Coronavirus in Berlin: Mehr als 200.000 Corona-Fälle in der Hauptstadt

Berlin/Potsdam - Das Coronavirus hat Deutschland wieder fest im Griff: Auch und besonders vor der Hauptstadt macht die Pandemie nicht halt.

Viele Gäste sitzen an Pfingstsonntag im Prater, einem Biergarten in Mitte.
Viele Gäste sitzen an Pfingstsonntag im Prater, einem Biergarten in Mitte.  © Annette Riedl/dpa

Seit Pandemiebeginn sind in Berlin 201.092 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Innerhalb von 24 Stunden kamen 492 neue Fälle hinzu. Bislang sind 3615 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. (Stand 17. September)

Am 14. September hat Berlin ein 2G-Optionsmodell beschlossen. Für etliche Bereiche können die Betreiber dann selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen wie bisher Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder unter Wegfall etwa der Maskenpflicht und mit mehr Teilnehmern nur noch Geimpften und Genesenen (2G).

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Dabei gibt es bei der 2G-Regel keine Ausnahmen für Kinder unter zwölf Jahren oder Menschen mit bestimmten Erkrankungen, die gar nicht geimpft werden können. Aus dem Senat hieß es hierzu, dass ja auch 3G möglich sei.

Eine FFP2-Maskenpflicht gilt aktuell nur noch im öffentlichen Nahverkehr und bei körpernahen Dienstleistungen sowie in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen. In Supermärkten, Bibliotheken und ähnlichen geschlossenen Räumen ist unter 3G-Bedingungen das Tragen eines medizinischen Mundschutzes verpflichtend.

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Update, 17. September, 8.20 Uhr: Corona-Inzidenz in Berlin bei 83,4 - kein Anstieg

Die Berliner Corona-Zahlen erhöhen sich trotz zahlreicher Lockerungen weiterhin nicht. Der Sieben-Tages-Inzidenzwert lag bei 83,4, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Coronavirus infiziert haben.

Nach dem Anstieg im August veränderte er sich inzwischen seit zwei Wochen kaum. Berlin liegt etwas über dem bundesweiten Durchschnitt. Dieser wurde am Freitag auf 74,7 beziffert und ist damit erneut leicht gesunken.

492 neue Corona-Infektionen wurden in Berlin laut RKI registriert. Seit Beginn der Pandemie wurden rund 201.000 Fälle von Corona-Infektionen in Berlin bekannt. Vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden gemeldet. Die Gesamtzahl der Toten lag bei 3615. Etwas mehr als 62 Prozent der Berliner sind vollständig geimpft.

Update, 16. September, 14 Uhr: Erst 17 Prozent der Minderjährigen sind gegen das Coronavirus geimpft

Gut vier Wochen nach der Corona-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige durch die Ständige Impfkommission (Stiko) sind in Brandenburg erst 17 Prozent dieser Altersgruppe vollständig geimpft.

Dies berichtete das Gesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage. In der Gruppe der 18- bis 59-Jährigen sind 58,1 Prozent vollständig immunisiert, bei der Altersgruppe 60 plus sind es 78,3 Prozent. Damit bleiben viele Kinder und Jugendliche zunächst außen vor, wenn Gastronomen und Veranstalter nach der seit Donnerstag gültigen 2G-Option nur noch vollständig Geimpfte und Genesene einlassen.

"Dass sich derzeit vor allem junge Menschen mit dem Coronavirus infizieren, liegt vor allem daran, dass sie im Vergleich mit älteren Altersgruppen viel seltener geimpft sind", erklärte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse.

Die höchste Covid-19 Inzidenz herrsche in Brandenburg aktuell in der Altersgruppe 10 bis 14 Jahre mit 156 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Dahinter folgen die Altersgruppe 15 bis 19 Jahre mit einer Inzidenz von 97 und die 5- bis 9-Jährigen mit einem Wert von 94. Über diese Inzidenz-Zahlen hatte bereits die "B.Z." (online/Mittwoch) berichtet.

Update, 16. September, 9.12 Uhr: Mehr Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Berliner Corona-Zahlen erhöhen sich derzeit kaum. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich 85,8 von 100 000 Menschen mit dem Virus an, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Am Vortag waren es 85,3 gewesen, am Donnerstag vor einer Woche 82,9.

Berlin liegt damit bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz weiter über dem bundesweiten Durchschnitt. Dieser wurde am Donnerstag auf 76,3 beziffert und ist damit nochmals leicht gesunken. Innerhalb Berlins sind die Werte in Spandau (159,9) am höchsten und in Marzahn-Hellersdorf mit einem Wert von 41,3 am geringsten.

Update, 16. September, 9 Uhr: Mehr Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Corona-Zahlen steigen in Brandenburg gegen den Bundestrend leicht an. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich 44,2 von 100 000 Menschen im Land, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervorgeht. Am Vortag waren es 43,1 gewesen, am Donnerstag vergangener Woche 40,1.

Bundesweit gab das Institut die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag nach einem weiteren leichten Rückgang mit 76,3 an. Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs hat weiterhin Frankfurt (Oder) die geringsten Zahlen, Brandenburg/Havel die höchsten.

Update, 15. September, 16.44 Uhr: Nun doch Ausnahme für Kinder bei neuer 2G-Regel in Berlin

Berlin lässt nun doch Ausnahmen bei der neuen Corona-2G-Regel zu. Neben Geimpften und Genesenen sollen auch Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben, die diese 2G-Regel anwenden. Darauf verständigte sich der Senat am Mittwoch nach breitem Protest gegen das am Vortag beschlossene 2G-Optionsmodell, das keine solchen Ausnahmen vorsah.

Kinder ab sechs Jahren müssen demnach einen negativen Corona-Test vorweisen, soweit sie nicht im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden. Das kann etwa in den Ferien der Fall sein. Für mehr Informationen >>>>> hier klicken.

Ein Hinweis auf die 2G-Regel hängt im Fenster eines Cafés. Berlin will den Beschluss des Optionsmodells nun doch um eine Ausnahme für Kinder unter zwölf Jahren erweitern.
Ein Hinweis auf die 2G-Regel hängt im Fenster eines Cafés. Berlin will den Beschluss des Optionsmodells nun doch um eine Ausnahme für Kinder unter zwölf Jahren erweitern.  © Swen Pförtner/dpa

Update, 15. September, 8.46 Uhr: Mehr Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Corona-Zahlen steigen in Brandenburg weiter an. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich 43,1 von 100.000 Menschen im Land, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervorgeht.

Vor einer Woche waren es 37,5 gewesen, eine weitere Woche zuvor 28,3. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Landkreisen und kreisfreien Städten. Den höchsten Wert gibt es in Brandenburg/Havel, wo die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun 109,7 beträgt. In Frankfurt (Oder) ist die Zahl mit 5,3 am niedrigsten.

Update, 15. September, 8.32 Uhr: Berliner Corona-Zahlen deutlich über Bundesdurchschnitt

Die Berliner Corona-Zahlen übertreffen den bundesweiten Durchschnitt inzwischen deutlich. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich in der Stadt 85,3 von 100.000 Menschen mit dem Virus an, wie das Robert Koch-Institut am Mittwoch mitteilte. Am Mittwoch vergangener Woche waren es 81 gewesen.

Bundesweit ging die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz unterdessen weiter zurück, am Mittwoch bezifferte das Institut sie auf 77,9. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 82,7 gelegen und damit höher als in Berlin.

Die höchsten Infektionswerte unter den Bezirken gibt es unverändert in Spandau. Dort liegt die Inzidenz inzwischen bei 170,8. Am anderen Ende der Stadt, in Marzahn-Hellersdorf, erreicht der Wert nur 46,4.

Update, 15. September, 7.50 Uhr: Kinderhilfswerk kritisiert 2G-Modell: "Kinderfeindlich und familienfeindlich"

Keine Ausnahmen für Kinder unter zwölf Jahren: Das Deutsche Kinderhilfswerk hat das für Berlin beschlossene 2G-Optionsmodell kritisiert.

"Kinderfeindlich und familienfeindlich" nannte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann es nach Angaben der "Welt", dass keine Ausnahmen vorgesehen sind, zumal die Ständige Impfkommission für diese Altersgruppe die Impfung gegen das Coronavirus nicht allgemein empfiehlt.

"Wir werden überprüfen, inwieweit hier ein verfassungsrechtlicher Widerspruch besteht", kündigte Hofmann demnach an. Der Senat hatte am Dienstag die Einführung eines 2G-Optionsmodells in der Hauptstadt beschlossen.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk hat die fehlende Ausnahme für Kinder unter zwölf Jahren im Zusammenhang mit der Einführung der 2G-Regel in Berlin kritisiert.
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat die fehlende Ausnahme für Kinder unter zwölf Jahren im Zusammenhang mit der Einführung der 2G-Regel in Berlin kritisiert.  © Robert Schlesinger/dpa

Update, 14. September, 16.08 Uhr: Brandenburg führt Corona-Warnampel ein

In Brandenburg gilt ab Donnerstag eine Corona-Warnampel mit der Zahl der Krankenhauspatienten als wichtigster Messlatte. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam.

Wenn der Wert der Neuaufnahmen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche im Land größer als zwölf ist, steht die Ampel künftig auf Rot und zeigt Alarm. Das Kabinett will dann über neue Beschränkungen beraten. Derzeit liegt der Wert bei 0,75. Ein Alarm wird auch ausgelöst, wenn mehr als 20 Prozent der verfügbaren Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die bekannte Sieben-Tage-Inzidenz der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bleibt als Wert auf kommunaler Ebene erhalten - wenn sie größer als 200 ist, gilt Rot.

Update, 14. September, 16.02 Uhr: Corona-Geimpfte können in Brandenburg mehr Freiheiten bekommen

Wer ein Lokal, ein Hotel oder eine Veranstaltung besucht, wird ab Donnerstag in Brandenburg möglicherweise nur noch mit Corona-Impfung oder überstandener Covid-19-Erkrankung eingelassen.

Das Kabinett beschloss am Dienstag in Potsdam, die 2G-Regel als Option für die Betreiber einzuführen. Sie haben die Möglichkeit, nicht Geimpfte oder nicht Genesene außen vor zu lassen, Kinder bis zu zwölf Jahren sind ausgenommen.

Für eingelassene Gäste fällt die Maskenpflicht weg, der notwendige Abstand wird geringer. In Kitas, Schulen, Ämtern, Museen, Bibliotheken und Schwimmbädern, im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr gibt es für Ungeimpfte keine Einschränkungen. Für Schulen und Kitas gilt künftig, dass eine Corona-Quarantäne auf möglichst wenige Kinder beschränkt werden soll.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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