Coronavirus in Schleswig-Holstein: Nächste Lockerungen beschlossen!

Hamburg – Das Coronavirus hat das Land bald ein Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, die Gesundheitsämter melden neue Rekordwerte.

Vor einer Apotheke im Stadtteil Eimsbüttel warten Menschen.
Vor einer Apotheke im Stadtteil Eimsbüttel warten Menschen.  © Marcus Brandt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 51.462 Menschen Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 41.975 Fälle bekannt, in Bremen 14.318, in Mecklenburg-Vorpommern 24.129 und in Niedersachsen 158.050 Covid-19-Fälle. (Stand 26. Februar, 14.30 Uhr)

Seit Mittwoch, 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit Ausnahmen über Weihnachten und Silvester inzwischen bis zum 14. Februar 2021 verlängert wurde. Nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs haben geöffnet, außerdem gibt es Kontaktbeschränkungen.

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 26. Februar, 16.31 Uhr: Tschentscher mahnt zur Vorsicht - Noch zwei, drei Monate durchhalten

Hamburg - Vor der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage in der kommenden Woche hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) erneut zur Vorsicht in Sachen Lockerungen gemahnt. Dass die Infektionszahlen bundesweit und auch in Hamburg wieder stiegen, sei "ein besorgniserregender Vorgang", sagte er am Freitag.

Das bedeute, "dass wir in einer solchen Situation sehr vorsichtig bleiben müssen, obwohl ich weiß, wie groß die Erwartung und der Drang ist, wieder zu einem normalen Leben zurückzukehren". Wieder "eskalierende» Infektionszahlen müssten unbedingt vermieden werden, um das bereits Erreichte nicht "auf den letzten Metern" zu verspielen.

Auf die Frage, wie lang die letzten Meter sind, sagte er: "Nach meinem Gefühl sind es jetzt noch zwei, drei Monate."

Update, 26. Februar, 15.52 Uhr: Nächste Corona-Lockerungen für Schleswig-Holstein beschlossen

Kiel – Die Landesregierung hat weitere vorsichtige Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein beschlossen. Wie bereits angekündigt, dürfen ab Montag Blumenläden, Gärtnereien, Gartenbaucenter und abgetrennte Gartenabteilungen von Baumärkten wieder öffnen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bezeichnete die am Freitag mit der neuen Corona-Verordnung auf den Weg gebrachten Änderungen als verantwortbar.

Mit entsprechenden Hygienekonzepten dürfen ab Montag Friseure und Anbieter anderer körpernaher Dienstleistungen wie Bart- und Nagelpflege ihre Läden wieder öffnen. Gleiches gilt für Individualsport auf Sportanlagen. Sport ist gemeinsam mit dem eigenen Hausstand oder einer weiteren Person möglich.

Darunter fallen auch Fitnessstudios. In geschlossenen Räumen gilt eine wichtige Beschränkung: Dort dürfen pro Raum nur Personen eines Hausstandes oder zwei Personen aus verschiedenen Haushalten Sport machen. Der Betrieb von Schwimm- und Spaßbädern bleibt untersagt.

Außerdem sollen die Tierparks, Wildparks, Aquarien und Zoos ihre Außenbereiche wieder öffnen können. Die Besucherzahl wird auf eine Person je 20 Quadratmeter der zugänglichen Wege- und Verkehrsfläche begrenzt. Außerdem müssen die Betreiber die Kontaktdaten der Besucher erfassen.

Wassersportler dürfen ihre Motorboote und Segeljachten ab Montag wieder ins Wasser lassen. Zwar ist gemeinsames Segeln oder eine Fahrt mit dem Motorboot unter Einhaltung der Corona-Regeln möglich. Sogenannte Ausflugsfahrten sind aber nicht erlaubt.

Die neue Corona-Verordnung gilt bis einschließlich 7. März 2021.

Update, 26. Februar, 14.40 Uhr: Britische Variante des Coronavirus in Hamburg 28 Mal nachgewiesen

Hamburg – Die zuerst in Großbritannien aufgetretene und besonders ansteckende Variante des Coronavirus B.1.1.7 ist in Hamburg bislang 28 Mal nachgewiesen worden.

Das sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Freitagnachmittag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die südafrikanische Variante sei drei Mal nachgewiesen worden.

Derzeit gebe es 560 Verdachtsfälle, die noch in der Klärung seien.

Update, 26. Februar, 14.28 Uhr: 188 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz steigt auf 81,5

Hamburg – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg am Freitag im Vergleich zum Vortag zurückgegangen - gleichzeitig ist der Inzidenzwert aber wieder über 80 geklettert.

Die Gesundheitsbehörde verzeichnete 188 Corona-Neuinfektionen. Das sind 155 weniger als am Donnerstag. Jedoch am Freitag vergangener Woche lag die Zahl nur bei 154. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - stieg den fünften Tag in Folge und erreichte 81,5. Am Donnerstag hatte dieser Wert noch bei 79,7 gelegen, vor genau einer Woche lediglich bei 64,2.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich den Angaben zufolge insgesamt 51.462 Hamburger mit dem Virus. 46 .00 gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus starben, stieg laut RKI um 6 auf 1257.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Behörde mit Stand Donnerstag 287 Covid-19-Kranke stationär behandelt, davon 86 auf Intensivstationen.

Update, 26. Februar, 14.27 Uhr: Impfungen in Hamburger Pflegeeinrichtungen abgeschlossen

Hamburg – Die Corona-Schutzimpfungen in den Hamburger Pflegeeinrichtungen sind am Freitag abgeschlossen worden. Das sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Alle Impfwilligen hätten eine zweite Dosis erhalten. "Mit dem heutigen Tage sind dann die Impfangebote flächendeckend abgeschlossen."

Es werde jedoch auch in den kommenden Wochen noch Besuche der mobilen Impfteams geben - etwa für Senioren, die neu eingezogen seien.

Update, 26. Februar, 14.23 Uhr: Hamburg ordert zwei Millionen Selbst-Schnelltests

Hamburg – Die Stadt Hamburg hat zwei Millionen Selbst-Schnelltests geordert.

"Mehrere 100.000 werden bereits in der kommenden Woche eintreffen", sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Freitag. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet.

Die Entscheidung über die Verteilung sei noch nicht gefallen. Die Tests könnten während der Corona-Pandemie unter anderem in Schulen zum Einsatz kommen. "Wir wollen für unterschiedliche Testmöglichkeiten vorbereitet sein, die Teil von Öffnungsschritten sein können."

Er gehe davon, dass die zusagten Lieferungen auch eingehalten werden, betonte der Sprecher.

Update, 26. Februar, 11.45 Uhr: Günther: Inlandsreisen mit Impfnachweis vorstellbar

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält Inlandsreisen mit einem Impfnachweis für vorstellbar. (Archivfoto)
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält Inlandsreisen mit einem Impfnachweis für vorstellbar. (Archivfoto)  © Gregor Fischer/dpa

Kiel - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält es für denkbar, Inlandsreisen jenen Bürgern zu ermöglichen, die ihre Corona-Impfung mit einem Impfpass nachweisen können.

"Ich kann mir das auf jeden Fall vorstellen", sagte der CDU-Politiker in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart" am Freitag. "Ich glaube ohnehin, dass Öffnungen in dem Bereich nur möglich sind, wenn wir bestimmte Restriktionen machen."

Den von der EU geplanten europäischen Impfpass bezeichnete er als sinnvolles Instrument. Sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht worden sei, könne man mit Hilfe eines solchen Passes weitere Öffnungsschritte verantworten.

Der Ministerpräsident sprach sich zudem dafür aus, Lockerungen außerdem an den Einsatz von Schnelltests zu knüpfen. "Wenn die Schnelltests jetzt alle zugelassen werden, wenn das einfach handhabbar ist, kann das definitiv eine Möglichkeit sein, um weitere Öffnungsschritte überhaupt zu ermöglichen."

Update, 26. Februar, 8.20 Uhr: Ministerpräsident Stephan Weil: Mehr Freiheiten auch für Getestete

Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat angeregt, in der Corona-Pandemie nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben.

An einer solchen Perspektive etwa für Gastronomen und Einzelhändler "müssen wir hart arbeiten". Es sei klar, dass man weiter Maske tragen, Abstand halten und Hygienekonzepte beachten müsse.

Dennoch eröffne sich mit Impfen, Testen und Schutzmaßnahmen wieder deutlich mehr Spielraum, sagte Weil. Er verwies auf Schnelltests, die wesentlich anwendungsfreundlicher seien. Mit Hilfe der Corona-Warn-App könnten Impfung und Schnelltests gebündelt und angezeigt werden.

"Wir wollen in Niedersachsen sehr schnell in den Schulen und Kitas mit dem Testen beginnen. So können wir dann sukzessive Kitas und Schulen weiter öffnen", sagte der Politiker. "Aber wenn wir mehr testen, müssen wir uns auch auf höhere Infektionszahlen einstellen. Wer mehr sucht, findet mehr."

Update, 25. Februar, 21.20 Uhr: 242 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet

Kiel - Die 7-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein schwankt weiter um den Wert 50. Am Donnerstag lag die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen bei 50,5 - nach 50,9 am Mittwoch und 50,0 am Dienstag.

Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel veröffentlichte. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen.

In Schleswig-Holstein sind am Donnerstag 242 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. 7 Tage zuvor waren es 247 bestätigte Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich den Angaben zufolge um 10 auf 1273. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Schleswig-Holstein 41.975 Menschen mit dem Virus.

Die Zahl der Patienten, die in schleswig-holsteinischen Krankenhäusern behandelt wurden, lag bei 296. Intensivmedizinisch behandelt wurden 77 von ihnen, 58 mit Beatmung.

Update, 25. Februar, 18.48 Uhr: 199 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet

Rostock - Am Donnerstag sind in Mecklenburg-Vorpommern 199 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren zwei mehr als am Donnerstag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 16.54 Uhr). Im Vergleich zu den beiden Vortagen ging die Zahl der Neuinfektionen jedoch leicht zurück.

Acht weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19, womit diese Zahl auf insgesamt 727 stieg. Die Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gingen im Vergleich zum Vortag leicht um 0,6 auf nun 63,6 zurück. Vor einer Woche lag dieser Wert demnach noch bei landesweit 64,9.

Mit 121,8 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Vorpommern-Greifswald weiterhin am höchsten, gefolgt von Nordwestmecklenburg mit 87,7. Am niedrigsten ist der Wert laut Lagus im Landkreis Vorpommern-Rügen mit 14,2. Die Hansestadt Rostock liegt mit 26,8 ebenfalls unter dem wichtigen Schwellenwert von 35.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei nunmehr 24.129.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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