Experten warnen: Bärte und Corona sind keine gute Mischung

Frankreich - Der französische Mediziner Patrick Pelloux (56) geht davon aus, dass es von Vorteil sein könnte, wenn sich Männer ihre Vollbärte abrasieren, um so ihre Mitmenschen vor einer Infektion mit dem hochgradig ansteckenden Coronavirus zu schützen.

Auf dieser Grafik sieht man deutlich, welche Bartstylings mit Atemschutzmasken kompatibel sind und welche nicht. 
Auf dieser Grafik sieht man deutlich, welche Bartstylings mit Atemschutzmasken kompatibel sind und welche nicht.  © Screenshot/Twitter/NIOSH

Bislang ist Patrick Pelloux (56) wohl der einzige Mediziner, der sich zu dem Zusammenhang zwischen einem Vollbart und dem Coronavirus geäußert hat, berichtet RTL.fr.

Seine These: Bärte sind Schmutzfänger. Neben Essensresten können sich auch Viren und Bakterien, beispielsweise nach dem Niesen oder Husten, in dem Haar-Wirrwarr verfangen und dort fröhlich über einige Stunden überleben. Auch der hochansteckende Coronavirus.

Aber nicht nur deshalb empfiehlt es sich, sich während der Corona-Krise vom gezüchteten Gesichtsschmuck zu trennen. 

Ein weiterer wichtiger Grund für diesen Schritt sind die Atemschutzmasken, die zurzeit in immer mehr Städten in der Öffentlichkeit getragen werden müssen, um andere Menschen nicht anzustecken und zu schützen. 

Durch einen Bart liegen diese nämlich nicht richtig auf der Nase und dem Mund auf, wie ein Bild des "Nation Institute for Occupational Safety and Health" (NIOSH) auf Twitter zeigt. Nur wenige Stylings sind mit den Atemschutzmasken tatsächlich kompatibel.

Die Folge ist klar, die Atemschutzmaske ist zwecklos, die Viren haben freie Fahrt.

Eine Kampagne gegen das Tragen von Bärten will Patrick Pelloux, selbst glatt rasiert, aber nicht starten. Dennoch sei eine Rasur empfehlenswert.

In Zeiten wie diesen, kann man ja tatsächlich mal drüber nachdenken, ob man nicht für ein paar Wochen auf das Symbol der puren Männlichkeit verzichtet, um seine Mitmenschen vor einem tödlichen Virus zu schützen.

Coronaviren können sich wohl auch in Bärten festsetzen und dort mehrere Stunden überleben. (Symbolbild)
Coronaviren können sich wohl auch in Bärten festsetzen und dort mehrere Stunden überleben. (Symbolbild)  © 123RF/Kateryna Kon
Bärte sind Schmutz- und Bakterienfänger. (Symbolbild)
Bärte sind Schmutz- und Bakterienfänger. (Symbolbild)  © 123RF/goodluz

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