Gewerkschaft weitet Streik in Leipzig bis Samstag und in die kommenden Woche aus

Leipzig - Der Streik bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) geht in die Verlängerung: Statt nur bis Freitag werden die Mitarbeiter ihre Arbeit bis Samstagmorgen niedergelegt lassen. Zum Wochenstark geht es dann schon weiter.

Statt bis Freitagfrüh wird der Leipziger ÖPNV bis Samstagmorgen bestreikt.
Statt bis Freitagfrüh wird der Leipziger ÖPNV bis Samstagmorgen bestreikt.  © Hendrik Schmidt/dpa

Erst Samstagmorgen um 5 Uhr werden die Busse und Bahnen der Verkehrsbetriebe wieder fahren, kündigte die LVB am Donnerstagmittag spontan an.

Den Samstag über und Sonntag wird der ÖPNV dann normal rollen - bereits ab Montag um 3 Uhr bis Dienstagmorgen um 5 Uhr soll der Verkehr aber erneut stillstehen, kündigte die LVB am Freitag an und nimmt damit am bundesweiten Großstreik teil.

Hintergrund sind die weiter laufenden Verhandlungen im öffentlichen Dienst. Vom 27. bis 29. März findet in Potsdam bereits die dritte Verhandlungsrunde statt.

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Die Beschäftigten fordern unter anderem eine Entgeltsteigerung um 10,5 Prozent und auch höhere Vergütungen für Studenten, Praktikanten und Azubis sowie deren unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung.

"Es ist damit zu rechnen, dass keine Straßenbahnen und Busse unterwegs sein können", warnte die LVB. Veranstaltungsbesucher werden gebeten, frühzeitig anzureisen.

Bereits seit Donnerstag um 3 Uhr ist der öffentliche Nahverkehr in Leipzig versiegt.

Neben der LVB traten unter anderem auch die Stadtverwaltung, das Jobcenter Leipzig und die Sparkasse Leipzig in Streik.

Originaltext vom 23. März, 14.39 Uhr

Aktualisiert am 24. März, 13.11 Uhr

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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