"Gen Z"-Demo in Berlin gestartet - mit weniger Teilnehmern als erwartet

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Von Marion van der Kraats

Berlin - Tausende Menschen beteiligen sich in Berlin am Brandenburger Tor an den bundesweiten Jugendprotesten der Initiative "Gen Z regelt". Die Polizei sprach zunächst von einem friedlichen Verlauf. Nach ihren Angaben kamen etwa rund 5.000 Menschen zu der Kundgebung, die Veranstalter sprachen von 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern - so viele waren auch im Vorfeld erwartet worden.

Am Brandenburger Tor versammeln sich die Demonstranten.
Am Brandenburger Tor versammeln sich die Demonstranten.  © Marion van der Kraats

Viele Menschen trugen selbstgemachte Schilder oder Plakate mit sich. Darauf war unter anderem zu lesen: "Wir haben genug und haben nichts davon", "Wir wollen eine lebenswerte Zukunft" oder "Was macht ihr mit unserer Zukunft" und "System update erforderlich". Auf einem großen Banner war auch zu lesen: "Merz muss weg". 

Die Gruppierung fordert unter anderem mehr Geld für Schulen, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt sie ab, ebenso einen Ausbau staatlicher Überwachung.

Die Demonstration in Berlin erfolgt zeitgleich mit anderen Versammlungen in ganz Deutschland. Die Initiative "Gen Z regelt" hofft insgesamt auf mehr als 160.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. So viele Menschen haben nach Angaben auf der Website ihre Teilnahme an den bundesweit mehr als 30 Veranstaltungen zugesagt.

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Es gibt Befürchtungen, dass die Jugendproteste von radikalen Kräften unterwandert werden könnten. Die Organisatoren von "Gen Z regelt" rufen ausdrücklich zu friedlichem Protest auf und lehnen jede Form von Gewalt ab. 

Polizei stellt sich auf Großeinsatz ein und erwartet keine Krawalle

Die Polizei in Berlin stellt sich auf einen Großeinsatz ein und ist nach eigenen Angaben mit rund 1500 Polizistinnen und Polizisten zusätzlich in der Stadt unterwegs. Die Sicherheitsbehörden sehen Konfliktpotenzial wegen der Kombination von Protestaufrufen und der Halloween-Nacht, die regelmäßig in der Hauptstadt vermehrt zu Polizeieinsätzen führt.

Sie rechnen aber nicht mit Plünderungen und haben nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse über gezielte Gewaltaufrufe.

Titelfoto: Marion van der Kraats

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