Coronavirus in Hamburg: 2G-Modell gelockert, Maskenpflicht entfällt

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 89.960 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 73.376 Fälle bekannt, in Bremen 30.884 in Mecklenburg-Vorpommern 47.648 und in Niedersachsen 289.451 Covid-19-Fälle (Stand 21. September, 12.29 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen.

Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz sinkt weiter
Coronavirus Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz sinkt weiter

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 21. September, 16 Uhr: Niedersachsen vereinheitlicht Quarantäneregelungen

Hannover – Quarantäneregelungen bei Corona-Infektionen werden in Niedersachsen von Mittwoch an landesweit vereinheitlicht.

Mit einer entsprechenden Verordnung zur Quarantäne und Absonderung seien verbindliche landesweite Regeln festgelegt worden, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) in einer am Dienstag in Hannover veröffentlichten Mitteilung. Nach Angaben einer Sprecherin sind die bisherigen Regeln nicht bei allen Gesundheitsämtern gleich gewesen.

Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen müssen wie Genese nicht in Quarantäne, wenn sie vom Gesundheitsamt als enge Kontaktperson eingestuft wurden.

Update, 21. September, 15.58 Uhr: Niedersachsen weitet Freiheiten für Geimpfte und Genesene aus

Hannover – Die sogenannte 2G-Regel wird in Niedersachsen künftig in vielen Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, bei Kultur- oder Sportveranstaltungen.

Betreiber und Veranstalter, die sich dazu entscheiden, nur noch Geimpften und Genesenen (2G) Zutritt zu gewähren, sind in ihren Betrieben und Einrichtungen von der Durchsetzung der Maskenpflicht und Abstandsregeln befreit. Eine entsprechende Änderungsverordnung tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 10. November, wie die Landesregierung am Dienstag ankündigte.

Die Freiheiten für Geimpfte und Genesene werden damit ausgeweitet. Für Ungeimpfte wird das Leben hingegen aufwendiger, ein negativer Corona-Test reicht für den Zutritt zu bestimmten Bereichen dann nicht mehr aus. Wie Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab der Landesregierung mitteilte, dürfen aber Menschen, denen aus medizinischen Gründen eine Impfung nicht empfohlen wird, nicht ausgeschlossen werden.

Auch Menschen bis 18 Jahre sollen ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, können sich noch nicht impfen lassen. In der neuen Verordnung wird auch ausformuliert, was bei den Warnstufen zwei und drei passiert.

Update, 21. September, 14.45 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht entfällt für erste und zweite Klassen

Hannover – Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen in Niedersachsen müssen künftig keine Schutzmaske mehr im Unterricht tragen.

Das gilt bereits von Mittwoch an, wie die Landesregierung am Dienstag in Hannover mitteilte. Dann tritt die überarbeitete Corona-Landesverordnung in Kraft.

Seit Beginn des neuen Schuljahres Anfang September mussten alle Schülerinnen und Schüler im Bundesland eine Maske anlegen - auch während des Unterrichts.

Update, 21. September, 13.27 Uhr: Hamburg lockert 2G-Modell - Maskenpflicht entfällt

Zahlreiche Nachtschwärmer sind auf der Großen Freiheit unterwegs. In den Clubs darf wieder ohne Maske getanzt werden.
Zahlreiche Nachtschwärmer sind auf der Großen Freiheit unterwegs. In den Clubs darf wieder ohne Maske getanzt werden.  © Jonas Walzberg/dpa

Hamburg – In Hamburg können Fußballstadien ab dem kommenden Wochenende unter 2G-Bedingungen wieder bis zum letzten Platz besetzt werden.

Auch in den Hamburger Clubs dürfen Geimpfte und Genesene ab Samstag wieder ohne Maske und abstandslos tanzen, wie die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag sagte.

Update, 21. September, 12.29 Uhr: Inzidenz weiter gesunken - 157 neue Fälle registriert

Die Hamburger Landungsbrücken mit der Elbphilharmonie im Hintergrund. Die Corona-Inzidenz ist in der Hansestadt auf 63,0 gesunken. (Archivfoto)
Die Hamburger Landungsbrücken mit der Elbphilharmonie im Hintergrund. Die Corona-Inzidenz ist in der Hansestadt auf 63,0 gesunken. (Archivfoto)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Hamburgs Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche fiel nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Dienstag auf 63,0. Am Tag zuvor lag sie bei 64,7 und vor einer Woche bei 79,6.

Den Angaben zufolge kamen am Dienstag 157 neu nachgewiesene Ansteckungen hinzu. Das sind zwar 65 mehr als am Montag, aber 33 weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um sechs auf 1698.

Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 89.960 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert, 83.700 von ihnen gelten dem RKI zufolge als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Dienstagvormittag 45 Covid-19-Patienten behandelt, von denen 26 invasiv beatmet werden mussten. Die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt gab die Gesundheitsbehörde Stand Montag mit 120 an, die der Intensivpatienten mit 44.

Bis einschließlich Montag wurden 1.310.116 Hamburgerinnen und Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 70,7 Prozent der Einwohner. 1.238.319 Menschen oder 66,8 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bislang 4117 Frauen und Männer.

Damit kommt die Hansestadt im Ländervergleich bei den vollständig Geimpften auf Platz vier. Nur Bremen, das Saarland und Schleswig-Holstein haben eine höhere Quote. Bei den Erstimpfungen liegt die Hansestadt auf Platz fünf. Bundesweit sind 67,3 der Bevölkerung wenigstens einmal und 63,3 Prozent vollständig geimpft.

Update, 21. September, 6.23 Uhr: Gesundheitsbehörde erwartet mehr Infektionen mit Herbstferien

Hamburg - Die Hamburger Gesundheitsbehörde erwartet bedingt durch die Herbstferien wieder einen Anstieg der Corona-Fälle in der Stadt. Mit steigender Reisetätigkeit werde es auch wieder mehr Infektionen geben, sagte Behördensprecher Martin Helfrich der Deutschen Presse-Agentur.

Mit einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen sei aus jetziger Sicht aber nicht zu rechnen, da das "noch bestehende Instrumentarium" ausreichend sei. Die zweiwöchigen Herbstferien beginnen in Hamburg am 4. Oktober.

Zwar werde sich ein Anstieg der Infektionen zeitlich verzögert auch in der Zahl der stationär behandelten Covid-19-Patienten zeigen, allerdings auf niedrigerem Niveau als im vergangenen Jahr, sagte Helfrich.

Grund seien die Impfungen. Bezogen auf die Gruppe derer, die sich impfen lassen können - also ohne die Kinder unter 12 Jahren -, liege die Quote der zumindest Erstgeimpften in Hamburg bei gut 80 Prozent.

Zwar gebe es auch Fälle, in denen sich Geimpfte infizierten, sogenannte Impfdurchbrüche. Häufig blieben die jeodoch asymptomatisch. Der Anteil schwerer Erkrankungen sei daher sehr viel geringer als vor einem Jahr.

"Die Impfung schützt ja vor schweren Verläufen. Das ist der Job der Impfung, und den macht sie sehr zuverlässig. Man ist also weitgehend davor gefeit, dass es eine problematische Wendung gibt."

Update, 21. September, 6.17 Uhr: Neue Corona-Verordnung in Niedersachsen wird vorgestellt

Hannover - Die neue Corona-Landesverordnung wird am Dienstag (13 Uhr) bei einer Pressekonferenz in Hannover vorgestellt. Die neuen Regelungen sollen voraussichtlich bereits am Mittwoch in Kraft treten.

Eine wesentliche Änderung soll die Ausweitung der sogenannten 2G-Regel sein, wodurch nur Menschen in einigen Bereichen Zutritt erhalten können, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind.

Diese Regel soll laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) etwa in der Gastronomie angewandt werden können - dafür sollen dann Maskenpflicht und das Abstandhalten entfallen.

Menschen bis 18 Jahren sollen demnach auch ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, können sich noch nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.

Von den neuen Regelungen könnten ebenfalls viele Schülerinnen und Schüler profitieren: Die Maskenpflicht im Unterricht soll für die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse wieder abgeschafft werden.

Update, 20. September, 20.02 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein geht weiter zurück

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ist erneut etwas zurückgegangen. Am Montag lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 34,4 - nach 36,2 am Sonntag. Eine Woche zuvor hatte die Landesmeldestelle sie mit 42,3 angegeben.

Innerhalb eines Tages wurden 94 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Montagabend hervorgeht. Tags zuvor waren es 28, am Montag vergangener Woche 146.

Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle seit Beginn der Pandemie wuchs um drei auf jetzt 1681. In den Krankenhäusern wurden 68 Covid-19-Patienten behandelt, von denen 16 auf der Intensivstation lagen; 9 Patienten wurden dort beatmet.

Rund 71.000 Menschen gelten als genesen. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster mit 78,8, am niedrigsten in Schleswig-Flensburg mit 12,8.

Update, 20. September, 18.45 Uhr: Corona-Spürhunde im Einsatz

Hannover - Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen.

Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen.

Die Spürhunde waren am Sonntag beim Konzert der Band "Fury in the Slaughterhouse" in Hannover im Einsatz. Zugelassen waren 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben.

Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

Update, 20. September, 13.27 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 36,2

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein erneut leicht gesunken. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 36,2 - nach 37,7 am Samstag, wie aus Daten der Landesregierung vom Sonntagabend hervorgeht.

Eine Woche zuvor hatte die Landesmeldestelle sie mit 43,1 angegeben. Innerhalb eines Tages wurden 28 neue Corona-Fälle gemeldet. Tags zuvor waren es 87, am Sonntag der vergangenen Woche 55.

Es wurde seit Samstag ein weiterer Corona-Todesfall bekannt, die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1678. In den Krankenhäusern wurden zuletzt 65 Covid-19-Patienten behandelt - 21 von ihnen lagen auf der Intensivstation; 9 Patienten werden dort beatmet.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Land weiterhin in Neumünster mit 77,6 - am niedrigsten in Schleswig-Flensburg mit 11,8.

Titelfoto: Jonas Walzberg/dpa

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