Corona in Bayern: Freistaat spendet Impfstoff an Hotspots nach Tschechien

München - Das Coronavirus hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff. Im TAG24-Liveticker erhaltet Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Lage im Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bereits 438.122* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 2. März, 8 Uhr). Davon gelten 407.160 als genesen, 12.434 Menschen sind bereits gestorben.

In München wurden 74 neue Fälle gemeldet (Stand: 2. März, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 54.112* an. Enthalten in dieser Zahl sind 51.922 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 1087 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** für die Landeshauptstadt beträgt derzeit 39,8 (RKI, Stand: 1. März).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Virus testen lassen. Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 2. März, 14.46 Uhr: Acht Corona-Fälle bei Jahn Regensburg - Viermal britische Variante

Beim SSV Jahn Regensburg wurden acht Fälle von Corona-Infektionen bekannt. Vier davon mit der B.1.1.7-Variante.
Beim SSV Jahn Regensburg wurden acht Fälle von Corona-Infektionen bekannt. Vier davon mit der B.1.1.7-Variante.  © vifogra / Schuh

Bei dem Coronavirus-Ausbruch im Team des SSV Jahn Regensburg sind inzwischen acht positive Fälle aufgetreten. Bei mindestens vier der Infizierten wurde die britische Variante des Virus nachgewiesen.

Das teilte das Gesundheitsamt Regensburg am Dienstag auf Anfrage mit. Zuvor hatte "sportschau.de" darüber berichtet. Nach Auskunft der Behörde ist es möglich, dass auch die anderen vier Betroffenen mit der Virusmutante B.1.1.7 infiziert seien. Nach bisherigen Untersuchungen wisse man das noch nicht.

Wegen der positiven Tests war das für Dienstagabend geplante DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem Fußball-Zweitligisten und dem Bundesliga-Vertreter Werder Bremen schon am Montag abgesagt worden.

Das Gesundheitsamt präzisierte, dass Trainer Mersad Selimbegovic zu den acht Infizierten gehöre. Die Positivbefund bei dem Coach war schon Ende der vorigen Woche bekannt geworden.

Weil innerhalb der Mannschaft die einzelnen Kontakte nicht mehr detailliert nachzuvollziehen waren, wurde das ganze Team 14 Tage in Quarantäne geschickt, beginnend ab Freitag und Samstag, je nach Letztkontakt.

Damit dürften auch die Zweitligaspiele des Jahn in Osnabrück am 7. März und zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth am 13. März nicht wie terminiert stattfinden.

Weder für die Ligapartien noch für das Pokalspiel gegen Bremen gab es zunächst Ersatztermine.

Update 2. März, 13 Uhr: Bayern hilft tschechischen Corona-Hotspots mit Impfstoff aus

Aus Deutschland sind 15.000 zusätzliche Impfstoff-Dosen im stark von Corona betroffenen Tschechien eingetroffen. Das bestätigte eine Sprecherin der Verwaltungsregion mit Sitz in Karlovy Vary (Karlsbad) am Dienstag.

Die Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen hatten die gemeinsame Spende angekündigt, die für die grenznahen Corona-Hotspots im Westen Tschechiens bestimmt ist.

Die Regierung in Prag gab noch 1800 Dosen aus den eigenen knappen Beständen hinzu. In den Bezirken Cheb, Sokolov und Karlovy Vary liegt die 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner nach Angaben des Gesundheitsministeriums jeweils bei 597, 1002 und 936.

Es handelt sich um Impfstoff der Firma Astrazeneca, für den die Behörden in Tschechien anders als Deutschland keine Altersobergrenze festgelegt haben.

Der Präsident der Karlsbader Region, Petr Kulhanek, sprach von einer "Geste der Hilfsbereitschaft". Mit dem zusätzlichen Impfstoff könne das Übertragungsrisiko im Grenzgebiet gesenkt werden. Zudem könne man nun die Hausärzte früher an der Impfkampagne für Menschen im Alter von mehr als 70 Jahren beteiligen.

Wegen der begrenzten Verfügbarkeit der Vakzine geht die Impfkampagne in Tschechien nur langsam voran. Bisher wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 674.040 Einzeldosen verabreicht. Die Behörden meldeten 12.150 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 1,2 Millionen bestätigte Infektionen und 20.700 Todesfälle. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Update 2. März, 11 Uhr: Lehrer dringen auf rasche Impfung des Schulpersonals

Ohne rasche Corona-Impfungen des Schulpersonals sollten nach Ansicht von Bayerns Lehrern nicht noch mehr Klassen in die Schulhäuser zurückgeholt werden.

"Alle Lehrerinnen und Lehrer und das gesamte Personal an Schulen müssen geimpft werden, bevor sie in den Präsenzunterricht gehen", sagte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann, am Dienstag in München.

Mehr >>>hier zu den Forderungen der Lehrer.

Update 2. März, 8 Uhr: Bayern impft Polizisten

Bayern beginnt am heutigen Dienstag mit der Impfung aller Beschäftigten der Polizei im Freistaat.

Dazu gehören nach Angaben des Innenministeriums rund 44.000 Beamte in Vollzug und Verwaltung sowie weitere Mitarbeiter.

Mehr >>>hier zur Maßnahme bei der Polizei.

Update 2. März, 6.20 Uhr: Freie Wähler wollen keine "ideologische" Fixierung nur auf Inzidenz mehr

Ein Schild weist in einem Blumenladen auf die Abstands und Hygieneregeln hin.
Ein Schild weist in einem Blumenladen auf die Abstands und Hygieneregeln hin.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Der weitere Kampf gegen das Coronavirus sollte nach Ansicht der Freien Wähler in Bayern ab sofort nicht mehr nur an den Sieben-Tage-Inzidenzwerten ausgerichtet werden.

"Um einen nachhaltigen Weg verantwortungsbewusster Öffnungen beschreiten zu können, muss die geradezu ideologische Engführung auf die Kennzahl des Inzidenzwertes aufgegeben werden", heißt es in einem neuen Positionspapier der Regierungsfraktion.

Stattdessen müssten sich die nächsten Lockerungsschritte an drei Kriterien orientieren: der Wirkung der jeweiligen Schutzmaßnahmen, der tatsächlichen Infektionswahrscheinlichkeit an einem bestimmten Ort und der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung der Institutionen und Branchen.

Mehr >>>hier zu den Aussagen der Freien Wähler.

Update 1. März, 19.18 Uhr: Gesundheitsminister: Besuchseinschränkungen in Altenheimen lockern

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) ist für mehr Freiheiten Geimpfter. (Archiv)
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) ist für mehr Freiheiten Geimpfter. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Die Gesundheitsminster der Länder wollen die Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern.

Den Menschen dort sollten nach Corona-Impfungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) am Montag nach Beratung mit seinen Amtskollegen mit.

Der Vorschlag geht nun an die Ministerpräsidentenkonferenz, die an diesem Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten will.

Derzeit gelten in Alten- und Pflegeheimen bundesweit Einschränkungen mit regionalen Unterschieden. In Bayern etwa darf jeder Bewohner pro Tag nur einen Besucher empfangen.

Nun wollen die Gesundheitsminister die Besuchsmöglichkeiten zwei Wochen nach Zweitimpfung und bei einer hohen Durchimpfungsrate der Bewohnerinnen und Bewohner erweitern.

Sobald Corona-Infektionen gemeldet werden, soll es jedoch wie bisher bei Besuchsverboten bleiben. "Wichtig ist dabei, dass kein konkretes Ausbruchsgeschehen vorliegt und weiterhin Hygiene- und Testkonzepte konsequent umgesetzt werden", sagte Holetschek.

"Die Menschen in den Pflegeheimen mussten in den vergangenen Monaten viel zurückstecken. Mir ist es wichtig, dass niemand in den Einrichtungen vereinsamt."

Update 1. März, 18.01 Uhr: Corona-Fälle bei Jahn Regensburg: Pokalspiel gegen Bremen abgesagt

Nach weiteren Corona-Fällen beim SSV Jahn Regensburg wird das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen nicht wie geplant am Dienstagabend stattfinden.

Beim Fußball-Zweitligisten aus der Oberpfalz seien über Cheftrainer Mersad Selimbegovic hinaus weitere Infektionen aufgetreten, berichtete Jahn-Geschäftsführer Christian Keller bei der Pressekonferenz am Montag.

Dies hätten Tests am Sonntag ergeben. Um wie viele Personen und wen genau es sich handelt, äußerte er sich nicht. Das gesamte SSV-Betreuerteam und die Mannschaft müssten nun voraussichtlich in Quarantäne.

Die Regensburger rechnen auch damit, dass die nächsten beiden Ligapartien beim VfL Osnabrück am 7. März und zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth am 13. März nicht wie ursprünglich terminiert stattfinden können.

Update 1. März, 15.11 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 437.593 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 12.385 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 406.270 Personen.

Update 1. März, 15.11 Uhr: Umfrage: Corona-Verstöße von Politikern schaden Bürgerdisziplin

Verstöße von Politikern gegen Corona-Regeln schaden offenbar der Bereitschaft vieler Bürger, sich selbst an die Vorschriften zu halten.

In einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey sagte immerhin ein knappes Drittel der Befragten, dass ihre Motivation zu regelkonformem Verhalten "auf jeden Fall" leide, wenn Politiker öffentlich gegen die Corona-Regeln verstoßen.

Knapp 34 Prozent der Befragten erklärten, dass Politiker in Sachen Corona-Vorschriften gar keinen Einfluss auf ihr eigenes Verhalten hätten. Die "Augsburger Allgemeine" veröffentlichte die Umfrage am Montag.

Die Analyse nach Parteipräferenzen zeigte, dass AfD- und FDP-Anhänger in dieser Hinsicht durch Politikerverstöße offenbar besonders schnell zu demotivieren sind - bei den Rechtspopulisten waren es drei Viertel, bei den Liberalen zwei Drittel der Befragten, die mit "in jedem Fall" oder "Eher ja" antworteten.

Politiker, die sich tatsächlich oder vermeintlich nicht an Corona-Regeln halten, machen immer wieder Schlagzeilen. Dazu zählten unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit einer Spendengala im vergangenen Herbst und kürzlich der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) bei einer Geburtstagsfeier.

Update 1. März, 15.11 Uhr: Kontrolle mit Meterstab - Wenn die Polizei das Augenmaß korrigiert

Wie lang sind 1,50 Meter? Mit Augenmaß lässt sich der in den Corona-Regeln festgelegte Abstand zwischen zwei Menschen offenbar nicht so ohne weiteres einschätzen.

Einige Polizisten in München haben auf Streife deshalb jetzt öfter mal Zollstöcke dabei. "Die Kollegen sind es leid, immer erklären zu müssen, was 1,50 Meter sind", erläuterte ein Sprecher des Polizeipräsidiums am Montag die private Initiative einiger Beamten.

Zuvor hatte die "Bild" ein Foto getwittert. Es zeigt eine Polizistin und einen Kollegen bei einer Kontrolle im Englischen Garten, die einen zusammengeklappten Meterstab in der Hand hält.

"Uns geht es nicht darum, dass wir möglichst viele Leute anzeigen, sondern dass die Leute verstehen, dass man nicht so nah beieinander ist", erklärte der Polizeisprecher. Es gebe Menschen, die lägen 50 Zentimeter auseinander und seien fest überzeugt, dass das anderthalb Meter seien.

In solchen Fällen sei der Meterstab eine gute Diskussionshilfe: "Schauen Sie mal her, das sind 1,50 Meter - das führt in Einzelfällen zu großem Erstaunen."

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

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