Coronavirus in Hamburg: Inzidenz erreicht neues Rekordhoch

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin – Die vierte Welle ist da! Das Coronavirus bestimmt das Leben in Norddeutschland seit bald zwei Jahren.

Im Norden gilt meist flächendeckend 2G.
Im Norden gilt meist flächendeckend 2G.  © Daniel Reinhardt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 181.438 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 170.037 Fälle bekannt, in Bremen 67.908, in Mecklenburg-Vorpommern 119.586 und in Niedersachsen 514.864 Covid-19-Fälle (Stand 18. Januar, 21.56 Uhr).

Nach zwischenzeitlichen Lockerungen haben alle Bundesländer ihre Maßnahmen wieder verschärft. Für die meisten Bereiche gilt Zugang nur für Geimpfte und Genesene.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Coronavirus: Zweitimpfung bei Johnson&Johnson wird künftig nötig sein
Coronavirus Coronavirus: Zweitimpfung bei Johnson&Johnson wird künftig nötig sein

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Hamburg und der Metropolregion gibt es hier.

Update, 18. Januar, 21.56 Uhr: 5663 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein - Höchstwert

Kiel - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ist auf einen Höchstwert gestiegen: Am Dienstag wurden 5663 Fälle gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel hervorgeht.

Am Montag waren es 3811, am Dienstag zuvor 4113. Die Zahl der binnen einer Woche gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner stieg auf 772,2.

Eine Woche zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 633,0 gelegen. Es gab binnen eines Tages fünf weitere Corona-Todesfälle.

Update, 18. Januar, 18.25 Uhr: Corona-Inzidenz übersteigt 500 - weniger Patienten in Kliniken

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstag 534,1 erreicht und damit erstmals den Wert von 500 überstiegen. Zugleich sank die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern.

Das geht aus der täglichen Meldung des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Dienstag hervor. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag die Inzidenz mit 553,2 an - auch dies ein Höchstwert.

Das Landesamt meldete für den Nordosten 2778 nachgewiesene Neuinfektionen binnen eines Tages. So viele gab es noch nie. Vor einer Woche waren 1040 Infektionsnachweise weniger gemeldet worden. In den Krankenhäusern des Landes lagen dem Amt zufolge am Dienstag 234 Patienten - 6 weniger als am Vortag und 80 weniger als vor einer Woche.

Intensivmedizinisch behandelt wurden am Dienstag 78 Covid-Erkrankte - genau so viele wie am Vortag und 14 weniger als vor einer Woche. Auf der Risiko-Karte des Landes ist aktuell kein Landkreis mehr rot markiert.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner - sank im Vergleich zum Vortag leicht um 0,1 auf 5,5. Das Landesamt meldete 10 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 1592.

Zum Stand der Impfungen gab es am Dienstag keine neuen Zahlen. Laut RKI hatten bis Montag 72,9 Prozent der Bevölkerung im Nordosten mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Als vollständig geimpft gelten 71,3 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung haben demnach 44,6 Prozent erhalten.

Update, 18. Januar, 16.33 Uhr: Bis Ende des Monats noch 7500 Impftermine online buchbar

Ein Mann lässt sich eine Booster-Impfung geben. In Hamburg gibt es bis Ende des Monats noch 7500 online buchbare Termine für eine Impfung. (Symbolfoto)
Ein Mann lässt sich eine Booster-Impfung geben. In Hamburg gibt es bis Ende des Monats noch 7500 online buchbare Termine für eine Impfung. (Symbolfoto)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Hamburg - Bis Ende des Monats gibt es nach Senatsangaben in Hamburg noch rund 7500 online buchbare Termine für eine Corona-Impfung.

"Das gilt für alle Altersgruppen und auch für alle Impfstoffe", sagte die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag. Die 1500 Termine für Corona-Impfungen für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren seien in dieser Woche zwar alle bereits vergeben.

Offen riet impfwilligen Eltern aber dennoch immer wieder auf die Plattform zu schauen, da öfter Termine storniert und umgehend wieder ins System gegeben würden.

Corona in Baden-Württemberg: Heute über 15.300 neue Infektionen
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Auch wenn es in der Stadt grundsätzlich zahlreiche Impftermine gebe, sei der Impfstoffmangel insbesondere bei Biontech/Pfizer nicht behoben, betonte Offen. So habe die Stadt für die erste Januarwoche 30.600 Biontech-Dosen bestellt, geliefert worden seien aber gerade einmal 4236 Dosen.

Ein ähnliches Bild ergab sich in der zweiten Januarwoche: Von den 30.600 bestellten Dosen hätten nur 4578 Hamburg erreicht. "Von einer Beseitigung des Impfstoffmangels im großen Stil kann keine Rede sein", sagte Offen.

Update, 18. Januar, 15.14 Uhr: Ärzteverband im Norden fordert allgemeine Impfpflicht

Schwerin/Kiel - Die Landesverbände des Ärzteverbandes Hartmannbund in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein fordern eine zeitnahe allgemeine Impfpflicht.

"Nach intensiver Diskussion und Abwägung aller wesentlicher Aspekte haben sich die Landesverbände deutlich für eine Impfpflicht für alle Personen über 18 Jahre in Deutschland ausgesprochen", hieß es in einer Mitteilung am Dienstag im Anschluss an eine gemeinsame Klausurtagung.

Beim Antrittsbesuch in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Vortag ebenfalls für eine Impfpflicht ausgesprochen, er sehe darin einen Weg aus der Pandemie. Im Bundestag wird aktuell an Gesetzesvorschlägen gearbeitet.

Der Hartmannbund hat laut eigener Aussage in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein rund 4000 Mitglieder. Er vertritt sowohl Ärzte, Zahnärzte als auch Medizinstudierende.

Update, 18. Januar, 14.58 Uhr: Impftempo in Niedersachsen lässt nach

Hannover - Die Zahl der Schutzimpfungen gegen das Coronavirus geht in Niedersachsen wieder zurück.

In den ersten beiden Januarwochen seien etwas mehr als 900.000 Impfungen gezählt worden - das sei deutlich weniger als in zwei Wochen im Dezember, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover.

"Wir brauchen im Moment nicht mehr Impfstellen, sondern mehr Impfwillige", betonte sie. "Wir haben ausreichend Impfstoff und ausreichend Impfstellen für alle."

Landesweit stehen demnach 226 mobile Impfteams zur Verfügung, außerdem beteiligten sich rund 4800 niedergelassene Ärzte an der Impfkampagne. Darüber hinaus bereiteten sich auch Apothekerinnen und Apotheker darauf vor, ebenfalls zu impfen.

In Niedersachsen gelten rund drei Viertel (74,3 Prozent) der Bevölkerung nach Angaben des Robert Koch-Instituts als grundimmunisiert. Die Booster-Impfquote liegt bei 52 Prozent - das ist der vierthöchste Wert im Vergleich der Bundesländer.

Update, 18. Januar, 14.47 Uhr: 30.000 weitere Corona-Impfdosen für Kinder im Norden

Kiel - Für die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegen das Coronavirus stehen in den Impfstellen des Landes Schleswig-Holstein bis zu 30.000 weitere Dosen bereit.

Damit können rund 15.000 Mädchen und Jungen Erst- und Zweitimpfungen bekommen. Die Termine könnten Impfstellen dienstags und donnerstags zwischen 14.30 und 19.30 Uhr wahrgenommen werden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Die seit dem 16. Dezember buchbaren Kinderimpftermine seien auf großes Interesse gestoßen.

Auch die Nachfrage nach den seit 6. Januar in den Impfstellen möglichen Auffrischungsimpfungen für 12- bis 17-Jährige sei groß.

Die Ständige Impfkommission empfehle gerade angesichts der Verbreitung der Omikron-Variante nun die Auffrischungsimpfung für diese Gruppe, betonte das Ministerium.

Update, 18. Januar, 13.24 Uhr: Mehr als drei Millionen Impfungen im Nordosten verabreicht

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern hat die Marke von drei Millionen Impfungen seit Beginn der Corona-Impfkampagne überschritten. Bis zum 18. Januar seien 3.015.313 Impfungen im Nordosten verabreicht worden, teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (45, SPD) am Dienstag in Schwerin mit.

Für die kommenden Wochen kündigte Drese - vor dem Hintergrund der steigenden Fallzahlen wegen der Omikron-Variante - einen Schwerpunkt der Impfkampagne bei den 12- bis 17-Jährigen an. Es solle auch zusätzliche Impfangebote im Umfeld von Schulen geben.

Update, 18. Januar, 13 Uhr: Anteil positiver PCR-Tests wieder gestiegen

Rostock - Der Anteil der gemeldeten positiven PCR-Corona-Tests im Nordosten ist wieder gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Dienstag fielen in der Vorwoche 19,1 Prozent der gemeldeten Tests positiv aus.

In der ersten Januarwoche war die Quote auf 17,17 Prozent gesunken nach dem bisher höchsten Wert in der Pandemie von 20,41 Prozent zwischen Weihnachten und Neujahr.

Update, 18. Januar, 12.52 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg bei 1180 - Weniger Intensivpatienten

Bei Tausenden Hamburgern gibt es derzeit täglich ein positives Coronatestergebnis.
Bei Tausenden Hamburgern gibt es derzeit täglich ein positives Coronatestergebnis.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Hamburgs Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf einen neuen Höchststand geklettert. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert am Dienstag mit 1180,6 an.

Die Behörde meldete am Dienstag 4425 Neuinfektionen, so viele wie noch nie zuvor. Das sind noch einmal 370 mehr als am Montag und 2377 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen blieb nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) den zweiten Tag in Folge unverändert bei 2049.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das RKI am Dienstag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 900,1 an, für ganz Deutschland einen Wert von 553,2. Nach den vorliegenden Daten haben sich in der Hansestadt seit Februar 2020 mindestens 181.438 Menschen infiziert. Davon gelten 134.700 nach RKI-Schätzung als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden Dienstag (Stand 12.15 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 60 Covid-19-Patienten behandelt, 5 weniger als am Vortag. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt mit 450 an, nach 388 am Freitag.

Zum Vergleich: Vor genau einem Jahr waren laut Gesundheitsbehörde 514 Corona-Patienten in Hamburg stationär behandelt worden. 81 von ihnen lagen auf Intensivstationen. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen betrug damals 111,5.

Die Hamburger Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche, sank laut RKI von 5,78 am Montag auf 4,32 am Dienstag. Bundesweit stieg sie minimal von 3,14 auf 3,17. Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

80,4 Prozent der Hamburger sind dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 78,2 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten bisher 44,7 Prozent der Hansestädter.

Update, 18. Januar, 12.37 Uhr: Verdi fordert Corona-Testpflicht für Kita-Kinder

Hannover - Die Gewerkschaft Verdi hat sich für eine Ausweitung der Corona-Testpflicht auf Kita-Kinder in Niedersachsen ausgesprochen.

Infektionen könnten so frühzeitig erkannt und der Betrieb der Kindertagesstätten aufrechterhalten werden, erklärte Gewerkschaftssekretärin Katja Wingelewski am Dienstag. Eine Testpflicht schütze die Beschäftigten und Kinder, aber auch Eltern.

Die Corona-Verordnung des Landes sieht derzeit zwar tägliche Tests für Schüler vor, die weder geimpft noch genesen sind. Für die altersbedingt in der Regel ungeimpften Kita-Kinder gibt es eine solche Vorgabe allerdings nicht - für Krippenkinder unter drei Jahren stellt das Land nicht einmal freiwillige Tests zur Verfügung. Viele Beschäftigte und Eltern hätten dafür kein Verständnis und seien enttäuscht, sagte Wingelewski.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (45, SPD) hatte Anfang Januar erklärt, eine Testpflicht für die Kitas werde geprüft. Eine Entscheidung, ob die Pflicht eingeführt wird oder nicht, steht allerdings weiter aus.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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