Coronavirus im Norden: Höchster Anstieg der Infektionen in Hamburg seit April

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land weiter fest im Griff - im Norden steigen die Infektionszahlen seit ein paar Tagen wieder deutlich an.

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Maskenpflicht im HVV.
Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Maskenpflicht im HVV.  © Bodo Marks/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 7549 Menschen an dem neuartigen Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 4603 Fälle bekannt, in Bremen 2223, in Mecklenburg-Vorpommern 1145 und in Niedersachsen 18.995. (Stand 25. September, 16 Uhr) 

Am 23. März wurde zunächst ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.  

Inzwischen einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen. 

Es gilt jedoch weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem  +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 25. September, 22.25 Uhr: Landkreis Cloppenburg verlängert Corona-Maßnahmen

Cloppenburg - Angesichts der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen im Landkreis Cloppenburg weitet die Verwaltung ihr Maßnahmenpaket aus. 

Wie der Landkreis am Freitag mitteilte, wird die Sportausübung weiter eingeschränkt und sämtliche Sportanlagen sowie Sport- und Turnhallen für den Vereins- und Freizeitsport gesperrt. 

Auch die Ausübung von Einzel- und Mannschaftssportarten ist verboten. Außerdem ist die Teilnahme an Sportveranstaltungen außerhalb des Landkreises untersagt.

In sämtlichen Schulen im Landkreis gilt ab der 5. Jahrgangsstufe eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auf dem gesamten Schulgelände und auch auf dem Schulweg, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. 

Ausgenommen sind Grund- und Förderschulen. An eine flächendeckende Schließung von Schulen oder Kindergärten wird hingegen nach wie vor nicht gedacht. 

Hier sollen Quarantäne-Verordnungen weiterhin auf einzelne Klassen, Gruppen, Kohorten oder Jahrgänge bezogen werden. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 11. Oktober.

Update, 25. September, 22.17 Uhr: Schüler an Schweriner Grundschule positiv auf Coronavirus getestet

Schwerin - An der Schweriner Friedensschule ist ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Nach den Ermittlungen des Gesundheitsamtes der Landeshauptstadt gibt es keine Kontaktpersonen im schulischen Umfeld oder in der Klasse des Schülers, wie die Stadtverwaltung am Freitagabend mitteilte. 

Kontaktpersonen aus dem familiären Umfeld würden derzeit getestet. Für den Schulbetrieb der Grundschule ergäben sich keine Konsequenzen. 

Update, 25. September, 16.03 Uhr: Höchster Anstieg der Infektionen in Hamburg seit April

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen neuen Corona-Infektionen mit 119 auf den höchsten Stand seit April geklettert. 

Diese Zahl nannte die Gesundheitsbehörden am Freitag. Zuletzt lag sie am 17. April höher, als ein Anstieg um 131 gemeldet wurde. Noch am Donnerstag waren mit 62 Neuinfektionen knapp halb so viele gezählt worden.

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7549 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte. Etwa 6400 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe nicht ein einzelnes Ausbruchsgeschehen sondern vielfältige Ursachen. Dazu zähle ein laxer Umgang mit Regeln zum Beispiel in Bars und der Gastronomie, aber auch im beruflichen und privaten Umfeld.

Die Zahl der Infektionen in der Shishabar "Le Vou" im Schanzenviertel ist mittlerweile auf 24 geklettert, wie ein Sprecher des Gesundheitsamts Altona am Freitag sagte. Dort sei weiter unklar, von wem die Infektion ausging. 

Das "Le Vou" liegt unweit der Bar "Katze", die wegen eines Corona-Ausbruchs auch bundesweit bekanntgeworden war. 

Update, 25. September, 12.15 Uhr: Ärzte und Pfleger in Buchholz infiziert

Buchholz - Im Krankenhaus in Buchholz sind vier Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Es handelt sich um zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte, die sich deshalb seit Wochenanfang in Quarantäne befinden, wie der Landkreis Harburg am Freitag in Winsen (Luhe) mitteilte. Die Notfallversorgung sei dadurch nicht eingeschränkt, einige nicht unbedingt notwendige Operationen seien aber verschoben worden.

Die Infektionen waren nachgewiesen worden, nachdem ein Arzt Krankheitssymptome gezeigt hatte. Bei den anderen drei Infizierten handelt es sich um Kontaktpersonen des Mannes. 

Bei weiteren Kontaktpersonen fielen die Tests in der ersten Runde demnach negativ aus, es gibt aber einen weiteren Verdachtsfall.

Update, 25. September, 7.38 Uhr: 63 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 63 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit Stand Donnerstagabend auf 4603, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Mittwoch waren 42 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Donnerstag neun Corona-Patienten behandelt. Am Vortag war es einer weniger gewesen. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4100 als genesen.

Update, 25. September, 6.30 Uhr: CDU fordert Corona-Warn-App-Empfehlung für Hamburger Schulen

Die Corona-Warn-App soll nach Willen der CDU an Hamburger Schulen zur Nutzung empfohlen werden.
Die Corona-Warn-App soll nach Willen der CDU an Hamburger Schulen zur Nutzung empfohlen werden.  © Christoph Dernbach/dpa

Hamburg - Die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert, dass die Nutzung der Corona-Warn-App an den weiterführenden Schulen empfohlen wird. 

Die App sei "ein Erfolgsmodell Made in Germany" und ein wirksames Instrument, um Kontaktketten nachzuvollziehen und zu unterbrechen, sagte die schulpolitische Sprecherin der Fraktion, Birgit Stöver, der Deutschen Presse-Agentur. 

"Damit Schulen keine Infektionsherde werden, sollte die Warn-App gerade an Schulen von jedem genutzt werden", so Stöver. Deshalb fordere ihre Fraktion den Senat in einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung in der kommenden Woche auf, eine Empfehlung zur Nutzung der Corona-Warn-App in allen weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 in den Muster-Corona-Hygieneplan aufzunehmen. 

Es handele sich um "eine sinnvolle ergänzende und einfach umzusetzende Maßnahme, um die Ansteckungsrate mit Sars-CoV-2 zu reduzieren beziehungsweise auf möglichst niedrigem Niveau stabil zu halten", heißt es in dem Antrag. 

In Schleswig-Holstein gebe es eine entsprechende Empfehlung, sagte Stöver. "Hier hat Hamburg Nachholbedarf."

Update, 24. September, 18 Uhr: Acht neue Corona-Neuinfektion in MV registriert

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag acht neue Corona-Infektionen registriert worden. 

Damit stieg die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten seit März auf 1145, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Die positiven Testnachweise vom Donnerstag betreffen demnach die Landkreise Nordwestmecklenburg (2), Vorpommern-Rügen (2), Ludwigslust-Parchim (1), Mecklenburgische Seenplatte (1) und die Stadt Schwerin (2).

Damit wurden landesweit 3,2 Coronafälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert. MV liegt somit weiterhin deutlich unter der kritischen Marke von 50, die zu Einschränkungen führen könnte.

Von den landesweit Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 1036 als genesen; das sind vier mehr als am Vortag. In MV starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen; diese Zahl hat sich seit Monaten nicht verändert. 

142 infizierte Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden - drei mehr als noch am Vortag.

Update, 24. September, 15.39 Uhr: Campingplätze in MV verzeichnen Übernachtungsrückgang

Rostock – Die Campingplätze Mecklenburg-Vorpommerns haben von Januar bis Juli dieses Jahres rund zehn Prozent weniger Übernachtungen gezählt als im Vorjahreszeitraum. Der Wert sank auf rund 2,8 Millionen Übernachtungen, wie der Campingverband am Donnerstag unter Berufung auf das Statistische Landesamt mitteilte.

Von Januar bis Juli zählten die Plätze demnach rund 570.000 Gäste, 18,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein Hauptgrund für die gesunkenen Zahlen sei, dass wegen Hygiene- und Schutzmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie nicht alle Stellplätze angeboten werden konnten. Mit der Auslastung der Plätze zeigte sich der Verband zufrieden. Genaue Zahlen konnte er zunächst nicht nennen.

Im Juli seien 1,58 Millionen Übernachtungen gezählt worden - ein Minus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Juni waren es den Angaben zufolge hingegen mit etwa 977.000 Übernachtungen noch 13,8 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Ein Besucher hat sich im Juli den Angaben zufolge durchschnittlich 5,5 Tage auf einem Campingplatz im Nordosten aufgehalten, etwas länger als im Juli 2019.

Der Verband rechnet damit, dass das Vorjahresergebnis von etwas mehr als fünf Millionen Übernachtungen angesichts einer hohen Nachfrage im August und September noch erreicht werden kann. Nach Verbandsschätzungen gibt es etwa 200 Campingplätze im Bundesland.

Update, 24. September, 14.17 Uhr: Rostocker Schule nimmt Regelbetrieb wieder auf

Außenansicht der Hundertwasser-Gesamtschule.
Außenansicht der Hundertwasser-Gesamtschule.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock – Die Rostocker Hundertwasser-Gesamtschule nimmt nach den Corona-Fällen vom kommenden Montag an wieder den Regelbetrieb auf. 

Das teilte die Schule am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit. Mit Ablauf des Freitags ende grundsätzlich die Quarantäne für Schüler, Lehrer und weitere Mitarbeiter der Schule, teilte die Stadt mit. 

"Dieses gilt ausdrücklich nicht für Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden. Hier wurden durch das Gesundheitsamt individuelle Festlegungen getroffen", sagte Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke).

Aus der Quarantäne könne nach einem positiven Befund nur entlassen werden, wer wenigstens 48 Stunden ohne Symptome sei. Ob ein zweiter Test notwendig sei, entscheide das Gesundheitsamt individuell.

"Ein weiterer Massentest ist nicht erforderlich, da es keine weiteren Auffälligkeiten bei den unter Quarantäne gestellten Personen gab", erläuterte der Senator.

Nach Angaben eines Stadtsprechers wurden bislang 15 Schüler und drei Lehrer der Gesamtschule positiv auf das Coronavirus getestet. Zudem sei das Virus bei vier Kontaktpersonen nachgewiesen worden. Demnach mussten 780 Schüler, 70 Lehrer und 15 Referendare in häusliche Quarantäne.

Update, 24. September, 11.23 Uhr: Corona-Fall in Tagespflege in Boizenburg

Boizenburg - In einer Tagespflege-Einrichtung in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist ein Senior positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Vorsorglich seien deshalb 13 Tagesgäste und vier Mitarbeiter der Tagespflege in Quarantäne geschickt worden, teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Die Kontaktpersonen sollen nun getestet werden. 

Am Mittwoch waren landesweit sieben neue Infektionen gezählt worden.

Titelfoto: Christoph Dernbach/dpa

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