Coronavirus in Baden-Württemberg: Über 1300 neue Infektionen, weitere Tote

Baden-Württemberg - Die Zahl der Infizierten und Todesfälle nahm zuletzt wieder deutlicher zu, sodass die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg angespannt ist. 

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb bleiben die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie streng. Im privaten sowie im öffentlichen Raum dürfen sich höchstens 20 Menschen treffen. 

Veranstaltungen mit weniger als 500 Menschen sind zwar erlaubt, aber nur unter Einhaltung eines Hygienekonzepts. 

Großveranstaltungen sind weiterhin verboten. 

Bestehen bleibt zudem die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, im Supermarkt, in Arztpraxen sowie an vielen weiteren Orten.  

Mittlerweile gibt es 70.892 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 52.214 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 1977 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. (Stand 26. Oktober)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 26. Oktober, 17.20 Uhr: 1312 neue Infektionen, weitere Todesopfer

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 1312 neue Infektionsfälle mitgeteilt, damit steigt die Gesamtzahl auf 70.892. Davon sind 52.214 Menschen wieder genesen.

Derweil stieg die Zahl der Corona-Toten um fünf auf nunmehr 1977. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 85,5.

Über 1300 neue Infektionen wurden am Montag gemeldet. (Symbolbild)
Über 1300 neue Infektionen wurden am Montag gemeldet. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Oktober, 13.13 Uhr: Starker Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Alb-Donau-Kreis

Der Alb-Donau-Kreis hat mit einem starken Anstieg von Corona-Neuinfektionen zu kämpfen. Die Kontaktnachverfolgung sei zunehmend schwierig, sagte ein Sprecher des Landratsamtes mit Sitz in Ulm am Montag. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Sonntag bei 134. Nur im Stadtkreis Heilbronn lag der Wert mit 159,6 noch höher, wie das Landesgesundheitsamt mitgeteilt hatte.

Für einen Großteil der Infektionen sind Ausbrüche in drei Pflegeheimen verantwortlich. In einem Heim in Laichingen sind inzwischen 68 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 42 davon sind Bewohner, sieben Bewohner starben. Ein Pflegeheim in Blaustein verzeichnet aktuell 39 Infektionen, 30 davon unter Bewohnern. Ein positiv getesteter Bewohner ist gestorben. Als drittes Heim ist eine Einrichtung in Beimerstetten betroffen. Sechs Bewohner und zwei Mitarbeiter sind bislang nachweislich infiziert.

Neben den Fällen in Pflegeheimen gebe es weitere "singuläre Fälle, die in die Bevölkerung streuen", sagte der Sprecher des Landkreises. Die Infektionslage sei schwierig zu analysieren. Auch wenn das Gesundheitsamt des Landkreises mittlerweile durch 20 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und 12 Soldaten der Bundeswehr unterstützt werde, sei sicher, dass der Landkreis weiter Hilfe benötigte, um den Anstieg der Infektionen zu bewältigen. Man brauche sowohl medizinisches Personal als auch Personal zur Kontaktnachverfolgung.

In einem Schlachthof im direkt an den Alb-Donau-Kreis grenzenden Ulm hatte es Ende der vergangenen Woche ebenfalls einen Corona-Ausbruch gegeben. Bislang seien 39 Infizierte bestätigt, weitere Tests seien veranlasst, sagte der Sprecher. Im betroffenen Bereich der Rinderschlachtung wurde der Betrieb eingestellt, wie das Unternehmen Müller Fleisch mitteilte.

Update, 26. Oktober, 13.11 Uhr: Land plant Corona-Hilfe für Flughäfen

Das Land will den von der Corona-Krise schwer getroffenen Flughäfen im Südwesten finanziell unter die Arme greifen. Im Auftrag der Regierung arbeitet das Verkehrsministerium an einem Programm, das die von der Pandemie verursachten Schäden teilweise ausgleichen soll, wie ein Sprecher am Montag sagte.

Laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung geht es um knapp fünf Millionen Euro, gestaffelt nach der Zahl der Flugbewegungen an den Airports und Landeplätzen. Voraussetzung sei, dass auch die jeweiligen Anteilseigner einen finanziellen Beitrag leisteten. Die Details würden derzeit noch zwischen den Ministerien abgestimmt, auch das Votum des Ministerrats stehe noch aus, hieß es.

Die Flughäfen seien wichtige Bestandteile der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur und hätten eine gesetzlich vorgeschriebene Betriebs- oder Vorhaltepflicht, hieß es zur Begründung. Sie könnten ihren Betrieb deshalb nicht einfach einstellen, sondern allenfalls dessen Umfang reduzieren.

Ein Arbeiter lädt auf dem Vorfeld des Flughafen Stuttgart Gepäckstücke in den Gepäckraum eines Flugzeugs.
Ein Arbeiter lädt auf dem Vorfeld des Flughafen Stuttgart Gepäckstücke in den Gepäckraum eines Flugzeugs.  © Marijan Murat/dpa

Update, 25. Oktober, 16.56 Uhr: 1118 neue Infektionen, zwei Todesfälle

Am Sonntag wurden dem Landesgesundheitsamt 1118 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 69.580, davon sind 51.863 Menschen wieder von ihrer Infektion genesen.

Die Zahl der Corona-Toten stieg um zwei auf nunmehr 1972. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 80,4.

Am Sonntag kamen 1118 neue Infektionsfälle dazu. (Symbolbild)
Am Sonntag kamen 1118 neue Infektionsfälle dazu. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Oktober, 7.13 Uhr: Nothilfefonds für Studenten stößt auf geringe Nachfrage

Der Nothilfefonds des Wissenschaftsministeriums für Studierende während der ersten Welle der Corona-Krise ist nur von wenigen jungen Leuten in Anspruch genommen worden. 258 Anträge seien bis zum Auslaufen des Programms Ende Juli gestellt worden, teilte das Wissenschaftsministerium in einer Antwort auf eine Landtagsanfrage der FDP mit. Es seien 101 Anträge bewilligt, 60 abgelehnt und sieben zurückgezogen worden.

Der wissenschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Nico Weinmann, sprach von einem «peinlichen Flop» angesichts von fast 360.000 Studierenden im Land. Das Programm habe nicht geholfen, obwohl die Not der Studierenden groß gewesen sei, wie immerhin landesweit über 23.000 Anträge auf Überbrückungshilfen des Bundes während der Pandemie zeigten. «Leider wurde verpasst, die wirtschaftliche Situation der Studierenden in der aktuellen Krise genauer unter die Lupe zu nehmen.»

Ende April hatte das Wissenschaftsministerium den Fonds mit einer Million Euro für Härtefälle aufgelegt für Studierende, die wegen der Corona-Pandemie ihre Nebenjobs verloren hatten und damit in eine finanzielle Notlage gerieten. Das Land stellte zinslose Darlehen in Höhe von bis zu 450 Euro für die Monate April und Mai – somit insgesamt bis zu 900 Euro - zur Verfügung.

EIn leerer Hörsaal zu Beginn der Pandemie.
EIn leerer Hörsaal zu Beginn der Pandemie.  © picture alliance / dpa

Update, 24. Oktober, 18.32 Uhr: 1647 Neuinfektionen und vier Tote

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilt, haben sich in Baden-Württemberg weitere 1647 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten auf 68.462. Weitere vier Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Insgesamt starben 1970 Menschen. Genesen sind 51.300. 

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 75,2.

552 Menschen haben sich in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert.
552 Menschen haben sich in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert.  © Oliver Berg/dpa

Update, 24. Oktober, 16.36 Uhr: Alle Tests erneut negativ: Heidenheim kann gegen Osnabrück spielen

Das Heimspiel des Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim gegen den VfL Osnabrück kann am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) stattfinden. Nach der Verwirrung um mehrere Corona-Tests brachte auch eine weitere Testreihe an diesem Samstag ausschließlich negative Ergebnisse hervor, wie der FCH mitteilte. Bei Testungen durch ein anderes Labor waren noch am Donnerstag sechs Personen des Zweitligisten positiv getestet worden, anschließend ließ der Club neue Tests durch das Klinikum Heidenheim durchführen - die nun wie schon am Freitag alle negativ waren. Der FCH prüft nun sogar, ob er gegen das ursprüngliche Labor rechtliche Schritte einleitet.

Am Samstagnachmittag nahm die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt das Mannschaftstraining wieder auf. Auch für das Heimspiel gegen Osnabrück gab das lokale Gesundheitsamt sein Einverständnis. Allerdings muss die Partie ohne Zuschauer stattfinden.

Update, 24. Oktober, 11.15 Uhr: Ulmer Wirt verstößt gegen Sperrzeiten

In Ulm hat sich ein Gastwirt nicht an die neuen Sperrzeiten gehalten. Am frühen Samstagmorgen saßen noch mehr als 20 Gäste in der Kneipe, obwohl das Lokal bereits um 23 Uhr schließen sollte, wie die Polizei mitteilte. 

Die Stadt Ulm hatte zuvor angeordnet, dass Gaststätten um 23 Uhr schließen müssen. Gegen den Gastwirt wird nun wegen Ordnungswidrigkeit ermittelt.

Update, 24. Oktober, 7.40 Uhr: Reinhart will bei Kontaktverfolgung Fokus auf Risikogruppen

CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart fordert angesichts der Überlastung der Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie einen Kurswechsel bei der Kontaktnachverfolgung. 

Angesichts der Lage müsse man Prioritäten setzen und sich bei der Nachverfolgung von Corona-Infizierten und Kontaktpersonen auf schutzbedürftige Gruppen wie ältere Menschen und Risikopatienten konzentrieren, sagte Reinhart der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist offensichtlich, dass es zunehmend nicht mehr leistbar ist, alle Infektionsketten lückenlos nachzuverfolgen", sagte er.

Die begrenzten personellen Ressourcen müssten in der Krise optimal genutzt werden. Je schwieriger eine lückenlose Nachverfolgung werde, desto stärker müsse das Augenmerk der Politik auf Kennzahlen liegen, die über die Belastung des Gesundheitssystems Auskunft geben. Neben den Infektionszahlen müsse man diese stärker in den Blick nehmen.

Gesundheitsämter kommen bei der Nachverfolgung zunehmend an ihre Grenzen. Deshalb sollen sie im Kampf gegen Corona ohnehin stärker unterstützt werden. Neben der Hilfe durch die Bundeswehr und mehr Personal der Kommunen sollen sie weiter digitalisiert werden. 

Das hatte die Corona-Lenkungsgruppe der Landesregierung am Donnerstag mitgeteilt.

CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart.
CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 23. Oktober, 18.47 Uhr: Weitere Corona-Fälle in Pflegeheim im Alb-Donau-Kreis

In einem Pflegeheim in Beimerstetten (Alb-Donau-Kreis) haben sich acht Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Es handle sich um sechs Bewohner und zwei Mitarbeiter, teilte ein Sprecher des Landkreises am Freitag mit. Es habe daraufhin Reihentestungen gegeben. Die erkrankten Bewohner müssten nun auf ihren Zimmern bleiben und würden dort versorgt.

Im Alb-Donau-Kreis war es in dieser Woche bereits in Pflegeheimen in Laichingen und Blaustein zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Auch in anderen Städten Baden-Württembergs hatte es zuletzt wieder vermehrt Corona-Infektionen in Seniorenheimen gegeben.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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