Corona in Bayern: Freistaat spendet Schutzausrüstung an Tunesien

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Im Freistaat wurden bislang 652.654* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 28. Juli, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 634.200 wieder genesen, 15.324 Menschen sind gestorben.

In München wurden 96 neue Fälle gemeldet (Stand: 28. Juli, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 74.618* an. Enthalten in dieser Zahl sind 72.657 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1269 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 25,7 (RKI, Stand: 28. Juli).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Corona in Baden-Württemberg: Fast 400 neue Infektionen
Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Fast 400 neue Infektionen

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 28. Juli, 14.35 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 28. Juli, 11.40 Uhr: Mehr Babys nach Corona-Lockdown geboren

Neun Monate nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns sind in Bayern mehr Babys zur Welt gekommen.

Darauf wies das Bayerische Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth hin. Im Zeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 seien insgesamt rund 31.000 Kinder im Freistaat geboren worden, dies seien 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

"Noch deutlicher fiel der Geburtenzuwachs neun Monate nach den Lockerungen der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen im Sommer 2020 aus", berichtete die Behörde. Für den März 2021 sei mit rund 11.200 Geburten ein Plus von 7,8 Prozent festgestellt worden. Das Amt will sich allerdings auf die Ursache des Zuwachses nicht festlegen und sieht nicht zwingend einen Zusammenhang mit der Pandemie.

Es könne sich auch "um eine Fortsetzung des allgemeinen Trends zu steigenden Geburtenzahlen" handeln.

Update 28. Juli, 11.40 Uhr: Bayern spendet Corona-Schutzausrüstung an Tunesien

Bayern spendet unter anderem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe und Corona-Antigentests an Tunesien. (Symbolbild)
Bayern spendet unter anderem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe und Corona-Antigentests an Tunesien. (Symbolbild)

Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Bayern medizinisches Schutzmaterial im Wert von 880.000 Euro an Tunesien gespendet.

"Bayern und Tunesien verbindet eine langjährige Partnerschaft. Aufgrund der aktuell kritischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Tunesien besteht ein akuter Bedarf an medizinischer Ausstattung", sagte Bayerns Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales, Melanie Huml (CSU), am Mittwoch in München. Die Spende enthalte vor allem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe, Corona-Antigentests und fünf Beatmungsgeräte.

Die Länderpartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien besteht bereits seit 2012. Das tunesische Gesundheitssystem gerate derzeit an seine Belastungsgrenze. Angesichts der Verschärfung der Pandemielage in Tunesien habe der Ministerrat am 20. Juli beschlossen, aktuell nicht benötigte medizinische Ausstattung aus dem Bestand des Freistaats Bayern an Tunesien abzugeben.

Coronavirus: Intensivmediziner befürchten Erstarken viraler Erreger neben Corona
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Huml: "Die Pandemie werden wir weltweit bekämpfen müssen. Sie ist eine gemeinsame Herausforderung der internationalen Gemeinschaft. Bayern steht seinen Partnern in der Welt bei und unterstützt, wo dies möglich ist."

Update 27. Juli, 15.39 Uhr: Trauergruppen-Netzwerk für Angehörige von Corona-Toten gegründet

Zwei Angehörige von an Covid-19 gestorbenen Menschen haben in Weiden ein bayernweites Selbsthilfe-Netzwerk für Hinterbliebene von Corona-Toten gegründet.

Das Netzwerk richtet sich an Angehörige von Corona-Toten, die eine Selbsthilfegruppe gründen möchten oder an Gesprächen teilnehmen wollen.

Eine Online-Selbsthilfegruppe gibt es den Angaben nach seit dem Frühsommer 2021. Zwei Selbsthilfegruppen in Weiden und München sollen in Kürze ihre Arbeit aufnehmen.

Den Link zur Homepage findest du >>>hier.

Update 27. Juli, 14.40 Uhr: Maskenpflicht für Bedienungen im Freien bleibt

Bedienungen müssen auch weiterhin mit Maske ihrer Arbeit nachgehen. (Archiv)
Bedienungen müssen auch weiterhin mit Maske ihrer Arbeit nachgehen. (Archiv)

In Bayerns Gastronomie bleibt es bei der Maskenpflicht für Bedienungen auch im Freien.

Geregelt wird dies ab sofort wieder in der bayerischen Corona-Verordnung selbst und nicht mehr nur in Rahmenkonzepten.

Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag entschieden. Damit soll ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen Hygienekonzepte geben könnte, in denen keine Maskenpflicht für das Personal im Außenbereich gilt.

Das Kabinett reagiert damit auf einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.

Das Gericht hatte eine Normenkontrollklage gegen die Maskenpflicht für Bedienungen im Freien nicht zugelassen und dies damit begründet, dass dies nicht Teil der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei, sondern nur Teil eines Rahmenkonzeptes, auf das in der Verordnung verwiesen werde.

Dessen Inhalt sei bei der Erstellung der Hygienekonzepte durch die Gastronomen aber nicht zwingend.

Update 27. Juli, 14.36 Uhr: Söder: Brauchen im Corona-Kampf klare Linien für den Herbst

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) spricht sich für die komplette Rückgabe der Freiheitsrechte Geimpfter aus. (Archiv)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) spricht sich für die komplette Rückgabe der Freiheitsrechte Geimpfter aus. (Archiv)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Politik in Bund und Ländern aufgefordert, mit einer klaren Strategie gegen eine vierte Corona-Welle in den Herbst zu gehen.

Mitte August werde es eine Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

"Dafür brauchen wir klare Linien", sagte er. Es dürfe in der Pandemiebekämpfung kein Zögern geben und die Hoffnung, "in die Bundestagswahl zu stolpern", sagte Söder.

Söder sprach sich dafür aus, geimpften Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben, Ungeimpften dagegen nicht ohne weiteres.

Es gehe nicht um die Benachteiligung Ungeimpfter oder um einen Impfdruck durch die Hintertür. Jedoch sei das Vorenthalten von Grundrechten für Geimpfte nicht zu rechtfertigen.

Er sprach sich dafür aus, das Impfen für Minderjährige deutlich voranzubringen. Ziel müsse es sein, bei den Schülerinnen und Schülern im neuen Schuljahr die Quarantänezeiten so weit wie möglich zu reduzieren, sagte Söder.

Update 27. Juli, 13.30 Uhr: Keine speziellen und strikteren Auflagen für Kneipen

Kneipen und Bars dürfen im Freistaat unter den gleichen Voraussetzungen öffnen wie Restaurants - weitergehende Einschränkungen wie ein zeitlich begrenztes Alkoholausschankverbot gibt es aber nicht.

Die entscheidende Regel ist: Auch in reinen Schankwirtschaften muss die Bedienung am Tisch erfolgen - Theke und Tresen sind tabu. Das erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München.

Mit der Entscheidung reagierte das Kabinett auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, der die Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften am Freitag gekippt hatte.

Auf weitergehende Einschränkungen, etwa eine gesonderte Sperrstunde oder ein Alkoholausschankverbot ab einer bestimmten Uhrzeit, wie sie das Gericht als Möglichkeit angedeutet hatte, verzichtete das Kabinett.

Update 27. Juli, 8.30 Uhr: Wieder Maskenpflicht im Klassenraum nach den Sommerferien

Nach den Sommerferien müssen die bayerischen Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer in den ersten Wochen wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Dadurch sollen Infektionen durch Reiserückkehrer verhindert werden, schrieb Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in einem Brief an die Erziehungsberechtigten in Bayern. Der Schulstart im Herbst könne für den weiteren Verlauf des Schuljahres entscheidend sein. Wie lange die Maskenpflicht bestehen bleiben soll, sagte er nicht.

Außerdem rief Piazolo dazu auf, alle Kinder in der letzten Ferienwoche auf das Coronavirus in einem Testzentrum, an einer Teststation oder einer Apotheke testen zu lassen.

"Jede Infektion, die schon vor Schulbeginn erkannt wird, erhöht die Sicherheit für die Mitschülerinnen und Mitschüler in den ersten Unterrichtstagen, verhindert Infektionen und Quarantäneanordnungen", erklärte Piazolo.

Update 26. Juli, 14.35 Uhr: Zahlen für München

Update 26. Juli, 13.51 Uhr: Dehoga will Gleichstellung für Geimpfte und Getestete in Gastronomie

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) lehnt eine Bevorzugung von Geimpften gegenüber auf das Coronavirus Getesteten beim Zugang zur Gastronomie ab.

"Wir fordern die Gleichstellung von Negativ-Getesteten mit Geimpften und Genesenen, um Anreize für freiwillige Testungen und Impfungen zu schaffen", heißt es in einem Positionspapier, das die Dehoga bei ihrem Gastgebertag am Montag in Bamberg vorlegte.

Bayerns Verbandspräsidentin Angela Inselkammer kritisierte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) für seinen Vorschlag, Geimpften den Vortritt auch in der Gastronomie zu geben. Stattdessen brauche es die "unverbrüchliche Zusage", dass es keiner weiteren Schließung mehr für die Gastronomiebetriebe bedarf. "Wir werden die Schließung der Branche nicht mehr mittragen", sagte Inselkammer.

Die Gastronomie habe ein Sonderopfer gebracht, damit die Industrie habe offen bleiben können. Besonders schwer habe es weiter die Stadthotellerie - Tagungen, Kongresse und Messen hätten große Löcher gerissen, sagte Inselkammer.

Es bestehe nun keine Notwendigkeit mehr für einen Lockdown. "Wir können uns zur Wehr setzen mit den 3 Gs. Wir haben die ausgeklügelsten Hygienekonzepte in ganz Europa", sagte Inselkammer. An die Branche gerichtet sagte sie: "Die Hygienekonzepte müssen eingehalten werden." Wer eklatant dagegen verstoße, müsse bestraft werden.

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