Corona-Infektion mit Folgen: Frauen in diesem Alter leiden besonders oft an Post-Covid!

München - Auch wenn die Pandemie für die meisten Menschen inzwischen vorbei ist, leiden noch immer viele an den Corona-Langzeitfolgen. Forscher aus aller Welt suchen nach Gründen und Therapien - natürlich auch in Deutschland.

Die Coronavirus-Pandemie hallt noch nach. (Symbolbild)
Die Coronavirus-Pandemie hallt noch nach. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Besonders auffällig: 18- bis 45-jährige Frauen sind laut einem laufenden Projekt, das vom bayerischen Gesundheitsministerium finanziell gefördert wird, überproportional häufig von Post-Covid betroffen.

"Zudem können bei den Patientinnen und Patienten jeweils ganz unterschiedliche Organe betroffen sein", erklärte Judith Gerlach (38, CSU) am heutigen Sonntag in München generell. "Vom Herzen über die Lunge bis hin zum peripheren Nervensystem."

Der Gesundheitsministerin Bayerns zufolge zeige dies: "Für eine bestmögliche Behandlung müssen Expertinnen und Experten der Kardiologie, der Pneumologie sowie der Psychologie, aber auch der Ergo- und Physiotherapie Hand in Hand arbeiten."

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Weltweit wird seit der Pandemie über die Hintergründe und Behandlungsformen für Post-Covid-Erkrankungen geforscht.

Post- oder Long-Covid bezeichnet längerfristige, gesundheitliche Beeinträchtigungen im Anschluss an eine Corona-Infektion, die über die akute Krankheitsphase von vier Wochen hinaus vorliegen. Die Häufigkeit von Long Covid ist schwierig zu erfassen.

Schätzungen zufolge sollen etwa zehn Prozent der Erkrankten mit Corona bislang Langzeitfolgen zu kämpfen haben.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach spricht über mögliche Spätfolgen einer Corona-Infektion

Judith Gerlach (38, CSU), Gesundheitsministerin Bayerns, hat unter anderem das vielfältige Krankheitsbild nach einer Corona-Infektion betont.
Judith Gerlach (38, CSU), Gesundheitsministerin Bayerns, hat unter anderem das vielfältige Krankheitsbild nach einer Corona-Infektion betont.  © Peter Kneffel/dpa

Die Versorgung von Menschen mit Long- und Post-Covid sei nach wie vor eine Herausforderung.

"Das Krankheitsbild ist vielfältig. Bis zu zehn Prozent aller an Covid-19-erkrankten Erwachsenen kämpfen mit den Spätfolgen. Zu den möglichen Symptomen gehören unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung", sagte Gerlach mit Blick auf gesundheitliche Folgen.

Über die im Juli des Jahres 2021 gestartete Initiative "Versorgungsforschung zum Post-COVID-Syndrom" förderte der Freistaat in diesem Zusammenhang 14 multidisziplinäre Projekte mit zehn Millionen Euro.

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Begleitet werden die Projekte vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). "Mit den Erkenntnissen aus unseren Projekten wollen wir den Grundstein für eine flächendeckende Versorgung der Patientinnen und Patienten legen."

Aktuell seien ursächliche Therapieansätze noch nicht absehbar, betonte auch Christian Weidner.

"Umso wichtiger ist es, Behandlungskonzepte zu entwickeln und zu etablieren, welche auf die individuellen Symptome abgestimmt sind. Dabei stehen wir nicht mehr ganz am Anfang", erklärte der LGL-Präsident. So seien im Rahmen der entsprechenden Projekte innovative Versorgungsangebote für Betroffene mit Coronavirus-Langzeitfolgen ermöglicht worden, außerdem konnten weitere wichtige Erkenntnisse zu den Mechanismen der Erkrankung gewonnen werden.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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