AfD-Veranstaltung im Norden: Zwischenfälle bei Gegendemo, zahlreiche Strafanzeigen
Neumünster - Großeinsatz für die Polizei in Neumünster: In der Stadt in Schleswig-Holstein fanden am Samstag eine Veranstaltung der AfD und mehrere Gegendemonstrationen statt. Es kam zu Zwischenfällen und mehreren Strafanzeigen.
Schon am Morgen gegen 9.30 Uhr hatten rund 800 Teilnehmer gegen die Partei und ihre neue Jugendorganisation "Generation Deutschland" demonstriert.
Wie eine Sprecherin der Polizei gegenüber TAG24 bestätigte, kam es dabei zu "vereinzelten Ausschreitungen", die schnell durch die Einsatzkräfte unterbunden wurden.
Ein Reporter vor Ort sprach in diesem Zuge von Auseinandersetzungen zwischen rechten Streamern und Gegendemonstranten. Verletzte soll es nicht gegeben haben, wie die Polizeisprecherin auf Nachfrage erklärte.
Am Großflecken fand zudem eine Versammlung mit etwa 400 Teilnehmern statt. Diese verlief durchgehend friedlich, teilte die Polizei mit.
Gegen 12.30 Uhr startete schließlich ein Aufzug der "Generation Deutschland" mit rund 130 Teilnehmern. Auch in diesem Fall kam es zu "vereinzelten Störungen", die laut der Sprecherin schnell unterbunden wurden.
Im Zusammenhang mit dem Einsatz kam es zu insgesamt 24 Strafanzeigen, darunter Körperverletzung und Landfriedensbruch. Zudem wurden 25 Platzverweise ausgesprochen. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand.
Die Polizei hatte bereits vorab angekündigt, das Geschehen mit einem Großaufgebot zu begleiten und an die Teilnehmer appelliert, "sich friedlich und respektvoll zu begegnen".
Erstmeldung um 14.28 Uhr, aktualisiert um 16.36 Uhr.
Titelfoto: NEWS5/Sebastian Peters
