Coronavirus in Berlin: 401 Corona-Neuinfektionen, Zahlen aus vielen Bezirken fehlen

Berlin/Potsdam - Das Coronavirus hat Deutschland wieder fest im Griff: Auch und besonders vor der Hauptstadt macht die Pandemie nicht halt.

Fahrgäste steigen am Alexanderplatz in eine S-Bahn ein beziehungsweise aus.
Fahrgäste steigen am Alexanderplatz in eine S-Bahn ein beziehungsweise aus.  © Christoph Soeder/dpa

Seit Pandemiebeginn sind in Berlin nun 159.257 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Innerhalb von 24 Stunden kamen 401 neue Fälle hinzu. Bislang sind 3150 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. (Stand 18. April)

Der Berliner Senat hat den Lockdown erwartungsgemäß erneut verlängert.

Einige Geschäfte in Berlin dürfen ab dem 9. März unter bestimmten Bedingungen und in eingeschränkter Form wieder öffnen. Einkaufen soll dann mit vorher gebuchten Terminen möglich sein. Erlaubt sind ein Kunde pro 40 Quadratmeter.

Friseure dürfen bereits seit dem 1. März wieder arbeiten, Restaurants, Kneipen und Kinos bleiben in Berlin vorerst geschlossen. Auch bei den Hotels ändert sich nichts. Frühestens ab dem 22. März könnte es, abhängig von der Infektionslage, Lockerungen geben. Etwa für Tische draußen vor Restaurants mit tagesaktuellem Coronatest und Online-Anmeldung.loslegen. Gartenmärkte öffnen ebenfalls. Einkaufen geht hier ohne Buchung eines Zeitfensters. Baumärkte bleiben geschlossen. Buchhandlungen hatten in Berlin schon geöffnet.

Wie bisher schon sind sie zudem angehalten, physische Kontakte zu anderen Menschen auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren und auf Reisen zu verzichten. Künftig sind aber private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt wieder möglich, beschränkt auf maximal fünf Personen plus Kinder bis 14 Jahre. Bisher durfte sich ein Hausstand nur mit einer Person eines anderen Hausstandes treffen.

Erlaubt ist Sport im Freien für bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten ohne Körperkontakt. Zulässig ist auch der gemeinsame Sport in festen Gruppen von bis zu 20 Kindern bis 12 Jahren. Der Bund hatte die Altersgrenze auf 14 gesetzt.

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Update, 18. April, 17.55 Uhr: Union Berlin eröffnet Zentrum für kostenlose Corona-Schnelltests

Der 1. FC Union Berlin bleibt im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter aktiv. Der Fußball-Bundesligist eröffnet unweit seines Stadions An der Alten Försterei ein Zentrum, in dem sich jeder kostenfrei auf das Virus testen lassen kann.

Auf dem Parkplatz seiner Fanhaus-Baustelle ist die Einrichtung ab kommenden Mittwoch an Wochentagen von 6 bis 16 Uhr und an Samstagen von 8 bis 16 Uhr geöffnet, teilte der Verein am Sonntag mit.

Testwillige erhalten ihr Ergebnis innerhalb von 15 Minuten auf ihr Mobiltelefon oder schriftlich ausgehändigt. Auch ein Test per Drive-Through mit dem Auto ist möglich.

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Union Berlin eröffnet unweit seines Stadions An der Alten Försterei ein Zentrum, in dem sich jeder kostenfrei auf das Coronavirus testen lassen kann. (Symbolfoto)
Union Berlin eröffnet unweit seines Stadions An der Alten Försterei ein Zentrum, in dem sich jeder kostenfrei auf das Coronavirus testen lassen kann. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 18. April, 17.13 Uhr: 401 Corona-Neuinfektionen in Berlin, Zahlen aus vielen Bezirken fehlen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Berlin ist am Sonntag wegen verzögerter Erfassungen auf einem mittleren Niveau geblieben. Laut dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung wurden am Sonntag 401 neue Fälle gemeldet. Die 7-Tages-Inzidenz sank leicht auf 150,9. Der Wert gibt an, wie viele Ansteckungen es pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gegeben hat. Allerdings meldeten viele Bezirke am Sonntag keine neuen Zahlen.

Seit Beginn der Pandemie sind in Berlin 159.257 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Rund 145.000 Menschen gelten als genesen.

Mehr als 690.000 Menschen (18,8 Prozent) in Berlin haben nach Angaben von Bundesgesundheitsministerium und Robert Koch-Institut (Stand: Samstagvormittag) bislang eine erste Impfung erhalten; rund 285.000 auch die zweite Impfung. Die Zahlen des Senats lagen wegen Verzögerungen bei der Aktualisierung etwas niedriger.

Auf den Berliner Intensivstationen beträgt der Anteil der Covid-19-Patienten bei 26 Prozent. Die Corona-Warnampel zeigt hier genau wie bei der 7-Tage-Inzidenz weiter Rot. Der R-Wert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, liegt den Angaben nach bei 1,18 und damit im grünen Bereich der Ampel.

Weitere Corona-Tote wurden am Sonntag nicht gemeldet. Insgesamt beträgt die Zahl der registrierten Corona-Todesfälle 3150. Trotz der vielen Neuinfektionen der vergangenen Wochen steigt die Zahl der Sterbefälle bislang nicht deutlich an. Die besonders gefährdeten sehr alten Menschen sind inzwischen weitgehend geimpft.

Update, 18. April, 12.05 Uhr: 460 neue Corona-Fälle in Brandenburg - Notbremse in fast allen Regionen

In Brandenburg sind innerhalb eines Tages 460 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Damit gab es am gesamten Wochenende mehr als 1015 Neuinfektionen, gegenüber 1120 am vergangenen Wochenende. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg in diesem Zeitraum von 119,4 auf inzwischen 142,1.

Nur die Landeshauptstadt Potsdam, die Stadt Brandenburg/Havel und der Landkreis Barnim blieben am Sonntag weiter unter der 7-Tage-Inzidenz von 100, ab der von Montag an neben der Schließung von den meisten Geschäften sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen auch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22 Uhr bis 5 Uhr gilt. Zudem gelten wegen der so genannten Notbremse schärfere Kontaktbeschränkungen.

Der Landkreis Spree Neiße liegt als einzige Region schon lange über der 200er-Inzidenz. Dort müssen von Mittwoch an alle Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen und der Förderschulen für geistige Entwicklung sowie die Kitas geschlossen werden. In Grundschulen und Kitas wird dann eine Notbetreuung für Berechtigte eingerichtet.

Die geringste Sieben-Tages-Inzidenz hatte am Sonntag den Angaben zufolge der Landkreis Barnim mit 88,5. Die Städte Potsdam und Brandenburg/Havel lagen mit 97,6 beziehungsweise 98,4 nur knapp unter der 100er-Marke.

Update, 18. April, 7 Uhr: Lehrkräfte erwarten mehr Sicherheit durch Testpflicht in Schulen

Verpflichtende Corona-Tests an den Schulen hält der Interessenverband Berliner Schulleitungen (IBS) für richtig. Ab Montag müssen sich in Berlin alle Schülerinnen und Schüler zweimal pro Woche in der Schule testen. "Wir sehen das sehr positiv, auch bei uns im Kollegium, weil es unserer Sicherheit dient", sagte IBS-Vorsitzende Astrid-Sabine Busse der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar hätten Kinder im Infektionsfall meist nur schwache Symptome. Aber bei den Lehrkräften sei das Risiko für schwerere Krankheitsverläufe deutlich höher, sagte Busse, die selbst Leiterin einer Grundschule in Neukölln ist.

Busse rechnet nicht damit, dass die Corona-Tests die Schulen vor große Schwierigkeiten stellen. "Es ist eine logistische Herausforderung, aber wir sind gut vorbereitet, die Kollegen sind alle geschult." Die Tests, die die Schülerinnen und Schüler nutzen sollen, seien außerdem für Kinder produziert worden. "Das sind spezielle Stäbchen. Das tut überhaupt nicht weh", so Busse, in deren Grundschule der Einsatz der Tests in der vergangenen Woche bereits geprobt wurde. Auch für die Schulanfänger sei das machbar. "Ich habe mir das bewusst bei den ganz Kleinen angeguckt. Wenn man sich da Zeit lässt, dann bekommt man das hin", sagte Busse.

Für die Kinder sei es außerdem interessanter, die Tests morgens gemeinsam in der Gruppe zu machen. Und nicht zu vergessen sei der Vorteil, dass die Bescheinigung über ein negatives Testergebnis zum Beispiel auch das Einkaufen in vielen Geschäften möglich mache. Natürlich kosteten die Tests Unterrichtszeit. "Das ist nicht wegzudiskutieren", so die Schulleiterin. Mit etwas Übung gehe das aber relativ schnell. "Der eine wird es gleich super hinkriegen, und der andere braucht beim ersten Mal noch Hilfe."

Sollte ein positiver Fall auftreten, dann werde der Schüler oder die Schülerin von den anderen separiert. "Und dann werden die Eltern informiert, die müssen das Kind abholen", sagte Busse. Falls die Eltern nicht gleich zu erreichen sein sollten, bleibe es zunächst in der Schule. "Diesen Fall muss man natürlich schon im Vorfeld mit den Kindern besprechen. Die Kinder sind verständiger, als man immer glaubt."

Mit Blick auf die neue Corona-Testpflicht gab es von verschiedenen Seiten zum Teil deutliche Kritik. Der Kinderschutzbund Berlin kritisierte das Testkonzept als undurchdacht und bemängelte, die ohnehin kurze Unterrichtszeit werde durch die Tests in der Schule weiter verkürzt. Er forderte, die Schülerinnen und Schüler vor dem Betreten der Schule zu testen oder andernfalls in separaten Räumlichkeiten. Der Schutz der Privatsphäre und enge pädagogische Begleitung müssten gewährleistet sein. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte unterstützendes Personal für die Berliner Schulen gefordert.

Update, 17. April, 18.44 Uhr: Brandenburg verschärft Corona-Regeln für Demos

Brandenburg verschärft wegen der Corona-Pandemie in Regionen mit einer hohen Inzidenz das Versammlungsrecht.

Wenn die Zahl neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt über 100 liegt, sind nicht mehr bis zu 500 Teilnehmer erlaubt, sondern nur noch höchstens 100. Ab einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz von 200 sind Demos weiterhin verboten.

"Unsere Polizei musste eben die Erkenntnis sammeln (...), dass sie bei Versammlungen bis zu 500 Leuten nicht in der Lage ist, wenn dort die Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden, sie durchzusetzen", sagte Innenminister Michael Stübgen (61, CDU) am Samstag in Potsdam.

Update, 17. April, 18.29 Uhr: Woidke verteidigt schärfere Corona-Regeln: "Wir müssen jetzt handeln"

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) sieht keine Alternative zur nächtlichen Ausgangsbeschränkung und zu Schulschließungen bei hohen Corona-Infektionszahlen. "Wir müssen jetzt handeln und zwar so schnell wie möglich", sagte er am Samstag in Potsdam nach dem Kabinettsbeschluss.

"Wir können und wollen nicht weiter abwarten, bis Dinge beispielsweise auf der Bundesebene geregelt werden." Die Corona-Infektionszahlen gingen einerseits in die Höhe. Schlimmer sei aber die äußerst schwierige Lage in den Kliniken. "Es gibt heute schon Krankenhäuser und Intensivstationen im Land, wo diese Situation nicht nur schwierig ist, sondern wo man sie nicht anders bezeichnen kann als dramatisch."

Der Regierungschef rief die Bürger zur Mithilfe auf, um die Steigerung der Infektionszahlen zu bremsen. "Jeder muss auch mit seinem persönlichen Verhalten dazu beitragen", sagte Woidke. Er räumte ein, die nächtliche Ausgangsbeschränkung sei "ein schwerer Eingriff in die Grundrechte der Menschen". Diese Beschränkungen hätten aber einen deutlichen Effekt auf die Dynamik der Infektionen, das sei wissenschaftlich belegt.

Zunehmend seien auch Kinder und Jugendliche betroffen und es gebe relevante Ausbrüche im Umfeld von Kitas und Schulen, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (63, Grüne). Ganze Familien seien mit dem Virus infiziert. Die Corona-Patienten auf den Intensivstationen würden immer jünger, die Altersgruppe 40 bis 60 sei in relevantem Maß betroffen. Sie rechne mit einer langen Liegedauer für diese Patienten auf den Intensivstationen. "Es ist schon fünf nach zwölf", sagte die Ministerin.

Update, 17. April, 18.17 Uhr: Brandenburg kommt Bundes-Notbremse zuvor: Verschärfung der Corona-Regeln beschlossen

Brandenburg verschärft die Corona-Regeln noch vor der Bundes-Notbremse: Ab Montag soll eine Ausgangsbeschränkung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr für Regionen gelten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz mindestens drei Tage lang über 100 liegt.

Ab 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche sollen in Landkreisen oder kreisfreien Städten alle Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen und Kitas geschlossen werden, erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) am Samstag nach der Entscheidung des Kabinetts in Potsdam.

In den Grundschulen und Kitas soll für berechtigte Gruppen eine Notbetreuung angeboten werden.

Bis auf die Landeshauptstadt Potsdam, die Stadt Brandenburg/Havel und den Landkreis Barnim lagen am Samstag alle Regionen in Brandenburg über dem Inzidenzwert 100.

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Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hat am Samstag eine Verschärfung der Corona-Regeln in Brandenburg verkündet.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hat am Samstag eine Verschärfung der Corona-Regeln in Brandenburg verkündet.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. April, 17.57 Uhr: Mehr als 500 Corona-Neuinfektionen in Berlin, zwei Ampeln weiterhin rot

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Berlin ist am Samstag gesunken. Innerhalb eines Tages wurden laut dem aktuellen Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Samstag 548 Fälle gemeldet. Die 7-Tages-Inzidenz sank leicht auf 152. Der Wert gibt an, wie viele Ansteckungen es pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gegeben hat. Allerdings werden am Wochenende nicht alle neuen Infektionen statistisch erfasst.

Seit Beginn der Pandemie sind in Berlin 158.856 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Knapp 145.000 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Mehr als 690.000 Menschen (18,8 Prozent) in Berlin haben nach Angaben von Bundesgesundheitsministerium und Robert Koch-Institut bislang eine erste Impfung erhalten. Rund 285.000 davon auch die zweite Impfung.

Auf den Berliner Intensivstationen liegt der Anteil der Covid-19-Patienten bei 26 Prozent. Die Corona-Warnampel zeigt hier genau wie bei der 7-Tage-Inzidenz weiter auf Rot. Der 4-Tage-R-Wert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, liegt den Angaben nach bei 1,11 und damit im grünen Bereich der Ampel.

Vier weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Corona. Insgesamt beträgt die Zahl der registrierten Corona-Todesfälle damit 3151. Trotz der vielen Neuinfektionen der vergangenen Wochen steigt die Zahl der Sterbefälle bislang nicht deutlich an. Die besonders gefährdeten sehr alten Menschen sind inzwischen weitgehend geimpft.

Eine rote Ampel leuchtet vor dem Reichstagsgebäude bei Nacht. In Berlin zeigen zwei Corona-Warnampeln weiterhin rot. (Symbolfoto)
Eine rote Ampel leuchtet vor dem Reichstagsgebäude bei Nacht. In Berlin zeigen zwei Corona-Warnampeln weiterhin rot. (Symbolfoto)  © Christoph Soeder/dpa

Update, 17. April, 17.46 Uhr: Anti-Corona-Demo in Potsdam abgesagt, in Berlin fehlen die Teilnehmer

Die Polizei hat mehrere Demonstrationen am Samstag in Potsdam begleitet. Ein Protest gegen die Corona-Politik am Lustgarten wurde am Morgen allerdings von der Versammlungsleitung abgesagt, wie ein Polizeisprecher am frühen Nachmittag bestätigte.

Später hieß es, es habe eine Eil-Anmeldung für eine spontane Versammlung ebenfalls am Lustgarten gegeben. Diese habe stattgefunden. Informationen zu Teilnahmezahlen sowie zum Thema der Versammlung nannte die Polizei nicht.

Unter dem Motto "Es reicht! Schluss mit der Lockdown-Politik! Macht euch bereit!" war auch in Berlin eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen angekündigt. Die Veranstaltung mit 5000 angemeldeten Teilnehmern sollte am Samstagnachmittag beginnen.

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Am Freitag versammelten sich einige Menschen vor dem Reichstagsgebäude, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu protestieren. Bei einer geplanten Kundgebung am Samstag blieben die Teilnehmer hingegen weitestgehend aus.
Am Freitag versammelten sich einige Menschen vor dem Reichstagsgebäude, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu protestieren. Bei einer geplanten Kundgebung am Samstag blieben die Teilnehmer hingegen weitestgehend aus.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 17. April, 12.59 Uhr: 555 neue Corona-Fälle - Potsdam-Mittelmark muss Notbremse ziehen

In Brandenburg sind innerhalb eines Tages 555 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Am Vortag waren es 621 Neuinfektionen gewesen, vor einer Woche 670.

Die meisten neuen Corona-Fälle wurden demnach im Havelland (50), in Teltow-Fläming (47) und in Oder-Spree (45) gemeldet. Insgesamt stieg die Zahl der aktuell gemeldeten Infizierten in Brandenburg um 308 auf 6645.

Mit Potsdam-Mittelmark musste ein weiterer Landkreis die "Notbremse" ziehen. Dort überstieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den dritten Tag hintereinander den Wert 100: Die Sieben-Tages-Inzidenz lag am Samstag bei 129,8. Das bedeutet nun, dass Lockerungen vom März, wie das Öffnen von Geschäften und Museen, wieder zurückgenommen werden müssen. Zudem gelten schärfere Kontaktbeschränkungen. Am Freitag musste auch die Uckermark in die Notbremse gehen. Die Notbremse ist in den meisten Kreisen in Kraft.

Die geringste Sieben-Tages-Inzidenz hatte am Samstag den Angaben zufolge Brandenburg an der Havel mit 91,4, dicht gefolgt von der Landeshauptstadt Potsdam (92,1) und Barnim (98,2). Die höchsten Inzidenzwerte hatten hingegen die Landkreise Spree-Neiße mit 221,6 sowie Elbe-Elster und Oder-Spree mit jeweils 197,4. Landesweit lag die Inzidenz bei 141,3.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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