Von Marc Herwig
Emmerich/Oberhausen - Eines der größten Bahn-Projekte in Nordrhein-Westfalen geht in die nächste Etappe: Für den Ausbau zwischen Oberhausen und der niederländischen Grenze bei Emmerich wird die Strecke von Montag (21 Uhr) an erneut für eine Woche gesperrt.
Für Pendler zwischen Oberhausen und Arnheim in den Niederlanden fahren bis zum 16. November nur Ersatzbusse. Fernzüge nach Amsterdam werden umgeleitet.
Der rund 73 Kilometer lange Abschnitt gehört zum europäischen Güterverkehrskorridor von Rotterdam nach Genua, einem Prestigeprojekt der europäischen Verkehrspolitik. Auf dem gesamten Abschnitt soll ein drittes Gleis gebaut werden, sodass Regionalzüge, Fernzüge und Güterzüge einander besser überholen können.
Zuletzt war die Strecke für den geplanten Ausbau mehr als eineinhalb Jahre lang gesperrt oder nur eingleisig befahrbar.
Während der nun anstehenden Sperrung werde an Brücken, Bahnübergängen, Schallschutzwänden und Oberleitungen gebaut, teilte die Bahn mit.
Außerdem würden Vorbereitungen für den weiteren Ausbau der Strecke in den kommenden Jahren getroffen.
Umleitungen und Ersatzbusse für Reisende
Reisende brauchen dafür ab Montagabend noch einmal Geduld: ICE-Züge vom Rheinland in die Niederlande werden umgeleitet und brauchen rund 30 Minuten länger als sonst für die Strecke.
Außerdem halten die Fernzüge nicht in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen und Arnheim.
Im Nahverkehr müssen Pendler auf den Linien RE5, RE19, RE44 und RE49 auf Ersatzbusse umsteigen. Einige Ersatzbusse fahren alle Bahnhöfe entlang der Strecke ab.
Es gibt aber auch Expressbusse, die nur die großen Bahnhöfe Oberhausen, Wesel und Emmerich verbinden und bis nach Arnheim in den Niederlanden fahren.