Coronavirus in Schleswig-Holstein: Weitere Lockerungen beschlossen!

Hamburg – Das Coronavirus hat das Land bald ein Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, die Gesundheitsämter melden neue Rekordwerte.

Vor einer Apotheke im Stadtteil Eimsbüttel warten Menschen.
Vor einer Apotheke im Stadtteil Eimsbüttel warten Menschen.  © Marcus Brandt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 53.189 Menschen Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 43.124 Fälle bekannt, in Bremen 14.318, in Mecklenburg-Vorpommern 25.663 und in Niedersachsen 161.096 Covid-19-Fälle. (Stand 6. März, 17 Uhr)

Seit Mittwoch, 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit Ausnahmen über Weihnachten und Silvester inzwischen bis zum 14. Februar 2021 verlängert wurde. Nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs haben geöffnet, außerdem gibt es Kontaktbeschränkungen.

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 6. März, 17.25 Uhr: 176 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet

Rostock - Am Samstag sind in Mecklenburg-Vorpommern 176 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden.

Das waren drei mehr als am Samstag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 16.39 Uhr). Ein weiterer Mensch starb im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, womit die Zahl der Todesfälle im Land auf insgesamt 775 stieg.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche blieb im Vergleich zum Freitag unverändert bei 67,2. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 65,1.

Mit 105,5 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordwestmecklenburg derzeit am höchsten, gefolgt vom Landkreis Rostock mit 100,1.

Am niedrigsten ist der Wert laut Lagus in der Hansestadt Rostock - dort liegt er bei 21,5. Vorpommern-Rügen und die Mecklenburgische Seenplatte liegen mit 24,9 und 35,6 ebenfalls unter dem Schwellenwert von 50.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 25.663. Als genesen gelten 22.545 Menschen.

Update, 6. März, 13.55 Uhr: Landesregierung beschließt weitere Corona-Lockerungen

Daniel Günther (47, CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, spricht auf einer Pressekonferenz im Foyer des Landeshauses in Kiel. (Archivbild)
Daniel Günther (47, CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, spricht auf einer Pressekonferenz im Foyer des Landeshauses in Kiel. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Kiel – Schleswig-Holsteins Landesregierung hat am Samstag eine neue Corona-Verordnung beschlossen.

Ab Montag gelten im Norden weitere Öffnungsschritte. "In vielen Lebensbereichen können wir angesichts der derzeitigen Infektionslage die bisherigen Einschränkungen erleichtern", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Samstag. Der Einzelhandel darf seine Geschäfte wieder öffnen. Wegen der weiter hohen Infektionszahlen bleiben die Läden nur in Flensburg zu.

Außerdem dürfen in Schleswig-Holstein nun auch Tattoo-, Sonnen-, Kosmetik- und Massagestudios wieder öffnen. Das gilt auch für Museen, Galerien, Zoos und botanische Gärten. Fahr- und Flugschulen können ihre Arbeit ebenfalls wieder vollständig aufnehmen.

Im privaten Bereich sind künftig wieder Treffen von bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Getrennt wohnende Paare gelten dabei als ein Hausstand.

Update, 6. März, 13.53 Uhr: Hamburg: Ab Montag kostenlose Antigen-Schnelltests

Hamburg – Hamburg bietet ab Montag einmal pro Woche kostenlose Antigen-Schnelltests an. Hierfür konnten eine Reihe von Testzentren, Apotheken und Hausarztpraxen gewonnen werden, wie die Sozialbehörde am Sonnabend mitteilte.

In einem ersten Schritt seien dadurch zunächst mehr als 25.000 tägliche Antigen-Testungen und für eventuell erforderliche Nachtestungen 14.000 tägliche PCR-Tests möglich. Das Angebot soll schrittweise erweitert werden, hieß es.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel "Kostenlose Corona-Schnelltests gehen an den Start!"

Update, 6. März, 12.58 Uhr: 232 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz bei 80,2

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Samstag um 232 gestiegen. Das sind 29 Fälle mehr als am Samstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag von 78,7 auf 80,2. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 77,6.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich den Angaben zufolge insgesamt 53.189 Personen in der Hansestadt mit dem Virus. 48.000 gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen. Die Zahl der Menschen, die in Hamburg an oder mit dem Virus starben, stieg laut RKI um 5 auf 1306.

In den Hamburger Kliniken wurden nach Angaben der Behörde mit Stand Freitag 243 Corona-Patienten behandelt - zwei mehr als am Donnerstag. Die Zahl der Intensivpatienten stieg im selben Zeitraum um 8 auf 87.

Update, 6. März, 12.17 Uhr: 870 neue Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Bei der Corona-Lage in Niedersachsen scheint es eine leichte Entspannung zu geben. Am Samstag wurden 870 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte.

Die Zahl liegt damit nicht ganz so hoch wie noch am Freitag (948 Fälle), und auch niedriger als am Samstag vor einer Woche (970 Fälle). 17 weitere Todesfälle wurden seit Freitag gemeldet.

Die Inzidenz lag am Samstag bei 63,1 Infektionsfällen bezogen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Die höchste Inzidenz von 140,6 Fällen meldete der Landkreis Cloppenburg. Es folgte der Landkreis Wesermarsch mit 120,8.

Update, 6. März, 8.17 Uhr: Neue Sozialministerin will Impfkampagne schnell in die Spur bringen

Hannover – Niedersachsens neue Gesundheits- und Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) will mit allen an der vielkritisierten Impfkampagne Beteiligten klare Absprachen treffen, damit die Schutzimpfungen flotter voran kommen.

Unklarheiten müssten ausgeräumt und gemeinsame Ziele für eine erfolgreiche Impfkampagne vereinbart werden, sagte Behrens an ihrem ersten Arbeitstag der dpa in Hannover.

Behrens kündigte bereits einen Impfpakt an, um den Ablauf der Corona-Schutzimpfungen zu beschleunigen. Viele Beteiligte wünschten sich eine bessere Kommunikation und Abstimmung. "Mein Gefühl ist einfach, dass wir die Abstimmung noch mal gut miteinander besprechen und alle Akteure an einen Tisch holen müssen."

Update, 5. März, 22.11 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 44,4

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Freitag auf 44,4 gesunken. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor (Datenstand: 5. März, 20.33 Uhr).

Am Vortag lag der Wert der Infektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen bei 47,0 und am Freitag vergangener Woche bei 50,2.

Am Freitag wurden 191 Neuinfektionen gemeldet. Am Donnerstag waren es 219, am Freitag vergangener Woche 260. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg am Freitag wieder um 4 - auf 1325.

In Schleswig-Holsteins Krankenhäusern wurden 237 Patienten behandelt. Intensivmedizinische Behandlung brauchten 67 Menschen, 49 mit Beatmung.

Update, 5. März, 21.15 Uhr: Tschentscher lehnt das von der FDP geforderte nationale Impfportal ab

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) hat Forderungen der FDP-Bundesspitze nach einem nationalen Impfportal eine klare Absage erteilt.

"Der Bund ist viel zu weit weg von Umsetzungsfragen. Wir sehen es immer wieder, dass zentrale Entscheidungen wenig praxisgerecht sind", sagte Tschentscher am Freitag den Fernsehsendern RTL und ntv. Für Hamburg könne er sagen, in der Hansestadt liege kein Impfstoff im Lager, der nicht eingesetzt werde.

"Es mangelt an der Impfstoff-Logistik, an der Verfügbarkeit des Impfstoffes und nicht am Einsatz vor Ort."

FDP-Chef Christian Lindner (42) hatte ein nationales Impfportal gefordert, um den Zugang zu Impfterminen zu erleichtern und den Stau bei der Verwendung von Impfstoff gegen das Coronavirus aufzulösen.

Update, 5. März, 12.19 Uhr: 223 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz bei 78,7

Hamburg – In Hamburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Freitag um 223 gestiegen. Das sind 45 Fälle weniger als am Donnerstag, aber 35 mehr als am Freitag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.58 Uhr).

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg im Vergleich zum Vortag von 76,9 auf 78,7. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 79,7.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich den Angaben zufolge insgesamt 52.957 Hamburgerinnen und Hamburger mit dem Virus. 47.800 gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen. Die Zahl der Menschen, die in Hamburg an oder mit dem Virus starben, stieg laut RKI um 5 auf 1301.

In den Hamburger Kliniken wurden nach Angaben der Behörde mit Stand Donnerstag 241 Corona-Patienten behandelt - 18 weniger als am Vortag. Die Zahl der Intensivpatienten lag unverändert bei 79.

Update, 5. März, 8.34 Uhr: Schnelltests werden an Schulen bisher nur wenig genutzt

Oldenburg – Nur eine Minderheit der etwa 100.000 Beschäftigten an niedersächsischen Schulen lässt sich kostenlos auf das Coronavirus testen.

Zahlen des Kultusministeriums zufolge liege der Anteil bei rund zwölf Prozent, berichtete die Oldenburger "Nordwest-Zeitung" (Freitag). Demnach können sich Lehrer, aber auch Beschäftigte wie Sozialassistenten oder Schulhausmeister bis zu den Osterferien einmal pro Woche kostenfrei testen lassen.

In der Woche vom 15. bis zum 19. Februar gab es etwa 12.300 Tests, wie ein Sprecher des Kultusministeriums der Zeitung sagte. Davon seien 0,08 Prozent positiv ausgefallen.

Die Betroffenen mussten im Anschluss noch einen sogenannten PCR-Test machen. Für die Schnelltests für Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte hatte das Land bis zu 40 Millionen Euro reserviert. Die Tests werden in Arztpraxen vorgenommen. Ein ähnliches Testangebot war auch im vergangenen Jahr von den Lehrkräften nur schwach genutzt werden.

Als "viel zu kompliziert" kritisiertet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) das Verfahren. Es sei sinnvoller, dort zu testen, wo die Menschen arbeiten, also in der Schule, sagte GEW-Sprecher Christian Hoffmann. Die Gewerkschaft fordert vom Land eine verlässliche Impf- und Teststrategie.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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