Coronavirus im Norden: Scholz: Kostenpflicht für Tests rechtzeitig ankündigen

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen langsam wieder an. Experten sprechen von einer drohenden vierten Welle.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 79.136 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 64.695 Fälle bekannt, in Bremen 27.705 in Mecklenburg-Vorpommern 44.454 und in Niedersachsen 264.047 Covid-19-Fälle (Stand 1. August, 14 Uhr).

Im Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen.

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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 1. August, 14.16 Uhr: Inzidenz in Hamburg steigt auf 37,6

Hamburg - In Hamburg sind am Sonntag 114 neue Corona-Infektionen gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg nach einem leichten Rückgang am Samstag nun wieder von 35,4 auf 37,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Am Samstag waren 87 neue Fälle hinzugekommen, vor einer Woche waren es 72 gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntag vor einer Woche bei 26,6.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie in Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen blieb der Behörde zufolge am Sonntag bei 1615. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hamburg den Angaben zufolge 79.136 Infektionen mit dem Coronavirus gezählt. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) gelten 76.300 Menschen als genesen.

Nach RKI-Angaben wurden bis einschließlich Donnerstag fast 895.000 Menschen vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 48,4 Prozent der Bevölkerung.

Update, 1. August, 12 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Norden sinkt leicht auf 23,2

Kiel - Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist leicht gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Samstagabend 23,2 - nach 23,7 am Freitag. Vor einer Woche hatte der Wert 13,9 betragen. Nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: Samstag, 19.33 Uhr) wurden landesweit 72 Fälle neu übermittelt, genausoviele wie genau eine Woche zuvor.

Neue Todesfälle wurden nicht gemeldet. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen lag zuletzt bei 1638. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge nun 28 Covid-19-Patienten behandelt (minus 10 zum Freitag). 6 von ihnen lagen auf Intensivstationen, 4 wurden dort beatmet. Beide Werte haben sich im Vergleich zum Freitag nicht verändert.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte Pinneberg (39,5), gefolgt von Kiel (34,8) und Lübeck (33,7). Den niedrigsten Wert hat weiter der Kreis Plön mit 8,5.

Update, 1. August, 10.15 Uhr: Inzidenz in Niedersachsen wieder gestiegen

Hannover/Bremen - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen hat sich im Vergleich zum Vortag von 15,8 auf 16,8 erhöht.

Landesweit wurden 203 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Sonntag hervorgeht. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Menschen pro 100.000 Einwohner an, die sich innerhalb einer Woche neu mit dem Coronavirus angesteckt haben. Weitere Todesfälle wurden nicht registriert.

In Bremen stieg die Inzidenz von 21,6 auf 24,2. Im kleinsten Bundesland lag die Zahl der Neuinfektionen bei 32. Todesfälle kamen im Zusammenhang mit dem Virus nicht hinzu. Bundesweit lag die Inzidenz nach RKI-Angaben am Sonntag bei 17,5.

Die höchsten Inzidenzen der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hatten am Sonntag Salzgitter mit 68,1 und Wolfsburg mit 50,7. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen.

In Niedersachsen werden derzeit 20 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt und 7 von ihnen invasiv beatmet.

Update, 1. August, 9.44 Uhr: Schützenfestsaison fällt aus

Hannover - Auch in diesem Jahr fallen in vielen Orten in Niedersachsen die Schützenfeste aus.

Zwar sind trotz Corona-Pandemie inzwischen auch solche größeren Feste erlaubt, allerdings nur mit einem ausgearbeiteten Hygienekonzept. Gerade für die kleineren Schützenvereine sei dies oft unmachbar, sagte der Präsident des Niedersächsischen Sportschützenverbandes Wilfried Ritzke.

Das Schützenfest Hannover war bereits mehrere Wochen vor dem geplanten Start Anfang Juli von der Stadt abgesagt worden. Damit fiel das laut Veranstalter größte Schützenfest der Welt bereits zum zweiten Mal hintereinander aus.

Die Landeshauptstadt stellte im vergangenen Jahr insgesamt 60.000 Euro für die Deckung der trotzdem laufenden Kosten zur Verfügung.

Update, 31. Juli, 18.42 Uhr: Kostenpflicht für Corona-Tests rechtzeitig ankündigen

Olaf Scholz (63) Kanzlerkandidat und Spitzenkandidat der SPD, spricht sich für eine Kostenpflicht von Corona-Tests aus.
Olaf Scholz (63) Kanzlerkandidat und Spitzenkandidat der SPD, spricht sich für eine Kostenpflicht von Corona-Tests aus.  © Stefan Sauer/dpa

Ueckermünde – Eine mögliche Kostenpflicht für Corona-Tests sollte nach Ansicht von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz frühzeitig angekündigt werden. "Ich bin dafür, dass wir da durchaus großzügig sind, also den Zeitraum rechtzeitig und lange vorher festlegen, aber dass man weiß, das kommt", sagte der Bundesfinanzminister bei einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern.

Er sprach sich erneut dafür aus, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für diejenigen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen können, nicht mehr zahlt.

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Das gelte nicht etwa für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und auch nicht für junge Menschen, für die die Impfung derzeit nicht empfohlen wird. "Aber für alle anderen muss dann irgendwann in ein paar Wochen gelten, dass sie die Tests dann selber bezahlen müssen", sagte er.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Samstag mitgeteilt, dass es schon länger derartige Überlegungen gebe.

Update, 31. Juli, 16.33 Uhr: 18 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz in Westmecklenburg zweistellig

Rostock – Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern um 18 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging leicht um 0,1 auf 8,1 Neuinfektionen je

100.000 Einwohner in sieben Tagen zurück, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Vor einer Woche hatte sie bei 4,9 gelegen.

Allein sieben der neuen Fälle wurden am Samstag aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet, wo die Inzidenz dadurch auf 11,3 stieg. Damit ist dieser Wert jetzt in ganz Westmecklenburg zweistellig: Im Landkreis Nordwestmecklenburg betrug er am Samstag 14,0 und in der Landeshauptstadt Schwerin 11,5. Im Rest des Landes ist die Inzidenz einstellig.

Das Landesamt meldete keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl blieb damit im Nordosten bei 1180. Sechs Menschen werden im Krankenhaus behandelt, ebenso viele wie Freitag. Auf den Intensivstationen liegen demnach aktuell keine Corona-Patienten.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten wuchs auf 44.454, als genesen gelten rund 43.067 Menschen. Vollständig geimpft sind den Angaben zufolge bisher 51,5 Prozent der Bevölkerung. Die erste Impfung haben 59,7 Prozent.

Update, 31. Juli, 12.49 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg bei 35,4 - 87 neue Fälle

Hamburg - In Hamburg sind am Samstag 87 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag leicht von 35,7 auf 35,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Am Freitag waren 132 neue Fälle hinzugekommen, vor einer Woche waren es 92 gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 24,6.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen stieg der Behörde zufolge um 1 auf 1615.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Hamburg den Angaben zufolge 79.049 Infektionen mit dem Coronavirus gezählt. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) gelten 76.300 Menschen als genesen.

Nach RKI-Angaben wurden bis einschließlich Donnerstag fast 895.000 Menschen vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 48,4 Prozent der Bevölkerung. Eine Erstimpfung haben mehr als 1,17 Millionen Hamburger bekommen. Damit sind 63,4 Prozent der Einwohner zumindest teilweise immunisiert.

Update, 31. Juli, 10.46 Uhr: Inzidenz in Niedersachsen sinkt erneut - Wolfsburger Wert am höchsten

Hannover - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist im Vergleich zum Vortag leicht von 16,2 auf 15,8 gesunken. 219 neue Corona-Infektionen wurden gemeldet, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervorgeht.

Zwei weiterere Todesfälle wurden registriert. In Bremen lag die Inzidenz bei 21,6. Im kleinsten Bundesland wurden 33 Neuinfektionen gemeldet.

Die höchsten Inzidenzen der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte haben weiterhin die Stadt Wolfsburg mit 52,3 und der Kreis Lüneburg mit 52,1. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 19 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 7 von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 313, davon haben 146 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Update, 31. Juli, 7.27 Uhr: Tschentscher: Firmen sollen auch nach Corona Homeoffice anbieten

Hamburg - Mobiles Arbeiten sollte nach Ansicht von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher auch nach der Corona-Pandemie möglich sein - sofern die Bedingungen stimmen. "Bei Homeoffice und mobilem Arbeiten müssen wir darauf achten, dass dieses nicht zu Lasten der Beschäftigten geht", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Während der Pandemie gab es eine Homeoffice-Angebotspflicht für Unternehmen, aber keinen Zwang für Angestellte, auch tatsächlich zu Hause zu arbeiten. Schließlich sei das Arbeiten zu Hause bei beengten Wohnverhältnissen und schwierigen familiären Situationen oft nicht möglich.

Umfragen in großen Unternehmen zeigten, dass die Beschäftigten gerne einige Tage pro Woche im Homeoffice arbeiteten. "Moderne Unternehmen bieten diese Möglichkeit, stellen aber zugleich gute Büroarbeitsplätze, denn auch Präsenzarbeit hat seine Stärken."

Digitale Kommunikation sei praktisch, persönliche Meetings und klassische analoge Gesprächsrunden hätten aber auch besondere Effekte, die sich positiv auf Motivation, Kreativität und die Zusammenarbeit im Team auswirkten.

Update, 30. Juli, 19.27 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Norden steigt auf 23,7

Kiel – Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Freitag 23,7 - nach 21,2 am Donnerstag und 12,7 am Freitag zuvor.

Nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: 18.39 Uhr) wurden landesweit 148 Fälle neu übermittelt; also ungefähr doppelt so viele wie genau eine Woche zuvor (77).

Zwei weitere Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen erhöhte sich damit auf 1638. Binnen einer Woche gab es 9 Todesfälle. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge nun 38 Covid-19-Patienten behandelt (plus 9). 6 von ihnen lagen auf Intensivstationen (minus 2), 4 wurden dort beatmet.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte Pinneberg (38,6), gefolgt von Kiel (36,1)5 und Neumünster (36,2). Den niedrigsten Wert hat weiter der Kreis Plön mit 7,8.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa

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