Coronavirus in Hamburg: Inzidenz überschreitet wichtigen Wert!

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen langsam wieder an. Experten sprechen von einer drohenden vierten Welle.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 78.962 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 64.695 Fälle bekannt, in Bremen 27.705 in Mecklenburg-Vorpommern 44.393 und in Niedersachsen 263.625 Covid-19-Fälle (Stand 30. Juli, 13.17 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen aber immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen.

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Coronavirus Datenpanne in Essen: Infos von 13.000 Impfwilligen versehentlich verschickt

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 30. Juli, 15.56 Uhr: Zwei positive Corona-Fälle in Flensburger Bar

Flensburg – Nach einem Corona-Vorfall in einer Bar in Flensburg haben sich 26 Besucher nach einem Aufruf der Stadt gemeldet.

Die Stadt hatte am Mittwochabend alle Besucher vom 21. Juli zu häuslicher Quarantäne aufgefordert. Es gab insgesamt zwei positive Corona-Fälle, wie ein Stadtsprecher am Freitag sagte. Ein weiterer Verdachtsfall habe sich nicht bestätigt.

Wie es von der Stadt hieß, habe es an dem Abend ein Übermittlungsproblem gegeben. Ein Sprecher der Betreiber der Luca-App sagte am Freitag, "es hat keine technischen Probleme mit der App gegeben".

Im konkreten Flensburger Fall habe der Betreiber ein Problem mit seinem Schlüssel für die App gehabt.

Update, 30. Juli, 13.17 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg überschreitet 35 - 132 neue Fälle

Hamburg - In Hamburg hat die Corona-Inzidenz wieder die Marke 35 überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag mit 35,7 an. Am Vortag lag die Inzidenz bei 31,8.

Am Freitag kamen 132 neue Fälle hinzu, am Donnerstag waren es lediglich 89. Vor einer Woche waren es noch 57 bestätigte neue Infektionen und die Inzidenz betrug 21,5.

Der Senat hatte am Dienstag erklärt, dass er trotz der im Vergleich zu anderen Bundesländern hohen Corona-Inzidenz keine Notwendigkeit für weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sehe.

Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) betonte, der Hauptgrund für die steigenden Zahlen seien die Reiserückkehrer.

Update, 30. Juli, 10.44 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen stagniert

Hannover - In Niedersachsen sind am Freitag 221 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag leicht von 16,4 auf 16,2, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

Zudem wurde ein weiterer Todesfall registriert. In Bremen lag die Inzidenz bei 20,4. Im kleinsten Bundesland wurden 25 Neuinfektionen gemeldet.

Die höchste Inzidenz der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 55,4 gefolgt von der Stadt Wolfsburg mit 53,1. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 18 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 7 von ihnen werden invasiv beatmet.

Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 292, davon haben 145 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Update, 30. Juli, 6.35 Uhr: Niedersachsen prüft Rückgabe ungenutzter Impfdosen

Hannover/Bremen - Das niedersächsische Gesundheitsministerium hält die Rückgabe von ungenutztem Impfstoff an den Bund für möglich. Es werde derzeit geprüft, ob und wie viele Dosen zurückgegeben werden könnten, sagte ein Sprecher des Ministeriums der dpa auf Anfrage. Dass es sich dabei vor allem um Dosen des Vakzins von AstraZeneca handle, liege nahe.

Das Bundesland Bremen machte keine Angaben zu einer möglichen Rückgabe. In den Impfzentren in Bremen und Bremerhaven lagere ein Vorrat von 24.000 Dosen AstraZeneca, der erst im Oktober verfalle, teilte das Gesundheitsressort mit.

Weitere Lieferungen von AstraZeneca seien gestoppt worden. Alle gelieferten Impfdosen von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson seien verplant.

Update, 30. Juli, 6 Uhr: Schleswig-Holstein prüft Rückgabe ungenutzter Impfdosen

Kiel - Schleswig-Holsteins Landesregierung prüft, welche Menge an Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca an den Bund zurückgegeben werden kann.

"Es wird begrüßt, dass der Bund Gespräche mit Drittländern aufgenommen hat, denen AstraZeneca-Impfstoff zur Verfügung gestellt werden könnte", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Bislang habe das Land aber noch keinen Impfstoff abgegeben.

Es könne nur Impfstoff an den Bund zurückgegeben werden, der sich permanent im Landeslager befunden habe, erklärte die Sprecherin. Nur dann sei sichergestellt, dass die vorgeschriebenen Lagertemperaturen eingehalten wurden.

In einem der dpa vorliegenden Schreiben hat der Bund den Ländern die Möglichkeit eröffnet, "Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen", an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

Hamburg wird vor dem Hintergrund einer nachlassenden Impfnachfrage rund 60.000 Impfdosen von AstraZeneca zurückgeben.

Update, 29. Juli, 21.07 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Norden steigt auf 21,2

Kiel – Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Donnerstag 21,2 - nach 20,3 am Mittwoch und 11,6 am Donnerstag zuvor.

Nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: 18.37 Uhr) wurden landesweit 118 Fälle neu übermittelt. Genau eine Woche zuvor waren es noch 70 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Zwei weitere Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen erhöhte sich damit auf 1636. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge 29 Covid-19-Patienten behandelt (plus 1). Acht von ihnen lagen auf Intensivstationen (minus 1), fünf wurden dort beatmet.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte weiterhin Kiel (38,1) gefolgt von Flensburg (33,3) und Pinneberg (30,4). Den niedrigsten Wert wies der Kreis Plön mit 6,2 auf.

Update, 29. Juli, 12.52 Uhr: Internetportal informiert über Corona-Situation an Schulen

Schwerin - Eltern und Schüler können sich ab sofort auf einem Internetportal über die Corona-Situation an den Schulen im Land informieren. Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) und Rostock (UMR) stellen dazu regelmäßig Informationen auf der Website www.schugi-mv.de zu Verfügung, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag bekanntgab.

Die Website informiert etwa über die Zahl der Infektionen an Schulen. In einem geschützten Bereich sollen sich zudem Schulen zum Umgang mit der Pandemie austauschen können.

Seit Dezember erforschten die UMG und die UMR das Corona-Infektionsgeschehen an Schulen im Land, hieß es.

Update, 29. Juli, 12.23 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg bei 31,8 - 89 neue Fälle

Die Corona-Infektionen in Hamburg gingen zuletzt zurück. (Archivbild)
Die Corona-Infektionen in Hamburg gingen zuletzt zurück. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - In Hamburg ist die Corona-Inzidenz wieder etwas gesunken. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag mit 31,8 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 33,1 gelegen, vor einer Woche noch bei 21,0.

Am Donnerstag kamen 89 neu bestätigte Infektionen hinzu - 20 weniger als am Vortag und 25 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen stieg der Behörde zufolge um 4 auf 1613.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Hamburg demnach 78.830 Infektionen mit dem Coronavirus gezählt. Nach Schätzungen des RKI gelten 76.200 Menschen als genesen.

Coronavirus in Berlin: Corona breitet sich mit unveränderter Geschwindigkeit aus
Coronavirus Coronavirus in Berlin: Corona breitet sich mit unveränderter Geschwindigkeit aus

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Donnerstagvormittag 17 Corona-Fälle in Hamburg intensivmedizinisch behandelt, darunter 14 Menschen, die invasiv beatmet werden mussten. Die Gesundheitsbehörde hatte die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern zuletzt mit Stand Dienstag mit 36 angegeben, davon 18 auf Intensivstationen.

Nach RKI-Angaben wurden bis einschließlich Mittwoch fast 883.000 Menschen in Hamburg vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 47,8 Prozent der Bevölkerung. Eine Erstimpfung haben mehr als 1.166.000 Hamburger bekommen. Damit sind 63,1 Prozent der Einwohner zumindest teilweise immunisiert.

Unter den 16 Bundesländern liegt Hamburg damit bei den Erstimpfungen auf dem 6. und bei den vollständigen Impfungen auf dem vorletzten Platz.

Update, 29. Juli, 12.04 Uhr: Mehr als Hälfte der Niedersachsen vollständig gegen Corona geimpft

Hannover - Mehr als die Hälfte der Menschen in Niedersachsen ist nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht, genießen inzwischen 50,6 Prozent den vollen Impfschutz. 64,2 Prozent haben mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Rund elf Prozent der Bevölkerung sind unter zwölf Jahre alt, für sie steht noch kein Impfstoff zur Verfügung.

Die Impfbereitschaft war zuletzt abgeflacht. Während mittlerweile die große Mehrheit der über 60-Jährigen geimpft sei, müsse die Impfbeteiligung vor allem bei den Menschen mittleren Alters steigen, hieß es in dieser Woche aus dem niedersächsischen Gesundheitsministerium. Mit niedrigschwelligen Impfangeboten und einer Werbekampagne wolle man Unentschlossene von einer Impfung überzeugen.

Im bundesweiten Vergleich liegt Niedersachsen mit seiner Impfquote im Mittelfeld. Spitzenreiter ist Bremen: Hier sind 59,2 Prozent der Menschen vollständig geimpft. 70,3 Prozent haben mindestens eine Erstimpfung erhalten.

Update, 29. Juli, 9.25 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter

Hannover - In der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen am Donnerstag weiter gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert bei 16,4 - so viele neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet.

Am Mittwoch hatte die Inzidenz bei 15,8 gelegen, am Donnerstag vor einer Woche bei 13,9. Landesweit wurden 372 Neuinfektionen registriert, 3 Menschen mit Covid-19 starben. In Bremen lag die Inzidenz bei 20,1. Es wurden 16 Neuinfektionen gemeldet.

Die höchste Inzidenz der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 62,5. Den niedrigsten Wert mit 0,0 meldete die Stadt Emden.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 19 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 5 von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 296, davon haben 146 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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