sei, alteingesessene Bräuche zu missbrauchen. Dass die Beamten Straftaten rigoros verfolgten und die Verantwortliche anzeigten. Dass sie stets empfohlen hätten, alles im Freien beiseite zu räumen, was zur "Freinachtbeute" werden könnte. Dass auch Autos nach Möglichkeit in der Garage geparkt werden sollten.

"Alle unsere jahrelangen Tipps und gutgemeinten Ratschläge sollen heuer also kein Gehör finden wegen eines gemeinen heimtückischen brauchtumsresistenten Virus?", schreiben die Beamten zum Ende der Mitteilung. Und geben sich dann doch wieder zuversichtlich: "Wir werden Stand jetzt nächstes Jahr unsere Tipps wieder an gleicher Stelle veröffentlichen, denn: Corona geht – aber Brauchtum besteht."

Update 29. April, 6.10 Uhr: Augsburger Tomas Koubek spricht über Geisterspiele

Der Augsburger Torwart Tomas Koubek (27) könnte möglichen Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga auch positive Seiten abgewinnen. 

"Ich habe noch keine Erfahrungen mit Spielen ohne Fans gemacht. Vermutlich geht dabei der Heimvorteil verloren. Die eigenen Fans können dein Team und dich nicht mehr so pushen", sagte der tschechische Schlussmann der Deutschen Presse-Agentur im Interview. "Wenn ich aus rein beruflicher Sicht nur auf das Spiel schaue, könnte der Fußball vielleicht auch einen Tick besser werden. Wenn die Fans nicht dabei sind, könnte eine spezielle Form des Drucks, ein Stressfaktor wegfallen."

Die Bundesliga hofft in der Corona-Krise auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Allerdings sind dann nur Spiele ohne Zuschauer möglich.

Der Augsburger Torwart Tomas Koubek (27) könnte Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga auch positive Seiten abgewinnen.
Der Augsburger Torwart Tomas Koubek (27) könnte Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga auch positive Seiten abgewinnen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update 29. April, 6.07 Uhr: Grüne wollen Corona für Umbau der Gesellschaft mit Klimaschutz nutzen

Die Corona-Krise bietet nach Ansicht der Grünen im bayerischen Landtag die Chance für eine grundlegende Veränderung von Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland. 

"Nicht die Wiederherstellung alter Strukturen und Spielregeln, sondern Schritte in Richtung einer ökologischen Modernisierung sind der historische Auftrag", heißt es in einem achtseitigen Positionspapier der Fraktion für mehr Klimaschutz, welches an diesem Mittwoch in München vorgestellt werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Konjunktur stützen, Klima schützen: Das muss der Maßstab für unsere Wirtschaftspolitik in und nach der Coronakrise sein", sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann. Die Corona-Krise könne der Umkehrpunkt sein, "das Momentum, um unserer Industrie im begonnenen Transformationsprozess einen Schub zu geben und sie nachhaltig krisenfest aufzustellen."

Konkret fordert das Papier etwa eine Mobilitätswende hin zu einem massiven Ausbau des Schienennetzes, der alleine in Bayern mit zwei Milliarden Euro pro Jahr zu Buche schlagen würde, einen massiven Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs in jedem Dorf im Stundentakt, viel mehr Fahrradverkehr und in der Fahrzeugindustrie E-Auto-Förderprämien, bei denen aber die umstrittenen SUV-Modelle ausgelassen werden.

"Neue Mobilität muss alte Verkehrsideologien ersetzen, der saubere Strom der Zukunft muss alte, schmutzige Kohleenergie aus dem Markt drängen, Bayern und Deutschland müssen Vorbilder bei Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sein und der deutsche Innovationsmotor in Forschung, Wissenschaft und Zukunftstechnik hochtourig betrieben werden", heißt es im Papier.

Update 29. April, 6.06 Uhr: Team-Quarantäne bei Positiv-Test in Bundesliga

Corona-Infektionen bei möglichen Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga würden nach Meinung der Virologie-Professorin Ulrike Protzer zwingend eine komplette Team-Quarantäne erfordern. 

"Wenn es nach einem Bundesligaspiel einen Fall gibt, dann müssen die beiden Mannschaften in die Quarantäne", sagte die zum Expertenrat von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gehörende Wissenschaftlerin in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Laut DFL-Konzept sollen bei möglichen Infektionen nur die jeweiligen Spieler in die häusliche Isolation geschickt werden.

Doch auch ohne Team-Quarantäne könne man spielen, meinte die Münchnerin. "Aber man muss bereit sein, entsprechend konsequent zu handeln, wenn etwas passiert. Bei Mannschaftssportarten besteht sicherlich ein größeres Risiko als bei Einzelsportarten", sagte Ulrike Protzer. "Es könnte Infektionen geben - damit müssen wir uns abfinden. Wir werden das Virus ja nicht komplett loswerden."

Eine Fortsetzung der Bundesliga mit Geisterspielen hält die Virologin "für durchaus machbar. Auch die Fußballvereine haben einen extremen Finanzdruck. Das Infektionsrisiko ist sehr gering. Es würde keine Personen treffen, die jetzt gefährdet wären, schwerer krank zu werden", sagte sie. Klar sein müsse aber auch: "Wenn eine Infektion auftreten würde, muss man bereit sein, die Konsequenzen zu ziehen", forderte Protzer.

Ob Olympia im nächsten Jahr in Tokio stattfinden kann, sei noch nicht seriös zu beurteilen. 

"Wir wissen überhaupt nicht, wie sich diese Infektion entwickelt. Wir wissen noch gar nicht, ob es eine Saisonalität gibt. Wird es im Sommer weniger, im Herbst und im Winter wieder mehr werden?", erklärte die Wissenschaftlerin. "Oder wird es jetzt einfach durchlaufen und dann auch zum großen Teil durchgelaufen sein bis nächstes Jahr? Das kann im Moment seriös keiner wirklich vorhersagen."

Update 29. April, 6.04 Uhr: Corona zwingt NürnbergMesse zur Geduld

Die NürnbergMesse als einer der größten Messeveranstalter in Deutschland muss wegen der Corona-Krise große Pläne verschieben: In den bisher rund drei Monaten der Pandemie seien der Messegesellschaft bereits 70 Millionen Euro an Umsatz verloren gegangen, sagten die Geschäftsführer Roland Fleck und Peter Ottmann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Investitionen in Höhe von 60 Millionen Euro - vor allem für den Bau eines neuen Bürogebäudes - seien zunächst einmal aufgeschoben worden.

Die Messegesellschaften gehörten zu den ersten, die von der Krise betroffen waren. In Nürnberg kamen konkret bereits zu einem der Flaggschiffe des Messejahres, der Deutschen Spielwarenmesse, weniger Besucher als erwartet, vor allem aus China. Auch die große Branchenleitmesse BioFach hatte weniger Besucher als im Vorjahr. Inzwischen können bis auf weiteres gar keinen Messen und Fachausstellungen mehr stattfinden - das Gelände mit einer Ausstellungsfläche von 180.000 Quadratmetern steht genauso leer wie die 17 Restaurants und Cafeterien. "Die Parkhäuser haben wir zum Teil vermietet, etwa an Autovermieter", sagte Geschäftsführer Roland Fleck. "Das ist aber ein Tropfen auf den heißen Stein."

Das Jahr 2020 hätte eigentlich ein weiteres Rekordjahr in der Geschichte der Messegesellschaft werden sollen, die je zur Hälfte von der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern getragen wird. 350 Millionen Euro Umsatz waren angestrebt, 70 Millionen mehr als 2019. Mit dem Bau einer Messehalle wollte die MesseNürnberg kaufmännisch und architektonisch Akzente setzen.

Nun wird am Ende des Jahres ein Minus stehen. "Wir haben uns mit sehr erfolgreichen Jahren in der Vergangenheit ein Polster angelegt, davon können wir nun zehren", sagte Ottmann. Die Corona-Situation werde die MesseNürnberg dennoch lange beschäftigen. Nach der Finanzkrise habe es drei bis vier Jahre gedauert, bis das alte Niveau wieder erreicht worden sei. Die Corona-Krise scheint jedoch tiefer zu sitzen.

Dass Messen in bisher bekannter Form in Zukunft obsolet werden könnten, glauben Fleck und Ottmann nicht. "Die Menschen lieben Lagerfeuer", sagte Ottmann. "Wir wollen uns sehen." Der Ideenaustausch über Videokonferenzen sei schwierig. "Wir gehen nicht davon aus, dass Corona eine dauerhafte Verhaltensänderung hervorruft", betonte Fleck. Die Messe sei ein enormer Wirtschaftsfaktor auch für die Stadt Nürnberg und darüber hinaus. 

Die von der der NürnbergMesse ausgelösten Kaufkrafteffekte liegen einer Studie des ifo-Institutes zufolge bei 1,65 Milliarden Euro pro Jahr.

Update 29. April, 6.02 Uhr: Knapp die Hälfte der Deutschen für Autokaufprämie

Die Autokonzerne Volkswagen und BMW, ihr Branchenverband VDA und die Landesregierungen von Bayern und Niedersachsen fordern Prämien für Autokäufer, um die Nachfrage nach der Coronavirus-Krise anzukurbeln. 

Die Bundesbürger reagieren aber gespalten, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Verkaufsplattform mobile.de zeigt: 47 Prozent der Befragten würden eine Prämie befürworten - zur Förderung von umweltfreundlichen Autos oder auch, um persönlich zu sparen. Dagegen sagen 38 Prozent, dafür sollten keine Steuergelder ausgegeben werden.

Laut Umfrage planen derzeit 14 Prozent der Deutschen, ein Auto zu kaufen. Weitere 7 Prozent wollten eigentlich ein Auto kaufen, haben ihre Pläne wegen der Corona-Krise jetzt aber erst einmal ad acta gelegt. Um einen Anreiz zum Kauf eines Neuwagens zu bieten, müsste eine Prämie bei mindestens 5000 Euro liegen, sagten 37 Prozent der Befragten.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) möchte für Elektroautos sogar 10.000 Euro Prämie zahlen. Allerdings würden nur knapp 16 Prozent der Befragten auch dann ein E-Auto kaufen, wenn es trotz Prämie immer noch teurer wäre als ein Diesel oder Benziner. 38 Prozent wünschen sich Kaufprämien für Gebrauchtwagen.

An diesem Dienstag (5. Mai) will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem "Autogipfel" über Anschubhilfen für die Autoindustrie nach dem Vorbild der Abwrackprämie 2009 beraten. Umsätze und Gewinne der Hersteller sind wegen der Corona-Krise eingebrochen, viele Menschen zögern wegen Rezession, Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit mit teuren Anschaffungen.

Update 29. April, 6 Uhr: Münchner Stadtrat berät über Fußball-EM 2021

Der Münchner Stadtrat will an diesem Mittwoch entscheiden, ob die Stadt auch im nächsten Jahr Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft ist. Bei der um 9 Uhr beginnenden Sitzung, die nicht öffentlich ist, wird Sportreferentin Beatrix Zurek laut Tagesordnung ihren Vorschlag vorlegen.

Zuletzt hatte sich die Stadt nicht festgelegt, ob sie nach der Verschiebung des Turniers um ein Jahr wegen der Corona-Pandemie ein zweites Mal zur Verfügung steht. Die Europäische Fußball-Union UEFA plant die EM vom 11. Juni bis 11. Juli 2021. Ursprünglich waren in München drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale vorgesehen.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprach sich eine klare Mehrheit der Deutschen für Spiele in Bayern aus. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich München als einen der Austragungsorte wünschen. Nur 17 Prozent waren dagegen, 28 Prozent enthielten sich der Antwort.

Der Münchner Stadtrat will entscheiden, ob die Stadt auch im nächsten Jahr Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft ist.
Der Münchner Stadtrat will entscheiden, ob die Stadt auch im nächsten Jahr Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft ist.  © Sven Hoppe/dpa

Update 28. April, 19.40 Uhr: Reisebüros in Existenznot: Bundesweite Demonstrationen

Viele Reisebüros stehen aufgrund von Corona vor dem Aus. (Symbolbild)
Viele Reisebüros stehen aufgrund von Corona vor dem Aus. (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

In mehr als 30 Städten wollen Inhaber und Beschäftigte von Reisebüros, Reiseveranstaltern und Busunternehmen am Mittwoch für einen Rettungsschirm für ihre Branche demonstrieren. 

"Wenn wir keine Hilfe bekommen, sind wir tot", sagte Anke Mingerzahn, Inhaberin eines Reisebüros in Suhl und Mitinitiatorin des Aktionsbündnisses "Rettet die Reisebüros - rettet die Touristik!"

Notwendig sei eine nicht rückzahlbare finanzielle Soforthilfe für die touristischen Unternehmen. Die Branche mit drei Millionen Beschäftigten, 15.000 Unternehmen und 290 Milliarden Euro Jahresumsatz werde von der Politik bisher im Stich gelassen. "Tourismus trägt hierzulande mehr zum Bruttoinlandsprodukt bei als Automobilindustrie oder Maschinenbau", sagte die Reiseorganisatorin Claudia Mades in München. "Jetzt brauchen wir echte politische Unterstützung und nicht nur Lippenbekenntnisse."

Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin will das Bündnis ebenso demonstrieren wie vor den Landtagen in Düsseldorf, Hannover, Potsdam und Kiel, auf dem Münchner Odeonsplatz, an der Frankfurter Hauptwache, dem Mainzer Staatstheater und am Deutschen Eck in Koblenz, am Nürnberger Flughafen, vor der Erfurter Staatskanzlei, auf dem Magbeburger Domplatz und auf dem Hamburger Rathausmarkt. Zu den wichtigsten Utensilien gehören leere Koffer und Liegestühle. Mal sind 20, mal 50 Demonstranten zugelassen, mit Mundschutz und unter Beachtung der Abstandsregeln.

Ausgangsbeschränkungen, die Schließung von Hotels und Gasthäusern sowie der Grenzen haben der Branche den Boden entzogen. Die Reisebüros hätten keine Einnahmen und müssten zudem noch Provisionen zurückerstatten, sagte Marion Tibursky, Inhaberin eines Reisebüros in Berlin.

Bei einer Unternehmensumfrage des Münchner Ifo-Instituts hatten Reisebüros- und -veranstalter den größten Einbruch gemeldet (minus 84 Prozent), gefolgt von der Luftfahrtbranche (minus 76 Prozent) und dem Gastgewerbe (minus 68 Prozent). Der Air-Berlin-Insolvenzverwalter und Condor-Sachwalter Lucas Flöther erwartet eine Flut von Pleiten in diesen Branchen.

Update 28. April, 19.39 Uhr: Rosenheimer Herbstfest fällt wegen Corona aus

 Das Rosenheimer Herbstfest fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. 

"Eine frühzeitige Absage des Herbstfests ermöglicht es allen Beteiligten, sich hierauf rechtzeitig einzustellen und einen möglichen wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten", teilten Stadt und Wirtschaftsverband am Dienstag mit. Die Wiesn hätte vom 29. August bis zum 13. September stattfinden sollen.

In Bayern sind Großveranstaltungen bis mindestens 31. August wegen der hohen Ansteckungsgefahr untersagt. In den vergangenen Jahren hatten nach Schätzungen der Veranstalter rund eine Million Menschen das Fest besucht.

Update 28. April, 17.04 Uhr: Deutschland-Tour der Radprofis kann 2020 nicht stattfinden

Die Deutschland-Tour der Radprofis mit dem Finalort Nürnberg kann wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden. 

Die bereits fest geplante Rundfahrt von Stralsund bis nach Franken soll nun 2021 mit gleicher Strecke nachgeholt werden, wie die Veranstalter am Dienstag mitteilten. Für 2020 war die Rundfahrt von 20. bis 23. August angesetzt; aber in Deutschland sind Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt.

"So groß die Enttäuschung auch ist, aber unter den aktuellen Umständen und mit der Entscheidung der Bundesregierung kann die Deutschland Tour in diesem Jahr leider nicht stattfinden", sagte Geschäftsführer Claude Rach laut Mitteilung.

"Die Freude auf die Deutschland Tour ist ungebremst. Aber in der derzeitigen Lage ist ein Fest, bei dem tausende Zuschauer und Sportler großen Radsport feiern, nicht denkbar", sagte Nürnbergs Sportbürgermeister Klemens Gsell (CSU). "Umso größer wird nun die Vorfreude auf 2021. Auch wenn noch administrative Prüfungen und Gespräche in unseren Gremien vorausgehen, bin ich sehr zuversichtlich, dass die Verschiebung gelingt."

Die diesjährige Absage hat bei Deutschlands größtem Etappenrennen Auswirkungen bis ins übernächste Jahr. Das für 2021 geplante Finale in Stuttgart soll demzufolge um ein Jahr verschoben werden. 

Die Stadt sei "offen für eine Verlegung des ursprünglich für 2021 in der Landeshauptstadt geplanten Finales der Schlussetappe der Deutschland Tour ins Jahr 2022", sagte Martin Schairer, der Stuttgarter Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport.

Update 28. April, 15.37 Uhr: Wirtschaft dringt auf weitere Lockerungen

Die bayerische Wirtschaft fordert die Lockerung der Corona-Verbote in weiteren Branchen. 

"Im Event- und Cateringbereich, im Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist derzeit überhaupt nicht absehbar, wann wieder mit Kunden und Gästen zu rechnen ist", kritisierte Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags, am Dienstag. "Der Staat muss hier aktiv werden, ansonsten drohen im hohen Maße Insolvenzen und Arbeitslosigkeit." 

Diese Betriebe brauchten ähnliche Perspektiven wie der Einzelhandel.

Dass die Staatsregierung ihre Vorschriften korrigiert habe und große Geschäfte auf verkleinerter Verkaufsfläche öffnen dürften, sei gut. "Die unterschiedliche Bewertung der bayerischen Verwaltungsgerichte führte zu einer grotesken Rechtsunsicherheit", sagte Sasse. "Für die bayerische Wirtschaft war es höchste Zeit, dass Klarheit geschaffen wird und die Betreiber größerer Geschäfte endlich wieder planen können." 

Die ersten Einnahmen nach Wochen der Schließung seien ein Hoffnungsschimmer. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte die bisherige Regelung am Montag als verfassungswidrigen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz beurteilt.

Update 28. April, 15.03 Uhr: 112 neue Infektionen in München

In München wurden am Dienstag 112 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt mitteilte (Stand: 28. April, 13.30 Uhr). Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.719 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 4.014 Personen, die bereits genesen sind sowie 157 Todesfälle.

Update 28. April, 14.59 Uhr: Söder: Freistaat übernimmt neben Kita-Beiträgen auch Mittagsbetreuung

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kommt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts mit Mundschutz zu einer Pressekonferenz.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kommt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts mit Mundschutz zu einer Pressekonferenz.  © Sven Hoppe/dpa

Neben den Gebühren für die geschlossenen Krippen, Kindertagesstätten und Horte wird der Freistaat vorübergehend auch die Kosten für Mittagsbetreuung und Tagespflege übernehmen. 

Dies kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München an. Eltern, die wegen des Betretungsverbots aufgrund der Corona-Pandemie die gebuchte Betreuung nicht in Anspruch nehmen könnten, würden so drei Monate lang finanziell entlastet.

Zudem machte Söder den Eltern vorsichtig Hoffnung: "Wenn es so ist, wie sich jetzt andeutet, dass die Kleinsten am wenigsten übertragen, dann sollten wir auch in der Reihenfolge der Öffnung die Kleinsten besonders im Blick haben." Jedem sei bewusst, dass man kleine Kinder intensiver betreuen müsse - für viele Eltern neben ihrer Arbeit eine große Belastung.

Die Staatsregierung und die Träger der Kindertagesbetreuung hatten sich schon vergangene Woche auf eine dreimonatige Beitragsentlastung für Krippen, Kitas und Horte verständigt. Diese Regelung wurde nun um Mittagsbetreuung, Nachmittagsbetreuung und Tagespflege erweitert, was die Kosten für den Freistaat auf rund 200 Millionen Euro steigen lässt. 

Dieser erstattet den Trägern die Elternbeiträge für April, Mai und Juni pauschal. Im Gegenzug müssen die Träger für diese Zeit auf die Elternbeiträge verzichten. Die davon profitierenden Eltern erhalten in der Zeit allerdings kein Krippengeld.

Update 28. April, 14.20 Uhr: Corona-Infektionen in Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Dienstag mitteilte, wurden bisher insgesamt 41.804 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 28. April, 10 Uhr). 

In dieser Zahl enthalten sind 29.580 Menschen, die bereits wieder genesen sind sowie 1.708 Todesfälle. 

Polizisten gehen über die Kabelstegbrücke und schauen auf die von Sonnenanbetern belagerten Kiesbänke inmitten der Isar, die durch die bayerische Landeshauptstadt fließt.
Polizisten gehen über die Kabelstegbrücke und schauen auf die von Sonnenanbetern belagerten Kiesbänke inmitten der Isar, die durch die bayerische Landeshauptstadt fließt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 28. April, 14.12 Uhr: Kabinett beschließt Lockerungen für Demonstrationen im Freistaat

Das seit Wochen in Bayern geltende strikte Verbot von Demonstrationen wegen der Corona-Ansteckungsgefahr wird aufgehoben. Dies hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. 

So sollen vor allem Demonstrationen im Freien unter bestimmten Voraussetzungen wieder zugelassen werden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach der Sitzung.

Versammlungen dürfen ab dem 4. Mai wieder mit maximal 50 Teilnehmern und Sicherheitsabständen von 1,5 Metern zwischen den Demonstranten stattfinden. Veranstalter dürfen maximal eine Versammlung pro Tag anmelden, die außerdem auf 60 Minuten beschränkt sein soll. Angesichts des anstehenden 1. Mai - wo traditionell viele Demonstrationen stattfinden - sollen die örtlichen Behörden nach Angaben des Innenministers schon vorher einen größeren Spielraum haben.

Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen am 21. März waren Versammlungen im Freistaat nicht erlaubt beziehungsweise nur ausnahmsweise und unter ganz besonders strengen Auflagen gestattet.

Update 28. April, 14.07 Uhr: Markus Söder stellt Öffnung der Gastronomie um Pfingsten in Aussicht

Die bayerische Gastronomie und möglicherweise auch die Hotellerie können auf Lockerungen der aktuellen Beschränkungen um Pfingsten herum hoffen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte diesen Zeitraum am Dienstag in Aussicht.

Die Branche selbst hatte dagegen mehrfach frühere Lockerungen gefordert. Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte sich ähnlich geäußert und immer wieder konkrete Zeitpläne gefordert.

In Österreich gebe es den Plan, Mitte Mai die Gastronomie und Ende Mai die Hotellerie schrittweise zu öffnen, sagte Söder. Und Österreich sei Bayern in der Krise um etwa zwei Wochen voraus, sagte er. Das decke sich mit den in der Regierung diskutierten Zeitachsen "um Ende Mai herum, um Pfingsten herum". Die genaueren Daten werde man noch festlegen.

Mit der Erlaubnis, dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf diesen Wert reduzieren, seien "de facto 100 Prozent" des Handels wieder geöffnet, sagte Söder.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte, es habe ihn gefreut, wie diszipliniert die Menschen am Montag beim Einkaufen mit Maskenpflicht und Hygieneregeln umgegangen seien. Wirtschaft und Gesellschaft seien gefordert, den Punkt zu finden, den man verantworten könne und der trotzdem das System am laufen halte. Man könne nur dann weitere Branchen öffnen, wenn zusätzliche Infektionsgefahren vermieden werden könnten.

Bei der Auszahlung der Soforthilfen für Unternehmen sind laut Aiwanger inzwischen 1,2 Milliarden Euro vom Freistaat geflossen. Mehr als jeder zweite Antragssteller sei bedient worden. Allerdings habe man noch viele zehntausend Anträge, die geprüft werden müssten. Beispiele aus anderen Ländern, wo es zu Betrug gekommen war, zeigten, dass es wichtig sei, eine Balance zwischen Schnelligkeit und Sorgfalt zu finden.

Die bayerische Gastronomie und möglicherweise auch die Hotellerie können auf Lockerungen der Beschränkungen um Pfingsten hoffen.
Die bayerische Gastronomie und möglicherweise auch die Hotellerie können auf Lockerungen der Beschränkungen um Pfingsten hoffen.  © Sven Hoppe/dpa

Update 28. April, 13.58 Uhr: Gottesdienstbesuche in Bayern ab 4. Mai wieder erlaubt

Die Staatsregierung hat trotz der andauernden Corona-Krise Besuche von öffentlichen Gottesdiensten in Bayern ab dem 4. Mai wieder unter strengen Auflagen erlaubt. 

Das Kabinett sei zu der klaren Entscheidung gekommen, dass mit entsprechenden Maßgaben wieder Gottesdienste ermöglicht würden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei.

Das Kabinett beschloss eine entsprechende Lockerung der seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkungen im Freistaat für alle Glaubensgemeinschaften. 

Bei den Gottesdienstbesuchen müssen demnach allerdings viele Auflagen beachtet werden, damit die Ansteckungsgefahr vertretbar bleibt: Mundschutz, Mindestabstand von zwei Metern, Hygiene-Konzepte in den Kirchen und je nach Größe des Versammlungsortes auch Obergrenzen für Besucherzahlen.

Update 28. April, 13.57 Uhr: Eltern wünschen sich Hilfe für Heim-Betreuung von Kita-Experten

Die Eltern von Kita-Kindern wünschen sich in der Corona-Krise häufig Hinweise von den Erziehern zur Förderung der Kleinen. Dies ist ein Ergebnis einer großen Studie der Universität in Bamberg. 

Wie die Hochschule am Dienstag berichtete, hätten bei einer Befragung etwa die Hälfte der Eltern gesagt, dass sie von den Kinderbetreuungseinrichtungen gerne Hinweise zur Förderung des Kindes, etwa Beschäftigungsideen, hätten.

"Wünschenswert wäre hier zum Beispiel die Organisation eines (digitalen) Austauschs mit anderen Kindern und Familien, Anregungen zur Förderung der sprachlichen Entwicklung, Reime, Lieder oder auch Bastelanleitungen", erklärte Professorin Yvonne Anders. Der Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik der oberfränkischen Universität will herausfinden, was die Schließung der Kitas für die Familien und die Kita-Mitarbeiter bedeutet. 

Bislang haben rund 3200 Eltern sowie mehr als 3000 Kita-Mitarbeiter an der Befragung teilgenommen.

Update 28. April, 13.55 Uhr: Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 10. Mai

Bayern verlängert die in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 10. Mai. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden.

"Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai 2020 verlängert werden, zugestimmt", teilte die Staatskanzlei mit. Vom 4. Mai an sollen aber einzelne Lockerungen gelten. 

Beispielsweise sind dann öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt.

Update 28. April, 13.50 Uhr: 95 Prozent der Bayern halten sich an Maskenpflicht

Rund 95 Prozent der Bayern halten sich nach Angaben der Staatsregierung an die seit Montag im Freistaat geltenden Maskenpflicht. 

Das teilte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München mit. "Wir kontrollieren sehr intensiv."

Seit Anfang der Woche müssen die Menschen in Bayern einen Mund-Nasenschutz tragen, wenn sie einkaufen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Das muss nicht zwangsweise eine Maske sein, es reicht auch ein Schal.

Update 28. April, 13.45 Uhr: Kabinett verordnet sich "Nullrunde" in Corona-Krise

Angesichts der Corona-Krise hat das bayerische Kabinett am Dienstag für sich eine "Nullrunde" beschlossen. 

Man sei sich einig, dass "dass Erhöhungen in diese Zeit nicht hineinpassen", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nachdem die Entscheidung dazu im Ministerrat gefallen war.

Angesichts der Corona-Krise hat das bayerische Kabinett am Dienstag für sich eine "Nullrunde" beschlossen.
Angesichts der Corona-Krise hat das bayerische Kabinett am Dienstag für sich eine "Nullrunde" beschlossen.  © Sven Hoppe/dpa

Update 28. April, 13.42 Uhr: Drittliga-Szenario? Spiele ab 16. Mai, fünf englische Wochen

Die 3. Fußball-Liga soll im Idealfall mit fünf Englischen Wochen bis zum 30. Juni zu Ende gespielt werden. So sieht es ein Szenario vor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Demnach würde die Liga ihren Betrieb am 16. Mai mit dem 28. Spieltag wieder aufnehmen. Der letzte Spieltag wäre für das Wochenende 20./21. Juni geplant. Aus dem Freistaat spielen die SpVgg Unterhaching (3. Platz), der FC Ingolstadt (5.), der TSV 1860 München (6.), der FC Bayern München II (7.) und die Würzburger Kickers (10.) in der Liga.

Die Relegationsspiele sind in dem Plan für den 25./26. sowie 29./30. Juni angesetzt. Ob es zur Umsetzung des ambitionierten Zeitplans kommt, ist offen und von den Entscheidungen der Politik abhängig.

Am Montag hatten sich 10 der 20 Drittliga-Clubs für eine Fortsetzung der Saison auch über den 30. Juni hinaus ausgesprochen. Dieses Meinungsbild soll nun im Liga-Ausschuss diskutiert werden. Der Beschluss über eine Fortsetzung der Saison würde von Präsidium oder Vorstand des DFB gefasst werden.

Beim Konzept der medizinischen Rahmenbedingungen bei einer Wiederaufnahme hat sich der DFB an der DFL orientiert. Unterschiede liegen zum Beispiel in der Personenzahl im Innen- und Außenbereich der Stadien. Für die 3. Liga sind 210 Personen pro Spiel vorgesehen. "Die gesundheitlichen und hygienischen Vorgaben sind identisch mit den DFL-Ligen", heißt es in einer DFB-Mitteilung.

Update 28. April, 13.40 Uhr: Markus Söder "besorgt" über Corona-Gefahr wegen planloser Lockerungen

Angesichts des bundesweit wieder steigenden Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus fordert Bayerns Regierungschef Markus Söder von Bund und Ländern mehr Umsicht bei den Lockerungen. 

Die steigende Reproduktionsrate des Virus zeige was passiert, "wenn man ohne Plan lockert", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Umsicht und Vorsicht müssten weiter der oberste Maßstab des Handelns in der Krise bleiben. Die Entwicklung des Reproduktionsfaktors mache ihn besorgt.

Söder betonte, dass in Bayern die Reproduktionsrate also die Quote der Ansteckungen durch einen Erkrankten, weiter unter 1,0 liege. Bundesweit ist diese nach Angaben des Robert Koch-Instituts wieder auf 1,0 gestiegen. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen.

"Bayern hat früher und konsequenter begonnen, wir werden auch später aufhören als andere", betonte Söder. Es sei wichtig, dass die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht in Gefahr gerate. Dazu brauche es eine "atmende Strategie", die flexibel auf Entwicklungen reagiere. Sofern die Infektionszahlen schlechter würden, müssten Lockerungen langsamer gehen, auch regionale Unterschiede seien dann angebracht.

Update 28. April, 13.35 Uhr: Freistaat übernimmt neben Kita-Beiträgen auch Mittagsbetreuung

Neben den Gebühren für Krippen, Kindertagesstätten und Horte wird der Freistaat vorübergehend auch die Kosten für Mittagsbetreuung und Tagespflege übernehmen. Dies kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München an.

Zudem machte er den Eltern vorsichtig Hoffnung: "Wenn es so ist, wie sich jetzt andeutet, dass die Kleinsten am wenigsten übertragen, dann sollten wir auch in der Reihenfolge der Öffnung die Kleinsten besonders im Blick haben." Jedem sei bewusst, dass man kleine Kinder intensiver betreuen müsse - für viele Eltern neben ihrer Arbeit eine große Belastung.

Die Staatsregierung und die Träger der Kindertagesbetreuung hatten sich bereits vergangene Woche auf eine dreimonatige Beitragsentlastung für Eltern wegen der Corona-Krise verständigt. Laut Finanzministerium kostet diese Einigung den Freistaat 170 Millionen Euro. 

Die Regelung wurde nun um Mittagsbetreuung, Nachmittagsbetreuung und Tagespflege erweitert.

Update 28. April, 13.25 Uhr: Markus Söder geht von zweiter Corona-Welle aus

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geht von einer zweiten Infektionswelle mit dem neuartigen Coronavirus aus. 

"Eine zweite Welle wird irgendwann kommen. Wann, weiß keiner", sagte er am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in München.

Darum sei es wichtig, weiter vorsichtig vorzugehen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern und die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus nicht vorschnell zu lockern. "Wer zu schnell rennt, wird stolpern", sagte Söder.

Update 28. April, 13 Uhr: Leon Goretzka appelliert an Solidarität

Leon Goretzka hat in der Corona-Krise zu Solidarität aufgerufen. 

"Wir können demütiger sein und unser tolles Land nicht als Selbstverständlichkeit wahrnehmen. Wir können dem Alltag, auch unter Corona-Zeiten, mehr Wertschätzung entgegenbringen. Wir sind 83 Millionen - wenn jeder dem anderen die Hand reicht, dann sind wir gemeinsam unschlagbar", sagte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler des FC Bayern in einem Interview des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Gemeinsam mit Nationalteam- und Club-Kollege Joshua Kimmich hatte Goretzka die Hilfsaktion "WeKickCorona" gegründet, die mittlerweile rund vier Millionen Euro an Spenden eingesammelt hat. Die beiden Profis hatten den Startbetrag von einer Million Euro gespendet. 

"Wir haben gehofft, dass wir unsere Spende über die Initiative verdoppeln. Dass es schon jetzt 400 Prozent sind, macht uns stolz und zeigt, dass wir mit der Art und Weise der Direktspende einen Nerv getroffen haben und eine sinnvolle Ergänzung zu vorhandenen Spendenmöglichkeiten sind", sagte Goretzka.

Mit dem Geld werden ausgewählte Organisationen unterstützt. "Wir wollten so direkt, konkret und lokal helfen, wie es nur geht, und wir wollten erfahren, wer gerade jetzt Hilfe benötigt. Mit #WeKickCorona haben wir eine Plattform entwickelt, auf der diese schnell und unkompliziert möglich ist", sagte Goretzka. "Das einzige Handicap: Leider können auch wir nicht alle Einrichtungen mit einer Spende bedenken."

Leon Goretzka hat in der Corona-Krise zu Solidarität aufgerufen.
Leon Goretzka hat in der Corona-Krise zu Solidarität aufgerufen.  © Matthias Balk/dpa

Update 28. April, 12.55 Uhr: Systemrelevante Berufe bringen wenig Verdienst

Viel Applaus, wenig Geld: Angehörige sogenannter systemerhaltender Berufe wie Altenpflegerinnen oder Supermarkt-Kassiererinnen verdienen in Bayern weniger als der Durchschnitt. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Landesamtes für Statistik in Fürth bekommt ein Vollzeitbeschäftigter in der Altenpflege im Schnitt 3245 Euro brutto im Monat.

Zum Vergleich: Der Durchschnittsverdienst von Fachkräften im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich über alle Branchen liege bei 3411 Euro brutto.

Im Lebensmitteleinzelhandel würden nur 2342 Euro brutto im Schnitt verdient, bei Lkw-Fahrern 2583 Euro. Dagegen sind es bei Vollzeitkräften in Krankenhäusern überdurchschnittliche 3549 Euro - allerdings mit einer großen Spannbreite von Reinigungskräften mit gut 2000 Euro bis zu leitenden Ärzten mit über 8000 Euro.

In den systemrelevanten Berufen hatten im vergangenen Jahr vor allem Frauen gearbeitet. In Krankenhäusern belief sich der Frauenanteil auf 63,2 Prozent, in Altenheimen auf 70,5 Prozent.

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Update 28. April, 12.50 Uhr: Washtec bekommt Corona-Krise deutlich zu spüren

Der Autowaschanlagen-Hersteller Washtec hat die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zum Ende des ersten Quartals deutlich zu spüren bekommen. 

Umsatz und operatives Ergebnis gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum klar zurück, wie das Unternehmen am Dienstag in Augsburg mitteilte. Während die Erlöse um 5,4 Prozent auf 87,3 Millionen Euro fielen, sackte das operative Ergebnis (Ebit) um 34,6 Prozent auf 1,7 Millionen Euro ab. Unter dem Strich stand ein Verlust von 0,2 Millionen Euro nach einem Überschuss von 0,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Washtec ist nach eigenen Angaben weltweit führender Anbieter von Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche. Das Unternehmen beschäftigt über 1800 Mitarbeiter und ist in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik-Region vertreten.

Update 28. April, 11.40 Uhr: Polizeikontrollen in München und im Landkreis

Im Zeitraum von Montag 6 Uhr bis Dienstag 6 Uhr gab es einmal mehr eine Vielzahl von Kontrollen und auch Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München). Ziel war es, die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Über 8700 Kontrollen wurden seitens der Beamten durchgeführt. 

Dabei wurden 75 Verstöße angezeigt, von denen 68 die Ausgangsbeschränkung und vier die Maskenpflicht betrafen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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