Coronavirus in Hamburg: Maßnahmen sorgen für zahlreiche Verfahren

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als anderthalb Jahren fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Coronavirus in Hamburg: Krankenhäuser sollen planbare Operationen absagen

In Hamburg sind mittlerweile 118.548 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 98.842 Fälle bekannt, in Bremen 40.104 in Mecklenburg-Vorpommern 77.373 und in Niedersachsen 389.913 Covid-19-Fälle (Stand 6. Dezember, 12.41 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 6. Dezember, 12.41 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf 245,5 - 420 neue Fälle

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist erneut gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche am Montag mit 245,5 an. Am Sonntag hatte der Wert 237,5 betragen, vor einer Woche 233,7.

Die Gesundheitsbehörde meldete am Montag für Hamburg 420 neue Fälle. Das sind zwar 151 Fälle weniger als am Sonntag, aber auch 151 Fälle mehr als vor einer Woche.

Seit Februar 2020 haben sich in der Hansestadt damit mindestens 118.548 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 102.800 davon gelten nach RKI-Schätzungen als genesen. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, gab das Institut unverändert mit 1903 an.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Montagvormittag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 70 Covid-19-Patienten behandelt, von denen 52 invasiv beatmet werden mussten - einer weniger beziehungsweise 4 mehr als am Vortag.

Die Hospitalisierungsrate stieg laut RKI in Hamburg auf 3,08. Am Freitag hatte sie bei 1,67 gelegen. Bundesweit betrug der Wert am Montag 5,32.

77,3 Prozent aller Hamburgerinnen und Hamburger sind nach Angaben des RKI Stand Sonntag mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft - als vollständig geimpft gelten 75,0 Prozent. 265.158 Hamburgerinnen und Hamburger haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten, was einer Quote von 14,3 Prozent entspricht.

Update, 6. Dezember, 11.33 Uhr: Präsenz-Lehrveranstaltungen an Universität Hamburg nur für Geimpfte

Hamburg - An Lehrveranstaltungen der Universität Hamburg dürfen seit Montag nur noch Geimpfte und von Genesene teilnehmen.

Damit folge die Hochschule der Corona-Eindämmungsverordnung der Stadt Hamburg, teilte eine Sprecherin der Universität mit. Der Zugang zu den Gebäuden beziehungsweise den Lehrveranstaltungen in Präsenz werde kontrolliert.

Ungeimpften soll bei Bedarf ein Ersatzangebot gemacht werden. Den Dozenten sei nach wie vor selbst überlassen, ob sie ihre Veranstaltungen in Präsenz, digital oder hybrid umsetzen wollen, hieß es.

Lehrveranstaltungen mit praktischen Anteilen, wie etwa Labortätigkeiten, können den Angaben zufolge vorerst weiter unter 3G-Vorgaben stattfinden - also geimpft, genesen oder frisch negativ getestet.

Update, 6. Dezember, 7.33 Uhr: Neue Corona-Regeln machen Hamburger Clubszene schwer zu schaffen

Hamburg - Die seit dem Wochenende geltenden schärferen Corona-Regeln machen Hamburgs Musikclub-Betreibern schwer zu schaffen.

"Insbesondere bei 2G-plus-Veranstaltungen ist ein fortwährender Einbruch bei den Gästezahlen zu verzeichnen", sagte der Geschäftsführer des Clubkombinats, Thore Debor, der Deutschen Presse-Agentur.

Mehr dazu lest ihr im Artikel "Neue Corona-Regeln machen Clubszene schwer zu schaffen".

Update, 6. Dezember, 7.10 Uhr: Zahlreiche Verfahren wegen Corona-Maßnahmen in Hamburg

Im "Haus der Gerichte" in Hamburg sind das Oberverwaltungsgericht und das Verwaltungsgericht untergebracht. Die Zahl der Verfahren zu Corona-Maßnahmen ist weiterhin hoch. (Symbolfoto)
Im "Haus der Gerichte" in Hamburg sind das Oberverwaltungsgericht und das Verwaltungsgericht untergebracht. Die Zahl der Verfahren zu Corona-Maßnahmen ist weiterhin hoch. (Symbolfoto)  © picture alliance / dpa

Hamburg - Maskenpflicht, Tanzverbot auf Hochzeit oder das 2G-Modell: Rechtsstreitigkeiten um Corona-Maßnahmen haben Hamburgs Gerichten auch in diesem Jahr viel Arbeit bereitet.

Im Zusammenhang mit der Pandemie gebe es aktuell beim Verwaltungsgericht fünf offene Eil- und 100 offene Klageverfahren, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf Zahlen vom Freitag.

Beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht seien gegenwärtig zwei Beschwerdeverfahren zu Eilentscheidungen des Verwaltungsgerichts anhängig.

Coronavirus in NRW: Inzidenz im Land unter 300er Grenze, Köln bleibt über 400
Coronavirus Coronavirus in NRW: Inzidenz im Land unter 300er Grenze, Köln bleibt über 400

Von März bis Dezember 2020 waren insgesamt 162 Eilverfahren und 46 Klageverfahren beim Verwaltungsgericht eingegangen. Im Jahr 2021 sind es bisher 229 Eilverfahren und 105 Klageverfahren.

Einen großen Anstieg verzeichnen laut Sprecher die Fälle, in denen es um die Rückforderung von Corona-Soforthilfe geht.

In den Eilverfahren seien in der zweiten Jahreshälfte vor allem die Quarantänepflicht nach einer Urlaubsrückkehr aus Risikogebieten, die Masken- und Testpflicht in Schulen, die Anwendung des 2G-Modells (Zugang für Geimpfte und Genesene) und das Tanzverbot auf Hochzeitsfeiern zum Streitgegenstand geworden.

Update, 5. Dezember, 20.15 Uhr: Leichter Anstieg der Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Corona-Wochen-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein am Sonntag wieder leicht auf jetzt 143,7 gestiegen. Zuvor war der Wert, der die erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche angibt, mehrere Tage lang gesunken. Am Sonntag registrierten die Behörden im Land zudem 246 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht (Stand: 18.44 Uhr).

Am gleichen Tag vor einer Woche waren es rund 220 Neuansteckungen gewesen. Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut (RKI) noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz.

Die Hospitalisierungsinzidenz betrug am Sonntag - wie am Freitag und Samstag - 3,26. Sie besagt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken kamen. 184 Corona-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt.

Davon befanden sich wie schon am Samstag 54 auf den Intensivstationen; 32 dieser Schwerkranken mussten - ebenfalls wie am Tag zuvor - beatmet werden. Die Zahl der registrierten Corona-Todesfälle blieb erneut unverändert: Sie lag am Sonntag weiter bei 1807 seit Beginn der Pandemie.

In Pinneberg war die Sieben-Tage-Inzidenz mit 192,1 am höchsten, im Kreis Dithmarschen lag der Wert mit 90,8 weiterhin am niedrigsten. Es blieb der einzige Kreis mit einer Inzidenz unter 100.

Update, 5. Dezember, 18 Uhr: Corona-Inzidenz in MV übersteigt bundesweiten Wert - 305 neue Fälle

Rostock - Erstmals in der vierten Corona-Welle übersteigt die Sieben-Tage-Inzidenz der registrierten Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern den bundesweiten Durchschnittswert.

Am Sonntag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 305 neue Ansteckungen, wodurch die Sieben-Tage-Inzidenz auf 440,2 stieg. Bundesweit wurde sie am Sonntag vom Robert Koch Institut (RKI) mit 439,2 angegeben.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen sank von 8,4 am Samstag auf 8,0. Damit ist der Schwellenwert für zusätzliche Schutzvorkehrungen zwei Tage in Folge wieder unterboten.

Bleibt er insgesamt fünf Tage unter 9, können die Regeln 2G plus im Kultur- und Freizeitbereich, 2G im Einzelhandel und die verhängten Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte wieder aufgehoben werden.

Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorbenen Menschen erhöhte sich um 2 auf 1351, die der Corona-Intensivpatienten sank um 1 auf 89. Insgesamt befanden sich den Lagus-Angaben zufolge unverändert 375 Covid-Patienten in den Krankenhäusern des Landes.

In drei der acht Landkreise und kreisfreien Städte in MV gilt Warnstufe Rot: Mecklenburgische Seenplatte sowie Landkreis und Hansestadt Rostock. Im Seenplatte-Kreis und im Landkreis Rostock gelten noch weitergehende Beschränkungen als im Rest des Landes, weil wegen der anhaltend hohen Werte dort eine Überlastung des Gesundheitswesens droht.

Gegen das Coronavirus vollständig geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Stand Freitag 67,2 Prozent der Bevölkerung im Nordosten. Den Anteil der mindestens einmal Geimpften gab es mit 69,9 Prozent an. 13,7 Prozent der Menschen im Bundesland haben inzwischen eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Update, 5. Dezember, 12.46 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf 237,5 - 571 neue Fälle

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist wieder leicht gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche am Sonntag mit 237,5 an. Am Samstag hatte der Wert 236,8 betragen, vor einer Woche 246,5.

Die Gesundheitsbehörde meldete am Sonntag für Hamburg 571 neue Fälle. Das sind 137 Fälle weniger als am Samstag, aber 14 Fälle mehr als vor einer Woche.

Seit Februar 2020 haben sich in der Hansestadt damit mindestens 118.128 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 102.400 davon gelten nach RKI-Schätzungen als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, stieg laut Gesundheitsbehörde um 1 auf 1903.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Sonntagvormittag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 71 Covid-19-Patienten behandelt, von denen 48 invasiv beatmet werden mussten - 4 beziehungsweise 3 mehr als am Vortag.

Damit sind 15,1 Prozent aller Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt mit Stand Freitag mit 226 an.

Die Hospitalisierungsrate lag laut RKI in Hamburg nach jüngsten Daten vom Freitag bei 1,67. Bundesweit betrug sie 5,52. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

77,0 Prozent aller Hamburgerinnen und Hamburger sind nach Angaben des RKI Stand Freitag mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft - als vollständig geimpft gelten 74,8 Prozent. 236.123 Hamburgerinnen und Hamburger haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten, was einer Quote von 12,7 Prozent entspricht.

Update, 5. Dezember, 12.21 Uhr: Corona-Werte in Niedersachsen leicht rückläufig

Hannover - Die Werte zur Einordnung der Corona-Lage in Niedersachsen sind erneut leicht zurückgegangen. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, ein maßgeblicher Indikator, sank am Sonntag auf 6,2 nach 6,7 am Vortag, wie die Landesregierung mitteilte.

Der Wert gibt an, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen auf 100 000 Einwohner gerechnet neu in eine Klinik aufgenommen wurden.

Auch der Indikator für die Belegung von Intensivbetten durch Corona-Patienten sank am Sonntag leicht auf 9,9 Prozent. Am Samstag hatte der Wert genau auf der Grenze von 10,0 Prozent gelegen, die ein Faktor bei der örtlichen Verhängung der Warnstufe zwei ist.

Allerdings stieg die Zahl der registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner leicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab für Niedersachsen am Sonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 203,5 an - nach 203,0 am Samstag.

2117 Neuinfektionen und ein neuer Covid-19-Todesfall wurden am Sonntag registriert. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten landesweit auf 6431.

Update, 5. Dezember, 10.21 Uhr: Missachten der 3G-Regel im ÖPNV kostet künftig 80 Euro

Mitarbeiter der Hochbahn-Wache kontrollieren die Einhaltung der 3G-Regeln.
Mitarbeiter der Hochbahn-Wache kontrollieren die Einhaltung der 3G-Regeln.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Das Missachten der 3G-Corona-Regel im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) Hamburgs kostet von Mitte Dezember an 80 Euro Strafe. "Damit die 3G-Regel als zusätzliches Schutzinstrument wirken kann, ist es wichtig, dass sich alle daran halten", erklärte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Sonntag.

Mit der vom 13. Dezember an fälligen 80-Euro-Strafe solle verdeutlicht werden, "dass die Einhaltung der 3G-Regelung keine Empfehlung, sondern eine Pflicht ist".

Tjarks verwies auf die bereits seit August 2020 bestehende Vertragsstrafe in Höhe von 40 Euro bei Missachtung der Maskenpflicht im ÖPNV. "Die Maskentragequote ist in Hamburg seitdem konstant hoch, bei deutlich über 95 Prozent."

Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes des Bundes gilt seit dem 24. November auch in Hamburgs Bussen, Bahnen und Fähren die 3G-Regelung.

Update, 5. Dezember, 10 Uhr: 87 Corona-Infektionen in niedersächsischen Gefängnissen

Hannover - In den niedersächsischen Gefängnissen sind seit Ausbruch der Pandemie im März vergangenen Jahres 87 Corona-Infektionen registriert worden. Aktuell sind zehn Häftlinge infiziert. "Das Virus ist sehr häufig bei neuaufgenommenen Gefangenen festgestellt worden", teilte ein Sprecher des Justizministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.

Um einen Eintrag des Virus in die Haftanstalten zu verhindern, würden neue Gefangene in den ersten 14 Tagen zunächst isoliert von Mithäftlingen in einem abgetrennten Bereich aufgenommen.

Erst nach einem negativen Corona-Test folge die Aufnahme in andere Haftbereiche. Aktuell leben 4539 Menschen in den Justizvollzugs- und Arrestanstalten des Landes.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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