Coronavirus in Hamburg: Schulbeginn mit Präsenz-, Masken- und Testpflicht

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 94.529 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 77.641 Fälle bekannt, in Bremen 33.203 in Mecklenburg-Vorpommern 50.954 und in Niedersachsen 302.220 Covid-19-Fälle (Stand 17. Oktober, 19.44 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 18. Oktober, 6.36 Uhr: Vorlesungsstart an vielen Unis - Strenge Corona-Vorgaben

Oldenburg – Für Studenten, Professoren und Dozenten beginnt an vielen Universitäten in Niedersachsen am Montag wieder der Hochschulalltag.

Statt digital und online finden die meisten Seminare und Vorlesungen wieder in Präsenz statt. Offizieller Semesterbeginn war der 1. Oktober. Teilweise - wie an der TU Braunschweig oder der Uni Göttingen - beginnen die Vorlesungen auch erst eine Woche später, am 25. Oktober.

Coronabedingt gibt es vielerorts klare Vorgaben. So gilt auch an der Leibniz Universität Hannover (LUH) für alle, die die Gebäude der Hochschule betreten, die 3G-Regel (geimpft-genesen-getestet).

Die Uni warnt: "Das Betreten der Gebäude der LUH ohne Legitimation über negatives, offizielles Testergebnis, Impf- oder Genesenennachweis stellt rechtlich einen Hausfriedensbruch dar und wird ggf. strafrechtlich verfolgt."

Update, 18. Oktober, 6.30 Uhr: Schulbeginn mit Präsenz-, Masken- und Testpflicht in Hamburg

In Hamburg beginnt die Schule nach rund zehn Monaten wieder mit Präsenzpflicht. (Symbolbild)
In Hamburg beginnt die Schule nach rund zehn Monaten wieder mit Präsenzpflicht. (Symbolbild)  © Uli Deck/dpa

Hamburg – Mit Präsenz-, Masken- und Testpflicht beginnt in Hamburg am Montag nach den zweiwöchigen Herbstferien wieder die Schule.

Reiserückkehrer aus dem Ausland müssen, sofern sie nicht geimpft oder vollständig genesen sind, vor Betreten des Schulgeländes einen negativen Corona-Test vorlegen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Am ersten Schultag bestehe vor Unterrichtsbeginn auch auf dem Schulgelände noch die Möglichkeit, einen Schnelltest zu absolvieren. Da man aufgrund von Reiserückkehrern von einem steigenden Infektionsgeschehen ausgehen müsse, sollen die Schülerinnen und Schüler in den ersten zwei Wochen jeweils drei statt zwei Mal auf Corona getestet werden.

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Nach rund zehnmonatiger, pandemiebedingter Aussetzung gilt ab sofort auch wieder die Präsenzpflicht. Bislang konnten Eltern oder volljährige Schüler selbst entscheiden, ob sie beziehungsweise ihre Kinder in den Schulen oder digital zu Hause am Unterricht teilnehmen.

Trotz anderslautender Forderungen seitens der Opposition gilt in Hamburg die Maskenpflicht in Unterrichtsräumen und in allen Klassenstufen zumindest vorerst unverändert weiter.

Update, 17. Oktober, 19.44 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt leicht

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Sonntag leicht gestiegen. Die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen kletterte auf 28,8 - nach 27,9 am Samstag. Am Sonntag vergangener Woche hatte die Inzidenz bei 27,5 gelegen.

Es wurden aktuell 47 neue Corona-Infektionen gemeldet, am Vortag waren es 105 gewesen. Die Zahl der Patienten und Patientinnen, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt wurden, blieb unverändert bei 53. 16 lagen weiter auf Intensivstationen, von denen 9 beatmet wurden - diese Zahlen blieben ebenfalls stabil.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - gab die Meldestelle weiter mit 1,31 an.

Auch die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 Gestorbenen blieb unverändert bei 1703. Als genesen gelten inzwischen rund 75.100 Menschen. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Neumünster (51,3), am niedrigsten in Nordfriesland (12,0).

Update, 17. Oktober, 16.54 Uhr: 48 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag 48 weitere Corona-Ansteckungen registriert worden. Allerdings wurden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) für die Landeshauptstadt Schwerin und den Landkreis Ludwigslust-Parchim, deren Computersysteme nach einem Hackerangriff am Freitag lahmgelegt waren, erneut keine neuen Fälle ausgewiesen.

Am Samstag hatte das Lagus landesweit 90 bestätigte Neuinfektionen gemeldet, am Sonntag vor einer Woche 67. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nunmehr bei 55,3 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche - nach 50,0 am Sonntag vor einer Woche.

Nur die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte lagen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter 50. Der höchste Wert wurde für die Hansestadt Rostock mit 74,1 ausgwiesen - vor Nordwestmecklenburg mit 72,2 und dem Landkreis Rostock mit 65.

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen und die Auslastung der Intensivstationen mit Covid-Patienten sind nach Lagus-Angaben überall weiter niedrig. In den Kliniken des Landes lagen am Sonntag demnach 56 Covid-Patienten, genau so viele wie am Vortag. Von ihnen wurden 19 auf der Intensivstation behandelt, einer weniger als am Samstag.

Bei der Hospitalisierungs-Inzidenz liegen alle Regionen des Landes weiterhin im grünen Bereich. Sie gibt die Zahl der Menschen an, die je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit Covid-19 stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Landesweit betrug dieser Wert am Sonntag 1,5, nach 1,7 am Samstag.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie Gestorbenen blieb am Wochenende unverändert bei 1212. Insgesamt haben sich den Angaben zufolge bisher 50.954 Menschen im Land nachweislich mit dem Virus infiziert.

Update, 17. Oktober, 13.11 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf 64,1 - 135 neue Fälle

Hamburg – In Hamburg ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen im Wochenvergleich gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Sonntag mit 64,1 an.

Am Samstag hatte der Wert 60,5 betragen, vor einer Woche 59,8. Am Sonntag kamen 135 neu nachgewiesene Corona-Ansteckungen hinzu - 42 weniger als am Samstag, aber 67 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, stieg laut Robert Koch-Institut (RKI) um einen Fall auf 1763.

Seit Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde mindestens 94.529 Hamburger und Hamburgerinnen mit dem Coronavirus infiziert; 89.000 von ihnen gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 87 Covid-19-Patienten behandelt, davon 32 auf Intensivstationen.

Update, 16. Oktober, 21:43 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein bleibt stabil

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein schwankt weiterhin nur geringfügig. Die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen betrug am Samstag 27,9 - nach 27,1 am Freitag. Das geht aus Zahlen der Landesmeldestelle vom Abend hervor.

Am Samstag vergangener Woche hatte die Inzidenz bei 27,1 gelegen. Es wurden aktuell 105 neue Corona-Infektionen gemeldet, 21 weniger als am Vortag.

Unverändert 53 Menschen wurden wegen einer Infektion im Krankenhaus behandelt. 16 lagen auf Intensivstationen, von denen 9 beatmet wurden.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - gab die Meldestelle mit 1,31 an. Damit blieb sie im Vergleich zum Vortag konstant.

Auch die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 Gestorbenen blieb bei 1703. Als genesen gelten inzwischen rund 75.000 Menschen. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin im Kreis Stormarn (49,4), am niedrigsten in Nordfriesland (13,2).

Update, 16. Oktober, 17.01 Uhr: 90 neue Corona-Infektionen in MV - Zwei Regionen fehlen weiterhin

Rostock - Der Trend bei den Corona-Neuinfektionen zeigt im Wochenvergleich in Mecklenburg-Vorpommern weiter nach oben. Am Samstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 90 neue bestätigte Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nunmehr bei 56,3 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Dabei fehlen erneut die Angaben für die Landeshauptstadt Schwerin und den Landkreis Ludwigslust-Parchim, deren Computersysteme nach einem Hackerangriff am Freitag lahmgelegt waren. Bei beiden Regionen steht die Zahl Null in der Tabellenspalte mit den täglichen Neuinfektionen.

Auf der Risikokarte des Landes sind weiterhin nur zwei Regionen grün: die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. In allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten zeigt die Warnampel Gelb, weil dort die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen über 50 liegt.

In der Hansestadt Rostock, die am Samstag den vierten Tag in Folge als gelbe Zone ausgewiesen war, gilt ab Sonntag die 3G-Regel. Ab Montag muss in Schulen und Horten wieder Maske getragen werden.

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen und die Auslastung der Intensivstationen mit Covid-Patienten sind nach Lagus-Angaben jedoch weiter überall niedrig. In den Kliniken des Landes lagen am Samstag demnach 56 Covid-Patienten, genau so viele wie am Vortag. Von ihnen werden 20 auf der Intensivstation behandelt, 2 mehr als am Freitag.

Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie beträgt im Vergleich zum Freitag unverändert 1212. Insgesamt haben sich den Angaben zufolge bisher 50.906 Menschen im Land nachweislich mit dem Virus infiziert.

Bei der Hospitalisierungs-Inzidenz liegen alle Regionen des Landes weiterhin im grünen Bereich. Sie gibt die Zahl der Menschen an, die je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit Covid-19 stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Landesweit betrug dieser Wert 1,7.

Mindestens einmal geimpft sind laut dem RKI-Impfdashboard 66,5 Prozent der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns; 64,1 Prozent besitzen demnach einen vollständigen Impfschutz. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die Impfquote insgesamt etwas höher liegt, als in der Statistik ausgewiesen ist.

Update, 16. Oktober, 12.17 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz sinkt auf 60,5 - 177 neue Fälle

Hamburg – Es bleibt bei einem leichten Auf und Ab bei den Corona-Zahlen der Hansestadt: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg wieder leicht gesunken. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Samstag mit 60,5 an. Am Freitag hatte der Wert 61,1 betragen, vor einer Woche 63,4.

Am Samstag kamen 177 neu nachgewiesene Corona-Ansteckungen hinzu - 38 weniger als am Freitag und 11 weniger als am Samstag vor einer Woche. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, stieg laut Robert Koch-Institut (RKI) um einen Fall auf 1762.

Seit Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde mindestens 94.394 Hamburger und Hamburgerinnen mit dem Coronavirus infiziert; 88.900 von ihnen gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 87 Covid-19-Patienten behandelt - 6 weniger als am Donnerstag. Die Zahl der Intensivpatienten sank um einen auf 32.

Bis einschließlich Freitag wurden laut RKI 1.354.419 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das entspricht 73,1 Prozent der Bevölkerung. 1.300.678 Einwohner oder 70,2 Prozent der Bevölkerung sind danach vollständig geimpft.

Das RKI ging allerdings unlängst davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen.

Update, 16. Oktober, 7.34 Uhr: Einzelne Gastronomen melden weniger Gäste nach Ende von Gratis-Tests

Viele Gäste, die bislang mit negativem Corona-Test in die Betriebe kamen, blieben nun fern. (Symbolbild)
Viele Gäste, die bislang mit negativem Corona-Test in die Betriebe kamen, blieben nun fern. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Hannover – Das Gastgewerbe in Niedersachsen bekommt das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests bereits vereinzelt zu spüren. "Es haben schon Gastronomen signalisiert, dass sie weniger Gäste haben", sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen, Renate Mitulla, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gastronomen hätten berichtet, dass Gäste, die bislang mit negativem Corona-Test in die Betriebe kamen, nun fernblieben. Noch seien dies aber nur einzelne Meldungen. Ein genauer Trend lasse sich noch nicht ausmachen, sagte Mitulla. Dies sei erst in einigen Wochen möglich.

Die sogenannten Bürgertests sind seit vergangenem Montag für die meisten Menschen in Deutschland nicht mehr kostenlos. Wer einen Schnelltest, durchgeführt von geschultem Personal, für einen Restaurantbesuch oder den Eintritt ins Kino braucht, muss die Bescheinigung nun in der Regel selbst zahlen. Gratis bleiben die Tests noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

In Niedersachsen wenden Gaststätten und Hotels laut Dehoga etwa zu gleichen Teilen die 2G- und die 3G-Regel an. Bei 2G ist der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene möglich. Bei 3G sind auch Gäste mit negativen Testergebnis willkommen. In Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz unter 50 liegt und keine Warnstufe gilt, können gastronomische Betriebe selbst entscheiden, ob sie 2G, 3G oder gar keine Beschränkungen vorgeben.

Ab einer Inzidenz von 50 oder der Warnstufe 1 ist die 3G-Regel verpflichtend.

Update, 16. Oktober, 7.25 Uhr: Nur 38 Prozent der Corona-Impfungen bei Hamburger Ärzten

40 Prozent der Impfdosen wurden laut einer bundesweiten Auswertung in Arztpraxen verabreicht. (Symbolbild)
40 Prozent der Impfdosen wurden laut einer bundesweiten Auswertung in Arztpraxen verabreicht. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Hamburg – Anders als die jährlichen Grippe-Impfungen sind viele Corona-Schutzimpfungen nicht bei den niedergelassenen Ärzten verabreicht worden, sondern durch öffentliche Angebote.

So seien von den bundesweit bislang gut 109 Millionen Erst- und Zweitimpfungen knapp 61 Millionen oder fast 56 Prozent in Impfzentren oder von mobilen Impfteams gespritzt worden, sagte der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur.

Gut 44,5 Millionen oder 40 Prozent der Impfdosen wurden laut seiner bundesweiten Auswertung (Datenstand 12. Oktober) in Arztpraxen verabreicht, knapp 2,5 Millionen oder gut 2 Prozent von Betriebsärzten.

Die Situation in Hamburg stelle sich ähnlich wie im Bund dar, sagte Helfrich. "Die wichtigste Rolle für die Versorgung der Bevölkerung mit der Corona-Schutzimpfung spielten die städtischen Angebote."

Trotz der im Bundesvergleich überdurchschnittlich hohen Zahl an niedergelassenen Ärzten in der Stadt hätten diese weniger Impfungen verabreicht als im Bundesschnitt. "Dies wird aber durch die Angebote der Betriebsmediziner wieder wettgemacht, die sich stärker als im Bundesschnitt an der Impfkampagne in der Stadt Hamburg beteiligten", sagte er.

Laut seiner Auswertung wurden in Hamburg bisher insgesamt 2.556.795 Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt. "1.450.092 dieser Impfungen sind durch die Stadt organisiert worden - im Impfzentrum, durch die mobilen Teams und in den dezentralen Impfangeboten, ein Anteil von rund 57 Prozent." 38 Prozent der Impfungen seien in Arztpraxen verabreicht worden, rund 5 Prozent durch die Betriebsärzte.

Die Auswertung zeige, dass der Fortschritt bei den Corona-Schutzimpfungen "viele Mütter und Väter" habe, sagte Helfrich. "Wichtig ist vor allem, möglichst rasch eine möglichst hohe Impfquote zu erzielen und viele Menschen zu erreichen. Deswegen war es richtig, die Impfkampagne auf mehrere Säulen zu stützen."

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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