Corona in Bayern: Zahl der Infizierten steigt weiter, Gesundheitsminister für Ausgangsbeschränkungen

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bereits 554.210* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 18. April, 8 Uhr). Davon gelten 490.530 wieder als genesen, 13.725 Menschen sind gestorben.

In München wurden 264 neue Fälle gemeldet (Stand: 18. April, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 64.252* an. Enthalten in dieser Zahl sind 58.741 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 1148 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 163,9 (RKI, Stand: 18. April).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an dasGesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 19. April, 9.45 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister für Ausgangsbeschränkungen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich angesichts der steigenden Corona-Zahlen auf den Intensivstationen für Ausgangsbeschränkungen ausgesprochen.

Es sei "verhältnismäßig, mal ein paar Wochen vielleicht nicht auf die Straße gehen zu können am Abend und da mitzuwirken", sagte Holetschek am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Die Auslastung in den Kliniken werde in zwei bis drei Wochen einen Höchsstand erreichen. "Jetzt ist die Zeit zu handeln."

Update 19. April, 7.45 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter - zwei Landkreise unter 100

Nur noch zwei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen 7 Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert.

Der Landkreis Tirschenreuth weist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag eine Inzidenz von 68 auf, der Landkreis Forchheim von 94,7. Bayernweit die höchste Inzidenz hat mittlerweile der Landkreis Dingolfing-Landau mit 349,6. Danach folgt der Landkreis Kronach mit 349,1. Zudem meldete das RKI 2151 neue Fälle in Bayern, 13 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 187,3.

Das geht aus Zahlen von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.09 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Am Montag sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 165,3.

Update 18. April, 21.17 Uhr: Polizei kontrolliert Gruppe ohne Masken - Angriff, Festnahmen

Bei der Kontrolle einer größeren Personengruppe ohne Mund-Nasen-Schutz in Aschaffenburg sind Polizisten angegriffen worden.

Es sei zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen, drei Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei am Sonntagabend auf Twitter mit. Vor der Kontrolle seien Passanten, die eine Mund-Nase-Bedeckung trugen, aus der Gruppe heraus angegangen worden. Verletzt worden sei niemand.

"Die Lage hat sich zwischenzeitlich wieder beruhigt", hieß es gegen 21 Uhr.

Update 18. April, 14.31 Uhr: Gedenken an Todesopfer der Corona-Pandemie

Auf dem La-Spezia-Platz in Bayreuth hat die Stadt einen Kranz zum Gedenken an die Corona-Todesopfer niedergelegt.
Auf dem La-Spezia-Platz in Bayreuth hat die Stadt einen Kranz zum Gedenken an die Corona-Todesopfer niedergelegt.  © NEWS5 / Kettel

Am Sonntag hat der Oberbürgermeister von Bayreuth, Thomas Ebersberger, der Todesopfer der Corona-Pandemie gedacht.

Zusammen mit ihm waren die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats auf dem La-Spezia-Platz, um dort einen Kranz der Stadt niederzulegen.

Trotz der Schutzmaßnahmen, Beschränkungen und Verordnungen sind allein im Freistaat bislang fast 14.000 Menschen gestorben, die zuvor positiv getestet wurden.

Bundesweit sind es beinahe 80.000 Menschen, global - trotz weltweiter Maßnahmen - starben inzwischen mehr als 3 Millionen Menschen an dieser vor gut eineinhalb Jahren festgestallten Corona-Variante Sars-CoV-2 und ihrer Mutationen.

Bayerns Ministerpräsidentordnete Dr. Markus Söder (54) ordnete die Trauerbeflaggung aller staatlichen Dienstgebäude für diesen Tag an.

Neben weiterer Orte in den einzelnen Bundesländern fand in Berlin eine zentrale Gedenkveranstaltung mit Politikern und Hinterbliebenen statt.

Update 18. April, 12.59 Uhr: 20 Anzeigen nach illegalem Treffen in Garage

Nach einem illegalen Treffen in einer Garage in München hat die Polizei 20 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen gestellt.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde bei dem Treffen am Freitagabend weder auf Mindestabstände geachtet, noch wurden Masken getragen. Zudem wurde die derzeit erlaubte Personenanzahl und Zahl der Haushalte für private Treffen weit überschritten.

Insgesamt wurden laut Polizei bei dem Treffen 20 Anzeigen verteilt. Die genaue Personenanzahl war noch unklar, die Ermittler sprachen von fast 20 Anwesenden.

Im Laufe des Wochenendes kam es zu weiteren Vorfällen und Kontrollen in München, welche jedoch größtenteils kommunikativ gelöst werden konnten.

Update 18. April, 11.32 Uhr: Bundespläne für Handel stoßen in Niederbayern auf Unverständnis

Sicherheitskonzepte für Öffnungen - davon können nicht alle Einkaufsläden profitieren. (Archiv)
Sicherheitskonzepte für Öffnungen - davon können nicht alle Einkaufsläden profitieren. (Archiv)  © Friso Gentsch/dpa

Die Bundespläne für einen härteren Lockdown im Einzelhandel bei besonders hohen Corona-Zahlen stoßen in Niederbayern auf scharfe Kritik.

"Wenn ab einer Inzidenz von 100 alle Einzelhandelsgeschäfte schließen müssen, bedeutet dies für die niederbayerischen Grenzlandkreise: Die Geschäfte werden noch für Monate zu sein. Das wäre eine absolute Katastrophe", heißt es in einem Schreiben des niederbayerischen Bezirkstagspräsidenten Olaf Heinrich an Bundestagsabgeordnete aus der Region.

"Trotz der zusätzlichen Impfdosen für die Grenzlandkreise: Eine Inzidenz von unter 100 ist in den nächsten Wochen nicht realistisch", schrieb Heinrich (CSU) laut Mitteilung am Samstag. "Deshalb appelliere ich eindringlich, zumindest bis zu einer Inzidenz von 200, den Geschäften 'Click and Meet' nach einem negativen Schnelltest zu ermöglichen." Sonst müssten gerade im östlichen Niederbayern viele Geschäfte dauerhaft schließen.

Seit Tagen stoßen die Pläne der Bundesregierung auf Widerstand. Die am Dienstag beschlossenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes sehen unter anderem vor, dass bei einer höheren Inzidenz die meisten Läden sowie die Gastronomie nicht öffnen dürfen.

Bestimmte Geschäfte sollen ausgenommen werden, so etwa der Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Buchhandlungen und Gartenmärkte. Hier sollen Abstand- und Hygienekonzepte gelten.

Die Freien Wähler wollen per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen.

Update 18. April, 11.10 Uhr: Nur drei Landkreise unter 100 - Kronach nun ungewollt an der Spitze

Die Zahl der auf Corona positiv getesteten Menschen steigt weiter an. (Symbolbild)
Die Zahl der auf Corona positiv getesteten Menschen steigt weiter an. (Symbolbild)  © Sina Schuldt/dpa

Nur noch drei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntagmorgen für den Landkreis Tirschenreuth eine Inzidenz von 77,7. Dahinter folgen der Landkreis Forchheim mit einem Wert von 92,9 und der Landkreis Kitzingen mit 96,5. Bayernweit ist der Landkreis Kronach mittlerweile mit 367,1 ungewollter Spitzenreiter.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 185,4 nach 182,4 am Vortag. Das geht aus Zahlen von Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.09 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem Institut binnen eines Tages 3367 Neuinfektionen und 10 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Bundesweit lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner laut RKI am Sonntagmorgen bei 162,3. Am Vortag hatte das RKI diese 7-Tage-Inzidenz mit 160,7 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 129,7 gelegen.

Update 17. April, 11.07 Uhr: Unangemeldete Demo gegen Corona-Auflagen in Aschaffenburg

In Aschaffenburg haben 160 Menschen gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen demonstriert.

Die Versammlung war nicht angemeldet, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zu Störungen oder Straftaten sei es am Freitagabend aber nicht gekommen.

Die Demonstration wurde noch vor Ort mit Auflagen versehen. Anfänglich versuchten die Teilnehmer, einen Aufzug aus der Versammlung zu machen. Dies wurde jedoch durch eine Polizeikette verhindert. Gegen einige Teilnehmer, die keinen Mund-Nasen-Schutz trugen, wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Bereits am Mittwochabend versammelten sich in Aschaffenburg etwa 100 schwarz gekleidete Menschen mit lauter Musik, weißen Masken und Fahnen, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren.

Update 17. April, 9.47 Uhr: Drei Landkreise unter 100 - Inzidenz weiter über Bundesschnitt

Im Freistaat sind nach aktuellen Daten nur noch drei Landkreise unter einer 100er-Inzidenz. (Archiv)
Im Freistaat sind nach aktuellen Daten nur noch drei Landkreise unter einer 100er-Inzidenz. (Archiv)  © Anto Magzan/ZUMA Wire/dpa

Nur noch drei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen für den Landkreis Tirschenreuth eine Inzidenz von 83,3. Dahinter folgen der Landkreis Forchheim mit einem Wert von 90,4 und der Landkreis Lindau mit 93,5. Bayernweit ist die Stadt Hof mit 386,3 weiter ungewollter Spitzenreiter.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 182,4. Das geht aus Zahlen von Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.08 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem Institut binnen eines Tages 3951 Neuinfektionen und 31 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

In seinem aktuellen Lagebericht über Deutschland von Freitagabend schreibt das RKI: "Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort." Besonders in den jüngeren Altersgruppen seien die Zahlen gestiegen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro
100.000 Einwohner lag nach RKI-Angaben bundesweit bei 160,7. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 99,9 gelegen.

Update 16. April, 18 Uhr: Intensivbetten in Nürnberg werden knapp

Die Intensivbetten im Raum Nürnberg werden knapp.

"Die Lage ist sehr angespannt", sagte eine Sprecherin des Klinikums Nürnberg am Freitag. Am Donnerstagabend seien für kurze Zeit alle Intensivbetten in der Region belegt gewesen.

Das Klinikum Nürnberg sei von der Integrierten Leitstelle abgemeldet gewesen, die die Bettenkapazität im Blick hat. Eine solche Abmeldung käme immer wieder vor, erklärte die Sprecherin des Klinikums. Trotzdem habe das Klinikum aus medizinischen Gründen am Donnerstagabend noch zwei Patienten aufgenommen - beide schwer an Covid-19 erkrankt.

Am Freitag waren im Raum Nürnberg noch rund 20 Intensivbetten frei, sagte der Leiter der Integrierten Leitstelle in Nürnberg, Marc Gistrichovsky. Davon seien sechs Betten für Covid-19-Patienten reserviert. 340 Intensivbetten waren demnach belegt, 88 davon mit Covid-19-Patienten.

Die Zahlen könnten sich aber jederzeit wieder ändern.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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