Coronavirus in Hamburg: Inzidenz fällt wieder unter 100

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 73.058 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 57.895 Fälle bekannt, in Bremen 22.386 in Mecklenburg-Vorpommern 41.329 und in Niedersachsen 240.750 Covid-19-Fälle (Stand 5. Mai, 20 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 5. Mai, 20.55 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 54,7

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein lag am Mittwoch bei 54,7.

Am Tag zuvor wurde eine Inzidenz von 54,5 gemeldet, am Mittwoch vergangener Woche 67,1. Innerhalb eines Tages kamen 291 neu gemeldete Corona-Infektionen hinzu, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Neuinfektionen hervorgeht (Stand: 5. Mai, 19.17 Uhr). Am Mittwoch wurden 288 Neuinfektionen gemeldet.

In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Mittwoch den Angaben nach 176 Menschen, 8 mehr als am Vortag. 51 von ihnen werden demnach auf der Intensivstation behandelt, das sind zwei weniger als am Tag zuvor. Wie am Dienstag auch wurden 30 Corona-Patienten und -Patientinnen beatmet. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen stieg um 3 - auf 1520.

Die Stadt Neumünster hat bei der Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche) die kritische Schwelle von 100 übersprungen - mit einem Wert von 104,7.

Den zweithöchsten Wert hatte die Stadt Kiel (88,7). Die niedrigsten Zahlen gab es in Plön (29,5) und Nordfriesland (30,1).

Update, 5. Mai, 17.36 Uhr: Schleswig-Holstein öffnet Tourismus und Gastronomie weiter

Kiel - Schleswig-Holstein geht in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte in Tourismus, Gastronomie und weiteren Bereichen.

Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen vom 17. Mai an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch bekanntgab.

Mehr dazu erfahrt ihr im Artikel "Bundesland wagt Vorsprung! Hier gibt's bald wieder Gastronomie und Tourismus".

Update, 5. Mai, 17.11 Uhr: 263 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz sinkt auf 102,1

Rostock - Am Mittwoch sind in Mecklenburg-Vorpommern 263 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 106 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Zahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1018.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 3,6 auf nun 102,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 132,3.

Mit 144,5 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten. In den anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns liegt dieser wichtige Schwellenwert zwischen 54,7 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 130,7 (Schwerin).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 41.329. Als genesen gelten rund 36.450 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten beträgt derzeit 299 - das sind 10 weniger als am Vortag. 83 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, drei weniger als am Dienstag.

Nach Lagus-Angaben wurden bislang 626.249 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 507.916 Menschen erhielten eine erste Impfung, 118.333 von ihnen auch die notwendige zweite.

Update, 5. Mai, 13.40 Uhr: Urlauber ab Samstag an Ostsee willkommen

Scharbeutz/Timmendorfer Strand – Mehrere Ostsee-Ferienorte an der Lübecker Bucht dürfen von diesem Samstag an wieder Touristen begrüßen.

Der Kreis Ostholstein gab am Mittwoch grünes Licht für den Beginn eines Modellprojekts in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt, wie die beteiligten Tourismus-Agenturen mitteilten.

Mehr lest ihr im Artikel: Modellprojekt startet: Urlaub an der Ostsee wieder möglich!

Update, 5. Mai, 13.39 Uhr: Schleiregion möchte Innengastronomie zu Himmelfahrt öffnen

Schleswig – Die Tourismus-Modellregion Ostseefjord Schlei möchte in die Verlängerung gehen. Ein entsprechender Antrag auf Verlängerung vom 17. Mai bis zum 13. Juni sei an das Wirtschaftsministerium geschickt worden, sagte der Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH, Max Triphaus, am Mittwoch. Bereits spätestens zum 13. Mai soll die Innengastronomie in der Region aufgrund der großen Nachfrage zu Christi Himmelfahrt dem Antrag zufolge öffnen dürfen.

Triphaus verwies auf die Erfahrungen aus Eckernförde, wo sich die Öffnung der Innengastronomie bisher als unbedenklich erwiesen hat. Er erwartet bis Ende der Woche eine Antwort des Ministeriums, wie es mit der Modellregion weitergehen kann.

In der Schleiregion und in Eckernförde dürfen Urlauber seit dem 19. April unter strikten Vorgaben - dazu gehören Tests in zeitlich dichtem Abstand - und mit deutlichen Einschränkungen Ferien machen. Eine zweite Modellregion in Nordfriesland ist am 1. Mai gestartet. Büsum (Kreis Dithmarschen) folgt am 10. Mai.

Über einen möglichen Starttermin für die vierte touristische Modellregion im Land, die Innere Lübecker Bucht, soll am Mittwoch beraten werden. Die Projekte sollen belegen, dass auch unter Corona-Bedingungen ein sicherer Urlaub möglich sein könne.

Update, 5. Mai, 13.19 Uhr: 30,1 Prozent der Niedersachsen ein Mal gegen Coronavirus geimpft

Hannover - 30,1 Prozent der Niedersachsen sind inzwischen mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Hannover sagte, gab es am Vortag 42.351 Impfungen in den Impfzentren und rund 46 000 Impfungen in den Arztpraxen.

Niedersachsen liegt damit auf Rang fünf der Bundesländer, was den Impffortschritt angeht. 7,4 Prozent der Bürger haben bereits eine Zweitimpfung erhalten. Auf der Warteliste für eine Impfung stehen aktuell rund 530.000 Menschen. In Bremen haben 30,5 Prozent der Einwohner mindestens eine Erstimpfung erhalten. 10,4 Prozent sind vollständig geimpft.

Der weitere Fahrplan der Impfkampagne in Niedersachsen mit der Öffnung für die Prioritätsgruppe 3 wird am Donnerstag vorgestellt. Die einzelnen Gruppen der Prioritätsgruppe sollen sich nach und nach anmelden können, einige dazugehörige Berufsgruppen konnten bereits einen Impftermin reservieren.

Vor der bundesweiten Einbindung der Betriebsärzte in die Impfkampagne ab dem 7. Juni soll es in Niedersachsen bereits eine Testphase mit Modellprojekten geben, kündigte der Ministeriumssprecher an. Während dieser Testphase sollen die Betriebsärzte aber nur Beschäftigte impfen, die dazu nach der Priorisierung auch berechtigt sind.

Update, 5. Mai, 12.37 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg wieder unter 100 gefallen

Hamburg – Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist wieder unter die wichtige Marke 100 gefallen. Nachdem der Wert nach Berechnungen der Stadt am Montag mit 98,6 erstmals seit Mitte März unter 100 gesunken war, lag er am Dienstag wieder bei 100,9, um nun am Mittwoch auf 95,8 zu fallen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche sank der Wert um 14,2.

Auf anderer Berechnungsgrundlage gibt das Robert Koch-Institut (RKI) für Hamburg bereits seit acht Tagen einen Wert von unter 100 an - derzeit seien es 86 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das ist der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (55).

Insgesamt meldete die Stadt am Mittwoch 223 bestätigte Neuinfektionen. Das sind 30 weniger als am Dienstag und 96 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Zahl der an oder im Zusammenhang mit Corona in Hamburg gestorbenen Menschen gab das RKI mit 1509 an - fünf mehr als am Vortag.

In den Hamburger Kliniken wurden der Gesundheitsbehörde zufolge mit Stand Dienstag 224 Covid-19-Patienten behandelt - drei weniger als am Montag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sank ebenfalls um drei auf 103.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde nachweislich 73.058 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert. 64.700 von ihnen gelten dem RKI zufolge als genesen.

Die Zahl der mindestens einmal Geimpften erhöhte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde (Stand Dienstag) um 6107 auf 439.398. Zweimal geimpft und damit vollständig geschützt sind den Angaben zufolge in Hamburg 135.398 Frauen und Männer (plus 2211).

Update, 5. Mai, 12.16 Uhr: Open-Air-Kultur-Events in Hamburg ab Mitte Juli?

Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien in Hamburg, will in der Hansestadt einen Kultursommer möglich machen.
Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien in Hamburg, will in der Hansestadt einen Kultursommer möglich machen.  © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Hamburg – Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) möchte ab Mitte Juli einen Open-Air-Kultursommer für die Hansestadt ermöglichen.

Man wolle "wirklich vier Wochen ganz konzentriert in den öffentlichen Raum gehen, wenn wir dann mit den Inzidenzen runter sind und mehr Leute geimpft sind", sagte Brosda im Podcast "Wie ist die Lage?" der Gute Leude Fabrik und der "Hamburger Morgenpost".

"Dann möchte ich schon, dass es uns gelingt, mit Bühnen, die wir bauen, mit Auftrittsmöglichkeiten vielen Künstlerinnen und Künstlern wieder eine Chance zu geben, Kultur zu machen, auch Geld dafür zu bekommen." Gleichzeitig wolle man «den Menschen in unserer Stadt Kultur wieder nahebringen".

Schwerpunkt sollen dabei zunächst keine großen Events mit externen Künstlern sein, sondern nach Angaben Brosdas vor allem ganz viele Künstlerinnen und Künstler aus Hamburg auftreten.

Brosda, der auch Präsident des Deutschen Bühnenvereins ist, äußerte die Hoffnung, in die nächste Spielzeit halbwegs beschränkungsfrei starten zu können. "Und da möchten wir im Sommer ein Ausrufezeichen in die öffentliche Landschaft setzen." Das sei der Plan, wenn die Pandemie da keinen Strich durch die Rechnung mache.

Update, 5. Mai, 9.37 Uhr: Infektionsrate in Niedersachsen sinkt weiter

Hannover - Die Corona-Lage in Niedersachsen entspannt sich weiter. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sank die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch von 98,6 auf 92,4.

1138 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden ausgewiesen. Auch sechs weitere Todesfälle wurden registriert - damit sind nun 5350 Menschen in Niedersachsen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Die höchsten Werte wurden für den Landkreis Vechta (228,8), die Stadt Delmenhorst (189,5) und die Stadt Salzgitter (171,6) ermittelt.

Am niedrigsten war die Inzidenz in der Stadt Wilhelmshaven (44,7), im Landkreis Friesland (42,6) und im Landkreis Wittmund (42,2).

Update, 5. Mai, 6.05 Uhr: Bürgerschaft berät über mögliche Corona-Lockerungen

Tische und Stühle stehen abgesperrt im Außenbereich eines Gastronomiebetriebes in der Innenstadt. Öffnet die Außengastronomie in Hamburg wieder?
Tische und Stühle stehen abgesperrt im Außenbereich eines Gastronomiebetriebes in der Innenstadt. Öffnet die Außengastronomie in Hamburg wieder?  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – Die Hamburgische Bürgerschaft diskutiert angesichts der tendenziell sinkenden Zahl von Neuinfektionen am Mittwoch (13.30 Uhr) über mögliche Lockerungen bei den Corona-Auflagen.

Ihren Antrag für die Aktuelle Stunde hat die AfD mit "Corona-Wahnsinn beenden - Hamburg wieder normal!" überschrieben - wobei sie mit dieser Forderung im Parlament sicher auf Granit beißen wird.

Gleichwohl gibt es auch bei den anderen Fraktionen Wünsche etwa nach einer frühestmöglichen Öffnung der coronabedingt geschlossenen Betriebe. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts inzwischen seit fünf Werktagen in Folge bei unter 100.

Damit müsste dem Bundesinfektionsschutzgesetz zufolge die sogenannte Notbremse mit nächtlicher Ausgangsbeschränkung aufgehoben werden. Der Hamburger Senat hält aber seine eigene Zählung der Neuinfektionen für genauer und will sich darum nach der selbst errechneten Inzidenz richten. Diese war am Montag zwar das erste Mal seit Mitte März unter 100 gefallen, am Dienstag aber schon wieder leicht über 100 gestiegen.

Daneben beschäftigen sich die Abgeordneten unter anderem auch mit der Informationskampagne zur Corona-Impfung "#Ärmelhoch", der schrittweisen Umstellung der Hamburger Taxiflotte auf elektrische Antriebe und der Bestellung eines Antisemitismusbeauftragten.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte bereits Mitte April den Landesvorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Stefan Hensel, für dieses Amt vorgeschlagen.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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