Hunderte bei Jugendprotesten von "Gen Z regelt" in Magdeburg
Von Sabrina Gorges
Magdeburg/Halle - In Magdeburg sind mehrere hundert junge Menschen dem Aufruf der Initiative "Gen Z regelt" zu einer Protestaktion gefolgt.
Nach Beobachtungen von dpa-Reportern versammelten sie sich auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs zu der Demonstration, für die online mehr als 5600 Teilnehmer per Mausklick zugesagt hatten.
Angemeldet waren laut Polizei 500 Menschen. Ein Umzug durch die Innenstadt sei nicht geplant.
Die Veranstalter riefen vor Ort dazu auf, sich mittels eines QR-Codes an einer Umfrage zu beteiligen. Es gehe darum, die Zukunft von "Gen Z regelt" in Magdeburg aufzubauen, hieß es.
Die Fragen lauteten etwa "Für welche Forderungen wollt ihr einstehen?" und "Wie bekommen wir diese Forderungen durchgesetzt?". Auf einem Schild war zu lesen: "An Bildung zu sparen ist die dümmste aller Ideen!"
Für die Veranstaltung in Magdeburg war die Initiative eigenen Angaben nach weder inhaltlich noch organisatorisch zuständig, hatte sie aber beworben.
"Gen Z regelt" war demnach nur für vier von 34 Städten in Deutschland direkt zuständig, in der Jugendproteste angemeldet waren.
Protest auch in Halle
Zur Generation Z gehören junge Menschen, die etwa zwischen 1995 und 2010 geboren wurden. Sie setzen sich mit den Protesten für Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und ein bezahlbares Leben ein.
Es gehe auch um Themen wie Gerechtigkeit, Wehrpflicht und Grundrechte, hieß es.
In anderen europäischen Ländern geht die Generation Z schon seit Wochen massenhaft auf die Straße. In Frankreich war es dabei zu schweren Ausschreitungen gekommen.
Neben Magdeburg gab es auch in Halle eine Veranstaltung mit "Gen Z"-Bezug – sie wurde nicht offiziell auf der Protest-Homepage angekündigt oder beworben.
Laut Polizei hatte der Veranstalter in Halle 70 Personen angemeldet.
Titelfoto: Frank Hammerschmidt/dpa

