Coronavirus im Norden: Hamburg gibt Regularien für Weihnachten und Silvester bekannt

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, die Gesundheitsämter melden neue Rekordwerte. Deutschland befindet sich nun mitten in der von den Experten angekündigten zweiten Welle.

Menschen warten am Eingang des Corona-Testzentrums am Hamburger Hauptbahnhof.
Menschen warten am Eingang des Corona-Testzentrums am Hamburger Hauptbahnhof.  © Markus Scholz/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 24.606 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 13.965 Fälle bekannt, in Bremen 7848, in Mecklenburg-Vorpommern 5908 und in Niedersachsen 70.092 Covid-19-Fälle. (Stand 28. November, 17.24 Uhr)

Am 23. März wurde erstmals ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.

Anschließend einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen. Am Montag, 2. November, traten neue Beschränkungen in Kraft.

Vorerst sollen alle Restaurants und Kneipen geschlossen bleiben, auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-, Fitnessstudios und Kinos sind betroffen. Offen sind dagegen noch Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden.

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 28. November, 17.24 Uhr: 88 Corona-Neuinfektionen in MV

Rostock - Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag um 88 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich im Land insgesamt 5908 Menschen mit dem Virus, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Von ihnen gelten 4390 als genesen.

Aktuell liegen laut Lagus 114 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern, 2 weniger als noch am Vortag. 32 von ihnen befinden sich auf Intensivstationen, dies ist ein Betroffener mehr als zuvor.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen beträgt unverändert 61. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Freitag leicht auf 46,1.

Update, 28. November, 13 Uhr: 859 neue Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover - In Niedersachsen sind bis Samstagmorgen (9 Uhr) 859 weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Die Gesamtzahl stieg damit auf 70.092 Infektionen, wie das Landesgesundheitsamt in Hannover mitteilte. Die Neuinfektionen lagen aber unter der Zahl von 1033 gemeldeten Fällen am vergangenen Samstag.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner gab es in den letzten sieben Tagen in Niedersachsen 87,7 Neuinfektionen. Sprecher des Amtes hatten am Freitag von einer "Stabilisierung auf hohem Niveau" gesprochen.

Die höchsten 7-Tages-Inzidenz-Werte gab es unter den Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen bei den Landkreisen Cloppenburg (240,2) und Vechta (217,8). Die niedrigsten Zahlen weisen die Kreise Goslar (28,6), Göttingen (34,7)und Cuxhaven (39,9) auf.

Von Freitag auf Samstag starben laut Landesgesundheitsamt 19 Menschen an oder mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Die Gesamtzahl stieg auf 1140 Tote seit Ausbruch der Pandemie.

Update, 28. November, 12.45 Uhr: 300 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Sieben-Tage-Wert sinkt weiter

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen ist am Samstag um 300 gestiegen.

Der wichtige Warnwert - die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - sank von 116,3 auf 109,3, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte.

Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet. Am Freitag war die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen um 252 gestiegen. Vor einer Woche gab es am Samstag 433 neue Fälle.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 24.606 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Rund 15.800 von ihnen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen.

Update, 28. November, 8.57 Uhr: MV-Gipfel zu Corona-Maßnahmen

Schwerin - Drei Tage nach den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Fortsetzung des Teil-Shutdowns im Dezember schalten sich am Samstag (11 Uhr) in Mecklenburg-Vorpommern Vertreter von Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Sozialverbänden zum MV-Gipfel zusammen. Sie wollen die weiteren Schritte für das Land festlegen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bereits angekündigt, die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen von zehn auf fünf Personen mittragen zu wollen.

Die zusätzlichen Einschränkungen im großflächigen Einzelhandel sollen in Mecklenburg-Vorpommern hingegen nicht umgesetzt werden. Dies sei angesichts der vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen nicht nötig. Bislang ist offen, ob die Hotels über Weihnachten öffnen dürfen.

Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg haben dies für Familienbesuche bereits erlaubt.

Update, 27. November, 22.40 Uhr: 180 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein - drei weitere Tote

Kiel - In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Freitagabend innerhalb eines Tages 180 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Das war der niedrigste Wert seit Dienstag.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind, stieg erneut um 3 - auf nun 248. Seit Beginn der Pandemie sind 13.965 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung mitteilte.

In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein wurden den Angaben vom Donnerstag zufolge 118 Covid-19-Patienten behandelt; 22 von ihnen in Intensivtherapie. Die Zahl der genesenen Menschen wird auf 10.700 geschätzt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Schleswig-Holstein lag am Freitag nach Angaben der Landesregierung vom Abend bei 44,5. Das war der mit Abstand niedrigste Wert bisher in dieser Woche.

Update, 27. November, 19.30 Uhr: Bezirksamt Altona kann nun doch gegen das "Glühwein-Cornern" vorgehen

Hamburg - Das Bezirksamt Hamburg-Altona kann nun doch gegen das "Glühwein-Cornern" vorgehen, mit dem die Maskenpflicht umgangen werden sollte. Zunächst war gelebte Praxis, dass die Mund-Nase-Bedeckung auch auf Plätzen und Straßen mit Maskenpflicht zum Rauchen, Trinken und Essen abgenommen werden dufte.

"Jetzt haben wir rechtliche Klarheit, dass dies nicht erlaubt ist", sagte Bezirksamtschefin Stefanie von Berg (56, Grüne) am Freitag und korrigierte damit die Einschätzung vom Vortag.

"Nach der aktuellen Eindämmungsverordnung sind Personen, die essen, trinken oder rauchen nicht von der Maskenpflicht ausgenommen."

Die ganze Nachricht findet Ihr >>>hier.

Update, 27. November, 19.05 Uhr: Corona-Fall: Drittliga-Spiel Lübeck gegen Mannheim fällt aus

Lübeck - Wegen eines positiven Corona-Tests in der Mannschaft des VfB Lübeck ist das für Samstag geplante Drittliga-Heimspiel des Aufsteigers gegen Waldhof Mannheim verlegt worden. Das teilten der Club aus Schleswig-Holstein und der Deutsche Fußball-Bund am Freitagabend mit.

"Das zuständige Gesundheitsamt hat inzwischen für die komplette Mannschaft eine häusliche Quarantäne angeordnet", heißt es in der VfB-Mitteilung. Es ist bereits der zweite Fall innerhalb weniger Tage, nachdem zuvor bereits ein Mitglied des Trainerteams positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest.

Update, 27. November, 17.42 Uhr: Hamburg gibt Regularien für Weihnachten und Silvester bekannt

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).  © Kay Nietfeld/dpa

Hamburg - Hamburg beschränkt die erlaubten Kontakte in der Weihnachts- und Silvesterzeit auf zehn Personen aus maximal vier Haushalten.

In der Zeit davor werde die Zahl der maximal zulässigen Personen von derzeit zehn auf fünf aus zwei Haushalten reduziert, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag.

Während der Weihnachts- und Silvesterzeit vom 23. Dezember bis zum 1. Januar seien Hotelübernachtungen für Familienbesuche zulässig.

Tschentscher appellierte, an Silvester auf Feuerwerk zu verzichten. An stark frequentierten Orten wie an den Landungsbrücken, am Jungfernstieg oder auf der Reeperbahn werde das Abfeuern von Raketen und das Böllern verboten.

Darüber hinaus können die Hamburger Weihnachtsmärkte in diesem Jahr nicht stattfinden.

Update, 27. November, 16.31 Uhr: Zahl Corona-infizierter Schüler um 42 gestiegen

Hamburg - Die Zahl der mit Corona infizierten Schülerinnen und Schüler in Hamburg ist innerhalb eines Tages um 42 gestiegen. Zudem hätten sich am Donnerstag sechs Beschäftigte infiziert, teilte die Schulbehörde am Freitag mit.

Betroffen seien insgesamt 37 Schulen, für drei Klassen seien Quarantänemaßnahmen veranlasst worden. Insgesamt seien damit derzeit 403 von rund 256.000 Schülerinnen und Schüler infiziert. Das entspreche einer Quote von 0,16 Prozent.

Bei den Schulbeschäftigten sind es den Angaben zufolge 81 von etwa 34.400, was einem Anteil von 0,24 Prozent entspreche. Seit Schuljahresbeginn sind damit insgesamt 2678 Corona-Infektionen von den Schulen gemeldet worden, davon 2188 Schülerinnen und Schüler und 490 Schulbeschäftigte.

Update, 27. November, 15.50 Uhr: Mitgliederzahl in Hamburger Sportvereinen schrumpft

Hamburg - Im Corona-Jahr 2020 hat der Hamburger Sportbund einen Rückgang bei der Zahl der Mitglieder in den Sportvereinen der Hansestadt feststellen müssen. Laut einer Mitteilung vom Freitag gibt es aktuell 521.118 Mitgliedschaften in 823 Vereinen. Im Vorjahr seien es noch rund 21.000 Mitgliedschaften mehr gewesen. Die Zahl der Jugendlichen unter 18 Jahren sank von 139.055 auf 133.581.

Angesichts der Folgen der Corona-Pandemie bezeichnete der HSB-Vorstandsvorsitzende Ralph Lehnert die Rückgänge als "moderat". "Vor allem die fehlenden Eintritte bei normaler Fluktuation haben bei vielen Vereinen über den Sommer zu den Mitgliederverlusten geführt", wurde er in der Mitteilung zitiert. Die Bestandserhebung war bis zum 18. November 2020 gemacht worden. Sie berücksichtigt daher den Lockdown des Vereinssports in diesem Monat noch nicht.

"Die derzeitige Situation ist für Vereine und Verbände sehr schwierig, da sich derzeit keine Lockerungen für den Sport abzeichnen", sagte Lehnert. Der Lockdown komme zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da viele Vereine Kündigungsfristen bis zum Jahresende haben. "Eine größere Austrittswelle ist nun leider zu befürchten".

Titelfoto: dpa/Kay Nietfeld

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