Corona in Baden-Württemberg: Landesweite Inzidenz sinkt weiter

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland ist angespannt, die Infektionszahlen steigen exponentiell.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurde die Notbremse gezogen und die Corona-Maßnahmen verschärft.

Am 13. April hat die Bundesregierung daher strengere Regelungen beschlossen.

Die Corona-Verordnung des Landes zwingt Kreise mit hohen Infektionszahlen, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung zu verhängen.

Sobald ein Stadt- oder Landkreis an 3 Tagen in Folge den Wert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet und zugleich ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt, muss der Kreis handeln.

An Schulen soll der Präsenzunterricht nur mit zwei Coronatests pro Woche gestattet werden. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden.

Mittlerweile gibt es 475.421 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 424.439 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 9651 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 13. Mai)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 14. Mai, 17.21 Uhr: Landesweite Inzidenz sinkt weiter

Am Freitag wurden dem Landesgesundheitsamt 1172 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 476.593. Davon sind 428.448 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 35 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9686 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt auf 107,1.

Update, 14. Mai, 16.54 Uhr: Industrie sieht Öffnungsperspektiven positiv

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) sieht in den Öffnungsschritten nach der Corona-Zwangspause eine Perspektive für die Tourismusbranche.

"Endlich zeigt sich auch für die vielen seit fast sieben Monaten geschlossenen Unternehmen der Gastro-, Hotel und Tourismusbranche ein Silberstreif am Horizont", sagte Vizepräsidentin Marjoke Breuning am Freitag in Stuttgart zur neuen Corona-Verordnung des Landes. Und der mittelständische Fachhandel könne sich eine zusätzliche Möglichkeit eröffnen, die dringend benötigten "Spontankunden" für auskömmliche Geschäfte zurückzugewinnen.

Zugleich mahnte der Verband erneut mehr Planungssicherheit an. "Öffnungen müssen für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter ohne Wenn und Aber planbar und verlässlich sein." Da der Großteil der Kreise aktuell noch über einem Inzidenzwert von 100 liege, sei dies nicht gegeben und es gelten weiterhin Regelungen wie beispielsweise Terminvereinbarung und Kontaktnachverfolgung im Einzelhandel, lediglich Abholangebote der Gastronomie sowie touristische Schließungen.

Neuer Gastro- und Einkaufstourismus drohten. "Öffnungen müssen dabei so unbürokratisch wie möglich sein – gerade schwer corona-belasteten kleinen Branchenbetrieben kann keine neue Bürokratie neben den bereits vorhandenen Hygiene- und Schutzauflagen aufgebürdet werden."

Marjoke Breuning ist die Vizepräsidentin des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) und Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.
Marjoke Breuning ist die Vizepräsidentin des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) und Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.  © Christopher Hirsch/dpa

Update, 14. Mai, 7.40 Uhr: Baden-Württemberg lockert - Neue Corona-Verordnung in Kraft

Nach monatelangem Lockdown lässt der Südwesten die Zügel bei den Corona-Regeln nun wieder deutlich lockerer - ausreichend niedrige Infektionszahlen vorausgesetzt. Am Freitag traten entsprechende Änderungen in der Corona-Verordnung des Landes in Kraft und machen ab Samstag Lockerungen in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit möglich. Liegen die Corona-Zahlen in den Kreisen fünf Tage in Folge unter einer Inzidenz von 100, darf zum Beispiel die Außen- und Innengastronomie zwischen 6 Uhr und 21 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen.

Die neue Verordnung sieht weiter vor, in den Kreisen unter der 100er-Marke Hotels und Pensionen wieder öffnen zu lassen - auch Ferienwohnungen dürfen wieder vermietet werden. Kulturveranstaltungen wie Theater, Opern, Konzerte und Kino sind im Freien in den Regionen unter 100 wieder möglich. Galerien, Museen und Gedenkstätten dürfen dort auch wieder öffnen - genauso wie Bibliotheken und Archive.

Auch Freibäder dürfen in solchen Regionen wieder Badegäste empfangen. Außerdem kann man wieder Minigolf spielen, Hochseilgärten und Bootsverleihe dürfen wieder öffnen - allerdings jeweils nur für kleine Gruppen. Sportanlagen, auf denen im Freien kontaktarmer Freizeit- und Amateursport betrieben werden kann, dürfen auch wieder genutzt werden. Zoos und botanische Gärten können im Außen- und Innenbereich aufmachen. Auch Musik- und Kunstschulen dürfen wieder kleine Gruppen von Schülerinnen und Schülern empfangen.

Für alle Einrichtungen gelte grundsätzlich die Maskenpflicht, die Pflicht zur Kontaktdatenübermittlung sowie die Einhaltung der Abstandsregeln, hieß es. Außerdem sind Obergrenzen der Teilnehmerzahl vorgesehen, der Zutritt ist nur mit einem Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis möglich.

Für den Einzelhandel gibt es auch eine Änderung: Bei "Click&Meet" können statt einem Kunden pro 40 Quadratmeter zwei Kunden ohne vorherige Terminbuchung hereingelassen werden - sie müssen aber getestet sein.

Mit den Öffnungsschritten geht das Land nun teils deutlich weiter als noch vor wenigen Tagen geplant. Ein Eckpunktepapier des Gesundheitsministeriums mit Stand von Anfang Mai sah etwa die Öffnung der Innengastronomie erst viel später vor, frühestens 14 Tage nach den ersten Öffnungsschritten.

Mit den Öffnungsschritten geht das Land nun teils deutlich weiter als noch vor wenigen Tagen geplant.
Mit den Öffnungsschritten geht das Land nun teils deutlich weiter als noch vor wenigen Tagen geplant.  © Frank Molter/dpa

Update, 13. Mai, 17.59 Uhr: Über 2000 neue Infektionen

Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2044 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 475.421. Davon sind 424.439 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 11 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9651 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 119,0.

Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2044 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2044 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Update, 13. Mai, 10.30 Uhr: Auch neue Kultusministerin gegen kürzere Sommerferien

Auch die neue baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) ist gegen kürzere Sommerferien, um pandemiebedingte Wissenslücken im Unterricht aufzuholen.

"Die Schulzeit war jetzt nicht so, dass man digital zu Hause war und hat da entspannt die Füße aufs Sofa gelegt", sagte sie am Mittwoch dem Südwestrundfunk (SWR). Die Zeit des Online- und Wechselunterrichts sei sogar sehr anstrengend für alle Beteiligten gewesen. Deshalb bräuchten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und Eltern eine Zeit der Erholung.

Auch Unterricht an Samstagen erteilte sie eine Absage: "Es ist so, dass die Leute mehr oder weniger am Rande ihrer Kräfte sind", sagte Schopper, die zuletzt Staatsministerin und zuvor bayerische Grünen-Chefin war.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatten den Vorschlag ebenfalls kritisiert. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte eine Verkürzung dagegen Anfang März für durchaus denkbar gehalten. "Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen", hatte der Grünen-Regierungschef dem Mannheimer Morgen gesagt.

Die designierte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne).
Die designierte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne).  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 12. Mai, 19.31 Uhr: Markgröninger Schäferlauf fällt wieder aus

Wegen der Corona-Pandemie soll der Markgröninger Schäferlauf auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Wie das Rathaus am Mittwoch mitteilte, haben Stadtverwaltung und Gemeinderat gemeinsam diesen Entschluss gefasst.

Schon im vergangenen Jahr war die Traditionsveranstaltung aufgrund der grassierenden Pandemie abgesagt worden. Der Schäferlauf in Markgröningen findet üblicherweise am letzten ganzen Wochenende im August statt.

"Ein Schäferlauf, der geprägt ist von Pandemieauflagen und strengen Hygienevorschriften ist nicht denkbar", wird Bürgermeister Rudolf Kürner (parteilos) in einer entsprechenden Mitteilung zitiert.

Eine Veranstaltung mit nur begrenzt erlaubter Teilnehmerzahl, abgesperrten Bereichen und zahlreichen Sicherheitskräften werde dem bekannten Schäferlauf nicht gerecht, hieß es weiterhin vom Rathauschef. Alles andere würde das Ansehen der Traditionsveranstaltung beschädigen.

Der Markgröninger Schäferlauf ist so beliebt, dass sich über die Jahrhunderte ein Volksfest drumherum entwickelt hat. Hauptattraktion des Festes ist das Wettrennen der Schäferinnen und Schäfer – barfuß über ein Stoppelfeld.

Neben dem Lauf gilt auch der historische Festzug mit Trachten- und Musikgruppen aus der Umgebung als Attraktion. Auch einen Rummel, kulinarische Spezialitäten sowie einen Schäfer- und Handwerksmarkt gibt es normalerweise.

Update, 12. Mai, 18.35 Uhr: Knapp 2900 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwoch 2855 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 473.377. Davon sind 421.018 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 32 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9640 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 127,7.

Am Mittwoch wurden 2855 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden 2855 neue Corona-Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 12. Mai, 15.23 Uhr: Zahlreiche Corona-Infektionen in Karlsruher Flüchtlingsunterkunft

In einer Karlsruher Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge haben sich zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Bei einer Testaktion am Dienstag seien 23 positive Fälle unter den Bewohnern und 17 bei Mitarbeitern entdeckt worden, bestätigte das Regierungspräsidium Karlsruhe am Mittwoch.

Zuvor hatte der SWR berichtet. Die infizierten Bewohner seien in die eigens dafür eingerichtete Isolierunterkunft nach Stuttgart gebracht worden, die übrigen 53 konnten bleiben. Für die betroffenen Mitarbeiter sei Quarantäne angeordnet worden.

Update, 12. Mai, 15 Uhr: Baukonzern Züblin spürt nach Rückgang wieder anziehende Auftragslage

Die abwartende Haltung vieler Unternehmen im Corona-Jahr 2020 macht sich auch in der Bilanz des Stuttgarter Baukonzerns Züblin bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr ging das Volumen neuer Aufträge um rund 900 Millionen Euro auf 3,7 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Vor allem im Industrie- und Hotelbau seien Projekte zurückgestellt worden. Allerdings sei 2019 auch ein Rekordjahr gewesen, hieß es. Großaufträge ließen sich nicht jedes Jahr gleichermaßen hereinholen, insofern unterliege das Baugeschäft in gewissem Maße immer Zyklen.

Die erwirtschaftete Bauleistung, die anstelle des Umsatzes als Kennzahl herangezogen wird, sank von rund 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf etwa 4,0 Milliarden Euro im Jahr 2020. Das Ergebnis sei positiv, Details dazu wurden nicht genannt. Für 2021 rechnet Züblin mit leicht steigender Leistung. In den ersten vier Monaten habe man ein "sattes Plus" bei den Auftragseingängen verbuchen können.

Züblin gehört zum Strabag-Konzern und beschäftigte zum Stichtag Ende 2020 weltweit gut 13.100 Mitarbeiter - etwa 1600 weniger als ein Jahr zuvor.

Update, 12. Mai, 12.51 Uhr: Hausärzte dürfen ohne Priorisierung impfen - Berufsgruppen vorgezogen

Zwei wichtige Änderungen in der Corona-Impfkampagne in Baden-Württemberg sind nun amtlich: Ab Montag müssen sich niedergelassene Ärztinnen und Ärzte nicht mehr an die staatlich vorgegebene Priorisierung halten - sondern können selbst entscheiden, wer die Impfung zuerst braucht.

Das gelte für sämtliche Impfstoffe und nicht wie bisher nur in Bezug auf das Vakzin von Astrazeneca, teilte das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch mit. Zudem können ab Montag Verkäuferinnen, Busfahrer und andere Berufsgruppen aus der dritten Prioritätsgruppe in den Impfzentren Termine vereinbaren. Zuerst hatten Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten über die Pläne berichtet (Mittwoch).

In den Impfzentren bleibt die Priorisierung den Angaben nach erhalten, damit dort Menschen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder mit hohem Ansteckungsrisiko auf jeden Fall zuerst geimpft werden. "Trotz einzelner Drängler impfen wir weiter erfolgreich die Schutzbedürftigen zuerst", erklärte Minister Manne Lucha (Grüne). Ab Montag zusätzlich impfberechtigt sind Menschen, die im Arbeitsalltag einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Dazu zählen Mitarbeiter des Lebensmitteleinzelhandels, in Apotheken und Beratungsstellen, in der Wasser- und Energieversorgung, in Tafelläden, bei körpernahen Dienstleistungen, in Fahrschulen sowie Personen in besonders relevanter Position in Verwaltungen oder Justiz, bei der Bundeswehr, Polizei oder Feuerwehr, beim Zoll und Katastrophenschutz. "Dabei geht es allerdings nicht um die hierarchische Stellung, sondern um die Funktion im Unternehmen und die Ansteckungsgefahr", erläuterte das Ministerium.

Auch wer regelmäßig ehren- und nebenamtlich im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe oder in Schulen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen hat oder an Hochschulen tätig ist, kann sich nun impfen lassen. Gleiches gilt zum Beispiel für Saisonarbeiter, Pflegeeltern und Journalisten.

Rund ein Drittel der Menschen in Baden-Württemberg hat schon mindestens eine erste Impfung erhalten. "Bei den über 60-Jährigen geht die Impfquote bereits auf die 70 Prozent zu, das ist ein großer Erfolg für die Pandemiebekämpfung", sagte Lucha. Nach wie vor übersteige die Nachfrage nach Impfterminen allerdings das Angebot an Impfstoffen deutlich.

Ab Juni sollten die Impfstoffmengen an die niedergelassenen Ärzte steigen, dann würden auch Betriebsärzte nach und nach in das Impfen einbezogen, hieß es. Beim Bund setze sich das Land zudem für mehr Impfstoff für die Impfzentren ein.

Ab Montag dürfen Hausärzte ohne Priorisierung impfen.
Ab Montag dürfen Hausärzte ohne Priorisierung impfen.  © Christian Charisius/dpa

Update, 12. Mai, 10.38 Uhr: Tourismus bricht weiter massiv ein

Der Tourismus in Baden-Württemberg ist vor allem angesichts strikter Corona-Beschränkungen im ersten Quartal nochmals massiv eingebrochen. Die Zahl der ankommenden Gäste in Hotels, Pensionen und anderen Unterkünften schrumpfte zwischen Januar und Ende März im Vorjahresvergleich um 78,6 Prozent auf nur noch 0,7 Millionen, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart mitteilte. Auch die Zahl der Übernachtungen ging den Angaben vom Mittwoch zufolge drastisch zurück - um 63,1 Prozent auf nur noch 3,2 Millionen.

Die Zahlen kommen nicht überraschend, zumal Hotels und Pensionen in Baden-Württemberg im ersten Quartal pandemiebedingt weitgehend nur Besucher zu geschäftlichen und dienstlichen Zwecken empfangen durften. In die Statistik fließen Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Schlafplätzen ein.

Im Vorjahr hatte der Tourismus bis zum Einsetzen der Pandemie Mitte März noch auf einem normalen Niveau gelegen, war dann aber eingebrochen. Die Zahl der Gäste sank im Vergleich zu 2019 um fast die Hälfte auf 11,9 Millionen - weniger Touristen waren zuletzt im Jahr 1997 gezählt worden. Auch die Zahl der Übernachtungen ging stark zurück - um 40 Prozent auf nur noch 34,2 Millionen. Weniger Übernachtungen hatte es zuletzt 1985 gegeben.

Bis zur Corona-Krise hatte die Südwest-Tourismusindustrie mehrere Rekordjahre hintereinander verbucht. In Baden-Württemberg hängen nach Angaben des Tourismusministeriums etwa 390 000 Arbeitsplätze von dieser Branche ab, der Tourismus erwirtschaftete demnach bis zur Pandemie einen jährlichen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro.

Titelfoto: Pedro Rances Mattey/dpa

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