Corona in Bayern: Nur drei Landkreise unter 100 - Inzidenz weiter über Bundesschnitt

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bereits 550.822* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 17. April, 8 Uhr). Davon gelten 488.530 wieder als genesen, 13.714 Menschen sind gestorben.

In München wurden 380 neue Fälle gemeldet (Stand: 17. April, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 63.988* an. Enthalten in dieser Zahl sind 58.622 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 1146 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 165,7 (RKI, Stand: 17. April).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an dasGesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 17. April, 11.07 Uhr: Unangemeldete Demo gegen Corona-Auflagen in Aschaffenburg

In Aschaffenburg haben 160 Menschen gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen demonstriert.

Die Versammlung war nicht angemeldet, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zu Störungen oder Straftaten sei es am Freitagabend aber nicht gekommen.

Die Demonstration wurde noch vor Ort mit Auflagen versehen. Anfänglich versuchten die Teilnehmer, einen Aufzug aus der Versammlung zu machen. Dies wurde jedoch durch eine Polizeikette verhindert. Gegen einige Teilnehmer, die keinen Mund-Nasen-Schutz trugen, wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Bereits am Mittwochabend versammelten sich in Aschaffenburg etwa 100 schwarz gekleidete Menschen mit lauter Musik, weißen Masken und Fahnen, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren.

Update 17. April, 9.47 Uhr: Drei Landkreise unter 100 - Inzidenz weiter über Bundesschnitt

Im Freistaat sind nach aktuellen Daten nur noch drei Landkreise unter einer 100er-Inzidenz. (Archiv)
Im Freistaat sind nach aktuellen Daten nur noch drei Landkreise unter einer 100er-Inzidenz. (Archiv)  © Anto Magzan/ZUMA Wire/dpa

Nur noch drei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen für den Landkreis Tirschenreuth eine Inzidenz von 83,3. Dahinter folgen der Landkreis Forchheim mit einem Wert von 90,4 und der Landkreis Lindau mit 93,5. Bayernweit ist die Stadt Hof mit 386,3 weiter ungewollter Spitzenreiter.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 182,4. Das geht aus Zahlen von Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.08 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem Institut binnen eines Tages 3951 Neuinfektionen und 31 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

In seinem aktuellen Lagebericht über Deutschland von Freitagabend schreibt das RKI: "Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort." Besonders in den jüngeren Altersgruppen seien die Zahlen gestiegen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro
100.000 Einwohner lag nach RKI-Angaben bundesweit bei 160,7. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 99,9 gelegen.

Update 16. April, 18 Uhr: Intensivbetten in Nürnberg werden knapp

Die Intensivbetten im Raum Nürnberg werden knapp.

"Die Lage ist sehr angespannt", sagte eine Sprecherin des Klinikums Nürnberg am Freitag. Am Donnerstagabend seien für kurze Zeit alle Intensivbetten in der Region belegt gewesen.

Das Klinikum Nürnberg sei von der Integrierten Leitstelle abgemeldet gewesen, die die Bettenkapazität im Blick hat. Eine solche Abmeldung käme immer wieder vor, erklärte die Sprecherin des Klinikums. Trotzdem habe das Klinikum aus medizinischen Gründen am Donnerstagabend noch zwei Patienten aufgenommen - beide schwer an Covid-19 erkrankt.

Am Freitag waren im Raum Nürnberg noch rund 20 Intensivbetten frei, sagte der Leiter der Integrierten Leitstelle in Nürnberg, Marc Gistrichovsky. Davon seien sechs Betten für Covid-19-Patienten reserviert. 340 Intensivbetten waren demnach belegt, 88 davon mit Covid-19-Patienten.

Die Zahlen könnten sich aber jederzeit wieder ändern.

Update 16. April, 14.45 Uhr: Inzidenz in München steigt

Update 16. April, 14.12 Uhr: Neues Programm für Videokonferenzen an Schulen

Mit einem neuen Programm sollen Schulen künftig Videokonferenzen ausrichten können.

Die Software mit dem Namen Visavid eigne sich auch für Grundschulen, teilte das Kultusministerium am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Sie soll das Lernen in der Pandemie daheim erleichtern.

Visavid ist nach Angaben des Ministeriums ein maßgeschneidertes Programm für Schulen. Die Daten würden nur in großen Rechenzentren der EU verarbeitet, hieß es weiter. Die Software könne auf jedem Gerät mit Internetanbindung via Browser genutzt werden und müsse nicht installiert werden.

Das Programm ist eine Ergänzung zum System Mebis, das wegen technischer Probleme Ende vergangenen Jahres in der Kritik stand.

Bei der Lernplattform können Lehrer und Schüler Inhalte hochladen, aber keine Videokonferenzen durchführen.

Update 16. April, 12.08 Uhr: Lockdown in Schulen und Einzelhandel wird in Bayern strikter

Der Freistaat Bayern steuert in der nächsten Woche wegen weiter steigender Corona-Infektionszahlen auf einen härteren Lockdown in Schulen und Einzelhandel zu.

Am Freitag waren nur noch die drei Landkreise Miltenberg, Tirschenreuth und Lindau sowie die kreisfreie Stadt Bamberg unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus der Statistik des Robert-Koch-Instituts hervorgeht.

Im Landesdurchschnitt lag die Inzidenz am Freitag bei knapp über 180, klar über dem Bundesdurchschnitt von 160. Der nordbayerische Landkreis Hof hält allerdings nicht mehr die Rote Laterne in Deutschland, sondern wurde vom sachsen-anhaltinischen Greiz als Top-Corona-Hotspot in Deutschland abgelöst.

Für alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte sind damit die Bedingungen erfüllt, dass von Montag an im Zuge der Notbremsen-Regelung die Schulen weitgehend auf Distanzunterricht umstellen müssen. Ausnahmen sind lediglich Abschlussklassen, die vierten Klassen der Grundschulen und die 11. Klassen am Gymnasium. Die Landeshauptstadt München hatte eine entsprechende Regelung bereits am Freitagmorgen angekündigt. Unabhängig von der noch nicht beendeten Diskussion über Schulöffnungen bis zu einer Inzidenz von 200 auf Bundesebene gilt in Bayern derzeit die 100-er-Grenze, von welcher an die Notbremse bei den Schulen gezogen wird.

Im Einzelhandel erfüllten am Freitag 23 Kreise die Bedingungen für eine komplette Schließung in der nächsten Woche - also eine Sieben-Tage-Inzidenz über 200 für mindestens drei Tage am Stück.

Drei Kreise - Starnberg, Miltenberg und Tirschenreuth - erfüllten am Freitag die Bedingungen für eine Öffnung des Einzelhandels mit Terminvereinbarung ("Click and Meet"). Über das Wochenende können sich hiebei aber noch Änderungen ergeben.

Update 16. April, 11.15 Uhr: Bodensee-Schifffahrt verschiebt Saisonstart erneut

Wegen der Corona-Pandemie wird der Saisonstart der deutschen Bodensee-Schifffahrt erneut verschoben.

Wie lange die 13 Ausflugsschiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) in den Häfen bleiben müssen, war zunächst unklar. "Wir hoffen auf den Mai", sagte ein Sprecher am Freitag. Der Saisonstart sei von der Infektionslage und den Öffnungsperspektiven für andere Touristen-Attraktionen am Bodensee abhängig.

Ursprünglich hatten die deutschen Schiffe zusammen mit jenen aus Österreich und der Schweiz zu Ostern ihre Fahrten aufnehmen wollen. Danach war der 19. April als Starttermin anvisiert worden. Auf schweizerischer und österreichischer Seite gibt es demnach bereits Rundfahrten innerhalb der Landesgrenzen, aber keinen Linienbetrieb.

Update 16. April, 10.06 Uhr: Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Maßnahmen im Hotspot Hof

Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof kontrolliert die Polizei strikt die Einhaltung der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

"Es gibt Tage, da machen die Corona-Kontrollen fast ein Drittel des Tagesgeschäfts aus", sagte Matthias Singer, Vize-Chef der örtlichen Polizei.

Rund 600 Verstöße gegen die Corona-Regeln meldeten die Beamten vergangenes Jahr. Nun sind es seit Jahresbeginn nach Angaben der Polizei schon knapp 450 Anzeigen, davon allein 140 seit der Verschärfung der Regeln am vergangenen Samstag. Seitdem seien auch deutlich mehr Polizisten im Einsatz, erklärte Singer. Bis zu 30 Kollegen der Bereitschaftspolizei unterstützen die Streifen täglich bei der Kontrolle.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Hof ist seit langem sehr hoch. Die Stadt in Oberfranken ist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 570 Infektionen pro 100.000 Einwohner bundesweiter Spitzenreiter. In Hof gelten deshalb besonders strenge Regeln, unter anderem eine Ausgangssperre ab 20.30 Uhr sowie Maskenpflicht in der Innenstadt und auf Spielplätzen.

Die Schulen sind geschlossen, ab kommender Woche haben nur noch Eltern mit systemrelevanten Berufen Anspruch auf eine Notbetreuung ihrer Kinder im Schul- und Kita-Alter.

Update 16. April, 6.05 Uhr: Ministerium: Selbsttest-Ergebnisse aus Schulen nicht zentral erfasst

Seit fast einer Woche drehen Schüler in Bayern massenhaft Corona-Test-Stäbchen in der Nase herum - wie viele dieser Selbsttests positiv waren, wird allerdings nicht zentral erfasst.

"Wir erheben keine Zahlen zu den an den Schulen durchgeführten Selbsttests", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in München. Da ein positiver Test lediglich ein Hinweis auf eine mögliche Infektion sei und zur Bestätigung noch ein PCR-Test außerhalb der Schule erforderlich sei, würde das Ministerium auf den "enormen Verwaltungsaufwand" verzichten, den eine statistische Erfassung der Ergebnisse bedeuten würde.

Die Testpflicht in Schulen gilt seit Montag. Vor allem Lehrerverbände waren dagegen auf die Barrikaden gegangen, weil sie ihre Gesundheit in Gefahr sehen und den Organisationsaufwand kritisieren.

Das Ministerium sieht den Anlauf positiv. "Bislang hat das Testkonzept an bayerischen Schulen funktioniert", sagte der Sprecher. "In den allermeisten Fällen lief die Durchführung demnach ohne Schwierigkeiten. Gerade zu Beginn war es normal, dass noch Aufklärungs- und Erklärungsbedarf bestand." Man gehe davon aus, dass sich die Durchführung rasch einspielen werde, wenn dies nicht bereits ohnehin schon der Fall sei.

Nach den dem Kultusministerium vorliegenden Daten waren zum Stand Dienstag rund 1760 (0,11 Prozent) Schüler in Bayern aufgrund eines bestätigten positiven Corona-Tests vom Unterricht befreit.

Update 15. April, 20.50 Uhr: Gericht erlaubt "Querdenken"-Versammlung nur mit Einschränkungen

Eine "Querdenken"-Versammlung an diesem Wochenende in Kempten darf nur mit starken Einschränkungen stattfinden. Das Verwaltungsgericht in Augsburg genehmigte am Donnerstag nur 200 Teilnehmer statt der von den Veranstaltern angemeldeten 8000.

Zudem müssten die Teilnehmer zuvor über die sozialen Netzwerke über die Beschränkung informiert werden, erklärte ein Gerichtssprecher nach dem Eilverfahren.

An der Veranstaltung der Allgäuer "Querdenken"-Gruppe am Samstag soll auch der Gründer der Initiative, Michael Ballweg, teilnehmen. Die Stadt Kempten hatte die Großkundgebung wegen der Corona-Schutzvorschriften verboten, weil es in der Kommune keine dafür geeignete Fläche gebe.

Zudem wurde ein geplanter Demonstrationszug mit 2000 Teilnehmern verboten. Auch dies wurde vom Gericht überprüft. In diesem Fall bleibt es aber bei dem Verbot.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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