Chemnitz bekommt Anschluss: Elektrifizierung der Erzgebirgsbahn
Chemnitz - Auf einem circa 2,6 Kilometer langen Abschnitt fahren die Züge der Erzgebirgsbahn im Güterverkehr nun elektrisch. Und es ist noch eine weitere Elektrifizierung in Richtung Aue (Erzgebirge) geplant. Diese soll dann auch für Fahrgäste mehrere Vorteile haben.
Wie die Deutsche Bahn AG am Donnerstag mitteilte, hat die Erzgebirgsbahn bereits am 28. Februar die Oberleitung zwischen Chemnitz Hauptbahnhof und Chemnitz Süd in Betrieb genommen.
"Die Elektrifizierung dieses Abschnitts ist die erste Baustufe auf dem Weg zur durchgehend elektrischen Verbindung nach Aue", heißt es weiter.
Für den ersten Abschnitt wurden 57 Oberleitungsmasten aufgestellt und circa 6500 Meter Leitungen montiert.
Eine neu gebaute Anlage steuert und überwacht die Oberleitungsschalter aus der Ferne.
Außerdem wurde die Technik, die dafür sorgt, dass Signale, Weichen und Bahnübergänge sicher zusammenarbeiten, angepasst.
Vorsicht! Oberleitungsanlage steht unter einer Spannung von 15.000 Volt
Die Infrastruktur soll weiter ausgebaut werden, damit der Zugverkehr im Erzgebirge leistungsfähiger wird. "Für Fahrgäste bringt der derzeit in der Planung befindliche elektrische Betrieb mehrere Vorteile. Elektrische Züge beschleunigen in der Regel schneller als Dieselfahrzeuge. Das hilft, Fahrpläne stabiler einzuhalten und Verspätungen abzubauen", so die Deutsche Bahn AG.
Reisende bekommen durch eine Verknüpfung mit anderen Linien auf der Verbindung Chemnitz–Aue mehr direkte Verbindungen ohne Umstieg und somit auch kürzere Reisezeiten.
Es ist aber auch Vorsicht geboten! Die Oberleitungsanlage steht unter einer Spannung von 15.000 Volt.
"Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei weisen deshalb ausdrücklich auf die Gefahren hin, die von unbefugtem Betreten der Bahnanlagen ausgehen. Die Bahn bittet alle Anwohnenden und insbesondere Kinder und Jugendliche, die Sicherheitsregeln strikt zu beachten", heißt es abschließend.
Titelfoto: Uwe Meinhold

