Coronavirus in Baden-Württemberg: 213 neue Infektionen!

Baden-Württemberg - Die Zahl der Infizierten und Todesfälle nahm zuletzt wieder deutlicher zu, sodass die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg angespannt ist. 

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb bleiben die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie streng. Im privaten sowie im öffentlichen Raum dürfen sich höchstens 20 Menschen treffen. 

Veranstaltungen mit weniger als 500 Menschen sind zwar erlaubt, aber nur unter Einhaltung eines Hygienekonzepts. 

Großveranstaltungen sind weiterhin verboten. 

Bestehen bleibt zudem die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, im Supermarkt, in Arztpraxen sowie an vielen weiteren Orten.  

Mittlerweile gibt es 49.412 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 43.282 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 1885 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. (Stand 29. September)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 29. September, 18.20 Uhr: Laut Kretschmann kein Platz für weitere Corona-Lockerungen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht angesichts seit Wochen stark steigender Corona-Infektionen keinen Platz für weitere Lockerungen. 

Wie schon im Frühjahr sei es stattdessen wieder an der Zeit, "schnell und rechtzeitig zu handeln, damit eine zweite Welle kleingehalten werden kann und wir alle gut durch den Herbst und Winter kommen", sagte der Grünen-Politiker am Dienstagabend nach einer Videoschalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Kretschmann betonte: "Das Virus ist weiter unter uns – und sobald wir ihm die Chance geben, wird es sich wieder explosionsartig verbreiten."

Kretschmann sagte, die Bürger dürften nicht nachlässiger werden, sondern müssten sich zur Vorbeugung vor Infektionen wieder mehr zurücknehmen - gerade in der Freizeit und bei privaten Feiern. Letztere trieben die Zahl der Neuinfektionen zurzeit hoch. Daher sei es umso wichtiger, Mund-Nasen-Masken zu tragen und beispielsweise in der Öffentlichkeit Abstand zu anderen Menschen zu halten. 

"Unser vorrangiges Ziel muss es sein, dass das öffentliche Leben nicht noch einmal zum Erliegen kommt." Schulen und Kindergärten müssten den Präsenzbetrieb trotz der Pandemie beibehalten können, auch die allmähliche Erholung der Wirtschaft dürfe nicht gefährdet werden. "Darauf kommt es an, das ist der Kern unserer ganzen Bemühungen."

Bei ihrer Schalte hatten sich die Ministerpräsidenten mit Merkel unter anderem darauf verständigt, dass Menschen, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, nun mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen müssen. 

Wirte und Veranstalter müssten die Angaben künftig "auf Glaubwürdigkeit und Richtigkeit" überprüfen, sagte Kretschmann.

Update, 29. September, 17.01 Uhr: 213 neue Infektionen

Die Zahl der Corona-Infizierten ist am Dienstag um 213 auf insgesamt 49.412 gestiegen. Davon sind laut Landesgesundheitsamt wieder 43.282 Menschen genesen.

Die Zahl der Corona-Toten in Baden-Württemberg stieg um fünf auf 1885.

Fünf weitere Menschen sind dem Erreger zum Opfer gefallen. (Symbolbild)
Fünf weitere Menschen sind dem Erreger zum Opfer gefallen. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. September, 12.01 Uhr: Öffentliche Schulden wegen Corona-Pandemie auf Höchststand

Die Corona-Krise hat die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung bei Banken und Privatunternehmen auf einen Höchststand steigen lassen. Die Schulden des Landes Baden-Württemberg betrugen 44,4 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. 

Der Schuldenberg nahm demnach im Vergleich zum Jahresende 2019 um 0,7 Prozent zu. Der Anstieg im Südwesten war einer der geringsten unter den Bundesländern. Nur in Rheinland-Pfalz betrug der Zuwachs mit 0,6 Prozent noch etwas weniger als im Nachbarland.

Die Gesamtsumme der Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung betrug 2108,9 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2020. Dies sei der höchste ermittelte Stand in der Statistik seit Umstellung der Berechnungsmethode im Jahr 2010. Der Schuldenberg wuchs demnach im Vergleich zum Jahresende 2019 um rund elf Prozent oder 210,1 Milliarden Euro.

Der Anstieg sei "im Wesentlichen dadurch begründet, dass die öffentlichen Haushalte finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise aufnahmen", erklärte das Bundesamt. Er betraf demnach bis auf die Sozialversicherung alle Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts. Im zweiten Quartal 2020 erhöhten sich die Schulden im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres um knapp acht Prozent oder 153,5 Milliarden Euro.

Die Schulden des Landes Baden-Württemberg betrugen 44,4 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres.
Die Schulden des Landes Baden-Württemberg betrugen 44,4 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. September, 19.40 Uhr: Bundesländern fehlen Teams zur Kontaktverfolgung

Einige Bundesländer haben zu wenig Personal zur Kontaktnachverfolgung bei Coronavirus-Infektionen im Einsatz - anders als im April verabredet. 

Bund und Länder hatten sich damals verständigt, mindestens fünf Personen pro 20.000 Einwohner einzusetzen. Auf Anfrage von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung (Dienstag) erklärten jedoch mehrere Länder, aktuell seien weniger Teams im Einsatz.

Bayern hat demnach beispielsweise 13 Millionen Einwohner, also müssten dort 650 Teams zur Verfügung stehen. Der FDP-Landtagsabgeordnete Sebastian Körber erhielt den Angaben zufolge vergangene Woche jedoch die Auskunft der Staatsregierung, dass nur 288 solcher Teams "im Einsatz" seien. 

Baden-Württemberg müsste dem Bericht zufolge gemessen an der Bevölkerungszahl 553 solche Teams haben. Tatsächlich gibt es dort nach Auskunft des Gesundheitsministeriums aber nur 292, bis Ende dieser Woche sollen es 314 Teams sein.

In Hessen gebe es 268 Teams, gefordert wären 313, im Saarland existieren 34 Teams, nötig wären 50. Nur Bremen hat dem Bericht zufolge nach eigenen Angaben ausreichend Personal für diese Aufgabe. 

Die anderen Länder antworteten demnach ausweichend, gar nicht oder gaben an, dass ihnen diese Zahlen nicht vorliegen.

Update, 28. September, 17.35 Uhr: 307 neue Infektionen

Die Zahl der Corona-Infizierten ist am Montag um 307 auf insgesamt 49.199 gestiegen. Davon sind laut Landesgesundheitsamt wieder 43.053 Menschen genesen.

Die Zahl der Corona-Toten in Baden-Württemberg bleibt bei 1880.

Am Montag kamen 307 neue Infektionen dazu. (Symbolbild)
Am Montag kamen 307 neue Infektionen dazu. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. September, 15.50 Uhr: Betrieb der Sonder-Teststationen wird eingestellt

Zum 1. Oktober werden die Sonder-Teststationen für Reiserückkehrer an den Autobahnen A5 (PWC-Anlage Neuenburg-Ost) und A8 (Rastplatz Kemmental-Ost) sowie am Stuttgarter Hauptbahnhof und am Flughafen Friedrichshafen eingestellt. 

Das teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. "Die Testmöglichkeiten an den Flughäfen Stuttgart und Karlsruhe/Baden-Baden bleiben zunächst bis mindestens Ende Oktober bestehen." 

Insgesamt seien an allen sechs Sonder-Teststationen für Reiserückkehrer bisher etwa 190.000 Personen getestet, von denen bei rund 1500 das Testergebnis positiv ausfiel. 

Ein Corona-Test am Stuttgarter Flughafen.
Ein Corona-Test am Stuttgarter Flughafen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 27. September, 16.30 Uhr: 183 neue Infektionen

Die Zahl der Corona-Infizierten ist am Sonntag um 183 auf nunmehr insgesamt 48.892 gestiegen. Davon sind laut Landesgesundheitsamt wieder 42.899 Menschen genesen.

Ein weiterer Todesfall kam dazu, damit steigt die Zahl der Corona-Toten in Baden-Württemberg auf 1880.

Die Zahl der Toten stieg am Sonntag auf 1880. (Symbolbild)
Die Zahl der Toten stieg am Sonntag auf 1880. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. September, 18.49 Uhr: 251 neue Corona-Fälle in Baden-Württemberg

Nach Angaben des Gesundheitsministerium wurden am Samstag 251 weitere Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg gemeldet, sodass seit Pandemie-Beginn 48.709 infiziert wurden. Davon sind 42.683 wieder genesen. Außerdem starben zwei weitere Menschen. Somit stieg die Gesamtanzahl der im Zusammenhang mit Covid-19-Verstorbenen auf 1879. 

Update, 26. September, 10.05 Uhr: Firmen zahlen 48 Millionen an Soforthilfen zurück

Von den mehr als 2,2 Milliarden Euro Corona-Soforthilfe für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige in Baden-Württemberg sind knapp 48 Millionen Euro schon wieder zurückgezahlt worden. 

Dieses Geld sei durch insgesamt 5500 Rückzahlungen zusammengekommen, teilte das Landeswirtschaftsministerium auf dpa-Anfrage mit. Stand für beide Zahlen sei der 9. September.

Die Corona-Soforthilfe hatte sich an Solo-Selbstständige gerichtet sowie - in verschiedenen Stufen - an Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten. Antrage dafür konnten bis Ende Mai gestellt werden.

Grundsätzlich handelte es sich um einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Es gibt jedoch bestimmte Fallkonstellationen, bei denen das anders aussieht: Etwa, wenn sich bei einem Unternehmen der Umsatzrückgang als weniger gravierend als befürchtet erwiesen hat. Auch, wenn bei einem Antragsteller die Kosten am Ende geringer gewesen sind als erwartet, kann Geld zurückgefordert werden. 

Obendrein bekamen manche Firmen durch die Kombination verschiedener Hilfsprogramme mehr Geld als gedacht. In all diesen Fällen seien die Antragsteller verpflichtet, dies mitzuteilen und zu viel gezahltes Geld zurückzuzahlen, hatte das Wirtschaftsministerium bereits im Sommer mitgeteilt.

Im Detail wollte sich eine Ministeriumssprecherin nun nicht zu den meistgenannten Gründen für die zurückerstatteten Gelder äußern. Man unterscheide statistisch nicht zwischen freiwilligen Rückzahlungen und aktiven Rückforderungen - daher könne man hierzu keine Angaben machen.

Von rund 2,2 Milliarden Euro an Hilfen sind bereits 48 Millionen wieder zurückgezahlt worden. (Symbolbild)
Von rund 2,2 Milliarden Euro an Hilfen sind bereits 48 Millionen wieder zurückgezahlt worden. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Update, 25. September, 16.46 Uhr: 330 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Freitag 330 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit infizierten sich seit Pandemie-Beginn insgesamt 48.458 Menschen, wovon circa 42.482 genesen sind. Eine weitere Person ist im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, sodass die Gesamtanzahl auf 1877 stieg. 

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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