Coronavirus im Norden: Shutdown in Mecklenburg-Vorpommern von Montag an

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 67.132 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 53.945 Fälle bekannt, in Bremen 22.386 in Mecklenburg-Vorpommern 35.430 und in Niedersachsen 211.519 Covid-19-Fälle (Stand 15. April, 18 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 15. April, 22.19 Uhr: Shutdown in Mecklenburg-Vorpommern ab Wochenbeginn

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern zieht zum Beginn der neuen Woche die Corona-Notbremse.

Private Treffen sind dann nur noch mit einer Person außerhalb des eigenen Haushalts erlaubt, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstagabend an.

Kitas, Schulen und die meisten Geschäfte müssen schließen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in MV am Donnerstag bei 149.

Update, 15. April, 20.50 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein weiter gesunken. Am Donnerstag lag sie bei 76,2 - nach 77,5 am Mittwoch, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorgeht (Stand: 15. April, 19.17 Uhr).

Die bundesweite Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Donnerstagmorgen bei 160,1 (Vortag: 153,2). Am Donnerstag vor einer Woche hatte die Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 64,5 gelegen.

Weiterhin überschritten bei der Inzidenz zwei Kreise die kritische Marke von 100: das Herzogtum Lauenburg (151,0) und Segeberg (106,1). Die niedrigsten Zahlen gab es in den Kreisen Nordfriesland (31,9) und Plön (38,1).

Für das Land wurden 362 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet (Dienstag: 407). Zwei weitere Menschen starben mit oder an dem Virus.

In Schleswig-Holstein gibt es den Angaben zufolge bisher 1473 Corona-Tote. 194 Menschen werden den Zahlen vom Donnerstag zufolge in Kliniken wegen Covid-19 behandelt - 52 von ihnen intensivmedizinisch. 27 wurden beatmet.

Update, 15. April, 17.58 Uhr: MV vor Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen

Der Eingang zur Astrid-Lindgren-Grundschule. Mecklenburg-Vorpommern steht kurz vor einem Lockdown.
Der Eingang zur Astrid-Lindgren-Grundschule. Mecklenburg-Vorpommern steht kurz vor einem Lockdown.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern steht wegen der Corona-Pandemie kurz vor einem Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen sowie flächendeckenden Schul- und Ladenschließungen.

Das geht aus einem Beschlussentwurf für den Landtag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Am Donnerstag sollte zunächst der MV-Gipfel mit Vertretern von Landesregierung, Kommunen, Wirtschaft und Sozialverbänden darüber beraten.

Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen orientieren sich demnach an der geplanten Novelle des Bundesinfektionsschutzgesetzes. Das heißt: nächtliche Ausgangssperre und ansonsten Treffen mit höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes.

Wann genau der Lockdown beginnen soll, bleibt offen. Die Rede ist von "unverzüglich". Das Land könne die Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag aufgrund der Dynamik des Infektionsgeschehens nicht abwarten. Die Corona-Infektionszahlen sind in MV zuletzt sprunghaft gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte am Mittwoch 158,3. Auch zur Dauer des Lockdowns gibt es in dem Papier keine Angaben.

Menschen, die außerhalb von MV leben, dürfen ihre Zweitwohnung im Nordosten den Plänen zufolge während des Lockdowns nicht aufsuchen. Die Schulen sollen bis auf die Abschlussklassen wieder in den Distanzunterricht wechseln, was in mehr als der Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte ohnehin ab kommendem Montag geplant ist. Auch die Schließung der Kitas ist bereits verfügt worden. Für Kita- und Schulkinder bis Klasse sechs soll eine Notbetreuung angeboten werden.

Der Einzelhandel und Dienstleistungsanbieter sollen den Plänen zufolge bis auf Ausnahmen schließen. Zu den Ausnahmen sollen neben Lebensmittelgeschäften, Apotheken und Drogerien auch Baumärkte, Buch- und Blumenläden gehören. Friseure können dem Entwurf zufolge ebenfalls geöffnet bleiben.

Update, 15. April, 17.57 Uhr: 334 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet

Rostock – Am Donnerstag sind in Mecklenburg-Vorpommern 334 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 93 weniger als am Donnerstag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 16.55 Uhr). Drei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, womit die Zahl der Todesfälle im Land auf 921 stieg.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 9,1 auf nun 149 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 95,1.

Mit 189,7 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Vorpommern-Greifswald derzeit am höchsten, gefolgt vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 179. Am niedrigsten ist der Wert laut Lagus im Landkreis Vorpommern-Rügen - dort liegt er bei 92,1. Keine weitere Region im Bundesland liegt unter dem Schwellenwert von 100.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 35.430. Als genesen gelten rund 30.300 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten liegt derzeit bei 285 - das sind acht mehr als am Vortag. 70 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, vier weniger als am Mittwoch.

Nach Lagus-Angaben wurden im Nordosten bislang 368.770 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 271.858 Menschen erhielten eine erste Impfdosis, 96.912 auch die notwendige zweite.

Update, 15. April, 17.54 Uhr: Corona-Verordnung wird wahrscheinlich bis 9. Mai verlängert

Tische und Stühle stehen abgesperrt mit Flatterband im Außenbereich eines Gastronomiebetriebes in der Innenstadt. Der Corona-Lockdown in Hamburg wird verlängert.
Tische und Stühle stehen abgesperrt mit Flatterband im Außenbereich eines Gastronomiebetriebes in der Innenstadt. Der Corona-Lockdown in Hamburg wird verlängert.  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – Die neue Corona-Eindämmungsverordnung des rot-grünen Hamburger Senats soll voraussichtlich bis zum 9. Mai gelten.

Das geht aus einem Schreiben der Sozialbehörde an die Eltern der Hamburger Kita-Kinder vom Donnerstag hervor, in dem eine Verlängerung des sogenannten erweiterten Notbetriebs um drei Wochen angekündigt wird.

Die Regelung ist Teil der Verordnung. Es wird davon ausgegangen, dass auch die seit zwei Wochen geltende Ausgangsbeschränkung entsprechend verlängert wird. Derzeit befinde sich die neue Verordnung in der Behördenabstimmung, hieß es in der Senatskanzlei.

Die derzeit gültige Eindämmungsverordnung läuft am Montag aus. Spätestens einen Tag vorher muss die neue Verordnung veröffentlicht werden, um rechtzeitig in Kraft zu treten. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte in den vergangenen Tagen immer wieder deutlich gemacht, dass angesichts der Infektionsdynamik nicht mit Lockerungsschritten zu rechnen sei.

Künftig sollen Ausgangsbeschränkungen bundeseinheitlich geregelt werden. Eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist derzeit in Arbeit und soll voraussichtlich in der kommenden Woche vom Bundestag verabschiedet werden. Danach müsste auch der Bundesrat noch zustimmen.

Die Vorlage der Bundesregierung beinhaltet im Wesentlichen die in Hamburg bereits geltenden Regelungen.

Update, 15. April, 12.40 Uhr: 458 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz sinkt auf 147,4

Hamburg – Die Zahl der in Hamburg nachgewiesenen Corona-Infektionen hat sich am Donnerstag um 458 erhöht. Das sind 19 Fälle weniger als am Mittwoch und 48 weniger als am Donnerstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde (Stand: 11.57 Uhr) mitteilte.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 150,0 auf 147,4. Vor einer Woche hatte der Wert 132,8 betragen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) stieg die Zahl der in Hamburg an oder im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen um 2 auf 1423. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde nachgewiesenermaßen 67.132 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert; 57.600 von ihnen gelten laut RKI inzwischen als genesen.

In den Krankenhäusern der Hansestadt lagen mit Stand Mittwoch 312 Corona-Patienten. Das waren 4 weniger als am Dienstag. Auf den Intensivstation wurden nach Angaben der Behörde 106 Erkrankte behandelt, zwei mehr als am Vortag.

Update, 15. April, 10.11 Uhr: MV-Gipfel berät über schärfere Maßnahmen

Schwerin – Angesichts rasant steigender Corona-Infektionszahlen berät Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung am Donnerstag (13 Uhr) mit Vertretern von Kommunen, Wirtschaft und Verbänden über schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

Die Online-Konferenz sollte eigentlich am Freitag beginnen, wurde jedoch wegen der rasch steigenden Zahlen im einen Tag vorgezogen. Am Freitag soll sie dann fortgesetzt werden.

Am Mittwoch meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales mit 575 registrierten Neuinfektionen einen Rekordwert. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 158,3. Das Sozialministerium verfügte bereits, dass die Kindertagesstätten von Montag an nur noch eine Notbetreuung anbieten dürfen. In vier der acht Landkreise und kreisfreien Städte schließen ebenfalls von Montag an die Schulen, weil dort die Inzidenz über 150 liegt.

Die im Landtag oppositionelle Linke erwartet einen mehrwöchigen Lockdown, wie die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg nach einem Gespräch von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mit den Vorsitzenden der Landtagsfraktionen am Mittwoch sagte.

Update, 15. April, 10.07 Uhr: Lufthansa will Mitarbeiter selbst impfen

Hamburg – Die Lufthansa will ihre Mitarbeiter selbst gegen das Coronavirus impfen.

Das Unternehmen hat an den Standorten Frankfurt, München und Hamburg Impfzentren aufgebaut, wie ein Sprecher am Donnerstag berichtete. Die Einheiten seien ab Montag einsatzbereit und könnten in eigener Regie bis zu 400 Menschen täglich impfen.

Noch wartet die Fluggesellschaft allerdings auf Impfstoff. Man wolle sich dort nicht vordrängen und warte selbstverständlich auf die Zuteilung, erklärte der Sprecher. Zuerst sollen die Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt geschützt werden.

Insgesamt beschäftigt Lufthansa in Deutschland rund 63.000 Menschen. Zuerst hatte "Hit Radio FFH" über die Impfstrategie berichtet.

Update, 15. April, 8.27 Uhr: Edeka Nord belohnt Mitarbeiter für Impfung

Neumünster - Als erster deutscher Händler belohnt Edeka Nord seine Beschäftigen für eine Corona-Impfung.

Bisher gab es lediglich in den USA bei einigen Händlern Impfprämien.

Mehr Informationen findet ihr im Artikel "Als erster Händler: Edeka belohnt seine Mitarbeiter für Corona-Impfung!"

Update, 14. April, 20.47 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt leicht

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein leicht gesunken.

Am Mittwoch lag sie bei 77,5 - nach 77,7 am Dienstag, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorgeht (Stand: 14. April, 19.47 Uhr).

Die bundesweite Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Mittwochmorgen bei 153,2. Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 63,3 gelegen.

Weiterhin überschritten bei der Inzidenz zwei Kreise die kritische Marke von 100: das Herzogtum Lauenburg (160,1) und Segeberg (102,5). Die niedrigsten Zahlen gab es in den Kreisen Schleswig-Flensburg (35,3) und Nordfriesland (41,0).

Für das Land wurden 407 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet (Dienstag: 403). Die Zahl der an oder mit dem Virus gestorbenen Menschen stieg um zwei - auf 1468.

190 Menschen werden den Zahlen vom Mittwoch zufolge in Kliniken wegen Covid-19 behandelt - 44 von ihnen intensivmedizinisch. 25 wurden beatmet.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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