Von Marc Herwig
Düsseldorf - Die Pünktlichkeit von S-Bahnen und Regionalzügen in Nordrhein-Westfalen hat sich im ersten Halbjahr weiter verschlechtert.
Das geht aus vorläufigen Zahlen des Kompetenzcenters Integraler Taktfahrplan NRW hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
Rund 30 Prozent aller Züge fuhren demnach zwischen Januar und Juni ihrem Fahrplan hinterher.
Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2025 waren rund 25 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge verspätet, doch auch das war damals schon ein Rekordwert. Im Jahr 2020 waren lediglich 13,2 Prozent der Züge unpünktlich.
Als verspätet gilt ein Zug in NRW, wenn er mindestens vier Minuten hinter seinem Zeitplan herfährt.
Als Hauptgrund für die Probleme nennt die Branche das vielerorts sanierungsbedürftige Schienennetz. Ein weiteres Problem ist die hohe Auslastung vieler Strecken.
Dadurch sorgen Verspätungen im Fernverkehr sofort für Probleme bei Nahverkehrszügen, die auf der gleichen Strecke fahren. Denn Regionalzüge müssen verspätete ICE in der Regel vorlassen.