Corona in Baden-Württemberg: Delta-Variante breitet sich aus

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland entspannt sich wieder etwas, die Inzidenzzahlen sinken.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb greift seit dem 14. Mai ein Stufenplan für Öffnungsschritte, mit dem die Einschränkungen der Bundesnotbremse sukzessive gelockert werden sollen.

Liegt der 7-Tage-Inzidenzwert von Stadt- oder Landkreisen an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 greift die 1. Stufe, die unter anderem Kulturveranstaltungen im Freien mit bis zu 100 Besuchern oder die Öffnung von Betriebskantinen wieder erlaubt.

Sinkt die Inzidenz in den folgenden 14 Tagen weiter, gelten in der zweiten Stufe weitere Lockerungen. So darf unter anderem die Gastronomie wieder öffnen und Gäste in Innenräumen empfangen. Messen, Ausstellungen und Kongresse können genau wie kontaktarmer Freizeit- und Amateursport wieder stattfinden.

Coronavirus in NRW: Inzidenz sinkt weiter, Maskenpflicht auf Schulhöfen entfällt ab Montag
Coronavirus Coronavirus in NRW: Inzidenz sinkt weiter, Maskenpflicht auf Schulhöfen entfällt ab Montag

Die dritte Öffnungsstufe macht Präsenzveranstaltungen an Hochschulen und Akademien wieder möglich, außerdem ist der Betrieb von Bädern wieder generell erlaubt.

Mittlerweile gibt es 498.847 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 481.524 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 10.113 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 15. Juni)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 16. Juni, 14.42 Uhr: Delta-Variante breitet sich in Baden-Württemberg aus

Die als hoch ansteckend geltende Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg aus. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart gab es in den vergangenen zwei Wochen einen leichten Anstieg der Delta-Variante. Aktuell habe sie einen Anteil an den besorgniserregenden Virus-Varianten von 2,73 Prozent, teilte Gottfried Roller, Leiter des Landesgesundheitsamtes, am Mittwoch mit.

"Das ist noch moderat, jedoch gehen wir derzeit davon aus, dass der Anteil noch steigen wird", fügte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hinzu. Deshalb sei es auch weiterhin wichtig, sich an die geltenden Corona-Regeln zu halten.

Im Zusammenhang mit der Delta-Variante wurde außerdem bekannt, dass sich seit Dienstag alle etwa 150 Kinder sowie 45 Mitarbeiter einer Kita in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) in Quarantäne begeben haben. Wie eine Sprecherin des Landkreises auf Anfrage mitteilte, waren zwei Gruppen der Kita nach ersten positiven Tests bereits seit 7. Juni in Quarantäne. Weil zunächst unklar war, ob womöglich Infektionen mit der Delta-Variante vorliegen, seien damals die Mädchen und Jungen sowie einige ihrer Familienmitglieder in Quarantäne gegangen.

Nachdem inzwischen ein Verdacht auf die Delta-Variante vorliegt und weitere Corona-Infektionen in dem Kinderhaus festgestellt wurden, beschlossen Gesundheitsamt und Stadt, für alle Kinder und Mitarbeiter Quarantäne anzuordnen. Es könne auch bei den jüngsten Fällen nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei den Infektionen um die Delta-Variante handele, sagte die Sprecherin des Landkreises. Ein Ergebnis der sogenannten Sequenzierung lag zunächst nicht vor. Zuvor hatte der SWR über die Fälle in dem Kinderhaus darüber berichtet.

Die Delta-Variante breitet sich in Baden-Württemberg aus.
Die Delta-Variante breitet sich in Baden-Württemberg aus.  © Oliver Berg/dpa

Update, 16. Juni, 13.10 Uhr: Wintersaison war fast Totalausfall für Orte in Baden-Württemberg

Kein Wintersport, keine Kurgäste und keine Schneewanderer - wegen der Corona-Pandemie und der Auflagen war die Wintersaison in Baden-Württemberg fast ein Totalausfall. Das ist zwar keine Überraschung mehr, nun zeigen es die Erhebungen des Statistischen Landesamtes aber schwarz auf weiß.

Demnach schließt die Saison nach vorläufigen Zahlen mit 1,5 Millionen Ankünften und 6,6 Millionen Übernachtungen zwischen November und April ab - das entspricht einem Minus von 77,7 Prozent bei den Anreisen und 60,6 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zur vorherigen Saison. Auch sie war schon teilweise durch die Pandemie beeinträchtigt.

Noch deutlicher wird der Einbruch beim Vergleich mit dem letzten Winter "vor Corona" in der Saison 2018/2019: Damals lag die Zahl der Ankünfte um 83,8 Prozent über den am Mittwoch veröffentlichten Daten, die der Übernachtungen um 70,3 Prozent höher. Ein Tiefstand sei vor allem bei den Gästen aus dem Ausland erreicht worden, hieß es. In der abgelaufenen Wintersaison kamen demnach nur rund 130 000 Gäste aus dem Ausland (8,8 Prozent der Gesamtzahl) und buchten knapp 650 000 Übernachtungen (9,7 Prozent). Die meisten Touristen reisten aus Polen an und nicht wie sonst aus der Schweiz.

Bis zur Corona-Krise hatte die Südwest-Tourismusbranche mehrere Rekordjahre hintereinander verbucht. Die Zahlen kommen aber nicht überraschend, zumal Hotels und Pensionen in Baden-Württemberg im Winter pandemiebedingt weitgehend nur Besucher zu geschäftlichen und dienstlichen Zwecken empfangen durften. In die Statistik fließen Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Schlafplätzen ein.

In Baden-Württemberg hängen nach Angaben des Tourismusministeriums etwa 390 000 Arbeitsplätze von dieser Branche ab. Der Tourismus erwirtschaftete demnach bis zur Pandemie einen jährlichen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro.

Update, 16. Juni, 9.55 Uhr: Jeder dritte Schüler mit Lernlücken durch Pandemie

Rund jeder dritte Schüler im Südwesten hat laut eines Bildungsforschers wegen der Corona-Pandemie Lernlücken. Auf diese Größenordnung deuten demnach wissenschaftliche Erkenntnisse aus Studien hin, wenn es um sogenannte Risikoschüler geht, wie der Leiter des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW), Günter Klein, der Südwest Presse und der Rhein-Neckar-Zeitung (Mittwoch) sagte.

Die Lernrückstände sind laut Klein aber sehr unterschiedlich auf die Schülerschaft verteilt. "Es wird Schülerinnen und Schüler geben, bei denen wir keine Rückstände feststellen", sagte der Bildungsforscher den Zeitungen. "Einige haben sogar größere Fortschritte gemacht als in "normalen" Jahren."

Am stärksten betroffen von den Lernlücken dürften nach Ansicht des Bildungsexperten jene Klassen sein, die von Mitte Dezember bis jetzt keinen Präsenzunterricht hatten. Ihnen habe über Monate die Struktur der Schule gefehlt, sagte Klein. Der Verlust alltäglicher Begegnungen mit Freunden, Mitschülern, Lehrern sei das eigentliche Drama. Das mache ihm fast noch mehr Sorgen als Lernrückstände.

Die Lernlücken sollen laut Klein nun mit empirischen Tests überprüft werden. Der Bildungsforscher geht davon aus, dass Schüler aus sozial benachteiligten Familien größere Lücken haben werden. Die Kluft zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg sei durch die Pandemie größer geworden. Das müssen aus Sicht des Bildungsforschers die nun geplanten Maßnahmen berücksichtigen.

Rund jeder dritte Schüler im Südwesten hat laut eines Bildungsforschers wegen der Corona-Pandemie Lernlücken.
Rund jeder dritte Schüler im Südwesten hat laut eines Bildungsforschers wegen der Corona-Pandemie Lernlücken.  © Marijan Murat/dpa

Update, 15. Juni, 19.15 Uhr: Zehntausende zusätzliche Impf-Dosen für Baden-Württemberg

Baden-Württemberg erhält im Juni zusätzlichen Corona-Impfstoff vom Bund und verteilt diesen auf Kreise mit geringer Impfquote.

Noch in dieser Woche sollen rund 57.000 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca verteilt werden, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Dienstag mitteilte.

Da Hausärzte nach Pfingsten nicht die vollen Kontingente des Impfstoffs von AstraZeneca abgerufen haben, die dem Land zugeständen hätten, erhalte das Land nun eine Zusatzlieferung, hieß es.

40.000 der Impfdosen sollen demnach auf die acht Stadt- und Landkreise mit der derzeit geringsten Impfquote verteilt werden. Das sind etwa die Städte Heilbronn und Pforzheim sowie etwa der Kreis Waldshut.

Update, 15. Juni, 17.15 Uhr: Inzidenz fällt unter 20!

In Baden-Württemberg ist die 7-Tage-Inzidenz erneut gesunken. Laut Landesgesundheitsamt beträgt sie 18,8. Am Tag zuvor lag der Wert noch bei 22,2.

Dem Amt wurden demnach 278 neue Infektionen gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 498.847. Davon sind 481.524 bereits wieder genesen.

Auch wurden am Dienstag 17 weitere Todesfälle gemeldet, Damit sind bislang 10.113 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Am Dienstag wurden 278 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden 278 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 15. Juni, 16.55 Uhr: SPD-Stoch fordert Impfstoff für soziale Brennpunkte

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Stoch (51), fordert, dass die zusätzlichen Impfstoffmengen des Bundes nun vordringlich in sozialen Brennpunkten verteilt werden.

"Ich sehe die Gefahr, dass noble Vororte weitestgehend durchgeimpft sind, das Ansteckungsrisiko in sozialen Brennpunkten aber weiterhin hoch ist", wird der 51-Jährige am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung seiner Partei zitiert.

Und weiter: "Die Impfquoten sind hier häufig weit unter dem Landesschnitt. Deshalb wird es höchste Zeit, dass zusätzliche Impfdosen in sozialen Brennpunkten bisher benachteiligter Regionen angeboten werden." Ein Vorrang für benachteiligte Regionen und soziale Brennpunkte müsse in den nächsten Wochen für alle Impfstoffnachlieferungen, unabhängig von Art und Hersteller, gelten.

"Es hilft nicht, nur mehrsprachige Infobriefe zu verteilen, es braucht mobile Impfteams auf den Marktplätzen, Bahnhofsvorplätzen und in den Quartieren. Der Impfstoff muss dort niedrigschwellig angeboten werden, wo er gerade besonders gebraucht wird", so Stoch weiter.

SPD-Fraktionschef Andreas Stoch (51).
SPD-Fraktionschef Andreas Stoch (51).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 15. Juni, 13.37 Uhr: Mehr Psychotherapeuten behandeln per Videosprechstunde

Der Anteil der Behandlung per Videosprechstunde ist bei Psychotherapeuten in Baden-Württemberg während der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Manche Mitglieder hätten fast ausschließlich Videosprechstunden durchgeführt, sagte Rüdiger Nübling von der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg am Dienstag.

Nach Angaben der Krankenkasse Barmer ist die Therapie per Telemedizin im vergangenen Jahr generell rasant gestiegen. Demnach hatten 2018 und 2019 insgesamt nur 18 Mediziner und Psychotherapeuten aus Baden-Württemberg eine Videosprechstunde mit der Krankenkasse abgerechnet. Im dritten Quartal 2020 seien es mehr als 1000 gewesen.

Mehr als 43 Prozent aller Videosprechstunden, die mit der Barmer seit dem Jahr 2017 abgerechnet wurden, seien von Psychotherapeuten durchgeführt worden. Damit liegt die Psychotherapie in Baden-Württemberg bei der Telemedizin vorne, wie die Krankenkasse am Dienstag mitteilte.

Update, 15. Juni, 11.37 Uhr: Weniger Antibiotika bei Erkältungen verordnet

Im Coronajahr 2020 bekamen weniger Patienten im Südwesten bei einer Erkältung ein Antibiotikum verschrieben. Das zeigt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) unter ihren Versicherten. Den Angaben vom Dienstag zufolge bekamen 2014 noch 30,6 Prozent der mit Erkältung krankgeschriebenen Versicherten Antibiotika. 2020 waren es 13,1 Prozent. Laut TK wurden im vergangenen Jahr auch bundesweit weniger Antiobiotika bei Erkältungen verordnet.

"Erkältungskrankheiten sind seit Beginn der Corona-Pandemie durch die strengeren Hygienevorschriften deutlich zurückgegangen. Da wir gezielt ausgewertet haben, wer mit einer solchen Diagnose ein Antibiotikum bekommen hat, haben wir diesen Effekt sozusagen neutralisiert", sagt Markus Koffner, Regionaler Leiter Vertragswesen der TK-Landesvertretung in Stuttgart. Wegen der telefonischen Krankschreibung seien aber insgesamt weniger Medikamente verordnet worden.

Bei der TK sind mehr als fünf Millionen Erwerbstätige und Empfänger von Arbeitslosengeld I versichert.

Im Coronajahr wurden weniger Antibiotika verschrieben.
Im Coronajahr wurden weniger Antibiotika verschrieben.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Juni, 17.44 Uhr: Inzidenz fällt auf 22,2

In Baden-Württemberg ist die 7-Tage-Inzidenz erneut gesunken. Laut Landesgesundheitsamt beträgt sie 22,2. Am Tag zuvor lag der Wert noch bei 23,9.

Dem Amt wurden demnach 98 neue Infektionen gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 498.569. Davon sind 480.996 bereits wieder genesen.

Auch wurden am Montag 20 weitere Todesfälle gemeldet, Damit sind bislang 10.096 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 98 neue Infektionen mitgeteilt. (Symbolbild)
Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 98 neue Infektionen mitgeteilt. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dp

Update, 14. Juni, 11.39 Uhr: Impfzentren und Apotheken stellen Corona-Impfnachweise aus

In Baden-Württemberg sind seit diesem Montag Corona-Impfnachweise erhältlich. Wer bereits geimpft ist, bekommt diese bei zahlreichen Apotheken im Südwesten - auch die Impfzentren des Landes stellen vollständig Geimpften einen solchen Nachweis aus.

Wer bereits zuvor beide Impfungen in einem Impfzentrum erhalten hat, soll den Nachweis vom Land in den nächsten Wochen zugeschickt bekommen, wie ein Sprecher des Sozialministeriums sagte. In den Apotheken sind die Nachweise dagegen noch nicht flächendeckend erhältlich.

Nur in jeder dritten bis zweiten Apotheke soll es den Impfnachweis zu Beginn geben, wie ein Sprecher des Landesapothekerverbands sagte. Dies hat demnach technische und organisatorische Gründe. Die Apotheken hatten laut Sprecher nur wenig Zeit, sich auf die Ausstellung der Impfnachweise vorzubereiten.

Grundsätzlich steht es nach Angaben des Sozialministeriums auch Menschen, die in einem Impfzentren geimpft wurden, offen, sich in einer Apotheke einen Impfnachweis ausstellen zu lassen. Es bestehe aber keinerlei Dringlichkeit, da der gelbe Impfpass weiter uneingeschränkt gelte, hieß es. Zudem soll der Impfnachweis durch das Land auch unabhängig davon versandt werden.

Der digitale Impfnachweis ist auf einem Smartphone in einer Apotheke zu sehen. Ein Teil der Apotheker startet mit dem Ausstellen des neuen digitalen Nachweises einer Corona-Impfung.
Der digitale Impfnachweis ist auf einem Smartphone in einer Apotheke zu sehen. Ein Teil der Apotheker startet mit dem Ausstellen des neuen digitalen Nachweises einer Corona-Impfung.  © Oliver Berg/dpa

Update, 13. Juni, 17.52 Uhr: 7-Tage-Inzidenz erneut leicht gesunken

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Sonntag (Stand: 16 Uhr) 108 neue Infektionen gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 498.471. Davon sind 480.580 bereits wieder genesen.

Auch wurden 2 weitere Todesfälle gemeldet. Damit sind bislang 10.076 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist wieder leicht gesunken. Lag sie am Vortag noch bei 25,5 beträgt sie laut Landesgesundheitsamt am Sonntag 23,9.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 498.471 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 10.076 starben. (Symbolbild)
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 498.471 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 10.076 starben. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 13. Juni, 12.45 Uhr: Rund 20 Millionen Masken nicht nutzbar

Fast 20 Millionen Masken in den Beständen des Landes Baden-Württemberg sind einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht nutzbar, weil sie nicht ganz den Normen entsprechen.

"Insgesamt sind 15,2 Millionen Masken aus Landesbeschaffungen aus den Jahren 2020 und 2021 im Lager gesperrt", teilte das Sozialministerium den Stuttgarter Nachrichten (Montag) mit. Hinzu kämen rund 4,6 Millionen vom Bund gelieferte mangelhafte Masken. "Trotz sorgfältiger Auswahl der Lieferanten und der Vorgabe einer Herstellung in Deutschland waren zum Teil Masken nicht normentsprechend", hieß es.

Bis Ansprüche auf Schadenersatz mit den Herstellern geklärt seien, blieben die Masken zur Beweissicherung im Lager. Mit dem Bund stehe das Land ebenfalls in Verhandlung über eine Kostenerstattung.

Dass das Land mangelhafte Masken bekommen hatte, ist bekannt. Bislang war aber von geringeren Mengen die Rede. Inzwischen lässt das Land selbst beschaffte FFP2-Masken von der Prüforganisation Dekra checken.

Inzwischen lässt das Land selbst beschaffte FFP2-Masken von der Dekra überprüfen. (Symbolbild)
Inzwischen lässt das Land selbst beschaffte FFP2-Masken von der Dekra überprüfen. (Symbolbild)  © Ole Spata/dpa

Update, 12. Juni, 18.06 Uhr: Mehr als 300 neue Infektionen, 7-Tage-Inzidenz leicht gesunken

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Samstag (Stand: 16 Uhr) 331 neue Infektionen gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 498.363. Davon sind 479.964 bereits wieder genesen.

Auch wurden 2 weitere Todesfälle gemeldet. Damit sind bislang 10.074 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist wieder leicht gesunken. Lag sie am Vortag noch bei 26,2 beträgt sie laut Landesgesundheitsamt am Samstag 25,5.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 498.363 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 10.074 starben. (Symbolbild)
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 498.363 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 10.074 starben. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 12. Juni, 12.35 Uhr: Mehrere Fälle der indischen Corona-Variante an Kunsthochschule

An einer Kunsthochschule in Straßburg sind mehrere Fälle der besonders ansteckenden indischen Coronavirus-Variante (Delta-Variante) entdeckt worden.

Die regionale Gesundheitsbehörde erließ am Samstag eine Reihe von Notfallmaßnahmen, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Demnach haben sich im Umfeld der Kunst- und Musikhochschule Haute école des arts du Rhin in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze mehrere Menschen mit der Corona-Variante infiziert, die zunächst in Indien bekannt wurde.

Um wie viele Infektionen es sich handelt, wurde zunächst nicht bekannt. Nach einem Bericht der Zeitung Dernières Nouvelles d'Alsace ist die Schule bereits seit Donnerstag geschlossen.

Die Delta-Variante trat zuletzt auch verstärkt in der Region Nouvelle-Aquitaine im Südwesten Frankreichs auf.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: