"Gen Z"-Demos in ganz Deutschland: Wie viele Teilnehmer werden erwartet?

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Berlin - Die Jugend steht auf in Deutschland. Unter dem Namen "Gen Z regelt" sind am Samstag Demonstrationen in 34 Städten geplant. Bleibt am Reformationstag alles ruhig?

Die Polizei wird die Demo-Veranstaltungen in den deutschen Städten gut absichern, damit es keine gewaltsamen Ausschreitungen wie in Italien und Frankreich gibt. (Archivbild)
Die Polizei wird die Demo-Veranstaltungen in den deutschen Städten gut absichern, damit es keine gewaltsamen Ausschreitungen wie in Italien und Frankreich gibt. (Archivbild)  © Felix Hörhager/dpa

Weil die jungen Leute unzufrieden mit der Entwicklung im Land sind, wird am Reformationstag zu Demos aufgerufen.

Protestiert werden soll am 31. Oktober ab 14 Uhr in insgesamt 34 Städten.

Als Zentren des Protests sind Berlin, Köln, Frankfurt und München geplant.

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Weil die Proteste in Frankreich oder Italien bereits gewaltsam ausgeartet sind, wird die Polizei die Veranstaltungen absichern. Wegen der Angst vor Ausschreitungen oder Plünderungen werden wohl auch einige Läden dichtbleiben.

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30. Oktober, 11.10 Uhr: Wie viele Teilnehmer werden erwartet?

Wie viele Menschen gehen am 31. Oktober auf die Straße?

Die genaue Zahl lässt sich schwer vorhersagen. Einen Eindruck gibt die Organisatoren-Webseite. Rund 160.000 Leute haben dort deutschlandweit zugesagt. In Großstädten wie Köln, Frankfurt am Mainz, Berlin, München oder Stuttgart haben sich rund 10.000 Teilnehmer oder mehr angekündigt. In anderen Städten wie Bremen, Leipzig und Dresden wird mit rund 5000 Personen gerechnet, die zugesagt haben. In anderen Städten wie Mannheim oder Chemnitz und Duisburg hat sich nur eine dreistellige Teilnehmerzahl angekündigt.

30. Oktober, 10.43 Uhr: Organisatoren kontern Vorwüfe

Kritik wurde im Vorfeld des Protest an den Organisationsstukturen der Bewegung geäußert.

"Man weiß nicht so genau, wer dahintersteht", kritisierte Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz in der Sendung Frühstart von RTL und Ntv. "Viele melden das allerste Mal eine Demo an, bevor sie überhaupt auf einer Demo gewesen sind", verwies "Gen Z regelt"-Sprecher Amadeo darauf, dass die Bewegung noch am Anfang stehe und sich aus Studierenden, Schülern und Azubis zusammensetze.

Die Organisationsstrukturen von "Gen z regelt" sind unklar, doch ist das ein Problem? (Archivbild)
Die Organisationsstrukturen von "Gen z regelt" sind unklar, doch ist das ein Problem? (Archivbild)  © Enrique Kaczor/dpa

30. Oktober 10.09 Uhr: Checkliste für Demos und Aktionen

Auf der Veranstalter-Homepage geben die Organisatoren Tipps für Demonstranten, die nicht auf Eskalation hindeuten.

Besucher sollen einen Personalausweis, ein geladenes Handy, Wasser und Snacks, sowie falls nötig - Medikamente mitnehmen. Explizit wird den Leuten nahegelegt, sowohl Glas, Alkohol, Drogen, Feuerwehr oder Waffen nicht mitzuführen und auch die Polizei nicht zu provozieren.

Die Organisatoren von Gen Z haben zu einem friedlichen Protest aufgerufen.
Die Organisatoren von Gen Z haben zu einem friedlichen Protest aufgerufen.  © Michael Ukas/dpa

30. Oktober 9.46 Uhr: Manche Geschäfte wollen schließen

Wie groß werden die Proteste und was passiert dort eigentlich? Angesichts von Horrormeldungen aus Frankreich oder Italien wollen einige Läden vorsorglich ihre Türen schließen.

Unter anderem wollen einige Einzelhändler im Südwesten aus Sicherheitsgründen früh zumachen. Händler aus Freiburg hätten gebeten, Baustellen ordentlich abzusichern, damit keine Wurfgeschosse frei herumliegen.

Die Parfümerie-Kette Douglas will 12 Filialen in Deutschland sicherheitshalber schließen - welche wurde nicht bekannt. In den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind die Ladenschließungen nicht notwendig, weil der 31. Oktober ein Feiertag ist.

In Berlin schützen sich einige Geschäfte mit Holz-Brettern vor Plünderungen.
In Berlin schützen sich einige Geschäfte mit Holz-Brettern vor Plünderungen.  © Sven Kaeuler/dpa

30. Oktober, 9.24 Uhr: Wofür wird protestiert?

"Fridays for Future" demonstrieren für mehr Klimaschutz. Die Klima-Debatte ist auch ein Thema, das der Gen Z am Herzen liegt.
"Fridays for Future" demonstrieren für mehr Klimaschutz. Die Klima-Debatte ist auch ein Thema, das der Gen Z am Herzen liegt.  © dpa/Soeren Stache

Fridays for Future demonstrieren für Klimaschutz, "Querdenken"-Proteste richteten sich während der Pandemie gegen die Corona-Maßnahmen, doch was möchte Gen Z eigentlich regeln?

Bei der jungen Bevölkerung existiert vielmehr ein Gefühl, dass "ihre Zukunft an die Wand gefahren wird", wie Steven Sedehi (18), einer der Organisatoren, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk erklärt. Exemplarisch nannte der 18-Jährige den Umgang mit der Klimakrise, Sozialkürzungen und die Debatte um die Wehrpflicht. Aber auch für Gesundheit und ein bezahlbares Leben treten die Demonstranten ein.

Titelfoto: Enrique Kaczor/dpa

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