Corona in Bayern: Neue Zahlen für München und den ganzen Freistaat

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bereits 603.498* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 5. Mai, 8 Uhr). Davon gelten inzwischen 540.480 wieder als genesen, 14.279 Menschen sind gestorben.

In München wurden 283 neue Fälle gemeldet (Stand: 5. Mai, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 69.167* an. Enthalten in dieser Zahl sind 64.118 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 1187 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 99 (RKI, Stand: 5. Mai).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 5. Mai, 19.55 Uhr: Gefälschter Corona-Impfnachweis des Impfzentrums in Hof aufgetaucht

Wegen eines gefälschten Corona-Impfnachweises hat die Kriminalpolizei in Hof Ermittlungen aufgenommen. Ein Fernsehreporter habe die Polizei in der vorigen Woche auf einen gefälschten Impfnachweis des Impfzentrums in Hof hingewiesen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Mittwoch.

Der Reporter habe den gefälschten Impfnachweis laut eigener Aussage im Internet bestellt. Es handele sich um ein Einlegeblatt für den bekannten gelben Impfausweis. Da der vermutlich von einem Internetshop stammende Nachweis einen falschen Stempel des Impfzentrums in Hof und weitere gefälschte Angaben beinhalte, werde wegen Urkundenfälschung ermittelt, so der Sprecher. Zunächst hatte die Frankenpost über die Ermittlungen berichtet.

Weitere Angaben zur Herkunft des Impfnachweises und den möglichen Tätern konnte die Polizei zunächst nicht machen. Es sei bislang kein weiterer Fall eines gefälschten Impfnachweises in Oberfranken bekannt.

Update 5. Mai, 18.25 Uhr: Caritas-Chef fordert Corona-Impfungen für sozial Benachteiligte

Sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen sollen nach Ansicht der Caritas Bayern bei der Corona-Impfung bevorzugt berücksichtigt werden. Dies gelte insbesondere, wenn die Priorisierung wie angekündigt demnächst falle.

"Was schon vor der Pandemie galt, wird langsam brisant: Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, sind einem deutlich erhöhten Risiko einer Infektion ausgesetzt", betonte der Landesdirektor des katholischen Wohlfahrtsverbands, Bernhard Piendl, am Mittwoch in München. Sozioökonomische Rahmenbedingungen hätten einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.

"Daraus folgen oft beengte Wohnverhältnisse oder auch Sprachbarrieren aufgrund eines Migrationshintergrunds", erläuterte Piendl. "Impfungen dürfen aber nicht vom sozialen Status und Netzwerk abhängen oder davon, ob man einen Arzt im Bekanntenkreis hat." Besonders Migranten bräuchten eine besondere Ansprache und Unterstützung.

So herrsche etwa in den Gemeinschaftsunterkünften für Asylsuchende große Verunsicherung.

Update 5. Mai, 17.18 Uhr: Studierende beklagen mangelnde finanzielle Unterstützung in Pandemie

In einem gemeinsamen Hilferuf haben die Landesstudierendenvertretungen mehrerer Bundesländer am Mittwoch auf die teils prekäre Situation der Studierenden in der Corona-Krise aufmerksam gemacht.

"Viele Studierende befinden sich weiterhin in einer schweren finanziellen Notlage. Das Anhalten der Pandemie verschlimmert die Lage zusehends", hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung.

Die Überbrückungshilfen des Bundesbildungsministeriums von maximal 500 Euro im Monat seien zum einen viel zu niedrig angesetzt, zum anderen würden sie nur jenen ausgezahlt, die weniger als 100 Euro auf dem Konto hätten, erfolglose Bewerbungen für Nebenjobs nachweisen könnten, monatlich einen Antrag stellten und nicht schon vor der Krise in einer Notlage gewesen seien.

"Da geht es an die Existenz", kritisierten die Landesstudierendenvertretungen aus Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen. "Besonders fatal ist dieser Umstand, da Studierende von den sozialen Sicherungsnetzen der Gesellschaft nicht aufgefangen werden."

Update 5. Mai, 17.15 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 5. Mai, 17.10 Uhr: Mehr als 40 Prozent im Landkreis Hof haben erste Corona-Impfung

Der Landkreis Hof hat eine Corona-Impfquote von mehr als 40 Prozent erreicht. Der Anteil der mindestens einmal geimpften Menschen an der Gesamtbevölkerung lag zuletzt bei 43,59 Prozent, wie das Landratsamt mitteilte.

Eine ähnliche hohe Impfquote weist die Dreiflüssestadt Passau auf. Dort lag der Anteil der Erstimpfungen am Mittwoch bei 46,21 Prozent der Bevölkerung, wie die Stadt mitteilte. Wie auch der Landkreis Hof gehörte die Grenzstadt in Niederbayern zeitweise zu den Regionen mit den höchsten Corona-Neuinfektionen im Land.

Mit Blick auf ganz Bayern lag die Impfquote am Mittwoch nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 30,0 Prozent. Über einen vollständigen Impfschutz verfügen bislang 7,8 Prozent der Menschen im Freistaat.

Mehr als 40 Prozent im Landkreis Hof haben eine erste Corona-Impfung. (Symbolbild)
Mehr als 40 Prozent im Landkreis Hof haben eine erste Corona-Impfung. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa-Pool/dpa

Update 5. Mai, 13.55 Uhr: Mehr als eine Million Menschen in Bayern vollständig geimpft

Ein Impfbuch mit den Feldern für die Impfung gegen Influenza (Virusgrippe).
Ein Impfbuch mit den Feldern für die Impfung gegen Influenza (Virusgrippe).  © Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild

In Bayern sind mehr als eine Million Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Mit Stand Dienstag hätten 1.018.882 Menschen im Freistaat eine vollständige Impfung erhalten, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bei seiner Regierungserklärung am Mittwoch im Landtag.

"Das ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie", sagte der Minister im aus Infektionsschutzgründen nur zur Hälfte mit Abgeordneten besetzten Plenum.

In den kommenden Wochen werde die Zahl der Zweitimpfungen noch deutlich steigen. Insgesamt hätten Impfzentren, Ärzte und Krankenhäuser inzwischen 4.964.154 Impfungen in Bayern verabreicht, davon 3.945.272 Erstimpfungen. Impfzentren, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser arbeiteten gut zusammen. Ziel müsse es sein, bald auch ein Angebot an jüngere Menschen machen zu können.

Holetschek verteidigte die am Dienstag im Kabinett beschlossenen Lockerungen, darunter etwa ein Verzicht auf Kontaktbeschränkungen für vollständig Geimpfte und von Corona Genesene. Gleichzeitig rief er aber auch dazu auf, weiterhin höchste Vorsicht walten zu lassen.

Das konsequente Einhalten der Schutzregeln, das weitere Absenken der Infektionszahlen und das schnelle Impfen seien weiterhin notwendig. "Nur so bekommen wir das Virus auf Dauer in den Griff", sagte der CSU-Politiker.

Update 5. Mai, 8.07 Uhr: München bei Zahl der Corona-Neuinfektionen unter kritischem Wert

In München und anderen Kommunen in Bayern könnten die Corona-Regeln bald gelockert werden.

In der Landeshauptstadt lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Mittwoch bei 99. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Institutes hervor (Stand: 3.10 Uhr).

Würzburg meldete einen 7-Tage-Inzidenzwert von 99,3, Erlangen von 76,4. Insgesamt war die kritische Schwelle von 100 laut Robert Koch-Institut in 25 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten unterschritten.

Bleibt dieser Wert stabil unter 100, sind zahlreiche Lockerungen möglich wie etwa eine Öffnung der Außengastronomie.

In München sinkt die Zahl der Neuinfektionen. Ab einer 7-Tage-Inzidenzwert unter 100 dürfen Theater, Kinos und Außengastronomie öffnen. (Archiv)
In München sinkt die Zahl der Neuinfektionen. Ab einer 7-Tage-Inzidenzwert unter 100 dürfen Theater, Kinos und Außengastronomie öffnen. (Archiv)  © dpa/Peter Kneffel

Update 4. Mai, 18 Uhr: Caritas fordert Corona-Erleichterungen auch für Altenheime

Die Münchner Caritas hat von der bayerischen Staatsregierung verlangt, die Corona-Vorschriften auch für Altenheime zu lockern.

"Wir fordern die Staatsregierung erneut auf, die restriktiven Vorgaben auch für die Alten- und Pflegeheime aufzuheben und den Menschen dort ihre Freiheitsrechte wieder uneingeschränkt zurückzugeben", sagte Gabriele Stark-Angermeier vom Diözesan-Caritasvorstand am Dienstag.

"Warum sollen sich zweifach geimpfte Besucher oder Mitarbeitende noch testen lassen oder eine FFP2-Maske aufsetzen, wenn sie auf zweifach geimpfte Bewohner treffen?"

Das bayerische Kabinett hatte zuvor entschieden, dass vollständig Geimpfte und Genesene ab diesen Donnerstag von vielen Corona-Beschränkungen befreit werden. In den Pflegeheimen in Bayern sollen die bisherigen Einschränkungen für die Senioren aber weiter gelten.

Im Freistaat gibt es seit etlichen Monaten strenge Vorgaben, nach denen die Menschen beispielsweise ihre Eltern in den Heimen nicht mehr uneingeschränkt besuchen dürfen.

Viele Senioren berichten, dass sie sehr unter den Beschränkungen leiden.

Update 4. Mai, 15.50 Uhr: Genesene, Geimpfte und Getestete werden in Bayern gleichgestellt

Vollständig von Corona-Erkrankungen Genesene werden in Bayern bereits von diesem Donnerstag mit zweifach Geimpften und negativ Getesteten bei Lockerungen gleichgestellt.

Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona-Impfung - also in der Regel zwei verabreichten Impfdosen oder Genesene mit einer Impfung - von der Testpflicht und von den Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Auch bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden sie nicht mehr mitgezählt.

Die Staatsregierung habe sich entschieden, die Regelung schon an diesem Donnerstag und damit zwei Tage vor dem Bund in Kraft zu setzen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag. Man wolle ein Signal setzen, dass Impfen wichtig ist. "Wir sind der festen Überzeugung, dass bei einem solchen Fortschritt der Grundrechtsschutz, die Freiheit des Einzelnen überwiegt", sagte Söder.

Er rief weiter zu höchster Vorsicht auf. Die dritte Corona-Welle sei noch nicht gebrochen, auch wenn die Werte sich positiver entwickelten. "Ich würde nicht sagen, es ist unter Kontrolle", sagte der Ministerpräsident.

Update 4. Mai, 15.40 Uhr: Holetschek: Impfkommission wird Arbeit bald beenden

Die bayerische Impfkommission, die etwa über Härtefall-Anträge bei der Impfpriorisierung zu entscheiden hatte, wird ihre Arbeit bald beenden.

Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag im Gesundheitsausschuss des Landtages an. "Die Impfkommission bekommt kaum noch Anträge", sagte Holetschek. Die verbliebenen Eingaben sollen im Wesentlichen im Mai abgearbeitet werden.

Die Kommission unter Leitung des Münchner Professors Karl-Walter Jauch hatte zwischen 1. März und Mitte April fast 4000 Anträge bearbeitet und 3964 Atteste ausgestellt.

Vor allem Patienten mit seltenen Erkrankungen können sich an des Expertengremium wenden und im Falle einer positiven Prüfung erreichen, dass sie in der Impfreihenfolge vorgezogen werden.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa-Pool/dpa

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