Corona in Bayern: Aiwanger fordert Handel-Öffnung auch bei höheren Zahlen

München - Das Coronavirus hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff. Im TAG24-Liveticker erhaltet Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Lage im Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bereits 430.801* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 24. Februar, 0 Uhr). Davon gelten 400.110 als genesen, 12.239 Menschen sind bereits gestorben.

In München wurden 91 neue Fälle gemeldet (Stand: 24. Februar, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 53.591* an. Enthalten in dieser Zahl sind 51.537 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 1077 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** für die Landeshauptstadt beträgt derzeit 34,8 (RKI, Stand: 24. Februar).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Virus testen lassen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 24. Februar, 18.57 Uhr: BR: Todesfälle nach Hygienemängeln in Krankenhaus

In einem schwäbischen Krankenhaus ist es nach Angaben des Bayerischen Rundfunks zu schwerwiegenden Versäumnissen in Zusammenhang mit einem Corona-Ausbruch gekommen.

Wie der Sender am Mittwoch berichtete, hat das bayerische Gesundheits-Landesamt die Mängel in einem Zwischenbericht aufgelistet. Laut BR sind sieben Menschen gestorben, nachdem sie sich wohl in dem Krankenhaus selbst mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 24. Februar, 15.10 Uhr: Aiwanger: Handel soll auch bei höheren Corona-Zahlen öffnen dürfen

Hubert Aiwanger (50), Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern, kommt zu einer Pressekonferenz.
Hubert Aiwanger (50), Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern, kommt zu einer Pressekonferenz.  © Matthias Balk/dpa

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat Öffnungen im Handel auch in Regionen mit höheren Corona-Zahlen gefordert.

Insbesondere die Grenz-Landkreise seien besonderen Belastungen ausgesetzt, sagte Aiwanger am Mittwoch in einer Regierungs-Fragestunde im Landtag in München. Wenn man sich hoffentlich in den nächsten Wochen in Berlin und dann auch in Bayern zu einer Öffnung des Handels durchringe, müsse man auch in Gebieten mit höheren Inzidenzen Möglichkeiten eröffnen - und wenn es am Ende über Schnelltests gehe, wenn auch nicht für jeden Kunden.

Aiwanger forderte: "Wir brauchen auch für diese Regionen Perspektive."

Aiwanger setzt sich damit erneut in einem Punkt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab. Dieser hatte zuletzt regionale Öffnungen unter anderem im Handel lediglich für Regionen mit stabil niedrigen Corona-Zahlen in Aussicht gestellt. In Gebieten mit höheren Zahlen seien allenfalls "Click and Meet"-Angebote möglich, also mit vorab vereinbarten Terminen.

Über den weiteren Anti-Corona-Kurs wird kommende Woche zunächst die Ministerpräsidentenkonferenz beraten.

Update 24. Febraur, 15 Uhr: Infektionszahlen für München

Update 24. Februar, 14.44 Uhr: Corona-Hilfen: 4,2 Milliarden Euro an bayerische Unternehmen gezahlt

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht jeden Euro "gut investiert". (Archiv)
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht jeden Euro "gut investiert". (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Bayerische Unternehmen haben seit Beginn der Corona-Krise 4,2 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen bekommen.

Alleine seit Juli seien gut 2 Milliarden geflossen, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Mittwoch. "Jeder Euro davon ist gut investiert." Weitere 2,2 Milliarden waren von März bis Mai als Soforthilfen geflossen.

Die größten Posten der letzten Monate sind die November- und Dezemberhilfe. Für sie gingen jeweils mehr als 50.000 Anträge ein. Bei der Novemberhilfe wurden laut Wirtschaftsministerium bisher 955 Millionen Euro beantragt und 789 Millionen Euro ausgezahlt.

Bei der Dezemberhilfe gibt es Anträge über 908 Millionen Euro, und 519 Millionen wurden bisher ausgezahlt. Zuletzt hatte es aus der Wirtschaft immer wieder Kritik gegeben, dass die Hilfen nicht schnell genug flössen.

Aiwanger beklagte zudem, dass gewisse Betriebe bei den Hilfen durch das Raster fielen. "Mischbetriebe, Brauereigaststätten und im letzten Jahr neu gegründete Betriebe beispielsweise erhalten keine oder zu wenig finanzielle Unterstützung", sagte er.

"Hier muss nachgebessert werden - ob mit einem Härtefallfonds oder durch eine Anpassung der laufenden Programme."

Update 24. Februar, 14.30 Uhr: Gemeinde im Zillertal wird wegen Corona-Häufung isoliert

Die österreichische Gemeinde Mayrhofen im Zillertal in Tirol wird wegen einer Häufung von Coronafällen isoliert.

Dort wurde bei 29 von 42 Infizierten die zuerst in Südafrika aufgetauchte Coronavirus-Variante festgestellt.

Genaue Details findest du >>>hier.

Die österreichische Gemeinde Mayrhofen in Tirol darf ab Samstag nur mit negativem Test verlassen werden. (Symbolbild)
Die österreichische Gemeinde Mayrhofen in Tirol darf ab Samstag nur mit negativem Test verlassen werden. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update 24. Februar, 14.30 Uhr: Selbsttests für Schulen und Kitas wohl nächste Woche

Nach ersten Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien sollen die ersten Selbsttests in Bayern voraussichtlich kommende Woche an Schulen und Kitas ausgeliefert werden.

Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch am Rande einer Landtagssitzung in München an. Insgesamt sollen nach Angaben Holetscheks in Bayern am Ende 8,6 Millionen Selbsttests pro Monat zur Verfügung stehen. Neben älteren Verträgen wurden demnach zuletzt noch einmal 5,3 Millionen Selbsttests pro Monat zusätzlich geordert.

Die Selbsttests sollen nach Worten Holetscheks - im Unterschied etwa zu Schnelltests, für die es geschultes Personal braucht - zunächst vorrangig an Schulen und Kitas eingesetzt werden, um dort die Sicherheit zu erhöhen.

Er schloss aber eine Ausweitung auf andere Bereiche nicht aus - derzeit sei das aber noch nicht das Thema.

Update 24. Februar, 14.05 Uhr: 4000 Corona-Tests bei Nordischer Ski-WM

Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf hat die erste große Corona-Testreihe aller Beteiligten fast nur negative Befunde gebracht.

>>> Es gibt jedoch auch einen Coronavirus-Verdachtsfall im Zuge der Testungen bei der Wintersport-WM.

Update 24. Februar, 12.20 Uhr: Hausärzte werben für alle bundesweit zugelassenen Corona-Impfstoffe

In der Diskussion um die Wirksamkeit der verschiedenen Corona-Impfstoffe werben Bayerns Hausärzte eindringlich für das Impfen der bundesweit zugelassenen Präparate.

>>> Die Aussagen der Mediziner zu allen bundesweit zugelassenen Corona-Impfstoffen gibt es hier.

In der Diskussion um die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe werben Bayerns Hausärzte für das Impfen aller zugelassenen Präparate. (Symbolbild)
In der Diskussion um die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe werben Bayerns Hausärzte für das Impfen aller zugelassenen Präparate. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 24. Februar, 8 Uhr: Altenpflegerinnen laut Barmer am häufigsten an Covid-19 erkrankt

Pflegekräfte in Altenheimen erkranken so häufig am Coronavirus wie keine andere Berufsgruppe in Bayern.

>>> Die Krankenkasse Barmer nennt Zahlen zu den Corona-Erkrankungen.

Update 23. Februar, 17.32 Uhr: Erlangen sagt Bergkirchweih wegen Corona-Pandemie ab

Eins der bekanntesten Volksfeste Bayerns, die Erlanger Bergkirchweih, wird in diesem Jahr erneut ausfallen.

Die Stadt sagte das traditionell an Pfingsten veranstaltete Fest am Dienstag ab. Trotz des Beginns der Impfungen sei eine Bergkirchweih wie üblich nicht vorstellbar, teilte Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) mit. Der Mindestabstand oder die Maskenpflicht seien bei bis zu einer Million Besucherinnen und Besuchern nicht umsetzbar.

Die Erlanger Bergkirchweih ist eins der größten Volksfeste im Großraum Nürnberg. Vom 20. bis 31. Mai sollten rund 100 Fahrgeschäfte und 17 Festwirte auf dem Festgelände für Unterhaltung sorgen. Seit 1755 musste die Bergkirchweih damit 18 Mal ausfallen: 2021 und 2020 wegen der Corona-Pandemie.

Davor waren unter anderem der Tod von König Ludwig II. und die beiden Weltkriege dafür verantwortlich, dass die Menschen den "Berg" nicht feiern konnten.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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