Von Petra Albers
Köln - Kommen sie in Frieden? Vertreter der Initiative "Gen Z regelt" kritisieren, dass sich die öffentliche Diskussion zu den für Samstag geplanten bundesweiten Protesten vorwiegend auf die Sorge vor Gewalt konzentriert.
"Das zeigt ja, dass unser Punkt, dass wir nicht ernst genommen werden und nicht gehört werden, auch stimmt. Denn keiner will sich mit uns um die Inhalte kümmern, sondern es ist immer nur das Thema Gewalt auf der Agenda", sagte einer der Organisatoren auf einer Pressekonferenz in Köln.
Die Bewegung habe eine klare Leitlinie, wonach die Proteste ohne jegliche Gewalt ablaufen sollten, erklärte der 18-Jährige. Man werde "friedlich protestieren".
Zugleich betonte er, dass die Demonstrationen dezentral organisiert seien. Die Teilnehmer der Pressekonferenz könnten nur für die Veranstaltungen in Köln, München, Berlin und Frankfurt sprechen, in denen es offizielle Ortsgruppen von "Gen Z regelt" gebe.
Auf der Website von "Gen Z regelt" sind Demonstrationen in 34 Städten angekündigt, an denen sich bundesweit insgesamt mehr als 160.000 Menschen beteiligen wollen.
Dabei wollen junge Menschen unter anderem für bessere Bildung, Gesundheitsschutz, mehr Klimaschutz und gegen eine Wehrpflicht auf die Straße gehen.
Der Grund für die vielen verschiedenen Forderungen sei, dass es "einfach an jeder Ecke brennt", erklärte Steve. Die Proteste seien ein "Hilferuf der Jugend".