Coronavirus in Baden-Württemberg: 293 neue Infektionen!

Baden-Württemberg - Die Zahl der Infizierten und Todesfälle nahm zuletzt wieder deutlicher zu, sodass die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg angespannt ist. 

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb bleiben die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie streng. Im privaten sowie im öffentlichen Raum dürfen sich höchstens 20 Menschen treffen. 

Veranstaltungen mit weniger als 500 Menschen sind zwar erlaubt, aber nur unter Einhaltung eines Hygienekonzepts. 

Großveranstaltungen sind weiterhin verboten. 

Bestehen bleibt zudem die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, im Supermarkt, in Arztpraxen sowie an vielen weiteren Orten.  

Mittlerweile gibt es 47.876 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 41.979 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 1875 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. (Stand 23. September)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 23. September, 17.08 Uhr: 293 neue Infektionen

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Infektionen am Mittwoch um 293 gestiegen, auf insgesamt 47.876. Davon sind laut Angaben des Landesgesundheitsamtes bereits 41.979 wieder genesen.

Auch die Zahl der Todesopfer ist gestiegen, um einen Sterbefall. Damit sind nun insgesamt 1875 Menschen am Coronavirus gestorben.

Am Mittwoch kamen über 290 neue Infektionsfälle hinzu. (Symbolbild)
Am Mittwoch kamen über 290 neue Infektionsfälle hinzu. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. September, 09.05 Uhr: Maskenpflicht in Restaurants jetzt teilweise auch für Gäste

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die Landesregierung die Maskenpflicht in Gaststätten verschärft. Wer in Restaurants nicht auf einem Platz sitzt, sondern etwa zu einem Tisch oder zur Toilette geht, muss ab 30. September einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Maskenpflicht gilt dann auch in Freizeitparks und Vergnügungsstätten in geschlossenen Räumen und in Wartebereichen. 

"Es gibt ein Zutritts- und Teilnahmeverbot bei Verstoß gegen die Maskenpflicht", teilte die Landesregierung am Dienstagabend in Stuttgart mit. Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern bleiben untersagt.

Ein Kellner bringt Gästen mit Maske ihr bestelltes Essen an den Tisch.
Ein Kellner bringt Gästen mit Maske ihr bestelltes Essen an den Tisch.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. September, 18.05 Uhr: 238 neue Infektionen in Baden-Württemberg

Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Dienstag weitere 238 positive Corona-Infektionen gemeldet. Damit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 47.583, wovon inzwischen 41.691 Menschen genesen sind. Zudem gab es drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, sodass die Gesamt-Anzahl auf 1874 anstieg. 

Update, 22. September, 16.43 Uhr: Bahlinger Regionalliga-Kicker in Quarantäne

Mehrere Spieler und Personen im Umfeld des Bahlinger SC sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Für einen Großteil des Kaders sei von den zuständigen Gesundheitsbehörden eine häusliche Quarantäne bis einschließlich 29. September angeordnet worden, teilte der Fußball-Regionalligist am Dienstag mit. Zwar seien noch nicht alle Testergebnisse ausgewertet. Das kommende Liga-Spiel beim SC Freiburg II am Sonntag (14 Uhr) müsse aber aller Voraussicht nach abgesagt werden. "Wir arbeiten sehr eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen und sind froh, dass es bisher keine besonders schweren Verläufe gibt", sagte der Vorstandschef der Bahlinger, Dieter Bühler.

Mehrere Spieler des Regionalligisten Bahlinger SC sind in Quarantäne. (Symbolbild)
Mehrere Spieler des Regionalligisten Bahlinger SC sind in Quarantäne. (Symbolbild)  © Patrick Seeger/dpa

Update, 22. September, 12.05 Uhr: 14 Infizierte nach Geburtstagsfeier in Schwäbisch Hall

Nach einer Geburtstagsfeier in einem Stadtteil von Schwäbisch Hall sind 14 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Davon hatten acht an der privaten Party teilgenommen, wie das Landratsamt am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Bislang seien 48 Feiernde getestet worden. Einzelne Abstriche von Partygästen und Kontaktpersonen stehen noch aus.

Eine Verschärfung der Corona-Regeln ist laut Landratsamt derzeit aber nicht notwendig. Die Infektionszahlen seien zwar gestiegen, bewegten sich aber noch unter der kritischen Schwelle. Nach der Party hatte es auch Folgefälle in Schulen gegeben, unter anderem mussten zwei Klassen einer Grundschule in Quarantäne.

An der Party im Stadtteil Sulzdorf hatten den Angaben nach am 5. September mindestens 70 Menschen teilgenommen. Dem Gesundheitsamt liege eine Anwesenheitsliste vor. Womöglich waren aber Gäste auf der Feier, die nicht auf der Liste stehen. Laut Corona-Verordnung sind private Feiern mit bis zu 100 Teilnehmern erlaubt.

Einen ähnlichen Fall gibt es derzeit im Kreis Reutlingen. Ebenfalls nach einer Geburtstagsfeier sind bislang 19 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Betroffen waren Schulen, Fußballvereine und Unternehmen. Insgesamt gibt es mehr als 450 Kontaktpersonen.

Einzelne Abstriche stehen derzeit noch aus. (Symbolbild)
Einzelne Abstriche stehen derzeit noch aus. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. September, 19.32 Uhr: Seit Schulbeginn fast zwei Dutzend Corona-Fälle an Schulen und Kitas

Seit Schulbeginn sind in Baden-Württemberg mindestens 23 Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus an Schulen und Kindertagesstätten bekannt geworden. Die Infektionen seit Montag vergangener Woche beträfen 23 Gemeinschaftseinrichtungen in sieben Land- und Stadtkreisen, teilte das Landesgesundheitsamt (LGA) am Montag in Stuttgart weiter mit (Stand: 12 Uhr). Mindestens 703 Menschen wurden demnach als Kontaktpersonen registriert.

Allein der Kreis Göppingen meldet nach eigenen Angaben seit Beginn des neuen Schuljahres Fälle an vier Schulen, darunter sind auch zwei infizierte Lehrkräfte. Nach Ende der Urlaubszeit seien wieder deutlich mehr Fälle im Kreis ohne Zusammenhang zu einem Auslandsaufenthalt registriert worden, teilte das Gesundheitsamt mit. "Das schnelle Auftreten erster Fälle an Schulen so kurz nach Beginn des neuen Schuljahres zeigt, dass die anhaltenden Sorgen bezüglich der Ausbreitung des Virus nicht unbegründet sind", warnt es weiter.

Update, 21. September, 18.32 Uhr: Neue Fallzahlen bekannt gegeben

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist bis Montag (Stand: 16 Uhr) um 246 auf 47.345 gestiegen.

Als genesen gelten nach Angaben des Landesgesundheitsamts 41.431 Menschen, was einer Zunahme von 146 Fällen entspricht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus beträgt nach wie vor 1871. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt den Angaben zufolge bei 1,14. Er zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Ein Test auf das Coronavirus wird in einem Labor durchgeführt.
Ein Test auf das Coronavirus wird in einem Labor durchgeführt.  © Oliver Berg/dpa

Update, 21. September, 16.19 Uhr: Deutlich weniger Hochzeiten wegen Corona-Pandemie im Südwesten

Die Corona-Pandemie hat in Baden-Württemberg viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. Im Südwesten sind in den ersten sechs Monaten des Jahres 18.467 Ehen geschlossen worden. Das sind 3771 weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte.

Bundesweit wurden von Januar bis Juni 139.900 Ehen geschlossen. 29.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bund und Länder hatten Mitte März strenge Auflagen verhängt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Viele Standesämter schlossen vorübergehend ganz, andere schränkten ihre Dienste ein.

Mit dem 02.02.2020 und dem 20.02.2020 gab es in diesem Jahr gleich zwei attraktive Termine, die auch reichlich genutzt wurden - was dem Bundesamt zufolge ein weiteres Absinken der Zahlen verhinderte. Im Februar 2020 heirateten im Südwesten 2759 Paare, 917 oder knapp 50 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Effekt fiel je nach Bundesland aber unterschiedlich stark aus: In Brandenburg (plus 84 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (plus 82 Prozent) und Thüringen (plus 80 Prozent) sagten im Februar deutlich mehr Paare Ja zueinander. In Hamburg hingegen blieb die Zahl der Eheschließungen gleich.

Ein frisch vermähltes Brautpaar küsst sich auf der Alten Brücke hinter ihrem Blumenstrauß und den beiden Eheringen, die auf dem Brückengeländer liegen.
Ein frisch vermähltes Brautpaar küsst sich auf der Alten Brücke hinter ihrem Blumenstrauß und den beiden Eheringen, die auf dem Brückengeländer liegen.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 21. September, 7 Uhr: Unis haben die Erstsemester besonders im Blick

Mehr als die Hälfte der Lehre an den Südwest-Universitäten wird im Wintersemester coronabedingt digital stattfinden - doch Anfänger sollen live an den Studienbetrieb herangeführt werden. 

"Für die Erstsemester sind Informationsveranstaltungen geplant, die soweit möglich gleichzeitig digital und in Präsenz stattfinden sollen", heißt es bei der Landesrektorenkonferenz (LRK) der Universitäten. "Es ist ein großer Schritt von der Schule zum Studium, der begleitet werden muss", sagte eine Sprecherin in Stuttgart. "Den jungen Menschen sind Abläufe fremd, sie kennen ihre Kommilitonen nicht und haben noch kein soziales Umfeld." 

Studierendenvertretungen würden digitale Campusführungen und virtuelle soziale Events für die Erstsemester-Studierenden organisieren.

Vorlesungsbeginn ist bei fast allen Universitäten der 2. November. Die Zahl der Studienanfänger an den Hochschulen im Südwesten lag nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes im Wintersemester 2017/18 bei mehr als 62.000.

An den Hochschulen des Landes mit ihren 360.000 Studierenden herrscht Maskenpflicht in den Gängen und Sälen - nur am Platz darf man den Schutz abnehmen. Der gebotene Mindestabstand gilt ebenso; mit der Folge, dass vielbesuchte Vorlesungen nur digital gehalten werden. 

In den Laboren, wo die Distanz zueinander nicht eingehalten werden kann, werden feste Lerngruppen mit 35 Teilnehmern gebildet. Im Fall einer Infektion bleibt der betroffene Personenkreis so überschaubar.

Hörsaal? Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen wird digital stattfinden. (Symbolbild)
Hörsaal? Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen wird digital stattfinden. (Symbolbild)  © Robert Schlesinger/dpa

Update, 20. September, 17.18 Uhr: 172 neue Infektionen

In Baden-Württemberg ist die Zahl der nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen bis Sonntag (Stand: 16 Uhr) um 172 auf 47.099 gestiegen.

Als genesen gelten nach Angaben des Landesgesundheitsamts 41.285 Menschen, was einer Zunahme um 230 entspricht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus beträgt nach wie vor 1871. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt den Angaben zufolge bei 1,13. Er zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Auch am Sonntag ist die Zahl der infizierten Menschen in Baden-Württemberg weiter gestiegen. (Symbolbild)
Auch am Sonntag ist die Zahl der infizierten Menschen in Baden-Württemberg weiter gestiegen. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. September, 12.24 Uhr: Erste Messe in Friedrichshafen seit Corona

Als die "Interboot" mit einer Lautsprecher-Durchsage eröffnet wird, klatschen einige Besucher im Eingangsbereich der Messe Friedrichshafen spontan Beifall. Mehr als ein halbes Jahr standen die Hallen wegen der Corona-Pandemie leer, mit der Wassersportmesse kehrt am Samstag erstmals wieder Leben ein. "Das ist psychologisch wichtig", sagt Messesprecher Wolfgang Köhle. "Wir möchten zeigen, dass es geht."

Rund 200 Aussteller zeigen in den Messehallen und am Bodensee vom 19. bis 27. September Produkte und Dienstleistungen rund um den Wassersport - mit breiteren Gängen, Mund-Nasen-Schutz bei Beratungsgesprächen und sogenannten Corona Guides - Mitarbeiter in grünen Westen. Sie sollen auf die Einhaltung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht achten. "Wie das funktioniert, ist bisher sehr erfreulich", sagt Messesprecher Köhle eine Stunde nach der Eröffnung. "Die Leute haben wirklich ihren Mundschutz auf."

Die Messe Friedrichshafen erhofft sich von der ersten Veranstaltung seit dem Corona-Lockdown im Frühjahr eine Signalwirkung. "Viele Kollegen aus Deutschland kommen vorbei und schauen sich an, wie wir das machen", sagt Projektleiter Dirk Kreidenweiß. "Messen unter Corona-Regeln sind Neuland, das müssen wir lernen." Ähnliche Schwierigkeiten in der Branche habe er in den vergangenen 20 Jahren nur zu Beginn der Wirtschaftskrise 2007 erlebt, sagt er. "Aber bisher kommen die Besucher - Gott sei Dank."

Für die Betreiber ist die Interboot zudem eine Investition in weitere Schauen, die in den kommenden Monaten in Friedrichshafen stattfinden sollen. Man wolle zeigen, dass Messen auch in Zeiten von Corona noch attraktiv sind, betont Projektleiter Kreidenweiß. Zudem gehe es darum, den Schaustellern Sicherheit zu vermitteln: "Das Vertrauen, dass die Veranstaltung stattfindet, war bei manchen nach kurzfristigen Absagen anderer Messen nicht da."

Dass überhaupt 200 Aussteller für die Interboot zusammenkamen, liegt auch an der wirtschaftlichen Lage der Wassersport-Branche: Nach dem Corona-Lockdown verzeichneten deutsche Hersteller von Jachten, Segelbooten und Stand-Up-Boards nach Angaben des Branchenverbands enorme Zuwächse bei Auftragszahlen und Umsätzen. "Viele haben gesagt, wir nehmen diesen Schwung mit der Messe ins nächste Jahr mit", sagt Kreidenweiß.

Auch bei der nächsten großen Schau in Friedrichshafen präsentiert sich eine Branche, die in der Corona-Krise einen Boom verzeichnet hat: Ende November findet die Fahrradmesse "Eurobike" statt. Andere Veranstaltungen im Herbst wie die Fachmesse "Fakuma" für Kunststoffverarbeitung oder die "Faszination Modellbau" sind dagegen aufs kommende Jahr verschoben worden.

"Wir sind bisher optimistisch, dass wir mit der Interboot eine Basis für weitere Schauen legen können", sagt Messesprecher Köhle. Dennoch erwartet das Unternehmen wegen abgesagter Messen fürs laufende Jahr einen Millionenschaden. 

Eine Prognose, wie es mit dem Messestandort Friedrichshafen weitergeht, könne er daher nicht abgeben, sagt Köhle. "Das ist derzeit einfach nicht möglich."

Friedrichshafen am vergangenen Freitag: Mehrere Besucher schauen sich zwei Segelboote des Herstellers Saffier Yachts an.
Friedrichshafen am vergangenen Freitag: Mehrere Besucher schauen sich zwei Segelboote des Herstellers Saffier Yachts an.  © Felix Kästle/dpa

Update, 20. September, 11.10 Uhr: Alkoholverkaufs-Verbot in Mannheim zeigt Wirkung

Das Alkoholverkaufsverbot im Mannheimer Ausgehviertel Jungbusch an Wochenenden hat sich aus Sicht der Polizei bewährt. "Nicht nur wesentlich weniger Menschen waren alkoholisiert, auch das häufig dadurch einhergehende Aggressionspotenzial war deutlich geringer", sagte der Mannheimer Polizeipräsident Andreas Stenger der Deutschen Presse-Agentur in einer ersten Bilanz.

In dem Quartier mit zahlreichen Bars, Cafés und Restaurants war es in der Vergangenheit zu Problemen infolge übermäßigen Alkohol-Konsums gekommen. Das seit kurzem geltende Verbot soll alkoholbedingte Störungen der Nachtruhe minimieren und zum anderen helfen, die Corona-Schutzregeln durchzusetzen. 

Stenger: "Durch das Zusammenkommen größerer Menschenmengen, insbesondere auf dem Quartiersplatz im Jungbusch, werden Abstandsregeln bei steigendem Alkoholpegelpegel weniger oder gar nicht mehr eingehalten." Zudem erfolgten 50 Prozent der tätlichen Angriffe auf Polizeibeamte unter Alkohol. Deshalb solle Alkohol in der Party-Zone nicht mehr unbegrenzt verfügbar sein.

Der Straßenverkauf von Alkohol im Jungbusch ist per Allgemeinverfügung der Stadt seit dem 11. September am Freitag und Samstag von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages untersagt. Das Verbot gilt zunächst bis zum 4. Oktober 2020. Auch Hamburg etwa hat gute Erfahrungen mit dem Verbot in Ausgehvierteln gesammelt.

Ein nächtliches Verkaufsverbot von 22.00 Uhr bis 5.00 galt seit 2010 für alle Supermärkte und Tankstellen im Südwesten, es wurde aber durch die grün-schwarze Landesregierung Ende 2017 aufgehoben. Nach der Stuttgarter Randale-Nacht forderten Suchtexperten ein erneutes nächtliches flächendeckendes Alkoholverkaufsverbot.

Zwar bringen nach Stengers Worten viele Menschen zuvor gekauften Alkohol am frühen Abend selbst mit. Nach 22 Uhr fehle aber der Nachschub. So werde zu weit vorgerückter Stunde wesentlich weniger Alkohol konsumiert. Die Verkäufer kooperieren und halten die Bestimmungen ein, wie der Polizeichef erläuterte. 

An den Wochenenden setze er 30 zusätzliche Beamte im Jungbusch ein, die unter anderem bei den Unternehmern um Verständnis für die behördlichen Maßnahmen werben, sagte Stenger.

Die POlizei ist mit den Folgen des Verkaufsverbots zufrieden. (Symbolbild)
Die POlizei ist mit den Folgen des Verkaufsverbots zufrieden. (Symbolbild)  © Silas Stein/dpa

Update, 20. September, 7 Uhr: Schule während Corona bedeutet zusätzliche Verantwortung

Schule unter Corona-Bedingungen erfordert aus Sicht des Kultusministeriums von Schülern wie Lehrern ein zusätzliches Maß an Verantwortung und Achtsamkeit. 

Jeder einzelne müsse dafür sorgen, dass Infektionen möglichst verhindert oder eingedämmt werden. "Dazu gehört, dass die Maskenpflicht beachtet wird und dass Unterricht in festen Kohorten stattfindet, damit bei einem Infektionsfall an einer Schule nicht die gesamte Schule geschlossen werden muss", sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).

Die Rückmeldungen nach der ersten Woche Unterricht nach den Ferien wiesen darauf hin, dass es funktioniere. "Es ist sehr erfreulich, dass nach aktuellem Stand die Schulen alle gut in das neue Schuljahr gestartet sind." 

Klar sei aber auch, dass sie einiges an Mehrarbeit und Planung leisten mussten, um den Schulalltag unter Pandemiebedingungen zu organisieren.

Kultusministerin Susanne Eisenmann.
Kultusministerin Susanne Eisenmann.  © Marijan Murat/dpa

Update, 19. September, 20.12 Uhr: 156 neue Infektionen in Baden-Württemberg

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Baden-Württemberg ist nach Angaben des Landesgesundheitsamts am Samstag (Stand: 16 Uhr) um 156 gestiegen. Damit wuchs die Zahl der bisher nachgewiesenen Infektionen auf
46.927. Als genesen gelten 41.055 Menschen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb unverändert bei 1871. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert beträgt den Angaben zufolge 1,27. Er zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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