Corona in Bayern: Richtlinien für Festivals nicht umsetzbar, neue Fallzahlen

München - Das Coronavirus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, schränkt das Leben und vor allem die Wirtschaft in Bayern immer noch drastisch einAktuelle Zahlen, Entwicklungen und Ausblicke in der Corona-Krise findet Ihr hier im TAG24-Live-Ticker.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Peter Kneffel/dpa
Bayernweit wurden mittlerweile 47.298* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 2. Juni, 10 Uhr). Davon gelten 43.140 als genesen. 2472 Menschen sind bisher am Virus gestorben.

Am Vortag waren es im Freistaat noch 47.269 Infizierte und 2468 Verstorbene.

In München wurde ein neuer Fälle gemeldet (Stand 2. Juni, 13.30 Uhr). 

Die Gesamtzahl der positiven Tests in der bayerischen Landeshauptstadt steigt somit auf 6894*. Darin enthalten sind 5863 Personen, die bereits genesen sind sowie 213 Todesfälle.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Infos zu den Lockerungen ab Pfingsten findet Ihr >>> hier.
  • Alles zur Regelung in Restaurants und Biergärten findet Ihr >>>hier
  • Alle Infos zur Maskenpflicht findet Ihr >>> hier.

Die deutschlandweiten Entwicklungen gibt es zusätzlich im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*) mit eingerechnet sind die Infizierten, die allesamt als auskuriert gelten sowie die Zahl der Toten.

Update 2. Juni, 15.40 Uhr: Keine Hinweise auf mehr Suizide in Corona-Zeiten

Die Corona-Krise gilt als Bedrohung für psychisch kranke Menschen. Zu einer höheren Zahl der Suizide hat die Pandemie mit ihren Auswirkungen in Bayern allerdings nicht geführt - oder noch nicht.

Bayerns Behörden haben bislang keine Hinweise auf erhöhte Suizidraten in der Corona-Krise. Nach Angaben des Landeskriminalamtes sind die Zahlen sogar etwas niedriger als im vergangenen Jahr um diese Zeit. Zwischen Anfang März und dem 25. Mai nahmen sich 388 Menschen in Bayern das Leben. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es 399. Auch die Zahl der Suizidversuche blieb in etwa konstant. In den genannten knapp drei Monaten versuchten in diesem Jahr 461 Menschen, sich das Leben zu nehmen. 2019 waren es 457.

Einen etwas größeren Anstieg gab es im Februar, noch vor Beginn des Lockdowns in Deutschland. 321 Menschen in Bayern wollten sich in dem Monat umbringen, 142 von ihnen starben auch tatsächlich. Im Februar 2019 waren es insgesamt 272 gescheiterte und vollendete Selbstmordversuche und damit 45 Fälle weniger als in diesem Jahr.

Auch bei der Hotline des Krisendienstes Psychiatrie hat sich die Zahl der Anrufe nach einer kurzzeitigen Steigerung auf rund 180 Anrufe pro Tag zu Beginn der Krise wieder auf das Normalmaß von 140 pro Tag eingependelt, teilte der zuständige Bezirk Oberbayern auf Anfrage mit.

Update 2. Juni, 15.15 Uhr: Ein neuer Infektionsfall in München

In München sind mittlerweile insgesamt 6894 Infektionen bestätigt wurde. Seit gestern kam ein neuer Fall hinzu, teilte die Stadt am Dienstag mit. 

 Davon gelten 5863 Personen wieder als gesund, 213 Menschen verloren durch das Virus ihr Leben. 

Update 2. Juni, 14.30 Uhr: Neue Fallzahlen für Bayern

In Bayern sind inzwischen 47.298 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2472 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43.140 Menschen.

Update 2. Juni, 12.11 Uhr: Musikfestivals: Corona-Richtlinien "nicht anwendbar"

Die Corona-Richtlinien der bayerischen Staatsregierung für Kulturbetriebe sind nach Ansicht einer Vereinigung von Musikfestivals kaum umzusetzen. 

"Die formulierten Handlungsrichtlinien für die Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebes sind in mehreren Punkten nicht schlüssig und in der betrieblichen Praxis überwiegend nicht anwendbar", hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des Forum Musik Festivals, das nach eigenen Angaben rund 100 Musikfestivals in Deutschland vertritt.

Konkret wird beispielsweise ein Verzicht auf eine Maskenpflicht und personalisierte Tickets gefordert. Außerdem müsse die zugelassene Zahl der Besucher sich an der Größe der Veranstaltungsfläche bemessen. "Die pauschale Anzahl von Personen bei Veranstaltungen ohne Berücksichtigung der Fläche ist ungerechtfertigt."

Ohne eine Änderung der Maßnahmen werde "es auch in den kommenden Wochen keinen Kulturbetrieb geben können". Innerhalb der vergangenen Tage seien "zahlreiche Hilferufe" aus dem Freistaat beim Forum eingegangen. Die bundesweite Vereinigung stellt die Forderung stellvertretend, da viele bayerische Festivals Geld vom Freistaat bekämen und zögerten, "selbst innerhalb des Freistaates ihre Stimme zu erheben, weil sie befürchten müssen, bei zukünftigen Projektförderungen von Kürzungen betroffen zu sein". 

Vom 15. Juni an sind Konzerte, Theateraufführungen und andere Kulturveranstaltungen in Bayern unter strengen Auflagen wieder erlaubt - in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Personen, im Freien mit bis zu 100 Personen.

Update 2. Juni, 11.38 Uhr: Studie: Häusliche Gewalt steigt in Quarantäne und in finanzieller Not

Im Zuge der Corona-Krise ist die Gewalt gegen Frauen und Kinder in häuslicher Quarantäne, aber auch bei aktuellen finanziellen Sorgen einer Studie zufolge deutlich gestiegen. 

3,1 Prozent der Frauen berichteten demnach, in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen mindestens eine körperliche Auseinandersetzung erlebt zu haben, etwa Schläge. Bei 6,5 Prozent wurde die Kinder den Aussagen der Mütter zufolge gewalttätig bestraft. Offen blieb, ob die Gewalt in diesem Fall von der Frau oder dem Mann ausging.

Mehr dazu >>>hier

Update 2. Juni, 10.35 Uhr: 50 Spargel-Erntehelfer nach zwei Corona-Fällen in Quarantäne

Nachdem am Pfingstwochenende zwei Erntehelfer auf einem Spargelhof im Landkreis Aichach-Friedberg positiv auf das Coronavirus getestet wurden, befinden sich 50 weitere Erntehelfer nun in Quarantäne. 

"Die beiden Infizierten wurden isoliert, einer davon ist aktuell im Krankenhaus", sagte ein Sprecher des Landratsamts Aichach-Friedberg am Dienstag. "Die 50 Kontaktpersonen werden im Laufe der Woche alle auf das Virus getestet. Sofortige Tests machen meist keinen Sinn, da der Erreger dann oft noch nicht nachgewiesen werden kann."

Das Gesundheitsamt steht laut Sprecher eng mit dem betroffenen Spargelhof in Kontakt. "Da der Betreiber bereits im Vorfeld Abläufe für einen solchen Fall festgelegt hat, läuft die Zusammenarbeit sehr gut und die Isolierten werden gut versorgt." 

Update 2. Juni, 10.25 Uhr: Schreyer: Maskenpflicht in Bussen und Bahnen wird gut eingehalten

Die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr und in den Zügen in Bayern wird nach Aussage von Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) gut eingehalten.

In Bussen und Bahnen seien es gut 99 Prozent der Fahrgäste, die sich daran hielten. Da klappe es gut, sagte Schreyer am Dienstag in München. "Wo es noch nicht gut geht, ist an Bahnsteigen und Bushaltestellen." Hier sei vielen Fahrgästen noch nicht bewusst, dass auch in den Wartebereichen und Bahnhöfen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden müsse. 

Die Polizei kontrolliere engmaschig. Zudem sei zu bedenken, dass es Menschen gebe, die keine Maske tragen könnten, etwa Asthmatiker.

Update 2. Juni, 9.22 Uhr: Markus Söder will Wirtschaft stärken

Update 2. Juni, 8.23 Uhr: Bericht: Corona verhindert Abschiebungen aus Bayern

Wegen der Corona-Beschränkungen sind nach Angaben der "Bild" (Dienstag) in den vergangenen zweieinhalb Monaten 237 Rückführungen ausreisepflichtiger Personen aus Bayern ausgefallen. 

"Da der überwiegende Teil von Abschiebungen auf dem Luftweg stattfindet, wirken sich die Beschränkungen des Flugreiseverkehrs und die Einreisebestimmungen der Zielländer aus", sagte ein Sprecher des Landesamtes für Asyl und Rückführungen der Zeitung. Geplant gewesen seien 175 Einzel- und 13 Sammelabschiebungen. 

Diese sollen nachgeholt werden, sagte der Sprecher weiter.

Update 2. Juni, 6.08 Uhr: Corona-Ausbruch in Göttingen: Strengere Regeln in Schulen

Ein Corona-Ausbruch in Göttingen hat auch weitrechende Folgen für mehrere hundert Schüler. Unter den Kontaktpersonen ersten Grades befänden sich auch 57 Kinder und Jugendlichen, teilte die Stadt am Montagabend mit. In 13 Schulen müssten die Sicherheitsvorkehrungen daher angepasst werden.

Dazu zähle unter anderem die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf dem Schulgelände und in den Gebäuden, ausgenommen sind Klassenräume, hieß es. Zudem würden die Schulen verstärkt auf Krankheitsanzeichen achten. Sollte ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet werden, erhielten alle Mitschüler sowie deren Lehrkräfte als Kontaktpersonen ersten Grades eine Quarantäneverfügung.

Nach mehreren privaten Familienfeiern waren in Göttingen mindestens 68 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Am Pfingstwochenende seien 131 Menschen getestet worden, teilte die Stadt mit. Einige Ergebnisse dieser Tests stünden noch aus. Eine erkrankte Person werde weiterhin stationärer behandelt.

Die Behörden in Göttingen arbeiten mit Hochdruck daran, alle Personen ausfindig zu machen, die mit den Infizierten Kontakt hatten. 203 Kontaktpersonen ersten Grades seien in Stadt und Landkreis Göttingen identifiziert worden, hieß es. 

Alle hätten eine Quarantäneverfügung erhalten und seien aufgefordert, sich testen zu lassen. Weitere Kontakte hätten sich etwa in Salzgitter, Osnabrück oder dem Eichsfeld Kreis gefunden. Diese seien informiert worden.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0