Protestzug gegen Rheinmetall eskaliert: Polizei mit Stahlkugeln beschossen, elf Beamte verletzt
Von Anna Müller
Köln - Bei einer Demonstration des Bündnisses "Rheinmetall entwaffnen" in Köln hat die Polizei einen Teil des Demonstrationszugs gestoppt.
Der friedliche Teil der Demonstration setzte sich am Samstagnachmittag weiter in Bewegung. Eine als unfriedlich eingestufte Gruppe wurde hingegen angehalten.
Vermummte Personen warfen den Angaben zufolge kurz nach Beginn der Demonstration mit Farbbeuteln und brannten Pyrotechnik ab.
In der Folge schlugen und traten Teilnehmende Einsatzkräfte der Polizei. Die Polizei habe eine Gruppe von rund 300 Teilnehmer festgesetzt. Mehrere Vermummte aus der Gruppe sollen mit Stahlkugeln auf die Beamten geschossen haben.
Einsatzhelme seien beschädigt und Metallkugeln in Uniformteilen gefunden und sichergestellt worden. Elf Polizisten wurden den Angaben nach verletzt. Ein Beamter war demnach nicht mehr dienstfähig.
Zu der Demonstration hatte das Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" aufgerufen, das noch bis Sonntag ein Protestcamp in Köln veranstaltet.
Für die Demonstration waren bei der Polizei rund 400 Menschen angemeldet. Laut Polizeiangaben demonstrierten tausende Menschen.
Titelfoto: Polizeipräsidium Köln
