Coronavirus in Dresden: Dynamo mit Aktion für Angestellte

Das Coronavirus hat auch Dresden fest im Griff. Inzwischen gleicht die Landeshauptstadt beinahe einer Geisterstadt. Die Menschen halten sich zum Großteil an die verhängte Ausgangssperre. Straßen, Parks und Plätze sind bedeutend leerer. 

Wir halten Euch >>> hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden auf dem Laufenden. 

Update, 22. März, 21.42 Uhr: Keine neuen Corona-Kranken in Dresden

Seit die Landeshauptstadt am Sonntagmorgen die Infizierten-Zahl mit 139 angab, kamen keine neuen Fälle hinzu. 

Anders in den umliegenden Landkreisen: Zum Teil wurden viele neue Corona-Erkrankungen festgestellt. 

In den letzten 24 Stunden gab es so insgesamt ein Plus von 97 Patienten in Sachsen.

Mittlerweile sind 866 Fälle in Sachsen bekannt - fast einhundert mehr im Vergleich zu Samstagabend.
Mittlerweile sind 866 Fälle in Sachsen bekannt - fast einhundert mehr im Vergleich zu Samstagabend.  © TAG24

Update, 22. März, 19.53 Uhr: Dynamo Dresden mit Corona-Aktion für Angestellte

Bereits am gestrigen Samstag wurde bekannt, dass die Fußball-Profis und die Trainer der SG Dynamo Dresden auf Lohnzahlungen verzichten, um mehr als 300.000 Euro an Corona-Betroffene zu spenden. 50.000 Euro sollen an soziale Zwecke gehen, die verbleibende Summe an Angestellte des Vereins, die sich nun in Kurzarbeit befinden (TAG24 berichtete).

Jetzt geht der Verein aber noch weiter: Auf der Facebook-Seite kann man für ein T-Shirt-Entwurf abstimmen, welches ab Mittwoch verkauft werden soll. "Der Dynamo-Fanshop möchte diese Aktion unterstützen und legt ein 'Soli-Shirt' auf", schrieben die Verantwortlichen auf Facebook. "50 Prozent des Ertrags aus dem Verkauf des Shirts fließen zusätzlich in den Spendentopf unserer Mannschaft. Mit dem Rest werden wir gemeinsam um bedrohte Arbeitsplätze in unserem Dynamo-Fanshop kämpfen."

Das Soli-T-Shirt soll 19,53 Euro kosten. Bereits jetzt zeichnet sich ein klarer Favorit ab. Laut Facebook-Umfrage (Stand, 19.50 Uhr) wird wohl das "Dynamofiziert"-Design auf die Textilien gedruckt werden.

Update, 22. März, 18.30 Uhr: "Ode an die Freude" auf Dresdner Balkonen

Musikerinnen und Musiker haben am Sonntagabend ein tönendes Zeichen der Solidarität und Lebensfreude in Zeiten der Corona-Krise gesetzt. "An den Fenstern, vom Balkon, zu Wasser, ja sogar in verlassenen Museen sangen und musizierten heute um 18 Uhr Menschen in ganz Deutschland die 'Ode an die Freude' für ein Gemeinschaftsgefühl in Zeiten der zunehmenden Corona-Isolation", teilte das Beethoven-Haus in Bonn am Abend mit.

"2020, 250. Jahre nach Beethovens Geburt, ist seine 9. Symphonie mit Friedrich Schillers vertontem Gedicht relevanter denn je. Es ist eine tolle Idee, es den Italienern gleichzutun und gemeinsam die 'Ode an die Freude' zu spielen. Mit Kreativität bahnt sich die Kultur jetzt ganz neue Wege", erklärte Malte Boecker, Chef des Beethoven-Hauses Bonn und künstlerischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums GmbH.

Auch in Dresden konnten Bewohner dem Klassik-Hit von ihren Wohnungen aus lauschen: Im Innenhof des Wohnhauses von Heiko Mürbe, Bratscher in der Dresdner Philharmonie, formierte sich spontan ein Mini-Orchester. Mürbe hatte sich mit Frau (Flöte) und Sohn (Geige) auf dem Balkon platziert, auch ein Kontrabassist, ein Trompeter und eine Geigerin stimmten von ihren Wohnungen aus in die Ode ein. Philharmonie-Konzertmeister Wolfgang Hentrich spielte das Stück mit seiner Tochter auf der heimischen Terrasse in Moritzburg.

"Wenn weder Opernaufführungen noch Konzerte mit einem Livepublikum möglich sind, müssen wir zu anderen Mitteln greifen", hatte Stuttgarts Generalmusikdirektor Cornelius Meister im Vorfeld für die Aktion geworben.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus gelten in Dresden jetzt verschärfte Regeln für das Verlassen der Wohnung. Die Polizei kontrolliert die begrenzte Ausgangssperre.

Heiko Mürbe (m.), Bratscher der Dresdner Philharmonie, spielt mit seiner Frau und seinem Sohn auf dem Balkon die "Ode an die Freude".
Heiko Mürbe (m.), Bratscher der Dresdner Philharmonie, spielt mit seiner Frau und seinem Sohn auf dem Balkon die "Ode an die Freude".  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild
Ein Dresdner Trompeter beteiligte sich an dem deutschlandweiten Vorhaben, die "Ode an die Freude" auf Balkonen zu spielen.
Ein Dresdner Trompeter beteiligte sich an dem deutschlandweiten Vorhaben, die "Ode an die Freude" auf Balkonen zu spielen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 22. März, 17.15 Uhr: Neue Infizierten-Zahlen in Sachsen

In den letzten Stunden wurden 23 neue Corona-Fälle in Sachsen bekannt: Zum Teil deutliche Anstiege verzeichneten die Landkreise Bautzen und Nordsachsen, sowie die Stadt Leipzig. So stieg die Zahl der Corona-Infizierten auf über 850 Patienten.

Derzeit sind in Sachsen 851 Personen mit dem Coronavirus infiziert.
Derzeit sind in Sachsen 851 Personen mit dem Coronavirus infiziert.  © TAG24

Update, 22. März, 17.08 Uhr: "Viren sind doof"

Ein Dresdner klebte unzählige Haftnotizen so in ein Fenster seiner Wohnung, dass die Botschaft "Viren sind doof" entstand.

"Viren sind doof" schrieb ein Unbekannter mit Haftnotizen in ein Fenster seiner Wohnung.
"Viren sind doof" schrieb ein Unbekannter mit Haftnotizen in ein Fenster seiner Wohnung.  © Tino Plunert

Update, 22. März, 17.03 Uhr: Gruppen ab drei Personen verboten

Die von Bund und Ländern beabsichtigte umfassende Reduzierung sozialer Kontakte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus soll mindestens zwei Wochen gelten. Das geht aus einem Beschlusspapier von Bund und Ländern hervor, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Sonntag in Berlin vorlag. 

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten verständigten sich bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Zwölf Bundesländer sprachen sich laut dpa für diese Regel aus, Sachsen gehöre nicht dazu, müsse jedoch mitziehen. Ausgenommen werden sollen dann lediglich Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Die Kanzlerin bestätigte dieses Kontaktverbot in einer Pressekonferenz am frühen Sonntagabend.

Merkel setzt ein klares Zeichen im Kampf gegen das Coronavirus und verschärft die Dresdner Ausgangsbeschränkungen. 
Merkel setzt ein klares Zeichen im Kampf gegen das Coronavirus und verschärft die Dresdner Ausgangsbeschränkungen.  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Update, 22. März, 16.40 Uhr: Ausgangssperre wird auf ganzen Freistaat ausgeweitet

Das Land Sachsen verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. 

Von Montag null Uhr an gilt für den gesamten Freistaat eine Ausgangsbeschränkung. Danach ist das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund untersagt, wie Innenminister Roland Wöller (CDU) am Sonntag in Dresden sagte. Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben demnach erlaubt. Weitere Infos dazu gibt's >> hier.

Update, 22. März, 16.14 Uhr: Die aktuelle Lage in Sachsen

In Dresden bleibt es derzeit bei 139 Infizierten. In den anderen Landkreisen und Städten stieg die Anzahl an Corona-Kranken weiter leicht an. 

Derzeit sind in Sachsen 828 Personen mit dem Coronavirus infiziert.
Derzeit sind in Sachsen 828 Personen mit dem Coronavirus infiziert.  © TAG24

Update, 22. März, 14.43 Uhr: Schuldner der DREWAG bekommen Verschnaufpause

Wer Schulden bei den Stadtwerken "DREWAG" hat, kann aufatmen: Während der Corona-Krise werden bei Privathaushalten keine Stromleitungen gekappt oder das Wasser abgedreht. Mehr Infos dazu gibt's >> hier.

Update, 22. März, 14.18 Uhr: Trilex will weiter nach Fahrplan fahren

Die Länderbahn kann nach eigenen Angaben trotz der Coronavirus-Pandemie den Betrieb weitgehend aufrechterhalten. "Solange wir ausreichend gesunde Mitarbeiter haben, die die Züge zuverlässig und sicher fahren können, werden wir das auch tun", sagte Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety laut einer Mitteilung am Sonntag. 

Viele Menschen in Sachsen seien auch während der Corona-Welle auf die Züge des Alex, des Trilex und der Vogtlandbahn angewiesen: "Gerade im ländlichen Raum und an kleineren Haltestellen ist der Nahverkehr oft die einzige Möglichkeit, zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen", hieß es.

Dennoch rufen die Verkehrsunternehmen in der Mitteilung alle Menschen dazu auf, sich an die allgemeinen Regeln zu halten: zu Hause bleiben und jede unnötige Fahrt vermeiden. Sobald der Krankenstand der Mitarbeiter deutlich steige und der volle Umfang laut Fahrplan nicht mehr angeboten werden könne, müsse auch in den Länderbahn-Netzen auf einen Sonderfahrplan umgeschwenkt werden. Fahrgäste bekämen Infos zum Beispiel auf den Websites oder der elektronischen Fahrplanauskunft.

Die derzeitigen Änderungen im Dresdner Umland im Überblick:

  • RE 1: Dresden – Görlitz – Zgorzelec, verkehrt aufgrund behördlicher Auflagen nur noch bis Görlitz.
  • RB 61 / RE 2: Dresden - Zittau - Liberec, verkehrt aufgrund behördlicher Auflagen nur noch bis Zittau.
  • L7: Seifhennersdorf / Rybniště – Zittau – Hrádek – Liberec, startet in Varnsdorf und fährt ohne Zwischenhalt in Deutschland bis nach Hradek und weiter nach Liberec. Zwischen Seifhennersdorf und Zittau wird ab Montag, 23.03. ein Busverkehr eingerichtet. Momentan verkehren hier noch die regulären Buslinien, diese entfallen aber ab 23.03. mit Umstellung auf den Ferienfahrplan.
Ein Zug der Länderbahn in Ostsachsen. (Archivbild)
Ein Zug der Länderbahn in Ostsachsen. (Archivbild)  © Trilex PR

Update, 22. März, 14.06 Uhr: Dresdner ruft "Sieg Heil", weil er Abstand halten sollte

Ein Dresdner hat Kritik an seinem Verhalten in Corona-Zeiten mit einer Nazi-Parole beantwortet. 

Der Mann wurde am Samstagabend in einem Supermarkt gebeten, Abstand zu anderen zu halten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Er reagierte jedoch mit Ausfälligkeiten, die er mit zwei "Sieg Heil"-Rufen beendete. Die Polizei ermittelt gegen den noch unbekannten Mann wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Update, 22. März, 13.43 Uhr: 139 Personen in Dresden positiv auf Coronavirus getestet

Neuer Stand der Coronavirus-Infektionen in Dresden: Mittlerweile wurden 139 positiv getestet, 7 davon befinden sich in stationärer Behandlung. Mehr als 2000 in Quarantäne. Am Sonnabend waren es mittags 115 gewesen. 

Sozialbürgermeisterin Kaufmann: "Das ist ein moderater Anstieg, mit dem wir gerechnet haben. Die Bürger verhalten sich sehr vorbildlich. Die Ausgangsbeschränkungen zeigen Wirkung", lobte die Linken-Politikerin Kristin Kaufmann. Auch die Quarantäne werde gut eingehalten.

Die Kurve zeigt den Anstieg der Infizierten-Zahl in der Landeshauptstadt Dresden. 
Die Kurve zeigt den Anstieg der Infizierten-Zahl in der Landeshauptstadt Dresden.  © TAG24
Auch am Sonntag wird kontrolliert, ob sich alle an die Ausgangsbeschränkungen halten.
Auch am Sonntag wird kontrolliert, ob sich alle an die Ausgangsbeschränkungen halten.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. März, 12.59 Uhr: Tschechische Grenzen bleiben noch monatelang geschlossen

Die tschechischen Grenzen sollen wegen der Coronavirus-Gefahr "viele Monate" für Ein- und Ausreisende geschlossen bleiben, mindestens aber ein halbes Jahr. Das sagte der Leiter des tschechischen Coronavirus-Krisenstabs, der Epidemiologe Roman Prymula, am Sonntag im Fernsehsender "Prima". Ausländer dürfen ausreisen, aber nicht wieder einreisen.

Ausnahmen gelten für grenznahe Berufspendler, die in Sachsen, Bayern und Österreich arbeiten. Werde diese Sonderregelung massiv von Unberechtigten missbraucht, höre die Gutmütigkeit auf, warnte Innenminister Jan Hamacek. Auch Lkw-Fahrer dürfen die Grenzkontrollstellen passieren, um den Warenverkehr zu gewährleisten.

Tschechische Polizisten stehen zur Einreisekontrolle auf einer Straße an der Grenze in Cinovec.
Tschechische Polizisten stehen zur Einreisekontrolle auf einer Straße an der Grenze in Cinovec.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. März, 11.42 Uhr: Gottesdienste fanden nicht statt

Gottesdienste fanden am Sonntagvormittag nicht wie gewohnt statt. Stattdessen war es möglich, Kerzen oder Gebetswünsche vor dem Eingang der Gotteshäuser abzulegen, wie zum Beispiel an der Dreikönigskirche im Stadtteil Neustadt.

Gebetsanliegen sollten vor der Küche hinterlassen werden.
Gebetsanliegen sollten vor der Küche hinterlassen werden.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. März, 10.02 Uhr: Polizeibilanz in Dresden für Sonnabend, den 21. März

Die Polizeibilanz zum gestrigen Sonnabend liegt vor. Laut Polizeidirektion Dresden kam es insgesamt zu 138 Einsätzen mit sogenanntem "Coronabezug". Dabei handelte es sich um Verstöße gegen die Öffnungszeiten von gastronomischen Einrichtungen, das Nutzungsverbot von Spielplätzen oder Sportstätten oder Ansammlungen von Personengruppen, die vorwiegend durch Kommunikation gelöst werden konnten.

Menschenleer der Dresdner Neumarkt. Nur ein paar Leihfahrräder sind zu sehen.
Menschenleer der Dresdner Neumarkt. Nur ein paar Leihfahrräder sind zu sehen.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. März, 9.10 Uhr: Welche Produkte im Dresdner Einzelhandel besonders begehrt sind

Ohne Reglementierungen geht es auch im Handel nicht mehr. Besonders begehrt sind Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Handseife. Aber auch Nudeln und Milch werden in den Läden bald knapp. Unseren Bericht aus einem Edeka in Dresden lest Ihr >> hier nach.

Update, 22. März, 8.31 Uhr: Regeln der Ausgangsbeschränkungen weitgehend eingehalten

Die seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkungen wurden am Samstag weitgehend eingehalten. Welche Verstöße es gab, und weshalb Beschwerden eingingen, könnt Ihr >> hier nachlesen.

Mülltonnen-Sport ist durchaus noch erlaubt und trägt womöglich sogar zur Gesundheit bei.
Mülltonnen-Sport ist durchaus noch erlaubt und trägt womöglich sogar zur Gesundheit bei.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. März, 22.30 Uhr: So ist der aktuelle Stand in Sachsen

Im Vergleich zum Vortag kamen an diesem Samstag etliche neue Corona-Fälle in Sachsen hinzu. Wie die Lage in den einzelnen Landkreisen und Städten aktuell ist, zeigt TAG24 hier ganz detailliert.

Derzeit sind in Sachsen 769 Personen mit dem Coronavirus infiziert.
Derzeit sind in Sachsen 769 Personen mit dem Coronavirus infiziert.  © TAG24

Update, 21. März, 19.03 Uhr: Landeshauptstadt beantwortet unklare Fragen zur Ausgangssperre

Die Stadt hat sich Gedanken zu den am häufigsten gestellten Fragen gemacht und diese auf Facebook beantwortet. Insbesondere Fragen in Bezug auf Großeltern, Kinder, Restaurantbesuche, Spaziergänge und die vom Gesundheitsamt ausgestellten Quarantäne-Bescheide wurde nochmals deutlich geantwortet.

So sind derzeit beispielsweise keine Passierscheine nötig, um das Haus zu verlassen. Auch sind Umzüge nicht verboten, solange nur maximal fünf Personen anpacken. Die Politik erlaubt weiterhin Sport im Freien, auch Spazierengehen ist okay. Weitere Erläuterungen gibt's im Facebook-Posting.

Die Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt ist >> hier im Detail nachzulesen.

Update, 21. März, 18.37 Uhr: Sächsische Regierung berät zu weiteren Maßnahmen

Sachsens Kommunen wünschen sich in der Corona-Krise einheitliche Regeln für alle Städte, Gemeinden und Landkreise und keinen Flickenteppich an Vorgaben. Das machten die kommunalen Spitzenverbände am Samstag bei einem Treffen mit Regierungschef Michael Kretschmer und Innenminister Roland Wöller (beide CDU) deutlich, teilte die Staatskanzlei in Dresden mit. Der Krisenstab der Regierung sei derzeit noch in einer Abstimmung mit den Verbänden. 

Am Sonntag soll das Ergebnis der Öffentlichkeit vorgestellt werden. "Auch weiterhin wird es möglich sein, im Freien spazieren zu gehen, Einkäufe zu erledigen, auf Arbeit oder zum Arzt zu gehen", hieß es.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (r, CDU) und Roland Wöller (CDU), Innenminister, im sächsischen Landtag. (Archivbild)
Ministerpräsident Michael Kretschmer (r, CDU) und Roland Wöller (CDU), Innenminister, im sächsischen Landtag. (Archivbild)  © DPA/Monika Skolimowska/zb

Update, 21. März, 17.30 Uhr: Dynamo-Fan ruft zu Besonnenheit auf

Dynamo-Dresden-Fan Stefan Obal (43) hat sich zu Hause kreativ ausgelebt: "Ich habe aus getragenen Trikots eine Collage mit einer wichtigen Botschaft gebastelt", schrieb er der TAG24-Redaktion auf Facebook

Und weiter: "Dynamische Grüße und bleibt alle gesund!"

"Bleibe daheim", schrieb Stefan Obal mittels seiner Trikot-Sammlung.
"Bleibe daheim", schrieb Stefan Obal mittels seiner Trikot-Sammlung.  © privat

Update, 21. März, 17.16 Uhr: Sachsen gehen weiterhin über die Grenze

Auch, wenn es verboten ist, versuchen einige Sachsen weiterhin, in die Tschechische Republik zum Einkaufen zu fahren. 

Der Grenzübergang Sebnitz/Dolni Poustevna wird deshalb nun von der tschechischen Polizei überwacht. Neben einem Streifenwagen kommt dort auch eine Stein-Blockade zum Einsatz.

Der Grenzübergang Sebnitz/Dolni Poustevna (CZ) wird nun von der Polizei überwacht.
Der Grenzübergang Sebnitz/Dolni Poustevna (CZ) wird nun von der Polizei überwacht.  © Ove Landgraf

Update, 21. März, 16.51 Uhr: Dynamo-Dresden-Spieler verzichten auf Gehalt

Die Profis und der Trainerstab von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden verzichten bis zum 30. Juni 2020 im Zuge der Corona-Krise auf mehr als 300.000 Euro ihres Gehaltes. Das teilte der sächsische Club am Samstag mit. Das Geld soll zu großen Teilen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Vereins zugutekommen, die sich seit dieser Woche in Kurzarbeit befinden. 

Zudem sollen 50.000 Euro für soziale Zwecke gespendet werden. Mehr dazu lest Ihr >> hier.

Update, 21. März, 16.48 Uhr: Tote Hose in der Innenstadt

In der Dresdner Innenstadt gibt es kaum noch etwas Touristisches zu erleben. Viele Restaurants sind bereits heute geschlossen, Geschäfte sowieso. Zentrale Orte, wie etwa der Altmarkt oder die Prager Straße, wirken wie ausgestorben. 

Touristen schauen in das verwaiste Restaurant "Palastecke".
Touristen schauen in das verwaiste Restaurant "Palastecke".  © dpa/Oliver Killig/dpa-Zentralbild
Es haben kaum mehr Geschäfte in der Centrum Galerie geöffnet.
Es haben kaum mehr Geschäfte in der Centrum Galerie geöffnet.  © Norbert Neumann
Samstagnachmittag auf der Prager Straße: So leer ist es hier sonst nie.
Samstagnachmittag auf der Prager Straße: So leer ist es hier sonst nie.  © Norbert Neumann
Das Restaurant "Watzke am Goldenen Reiter" wird ab sofort geschlossen bleiben.
Das Restaurant "Watzke am Goldenen Reiter" wird ab sofort geschlossen bleiben.  © dpa/Oliver Killig/dpa-Zentralbild
Auch auf dem Altmarkt waren kaum Menschen zu sehen.
Auch auf dem Altmarkt waren kaum Menschen zu sehen.  © Norbert Neumann
Der Biergarten am Elbufer blieb ebenso seit dem heutigen Samstag geschlossen.
Der Biergarten am Elbufer blieb ebenso seit dem heutigen Samstag geschlossen.  © dpa/Oliver Killig/dpa-Zentralbild
Das Karstadt hat geschlossen. Wer Lebensmittel im Keller des Einkaufs-Tempels kaufen möchte, muss einen Seiteneingang nutzen.
Das Karstadt hat geschlossen. Wer Lebensmittel im Keller des Einkaufs-Tempels kaufen möchte, muss einen Seiteneingang nutzen.  © dpa/Oliver Killig/dpa-Zentralbild

Update, 21. März, 16.27 Uhr: Infizierten-Anstieg in Sachsen

Diese Visualisierung verdeutlicht, wie viele Personen in Sachsen sich in den letzten Tagen mit dem Coronavirus ansteckten.

Die Kurve verläuft bislang immer steiler nach oben. Die in Kraft getretenen Ausgangsbeschränkungen in Dresden dürften in den nächsten Tagen für ein Abflachen sorgen.
Die Kurve verläuft bislang immer steiler nach oben. Die in Kraft getretenen Ausgangsbeschränkungen in Dresden dürften in den nächsten Tagen für ein Abflachen sorgen.  © TAG24

Update, 21. März, 16.08 Uhr: Dem Pflegepersonal wird an der Uniklinik gedankt

Mit einem riesigen Transparent wird der Dank der gesamten Pflege-Branche gegenüber ausgedrückt.

"Respekt an das Pflegepersonal - Helden der Gesellschaft", steht auf dem blauen Banner, das mehrere Meter lang ist und von bislang Unbekannten an einer Begrenzungsmauer der Universitätsklinik auf der Fetscherstraße angebracht wurde.

"Respekt an das Pflegepersonal - Helden der Gesellschaft" steht auf dem Banner an der Fetscherstraße.
"Respekt an das Pflegepersonal - Helden der Gesellschaft" steht auf dem Banner an der Fetscherstraße.  © Ove Landgraf
Das Transparent wurde an einer Mauer der Universitätsklinik angebracht.
Das Transparent wurde an einer Mauer der Universitätsklinik angebracht.  © Ove Landgraf

Update, 21. März, 15.55 Uhr: Erneut starker Anstieg der Infizierten-Zahlen in Sachsen

In Leipzig wurden am Samstagnachmittag fast 20 neue Fälle bekannt, im Landkreis Zwickau sogar über 50. Auch in den Landkreisen Leipzig, Görlitz und Bautzen sowie der Stadt Chemnitz stieg die Anzahl an Infizierten weiter an. Das ist der aktuelle Stand:

Im Moment sind 761 Corona-Fälle in Sachsen bekannt.
Im Moment sind 761 Corona-Fälle in Sachsen bekannt.  © TAG24

Update, 21. März, 15.16 Uhr: Sächsische Unternehmer bekommen bereits finanzielle Hilfen

Wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (46) mitteilte, sind die ersten Express-Bürgschaften bereits freigegeben. Sowohl Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) als auch die Sächsische Aufbaubank (SAB) bewilligten demnach die ersten Anträge auf finanzielle Hilfen von sächsischen Unternehmen. Damit erhalten sie in dieser finanziell herausfordernden Zeit den Zugang zu überlebenswichtigen Kreditfinanzierungen und können ihre Liquidität bei Umsatzeinbrüchen sichern.

"Gerade das Hotel- und Gaststättengewerbe benötigt schnelle und unbürokratische Hilfe", erklärte Dulig. "Diese gewährt unter anderem die Bürgschaftsbank mit Express-Bürgschaften, damit Unternehmen schnelle Liquiditätshilfen erhalten können. Ich bin sehr dankbar, dass die Kolleginnen und Kollegen der Bürgschaftsbank es geschafft haben, innerhalb von ganz wenigen Tagen die ersten Hilfen bereits auszureichen. So wird klar: Wir reden nicht, wir handeln! Denn viele Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen jetzt unsere Hilfe."

Im nächsten Schritt soll auch Unternehmen, Selbständigen und Freiberuflern in Sachsen geholfen werden, die maximal eine Million Euro im Jahr erwirtschaften. Ab kommenden Montag wird das von Dulig initiierte Programm "Sachsen hilft direkt" bei der SAB angeboten.

Wirtschaftsminister Martin Dulig freut sich, dass schnell geholfen werden kann. (Archivbild)
Wirtschaftsminister Martin Dulig freut sich, dass schnell geholfen werden kann. (Archivbild)  © Max Patzig

Update, 21. März, 14.27 Uhr: Die aktuelle Lage in Sachsen

In Sachsen sind derzeit 639 Menschen mit dem Coronavirus verteilt. Die meisten davon entfallen auf die Stadt Leipzig (121), den Landkreis Zwickau (115) und die Landeshauptstadt Dresden (115).

Derzeit gibt es 639 Corona-Infizierte in Sachsen. So verteilen sie sich.
Derzeit gibt es 639 Corona-Infizierte in Sachsen. So verteilen sie sich.  © TAG24

Update, 21. März, 14.21 Uhr: Filmfest Dresden in den Herbst verschoben

Das 32. Filmfest Dresden wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus auf den 8. bis 13. September verschoben. "Wir bedauern sehr, dass das Festival nicht wie geplant im April stattfinden kann", teilte Festivalleiterin Sylke Gottlebe am Samstag mit. Die Entscheidung sei aus Verantwortungsgefühl gegenüber Gästen und Mitarbeitern unumgänglich, so Gottlebe.

Auch Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) bedauere die Verschiebung des Festivals. Die Schirmherrin hoffe laut Mitteilung des Filmfestivals, dass die Veranstaltung im Spätsommer stattfinden könne. Ob es im September Einschränkungen des geplanten Programms geben werde, prüfe man derzeit, teilte die Festivalleitung mit.

Update, 21. März, 14.10 Uhr: DVB dünnen Fahrplan weiter aus

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) dünnen ihren Fahrplan wegen der Corona-Krise weiter aus. Von Montag an werden auch die Straßenbahnlinien 3, 4, 7, 9 und 11 sowie die Buslinien 61, 62 und 66 auf einen 15-Minuten-Takt umgestellt. 

DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach rief die Kunden am Samstag zugleich auf, auf unnötige Wege zu verzichten. Der Bus- und Straßenbahnverkehr werde zur Absicherung von Grundbedürfnissen des täglichen Lebens erhalten bleiben. In Dresden gelten seit Samstag Ausgehbeschränkungen. Eine Allgemeinverfügung der Stadt regelt, dass die eigene Wohnung nur aus triftigen Gründen verlassen werden soll.

Update, 21. März, 14 Uhr: Gruppe Obdachloser in der Neustadt wird aufgelöst

In der Dresdner Neustadt ist die Polizei gefordert. Hier muss eine Gruppe Obdachloser aufgelöst werden. Der Einsatz findet an der Ecke Sebnitzer Straße / Görlitzer Straße statt.

Polizisten sind an der Ecke Görlitzer Straße / Sebnitzer Straße gefordert.
Polizisten sind an der Ecke Görlitzer Straße / Sebnitzer Straße gefordert.  © Thomas Türpe

Update, 21. März, 13.35 Uhr: Polizei kontrolliert Einhaltung von Regeln

Weil in Dresden jetzt verschärfte Regeln gelten, sind Polizisten unterwegs, um zu prüfen, ob alle sich dran halten. Verstöße gegen die erlassene Allgemeinverfügung können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe belegt.

Die Polizei kontrolliert die begrenzte Ausgangssperre.
Die Polizei kontrolliert die begrenzte Ausgangssperre.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa
Menschenleer auch die Einkaufszentren in der Dresdner Innenstadt.
Menschenleer auch die Einkaufszentren in der Dresdner Innenstadt.  © Norbert Neumann

Update, 21. März, 12.50 Uhr: 115 Infektionen in Dresden (Stand: 12 Uhr)

Mittlerweile sind mehr als 100 Coronavirus-Fälle in der Landeshauptstadt Dresden bestätigt. Laut Fallzahlen der Stadt, die sich auf Angaben des Gesundheitsamts beziehen, sind mittlerweile 115 labordiagnostisch bestätigte Nachweise des Coronavirus in Dresden aufgetreten.

115 bestätigte Infektionen von liegen am Samstagmittag für die Landeshauptstadt Dresden vor.
115 bestätigte Infektionen von liegen am Samstagmittag für die Landeshauptstadt Dresden vor.  © TAG24

Update, 21.März, 12.40 Uhr: Elbufer praktisch menschenleer

Gähnende Leere auch am Dresdner Elbufer. Wo sonst Spaziergänger in Scharen unterwegs sind, sind heute nur vereinzelte Sportler zu sehen. Seit Mitternacht gelten für Dresden verschärfte Ausgangsregelungen.

Das Elbufer in Dresden ist praktisch menschenleer.
Das Elbufer in Dresden ist praktisch menschenleer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. März, 11.14 Uhr: Notrufmissbräuche häufen sich

Die Polizei Sachsen mahnt die Bevölkerung dazu, Notrufnummern nicht zu missbrauchen. Bitte haltet den Notruf für wirkliche Notfälle frei, heißt es auf Twitter.

Update, 21. März, 10.54 Uhr: Ex-Dynamo-Kapitän Hartmann zur Corona-Krise

Marco Hartmann hat in der schwierigen Zeit seinen Humor nicht verloren. Der Ex-Kapitän von Dynamo Dresden wurde mit dem Satz konfrontiert, dass er jetzt endlich einmal gesund, dafür die Welt krank ist.

Seine Antwort lest Ihr >> hier

Marco Hartmann darf wie alle seine Dynamo- und Profikollegen derzeit nur allein trainieren.
Marco Hartmann darf wie alle seine Dynamo- und Profikollegen derzeit nur allein trainieren.  © Lutz Hentschel

Update, 21. März, 10.30 Uhr: Straßen in der Dresdner Neustadt menschenleer

Das Szeneviertel Neustadt wirkte am Sonnabendmorgen wie eine Geister-Area. Fast alle Geschäfte waren geschlossen, kaum Fahrzeuge zu sehen, vereinzelt trugen Passanten ihre Einkäufe nach Hause. Die Kunsthofpassage, immer ein Publikumsmagnet - gähnend leer.

Der Wochenmarkt auf dem Alaunplatz war normal besucht, aber mit auffällig großen Lücken in den Schlangen vor Bäcker, Käsestand und Fleischer. Jogger drehten ihre Runden im Park, der ansonsten nahezu menschenleer war. Auch eines der letzten Bollwerke, der ABC-Spätshop auf der Görlitzer Straße, machte um 10 Uhr zu statt auf. Inhaberin Hatice verschenkte die letzte verderbliche Ware und gestand:

"Am Freitagabend war so wenig los, das war richtig gespenstisch." Das quirlige Viertel jetzt im zwangsgelähmten Modus - auch für die Bewohner eine völlig neue Erfahrung...

Menschenleer auch die Kunsthofpassage in der Neustadt.
Menschenleer auch die Kunsthofpassage in der Neustadt.  © Stefan Ulmen
Der Späti auf der Görlitzer Straße.
Der Späti auf der Görlitzer Straße.  © Stefan Ulmen
 Kunden werden um Verständnis gebeten.
Kunden werden um Verständnis gebeten.  © Stefan Ulmen

Update, 21. März, 9.54 Uhr: Spielgelegenheiten teilweise abgesperrt

Spielplätze und Spielgelegenheiten sind teilweise abgesperrt, so wie hier auf der Hauptstraße.

 Spielgelegenheiten sind abgesperrt, sollen nicht benutzt werden.
Spielgelegenheiten sind abgesperrt, sollen nicht benutzt werden.  © privat

Update, 21. März, 9.47 Uhr: Dresden International wird zum Geister-Flughafen

Auch Dresdens Flughafen ist von der Corona-Krise gebeutelt. Am Freitag hoben nur vier Maschinen in Klotzsche ab.

Die ganze Geschichte >> hier.

Update, 21. März, 9.05 Uhr: Normaler Markttag auf dem Alaunplatz

Der Wochenmarkt auf dem Alaunplatz ist normal besucht für diese Zeit. An der Schlange vom Bäcker halten die Kunden den nötigen Abstand.

 Die Zahl der Marktbesucher ist wie immer.
Die Zahl der Marktbesucher ist wie immer.  © Stefan Ulmen

Update, 21. März, 8.03 Uhr: Schlange stehen vorm Baumarkt

Da ab Montag auch Baumärkte geschlossen bleiben müssen, bildete sich bereits am frühen Samstagmorgen eine lange Schlange vor Hornbach in Übigau.

 
© Steffen Füssel

Update, 21. März, 0 Uhr: Ausgangssperre in Kraft getreten

Ab sofort gilt die von der Landeshauptstadt Dresden verhängte Ausgangssperre.

Update, 20. März, 21.41 Uhr: Hoher Zugriff auf dresden.de

Offenbar kommt das Portal der Landeshauptstadt dresden.de seit Bekanntwerden der ab Mitternacht geltenden Allgemeinverfügung (Ausgangssperre mit Ausnahmen) an seine Grenzen. Habt bitte etwas Geduld.

Update, 20. März, 20 Uhr: Dresden verhängt Ausgangssperre

Die Landeshauptstadt Dresden hat erlassen, dass das Verlassen der eigenen Häuslichkeit untersagt ist. Eine Ausnahme besteht nur bei Vorliegen triftiger Gründe, die gegenüber der Polizei, dem Gemeindlichen Vollzugsdienst sowie dem Gesundheitsamt und anderen mit dem Vollzug dieser Verfügung betrauten Stellen, bei Aufforderung glaubhaft zu machen sind. 

Triftige Gründe im Sinne dieser Verfügung sind insbesondere:

  • die Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
  • die Ausübung beruflicher Tätigkeiten einschließlich der Unterbringung von Minderjährigen in der Notbetreuung,
  • die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z. B. Arztbesuch, medizinische Behandlungen; Blutspenden sind ausdrücklich erlaubt) sowie der Be­such bei Angehörigen akademischer Heilberufe und Gesundheitsfachberufe, soweit dies medi­zinisch dringend erforderlich ist (z. B. Psycho- und Physiotherapeuten),
  • Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs (z. B. Einzelhandel für Lebensmit­tel, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Ban­ken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Tierbedarfs­märkte und der Großhandel),
  • der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich,
  • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
  • die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis mit maximal 15 Teilnehmenden,
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung größer fünf Personen und Handlungen zur Versorgung von Tieren

Bitte reduziert auf ein Minimum rauszugehen! Haltet draußen mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Menschen. Wenn Ihr wieder zu Hause seid, wascht Euch sofort die Hände. Und: No Party! Jegliche private Veranstaltungen und Feierlichkeiten sind ab sofort verboten.

Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs ist nur unter Beachtung des vorgenannten Mindestabstands zulässig.

Der Erlass ist ab dem 21. März um 0 Uhr gültig! Eine ausführliche Stellungnahme aus dem Rathaus lest Ihr >>> hier.

Mehr zur ab Mitternacht geltenden Ausgangssperre lest Ihr >>> hier.

Die Allgemeinverfügung tritt mit dem Ablauf des 4. April 2020 außer Kraft. Ab dem 5. April 2020, 0 Uhr, sind die Regelungen damit hinfällig.

Update, 20. März, 19.53 Uhr: Dynamo-Torwart Wiegers kritisiert "rücksichtsloses" Verhalten

Fußball-Profi Patrick Wiegers von Zweitligist Dynamo Dresden zeigt sich erschrocken über das Verhalten einiger Menschen während der Coronavirus-Pandemie. "Viele haben den Ernst der Lage leider noch immer nicht erkannt. Haben sich diese Menschen in den vergangenen Tagen mal gefragt, was sie da eigentlich machen? Ein solches Verhalten ist für mich erschreckend rücksichtslos", sagte der Torwart in einem Interview auf der Club-Website.

Die Dynamo-Profis trainieren derzeit individuell. Auch Wiegers hält sich fast ausschließlich in den eigenen vier Wänden fit. Bis auf seine Frau und seine im September geborene Tochter versucht der 29-Jährige alle sozialen Kontakte zu meiden. 

"Das eigene Ego muss sich jetzt erst einmal in unserem kollektiven Bewusstsein hinten anstellen und die freie Zeit sollte niemand von uns mit einem gemeinsamen Urlaub verwechseln, den man entspannt in der Sonne mit vielen guten Freunden verbringt", sagte der gebürtige Bayer.

Update, 20. März, 18.48 Uhr: Starker Anstieg bei Kurzarbeitern

Wie die sächsische Arbeitsagentur am Freitag mitteilte, haben rund 2800 sächsische Betriebe in dieser Woche aufgrund der aktuellen Lage Kurzarbeit angezeigt.

"Wir wissen, dass die aktuelle Situation nicht einfach ist. Es geht um die Wirtschaft und die Menschen in Sachsen. Jederzeit kann sich die Situation ändern und wir wissen heute nicht, was kommende Woche auf uns zukommt", sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

Und weiter: "Wir wollen exakt dort helfen, wo wir gebraucht werden. Genau das ist erforderlich und unser erster und wichtigster Auftrag. Denn mit Kurzarbeitergeld unterstützen wir die Unternehmen in den aktuell unsicheren Zeiten finanziell und sichern damit die Arbeitsplätze und Existenzen der Menschen in Sachsen."

Update, 20. März, 18.44 Uhr: Musiker planen Mega-Konzert

Musiker um den Dresdner Cellisten und Festspielintendanten Jan Vogler wollen mit einem Konzert Zuversicht in die heimischen Wohnungen bringen - per Livestream aus New York! Das 24-Stunden-Konzert unter dem Motto "Music Never Sleeps NYC" soll am 27. März eine Stunde vor Mitternacht mitteleuropäischer Zeit beginnen, teilte Vogler am Freitag mit. 

"Wir werden uns alle zusammenschließen, um eine musikalische Botschaft des Mutes, des Mitgefühls, der Freundschaft, der Hoffnung und der Liebe von New York aus in die ganze Welt zu senden." 

Beteiligt sind namhafte Solisten und Ensembles wie der Geiger Gil Shaham oder das Orchester The Knights.

Der Dresdner Cellist und Festspielintendant Jan Vogler.
Der Dresdner Cellist und Festspielintendant Jan Vogler.  © Adrian Schmidt/ PR

Update, 20. März, 18.07 Uhr: Gespenstische Leere im Kaufpark Nickern

Kaufpark Nickern, Dresdens zweitgrößtes Einkaufszentrum: Wo sich sonst unzählige Menschen zum Shoppen treffen, gemütlich einen Kaffee trinken oder Einkäufe erledigen, herrschte am frühen Freitagabend eine gespenstische Leere.

   
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Update, 20. März, 17.40 Uhr: Petra Köpping zum ersten Todesfall nach Corona-Infektion in Sachsen

In Sachsen gibt es im Landkreis Bautzen einen ersten Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion. Dazu erklärt Gesundheitsministerin Petra Köpping:

"Der erste Todesfall aufgrund einer Coronainfektion ist ein sehr trauriges Ereignis. Ich spreche den Hinterbliebenen mein tief empfundenes Beileid aus. Mein Mitgefühl ist bei den Angehörigen. 

Angesichts dieses traurigen Ereignisses gilt umso mein Appell noch einmal an die Bevölkerung: Wir verzeichnen in Sachsen eine angespannte Lage. Deshalb haben wir zum Schutz der Bevölkerung heute weitere Verordnungen mit Beschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens beschlossen. Diese verschärften Maßnahmen werden aber nur wirken, wenn sich alle daran halten. 

Deshalb appelliere ich erneut an die Verantwortung aller für sich selbst und für die Mitmenschen. Meiden Sie den Kontakt untereinander. Das schützt unser aller Gesundheit und kann Leben retten."

Update, 20. März, 17.31 Uhr: Nach Unfall Stau an tschechischer Grenze

An der tschechischen Grenze ist es erneut zu Behinderungen für den Warenverkehr gekommen. Die Autobahn E55 zwischen Dresden und Prag musste am Freitagnachmittag in Richtung der tschechischen Hauptstadt gesperrt werden. Grund war ein Unfall von zwei Lastwagen, wie die Feuerwehr in Usti (Aussig) mitteilte. 

Es werde damit gerechnet, dass die Sperrung mehrere Stunden dauert. Wegen der derzeitigen Grenzkontrollen könne keine Umleitung eingerichtet werden. Tschechien hatte wegen der Coronavirus-Gefahr einen Ein- und Ausreisestopp verhängt - Ausnahmen gelten für Lkw-Fahrer und Grenzgänger.

Vor dem Grenzübergang Lanzhot (Landshut in Mähren) zur Slowakei hat sich ein rund zehn Kilometer langer Stau gebildet. Wegen der schwierigen Verkehrslage auf den slowakischen Autobahnen werden die Lkw nur schubweise durchgelassen.

Update, 20. März, 17.25 Uhr: Neue Zahlen aus Sachsen

In Sachsen ist die Zahl der Infizierten auf 585 gestiegen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 20. März, 16.57 Uhr: Run auf Baumärkte

Offenbar hat die Nachricht, dass ab Montag auch die Baumärkte in Sachsen vorübergehend schließen müssen, zu einem Ansturm, auf die Märkte gesorgt. So gibt es derzeit eine lange Warteschlange bei Hornbach in der Washingtonstraße in Dresden.

Update, 20. März, 16.41 Uhr: Städtisches Klinikum Görlitz stockt Betten auf

Das Städtische Klinikum Görlitz hat die hauseigenen Kapazitäten zur Behandlung erwarteter Coronavirus-Infizierter aufgestockt. "Derzeit haben wir keinen Patienten mit Covid-19 bei uns, doch angesichts der rasanten Ausbreitung müssen wir jederzeit damit rechnen", sagte der medizinische Direktor Eric Hempel.

Die 20 bereits zur Verfügung stehenden Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit seien kurzfristig auf 24 erweitert worden.

Die Klinikleitung prüfe zudem, wie Kapazitäten noch weiter aufgestockt werden könnten. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, hieß es. Eine Infektionsstation mit mindestens 13 Plätzen sei in einem separaten Gebäude eingerichtet worden und könne bei Bedarf auf 25 Plätze ausgeweitet werden. 

Personal und Räumlichkeiten für die Station seien durch Verlegungen und Entlassungen von Patienten geschaffen worden.

Update, 20. März, 16.41 Uhr: Erster Todesfall in Sachsen

Am Freitag ist der erste Corona-Patient aus Sachsen im Landkreis Bautzen verstorben. "Ich bedauere das zutiefst und möchte den Angehörigen an dieser Stelle mein tiefstes Beileid aussprechen", so Landrat Michael Harig.

Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Bautzen ist auf 55 (+ 7 zum Vortag) gestiegen. Der Anstieg ist vor allem auf die verstärkten Rückmeldungen von Ischgl-Urlaubern zurückzuführen, die dem Aufruf des Gesundheitsamtes gefolgt sind. Damit konnten weitere infizierte Personen ausfindig gemacht werden. 

Derzeit arbeiten rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Bekämpfung der Pandemie.

Die Zahl der Quarantänen erhöhte sich auf 581, da für zahlreiche mündliche Anordnungen jetzt der schriftliche Bescheid ausgestellt wurde.

Von den bisher festgestellten Corona-Infektionen ist noch bei einer Person ein schwerer Krankheitsverlauf zu verzeichnen. Diese Person wird weiterhin in einer Klinik behandelt. Eine weitere Person kann am Samstag entlassen werden.

Im Landkreis Bautzen hat es den ersten Coronavirus-Todesfall in Sachsen gegeben.
Im Landkreis Bautzen hat es den ersten Coronavirus-Todesfall in Sachsen gegeben.  © Thomas Türpe

Update, 20. März, 16.21 Uhr: Corona-Tests bei neuankommenden Flüchtlingen

Alle in Sachsen neuankommenden Flüchtlinge werden nun auf das Coronavirus getestet. Bislang gebe es aber keine positiven Testergebnisse, teilte die Landesdirektion am Freitag mit. Beim Auftreten einer Infektion habe das örtliche Gesundheitsamt über die weiteren Maßnahmen zu entscheiden.

Nach Angaben der Behörde werden Neuzugänge zunächst 14 Tage getrennt untergebracht. Die Betroffenen würden in gesonderten Bereichen mit eigenen Sanitäreinrichtungen und Essensversorgung unterkommen. 

Des Weiteren wurden Reinigungsmaßnahmen optimiert und erweitert, etwa durch Desinfektion. Die Bewohner würden zudem in verschiedenen Sprachen zu Verhaltensregeln aufgrund der Pandemie-Situation belehrt.

Update, 20. März, 15.43 Uhr: Erhöhte Polizeipräsenz am Wochenende

Zur Einhaltung der in Kraft getretenen Allgemeinverfügung wird die Dresdner Polizei ihre Präsenz auf der Straße erhöhen.

Allein in den vergangenen 24 Stunden haben Einsatzkräfte in 60 Fällen Verstöße gegen die Allgemeinverfügung festgestellt. In zwei Drittel der Fälle war die Nutzung von Spielplätzen Anlass für polizeiliches Handeln. 

Hinzu kamen Lokale und Geschäfte, die trotz Verbotes geöffnet hatten. In allen Fällen wurden den polizeilichen Aufforderungen Folge geleistet. Zudem stellten Einsatzkräfte beispielsweise an den Elbwiesen und im Alaunpark Menschenansammlungen fest.

Polizeipräsident Jörg Kubiessa: "Auch diese Ansammlungen sind potentielle Infektionsorte. Es geht jetzt darum, alle Möglichkeiten der Kommunikation für einen noch stärkeren Appel an die Vernunft zu nutzen."

Einsatzkräfte werden beim Feststellen von Menschenansammlungen die Personen aktiv ansprechen, um mehr Sensibilität zu wecken und im besten Fall eine Verhaltensänderung zu erreichen.

Am Mittwoch und Donnerstag tummelten sich noch immer viel zu viele Menschen im Alaunpark.
Am Mittwoch und Donnerstag tummelten sich noch immer viel zu viele Menschen im Alaunpark.  © Norbert Neumann

Update, 20. März, 15.31 Uhr: Verschärfte Regeln gelten ab Sonntag

Wie ein Regierungssprecher inzwischen bestätigte, sollen die verschärften Regeln für Sachsen ab Sonntag, 22. März, gelten.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) hatte am Freitag verkündet, dass in Sachsen alle öffentlichen Ansammlungen verboten werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Freiheitsstrafe rechnen: es drohen zwei Jahre Gefängnis!

Außerdem werden ab Sonntag alle Gaststätten, Baumärkte und Friseure geschlossen. Handwerker dürfen weiter arbeiten.

Update, 20. März, 15.20 Uhr: Erstattung von Kitagebühren

Sachsens Staatsregierung und die Kommunalen Spitzenverbände haben sich am Freitag zur Erstattung von Kitagebühren verständigt. Demnach werden für den Zeitraum der Schließung von Kindertageseinrichtungen, Orten der Kindertagespflege und Horten werden keine Elternbeiträge erhoben.

Bis zu einer gesetzlichen Regelung werden die Städte und Gemeinden in die Vorfinanzierung gehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 28,3 Millionen Euro.

Der Freistaat wird die kommunalen Belastungen durch eine zentrale Finanzierungsregelung kompensieren.

Update, 20. März, 15.02 Uhr: Hilfe für Friseure gefordert

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat unbürokratische und schnelle finanzielle Hilfe für Betriebe seiner Branche gefordert. Das sei entscheidend, damit die Betriebe in der aktuellen Lage, aber auch im Zuge einer möglichen staatlich angeordneten Schließung, am Markt bleiben könnten. Es brauche genauso viel Engagement vonseiten der Politik wie im Industriebereich.

Update, 20. März, 14.08 Uhr: Sachsen verbietet Ansammlungen

Wie Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) jetzt verkündete, verbietet Sachsen alle öffentlichen Ansammlungen - auch in Parks. Zum Versammlungsverbot sagt Kretschmer: Es gibt keine bestimmte Grenze bei der Personenzahl. Sechs Leute in Familie, so ein Beispiel, geht. Aber nicht sechs feiernde Jugendliche.

Bei Zuwiderhandlung kann das mit Freiheitsstrafen bestraft werden: es drohen dann zwei Jahren Gefängnis!

ABER: Bislang kommen keine Ausgangssperren in Sachsen.

Des Weiteren werden jetzt auch alle Gaststätten, Baumärkte und Friseure geschlossen. Diese durften zuvor noch öffnen. Handwerker dürfen weiter arbeiten.

Die verschärften Regeln gelten voraussichtlich ab diesem Sonntag!

Außerdem wurde ein Besuchsverbot für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime erlassen, so Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD). Die Zahl der Infizierten ist erneut angestiegen - nun bei 562 Menschen.

Sachsen schaltet Sofortprogramm für kleine Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und unter eine Mio. Jahresumsatz, so Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD). Die Anträge sind ab kommender Woche bei der Sächsischen Aufbau Bank möglich - Zinslos, erste 3 Jahre tilgungsfrei. Laufzeit 10 Jahre. Bis zu 50.000 Euro, in Ausnahmefällen bis 100.000 Euro.

Dresden ist nun menschenleer.
Dresden ist nun menschenleer.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa; Petra Hornig

Update, 20. März, 13.51 Uhr: Neue Zahlen aus Sachsen

In Sachsen ist die Zahl der Infizierten auf 549 gestiegen.

 
© TAG24 Grafik

Update, 20. März, 12.06 Uhr: Zahl der Infizierten steigt

^^^Die Zahl der Infizierten in Dresden ist zum Freitag hin rapide gestiegen. Waren es am Vortag noch 60 Fälle sind es heute bereits 97. 

Ein Intensivbett auf einer Intensivstation der Uniklinik Dresden.
Ein Intensivbett auf einer Intensivstation der Uniklinik Dresden.  © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. März, 11.00 Uhr: Online-Portal für Meißner Gewerbetreibende

Die Stadt Meißen hat sich jetzt etwas für Gewerbetreibende einfallen lassen, damit diese ihre Waren, trotz Schließung, weiterhin verkaufen können. "Über das Online-Portal meissen.online können ab sofort und kostenfrei alle Gewerbetreibenden ihre Waren für den Online-Verkauf anbieten", heißt es in einer Mitteilung.

Update, 20. März, 10.58 Uhr: Tschechien verschärft Bestimmungen für Grenzpendler

Tschechien verschärft wegen der Corona-Krise nun auch die Bestimmungen für Berufspendler, die die deutsch-tschechische Grenze regelmäßig überqueren. 

Vom Ein- und Ausreiseverbot sind Pendler weiterhin ausgenommen. Von Samstag müssen sie jedoch ein "Ausweisbuch für grenzüberschreitende Arbeitskräfte" vorlegen. Das Formular kann im Internet heruntergeladen werden, wie das Innenministerium in Prag bekanntgab. Die Regelung gilt auch für die Grenze zu Österreich.

Update, 20. März, 10.30 Uhr: Schlange vorm Baumarkt

Die Dresdner wollen offenbar während der vielen Zeit ihr Zuhause verschönern. Am Hornbach in Übigau kommt es deshalb zu langen Warteschlangen. Auch weil der Markt die Kundenströme reguliert und nicht alle gleichzeitig reinlässt. Vor dem Baumarkt klappt das mit dem Mindestabstand von einem Meter allerdings noch nicht so gut. 

Dutzende Menschen warten vor dem Hornbach in Übigau.
Dutzende Menschen warten vor dem Hornbach in Übigau.  © Steffen Füssel

Update, 20. März, 6.30 Uhr: Experte gibt Sachsen-Regierung gute Noten für Corona-Krisenmanagement

Sachsens Regierung bekommt vom Leipziger Politologen Hendrik Träger für den Umgang mit der Corona-Krise gute Noten ausgestellt. "Nach meinem Eindruck läuft das gut", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Krise sei auch für die Bundesländer und Landesregierungen eine riesige Herausforderung: 

"Sie müssen den Spagat zwischen der Berücksichtigung persönlicher Freiheitsrechte und Sicherheitsaspekten hinbekommen." Zudem mache die Ungewissheit das Agieren schwer. Träger sieht aber auch die föderale Struktur Deutschlands an ihre Grenzen kommen. Länder mit einer starken Zentralregierung wie Frankreich seien bei solchen Lagen im Vorteil.

Update, 20. März, 6.10 Uhr: Stau auf der A4 an polnischer Grenze hat sich vorerst aufgelöst

Der Stau auf der Autobahn 4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze hat sich in der Nacht zu Freitag vorerst aufgelöst. Am Donnerstagabend hatte der Stau noch eine Länge von etwa 20 Kilometern und sich dann gegen Mitternacht ganz aufgelöst, wie ein Sprecher der Polizei Görlitz am Freitag sagte. Grund dafür sei eine Lockerung der polnischen Grenzkontrollen.

Am Wochenende hatte Polen an Grenzübergängen zu Deutschland und anderen Nachbarländern Kontrollen eingeführt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu erschweren. In der Folge stauten sich seit Dienstagmorgen Lastwagen und Autos auf der A4 in Richtung Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz. Zwischenzeitlich hatte der Stau eine Länge von etwa 60 Kilometern.

Neben der Polizei Görlitz waren das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, die Bundespolizei und seit Mittwochabend auch die Bundeswehr im Einsatz. Inwiefern sich die Verkehrssituation an der Grenze nun dauerhaft entspannt, konnte die Polizei Görlitz am Freitagmorgen nicht abschätzen.

Der kilometerlange Stau hat sich mittlerweile aufgelöst.
Der kilometerlange Stau hat sich mittlerweile aufgelöst.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. März, 22.48 Uhr: Bitte bleibt zu Hause!

In einer Fernsehansprache sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Donnerstagabend: "Wir sind am Beginn einer gefährlichen Entwicklung. Und wir können sie noch beeinflussen." 

Die meisten Sachsen würden verantwortungsvoll handeln, doch es "gibt auch einige, die die Dramatik der Situation noch nicht erkannt haben", so Kretschmer weiter. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Bitte denkt jetzt an Social Distancing. Auch wenn das frühlingshafte Wetter nach draußen lockt, bleibt vorerst zu Hause und genießt Euren Kaffee doch einfach auf dem Balkon - damit wir nicht auch noch den Sommer in den eigenen vier Wänden verbringen.

Fast menschenleer war der Neumarkt mit der Frauenkirche am frühen Donnerstagabend. Wo sich sonst zahlreiche Touristen und Einwohner der Stadt tummeln, herrschte gähnende Leere.
Fast menschenleer war der Neumarkt mit der Frauenkirche am frühen Donnerstagabend. Wo sich sonst zahlreiche Touristen und Einwohner der Stadt tummeln, herrschte gähnende Leere.  © Robert Michael/dpa

Update, 19. März, 20.20 Uhr: Dynamo Dresden setzt auf Kurzarbeit für Mitarbeiter

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden führt wegen der Aussetzung des Spielbetriebs im Zuge der Corona-Krise für einen Großteil seiner Beschäftigten Kurzarbeit ein oder verkürzt deren Arbeitszeit. Dies betreffe sowohl die Geschäftsstelle als auch die Nachwuchs-Akademie, teilten die Sachsen am Donnerstagabend mit.

Nicht betroffen seien die Bereiche, die sich mit der Fertigstellung des neuen Trainingszentrums beschäftigen. Diese ist für Sommer 2020 geplant.

Hintergrund für die Entscheidung der Vereinsverantwortlichen ist die Ankündigung der Deutschen Fußball Liga, dass sowohl die Bundesliga als auch die 2. Bundesliga mit dem Spielbetrieb vorerst weiter bis mindestens 2. April pausieren wird. Mehr zum Thema lest Ihr >>> hier.

Update, 19. März, 19.41 Uhr: Fernsehansprache von MP Kretschmer

In einer Fernsehansprache hat Ministerpräsident Michael Kretschmer die Sachsen angesichts der Corona-Krise zu Solidarität und Verantwortungsgefühl aufgerufen. Auch Sachsen stehe vor einer der größten Bewährungsproben der vergangenen Jahrzehnte. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wandte sich am Donnerstagabend an die Sachsen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wandte sich am Donnerstagabend an die Sachsen.  © Thomas Türpe

Update, 19. März, 18.57 Uhr: Aktueller Stand in Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums sind inzwischen 417 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 60 in Dresden.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 19. März, 18.19 Uhr: Leere Regale im Kaufland Dresden-Kleinpestitz

Viele leere Regale im Kaufland Dresden-Kleinpestitz (Kohlenstraße 18). Offenbar sind die Kunden schneller beim Einkaufen als die Markt-Mitarbeiter mit dem Einsortieren neuer Waren hinterherkommen. 

Möglicherweise hat sogar der Mega-Stau auf der A4 Auswirkungen auf die aktuelle Situation: Viele LKWs hängen dort seit Tagen fest, weil die Kontrollen an den Grenzübergängen zu Polen zu langsam ablaufen. Ergebnis: 60 Kilometer Stau.

Doch keine Panik! Nachschub ist unterwegs, es dauert nur noch ein bisschen.

  
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Update, 19. März, 17.54 Uhr: Erste Hotels machen dicht

Wegen des Coronavirus schließen die ersten Hotels in Dresden. Betroffen sind das Taschenberg Kempinski, Amedia Hotel Dresden Elbpromenade, NH Collection Dresden Altmarkt und das Inside Dresden. Das Penck Hotel schließ vorübergehend ab Sonntag, das Ringhotel Residenz Alt Dresden ab Montag.

Informationen dazu gibt es auf den jeweiligen Homepages der Gästehäuser.

Seit Donnerstag dürfen Hotels und Übernachtungsbetriebe nur noch für geschäftliche Reisen, nicht mehr für Touristen öffnen. Die Dehoga Sachsen rechnet mit baldigen amtlichen Hotelschließungen.

Auf seiner Webseite informiert das Penck Hotel, dass es "ab 22. März bis voraussichtlich 20. April 2020" schließen wird. Davon betroffen sind der Hotelbetrieb sowie das Restaurant. 
Auf seiner Webseite informiert das Penck Hotel, dass es "ab 22. März bis voraussichtlich 20. April 2020" schließen wird. Davon betroffen sind der Hotelbetrieb sowie das Restaurant.  © ronaldbonss.com /Ronald Bonss

Update, 19. März, 17.10 Uhr: Sportverbot für Spitzenathleten gelockert

In Sachsen können Spitzenathleten vom Verbot der Benutzung von Sportanlagen ausgenommen werden. Ausnahmen würden aktuell grundsätzlich nur für Bundeskaderathleten erteilt, teilte das Innenministerium in Dresden mit. 

Zudem könne es Ausnahmen für solche Athleten geben, die vergleichbaren Kadereinstufungen hätten, wie etwa bei Mannschaftssportarten aus den Bundesligen. Zudem ist die Ausnahmemöglichkeit den Angaben zufolge auf Sportler aus den Sommersportarten beschränkt.

Den Antrag könne der Verein der betroffenen Athleten mit einer sportfachlichen Begründung, warum die entsprechende Sportstätte genutzt werden muss, stellen. Nachgewiesen werden muss zudem die Zustimmung des Betreibers oder Eigentümers der Sportstätte sowie die des zuständigen Gesundheitsamtes.

Update, 19. März, 17.07 Uhr: Initiative "Teamsport Sachsen" gegründet

Sachsens führende Sportvereine haben sich im Zuge der Coronavirus-Krise für die gemeinsame Bewältigung der organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu einer Initiative zusammengeschlossen. 

Karsten Günther, Geschäftsführer des SC DHfK Leipzig, Geschäftsführer Michael Voigt von Erzgebirge Aue und Jörg Dietrich, Präsident des Dresdner SC trafen sich am Donnerstag als Vertreter von "Teamsport Sachsen" in der Sächsischen Staatskanzlei mit Vertretern der Landespolitik. 

Dabei wurden Themen wie die Fortführung des Trainings, die Vorbildfunktion der Sportler oder die Entlastung von Sponsoren besprochen.

In der Initiative haben sich 21 Clubs aus Sportarten Basketball, Eishockey, Volleyball, Fußball, Handball und American Football zusammengeschlossen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 19. März, 17 Uhr: Viele feiern weiterhin Partys

Donnerstag in Dresden: Nicht nur auf dem Wochenmarkt auf dem Alaunpark in der Neustadt herrscht reger Andrang. Auf dem Spielplatz ein paar Hundert Meter weiter, haben sich etwa ein Dutzend Eltern versammelt, zahlreiche Kinder klettern auf Seilen, krabbeln im Sand oder spielen Fußball. 

Am Rande des Spielplatzes stehen in kleiner Runde Mütter und Väter und unterhalten sich angeregt. "Wir halten Abstand und stehen zwei Meter auseinander", sagt eine Dresdnerin. Bedenken, ihre Kinder zusammen spielen zu lassen, haben sie nicht. "Der Spielplatz ist ja nicht abgesperrt und frei zugänglich, das finde ich ein bisschen affig", sagt sie. 

Solange keine Ausgangssperre kommt, wollen sie auf den Spielplatz gehen, ist die einhellige Meinung. Und wenn ein Ausgehverbot kommt? "Dann gehen wir zum Spielen eben in den Hinterhof."

Gesundheitsministerin Köpping ruft die Sachsen erneut dazu auf, soziale Kontakte möglichst zu vermeiden. "Ich bin teilweise enttäuscht über das, was in Sachsen abgeht", sagt die SPD-Politikerin

Viele junge Menschen würden weiterhin Partys feiern, zahlreiche Leute seien angesichts des schönen Wetters gemeinsam in Parks oder am Elbufer unterwegs. 

Köpping kündigt verstärkte Kontrollen von Polizei und Ordnungsämtern an.

Im Alaunpark tummeln sich noch immer viel zu viele Leute, riskieren mit ihrem Verhalten eine Ausgangssperre für alle Dresdner. Darum: Bitte geht nach Hause. Jetzt!
Im Alaunpark tummeln sich noch immer viel zu viele Leute, riskieren mit ihrem Verhalten eine Ausgangssperre für alle Dresdner. Darum: Bitte geht nach Hause. Jetzt!  © Kevin Müller, Tino Plunert

Update, 19. März, 16.47 Uhr: Langsame Entspannung nach Stau-Chaos

Nach dem Stau-Chaos an den deutsch-polnischen Grenzen ist etwas Entspannung in Sicht: Zwar stauten sich Lastwagen und Pkw auf den Autobahnen in Sachsen und Brandenburg am Donnerstag immer noch über viele Kilometer - die Autoschlangen waren aber weniger lang als am Tag zuvor. 

Auf der A 4 in Richtung Görlitz hatte sich der Stau auf rund 30 Kilometer verkürzt, die Lastwagen kämen nun etwas schneller voran. Die Bundeswehr bleibt aber vorerst im Stau-Einsatz, um Wartenden zu helfen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

In Sachsen befand sich das Stauende am Donnerstagnachmittag zwischen den Abfahrten Bautzen-Ost und Weißenberg in Richtung Görlitz. Die Polizei rät dennoch, die Autobahn in Richtung Görlitz ab Dresden weiterhin zu meiden. 

Die Auffahrten ab Hermsdorf in Richtung Grenze bleiben weiterhin gesperrt. Wer vorher auf die Autobahn fährt, darf ab Hermsdorf nur mit einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern fahren, um Auffahrunfälle am Stauende zu vermeiden. 

Laut Polizei wurden am Donnerstag rund 1500 Fahrzeuge auf der A4 kontrolliert, davon waren 360 waren zu schnell unterwegs.

Update, 19. März, 16.41 Uhr: Forderungen nach Schließung von Abschiebehaftanstalt

Die Coronakrise muss nach Ansicht der Linken Konsequenzen für die Unterbringung von Flüchtlingen haben. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel forderte am Donnerstag, die Abschiebehaft auszusetzen und die Prävention in Asylunterkünften zu verstärken. Geflüchtete müssten gleichberechtigt versorgt werden. 

Zudem sei in zentralen Sammelunterkünften das Ansteckungsrisiko um ein Vielfaches größer. Darum gelte es jetzt, für solche Fälle Wohnraum zu schaffen. Denkbar wäre es auch, eine der Erstaufnahmeeinrichtungen im Standby-Modus zu aktiveren und dort Verdachtsfälle zu isolieren.

Die Dresdner Kontaktgruppe für Flüchtlinge in der Abschiebehaft verlangte am Donnerstag wie schon zuvor der Sächsische Flüchtlingsrat eine Schließung der entsprechenden Einrichtung in Dresden. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus würden immer mehr Länder ihre Grenzen schließen, hieß es. 

Abschiebungen in Länder wie Italien, Rumänien oder Marokko seien nicht mehr möglich. Dennoch befänden sich noch mehrere Menschen in der Abschiebungshaftanstalt Dresden, obwohl ihre Rückführung bis auf Weiteres nicht durchgeführt werden kann.

Laut Landesdirektion befinden sich derzeit fünf Personen in Abschiebehaft.

Update, 19. März, 16.24 Uhr: Fahrschulen zu, keine Fahrstunden und Prüfungen

Laut Sächsischem Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf Twitter dürfen Fahrschulen ab sofort nicht mehr öffnen, praktische Fahrstunden sind verboten, Prüfungen finden vorerst nicht statt.

Update, 19. März, 16.17 Uhr: VW-Werke in Sachsen lahmgelegt

Die wachsende Ansteckungsgefahr und die drastischen wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zwingen Volkswagen von Donnerstagabend an zur Schließung der Werke in Deutschland und anderen Ländern Europas.

An den VW-Pkw-Standorten in der Bundesrepublik soll mit dem Ende der Spätschicht um 22 Uhr die Fertigung ruhen.

Zunächst zehn Arbeitstage lang sollen keine Fahrzeuge oder Bauteile mehr hergestellt werden. In einer ersten Phase würden Überstunden abgebaut, wie Beschäftigte berichteten. Es gebe darüber hinaus auch Pläne für Kurzarbeit.

In Sachsen sind alle drei Standorte des Autobauers betroffen: die Gläserne Manufaktur in Dresden, das Zwickauer Werk sowie das Motorenwerk in Chemnitz. 

Die Auslieferungen von Fahrzeugen in der Gläsernen Manufaktur seien bereits am Mittwoch eingestellt worden. Auch der Besucherservice in der Gläsernen Manufaktur ist bereits geschlossen. Es sei ein "geordnetes Auslaufen", hieß es. 

Volkswagen beschäftigt im Freistaat rund 10.000 Mitarbeiter und gilt als größter privater Arbeitgeber.

Die Gläserne Manufaktur in Dresden.
Die Gläserne Manufaktur in Dresden.  © Tobias Koch

Update, 19. März, 16.07 Uhr: Polizei setzt Allgemeinverfügung durch

Die Polizei Dresden wird auch während der Covid-19-Pandemie die Bewältigung ihrer Aufgaben jederzeit sicherstellen.

Aktuell sieht die Polizeidirektion Dresden auch die Durchsetzung der seit Mitternacht gültigen Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt als ihre Aufgabe an. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 19. März, 15.57 Uhr: Aktueller Stand in Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums sind inzwischen 397 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 60 in Dresden.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24
In Dresden gibt es inzwischen 60 bestätigte Corona-Fälle.
In Dresden gibt es inzwischen 60 bestätigte Corona-Fälle.  © TAG24

Update, 19. März, 15.43 Uhr: Coronahilfe "Team Sachsen" sucht dringend Helfer

Am Donnerstagnachmittag haben Staatsministerin Petra Köpping und Rüdiger Unger, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen, die neue gemeinsame Helfer-Webseite www.teamsachsen.de vor.

"Diese ist an engagierte Bürger adressiert, die sich in der aktuellen Lage rund um den Corona-Virus einbringen wollen", heißt es in einer Mitteilung am Nachmittag.

Staatsministerin Köpping: "Mein Aufruf ist ganz klar: Stellen Sie sich zur Verfügung. Besonders im ländlichen Raum wissen wir, gibt es viele ältere Leute, die alleine leben und sicherlich oft Angst haben. Da kann ein Anruf, ein beruhigendes Wort viel bewirken. Das DRK und die anderen Hilfsorganisationen sind wichtige Partner für uns, die hier eine ganz tolle Initiative gestartet haben."

Auf der Website befindet sich ein Anmeldeformular für alle, die sich noch in keiner Hilfsorganisation engagieren, aber in der jetzigen Lage ihre Zeit und Fähigkeiten zur Verfügung stellen wollen. Auch ein Online-Hygienekurs ist kostenfrei vorhanden.

v.l.n.r.: Uwe Martin Fichtmüller (Arbeiter-Samariter-Bund), Dietmar Link (Johanniter-Unfall-Hilfe), Petra Köpping (Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) und Rüdiger Unger (Deutsches Rotes Kreuz) in der gemeinsamen Koordinierungsstelle der sächsischen Hilfsorganisationen in Dresden. 
v.l.n.r.: Uwe Martin Fichtmüller (Arbeiter-Samariter-Bund), Dietmar Link (Johanniter-Unfall-Hilfe), Petra Köpping (Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) und Rüdiger Unger (Deutsches Rotes Kreuz) in der gemeinsamen Koordinierungsstelle der sächsischen Hilfsorganisationen in Dresden.  © DRK Sachsen/Sven Rogge

Update, 19. März, 15.11 Uhr: Rege Nutzung von Lernplattform

Das sächsische Kultusministerium registriert eine rege Nutzung der Lern- und Kommunikationsplattform LernSax. Die Nutzerzahlen von LernSax hätten sich innerhalb einer Woche von rund 100.000 auf 308.000 mehr als verdreifacht, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. 

Insgesamt nutzten jetzt 1230 Schulen diese Plattform. Allerdings habe das zu erheblichen Serverproblemen geführt, weshalb die Serverkapazitäten am Wochenende erhöht werden sollen. Aufgrund der Sytem-Arbeiten werde LernSax voraussichtlich am Freitag und über das Wochenende zeitweise nicht erreichbar sein.

Neben E-Mail, Foren und Chats unterstützen bei LernSax Stundenpläne, Aufgabenplaner oder Lerntagebuch die Arbeit. Darüber hinaus bietet die Plattform eine E-Learning-Umgebung mit differenzierten Darstellungsmöglichkeiten für Lerninhalte, Möglichkeiten zur Einbindung multimedialer Elemente und diversen interaktiven Übungs- und Testformen. 

Update, 19. März, 15.09 Uhr: Zahl im Landkreis Meißen gestiegen

Die Zahl der Corona-Patienten hat sich im Landkreis Meißen auf 16 erhöht, 185 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Update, 19. März, 15.04 Uhr: Notbetrieb an TU Dresden

Die TU Dresden geht ab dem Wochenende in Notbetrieb. Die Entscheidung gilt ab Samstag, 0 Uhr.

Alle Mitarbeiter arbeiten ab dann von zu Hause arbeiten, auch Lehrveranstaltungen sollen bis auf Widerruf per Internet oder auf direktem elektronischen Weg stattfinden.

Notbetrieb bedeutet für Beschäftigte und Studierende der TU Dresden unter anderem: Alle Gebäude sind zu!

Update, 19. März, 14.57 Uhr: 60 erkrankte Menschen in Dresden

Laut dem Gesundheitsamt sind mittlerweile 60 Menschen in Dresden mit dem Coronavirus infiziert. 

Update, 19. März, 14.43 Uhr: Einbrecher klauen Mundschutzmasken

In Ebersbach (Landkreis Meißen) haben Einbrecher aus einem Firmenlager 300 Einweghandschuhe und 50 Mundschutzmasken geklaut, die von den Firmenmitarbeitern für die eigene Arbeit gebraucht werden und nicht zum Verkauf gedacht waren. 

Außerdem hat die Polizei in Dresden in der Nacht zum Donnerstag um Mitternacht noch zwei geöffnete Restaurants in der Altstadt und ein weiteres in der Neustadt zum Schließen aufgefordert. Alle drei wurden daraufhin dichtgemacht.

Update, 19. März, 14.22 Uhr: Sachsen prüft Videotelefonie für Gefangene

In Sachsens Gefängnissen könnten angesichts der Ausbreitung des Coronavirus bald neue Möglichkeiten für Sozialkontakte eingeführt werden. In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Zeithain wird den Gefangenen bereits in begrenztem Umfang Skype-Videotelefonie ermöglicht, teilte das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Derzeit würden die Möglichkeiten einer Ausweitung auf weitere sächsische JVAs geprüft.

Hintergrund ist, dass wegen der Ausweitung der Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 die Besuche in den Gefängnissen des Freistaates eingeschränkt wurden. Bis auf Weiteres sind nur noch nahe Angehörige und Rechtsanwälte zum Besuch zugelassen. Wie lange diese Regelung gilt, ist noch nicht absehbar und sollen nur für einen Übergangszeitraum gelten.

Einem Ministeriumssprecher zufolge ist auch ein generelles Besuchsverbot unter Umständen nicht ausgeschlossen. Dies hänge von den weiteren, derzeit nicht absehbaren Entwicklungen ab.

Wie viele Besucher gleichzeitig in die JVA dürfen, hängt von den Platzkapazitäten ab. Es müsse darauf geachtet werden, dass der empfohlene Mindestabstand zwischen Gefangenen sowie Besuchern eingehalten wird. 

Auch in der JVA Dresden könnten die Gefangenen bald via Skype-Videotelefonie mit ihren Angehörigen in Kontakt bleiben.
Auch in der JVA Dresden könnten die Gefangenen bald via Skype-Videotelefonie mit ihren Angehörigen in Kontakt bleiben.  © ronaldbonss.com/ Ronald Bonss

Update, 19. März, 14.13 Uhr: Fernsehansprache von MP Kretschmer

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) wird sich am heutigen Donnerstagabend vor dem Hintergrund der Corona-Krise in einer Fernsehansprache an die Sachsen wenden. Das kündigte Regierungssprecher Ralph Schreiber an. Ausgestrahlt wird sie um 19.25 Uhr im MDR-Fernsehen.

Update, 19. März, 13.46 Uhr: Sonn- und Feiertagsarbeit wegen Corona auch ohne Antrag möglich

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die Landesdirektion Sachsen am Donnerstag für eine Reihe von Tätigkeiten eine Ausnahme vom Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit bewilligt. So darf etwa in solchen Betrieben gearbeitet werden, in denen Lebensmittel oder Medikamente produziert, verpackt und in Geschäften in die Regale geräumt wird, wie die Landesdirektion mitteilte. Auch in Arztpraxen und anderen medizinischen Einrichtungen ist Sonn- und Feiertagsarbeit möglich.

Außerdem darf etwa bei Feuerwehr, Rettungsdiensten und in Krankenhäusern, aber auch bei Energie- und Wasserversorgern sowie in Rundfunk- und Fernsehanstalten die tägliche Arbeitszeit auf maximal 12 Stunden verlängert werden. Eine Antragstellung durch die betroffenen Unternehmen sei nicht mehr erforderlich, hieß es. Die in einer Allgemeinverfügung getroffenen Festlegungen gelten den Angaben zufolge zunächst bis zum 19. April 2020.

Update, 19. März, 13.44 Uhr: Stau verkürzt sich

Der Stau auf der A4 hat sich nun auf 30 Kilometer verkürzt. Trotzdem bleiben die Auffahrten Richtung Görlitz ab Hermsdorf gesperrt. Die Polizei rechnet auch damit, dass heute eine Rückreisewelle von Pendlern nach Polen einsetzen könnte.

Darüberhinaus ist ab Hermsdorf jetzt Tempo 60. Das soll die Helfer schützen und Unfälle vermeiden. Damit das auch eingehalten wird, ist ein Messteam vor Ort.

Update, 19. März, 11.33 Uhr: Strafverfolgung und Strafvollstreckung gesichert

Auch angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden die Strafverfolgung und Strafvollstreckung jederzeit sichergestellt. Es seien umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs umgesetzt worden, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Sowohl Kontakte nach außen als auch innerhalb der Staatsanwaltschaft würden bis auf Weiteres auf das unabweisbar Notwendige begrenzt.

Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeiten seien in hohem Maße flexibilisiert worden, hieß es weiter. In weiten Teilen der Behörde könnten die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Eine Mindestbesetzung sei tagsüber zu den üblichen Öffnungszeiten aber gewährleistet.

Update, 19. März, 10.46 Uhr: Verhandlungen im Gericht laufen weiter

Im Landgericht und Amtsgericht Dresden wird weiter verhandelt, allerdings mit verschärften Regeln. So wird drauf hingewiesen, dass sich vor jeder Sitzung unbedingt die Hände gewaschen werden sollen. Außerdem sei ein Mindestabstand von 1 bis 2 Metern zu halten.

Verfahrensbeteiligte, die aus einem Risikogebiet kommen, typische Corona-Beschwerden haben, über 65 Jahre sind, sollen vor der Sitzung unbedingt telefonischen Kontakt mit dem Gericht aufnehmen.

Auch im Landgericht Dresden wird weiter verhandelt.
Auch im Landgericht Dresden wird weiter verhandelt.  © Steffen Füssel

Update, 19. März, 9.53 Uhr: Gastro-Szene befürchtet Aussterben

Dresdner Gastronome haben sich in einem offenen Brief an die Stadt Dresden und das Land Sachsen gewendet. Darin beschreiben sie, wie unzufrieden sie mit der derzeitigen Situation und den jeweiligen Entscheidungen sind. 

"Sie haben ein Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) §56, in dem geschrieben steht, dass erst Entschädigungszahlungen für Unternehmen und Selbstständige greifen, wenn diese von staatlicher Seite unter Quarantäne gestellt werden. Da dies ja offenkundig nicht passiert, erhalten wir entsprechend keine Zahlungen."

Und weiter: "Offen gefragt: Wollen Sie dieses Gesetz umgehen, um die Zahlungen nicht leisten oder Ihrer Verantwortung nicht nachkommen zu müssen?" Seit heute Nacht dürfen Gaststätten nur von 6 bis 18 Uhr geöffnet haben. 

"Wir brauchen keine zinsfreien Kredite, die zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden müssen. Viele Betriebe bedienen noch Kredite und sehen sich in der Pflicht, diese erst einmal zu tilgen. Damit retten Sie nicht unsere Betriebe, sondern lediglich WIEDER DIE BANKEN", machen die Gastronomen Druck.

Sie fordern deshalb einen sofortigen Geldfluss, einen Steuererlass statt -stundung, eine anteilige Übernahme der Gehälter von Selbstständigen und Freiberuflern sowie einen Steuernachlass bzw. eine Festlegung auf 7% MwSt.

Unter den aktuellen Umständen würde die Gastronomie-Szene aussterben.

Update, 19. März, 8.20 Uhr: Stau bis Bautzen-Ost

Die Polizei teilt mit, dass das Stauende derzeit in Höhe der Anschlussstelle Bautzen-Ost ist. "Bitte haltet die Rettungsgasse frei! Diese wird dringend für Notfälle und die Versorgung der Wartenden benötigt", heißt es weiter.

Update, 19. März, 7.03 Uhr: Lage an Grenze etwas entspannt

Die Staulage auf der A4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze in Sachsen hat sich in der Nacht zu Donnerstag ein wenig entspannt. Lastwagen und PKW stauten sich am Morgen 40 Kilometer vom Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz bis Bautzen-Ost, wie eine Sprecherin der Polizei Görlitz sagte. 

Am Mittwochabend hatte der Stau noch eine Länge von etwa 60 Kilometern. Die A4-Auffahrten ab Pulsnitz seien gesperrt, ebenso die Görlitzer Stadtbrücke für Autos ab 7,5 Tonnen. Die Polizei empfiehlt, die A4 ab Dresden zu meiden. Der Stau habe sich zwar über Nacht etwas gelöst, man rechne aber tagsüber mit einem erneuten Anwachsen, so die Sprecherin.

Neben der Polizei Görlitz sind auch das Technische Hilfswerk (THW), das Deutsche Rotes Kreuz (DRK), Bundespolizei und Bundeswehr im Einsatz. Letztere soll nach Polizeiangaben am Donnerstag verstärkt eingesetzt werden, um das DRK zu entlasten. Die Landratsämter seien ebenfalls vor Ort, um die Menschen im Stau zu verpflegen. Tier- und Lebensmitteltransporter sowie Anwohner würden von Polizei und Bundespolizei aus dem Stau herausgezogen, so die Polizeisprecherin. Umliegende Bauern hatten laut Polizei am Mittwoch angeboten, betroffenen Tieren zu helfen.

"Nachts war zwar Entspannung in Sicht, aber es rücken laufend weitere LKW nach", sagte auch ein Sprecher des THW am Donnerstagmorgen. Das THW habe in der Nacht dafür gesorgt, dass die Rettungsgasse frei bleibt und schlafende LKW-Fahrer geweckt, um Staulücken zu schließen. Die polnischen Behörden hatten in der Nacht zu Mittwoch vier weitere Grenzübergänge zu Deutschland geöffnet. Polizei und THW erhoffen sich dadurch eine Entlastung der A4.

Update, 19. März, 6.33 Uhr: Shutdown tritt in Kraft

In Sachsen heißt es seit Mitternacht offiziell: Abstand halten! Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen ab jetzt fast alle öffentlichen und privaten Einrichtungen geschlossen bleiben. Messen und Volksfeste sind untersagt, Theater, Kinos und Konzerthäuser müssen zu bleiben, und auch in Schwimmbädern und Fitnessstudios darf es keinen Betrieb mehr geben. Bis auf weiteres sind auch Spielplätze tabu. Schulen und Kitas sind schon seit Mittwoch geschlossen.

Die Regelung gilt voraussichtlich bis zum 20. April. Die anderen Bundesländer haben ähnliche Verfügungen erlassen und auch schon in Kraft gesetzt.

Geöffnet bleiben in Sachsen unter anderem Supermärkte, Getränkemärkte, Tankstellen, Frisöre, Waschsalons und Apotheken. Auch Gaststätten dürfen von 6 bis 18 Uhr geöffnet bleiben. Es gelten Hygieneauflagen, und der Zutritt soll gesteuert werden, um Warteschlangen möglichst zu vermeiden. Auch alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben geöffnet.

Update, 19. März, 6.32 Uhr: Abschaffung der Parkgebühren?

Die Freien Wähler wollen während der Corona-Krise die Parkgebühren in der Stadt abschaffen. Gelten solle das auf jeden Fall für Handwerker, Dienstleister und andere Unternehmen. Mehr dazu >> hier.

Update, 19. März, 6.30 Uhr: Viele Dresdner am Mittwoch draußen unterwegs

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwochabend eine Ansprache hielt, und das Volk nochmals dazu aufforderte, zu Hause zu bleiben, hatte man zuvor in einigen Dresdner Stadtteilen nicht das Gefühl, dass dies schon in den Köpfen der Leute angekommen ist.

Im Dresdner Alaunpark versammelten sich dutzende Menschen, saßen auf engstem Raum zusammen, spielten Tischtennis oder Trinkspiele. Auch im Großen Garten sah es nicht anders aus.

Im Alaunpark spielten Menschen Trinkspiele.
Im Alaunpark spielten Menschen Trinkspiele.  © Kevin Müller

Update, 18. März, 22.42 Uhr: Ab Mitternacht neue Allgemeinverfügung in Kraft

Bitte denkt daran: In der Nacht zum Donnerstag tritt um Mitternacht eine Allgemeinverfügung in Kraft, die fast alle öffentlichen und privaten Einrichtung zur Schließung verpflichtet. 

Messen und Volksfeste sind dann untersagt, Theater, Kinos und Konzerthäuser müssen zu bleiben, und auch in Schwimmbädern und Fitnessstudios darf es keinen Betrieb mehr geben. 

Die Centrum-Galerie: wie leergefegt! Viele Einzelhändler schlossen am Mittwoch spätestens ab 18 Uhr ihre Geschäfte und werden diese wohl erst nach Ostern wieder öffnen. Weiterhin geöffnet haben Supermärkte, Apotheken und Drogerien.
Die Centrum-Galerie: wie leergefegt! Viele Einzelhändler schlossen am Mittwoch spätestens ab 18 Uhr ihre Geschäfte und werden diese wohl erst nach Ostern wieder öffnen. Weiterhin geöffnet haben Supermärkte, Apotheken und Drogerien.  © Ove Landgraf

Update, 18. März, 21.02 Uhr: Aktueller Stand in Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums sind inzwischen 326 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 50 in Dresden.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 18. März, 20.20 Uhr: Brummifahrer bereiten sich auf weitere Nacht auf A4 vor

Auf der A4 Dresden - Görlitz stauen sich noch immer tausende Fahrzeuge. Fahrer und Insassen müssen eine weitere Nacht auf der Autobahn verbringen.

Der Grenzschutz in Polen hat auf die langen Staus wegen der neuen Kontrollen an der deutsch-polnischen Grenze reagiert und vier weitere Übergänge für den Autoverkehr geöffnet, darunter auch in Zgorzelec (Görlitz). Mehr dazu >>> hier.

Sonnenuntergang an der A4-Anschlussstelle Bautzen-Ost.
Sonnenuntergang an der A4-Anschlussstelle Bautzen-Ost.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. März, 19.22 Uhr: Fernsehansprache der Kanzlerin

Kanzlerin Merkel wendet sich zum Verlauf der Corona-Pandemie schon wieder direkt an die Bürger. Mehr dazu lest Ihr >>> hier

Weitere Infos gibt's außerdem >>> hier in unserem Deutschland-Liveticker. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel während der Fernsehansprache im Bundeskanzleramt am Mittwoch.
Bundeskanzlerin Angela Merkel während der Fernsehansprache im Bundeskanzleramt am Mittwoch.  © Steffen Kugler/Bundesregierung /dpa

Update, 18. März, 19.06 Uhr: Sächsische Soldaten helfen im Mega-Stau

Zur Notversorgung der in einem Mega-Stau auf der A4 vor der polnischen Grenze wartenden Lastwagen- und Autofahrer werden vom späten Abend an 50 Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg eingesetzt, um Wasser, Lebensmittel und Decken zu verteilen.

Update, 18. März, 18.59 Uhr: Bislang 50 Dresdner erkrankt

Inzwischen gibt es in Dresden 50 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Die Zahl der Erkrankten nimmt auch in Dresden zu.
Die Zahl der Erkrankten nimmt auch in Dresden zu.  © TAG24

Update, 18. März, 18.44 Uhr: Weitgehende Sperrung des öffentlichen Lebens

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus regelt nun auch das Land Sachsen das öffentliche Leben weitgehend herunter. In der Nacht zum Donnerstag tritt um Mitternacht eine Allgemeinverfügung in Kraft, die fast alle öffentlichen und privaten Einrichtung zur Schließung verpflichtet

Messen und Volksfeste sind untersagt, Theater, Kinos und Konzerthäuser müssen zu bleiben, und auch in Schwimmbädern und Fitnessstudios darf es keinen Betrieb mehr geben.

"Wir haben uns zu drastischen Maßnahmen durchgerungen, die das öffentliche Leben auf ein Minimum reduzieren werden. Das ist nötig, um die Verbreitung des Virus zu bremsen", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) die Maßnahmen. 

Die Regelung gilt voraussichtlich bis zum 20. April. Die anderen Bundesländer haben ähnliche Verfügungen erlassen und auch schon in Kraft gesetzt.

Update, 18. März, 18.07 Uhr: Situation an deutsch-polnischer Grenze spitzt sich zu

Kilometerlange Schlangen, Helfer, die mit Wasser und Essen kommen, Zähne putzen im Freien und die Suche nach einem Klo: Vor den Übergängen an der deutsch-polnischen Grenze stauen sich die Lastwagen wegen der Coronavirus-Kontrollen. 

"Die Menschen sind frustriert", sagte Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Sachsen - und sprach von einer "humanitär bedenklichen Situation". Unter den Wartenden seien viele Familien mit Kindern, auch einige medizinische Notfälle.

Inzwischen traf am Nachmittag auch ein Vorkommando der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg vor Ort ein, außerdem 80 Soldaten, die Lebensmittel verteilen sollen.

Am Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz in Sachsen reihte sich am Mittwoch Lastwagen um Lastwagen, am Mittag stauten sich die Fahrzeuge bis zu den Abfahrten Uhyst und Salzenforst‎ auf einer Länge von 50 Kilometern. Am Morgen waren es noch 60 Kilometer gewesen. 

Von Entspannung könne aber noch keine Rede sein, sagte eine Polizeisprecherin. Lücken wurden geschlossen, Pkws teilweise von der Autobahn abgeleitet.

Zuvor hatte die Polizei nach Absprache mit den polnischen Behörden bereits PKW mit Kindern an die Grenze gebracht, damit diese bevorzugt behandelt werden. 

Mittlerweile sind alle Auffahrten auf die A4 zwischen Ohorn und Görlitz gesperrt.

Soldaten der 12. Mechanisierten Brigade sperren in Lubieszyn mit Hilfe der Polizei die Straße nach Deutschland. 
Soldaten der 12. Mechanisierten Brigade sperren in Lubieszyn mit Hilfe der Polizei die Straße nach Deutschland.  © Marcin Bielecki/PAP/dpa

Update, 18. März, 17.58 Uhr: Einsendefrist für Kinoprogrammpreis verlängert

Die Einsendefrist für den diesjährigen Kinoprogrammpreis Mitteldeutschland wurde bis zum 30. April verlängert. Kinobetreiber in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen können sich nun noch einen Monat länger für die Auszeichnungen im Gesamtwert von 100.000 Euro bewerben, teilte die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) am Mittwoch in Leipzig mit.

Update, 18. März, 17.50 Uhr: Schutzschirm für Krankenhäuser gefordert

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) fordert einen wirtschaftlichen Schutzschirm für die Krankenhäuser. Dies beträfe unter anderem die Absicherung der Ausfälle durch die Verschiebung von geplanten Behandlungen, die Mehrkosten durch Beschaffung sowie Um- und Ausbau der Kapazitäten und die Aktivierung von zusätzlichem Personal

Ein solcher Schutzschirm müsse "auf der Bundesebene realisiert werden, um auf gesetzgeberischem Wege unbürokratisch Liquidität und Geschäftsbetrieb der Krankenhäuser zu sichern", erklärte KGS-Geschäftsführer Stephan Helm am Mittwoch in Leipzig.

Update, 18. März, 17.43 Uhr: Bitte keine Hamsterkäufe mehr!

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne) hat im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise erneut an die Menschen appelliert, Hamsterkäufe zu unterlassen. Diese zeigen vor allem unsolidarisches Verhalten

"Optisch machen wir uns eine Notsituation, die es gar nicht gibt", sagte Günther angesichts der Bilder von leeren Regalen in Supermärkten.

In dem Zentrallager Edeka-Regionalgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen sind nach Angaben des Geschäftsführenden Vorstandes Rainer Kämpgen alle Waren ausreichend vorhanden. Allerdings sei die Nachfrage stark angestiegen. "Wir haben derzeit einen Bedarf wie an Weihnachten und Ostern zusammen."

Update, 18. März, 16.59 Uhr: Aktueller Stand der Dinge Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums sind inzwischen 320 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 50 in Dresden.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 18. März, 16.14 Uhr: Zulassungsbehörde Dresden geschlossen

Die nächste Behörde ist zu! Wer sein neues Auto selbst an- oder ummelden will, steht in Dresden ab dem heutigen Mittwoch bei der Zulassungsstelle vor verschlossenen Türen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Seit Mittwoch ist auch die Zulassungsstelle in Dresden geschlossen.
Seit Mittwoch ist auch die Zulassungsstelle in Dresden geschlossen.  © Holm Helis

Update, 18. März, 15.48 Uhr: 80 Soldaten aus Frankenberg unterwegs an polnische Grenze

Rund 80 Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg sind unterwegs an die polnische Grenze. Sie werden bei der Verteilung von unter anderem Lebensmitteln, Getränken und Decken helfen, aber auch Einkäufe aus Großmärkten herantransportieren. 

Update, 18. März, 15.37 Uhr: Vorsicht vor Abzocke mit Corona

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor zweifelhaften Online-Angeboten und nicht wirklich existierenden Online-Shops. Dort werden etwa Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken zu überhöhten Preisen angeboten. 

Doch woran können Verbraucher unseriöse Anbieter erkennen? Sie enthalten oft weder ein Impressum noch eine direkte Kontaktmöglichkeit. Meist ist für eine Bestellung nur Vorkasse möglich. 

Ist das Geld erst einmal überwiesen, kann es sein, dass keine oder sehr schlechte Ware ankommt. Um die Seriosität eines Anbieters zu prüfen, können auch Erfahrungsberichte anderer Nutzer außerhalb der Webseite helfen.

Auch unerwünschte Telefonwerbung ist laut der Verbraucherzentrale derzeit vermehrt an der Tagesordnung. Mit Bezug zum Coronavirus wird versucht, etwa Sparanlagen zu verkaufen. Solche Anrufe können Verbraucher der Bundesnetzagentur melden.

Update, 18. März, 15.27 Uhr: A4-Auffahrt Pulsnitz gesperrt

Aufgrund des enormen Staus von derzeit 62 Kilometern an der polnischen Grenze, hat die Polizei die Auffahrt zur A4 in Pulsnitz gesperrt.

In Pulsnitz ist die Auffahrt zur A4 dicht.
In Pulsnitz ist die Auffahrt zur A4 dicht.  © Ove Landgraf

Update, 18. März, 15.13 Uhr: Mundschutz-Zwang in Tschechien

Alle Menschen in Tschechien müssen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Das beschloss das Kabinett des populistischen Regierungschefs Andrej Babis am Mittwoch. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 18. März, 15.07 Uhr: Bundeswehr versorgt Staugeplagte auf A4

Chaotische Zustände auf der Autobahn 4 (Dresden-Görlitz) haben die Bundeswehr auf den Plan gerufen. Wie von Sachsens Regierung zu erfahren war, wollen Soldaten schon am Mittwochnachmittag Menschen mit Lebensmitteln, Getränken und Decken versorgen. 

Tausende müssen seit Dienstag in einem auf rund 60 Kilometer Länge angewachsenen Stau vor der Grenze ausharren. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mussten die Betroffenen bis zu 20 Stunden auf die Einreise warten, darunter viele Familien.

Update, 18. März, 15.03 Uhr: Hinweise zu Trauerfeiern

Für Trauerfeiern auf den städtischen Friedhöfen haben die Stadtverwaltung und die Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen mbH (BBB), die die Friedhöfe verwaltet, Verhaltensregeln definiert. 

Ab sofort gilt bis auf Weiteres: Der Kreis der Personen, die an einer Bestattung teilnehmen, ist möglichst klein zu halten. Um das Ansteckungsrisiko für die Trauerenden – aber auch für die Mitarbeitenden der Bestattungsinstitute – möglichst gering zu halten, sollte zudem ein Abstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen gewahrt werden. 

Trotz der schwierigen Situation, in der sich die Trauernden befinden, wird an ihre Umsichtigkeit appelliert. Personen, die unter den aktuellen Bedingungen besonders gefährdet sind, sollten es vermeiden, an Beisetzungen teilzunehmen.

Update, 18. März, 14.42 Uhr: Kretschmer äußert sich zur Lage an polnischer Grenze

Inzwischen hat sich Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer, im Landtag zur Lage an der polnischen Grenze geäußert:

"Wir sehen gerade auf der A4, wie auch dort die Entscheidung der polnischen Regierung zu Grenzkontrollen ohne ausreichende Vorplanung und Organisation zu einer ganz schwierigen Situation geführt hat. 

Ich bin dem zuständigen Landratsamt in Görlitz unglaublich dankbar, dass sie gestern innerhalb von Stunden die medizinische Versorgung gesichert haben für die Lkw-Fahrer. 40 Kilometer Stau! Dass sie Wasser herangebracht haben, dass sie 4000 Essen geliefert und verteilt haben. Eine unglaubliche Leistung. 

Wir sind mit der polnischen Regierung im Gespräch, Martin Dulig und Roland Wöller. Ich habe heute mit der Bundesverteidigungsministerin gesprochen und um Unterstützung gebeten, wenn die Situation sich weiter verschärfen wird, dass gerade die Versorgung auf Seiten der Bundeswehr mit unterstützt werden muss. 

Wir hoffen, dass wir hier zu einer anderen Lösung kommen. 15 Minuten für die Abfertigung eines einzelnen Lkw sind nicht geeignet, diese Situation zu lösen. Hier muss die polnische Seite schneller reagieren."

Bei Twitter äußerte er zudem: "Sollte bis zum Wochenende keine Veränderung der Situation absehbar sein, wird diese Unterstützung notwendig." 

Regierungssprecher Ralph Schreiber sagte, es gehe um eine deutliche Entspannung der Versorgungslage. Das Innenministerium sei bereits im Gespräch mit dem Landeskommando Sachsen.

Michael Kretschmer äußerte sich am Mittwoch zur Situation an der deutsch-polnischen Grenze. 
Michael Kretschmer äußerte sich am Mittwoch zur Situation an der deutsch-polnischen Grenze.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. März, 14.34 Uhr: Tourismuswirtschaft in Sachsen substanziell gefährdet

Die klein- und mittelständisch geprägte Tourismuswirtschaft in Sachsen ist nach Auffassung des Landestourismusverbands (LTV) durch die Ausbreitung des Coronavirus in ihrer Substanz gefährdet. Mit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung zur Schließung unter anderem von Hotels und teilweise der Gastronomie in Sachsen sei die Branche in voller Breite betroffen.

Dabei kämpfe der Kernbereich Gastgewerbe ohnehin schon in den vergangenen Tagen mit einer "fatalen Kombination aus Stornierungen und Buchungsrückgängen". 

Auch Reiseveranstalter, die Kinder- und Jugendübernachtungsstätten und Gästeführer seien betroffen. Die Betriebe müssten deshalb "nachhaltig unterstützt werden, um diese Krise zu überstehen", so Keil.

Auch die Reiseveranstalter trifft es hart: Reisen nach Sachsen, aber auch ins Ausland werden derzeit kaum noch gebucht.
Auch die Reiseveranstalter trifft es hart: Reisen nach Sachsen, aber auch ins Ausland werden derzeit kaum noch gebucht.  © Paul Hoffmann

Update, 18. März, 13.38 Uhr: 1400 Corona-Tests täglich möglich - Kapazität soll wachsen

In Sachsen können nach Angaben von Sozialministerin Petra Köpping derzeit 1400 Corona-Tests am Tag durchgeführt werden. "Das sind bereits 500 Tests mehr als in der letzten Woche", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im Landtag in Dresden. "In den nächsten Tagen werden wir die bestehenden Testkapazitäten weiterhin verdoppeln", kündigte die Ministerin an. 

Ziel sei es, gemeinsam mit dem Bund und den anderen Ländern, «die Kapazitäten für die Zeit nach den Beschränkungsmaßnahmen und nach Ostern so weit aufzustocken, dass wir in der Lage sind, das normale Leben auch wieder gewährleisten zu können".

Es zeichne sich ab, dass das Ministerium Schutzmasken und dringend benötigte Hilfsmittel organisieren könne, sagte Köpping weiter. So seien 700.000 Schutzmasken in Auftrag gegeben worden, die voraussichtlich schon in wenigen Tagen geliefert werden könnten. "Es wird sicher nicht gelingen alle Bedarfe zugleich zu befriedigen, aber an den dringenden Stellen, da wo Patienten aufschlagen - in den Krankenhäusern, in den Gesundheitsämtern werden wir einen Beitrag leisten."

Update, 18. März, 13.01 Uhr: NOFV-Beschluss: Spielbetrieb bis 19. April ausgesetzt

Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) setzt den Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis nach Ostern aus. Wie der NOFV am Mittwoch mitteilte, wird die ursprünglich bis 22. März geltende Unterbrechung bis zum 19. April ausgeweitet. "Das oberste Ziel des Nordostdeutschen Fußballverbandes und seiner Vereine ist es, einen wirksamen Beitrag zur Minimierung der Ausbreitung des Coronavirus zu leisten", hieß es in der Mitteilung. 

Aufgrund der Sperrung einer Vielzahl von Sportanlagen durch die zuständigen örtlichen Behörden sei entsprechend dieser Festlegungen auch kein Trainings- und Freundschaftsspielbetrieb möglich.

Update, 18. März, 12.59 Uhr: Sachsen hält an Prüfungen fest

"Die Abschluss- und Abiturprüfungen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, an Ober- und Förderschulen sowie an Fachoberschulen sind nach derzeitigem Stand sicher. Ziel ist es, die Termine der Prüfungen einzuhalten. Die Prüfungstermine liegen alle nach den Osterferien. Der Start erfolgt mit der ersten Abiturprüfung am 22. April", das teilte das Sächsische Kultusministerium heute mit. 

"Es gibt aus jetziger Sicht keine Veranlassung, von dem abgestimmten Verfahren abzuweichen", erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Zuvor hatte Bayern bekannt gegeben, dass dort der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben würde.

Der zur Prüfung benötigte Unterrichtsstoff sei weitestgehend behandelt worden, so das Ministerium. Die Lehrpläne für die Jahrgangsstufe 12 an allgemeinbildenden Gymnasien beziehungsweise 13 an beruflichen Gymnasien und Klassenstufe 12 an Fachoberschulen seien für insgesamt etwa 22 Unterrichtswochen ausgelegt. Die Schüler hätten also noch Zeit und Freiraum für die Prüfungsvorbereitung. In den Lehrplänen der Förder- und Oberschulen sei in der Klassenstufe 10 für 20 Wochen Unterrichtsstoff ausgewiesen, damit stehe auch hier ausreichend Zeit für Wiederholung und Übung zur Verfügung.

"Wir werden die Situation Ende März neu bewerten", kündigte Piwarz an. Sollten sich dann Änderungen an dem Verfahren ergeben, würden alle Beteiligten rechtzeitig informiert.

In Sachsen sollen die Abiprüfungen am 22. April losgehen.
In Sachsen sollen die Abiprüfungen am 22. April losgehen.  © Armin Weigel/dpa

Update, 18. März, 12.55 Uhr: Altmarkt-Galerie schließt teilweise

Wie die Altmarkt-Galerie Dresden am Mittwoch auf Facebook mitteilte, werden man den Verodnungen des Landes Sachsen nachkommen, das heißt, zahlreiche Shops schließen. "Zur Sicherstellung der öffentlichen Nahversorgung sind eine ganze Reihe an Shops weiterhin für euch erreichbar und geöffnet."

Das Einkaufszentrum und die betreffenden Shops haben vorerst von 9 Uhr bis 20 Uhr von Montag bis Donnerstag sowie von 9 Uhr bis 21 Uhr von Freitag bis Samstag geöffnet.

Update, 18. März, 11.02 Uhr: Verhandlung im Freien

In Riesa fand heute der erste Prozess im Freien statt. Ein Verhandlung, die schon einige Tage dauert, drohte ausgesetzt zu werden, weil die zuständige Verteidigern kürzlich im Urlaub in Österreich war. Kurzerhand verlegte die Richterin den Prozesstag heute in den Hof des Amtsgerichtes Riesa. Mit ausreichendem Abstand und an frischer Luft, wurde "formal" verhandelt. Aber nur wenige Minuten. Die Beteiligten vereinbarten weitere Prozesstermine, die nach dem Ende der Quarantäne stattfinden.

Update, 18. März, 10.42 Uhr: Freistaat stellt Geld zur Verfügung

Der Freistaat stellt den Haushaltsüberschuss aus dem Jahr 2019, 650 Millionen Euro, zur Abmilderung der Krise zur Verfügung. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) an.

Außerdem telefonierte der MP mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Er erwägt die Unterstützung der Bundeswehr, falls die Mega-Staus noch anhalten sollen. 

Update, 18. März, 10.10 Uhr: Sitzung im Landtag

Seit um 10 läuft die Sitzung im Sächsischen Landtag. 25 Abgeordnete fehlen entschuldigt. Die AfD-Abgeordnete Doreen Schwietzer trägt Mundschutz. Nur wegen der AfD tagt der Landtag überhaupt in normaler Besetzung.

Doreen Schwietzer mit Mundschutz.
Doreen Schwietzer mit Mundschutz.  © Juliane Morgenroth

Update, 18. März, 7.10 Uhr: Dresden im Corona-Modus

Die Dresdner Stadtverwaltung ist nun auch im Corona-Modus. Die Mitarbeiter des Rathauses sind im Home Office. Außerdem wurde bekannt, dass Klinikbetten aufgestockt werden sollen. Alle weiteren Infos dazu >> hier.

Update, 18. März, 6.30 Uhr: Stau an polnischer Grenze wächst weiter an

Am Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz ist der Stau aufgrund der polnischen Grenzkontrollen in der Nacht zu Mittwoch weiter gewachsen. Lastwagen und Autos stauen sich auf der A4 inzwischen auf über 52 Kilometer bis kurz vor Bautzen, wie ein Sprecher der Polizei Görlitz am Mittwoch sagte. 

Am Dienstagabend war der Stau nach Polizeiangaben noch etwa 40 Kilometer lang. Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu erschweren, hatte Polen am Wochenende an Grenzübergängen zu Deutschland wieder Kontrollen eingeführt.

Seit Dienstagmittag ist auch das Technische Hilfswerk (THW) dort im Einsatz. Man habe Verkehrs- und Rettungswege frei gehalten sowie auf Anordnung der Polizei Autos aus dem Stau gezogen und an die Grenze begleitet, sagte ein Sprecher des THW am Mittwoch. "In Absprache mit den polnischen Behörden haben wir PKW mit Kindern an die Grenze gebracht, damit diese bevorzugt behandelt werden", sagte ein Sprecher der Polizei Görlitz. Anders als in Lastwagen gebe es in den Autos keine Schlafmöglichkeiten und oft keine Standheizung. Viele Autofahrer stünden schon seit zehn bis fünfzehn Stunden im Stau, einige schon seit 18 Stunden, schätzt die Polizei Görlitz.

Entspannter ist die Lage an der tschechisch-sächsischen Grenze: Es gebe wegen der tschechischen Grenzkontrollen Rückstau auf der A17 vor dem Grenzübergang Breitenau, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna. Doch dieser sei nicht vergleichbar mit dem Stau an der polnischen Grenze bei Görlitz. 

Staus wegen tschechischer Grenzkontrollen auf den Bundesstraßen 95 und 174 gebe es laut Polizei Chemnitz gar nicht. Dies liege daran, dass die Grenzübergänge dort komplett geschlossen seien.

Dutzende Einsatzkräfte kümmern sich um die Gestrandeten.
Dutzende Einsatzkräfte kümmern sich um die Gestrandeten.  © Lausitznews
Einsatzkräfte versorgen die Wartenden mit Nahrung. 
Einsatzkräfte versorgen die Wartenden mit Nahrung.  © xcitepress

Update, 17. März, 21.30 Uhr: Aktueller Stand der Dinge Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Staatsministeriums sind inzwischen 247 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 40 in Dresden.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 17. März, 19.48 Uhr: Wartezeiten auch für Grenzgänger nach Polen

Auch wer zu Fuß über die Stadtbrücke nach Slubice/Polen einreisen möchte, muss längere Wartezeiten in Kauf nehmen. 

Wegen er Corona-Krise hat Polen die Grenzen geschlossen. Polnische Staatsbürger dürfen zwar weiterhin einreisen, müssen aber in Quarantäne.

Der Grenzübergang in Slubice am frühen Dienstagabend.
Der Grenzübergang in Slubice am frühen Dienstagabend.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. März, 19.30 Uhr: Über 40 Kilometer Stau an Grenze zu Polen

Wegen der Kontrollen an der Grenze zu Polen hat sich am Dienstag auf der Autobahn 4 zwischen Dresden und Görlitz ein Stau gebildet, der nach Angaben der Polizei bis zum frühen Abend auf eine Länge von über 40 Kilometern angewachsen war. Das Stauende befand sich zuletzt zwischen den Anschlussstellen Bautzen-Ost und Weißenberg. Lest >>> hier mehr dazu.

Wie die Polizei mitteilte, brachte das Deutschen Roten Kreuz den im Stau eingeschlossenen Menschen Medikamente und Nahrungsmittel.

Wie der MDR meldete, hätten Reporter von katastrophalen Verhältnissen berichtet. Demnach seien die Menschen im Stau schlichtweg verzweifelt. So gebe es keine Toiletten, im Stau stünden Tiertransporte. Auch medizinische Notfälle seien vorgekommen.

Der Stau auf der A4 Richtung polnische Grenze ist bis zum Abend auf über 40 Kilometer angewachsen.
Der Stau auf der A4 Richtung polnische Grenze ist bis zum Abend auf über 40 Kilometer angewachsen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. März, 19.25 Uhr: Sachsenfonds für kleine Unternehmen geplant

Sachsen will kleinen Unternehmen mit einem eigenen Sachsenfonds helfen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie abzufedern. 

Damit sollen Unternehmen zunächst über die Sächsische Aufbaubank (SAB) öffentliche Darlehen bis zu 100.000 Euro bekommen - zinsfrei und mit einer Laufzeit von acht Jahren. Kurzfristig sollen so Engpässe überbrückt werden. 

Zunächst sei ein "dreistelliger Millionenbetrag" für den Sachsenfonds im Gespräch.

Update, 17. März, 19.14 Uhr: Regierungserklärung zur Corona-Krise

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) will am Mittwoch ab 10 Uhr eine Regierungserklärung zur Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen abgeben. 

Update, 17. März, 19.04 Uhr: Neuzugänge an Flüchtlingen separat untergebracht

Sachsen will wegen des Coronavirus neu ankommende Flüchtlinge vorsorglich zunächst separat unterbringen. Allerdings sei bisher kein Asylbewerber positiv auf das Virus getestet worden, teilte die Landesdirektion Sachsen am Dienstag mit. I

m Fall eines positiven Testergebnisses müsste die entsprechende Erstaufnahmeeinrichtung geschlossen werden. Kapazitäten seien vorhanden.

Der Sächsische Flüchtlingsrat rief die Politik auf, Geflüchtete in der Coronakrise nicht zu vergessen. Das Innenministerium müsse Maßnahmen ergreifen, alle in Sachsen lebenden Menschen zu schützen, hieß es in einer Stellungnahme. 

Update, 17. März, 18.56 Uhr: Vorerst keine Jugendweihefeiern

Weniger als drei Wochen vor Beginn der traditionellen Jugendweihefeiern in Sachsen sind alle Veranstaltungen abgesagt worden. Feierstunden, die bis einschließlich 10. Mai hätten stattfinden sollen, würden in die Monate Juni, Juli, September und notfalls Oktober verlegt, teilte der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe mit. Ersatztermine sind >>> hier online einsehbar. 

Bis zum 20. April werden laut Verband auch keine Tickets mehr verkauft. Alle bereits erworbenen Gästekarten behalten für einen Nachholtermin ihre Gültigkeit. Auch alle ausstehenden Vorbereitungskurse für den Zeitraum vom 18. März bis zum 24. April wurden abgesagt. 

Die ursprünglich für die Osterferien geplanten Abschlussfahrten nach Paris werden in die Oktoberferien verschoben.

Landesweit wollen in diesem Jahr rund 12.200 Jugendliche den symbolischen Abschluss ihrer Kindheit feiern. Auftakt der Festtage wäre am 4. April gewesen.

Die Torte zur Jugendweihe muss nun noch ein bisschen warten.
Die Torte zur Jugendweihe muss nun noch ein bisschen warten.  © Jens Büttner/dpa

Update, 17. März, 18.27 Uhr: Zahlt der Erkrankten in Sachsen steigt

Laut Sächsischem Sozialministerium gibt es in Sachsen nunmehr 247 Erkrankte

Update, 17. März, 18.18 Uhr: Studenten fordern Verschiebung von Prüfungen

Nach dem Willen der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) sollen alle Prüfungen der Studierenden in Sachsen bis auf Weiteres verschoben werden. Ein guter Richtwert für die Dauer der Verschiebung seien die Schließzeiten der Bibliotheken, die wichtigster Lernort der Studierenden seien, erklärte KSS-Sprecher Lasse Emcken am Dienstag in Leipzig. 

Emcken begründete die Forderung unter anderem damit, dass auch einige Studierende Kinder zu betreuen hätten und diejenigen mit Behinderung und chronischer Erkrankung geschützt werden müssten.

Außerdem hätten viele Studierende zurzeit schlicht und ergreifend Angst und seien durch die "völlig veränderten Rahmenbedingungen" enormem psychischen Druck ausgesetzt. 

Update, 17. März, 18.08 Uhr: Übersicht über Schließungen

Auch auf Facebook informiert der Freistaat Sachsen über die Schließung von privaten und öffentlichen Einrichtungen sowie über Veranstaltungen, die abgesagt werden.

Die Verfügung des Sozialministerium Sachsen gilt ab 19. März 2020, 0 Uhr früh, bis zunächst 20. April 2020.

Die Schließungen sind notwendig, um das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus weiter zu reduzieren.
Die Schließungen sind notwendig, um das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus weiter zu reduzieren.  © Screenshot Facebook/Sachsen.de

Update, 17. März, 17.47 Uhr: DVB schließen Kundenzentren

Wie die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) informieren, schließen ab Mittwoch das Kundenzentrum und sämtliche Serviceeinrichtungen. Wer noch Fragen und Anliegen hat, kann diese persönlich noch bis heute Abend an den Servicepunkten klären (außer am Hauptbahnhof).

Unter der Telefonnummer 0351/8571011 oder per E-Mail an service@dvbag.de sind die Mitarbeiter weiterhin für Euch da!

Update, 17. März, 17.40 Uhr: Aktueller Stand der Dinge Sachsen

Nach Angaben es Sächsischen Sozialministeriums sind inzwischen 209 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 39 in Dresden.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 17. März, 17.04 Uhr: AfD fordert Katastrophenalarm

Die AfD beharrt wegen des Coronavirus weiter auf einem Katastrophenalarm in Sachsen. Die anderen Parteien im Landtag warfen ihr am Dienstag Panikmache vor. 

Außerdem kritisierten sie die AfD dafür, dass sie einem neuerlichen Vorschlag zu einer Plenarsitzung des Parlamentes mit verkleinerter Mannschaft nicht zustimmte. 

Innenminister Roland Wöller (CDU) hatte am gleichen Tag Katastrophenalarm zum aktuellen Zeitpunkt abgelehnt. Man bilde jedoch einen neuen Krisenstab Infektionsschutz in Regie der Ministerien für Inneres und Gesundheit.

Update, 17. März, 16.55 Uhr: Neun Erkrankte in Mittelsachsen

Das Landratsamt Mittelsachsen in Freiberg meldet nun neun Erkrankte.

Für Nordsachsen werden außerdem vier Fälle gemeldet.

Update, 17. März, 16.32 Uhr: Klinik Bavaria Kreischa teilweise geräumt für Corona-Ernstfälle

Aufgrund der Anordnung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird die Klinik Bavaria Kapazitäten für intensivbehandlungsbedürftige und beatmete Patienten schaffen.

Alle Rehabilitationspatienten, die nicht stationär behandlungsbedürftig sind, werden nach Hause bzw. in eine Pflegeeinrichtung entlassen. Über die Behandlungsbedürftigkeit entscheidet der behandelnde Arzt in jedem Einzelfall. 

Patienten und ihre Angehörigen werden aufgefordert, schnellstmöglich die Abreise sicherzustellen. Patienten, die aus medizinischen Gründen weiterhin in der Klinik behandelt werden müssen, werden weiter versorgt.

Eine Anreise von Patienten zu Reha-Maßnahmen in der Klinik Bavaria findet ab sofort nicht mehr statt. Alle Patienten werden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Hiervon nicht betroffen sind Patienten, die direkt von einem Krankenhaus zur weiteren stationären Behandlung in die Klinik Bavaria verlegt werden. 

Aufnahmen können nur noch in medizinisch notwendigen Fällen der stationären Behandlungsbedürftigkeit erfolgen.

Bisher ist in der Klinik Bavaria weder ein Erkrankungsfall Covid-19 noch eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person bekannt.

Update, 17. März, 16.12 Uhr: Aktueller Stand der Dinge Sachsen

Nach Angaben es Sächsischen Sozialministeriums sind inzwischen 198 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 39 in Dresden.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 17. März, 16.02 Uhr: Amtsgericht Dresden ab sofort geschlossen

Das Amtsgericht Dresden, also auch die Rechtsantragsstelle, ist ab sofort bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Akute und unaufschiebbare Angelegenheiten werden zwar erledigt, aber nur mit nach einer ZWINGEND notwendigen vorherigen telefonischer Terminvereinbarung. 

Vordrucke für diverse Anträge, die schriftlich einzureichen sind, können im Internet unter www.justiz.sachen.de abgerufen werden. Verhandlungen finden allerdings weiterhin statt.

Update, 17. März, 15.46 Uhr: Fahrplan-Änderungen der DVB

Ab Freitag tritt ein Sonderfahrplan der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) in Kraft. Dieser ist ab 4 Uhr morgens gültig. Darüber informieren die DVB auch auf Twitter.

Demnach fahren die Straßenbahnlinien 3, 4, 7, 9 und 11 werktags weiterhin im 10-Minuten-Takt, alle anderen Linien im 15-Minuten-Takt. Die Teilung der Linie 12 entfällt, sie pendelt durchgehend zwischen Leutewitz und Tolkewitz.

Samstags fahren alle Linien der Straßenbahnen im 15-Minuten-Takt, sonntags wird der bisher gültige Fahrplan beibehalten.

Die Buslinien 61, 62 und 66 verkehren werktags in den zentralen Abschnitten im 10-Minuten-Takt. Die übrigen 60er-Linien im 15-Minuten-Takt.

Die Linien 85 und 87 fahren nur noch im 30-Minuten-Takt.

Alle anderen Linien fahren vorerst ohne Änderungen. Am Wochenende sollen alle Linien entsprechend des Normalfahrplans unterwegs sein, mit Ausnahme der Linie 62, sie rollt im 15-Minuten-Takt.

Update, 17. März, 15.38 Uhr: 39 Corona-Fälle in Dresden

Laut Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann sind mittlerweile 39 Corona-Fälle in Dresden registriert.

Update, 17. März, 15.02 Uhr: Beiträge für Fitnessstudios und Theater-Abos

Die Beiträge für Fitnessstudios oder das Anrecht im Theater müssen nach Auffassung der Verbraucherzentrale Sachsen bei coronabedingter Schließung der Einrichtungen nicht bezahlt werden. 

Wenn Leistungen deswegen nicht mehr in Anspruch genommen werden könnten, müsse für diesen Zeitraum auch nicht bezahlt werden, sagte der Rechtsexperte Michael Hummel am Dienstag in Leipzig. Die meisten Verträge enthielten für solche Fälle keine Regelungen.

Eine Lösung des Problems könne sein, abzuwarten, bis die Verbraucher die Leistungen wieder in Anspruch nehmen können, so der Experte. 

Für eine außerordentliche Kündigung dürfte eine vorübergehende Schließung wegen des Coronavirus in der Regel jedoch nicht ausreichen. Schließlich könne man das Fitnessstudio ja nutzen, wenn es wieder geöffnet habe.

Tipp: Mit dem Anbieter in Verbindung setzen und sich einvernehmlich einigen.

Update, 17. März, 14.52 Uhr: Elbepark wird zur Geisterstadt

Ein Blick in den Elbepark zeigt, dass auch hier kaum noch etwas los ist, nur noch ganz wenige Menschen kommen noch zum Einkaufen hierher. Trotzdem haben noch alle Geschäfte geöffnet. Ausnahme: IKEA, das Einrichtungshaus ist bereits zu. 

Der Elbepark ist fast leer.
Der Elbepark ist fast leer.  © Ronny Klein

Update, 17. März, 14.06 Uhr: Mega-Stau auf der A4

Von der polnischen Grenze bis nach Bautzen geht über 40 Kilometer nichts mehr. Wegen der Grenzkontrollen im Zuge der Corona-Krise bildete sich über Nacht ein Stau, der am Tag immer weiter wuchs und letztlich sogar das Technische Hilfwerk (THW) auf den Plan rief. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Nichts geht mehr auf der A4.
Nichts geht mehr auf der A4.  © xcitepress

Update, 17. März, 13.43 Uhr: Was hat offen, was macht zu?

Die bundeseinheitlichen Regelungen sollen in Sachsen "voraussichtlich" ab Mittwoch (18. März) gelten. Damit ist das Öffnen von Tanzlokalen, Diskos, Messen, Jahrmärkten, Festen, Spielbanken untersagt. Ebenfalls zu zubleiben haben Kinos und Theater. Auch Zoos, Volkshochschulen, Musikschulen, Schwimmbäder. All das bis zunächst 20. April.

Definitiv geöffnet sind: Gaststätten von 6 bis 18 Uhr, einschließlich Liefer- und Abholdienste, alle Lebensmittelmärkte bleiben auf. Auch Getränkemärkte und Baumärkte. Handwerker dürfen weiterhin arbeiten. Friseur-Geschäfte bleiben auch geöffnet. Sparkassen und Banken auch, so die sächsische Staatsregierung am Dienstag.

Sonderregeln: Ab 18 Uhr dürfen Gaststätten nach Schließung liefern.

Auch diese Sonderregelung gilt ab Donnerstag: Super-Märkte in Sachsen dürfen selbst entscheiden, wie lange sie sonntags öffnen.

Update, 17. März, 13.32 Uhr: Keine Selbsthilfegruppen mehr

Die städtische Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) teilte am Dienstag mit, dass ab sofort in den Räumen in der Ehrlichstraße 3 keine Gruppentreffen mehr stattfinden werden. Dies gilt auf unbestimmte Zeit und bis auf Widerruf. 

MP Kretschmer ist selbst ein wenig erkältet.
MP Kretschmer ist selbst ein wenig erkältet.  © Petra Hornig

Update, 17. März, 13.30 Uhr: Bevölkerung soll besonnen handeln

Sachsens Gesundheits-Ministerin Petra Köpping (61, SPD) appelliert eindringlich an die Bevölkerung: "Raus an die frische Luft ist gut. Aber bitte nicht mehr gemeinsam, bitte nicht mehr versammeln."

Update, 17. März, 13.22 Uhr: Kritik am Nacktrodeln

Ministerpräsident Michael Kretschmer kritisiert das Nacktrodeln im Erzgebirge am vergangenen Wochenende scharf: Er sprach von einer "eigenartigen Aktion". "Wer so etwas tut und sich daran beteiligt, schadet sich und den beteiligten Menschen."

Update, 17. März, 12.22 Uhr: Städtisches Tierheim schließt

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wird das Städtische Tierheim ab Dienstag (17. März) bis voraussichtlich 13. April schließen. Tiervermittlungen sind weiterhin per Telefon vorab möglich.

Bislang wurde noch kein Tier wegen der Corona-Krise in Dresden abgegeben.

Das Städtische Tierheim in Dresden schließt. (Symbolbild)
Das Städtische Tierheim in Dresden schließt. (Symbolbild)  © Thomas Frey/dpa

Update, 17. März, 9.40 Uhr: Telefonnetz der Arbeitsagenturen überlastet

Deutschlandweit sind die Provider der Arbeitsagenturen überbelastet, da viele Termine nun nicht mehr persönlich geklärt werden. Die Termine am Telefon entfallen nun.

Ein Pressesprecher teilte mit: "Für alle Termine gilt: Kundinnen und Kunden müssen den Termin NICHT absagen. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen. Fristen in Leistungsfragen werden vorerst ausgesetzt. Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern."

Update, 17. März, 9.40 Uhr: Ikea in Dresden macht zu

Wie Ikea am Dienstag mitteilte, werden deutschlandweit alle Einrichtungshäuser bis auf Weiteres zu gemacht. Das gilt auch für die Dresdner Filiale im ElbePark. Damit sollen Kunden und Mitarbeiter vor der weiteren Coronavirus-Verbreitung geschützt werden. 

Update, 17. März, 6.30 Uhr: Lange Wartezeiten an der Grenze

Die Kontrollen an der polnischen Grenze wegen der Coronakrise führen weiter zu langen Staus auf der A4 bei Görlitz. Am frühen Dienstagmorgen stauten sich Autos und Lastwagen über 20 Kilometer vom Grenzübergang Ludwigsdorf bis Weißenberg, wie eine Sprecherin der Polizei Görlitz sagte. Jedes Auto werde durch die polnischen Grenzbeamten einzeln kontrolliert.

Die Situation an der tschechischen Grenze sei entspannter, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna am Dienstag. Wegen der tschechischen Kontrollen komme es zwar auch auf der A14 zu Rückstau - allerdings nicht in dem Maße wie auf der A4, so der Polizeisprecher. In Görlitz sei die Verkehrslage wegen des Tunnels Königshainer Berge auch schwieriger: Beamte würden dort aus Sicherheitsgründen verhindern, dass sich die Autos im Tunnel stauen. Dadurch fließe der Verkehr noch etwas langsamer ab.

An der Grenze zu Polen werden Fahrzeuge kontrolliert.
An der Grenze zu Polen werden Fahrzeuge kontrolliert.  © Grzegorz Momot/PAP/dpa

Update, 16. März, 21.24 Uhr: Keine persönlichen Beratungen bei Verbraucherzentrale Sachsen

COVID-19 sorgt dafür, dass Veranstaltungen abgesagt werden oder Flüge ausfallen. Die Verbraucherzentrale Sachsen informiert >>> hier unter anderem über Verbraucherrechte und wie Ihr unter Umständen Euer Geld zurück bekommt.

Um Verbraucher und Mitarbeiter zu schützen, finden außerdem bis auf weiteres keine persönlichen Beratungen statt. Bereits vergebene Termine werden verschoben oder die Beratung beispielsweise per E-Mail oder am Telefon durchgeführt.

Update, 16. März, 19.20 Uhr: Aktueller Stand der Dinge Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums sind inzwischen 159 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 25 in Dresden.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 16. März, 18.50 Uhr: Dynamo-Spieler trainieren weiter zu Hause

Die Profis von Dynamo Dresden werden sich wegen der Coronavirus-Krise vorerst weiter individuell zu Hause mit Übungen und Laufplänen fit halten. Das teilte der sächsische Fußball-Zweitligist im Montagabend mit. Ursprünglich sollte die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski am Dienstag wieder im Rudolf-Harbig-Stadion zusammenkommen.

Update, 16. März, 18.22 Uhr: Sachsen macht dicht

Auch in Sachsen sind immer mehr öffentliche Einrichtungen und Geschäfte geschlossen. Der Freistaat will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere drastische Maßnahmen ergreifen. Welche das im Einzelnen sind, lest Ihr >>> hier.

Update, 16. März, 17.30 Uhr: "Hamsterkäufe unnötig!"

Die Versorgung mit Lebensmitteln in Sachsen ist unverändert stabil. Darauf weist das sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft nach einer Telefonkonferenz der Bundesländer und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hin.

Sachsens Landwirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Wolfram Günther dazu: "Die Versorgung der Menschen in Sachsen mit Lebensmitteln ist sicher. Hamsterkäufe sind unnötig. Die Lieferketten funktionieren, der Nachschub kommt im Einzelhandel an. Leere Regale im Geschäft vor Ort entstehen vielmehr dann, wenn viele Menschen jetzt deutlich über den Bedarf einkaufen. Die Lager der Großhändler sind gefüllt."

Update, 16. März, 17.11 Uhr: VHS Dresden stellt Unterricht ein

Der Volkshochschule Dresden e.V. stellt ab Dienstag, 17. März, seinen Lehrbetrieb ein. Bis vorerst 19. April findet keine Kurse statt.

Teilnehmende, die sich für eine Veranstaltung im o.g. Zeitraum angemeldet haben, werden über den Ausfall informiert.

Auch die persönliche Anmeldung vor Ort in der Geschäftsstelle (Annenstraße 10) und am Standort Gorbitz (Helbigsdorfer Weg 1) ist ab sofort geschlossen. Bis auf Weiteres ist die Volkshochschule montags bis freitags zwischen 9 und 13 Uhr telefonisch erreichbar unter 0351 254400.

Aktuelle Informationen zur laufenden Entwicklung sind auf der Website der Einrichtung zu finden: www.vhs-dresden.de

Update, 16. März, 17.07 Uhr: 159 Coronavirus-Fälle in Sachsen

In Sachsen sind nunmehr 159 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert.

Update, 16. März, 16.32 Uhr: Sonderregelungen für Gaststätten und Hotels

Speisegaststätten und Hotels bekommen Sonderregelungen. Dazu zählen begrenzte Besucherzahlen, einzuhaltende Abstände zwischen den Tischen und Öffnungszeiten nur zwischen 6 und 18 Uhr.

Zudem dürfen Hotels keine auswärtigen Gäste mehr empfangen. 

Update, 16. März, 16.17 Uhr: Spielplätze werden geschlossen

Nun stehen auch komplette Schließungen bevor, in Kürze müssen Spielplätze, Bars, Clubs, Vereine, Kirchen, Outletcenter, Gaststätten ohne Speiseangebot und Bordelle zumachen!

Weiterhin offen sind Super- und Wochenmärkte, Apotheken, Getränkemärkte und der Großhandel.

Damit geht Sachsen auf den Maßnahmen-Katalog der Bundesregierung ein. Was dieser vorsieht, lest Ihr >> hier

Spielen auf dem Spielplatz wird in Kürze verboten. 
Spielen auf dem Spielplatz wird in Kürze verboten.  © Tino Pludert

Update, 16. März, 16.04 Uhr: Sächsische Justiz reagiert

Auch die sächsische Justiz reagiert auf Corona. Und zwar von Fall zu Fall. Das zuständige Ministerium gab keine zentrale Empfehlung. "Klar ist, dass der Gerichtsbetrieb weitergehen muss", stellte Martin Uebele, Präsident des Landgerichtes Dresden, fest. "Das ist elementar für das Funktionieren der Gesellschaft." 

Auchnder Prozessbetrieb läuft derzeit alles andere als normal: So wurden Prozesse verschoben, weil Richter oder Schöffen in Quarantäne sind. In anderen Verhandlungen wurde der Abstand zu Prozessbeteiligten kurzerhand vergrößert.

Das Amtsgericht Meißen hat für diese Woche alle Strafprozesse abgesagt. Wer wegen Zivilsachen dennoch ins Gebäude will, wird einem "Fiebercheck" unterzogen. Wer an der Pforte erhöhte Temperatur hat, muss derzeit draußen bleiben.

Das Amtsgericht Dresden, das auch die Nachlass- und Betreuungsabteilung beherbergt, hat auf seiner Homepage Hinweise hinterlegt, um den Besucherstrom vorerst einzudämmen. Es wird um vorherige telefonische Anmeldung gebeten.

Strenge Kontrollen am Gericht in Meißen.
Strenge Kontrollen am Gericht in Meißen.  © Ove Landgraf

Update, 16. März, 15.26 Uhr: Kita- und Schul-Schließungen

Kitas und Schulen bleiben ab Mittwoch geschlossen! Das teilte das Sächsische Kultusministerium am Montag mit. Die Schließung soll vorerst bis 17. April dauern. Das heißt, es findet kein Unterricht statt. Außerdem entfallen Betreuungsangebote. 

"Betreuungsangebote werden geschaffen für Kinder, deren Eltern (Personensorgeberechtigte) oder der alleinige Personensorgeberechtigte in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind", heißt es weiter. 

Kultusminister Christian Piwarz: "Eine Notbetreuung an Kitas und Grundschulen ist aber gewährleistet." - Allerdings NUR für einen eng begrenzten Personenkreis. Wer dazu zählt, lest Ihr >> hier.

Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärt: "Die Schließung von Schulen und Kitas auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes ist nötig, um die Ansteckungsmöglichkeiten weiter zu reduzieren. Auch wenn Kinder offensichtlich nicht so stark erkranken, sind sie doch Infektionsbrücken zu ihren Eltern und Freunden. Diese Brücken müssen wir abbrechen, um das Virus auszuhungern. Ich hoffe auf das Verständnis aller für diese Maßnahme."

Update, 16. März, 14.10 Uhr: Dynamo Dresden schickt Mitarbeiter nach Hause

Dynamo Dresden hat wegen der Coronavirus-Krise alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle seiner Nachwuchs-Akademie ins Home-Office geschickt. Am Montagmittag seien alle Beschäftigten nach Hause gegangen, teilte der Verein mit. 

Der Trainingsbetrieb war schon vorher eingestellt worden. Das Internat sei bereits seit vergangenem Freitag geschlossen, die betreffenden Spieler zu ihren Familien verabschiedet worden, hieß es.

Update, 16. März, 14 Uhr: Schlange vor Dresdner Corona-Ambulanz

Lange Schlangen vor der Corona-Ambulanz des Dresdner Universitätsklinikums: Bis auf die Straße hinaus standen die Menschen am Montagvormittag in loser Reihe, um sich auf das Coronavirus Sars-CoV-2 testen zu lassen. "Unsere Test-Kapazitäten sind für heute erschöpft, wir müssen die Menschen nach Hause schicken", sagte der Sprecher des Uniklinikums, Holger Ostermeyer, am Mittag der Deutschen Presse-Agentur. 

Derzeit würden Schilder aufgestellt, um die Wartenden darauf hinzuweisen. An der vor einer Woche eingerichteten Infektionsambulanz werden auch Tests von anderen Krankenhäusern ausgewertet, erklärte Ostermeyer.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Ärzte wegen des großen Andrangs dazu aufgerufen, sich nur im Verdachtsfall testen zu lassen. Menschen mit Erkältungssymptome sollten sich nur dann vorstellen, wenn sie aus einem Risikogebiet nach Sachsen zurückgekehrt sind oder direkten Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatten, erläuterte die Infektiologin Katja de With. 

Bis zum Montagmittag gab es in Sachsen laut Gesundheitsministerium in Sachsen 134 bestätigte Coronavirus-Infektionen.

Vor der Corona-Ambulanz bildeten sich lange Schlangen. 
Vor der Corona-Ambulanz bildeten sich lange Schlangen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. März, 13.54 Uhr: Sitzung im Sächsischen Landtag

Der Sächsische Landtag wird am Mittwoch zu einer verkürzten Sitzung zusammen kommen und nur das Nötigste diskutieren und beschließen. Das beschlossen die Fraktions-Chefs in einer Beratung mit Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU). 

Dieser hatte eigentlich darauf gedrungen, die am Mittwoch und Donnerstag geplanten Plenarsitzungen komplett abzusagen und stattdessen das Notfallparlament einzuberufen. Doch damit konnte sich Rößler laut Landtagsverwaltung nicht durchsetzen.

Nach TAG24-Infos hat sich die AfD quergestellt, alle anderen Fraktionen hätten dem Vernehmen nach Rößlers Vorschlag mitgetragen. Nun werden am Mittwoch trotz Corona geschätzte 200 Personen rund um die Plenarsitzung im Landtag zusammenkommen, darunter Mitarbeiter, Wachdienst und andere.

Update, 16. März, 12.40 Uhr: Sächsische Dampfschifffahrt stellt Betrieb ein

Die Sächsische Dampfschifffahrt stellt ihren Betrieb vorerst bis zum 31. März ein. 

Am Wochenende gab es schon eine Beschränkung, die Fahrten auf 99 Passagiere zu begrenzen. Diese Entscheidung habe zu sehr viel positiver Resonanz geführt. "Viele waren auch froh, ein Stück weit Normalität erleben zu können", heißt es in einem Statement auf Facebook.

Nun aber wird der Fahrbetrieb komplett eingestellt. 

Update, 16. März, 12.11 Uhr: Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge reagiert

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge schließt ab Mittwoch (18. März, 0 Uhr) alle öffentlichen Gaststätten! "Für Hotels ergehen gesonderte Regelungen", so das Landratsamt in Pirna.

Außerdem werden Läden geschlossen, die NICHT zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung benötigt werden. "Das betrifft alle Formen von Freizeiteinrichtungen", heißt es in einer Mitteilung.

Das Rathaus Bautzen teilt mit: "Eheschließungen werden wie geplant durchgeführt. Brautpaare sind jedoch aufgefordert, den Kreis der Anwesenden auf ein Mindestmaß zu reduzieren."

Viele Bürger schützen sich mit Mundschutz.
Viele Bürger schützen sich mit Mundschutz.  © 123RF/Patrick Daxenbichler

Update, 16. März, 11.41 Uhr: DRK ruft dringend zu Blutspenden auf

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft in Sachsen dringend zu Blutspenden auf. Derzeit sei die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten nur noch auf niedrigstem Niveau gesichert, teilte der DRK-Blutspendedienst am Montag mit. Wenn in den kommenden Tagen nicht genügend Blutspenden eingingen, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert. Gerade in der Frühphase der Epidemie sei es wichtig verstärkt zu spenden, um einen Vorrat anlegen zu können, hieß es.

Blutspendetermine seien in Sachsen als sogenannte "kritische Infrastruktur" ausdrücklich vom Versammlungsverbot ausgenommen. Spendenwillige wurden gebeten, sich kurzfristig im Internet unter www.blutspende.de oder über die kostenfreie Hotline zu informieren, ob der für sie in Frage kommende Termin tatsächlich stattfinden kann oder ob es Alternativen gibt.

Update, 16. März, 8.46 Uhr: Stau auf der A4

Wegen der Grenzschließungen zu Polen kommt es auf der A4 in Richtung Görlitz zu massivem Stau. An der Grenze kommt es zu Kontrollen. 

Auf der A4 kommt es zu massivem Stau. 
Auf der A4 kommt es zu massivem Stau.  © Danilo Dittrich

Update, 16. März, 6.09 Uhr: Schulpflicht in Sachsen aufgehoben

Ab dem heutigen Montag wird die Schulpflicht in Sachsen aufgehoben. Das Kultusministerium hat für öffentliche Schulen eine unterrichtsfreie Zeit angeordnet. "Die Schulen bleiben jedoch geöffnet. Das Lehrpersonal ist anwesend, um die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen", hieß es. Die Kinder könnten aber auch zu Hause bleiben.

Eltern sollen sich bis zur Schließung von Schulen auf eine Betreuung ihrer Kinder im häuslichen Umfeld einstellen: Im Laufe der kommenden Woche sollen dann Kitas und Schulen geschlossen werden.

Im Kreuzgymnasium und in Dutzenden weiteren Schulen findet ab Montag kein Unterricht mehr statt. 
Im Kreuzgymnasium und in Dutzenden weiteren Schulen findet ab Montag kein Unterricht mehr statt.  © Eric Münch

Update, 15. März, 21.50 Uhr: 139. Grundschule und Kita "Gorbitzer Sonnenland" müssen schließen

Eine Mitarbeiterin des Horts der 139. Grundschule und der dazugehörigen Kita "Gorbitzer Sonnenland" ist positiv auf das Coronavirus getestet wurden. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurde daraufhin die Schließung der Einrichtungen festgelegt. Dresdens Pressesprecher Kai Schulz:

"Für alle Kinder, Lehrer und das gesamte Personal der Einrichtung wird auch hier eine häusliche Isolation von 14 Tagen angeordnet. Der Träger und die Schulleitung wird die Eltern darüber schnellstmöglich informieren, ein schriftlicher Bescheid des Gesundheitsamtes folgt."

Für die Zeit der Quarantäne müssen die Eltern keine Beiträge bezahlen.

Die Kita "Gorbitzer Sonnenland". (Archivbild)
Die Kita "Gorbitzer Sonnenland". (Archivbild)  © Ove Landgraf

Update, 15. März, 20.48 Uhr: Aktuell keine Schließungen von Geschäften und Restaurants geplant

Entgegen anders lautender Gerüchte plant die Staatsregierung aktuell keine Schließung von Geschäften, Restaurants und privaten Kultureinrichtungen. Allerdings könnte es im Laufe der Woche auch in Sachsen zu solchen Maßnahmen kommen.

Da Lebensmittelläden, Supermärkte und Apotheken auf jeden Fall geöffnet bleiben, gibt es keinen Grund für Hamsterkäufe oder Panikmache.

Update, 15. März, 19.19 Uhr: Aktueller Stand der Dinge Sachsen

Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums sind inzwischen 130 Menschen in Sachsen am Coronavirus erkrankt, davon 23 in Dresden.

Stand der Dinge in Sachsen.
Stand der Dinge in Sachsen.  © TAG24

Update, 15. März, 18.20 Uhr: Zahl der Infektionen in Dresden steigt auf 23

Die Zahl der Infektionen in Dresden ist nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums auf 23 gestiegen. Im gesamten Freistaat kletterte die Zahl auf 130.

Die Zahl der Fälle steigt auch in Dresden stetig.
Die Zahl der Fälle steigt auch in Dresden stetig.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. März, 16.01 Uhr: Auch Polen hat die Grenzen dicht gemacht

Nach Tschechien hat auch Polen die Grenzen zu Deutschland dicht gemacht. So wie ihr in Görlitz können Sachsen in den nächsten Tagen nicht mehr ins Nachbarland einreisen.

Internationale Flug- und Zugverbindungen wurden ausgesetzt. Polen können in ihre Heimat zurückkehren, müssen aber für 14 Tage in Quarantäne. Ausländer dagegen dürfen nur in Ausnahmefällen ins Land. Diese gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und für Diplomaten. Für den Warenverkehr gibt es keine Begrenzungen. 

Die deutsch-polnische Grenze ist auch in Görlitz geschlossen.
Die deutsch-polnische Grenze ist auch in Görlitz geschlossen.  © xcitepress

Update, 15. März, 15.35 Uhr: Betrieb im Uniklinikum läuft ohne Beschränkungen

Das am Freitag ausgesprochene Besuchsverbot für stationäre Patienten am Dresdner Uniklinikum hat keinen Einfluss auf die Versorgung der Patienten in den Ambulanzen uns Stationen. So teilte die Klinik am frühen Nachmittag mit:

"Nach aktuellem Stand (15. März, 14 Uhr) finden am Dresdner Uniklinikum bis auf Weiteres alle ambulanten Behandlungen, stationären Aufnahmen und Operationen statt. Sollte sich dies ändern, melden sich die Kliniken bei ihren Patienten. Diese sollten jedoch nach Möglichkeit allein in die Ambulanzen beziehungsweise Patientenaufnahmen kommen. Begleitpersonen werden gebeten, außerhalb des Klinikgebäudes zu warten. Selbstverständlich können Patienten im Kindesalter die Termine gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten wahrnehmen."

Update, 15. März, 15.19 Uhr: Kindertagesstätten und Horte morgen geöffnet

Kindertagesstätten und Horte in der Stadt Dresden werden auch morgen weiter geöffnet sein. Das gilt sowohl für kommunale, als auch für Einrichtungen in freier Trägerschaft. Einzige Ausnahmen sind die "Kita Villa Mittendrin" und die Kita "Mäuseburg". Hier wurden Kinder bereits positiv auf das Coronavirus getestet.

Pressesprecher Kai Schulz: "Um eine Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden, bitten wir dennoch die Eltern ihre Kinder zu Hause zu betreuen, wenn dies möglich ist. Dadurch wird den Familien aber kein finanzieller Nachteil entstehen, der Elternbeitrag wird erstattet, wenn die Kinder zu Hause bleiben. Dazu sollen die Sorgeberechtigten später Kontakt mit den jeweiligen Leiterinnen und Leitern der Einrichtung aufnehmen."

Unterdessen steht die Landeshauptstadt im ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden: "Wir werden täglich über jede neue Entscheidung informieren. Auch bei einer möglichen Schließung aller Kitas und Horte im Laufe der Woche, wird die Stadt versuchen eine Notbetreuung für bestimmte wichtige Berufsgruppen zu organisieren."

Update, 15. März, 14.55 Uhr: Coronavirus-Fall in Dresdner Kita

In einer Dresdner Kita wurde ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet. Das Ergebnis liegt dem Gesundheitsamt seit dem heutigen Sonntag vor, weshalb eine Schließung der Kintertagesstätte "Villa Mittendrin" bis einschließlich 23. März abgeordnet wurde. "Für alle Kinder und das gesamte Personal der Einrichtung wird auch hier eine häusliche Isolation von 14 Tagen angeordnet. Die Kita-Leitung wird die Eltern darüber schnellstmöglich informieren, ein schriftlicher Bescheid des Gesundheitsamtes folgt", teilte Pressesprecher Kai Schulz mit.

   
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Update, 15. März, 13.12 Uhr: St. Benno-Gymnasium muss nach Corona-Fall dichtmachen

Das St. Benno-Gymnasium in Dresden muss sofort dichtmachen. Ein Schüler ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

"Das Testergebnis ging am heutigen Tag, 15. März, ein. Das Gesundheitsamt hat daraufhin den Kontakt zur Schulleitung hergestellt und angeordnet, dass die Schule bis einschließlich 27. März 2020 geschlossen bleibt. Diese Entscheidung ergeht unabhängig der ab morgen geltenden Regelung, wonach die Schulpflicht ausgesetzt wird. Damit ist im St. Benno-Gymnasium keine Betreuung möglich. Alle betroffenen Personen werden von der Schulleitung informiert, über die nun geltenden Verhaltensregelungen belehrt und erhalten in den nächsten Tagen einen schriftlichen Bescheid des Gesundheitsamtes, der die häusliche Isolation für 14 Tage anordnet", heißt es in einer Mitteilung der Stadt Dresden. 

"Dies bedeutet, dass tatsächlich für alle Schüler, Lehrer und sonstiges Personal eine häusliche Isolation angeordnet wird", sagt Pressesprecher Kai Schulz. "Der Kreis der Personen lässt sich leider nicht stärker eingrenzen, deshalb ist die Isolation für alle unumgänglich."

"Die Schulleitung hat die Lage sehr schnell erkannt und steht in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Gerade in dieser Situation ist ein Arbeiten Hand in Hand das Gebot der Stunde. Es ist wichtig, dass noch heute alle betroffenen Personen über die Entscheidung informiert werden und die Verhaltensregeln strikt befolgen", so Schulz. 

Das St. Benno-Gymnasium in Dresden. 
Das St. Benno-Gymnasium in Dresden.  © Petra Hornig

Update, 15. März, 13 Uhr: Hilbert sicher Tourismuswirtschaft Hilfe zu

Nachdem der Dresdner Tourismusverband am Samstag Alarm geschlagen und die sofortige Stundung der Beherbungssteuer gefordert hatte, meldet sich nun Oberbürgermeister Dirk Hilbert zu Wort und sicher Hilfe zu. 

"Die Forderung der Tourismuswirtschaft, dass die Stadtverwaltung offene Positionen aus der Beherbergungssteuer derzeit nicht aktiv einfordert, ist nachvollziehbar. Wir werden schnellstmöglich entsprechende Regelungen mit den Betrieben treffen, um die Liquidität der Unternehmen nicht zu gefährden", so Hilbert. 

Allerdings sei zu beachten, dass die Beherbergungssteuer nicht von den Beherbergungsbetrieben selbst erhoben wird, sondern von den Gästen. Die Hotels führen dann die Steuer als "Durchlaufposten" an die Stadt ab. 

"Trotzdem ist uns wichtig die Branche zu unterstützen und nicht mit offenen Forderungen in dieser Situation zu belasten", so Hilbert weiter. "Die Verwaltung wird die Vertreter der Branche außerdem noch diese Woche einladen und die Situation insgesamt besprechen. Wir werden einen Schulterschluss zwischen allen Beteiligten aktiv herbeiführen."

Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat der Tourismuswirtschaft Hilfe zugesichert. 
Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat der Tourismuswirtschaft Hilfe zugesichert.  © Thomas Türpe

Update, 15. März 8.40 Uhr: Große Resonanz auf Allgemeinverfügung der Stadt Dresden

Die Stadt Dresden hat in einer Mitteilung die Besonnenheit und das Vetantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger sowie Veranstalter in Dresden gelobt. So habe es eine große Resonanz auf die Allgemeinverfügung gegeben, die Veranstaltungen mit 1000 Teilnehmern untersagt und verpflichtet, Veranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 100 beim Gesundheitsamt anzumelden. 

"Das Gesundheitsamt hat bisher rund 200 Anzeigen für Veranstaltungen zwischen 100 und 1000 Teilnehmern mit einer entsprechenden Risikoeinschätzung erhalten", erklärt Pressesprecher Kai Schulz. "Bis in die späten Nachstunden am Freitag wurde die Prüfung vorgenommen und wird jetzt am Wochenende fortgesetzt. Der größte Teil der Veranstaltungen musste nach Prüfung durch die Experten untersagt werden, da die Gefahr bestanden hätte, dass sich das Coronavirus leicht unter den Teilnehmern hätte verbreiten können. Vor allem im Bereich der darstellenden Kunst oder auch bei Tanzveranstaltungen, mit engen Kontakten und ohne natürliche Belüftung, mussten Untersagungen ausgesprochen werden."

Er fügte an: "Keiner der Veranstalter hat sich uneinsichtig gezeigt, sondern es gab viel Verständnis. Viele Veranstalter haben sehr besonnen reagiert und zum Schutz ihrer Gäste die Veranstaltungen selbst abgesagt. Wir danken für diese sehr kooperative Einstellung und hoffen, dass sich dies in den kommenden Tagen fortsetzt."

Stadtsprecher Kai Schulz hat einer einer Mitteilung die Besonnenheit der Menschen und der Veranstalter gelobt. 
Stadtsprecher Kai Schulz hat einer einer Mitteilung die Besonnenheit der Menschen und der Veranstalter gelobt.  © Holm Helis

Update, 14. März, 22.23 Uhr: Neue Infoseite des Kultusministeriums

Das sächsische Kultusministerium hat eine neue Infoseite für Schüler, Lehrer und Eltern gestartet.

So findet Montag wie geplant kein Unterricht statt, Kitas bleiben geöffnet.

Update, 14. März, 19.58 Uhr: Aktueller Stand der Dinge in Sachsen

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Sachsen liegt laut Sächsischem Sozialministerium bei 99 (Stand: 14. März, 19.40 Uhr). Abweichend zur Statistik des Ministeriums gibt die Landeshauptstadt Dresden die Anzahl der Corona-Fälle mit 12 an.

So verteilen sich die Coronavirus-Fälle im Freistaat.
So verteilen sich die Coronavirus-Fälle im Freistaat.  © TAG24

Update, 14. März, 18.30 Uhr: Weitere Dresdner Clubs geben Statement ab

Auch das "Arteum" und "Downtown" bleiben geschlossen. In "Katy´s Garage" und der "Groovestation" gibt es nur Bardienst und keine Partys.

Update, 14. März, 16.13 Uhr: Auch die "Gisela" bleibt geschlossen, "Lobo Club" öffnet

Auch der Gisela.Club bleibt wegen des Coronavirus geschlossen. Auf Facebook heißt es:

"Hey Giselas und Giseleros, sicherlich könnt Ihr Euch denken, was jetzt kommt. Die Veranstaltung heut Abend wird nicht stattfinden, wir werden aber einen Ausweichtermin finden. Auch wenn wir eigentlich immer nur Homepartys machen, endet es ja doch immer in Project X-artigen Zuständen, die wir in den aktuellen Zeiten nicht verantworten wollen. So geil eine Party sein kann, unser aller Gesundheit sollten wir da nicht auf's Spiel setzen."

Weiterhin übt der Club harte Kritik an den Behörden: "Wir möchten hier betonen, dass WIR diese Entscheidung getroffen haben und allein treffen mussten, da wir von den Behörden noch immer keine Antwort auf unsere Anträge bekommen haben."

Aufgrund der fehlenden Behörden-Informationen bleibt der "Lobo Club" vorerst weiter geöffnet.

Update, 14. März, 15.55 Uhr: Blue Dance Club bleibt zu

Seit 17 Jahren hat der "Blue Dance Club Dresden" jeden Mittwoch, Freitag und Samstag geöffnet. Doch jetzt muss auch die Diskothek an der Altmarkt Galerie vor dem Coronavirus kapitulieren:

"Heut ist allerdings der Tag gekommen, an dem auch wir kapitulieren müssen. Das tun wir aus freien Stücken, denn die Anträge, welche wir bereits Donnerstag schnellstmöglich gestellt hatten, sind seitens der Stadt unbeantwortet geblieben. Eine Absage, sowie Auflagen für eine Zusage hätten wir ohne Wenn und Aber akzeptiert. Uns aber diese Entscheidung selbst treffen zu lassen, finden wir sehr verantwortungslos. Wir hoffen, dass die Politik uns wenigstens am Ende der ganzen Krise unterstützt."

Update, 14. März, 15.42 Uhr: 17 bestätigte Fälle im Landkreis Bautzen

Wie das Landratsamt Bautzen mitteilt, gibt es im Landkreis inzwischen 17 bestätigte Erkrankungen. Das ist ein Plus von drei im Vergleich zum Vortag. Zwei neue Fälle betreffen den Raum Hoyerswerda, einer den Raum Bautzen.

Die Zahl der Personen in Quarantäne steigt auf mehr als 300.

Update, 14. März, 15.25 Uhr: Katholische Kirche bestätigt Absage von Gottesdiensten

Inzwischen hat das Bistum Dresden-Meißen bestätigt, dass alle öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt sind. Bischof Timmerevers:

"Der Schutz von Leib und Leben der besonders Gefährdeten erfordert in der Corona-Krise Entscheidungen, die ich nur sehr schweren Herzens und in großer Bedrängnis treffe. Die Ausbreitungsdynamik des Virus macht es kurzfristig notwendig: Es wird ab sofort auf alle öffentlichen Gottesdienste und alle weiteren öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen in den Pfarreien und Institutionen im Bistum Dresden-Meißen bis auf weiteres verzichtet. Die Sonntagspflicht ist damit aufgehoben. Die Kirchenräume sollten nach Möglichkeit für das persönliche Gebet geöffnet bleiben."

Update, 14. März, 15.17 Uhr: Coronavirus-Verdacht im Kreuzgymnasium hat sich nicht bestätigt

Der Coronavirus-Verdacht im Dresdner Kreuzgymnasium hat sich nicht bestätigt. Die Schule war am Freitag bereits geschlossen worden. Unterricht wird auch ab kommender Woche nicht stattfinden. In Sachsen wurden bis zum 16. April unterrichtsfreie Zeit angeordnet. 

Der Coronavirus-Verdacht am Kreuzgymnasium hat sich nicht erhärtet.
Der Coronavirus-Verdacht am Kreuzgymnasium hat sich nicht erhärtet.  © Steffen Füssel

Update, 14. März, 14.45 Uhr: Gottesdienste in ganz Sachsen sollen abgesagt werden

Die evangelische Kirche teilte mit: "Dem Hinweis staatlicher Stellen folgend, werden alle Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche dringend gebeten, am morgigen Sonntag, 15. März, auf alle Gottesdienste zu verzichten. Die Glocken sollen dennoch läuten und die Kirchen offen sein. Wenn möglich, sollten Seelsorgerinnen und Seelsorger zur Zeit des Gottesdienstbeginns vor Ort und ansprechbar sein."

Für die katholische Kirche in Sachsen sagte Heinrich Timmerevers (67), Bischof des Bistums Dresden-Meißen: Die gottesdienstlichen Versammlungen, die noch stattfinden, können angesichts der gegenwärtigen Lage ein hohes Risiko der Ansteckung bergen. Mir fällt es sehr schwer: Aber ich kann keine Empfehlung aussprechen, sich diesem Risiko auszusetzen.“

Update, 14. März, 12.05 Uhr: Parkhotel verschiebt Ü30-Party

Das Parkhotel das seine für Samstag geplante Ü30-Party auf den 18. April verschoben. 

Update, 11.55 Uhr: MyHouse sagt jetzt auch Party ab

Der Dresdner Club "MyHouse" wollte ursprünglich am Samstag die geplante Party "Swag Up, Latin Edition" durchziehen, hat die Veranstaltung nun aber abgesagt. 

Update, 11.45 Uhr: Wartezeiten an den Grenzen zu Polen

Da ab der kommenden Nacht die Grenzen zu Polen dicht gemacht werden, kommt es dort zu langen Wartezeiten. Denn die Einreisenden werden auf Fiebersymptome kontrolliert. Die Polizei Sachsen verliert in der Krisenzeit den Humor nicht und bittet die Menschen, ausreichend Proviant für die Reise einzupacken. 

Update, 11.30 Uhr: Apotheken bitten Infizierte und Verdachtsfälle, Verkaufsräume nicht zu betreten

Die Apotheken in Pirna haben an ihren Außenfassaden eine wichtige Bitte angebracht. Sie bitten Menschen, die bereits mit dem Coronavirus infiziert sind, oder bei denen der Verdacht darauf besteht, die Verkaufsräume der Apotheke nicht zu betreten. 

"Wir können unseren Patienten nur helfen, wenn wir gesund bleiben. Wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, vermeiden Sie bitte, soweit es geht, den direkten Kontakt zu anderen Menschen. Melden Sie sich telefonisch unter der bundesweiten Rufnummer 116117 oder in Ihrer Hausarztpraxis (bei Ihrem Hausarzt)", steht auf dem Zettel, der unter anderen an der Pluspunkt Apotheke in der historischen Altstadt von Pirna. 

Update, 14. März 10.10 Uhr: Tourismusverband fordert sofortige Stundung der Beherbergungssteuer

Der Dresdner Tourismusverband fordert angesichts der heftigen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Hotels in der Stadt die sofortige Stundung der Beherbergungssteuer. 

"Viele unserer Mitgliedsunternehmen werden kommende Woche Kurzarbeit anmelden müssen, um einer drohenden Insolvenz auszuweichen. Die Liquiditätsreserven der meisten Dresdner Hotels sind aufgrund der an sich schon mangelnden Rentabilität unzureichend oder nicht vorhanden. Ich ersuche den Oberbürgermeister daher dringend darum, zur Vermeidung von Insolvenzen die Beherbergungssteuer auszusetzen und den Betrieben noch offene Forderungen zu stunden", sagt der Vorsitzende des Verband Johannes Lohmeyer am Samstag in einer Mitteilung. 

Die Absage von Hunderten Events in der Stadt, sowie die Schließung zahlreicher kultureller Einrichtungen hat zu einem erneuten Stornieren etlicher Buchungen von Touristen geführt. 

Update, 14. März, 9.20 Uhr: Kita-Kind aus "Mäuseburg" in Tolkewitz infiziert

Wie die Stadt Dresden in den späten Abendstunden des Freitags mitgeteilt hat, hat sich ein Kind aus der Kindertagesstätte "Mäuseburg" in Dresden-Tolkwitz mit dem Coronavirus infiziert. 

"Ein Kind aus der Kindertagesstätte 'Mäuseburg' auf der Weesensteiner Straße in Tolkewitz wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das Ergebnis liegt dem Gesundheitsamt seit Freitag, 13. März 2020, vor. Das Gesundheitsamt hat in Absprache mit dem Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen sofort reagiert und eine Schließung bis einschließlich Montag, 23. März 2020, festgelegt", teilt die Stadt mit. 

Die Infektionskette ist dem Gesundheitsamt bekannt. So war ein Elternteil des Kindes bis zum 8. März im Urlaub. Danach blieb die Person aufgrund von Krankheitssymptomen zu Hause. Das Kind ging allerdings am 9. März noch einmal in die Kita. Seit Dienstag, 10. März, ist es zu Hause. Die Familie bleibt nun für zwei Wochen in Quarantäne. 

Die Kita wurde am Freitag mit sofortiger Wirkung bis zum 23. März geschlossen. Das betrifft 159 Kinder und 29 Beschäftigte. Für sie alle wird eine häusliche Quarantäne für zwei Wochen rückwirkend vom 9. März an (also bis 23. März) angeordnet. 

"Die Schließung der Kindertagesstätten ist ein Novum für unsere Stadt. Wir stellen damit den größtmöglichen Schutz der betreuten Kinder aber auch ihrer Betreuungspersonen sicher. Die aktuelle Dynamik der Ausbreitung des Virus lässt leider kein anderes verantwortungsvolles Handeln zu ", so Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann.

Die Eltern müssen in der Zeit der Schließung keine Kita-Gebühr bezahlen. 

Die geschlossene Kita "Mäuseburg" in Dresden-Tolkewitz. 
Die geschlossene Kita "Mäuseburg" in Dresden-Tolkewitz.  © Roland Halkasch

Update, 13. März, 22.00 Uhr: Humorzone Dresden fällt aus

Die Humorzone Dresden, die vom 11. bis 15. März stattfinden sollte, kann nun nicht  mehr bis zum Ende laufen. Die Veranstaltungen am Samstag und Sonntag fallen aus, nach Ersatzterminen wird gesucht. Süffisant schreiben die Verantwortlichen auf Facebook: "Der Tod (ein Künstler, Anm. d. Red) wird die letzte Veranstaltung der Humorzone 2020 sein. Das lässt uns wiederum etwas schmunzeln..."

Update, 13. März, 20.50 Uhr: Lausitzbad schließt

Ab Samstag (14. März) stellt das Lausitzbad seinen Bade- und Saunabetrieb bis auf Weiteres ein. Das Bad folgt damit einer Empfehlung des Gesundheitsamtes. 

Update, 13. März, 19.22 Uhr: Weitere Fälle

In Sebnitz muss die Schule "Am Knöchel" schließen, weil ein Schüler infiziert ist. Ebenfalls neu infiziert ist ein Mann aus Bannewitz. Damit hätte Sachsen rein rechnerisch 79 Fälle.

Update, 13. März, 18.36 Uhr: Dresdner gehen einkaufen

Vor dem Wochenende und wahrscheinlich aus Angst vor kommenden Zeiten sind einige Regale in Supermärkten und Discountern wie leer gefegt. Im Kaufland im ElbePark gibt es schon keine Kartoffeln mehr. Auch Nudelregale werden leerer. Einige teure Marken machen sich das zunutze und senken ihre Preise, um viele Kunden anzulocken.

Keine Kartoffeln mehr im Kaufland.
Keine Kartoffeln mehr im Kaufland.  © privat
Nudeln gibt es noch.
Nudeln gibt es noch.  © privat

Update, 13. März, 17.29 Uhr: Verwirrung um Schul- und Kitaschließungen

Bei vielen Eltern herrscht gerade Verwirrung, ob Schulen oder Kitas geschlossen werden oder nicht. Hier nochmal zusammengefasst:

  • Ab Montag (16. März) startet die unterrichtsfreie Zeit bis auf Weiteres. Die Schulen bleiben geöffnet, Lehrer sind vor Ort, um die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. Unterrichtet wird allerdings NICHT!
  • Während der unterrichtsfreien Zeit können Schüler auch zuhause bleiben
  • Im Laufe der kommenden Woche wird entschiedenab wann Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett geschlossen werden
  • Kitas bleiben bis auf Weiteres geöffnet
  • Prüfungen an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sind nach derzeitigem Stand nicht in Gefahr

Mehr Infos >> hier.

Update, 13. März, 16.43 Uhr: Besuchsverbot im Uniklinikum

Im Uniklinikum Dresden gibt es ab sofort ein Besuchverbot, um die Sicherheit von Mitarbeitern und Patienten zu gewährleisten. Ausnahme: Erziehungsberechtigte, Vorsorgebevollmächtigte oder bei triftigen medizinischen Gründen. In diesem Fall darf pro Tag eine Person einen Patienten besuchen. 

"Um den geordneten Betrieb der Internistischen Notaufnahme auch an den Wochenenden aufrecht zu erhalten, können dort ausschließlich Patienten mit lebensbedrohlichen Symptomen behandelt werden. Dies gilt insbesondere für Patienten mit dem Wunsch nach einem Coronavirus-Test", heißt es.

Patienten im Uniklinikum dürfen keinen Besuch mehr empfangen. 
Patienten im Uniklinikum dürfen keinen Besuch mehr empfangen.  © Ove Landgraf

Update, 13. März, 16.34 Uhr: Dresdner Verkehrsbetriebe reagieren

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ergreifen verschärfte Maßnahmen. Ab Sonntag werden alle Türen von Bussen und Straßenbahnen an jeder Haltestelle automatisch geöffnet. Somit soll Fahrgästen erspart werden, auf den Türöffner zu drücken.

Außerdem werden Fahrgäste gebeten, nicht mehr an der ersten Bus-Tür ein- oder auszusteigen. "Der Fahrgastraum und alle Sitze können weiterhin benutzt werden, lediglich der direkte Zugang zum Fahrer ist vorerst nicht möglich", heißt es in einer Mitteilung. Deswegen sind auch Fahrscheine nicht mehr beim Fahrer erwerblich. 

Die DVB-Servicepunkte am Post- und Albertplatz sowie der DVB-Empfang in Trachenberge bleiben vorerst geöffnet. Der Servicepunkt am Hauptbahnhof bleibt ab Montag (16. März) vorerst geschlossen.

Update, 13. März, 16.27 Uhr: Bürger sollen auf Gottesdienste verzichten

Auch die Evangelische Kirche im Freistaat ist im Corona-Modus. Sachsens Landesbischof Tobias Bilz (55) empfiehlt den Kirchgemeinden den Gottesdienst vorm Bildschirm. Außerdem sollte zunächst an beiden kommenden Sonntagen auf das Heilige Abendmahl verzichtet werden. Unter Beachtung der Hygienevorschriften bestehe die Möglichkeit, nur die Hostie zu spenden.

Gottesdienste mit mehr als 100 Teilnehmern werden dem Gesundheitsamt angezeigt. "Empfohlen wird dennoch, auf die Feier von Gottesdiensten zu verzichten, die eine nicht überschaubare Teilnehmerzahl erwarten lässt", so Sprecherin Mira Körlin. Fallen Gottesdiensten aus, sollte das Glockengeläut hörbar werden und vor Ort ein Gebet aus gegebenen Anlass gesprochen werden.

Für alle Gemeindegliedern und Gästen wird Landesbischof Bilz am Sonntag, 11 bis 12 Uhr im Internet einen Gottesdienst halten, der live im Netz zu Hause mitgefeiert werden kann.

Update, 13. März, 16.11 Uhr: Wie geht es mit Schülern weiter?

Im Laufe der nächsten Woche soll entschieden werden, ob Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett geschlossen werden. "Die Schulen vermitteln Unterrichtsstoff soweit dies möglich ist auf digitalen und analogem Wege an die Schüler bzw. durch Erstellen eines Lernplans für Schüler zu Hause", heißt es in einer Mitteilung.

Ab Montag beginnt zunächst die unterrichtsfreie Zeit, die Schulen dienen allerdings nur als Betreuungsstätte, damit Eltern die Gelegenheit haben, sich auf die kommenden Tage einzustellen. 

Des Weiteren sind Klassenfahrten ins In- und Ausland bis zum Schuljahresende abgesagt, innerhalb Sachsens zunächst bis Ostern 2020. Hinzu kommt, dass außerschulische Veranstaltungen wie Wettbewerbe, Olympiaden, Stipendienfahrten Betriebspraktika, Schüler- und Lehreraustausche und Lehrerfortbildungen bis Ende des Schuljahres ausgesetzt werden.

Die aktuelle Verteilung der Infizierten in Sachsen. 
Die aktuelle Verteilung der Infizierten in Sachsen.  © TAG24

Update, 13. März, 16.07 Uhr: CleverShuttle reagiert

Der Carsharing-Dienst CleverShuttle, der auch in Dresden unterwegs ist, hat Maßnahmen ergriffen. So werden in Zukunft nur noch Einzelfahrten angeboten. AUßerdem werden Fahrgäste gebeten, hinten einzusteigen und auf Bargeldzahlung zu verzichten (stattdessen mit Kreditkarte oder PayPal). 

Update, 13. März, 15.35 Uhr: Erster bestätigter Coronafall an der TU Dresden

An der TU Dresden gibt es den ersten bestätigten Coronafall. Ein Doktorand am Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) hat sich während seiner Dienstreise in Frankreich infiziert. Ihm gehe es gut, der Patient befindet sich in häuslicher Quarantäne.

"Um die Verbreitung des Virus zu verhindern, hat das Rektorat der TU Dresden entschieden, die Gebäude des CMCB in der Dresdner Johannstadt vorübergehend zu schließen und die ca. 500 Mitarbeiter von der Arbeit freizustellen", so die Universität.

Wir halten Euch >>> hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden auf dem Laufenden.

Titelfoto: Center for Disease Control/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa

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